Abtreibung - (spätere) Schuldgefühle beim Mann ?

Das Thema läßt sich ausweiten…

Hallo,

Mir fallen dazu noch die Zustände zur Zeit der Sklaverei ein, als die vielen Mulattenkinder ohne Weiters als Sklaven weiterverkauft wurden.
Gut, das ist ca. 150 Jahre her und vielleicht eine alte Geschichte, die heute undenkbar wäre. Und ich versuche auch erst gar nicht, mich in die Gedankenwelt eines weißen Sklavenhalters hineinzuversetzen (obwohl es vielleicht ganz lehrreich wäre)…

Was ich sagen will: die müssen gewusst haben, dass sie ihre leiblichen Kinder weiterverkaufen. So aufgeklärt war die Menschheit auch schon vor 150 Jahren.

Oder die Zustände auf den chilenischen Plantagen, wie sie im „Geisterhaus“ von Isabel Allende beschrieben werden - gut, das ist ein Roman, aber er scheint mir realistisch und mit Sachkenntnis geschrieben. Uneheliche Kinder haben offenbar bis vor kurzer Zeit nicht mitgezählt. Und dann ungeborene uneheliche? Die sind dann nochmal ein Stück weiter weg.

Dann könnte man noch weiter zurück zu den Kindstötungen im Mittelalter und würde sehen, dass Muttergefühle auch bei Frauen vermutlich eine kulturelle und keine biologische Erscheinung sind. (Wobei ich letzteres vor Kurzem im Psychologie-Brett gefragt hatte und es dort offenbar keiner so genau wusste.)

Mit vielen Grüßen, Stefanie

P.S. Den jungen Mann einen Thread weiter unten scheint Ihr übrigens vertrieben zu haben. Ob das nun irgendeinem der Beteiligten weiterhilft?

Gottes Werk und Teufels Beitrag
Filmtipp: Gottes Werk und Teufels Beitrag (bitte ansehen!!)

Es ist immer wieder erstaunlich, wie Leute, für die schon ein
erzieherischer Klaps ein Gewaltverbrechen ist, die Tötung des
ungeborenen Kindes mit anschließender industrieller Verwertung
des Leichnams als eine Sache ansehen, „für die man sich
entscheidet“.

schwarz-weiss Denken ist in dieser Sache unangebracht.
mehr moechte ich dazu gar nicht sagen…

jima

Hallo ihr Lieben,

äußerst ihr euch aufgrund von Theorien oder vielleicht doch aus der Praxis?

Mich würde es interessieren, ob die Männer dann und wann mal an ihr beinahe Kind denken.

Viele Grüße

G

@Stefanie
Hi Stefanie,

P.S. Den jungen Mann einen Thread weiter unten scheint Ihr
übrigens vertrieben zu haben. Ob das nun irgendeinem der
Beteiligten weiterhilft?

Hm, er hat in seinem Beitrag erwähnt, daß er weiß, daß er nun eine Diskussion ins Rollen bringt. Ich habe mir überlegt, ob sein Beitrag nur gefaked war :frowning:
Egal, es lohnt sich immer wieder darüber zu sprechen.

Und ich hoffe, daß er (falls alles wahr ist) nachdenkt. Es war wichtig, daß er nicht nur unterstützt worden ist. Auf der Seite der Erwachsenen zu sein ist gut und schön, aber wer denkt an die Ungeborenen? Wer schützt sie und nimmt sie in Schutz? Es wird über ihren Kopf hinweg entschieden und das finde ich ganz arg traurig und mies.

LG,

Nina

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Hallo Sylvia,

naja:

  1. kann er sich nicht sicher sein, das es wirklich „seins“ ist - die Frau schon *grins*
  2. wächst da ja nix im Mann heran:smile: - ich meine damit, dass die Schwangerschaft körperlich beim Mann keine Veränderungen hevorruft, die er mitbekommt und ganz unmittelbar „fühlt“, da lässt sich die Sache (Abtreibung Ja/Nein) wahrscheinlich auch einfach qua natur „abstrakter“ durchdenken.

grüße,

barbara

Hallo Sylvia,

also das Wort Schuldgefühle besteht aus zwei Wörter und um ersteres zu haben sollte man logischer Weise zuerst mal das zweite empfinden. Gefühle sind aber nicht nur die Guten, auch die schlechten wie Wut, Hass, Angst, Verzweiflung usw. fallen unter Gefühle. Jetzt leben wir aber in einer Gesellschaft die so kultiviert ist dass man teilweise nicht mal die Guten, aber ganz besonders die Schlechten nicht mal im Ansatz zeigen darf.
Dafür wird einem die Schuld von der herrschenden Gesellschaftsordnung sehr schnell zugewiesen, ohne auf Gefühle rücksicht zu nehmen.

Ich bin nicht der Meinung dass Frauen mehr Schuldgefühle haben als Männer, es sind nur die Bereiche verschieden auf die die Gesellschaft einwirkt. Also eine Mutter die weniger Muttergefühle zeigt wird durch ihr Umfeld mehr mit Schuldgefühlen gebeugt als ein Vater mit wenig Vatergefühl. Dafür sollte ein Vater mehr Schuldgefühle haben wenn er unfähig ist seine Familie gut zu ernähren, als eine Mutter…die wenn sie es nur so halbwegs schafft dafür bewundert wird.
Früher wurde die Frau verteufelt wenn sie unverheiratet schwanger wurde, da nützten ihr auch Muttergefühle nichts - ganz zu schweigen von dem Balg!!! Mutter und Kind waren Zweite Wahl und hatten zeitlebends Schuldgefühle zu haben.

>Ironie anIronie ausTrauer gefällt mir besser, das ist ein Gefühl dass jeder mehr oder weniger unerzwungen von der Gesellschaft empfindet und es ist ein sehr persönliches Gefühl.
Trauer hilft etwas zu verarbeiten…Schuldgefühle sind dafür da etwas nicht zu verarbeiten und macht die Seele krank.

Ich stelle mir auch die Frage warum unsere Jugend keine eigenen Kinder will…das muss meiner Meinung nach von den Eltern und den gesellschaftlichen Ansprüchen kommen, von alleine kommt so eine Einstellung nicht. Es geht uns so gut wie nie…aber statt dass man zufrieden sein kann einem Kind einiges zu bieten, muß alles perfekt sein und durchgeplant…und dadurch vermittelt man den Kindern eine geleistet Last zu sein. Wenn aber ein Kind das Gefühl hat eine Last zu sein…wird es auch später keine eigenen Kinder wollen.
Man darf sich nicht wundern, wenn bei einem „Sex-Unfall“ eine Abtreibung als perfekte Lösung dient.

Die Argumente der Abtreibungsgegner dass man Kinder nicht mit Geld messen kann, sind auch meine Meinung. Die Erfahrung dass Liebe und Zuneigung nicht mit Geld gemessen wird wünsch ich mir für die Zunkunft unserer Jugend. Kinder sind kein Unglück…sie sind der wichtigste Teil unseres Lebens, wichtiger als Luxus und seichte Unterhaltung.

Schuldgefühle würde ich gerne durch Gefühle ersetzen…dann klappts auch mit den Kindern :wink:)

Ich habe eine Tochter die bald 18 Jahre wird, sie wünscht sich Kinder…natürlich nicht jetzt. Es würde mich wundern wenn so ein SEX-UNFALL zu einer Abtreibung führen würde, aber ich werde sicher nicht von „MORD“ reden wenn sie Angst hat. Aber es würde mich wundern wenn sie Angst hat…da würde ich darüber nachdenken woher die Angst kommt.

Angst ist stärker als Schuldgefühle…Schuldgefühle kommen nach der Angst…und Angst ist ein persönliches Gefühl - Schuldgefühl ist künstlich hochgebauschtes intolertanes Empfinden…also darf sich eine herrschende Gesellschaft fragen was SCHULD ist !!!

puhhhhhh…*emo*

kerbi

Hallo Sylvia,

wie ich weiter unten schon schrieb, war ich vor vielen Jahren in der Situation, daß ein Exfreundin schwanger war und sie eine Abtreibung vornehmen lies.

Seelische Probleme hatte ich keine damit, Alpträume auch nicht, was für mich allerdings die Konsequenz war; ich habe bewust auf Beziehungen zu Frauen verzichtet, weil ich weder sie noch mich wieder in eine solche Situation bringen wollte.

Das hab ich erst geändert, als ich mir sagte, jetzt könnte ich mir vorstellen Vater zu werden; was ich inzwischcen bin.

Gandalf

des Leichnams als eine Sache ansehen, „für die man sich
entscheidet“.

…das eine und das andere haben nur am Rande miteinander zu
tun.

In beiden Fällen wird das Kind zum Opfer einer Körperverletzung. Körperverletzung ist im Falle eines angemessenen Rechtfertigungsgrundes erlaubt.
Ein solcher angemessener Rechtfertigungsgrund liegt beim erzieherischen Klapps eindeutig vor wie auch, wenn man seinen Kindern die Haare schneidet.

Für die Tötung eines Menschen kann die auf „keine Lust!“ lautende „Entscheidung“ der Mutter kein ausreichender Rechtfertigungsgrund sein. Tötung ist nur als angemessene Notwehr zu rechtfertigen, wenn die Schwangerschaft der Mutter sonst den Tod bringen würde.

Wie ich weiter unten schon schrieb, ist der Knackpunkt dieses
Themas die Frage „Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?“.
Und genau diese Frage ist letztlich nicht lösbar.

Erstens ist das ungeborene Kind mit Sicherheit unschuldig, zweitens sagst Du selber, daß es schon gleich nach der Befruchtung ein Mensch sein könnte, weil man es nicht genau wissen könne. Also muß das Urteil auf Freispruch lauten und nicht auf die Todesstrafe („im Zweifel für den Angeklagten“).

Gruß,

Wolfgang Berger

1 „Gefällt mir“

In beiden Fällen wird das Kind zum Opfer einer
Körperverletzung. Körperverletzung ist im Falle eines
angemessenen Rechtfertigungsgrundes erlaubt.
Ein solcher angemessener Rechtfertigungsgrund liegt beim
erzieherischen Klapps eindeutig vor wie auch, wenn man seinen
Kindern die Haare schneidet.

Diese Meinung teile ich nicht. Beim Haare schneiden ist von einer ausgesprochenen oder mutmasslichen Zustimmung auszugehen, _deshalb_ ist es unproblematisch.

Für die Tötung eines Menschen kann die auf „keine Lust!“
lautende „Entscheidung“ der Mutter kein ausreichender
Rechtfertigungsgrund sein. Tötung ist nur als angemessene
Notwehr zu rechtfertigen, wenn die Schwangerschaft der Mutter
sonst den Tod bringen würde.

Ein Fötus ist in meinen Augen kein Mensch.
Er wird mal einer.
Das kann ich jedoch mit Sachargumenten genauso wenig lückenlos und endgültig beweisen, wie Du das Gegenteil.

Wie ich weiter unten schon schrieb, ist der Knackpunkt dieses
Themas die Frage „Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?“.
Und genau diese Frage ist letztlich nicht lösbar.

Erstens ist das ungeborene Kind mit Sicherheit unschuldig,

Äh… Der Embryo ist unschuldig, ja. Und?

zweitens sagst Du selber, daß es schon gleich nach der
Befruchtung ein Mensch sein könnte, weil man es nicht genau
wissen könne. Also muß das Urteil auf Freispruch lauten und
nicht auf die Todesstrafe („im Zweifel für den Angeklagten“).

Das körperliche, seelische und soziale Wohl eines unabstreitbaren Menschen, nämlich der Schwangeren, geht für mich immer und unabdingbar über das des Embryo. Wie hier schon an anderer Stelle gesagt wurde, wäre die Spirale im Falle Deiner Definition eine Massenvernichtungswaffe. Das, was für mich, nach meinem Wissen und Gewissen einen Menschen ausmacht, ist bei einem Embryo nicht gegeben, und damit ist das Thema für mich durch. Die bundesdeutsche Regelung (bis zur 12. Woche, Pflichtberatung) halte für sehr angemessen und gut. Meine Definition würde sicher noch viel mehr zulassen, aber da greift dann tatsächlich Dein „in dubio pro reo“. Der Embryo ist kein eigenständiger Mensch, sondern bis hierhin Teil des Körpers der Mutter. Damit steht ihr allein das Recht zu, darüber zu entscheiden. MIt den vom Gesetzgeber gesetzten Grenzen kann ich wie gesagt gut leben.

Doc.

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Das körperliche, —> Lust \
seelische und ----> Spaß >====> Ethik
soziale Wohl -----> Geld /
eines unabstreitbaren Menschen, nämlich der Schwangeren, geht
für mich immer und unabdingbar über das des Embryo.

Danke,

Wolfgang Berger

Du hast eine komische Ethik.

Bitte,

Malte vdH.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Doc,

ein sehr interessanter Vortrag.
Vor allem der letzte Abschnitt!

http://www.eb.tuebingen.mpg.de/deutsch/pop_wiss_pub/…

Gruß

Usi

Hallo Usi,

Danke für den interessanten Artikel. Die Aussage kommt meinen Statements hier recht nahe, oder?

Gruß,

Doc.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
dass ein Neugeborenes Schmerz empfindet ist unbestritten. Aber ein Fetus hat ab einem gewissen Stadium ein voll ausgebildetes Nervensystem was ihm Schmerzempfinden ermoeglicht. Daran wuerde ich festmachen, bis wann eine Abtreibung ethisch vertretbar ist und nicht daran ob er nun alleine atmen kann oder nicht. Denn das koennen auch einige Fruehchen nicht, die trotzdem als Menschen behandelt werden.
Und ein Fetus ist nicht ein Teil der Mutter sondern ein von ihr getrennter Organismus, der ja auch eine andere Blutgruppe haben kann.
Ich bin gar nicht gegen Abtreibung, aber das Argument, ‚mein Bauch gehoert mir‘ oder ‚ich entscheide was mit meinem Koerper passiert‘ oder ‚es ist ja nur ein Zellhaufen‘ zeigt doch auch, dass man sich nicht besonders mit dem Thema der Embryonalentwicklung beschaeftigt hat.

gruss, jima

Denn das koennen auch einige Fruehchen nicht, die
trotzdem als Menschen behandelt werden.

Diese Frühchen sind aber unabhängig vom Mutterleib lebensfähig.
Nicht unabhängig von technischer Hilfe, und nicht unabhängig von den Mühen anderer, die sich darum kümmern, aber ohne Mutterleib.

Und ein Fetus ist nicht ein Teil der Mutter sondern ein von
ihr getrennter Organismus, der ja auch eine andere Blutgruppe
haben kann.

Er ist eben nicht getrennt, sondern verbunden.

Ich bin gar nicht gegen Abtreibung, aber das Argument, ‚mein
Bauch gehoert mir‘ oder ‚ich entscheide was mit meinem Koerper
passiert‘ oder ‚es ist ja nur ein Zellhaufen‘ zeigt doch auch,
dass man sich nicht besonders mit dem Thema der
Embryonalentwicklung beschaeftigt hat.

Ich hab zwar nur zwei Semester Medizin studiert, aber ein wenig Embryonalentwicklung war schon dabei :smile: Aber ich schrieb schon woanders hier: Das Thema ist verdammt schwierig und sachlich letztendlich nicht lösbar. :smile: Insofern bin ich mir der Angreifbarkeit meiner Argumente bewusst. Und auch der Gegenargumente bin ich mir bewusst. Wenn ich mir jedoch all das ansehe, bleibt unterm Strich für mich das Fazit, daß ich die derzeitige Regelung des Gesetzgebers in Dtld. sinnvoll und richtig finde, und ein derart fanatisches Gegenhalten halt falsch.

Gruß,

Doc.

Hallo :smile:

Diese Frühchen sind aber unabhängig vom Mutterleib
lebensfähig.

Eben nicht. Ohne die Technik waeren die meisten verloren.
(Wenn es irgendwann mal einen kuenstlichen Uterus geben sollte, wuerde das ja heissen, dass praktisch alle Embryonen unabhaengig vom ‚Mutterleib‘ lebensfaehig waeren)
Apropos Fruehchen: Einige Aerzte vor allem in der Schweiz lassen seit neuestem extrem Fruehgeborene sterben, da das Risiko zu gross ist, dass sie schwerste Behinderungen davontragen koennen.

Er ist eben nicht getrennt, sondern verbunden.

Durch die Nabelschnur, ja. Vom muetterlichen Koerper bekommt er Naehrstoffe zur Entwicklung und den Schutz. Aber er ist kein Teil des muetterlichen Organismus.
Er ist nicht ein Koerperteil oder ein ‚Gewebeauswuchs‘ der Mutter.

Ich hab zwar nur zwei Semester Medizin studiert, aber ein
wenig Embryonalentwicklung war schon dabei :smile: Aber ich
schrieb schon woanders hier: Das Thema ist verdammt schwierig
und sachlich letztendlich nicht lösbar. :smile: Insofern bin ich
mir der Angreifbarkeit meiner Argumente bewusst. Und auch der
Gegenargumente bin ich mir bewusst. Wenn ich mir jedoch all
das ansehe, bleibt unterm Strich für mich das Fazit, daß ich
die derzeitige Regelung des Gesetzgebers in Dtld. sinnvoll und
richtig finde, und ein derart fanatisches Gegenhalten halt
falsch.

uuups. Du meinst jetzt aber nicht ‚fanatisches Gegenhalten‘ auf mich bezogen, oder?

Die Regel hier ist ok. Aber angesichts der Entwicklung des Fetus finde ich es etwas hart an der Grenze in der 11. oder 12. Woche abzutreiben.
Ist halt meine persoenliche Meinung.

gruss, jima

Hallo :smile:

Diese Frühchen sind aber unabhängig vom Mutterleib
lebensfähig.

Eben nicht. Ohne die Technik waeren die meisten verloren.

Eben doch. Technik ist nicht gleich Mutterleib.

(Wenn es irgendwann mal einen kuenstlichen Uterus geben
sollte, wuerde das ja heissen, dass praktisch alle Embryonen
unabhaengig vom ‚Mutterleib‘ lebensfaehig waeren)

Soweit richtig - Wer weiß, wie dann die Meinungen zu diesem Thema aussehen. Auch meine müsste ich dann sicher überdenken - bis heute funktioniert sie aber ganz gut, heisst, ist in sich stimmig. Daß diese Argumentation nur ein Hilfskonstrukt ist, ist mir klar.

Apropos Fruehchen: Einige Aerzte vor allem in der Schweiz
lassen seit neuestem extrem Fruehgeborene sterben, da das
Risiko zu gross ist, dass sie schwerste Behinderungen
davontragen koennen.

Das ist ein anderes Thema - Inwiefern das mit unseren Gesetzen, unserer Ethik und meinen Moralvorstellungen vereinbar ist, kann ich so nicht sagen. Ich propagiere auch nicht den Freifahrtschein zum Kinder killen! Im Gegenteil: Nach meiner Argumentation würden diese besagten Ärzte auf jeden Fall Menschen sterben lassen.

Er ist eben nicht getrennt, sondern verbunden.

Durch die Nabelschnur, ja. Vom muetterlichen Koerper bekommt
er Naehrstoffe zur Entwicklung und den Schutz. Aber er ist
kein Teil des muetterlichen Organismus.
Er ist nicht ein Koerperteil oder ein ‚Gewebeauswuchs‘ der
Mutter.

Ab wann? Und auch dies ist wieder Definitionssache: Es hört sich makaber an, aber was unterscheidet den Embryo von bspw. Deinem Herzen oder Deinen Nieren?

Wenn ich mir jedoch all
das ansehe, bleibt unterm Strich für mich das Fazit, daß ich
die derzeitige Regelung des Gesetzgebers in Dtld. sinnvoll und
richtig finde, und ein derart fanatisches Gegenhalten halt
falsch.

uuups. Du meinst jetzt aber nicht ‚fanatisches Gegenhalten‘
auf mich bezogen, oder?

Nein, damit meinte ich nicht Dich.

Die Regel hier ist ok. Aber angesichts der Entwicklung des
Fetus finde ich es etwas hart an der Grenze in der 11. oder
12. Woche abzutreiben.

Bis wann wäre es denn noch nicht „etwas hart an der Grenze“ für Dich? Und warum?

Ist halt meine persoenliche Meinung.

Die ich Dir gerne lasse! :smile:

Gruß,

Doc.

Hallo :smile:

Diese Frühchen sind aber unabhängig vom Mutterleib
lebensfähig.

Eben nicht. Ohne die Technik waeren die meisten verloren.

Eben doch. Technik ist nicht gleich Mutterleib.

Ich bleibe dabei: Fruehchen, die ohne kuenstliche Beatmung und intravenoese Ernaehrung nicht ueberleben, sind fuer mich praktisch nicht lebensfaehig.
Sie sind eindeutig in einem Stadium in dem sie nicht auf den Mutterleib verzichten koennen ohne Schaeden davonzutragen.

Apropos Fruehchen: Einige Aerzte vor allem in der Schweiz
lassen seit neuestem extrem Fruehgeborene sterben, da das
Risiko zu gross ist, dass sie schwerste Behinderungen
davontragen koennen.

Das ist ein anderes Thema - Inwiefern das mit unseren
Gesetzen, unserer Ethik und meinen Moralvorstellungen
vereinbar ist, kann ich so nicht sagen. Ich propagiere auch
nicht den Freifahrtschein zum Kinder killen! Im Gegenteil:
Nach meiner Argumentation würden diese besagten Ärzte auf
jeden Fall Menschen sterben lassen.

Menschen im sechsten, siebten Monat? Da wird auch manchmal noch abgetrieben, zum Beispiel beim Down Syndrom.

Ab wann?
Und auch dies ist wieder Definitionssache: Es hört
sich makaber an, aber was unterscheidet den Embryo von bspw.
Deinem Herzen oder Deinen Nieren?

Aber Medizinstudent! Ein Embryo ist kein Organ des Mutterleibs!
Im Gegenteil: Der Mutterleib versucht auch den Embryo abzustossen,(wie das jetzt im einzelnen laeuft kann ich nicht mehr erinnern)

Die Regel hier ist ok. Aber angesichts der Entwicklung des
Fetus finde ich es etwas hart an der Grenze in der 11. oder
12. Woche abzutreiben.

Bis wann wäre es denn noch nicht „etwas hart an der Grenze“
für Dich? Und warum?

Richtig unbehaglich wird mir ab dem Moment, ab dem ein Embryo ein vollausgebildetes Nervensystem hat. Das ist vor der 12.Woche der Fall.
Ich finde es vorher auch nicht ‚toll‘, aber manchmal muss sich die Frau eben gegen das Kind entscheiden. Aus welchen Gruenden auch immer. Und das akzeptiere ich auch.

Ist halt meine persoenliche Meinung.

Die ich Dir gerne lasse! :smile:

ebenso :smile:

gruss, jima

Ich bleibe dabei: Fruehchen, die ohne kuenstliche Beatmung und
intravenoese Ernaehrung nicht ueberleben, sind fuer mich
praktisch nicht lebensfaehig.
Sie sind eindeutig in einem Stadium in dem sie nicht auf den
Mutterleib verzichten koennen ohne Schaeden davonzutragen.

Heutzutage, mit den aktuellen technischen Möglichkeiten, können sie das - aber wir drehen uns im Kreis.

Das ist ein anderes Thema - Inwiefern das mit unseren
Gesetzen, unserer Ethik und meinen Moralvorstellungen
vereinbar ist, kann ich so nicht sagen. Ich propagiere auch
nicht den Freifahrtschein zum Kinder killen! Im Gegenteil:
Nach meiner Argumentation würden diese besagten Ärzte auf
jeden Fall Menschen sterben lassen.

Menschen im sechsten, siebten Monat? Da wird auch manchmal
noch abgetrieben, zum Beispiel beim Down Syndrom.

Auch in Deutschland? Eine zweifelhafte Praktik. Mit solcher Thematik hab ich mich noch nicht beschäftigt, aber das ist nicht das Recht, welches ich hier verteidige!!

Aber Medizinstudent!

Ex… Das ist ne Weile her :smile:

Ein Embryo ist kein Organ des Mutterleibs!

Was unterscheidet ihn davon? Abgesehen von…

Im Gegenteil: Der Mutterleib versucht auch den Embryo
abzustossen,(wie das jetzt im einzelnen laeuft kann ich nicht
mehr erinnern)

…dem temporären Charakter der Verbindung?

Richtig unbehaglich wird mir ab dem Moment, ab dem ein Embryo
ein vollausgebildetes Nervensystem hat. Das ist vor der
12.Woche der Fall.

Da bin ich tatsächlich nicht mehr so fit drin. Dennoch: Mir ist dabei halt nicht so unbehaglich, bis zu jenem Zeitpunkt. Davon ab fände ich es gut, wenn sich jene, die so gegen Abtreibung wettern, genauso für das Leben der bereits Geborenen engagieren würden (damit meine ich nicht dich). Da gibt es mehr als genug Baustellen. Aber das kann und darf kein Argument in einer Abtreibungsdebatte sein, klar.

Ich finde es vorher auch nicht ‚toll‘, aber manchmal muss sich
die Frau eben gegen das Kind entscheiden. Aus welchen Gruenden
auch immer. Und das akzeptiere ich auch.

Siehste, das sehe ich ganz genau so. Protestiert habe ich gegen die Aussagen „Abtreibung ist Mord“, „Vater und Mutter haben KEINE Rechte, nur der Embryo“, „Der Ursprungsposter ist ein gedanken- und verantwortungsloser Mistkerl“, „Das Kind zu bekommen ist IMMER die richtige Entscheidung“ etc. pp.

Gruß,

Doc.

Hallo ihr zwei,

sorry für meine Einmischung zum Thema: Embryo Teil der Mutter:

Aber Medizinstudent!

Ex… Das ist ne Weile her :smile:

Ein Embryo ist kein Organ des Mutterleibs!

Was unterscheidet ihn davon? Abgesehen von…

Im Gegenteil: Der Mutterleib versucht auch den Embryo
abzustossen,(wie das jetzt im einzelnen laeuft kann ich nicht
mehr erinnern)

…dem temporären Charakter der Verbindung?

Das gesamte Erbugt jeder Zelle eines Embryos ist nur zu 50 % von der Mutter. Und da fragst Du nach Unterschieden.

Gruß, Karin, die auf jeden Fall auch mit der Fristenregelung mit Beratung einverstanden ist.