Hallo Sylvia,
also das Wort Schuldgefühle besteht aus zwei Wörter und um ersteres zu haben sollte man logischer Weise zuerst mal das zweite empfinden. Gefühle sind aber nicht nur die Guten, auch die schlechten wie Wut, Hass, Angst, Verzweiflung usw. fallen unter Gefühle. Jetzt leben wir aber in einer Gesellschaft die so kultiviert ist dass man teilweise nicht mal die Guten, aber ganz besonders die Schlechten nicht mal im Ansatz zeigen darf.
Dafür wird einem die Schuld von der herrschenden Gesellschaftsordnung sehr schnell zugewiesen, ohne auf Gefühle rücksicht zu nehmen.
Ich bin nicht der Meinung dass Frauen mehr Schuldgefühle haben als Männer, es sind nur die Bereiche verschieden auf die die Gesellschaft einwirkt. Also eine Mutter die weniger Muttergefühle zeigt wird durch ihr Umfeld mehr mit Schuldgefühlen gebeugt als ein Vater mit wenig Vatergefühl. Dafür sollte ein Vater mehr Schuldgefühle haben wenn er unfähig ist seine Familie gut zu ernähren, als eine Mutter…die wenn sie es nur so halbwegs schafft dafür bewundert wird.
Früher wurde die Frau verteufelt wenn sie unverheiratet schwanger wurde, da nützten ihr auch Muttergefühle nichts - ganz zu schweigen von dem Balg!!! Mutter und Kind waren Zweite Wahl und hatten zeitlebends Schuldgefühle zu haben.
>Ironie anIronie ausTrauer gefällt mir besser, das ist ein Gefühl dass jeder mehr oder weniger unerzwungen von der Gesellschaft empfindet und es ist ein sehr persönliches Gefühl.
Trauer hilft etwas zu verarbeiten…Schuldgefühle sind dafür da etwas nicht zu verarbeiten und macht die Seele krank.
Ich stelle mir auch die Frage warum unsere Jugend keine eigenen Kinder will…das muss meiner Meinung nach von den Eltern und den gesellschaftlichen Ansprüchen kommen, von alleine kommt so eine Einstellung nicht. Es geht uns so gut wie nie…aber statt dass man zufrieden sein kann einem Kind einiges zu bieten, muß alles perfekt sein und durchgeplant…und dadurch vermittelt man den Kindern eine geleistet Last zu sein. Wenn aber ein Kind das Gefühl hat eine Last zu sein…wird es auch später keine eigenen Kinder wollen.
Man darf sich nicht wundern, wenn bei einem „Sex-Unfall“ eine Abtreibung als perfekte Lösung dient.
Die Argumente der Abtreibungsgegner dass man Kinder nicht mit Geld messen kann, sind auch meine Meinung. Die Erfahrung dass Liebe und Zuneigung nicht mit Geld gemessen wird wünsch ich mir für die Zunkunft unserer Jugend. Kinder sind kein Unglück…sie sind der wichtigste Teil unseres Lebens, wichtiger als Luxus und seichte Unterhaltung.
Schuldgefühle würde ich gerne durch Gefühle ersetzen…dann klappts auch mit den Kindern
)
Ich habe eine Tochter die bald 18 Jahre wird, sie wünscht sich Kinder…natürlich nicht jetzt. Es würde mich wundern wenn so ein SEX-UNFALL zu einer Abtreibung führen würde, aber ich werde sicher nicht von „MORD“ reden wenn sie Angst hat. Aber es würde mich wundern wenn sie Angst hat…da würde ich darüber nachdenken woher die Angst kommt.
Angst ist stärker als Schuldgefühle…Schuldgefühle kommen nach der Angst…und Angst ist ein persönliches Gefühl - Schuldgefühl ist künstlich hochgebauschtes intolertanes Empfinden…also darf sich eine herrschende Gesellschaft fragen was SCHULD ist !!!
puhhhhhh…*emo*
kerbi