Achtung, eine durchsage

Ich dachte, nach Murphy kommt ein Unglück selten allein
(Gesetz der Folge-Katastrophen). Gibt wohl zwei verschiedene
Murphy-Gesetze, passen aber beide zum Thema :wink:

Deborah

es gibt eigentlich nur ein murphy-gesetz. und das heißt: wenn in einem system ein fehler möglich ist, dann wird diesen fehler auch jemand auslösen.

gruß

michael

Jetzt will ich auch mal!
Hi!

Ich habe bis vor ungefähr zwei Jahren auch nur verständnislos mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich solche Durchsagen gehört habe.

Ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass so etwas eigentlich nicht passieren darf. Wenn ich mit meinem Zwerg einkaufen gehe, dann versuche ich immer, ihn in den Buggy zu stecken (ANGESCHNALLT!), oder ich nehme ihn - wie gestern - auf die Schultern.

Allerdings: Wenn ich mal mit ihm dur die Gegend laufe und ihn an der Hand halte, pssiert es weiß Gott sehr oft, dass er sich mit seinen kleinen Händchen aus meinen Pranken befreit (sprich: Er reißt sich los!). Und ich bin schon mehr als einmal American-Football-mäßig im Hechtsprung in seine Richtung gesprungen, um ihn wieder einzufangen!

Ich würde mir ganz sicher die allergrößten Vorwürfe machen, und es mir nie verzeihen, wenn mal die entsprechende Durchsage für mich kommt! Aber ich wäre dennoch froh, wenn sie kommt, und ich weiß, dass ich den Zwerg wohlbehalten in Empfang nehmen kann! Und ausschließen kann ich dieses nur zu ca. 98 %!!!

Bis dahin schüttel ich also weiterhin den Kopf…

Gruß
Guido

P.S. Weiter unten hat jemand geschrieben, dass es so schwer sei, die Zeit zu finden, wenn beide berufstätig sind. Das halte ich bei den heutigen Öffnungszeiten für ein Gerücht (eigene Erfahrung)!

hallo masc,

Sorry - aber ich käme nie auf die Idee, eine 3jährige allein
rumlaufen zu lassen.
Läuft irgendwo gegen und hat ne Büchse auf dem Kopf, oder
eine Flasche im Gesicht.
Mir persönlich viel zu gefährlich.

ich kann deine sorge verstehen. wenn meine kleine noch so ungeschickt wäre, dass sie dauernd wo gegen liefe, würde ich sie auch nicht alleine loslassen. aber sie ist sehr vorsichtig und zieht nichts aus den regalen.

oder im supermarkt läuft sie alleine mit ihrem korb los und
holt sich - falls erlaubt - ihr überraschungsei und wartet
dann an der kasse auf mich

Was machst Du, wenn sie mal irgendwann eben nicht an der Kasse
steht und auf Dich wartet?

der supermarkt ist relativ klein und alle verkäufer kennen meine tochter. das ist natürlich anders, als in einem megastore. da würde ich sie auch nicht aus den augen lassen.

Man hört ja immer wieder, daß Kinder verschwinden.
Und die verschwinden bestimmt nicht nur aus Wohnungen, wo die
Terassentür offensteht und Mutti bei der Nachbarin Kaffee
trinkt.

das stimmt leider. ich bringe ihr auf meine art bei, auf sich selbst aufzupassen. wenn sie jemand fremder anspricht, kommt sie meist gleich zu mir gelaufen. aber dein argument ist schon wahr. es ist immer die frage, wie hoch ist das risiko, und wie sehr bin ich auf absolute sicherheit. ab wann darf ein kind ein messer in die hand nehmen? ab wann ein streichholz? ist es besser früher, damit es das zeitig lernt? oder lieber später?
ich habe bei meiner tochter das gefühl, dass sie sehr vorsichtig ist und ich ihr daher schon gewisse freiheiten lassen kann, die ich bei anderen in dem alter nicht gewähren würde.

Sollte die Kleine um Supermarkt mal eine Flaschenpyramide
umschmeißen bist Du reif.

sowas gibts doch nur in amerikanischen filmen :wink:
also ehrlich, in den supermärkten, die ich kenne, habe ich noch nie eine flaschenpyramide gesehen.

Dann heißt’s Zahlemann und Söhne.

für meine haftplicht.

Sollte sie sich dabei oder bei ähnlichem auch noch verletzen
bist Du auch reif.
Anzeige wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.

na, ich lasse sie ja nicht ne halbe stunde allein oder so! ich glaube du hast da eine etwas übertriebene vorstellung

Und kriegst noch die Vorwürfe, wie Du die Kleine allein
rumlaufen
lassen kannst.
Mal ganz unabhängig davon, daß Du Dir bestimmt auch selbst
riesige Vorwürfe machen würdest.

das ist wieder die sache mit: wieviel traue ich wem wann zu? risiko ist immer dabei.

Und sag jetzt bitte nicht, Deine Tochter macht so etwas nicht.
Das Argument zieht nicht.

das hat nichts mit vorsatz zu tun, das weiß ich. aber sie ist vorsichtig. mir könnte das auch mal aus versehen passieren. muss ich deshalb an die leine?

Sicherlich müssen Kinder irgenwann mal lernen Verantwortung
zu übernehmen.
3 Jahre ist imo dafür allerdings noch ein weniglich früh.

das hängt vom kind, vom vertrauen des erwachsenen in die fähigkeiten des kindes und der situation ab.

du wirst mir vor, eine verantwortungslose mutter zu sein, die ihre aufsichtsplicht vernachlässigt und ihr kind ständig der gefahr preisgibt, sich ernsthaft zu verletzen oder entführt zu werden.
ich verstehe deine argumente, aber sie sind zum einen sehr einseitig und beschreiben auch nicht unbedingt den sachverhalt.
ich bin sehr gewissenhaft, habe aber bezüglich der erziehung zur selbstverantwortung offenbar andere erfahrungen und ansichten als du. pauschale urteile, ab welchem alter was erlaubt seins soll, sind nicht möglich. aus welcher haltung ich aber freiheiten gewäre, ob aus faulheit oder bewusstem, aber mit aufmerksamkeit begleitetem, freilassen - darauf kommt es an.

und wenn die kinder dennoch aus heiterm himmel kommen, oder
einer den job verliert, muß eben, wenn sich absolut keine
andere möglichkeit bietet, das haus wieder verkauft werden.
dann muß es eben eine dreizimmer-altbau-wohnung tun. die
kostet keine 2000 mark, sondern höchstens 1000.

WO??? hier kostet eine 3-zi-altbeuwohnung 2500,- DM!! falls man eine findet. und eine 4-köpfige familie würde die sowieso nicht kriegen - zumindest nicht hier in münchen.

in berlin/wedding is das. sie zu finden war kein problem.
daß münchen ein teures pflaster ist, hab ich ja gehört, aber eine 3-zimmer-wohnung für 2500 mark??? uuaah. die is dann aber schon in stadtzentrumsnähe, oder?

gruß

michael

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in berlin/wedding is das. sie zu finden war kein problem.
daß münchen ein teures pflaster ist, hab ich ja gehört, aber
eine 3-zimmer-wohnung für 2500 mark??? uuaah. die is dann aber
schon in stadtzentrumsnähe, oder?

naja, man findet auch mal ne günstige für dm 1900, aber auf die sind dann garantiert auch 200 andere bewerber scharf, wovon mindestens die hälfte keine kinder hat. die preise sind eigenltlich im ganzen s-bahn-bereich (nicht nur u-bahn) annähernd gleich… und um ne sozialwohnung zu kriegen, muss man mindestens 10 (!) jahre in münchen seinen hauptwohnsitz gehabt haben.

naja, man findet auch mal ne günstige für dm 1900, aber auf
die sind dann garantiert auch 200 andere bewerber scharf,
wovon mindestens die hälfte keine kinder hat. die preise sind
eigenltlich im ganzen s-bahn-bereich (nicht nur u-bahn)
annähernd gleich… und um ne sozialwohnung zu kriegen, muss
man mindestens 10 (!) jahre in münchen seinen hauptwohnsitz
gehabt haben.

ziemlich kraß. für weniger gut betuchte heißt’s dann wohl am besten: raus aus münchen und umgebung. wenn’s denn geht.
und ich hab da grad ne bewerbung für münchen laufen… uiuiui. na, mal sehen.
so. jetz sollten wir die diskussion aber wirklich beenden :smile:

gruß

michael

Bravo C.! Mache ich genauso bei 2en!
Hallo masc, hallo Cordula!

Also ich kann nicht verstehen, warum du, masc, Cordula eins überziehst.

Ich habe zwei Söhne (9 und 3) und erziehe sie genau so (bezogen auf das Einkaufen mit Kindern). Dabei sind beide weder besonders duckmäuserisch, noch besonders motorisch begabt. Ich traue meinen Kindern einfach etwas zu (Messer, Schere, Licht und eben auch, sich mehr als 30 cm von meiner Seite zu entfernen).

Natürlich kommt es dabei auch auf das Kind an (extrem lebhaft, motorisch nicht so ganz geschickt, provokativ etc.) und auf dessen Tagesform, ob ich so vorgehen kann oder nicht. Aber mal ganz ehrlich, ich finde Einkaufen weniger stressig, wenn meine Söhne sich im Umfeld von einigen Metern um mich herum aufhalten (Sprechkontakt), als sie jeder an einer Hand hinter mir herzuziehen. Und natürlich auch darauf, wo ich mich befinde (fremde Stadt, großes Kaufhaus - näherer Kontakt, kleiner Supermarkt bei uns - größerer Kontakt).

Übrigens, ich habe meine Söhne beide je einmal einige Minuten aus den Augen verloren (mein großer (damals ungefähr 5) wurde aus der Betreuung eines Möbelhauses „weggeschickt“ und ging uns auf eigene Faust suchen; bei unserem Kleinen habe ich inzwischen den „Radius“ eingeschränkt) und ohne Ansage wiedergefunden, Gott sei Dank, unversehrt. Ich denke, das war auch für die beiden lehrreich.

Ich glaube, dass das jedem passieren kann (mit Kindern, die sich auf zwei Beinen fortbewegen können) und halte die negativen Äußerungen hier dazu für völlig unangemessen. (Was anderes ist es, seinen Kinderwagen vor das Kaufhaus zu stellen (mit Kind drin) und dann „in Ruhe“ einkaufen zu gehen.)

Natürlich möchte kein Mensch, schon gar nicht wenn er Kinder hat, erleben, dass er sein Kind verliert - und ihm wohlmöglich auch noch etwas passiert. Aber man kann Kinder nicht festbinden und Sicherheit kann man ihnen nur geben, wenn sie sich ihrer selbst (und ihrer Umgebung) sicher sind. Das sind - belehr mich eines besseren - im allgemeinen nämlich nicht die Kinder, die mißbraucht etc. werden, weil sie selbstbewußt sind und gelernt haben, nein zu sagen.

Sollte sie sich dabei oder bei ähnlichem auch noch verletzen
bist Du auch reif.
Anzeige wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.

wohl kaum! Cordula lässt ihr Kind ja nicht eine halbe Stunde alleine einkaufen und geht derweil zum Friseur! Auch Richter wissen, dass man Kinder nicht jede Sekunde im Auge haben kann.

Und kriegst noch die Vorwürfe, wie Du die Kleine allein

rumlaufen
lassen kannst.

Solche Vorwürfe lassen mich kalt. Ich erziehe mein Kind und soweit ich das sehe, bekommt das meinen Kindern sehr gut.

Und sag jetzt bitte nicht, Deine Tochter macht so etwas nicht.
Das Argument zieht nicht.

Darst du auch kein Glas in die Hand nehmen? Mir ist nämlich auch schon mal eins runtergefallen und kaputt gegangen (ich bin 37). Deswegen nehme ich mir trotzdem immer wieder eins (und meine Kinder werden lediglich aufgefordert, den Dreck zu entfernen und nicht etwa ausgeschimpft (es sei denn sie haben der Erbtante ihre Kristallvase genommen anstatt das 99-Pfennig-Glas), wenn sie mal eins fallen lassen.)

Sicherlich müssen Kinder irgenwann mal lernen Verantwortung
zu übernehmen.
3 Jahre ist imo dafür allerdings noch ein weniglich früh.

Nein, vom ersten Tag an übernehmen Kinder „Verantwortung“. Kommt nur darauf an, wie du sie definierst. Macht doch Kinder nicht puppiger als sie sind!

das hängt vom kind, vom vertrauen des erwachsenen in die
fähigkeiten des kindes und der situation ab.

Genau!

du wirst mir vor, eine verantwortungslose mutter zu sein, die
ihre aufsichtsplicht vernachlässigt und ihr kind ständig der
gefahr preisgibt, sich ernsthaft zu verletzen oder entführt zu
werden.

Lass´dir bloß nicht so einen Quatsch einreden, Cordula!

ich verstehe deine argumente, aber sie sind zum einen sehr
einseitig und beschreiben auch nicht unbedingt den
sachverhalt.

Stimmt!

ich bin sehr gewissenhaft, habe aber bezüglich der erziehung
zur selbstverantwortung offenbar andere erfahrungen und
ansichten als du. pauschale urteile, ab welchem alter was
erlaubt seins soll, sind nicht möglich. aus welcher haltung
ich aber freiheiten gewäre, ob aus faulheit oder bewusstem,
aber mit aufmerksamkeit begleitetem, freilassen - darauf kommt
es an.

Genau so!

Gruss
Susanne

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Moin Cordula

Läuft irgendwo gegen und hat ne Büchse auf dem Kopf, oder
eine Flasche im Gesicht.

ich kann deine sorge verstehen. wenn meine kleine noch so
ungeschickt wäre, dass sie dauernd wo gegen liefe, würde ich
sie auch nicht alleine loslassen. aber sie ist sehr vorsichtig
und zieht nichts aus den regalen.

Das hat nicht unbedingt etwas mit Geschickt zutun.
Sowas passiert Erwachsenen doch auch. Völlig unabsichtlich.

Was machst Du, wenn sie mal irgendwann eben nicht an der Kasse
steht und auf Dich wartet?

der supermarkt ist relativ klein und alle verkäufer kennen
meine tochter. das ist natürlich anders, als in einem
megastore. da würde ich sie auch nicht aus den augen lassen.

Wäre interessant gewesen, dies von Anfang an zu wissen.

es ist immer die frage, wie hoch ist das risiko, und wie
sehr bin ich auf absolute sicherheit.

Absolute Sicherheit gibt es nicht.
Völlig unmöglich.

Sollte die Kleine um Supermarkt mal eine Flaschenpyramide
umschmeißen bist Du reif.

sowas gibts doch nur in amerikanischen filmen :wink:
also ehrlich, in den supermärkten, die ich kenne, habe ich
noch nie eine flaschenpyramide gesehen.

*seufz* Ersetze Flasche durch Büchse, Karton, etc
In jedem Supermarkt ist irgendwo irgendwas aufgestapelt.

Dann heißt’s Zahlemann und Söhne.

für meine haftplicht.

Mag ja sein.
Und doch - wenn ihr irgendwas passiert macht man sich Vorwürfe.
Warum hab ich nur…
Hätte ich doch bloß…
Ya know?

Sollte sie sich dabei oder bei ähnlichem auch noch verletzen
bist Du auch reif.
Anzeige wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.

na, ich lasse sie ja nicht ne halbe stunde allein oder so!

Ich habe Dir auch nicht unterstellt, sie ne halbe Stunde allein
zu lassen.
Oder?

ich glaube du hast da eine etwas übertriebene vorstellung

Wenn Du meinst.

das ist wieder die sache mit: wieviel traue ich wem wann zu?
risiko ist immer dabei.

Selbst wenn Du der kleinen das zutraust und es geht schief.
Die Kurze ist verletzt.
Ändert sich das, nur weil Du es ihr zugetraut hast?

mir könnte das auch mal aus versehen passieren.
muss ich deshalb an die leine?

Im Unterschied zu Deiner Tochter bist Du nicht knapp 3 sondern
über 30 Jahre älter.

3 Jahre ist imo dafür allerdings noch ein weniglich früh.

das hängt vom kind, vom vertrauen des erwachsenen in die
fähigkeiten des kindes und der situation ab.

Ich gebe Dir insofern recht, daß so etwas situationsabhängig ist.
Und selbstverständlich auch vom Vertrauen der Erwachsenen
in ihre Kinder.
Ich hab’s aber auch schon oft erlebt, daß Eltern ihre Kinder
maßlos überschätzt haben.

du wirst mir vor, eine verantwortungslose mutter zu sein, die
ihre aufsichtsplicht vernachlässigt und ihr kind ständig der
gefahr preisgibt, sich ernsthaft zu verletzen oder entführt zu
werden.
ich verstehe deine argumente, aber sie sind zum einen sehr
einseitig und beschreiben auch nicht unbedingt den
sachverhalt.

  1. werfe ich Dir keine Verantwortungslosigkeit vor.
    Höchstens, daß Du zwar von den Fähigkeiten Deiner Tochter
    überzeugt bist, Dir aber möglicherweise nicht überlegt hast,
    was da alles passieren kann.
    Außerdem war mir nicht bekannt, daß Du in Mini SB-Märkten
    einkaufen gehst.
    Woher hätte ich das wissen sollen?
  2. sicherlich sind meine Argumente einseitig. Gebe ich gern zu.
    Allerdings sind Deine deswegen nicht zwangsläufig vielseitiger.
    Du beschreibst das Verhalten Deiner Tochter aus Deiner Sicht.
    Du beurteilst Deine Tochter.
    Ich zeige nur auf, was schiefgehen kann.
    Ich hab schon mehrfach Kinder gesucht, die ihren Müttern
    abhanden gekommen sind.
    Und ich habe auch schon Kinder im Supermarkt liegen sehen, die
    von einer Büchse o.ä. erwischt wurden.
    Die Mutter stand plärrend daneben und meinte „sowas hat der
    kleine xyz noch nie gemacht. ich weiß gar nicht, wie das
    passieren konnte. ich war doch nur kurz bei den nudeln“.

pauschale urteile, ab welchem alter was erlaubt seins soll,
sind nicht möglich.

Richtig.

Gruß, masc

Moin Susanne

Also ich kann nicht verstehen, warum du, masc, Cordula eins
überziehst.

Ich ziehe Cordula keins über.
Ich zeige nur auf, was passieren kann.
Über viele Dinge macht man sich manchmal keine Gedanken.
Man ist überzeugt, das eigene Kind schafft das.

Ich glaube, dass das jedem passieren kann (mit Kindern, die
sich auf zwei Beinen fortbewegen können) und halte die
negativen Äußerungen hier dazu für völlig unangemessen.

Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum negative Äußerungen
hier völlig unangebracht sein sollten.

Ich hab’ noch eine für Dich.
Wie oft hast Du schon gesehen, daß Mutti (oder auch Vati)
das Kind auf der Fahrerseite aus dem Auto steigen lassen?
So geht es meistens.
Ich könnte in solchen Fällen aussteigen und den Eltern mal
kräftig auf die Backe hauen.

Ich mußte nämlich schon des öfteren eine Vollbremsung hinlegen,
weil Klein-Erna oder Klein-Willi die Tür aufrissen und raussprangen.
Schauen nicht links schauen nicht rechts.
Und die Eltern schimpfen noch lauthals.
Nicht etwa über ihre eigene Blödheit oder Faulheit oder ihre
Kinder… - nee - über die bösen Autofahrer, die nicht vorhersehen konnten, daß aus einem Auto plötzlich ein Kind rausspringt.

Anzeige wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.

wohl kaum! Cordula lässt ihr Kind ja nicht eine halbe Stunde
alleine einkaufen und geht derweil zum Friseur! Auch Richter
wissen, dass man Kinder nicht jede Sekunde im Auge haben kann.

Stimmt - man kann Kinder nicht permanent im Auge behalten.

Cordula schrieb, sie läßt ihre knapp 3jährige Tochter ab und zu
allein mit einem Wagen durch den Supermarkt streifen.
Woher hätte ich wissen sollen, daß es sich bei besagtem
Supermarkt um einen Minimarkt handelt.
Ich ging von einem richtigen SB Markt aus.

Aber mal weg von dieser Tatsache.
Der Richter wird auch fragen, was die Mutter zu dem Zeitpunkt
gemacht hat, als ihr Kind sich unter einer Flaschen-/Büchsen-/
Pappkartonpyramide vergrub.
Darauf eine Antwort zu geben könnte schwierig werden.
Andere Kunden würden bezeugen, daß die Kleine allein war.
Die Mutter weit und breit nicht zu sehen.

Und kriegst noch die Vorwürfe, wie Du die Kleine allein

rumlaufen lassen kannst.

Solche Vorwürfe lassen mich kalt.

Vorwürfe anderer Leute sollten einen auch kalt lassen.
Viel schlimmer sind die Vorwürfe, die man sich selbst macht.

Ich erziehe mein Kind und soweit ich das sehe, bekommt das
meinen Kindern sehr gut.

Das ist doch die Hauptsache.

Darst du auch kein Glas in die Hand nehmen? Mir ist nämlich
auch schon mal eins runtergefallen und kaputt gegangen (ich
bin 37).

Genau das ist der Punkt.
Du bist 37. Cordulas Tochter noch nicht 3.
Siehst Du den „geringfügigen“ Unterschied?

Macht doch Kinder nicht puppiger als sie sind!

Mach ich gar nicht.
Versteh’ mich nicht falsch.
Ich zeige nur Gefahren auf, die man durchaus auch als solche
erkennen kann.

Lass´dir bloß nicht so einen Quatsch einreden, Cordula!

Ist ja schön und gut und auch richtig, daß man den eigenen
Kindern etwas zutraut.
Ich hab’s aber auch schon oft erlebt, daß die Fähigkeiten
überschätzt wurden.

Gruß, masc

Dumme Frage…
von einem werdenden Vater:
Wie machst Du das?
Ohne Flachs, ohne Ironie: Ich wil´s einfach wissen-und zwar so genau wie möglich!!!

Gruß

Weikko

Hallo Weikko!

So schwer ist das nicht!
Ich versuche es dir mal anhand eines Einkauf’s im Supermarkt zu erklären.
Eines der Kinder sitzt immer im Einkaufswagen und zwar immer das Kind, das am schlechtesten drauf ist (wütend, bockig, trotzig ect…). Das zweite habe ich an der Hand.
Wenn ich 6 Kinder dabei habe (und das ist vielleicht das beste Beispiel) bekommen zwei der restlichen vier einen kleinen Einkaufswagen und die beiden anderen je einen Zettel, auf denen verschiedene Dinge aufgemalt sind.
Die Kinder gehen immer vor mir, so dass ich sie immer im Blickfeld habe. Wir gehen so als „Minischlange“ durch den Supermarkt, wobei die kleinen Zettel, die die Kids haben, keine unwesentliche Rolle spielen. Auf denen ist nämlich gemalt, was die Kids einkaufen sollen (was manchmal recht lustig ist, da ich keine so gute Zeichnerin bin). So kommt bei keinem Kind Langeweile auf und wir kommen zimmlich stressfrei an die Kasse.
Beim Bummeln ist das Prinzip ähnlich, nur eben ohne Einkaufswagen.
Aber ganz ohne Regeln geht es nicht. Die Kinder wissen, wenn sie nicht beisammen bleiben, dann breche ich den Einkauf ab und wir verlassen den Laden! Auch das habe ich schon getan und die Kinder haben schnell begriffen, dass ich zu dem, was ich sage, auch stehe!
Ausbüchsfaktor Nr.1 ist häufig Langeweile und die lasse ich schon garnicht aufkommen.
Und mit Kindern, die schlechte Laune haben, gehe ich nicht Einkaufen, denn das muß zwangsläufig ja zu Schwierigkeiten führen.

Wie gesagt, mir ist noch nie ein Kind entwischt. Das war jetzt auch nur mal ein Beispiel, wie ich das mache. Wie du siehst, es ist kein Hexenwerk, sondern ganz einfach!

Gruß

Suse

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Moin Susanne

Moin Masc!

Also ich kann nicht verstehen, warum du, masc, Cordula eins
überziehst.

Ich ziehe Cordula keins über.
Ich zeige nur auf, was passieren kann.
Über viele Dinge macht man sich manchmal keine Gedanken.
Man ist überzeugt, das eigene Kind schafft das.

Ja klar, wer nicht, wenn man selbst, kann überzeugt sein? Schließlich sollte man als Eltern das Kind am besten kennen und einschätzen können? Und wieviele Eltern kennst du, die sich „keine Gedanken“ machen? Also, ich mache mir andauernd welche und kann deswegen manche Nacht nicht schlafen.

Ich glaube, dass das jedem passieren kann (mit Kindern, die
sich auf zwei Beinen fortbewegen können) und halte die
negativen Äußerungen hier dazu für völlig unangemessen.

Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum negative Äußerungen
hier völlig unangebracht sein sollten.

Das hast du falsch verstanden, natürlich kann man nicht nur Lob singen, Kritik muss möglich sein, aber ich bin ein Fan von konstruktiver Kritik. Die Betonung lag für mich auf unangemessen, nicht auf negativ und bezog sich auch nicht nur auf deine Äußerungen.

Ich hab’ noch eine für Dich.
Wie oft hast Du schon gesehen, daß Mutti (oder auch Vati)
das Kind auf der Fahrerseite aus dem Auto steigen lassen?
So geht es meistens.
Ich könnte in solchen Fällen aussteigen und den Eltern mal
kräftig auf die Backe hauen.

Da hast du Recht, wenn denn mein Kind schon auf der Strassenseite aussteigen muss, was man i.a. verhindern kann, aber vielleicht nicht immer (?), dann stehe ich vor der Tür und hindere sie daran, direkt auf die Strasse zu laufen.

Ich mußte nämlich schon des öfteren eine Vollbremsung
hinlegen,
weil Klein-Erna oder Klein-Willi die Tür aufrissen und
raussprangen.
Schauen nicht links schauen nicht rechts.
Und die Eltern schimpfen noch lauthals.
Nicht etwa über ihre eigene Blödheit oder Faulheit oder ihre
Kinder… - nee - über die bösen Autofahrer, die nicht
vorhersehen konnten, daß aus einem Auto plötzlich ein Kind
rausspringt.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Die Autofahrer haben die Kinder doch nicht veranlasst, vor ihr Auto zu springen?

Anzeige wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.

wohl kaum! Cordula lässt ihr Kind ja nicht eine halbe Stunde
alleine einkaufen und geht derweil zum Friseur! Auch Richter
wissen, dass man Kinder nicht jede Sekunde im Auge haben kann.

Stimmt - man kann Kinder nicht permanent im Auge behalten.

Cordula schrieb, sie läßt ihre knapp 3jährige Tochter ab und
zu
allein mit einem Wagen durch den Supermarkt streifen.
Woher hätte ich wissen sollen, daß es sich bei besagtem
Supermarkt um einen Minimarkt handelt.
Ich ging von einem richtigen SB Markt aus.

Aber mal weg von dieser Tatsache.
Der Richter wird auch fragen, was die Mutter zu dem Zeitpunkt
gemacht hat, als ihr Kind sich unter einer Flaschen-/Büchsen-/
Pappkartonpyramide vergrub.
Darauf eine Antwort zu geben könnte schwierig werden.
Andere Kunden würden bezeugen, daß die Kleine allein war.
Die Mutter weit und breit nicht zu sehen.

Und kriegst noch die Vorwürfe, wie Du die Kleine allein

rumlaufen lassen kannst.

Solche Vorwürfe lassen mich kalt.

Vorwürfe anderer Leute sollten einen auch kalt lassen.
Viel schlimmer sind die Vorwürfe, die man sich selbst macht.

Da ist natürlich etliches dran. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie ich mich fühlen würde, wenn wirklich einmal etwas passieren würde. Aber ich lebe - und C. vermutlich auch - nach dem Prinzip, meinen Kindern lieber frühzeitig - und altersgemäß versteht sich - den Umgang mit schwierigen, problematischen, gefährlichen Dingen und Situationen beizubringen, indem ich sie unter Aufsicht selbst machen lasse, als davon überrascht zu werden, dass mein Kind sich plötzlich ungeübt in einer solchen Situation befindet und ich ihm nicht mehr helfen kann. Allerdings mache ich da auch eine Einschränkung, nämlich: mit meinen Kindern kann man das machen und habe ich mit dieser Einstellung bis jetzt die besten Erfahrungen. Hätte ich ein Kind, das darauf nicht ansprechen würde, statt dessen vielleicht gefahrvolle Situationen geradezu sucht und damit nicht umgehen kann, dann würde ich vermutlich anders erziehen.

Ich erziehe mein Kind und soweit ich das sehe, bekommt das
meinen Kindern sehr gut.

Das ist doch die Hauptsache.

Darst du auch kein Glas in die Hand nehmen? Mir ist nämlich
auch schon mal eins runtergefallen und kaputt gegangen (ich
bin 37).

Genau das ist der Punkt.
Du bist 37. Cordulas Tochter noch nicht 3.
Siehst Du den „geringfügigen“ Unterschied?

Ne, den sehe ich nicht. Wenn sie mit drei noch kein Glas halten kann, wann soll sie es lernen? Natürlich erst mal das "Plastik"glas, handelt sie das einigermaßen geschickt, dann das 99-Pfennig-dicke-Wand-Glas und erst später Vaterns Kristallweingläser.

Macht doch Kinder nicht puppiger als sie sind!

Mach ich gar nicht.
Versteh’ mich nicht falsch.
Ich zeige nur Gefahren auf, die man durchaus auch als solche
erkennen kann.

Natürlich, ich denke, das ist allen klar, das es die aufgezeigten Gefahren gibt und man sie minimisieren sollte, wo es geht.

Lass´dir bloß nicht so einen Quatsch einreden, Cordula!

Ist ja schön und gut und auch richtig, daß man den eigenen
Kindern etwas zutraut.
Ich hab’s aber auch schon oft erlebt, daß die Fähigkeiten
überschätzt wurden.

Mmh, ist mir noch nicht oft passiert, dass ich so etwas erlebt habe.

Gruß, masc

Dito Susanne (welche die hier angezettelten Diskussionen immer sehr interessant findet)

Moin Susanne

Man ist überzeugt, das eigene Kind schafft das.

Ja klar, wer nicht, wenn man selbst, kann überzeugt sein?

Ja klar.
War vielleicht etwas ungünstig ausgedrückt.
Der Mensch hat oftmals die Angewohnheit, Unangenehmes von sich
zu schieben.
So frei nach dem Motto: „Da passiert schon nix“ oder „Mein Kind
macht so etwas nicht“.
Verstehst Du, worauf ich hinaus will?

Wenn Kinder verschwinden, dann doch meistens, weil die Eltern
sich gedacht haben „da passiert schon nix“.
Wie sonst kann man es sich erklären, daß man vor dem Laden einen
Kinderwagen incl. Kind vorfindet und Mutti währenddessen einkauft.

Wie sonst kann man es sich erklären, daß Kinder auf der Fahrer-
seite aus einem Auto klettern statt auf der Beifahrerseite?

Das hast du falsch verstanden, natürlich kann man nicht nur
Lob singen, Kritik muss möglich sein, aber ich bin ein Fan von
konstruktiver Kritik. Die Betonung lag für mich auf
unangemessen, nicht auf negativ und bezog sich auch nicht nur
auf deine Äußerungen.

Auf was bezog es sich denn sonst noch, wenn nicht auf meine
Äußerungen?

Da hast du Recht, wenn denn mein Kind schon auf der
Strassenseite aussteigen muss, was man i.a. verhindern kann,
aber vielleicht nicht immer (?), dann stehe ich vor der Tür
und hindere sie daran, direkt auf die Strasse zu laufen.

Ja - Du machst das. Sicherlich auch viele andere Eltern.
Aber es gibt verdammt viele, die im Auto sitzen bleiben, während
ihr Stoppelhopser aus dem Auto steigt.

Seh ich oft genug, wenn ich meinen Sohn zu Schule bringe.
Das da nicht jede Woche mindestens ein Kind verletzt wird ist
ein schieres Wunder.
Die meisten Kids schauen nicht links und nicht rechts und rennen
über die Straße.
Trotz Verkehrserziehung.
In der Theorie können die das alle perfekt.
Allein es hapert an der Praxis.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Die Autofahrer haben die
Kinder doch nicht veranlasst, vor ihr Auto zu springen?

Stimmt.
Aber mach das mal einer Mutter oder einem Vater klar, der wut-
schnaubend aus dem Auto springt, nachdem er Bremsen
quietschen hört und das Kind plärrt.
Forget it.

Oft genug sieht man doch, wie Vorschulkinder oder Grundschul-
kinder ins Auto krabbeln, während die Eltern sitzen bleiben.
Dann fahren sie ab und die Tür, durch die Stöpsel ins Auto
gekrabbelt ist ist nicht richtig geschlossen.
Anschnalle? Wird der Zwerg schon machen.
Oder auch nicht.

Sicher, sowas passiert vielen Leuten - aber bei Kindern sollte
man da schon ein wenig achtgeben.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß es ein Sch…feeling ist,
wenn während der Fahrt plötzlich die Tür aufgeht.

Ich hab’ mal folgendes erlebt.
Paßt zwar nicht so ganz - sagt aber ne ganze Menge aus.
Ich hab’ vor ein paar Jahren mal jemandem die Vorfahrt genommen.
War ne blöde Ecke - konnte man kaum einsehen.
In dem anderen Wagen saß ne Familie mit nem kleineren Kind.
Der Fahrer in die Eisen gestiegen, daß es raucht.
Ich hab selbiges getan.
Springt der Kerl aus dem Auto wie so ein wütender Wichtel, rennt
2x um sein Auto und beguckt sich die Reifen.
Plärrt mich dann an, er habe die Reifen grad neu aufziehen lassen.
Sein Kind saß hinten im Auto und hat zum Steinerweichen geheult.
Seine Frau auch.
Hat ihn nicht übermäßig interessiert.
Btw - seine Frau hat auch nicht einen Blick auf ihr Kind geworfen.

Ich hab ihn dann mal gefragt, ob bei seiner Familie alles in
Ordnung sei und mich entschuldigt.
Da kam ihm dann der Gedanke, daß er ja auch noch ne Familie dabeihat.

Viel schlimmer sind die Vorwürfe, die man sich selbst macht.

Da ist natürlich etliches dran. Ich mag mir gar nicht
ausmalen, wie ich mich fühlen würde, wenn wirklich einmal
etwas passieren würde.

Eben.

…den Umgang mit schwierigen, problematischen,
gefährlichen Dingen und Situationen beizubringen, indem ich sie
unter Aufsicht selbst machen lasse, als davon überrascht zu
werden…

Die Betonung liegt hier wohl „unter Aufsicht“.
Aber wo liegt die Aufsicht, wenn ich das Kind nicht mal sehen
kann?
Sicherlich ist es besser, Kindern erst mal dabei zuzusehen, wie
sie mit dem Messer herumhantieren um sich ein Brot zu schmieren.
Da kann man noch eingreifen.

Siehst Du den „geringfügigen“ Unterschied?

Ne, den sehe ich nicht. Wenn sie mit drei noch kein Glas
halten kann, wann soll sie es lernen?

Ich sehe da schon einen Unterschied.
Mit 37 kannst Du durchaus schon beim ansehen erkennen, wie schwer
dieses Glas (zB 1 Glas Gurken) evtl. ist.
Mit knapp 3 ist das vielleicht noch etwas schwieriger.
Dann fällt das Glas uU runter und geht kaputt.
Kiddie möchte was gutes tun und die Scherben wegwerfen und
schneidet sich dabei.
Sowas passiert ja uns Erwachsenen auch, daß wir mal in eine
Scherbe greifen.

Natürlich, ich denke, das ist allen klar, das es die
aufgezeigten Gefahren gibt und man sie minimisieren sollte, wo
es geht.

Eben.
Und imo fällt darunter eben nicht, ein knapp 3jähriges Kind
allein durch den SB Markt streifen zu lassen.
Wobei ich damit eben keinen miniMarkt meine, sondern einen
richtigen Supermarkt.

Ich hab’s aber auch schon oft erlebt, daß die Fähigkeiten
überschätzt wurden.

Mmh, ist mir noch nicht oft passiert, dass ich so etwas erlebt
habe.

Aber erlebt hast Du es schon.

Gruß, masc

ich denke, es gibt keine allgemeingültige „lösung“ oder ein „richtig oder falsch“ in dieser beziehung.
es ist immer von allen faktoren abhängig: kind, situation, elternteil.
du wärest aufgrund deiner erfahrungen wahrscheinlich eher ein sehr vorsichtiger vater - ich versuche, meiner tochter freiraum zu lassen und gehe dabei vielleicht eher ein risiko ein als du das würdest. die totale kontrolle und 100%ige sicherheit halte ich für unmöglich. ich bemühe mich natürlich, meine kleine nicht zu überschätzen, aber ich bin sicher nicht perfekt. ich bin auch mal gestresst oder abgelenkt und ich hoffe natürlich, dass nichts passiert und versuche das so weit wie möglich zu verhindern.
(der vater meiner kleinen häält mich übrigens für äußerst vorsichtig und behütend :wink:
wenn´s für alles die „richte lösung“ gäbe, wäre das leben viel einfacher - aber langweiliger :smile:

hallo suse,

ich fühle mich nicht auf den fuß getreten :wink:
mit so vielen kindern musst du natürlich den überblick behalten! und ich bewundere dich aufrichtig, wie du das schaffst! ich hätte dazu (nach einem langen arbeitstag, müdes kind von der krippe holen und noch schnell einkaufen - vorher gehts nicht, weil die zeit zwischen „feierabend“ und krippenende nicht reicht) keinen nerv. und einkäufe abbrechen könnte ich auch nicht, weil ich hunger habe und was essen will, wenn ich heim komme und meine kleine natürlich auch.
ganz ehrlich: ich finde es toll, wie du das machst! und ich glaube nicht, dass es so einfach ist, wie du sagst. dazu gehört schon mal, die idee, das organisationstalent und die ruhe, das so durchzuziehen.

Moin Susanne

Man ist überzeugt, das eigene Kind schafft das.

Ja klar, wer nicht, wenn man selbst, kann überzeugt sein?

Ja klar.
War vielleicht etwas ungünstig ausgedrückt.
Der Mensch hat oftmals die Angewohnheit, Unangenehmes von sich
zu schieben.
So frei nach dem Motto: „Da passiert schon nix“ oder „Mein
Kind
macht so etwas nicht“.
Verstehst Du, worauf ich hinaus will?

Ja, ist mir klar. Aber wir versuchen schon eine realistische Einstellung zu unseren Kindern zu haben (deswegen denken wir ja auch viel nach und hinterfragen unsere Einstellung quasi ständig. Das ist ja auch ständig im Fluss, weil die Kiddis ja in der Entwicklung nicht stehenbleiben und was ich heute erlaube, muss ich u.U. morgen verbieten oder umgekehrt.).

Wenn Kinder verschwinden, dann doch meistens, weil die Eltern
sich gedacht haben „da passiert schon nix“.
Wie sonst kann man es sich erklären, daß man vor dem Laden
einen
Kinderwagen incl. Kind vorfindet und Mutti währenddessen
einkauft.

Das würde ich allerdings auch als fahrlässig bezeichnen. Ist mir auch nie in den Sinn gekommen.

Wie sonst kann man es sich erklären, daß Kinder auf der
Fahrer-
seite aus einem Auto klettern statt auf der Beifahrerseite?

Das hast du falsch verstanden, natürlich kann man nicht nur
Lob singen, Kritik muss möglich sein, aber ich bin ein Fan von
konstruktiver Kritik. Die Betonung lag für mich auf
unangemessen, nicht auf negativ und bezog sich auch nicht nur
auf deine Äußerungen.

Auf was bezog es sich denn sonst noch, wenn nicht auf meine
Äußerungen?

Hier haben doch noch andere gepostet, oder nicht?

Da hast du Recht, wenn denn mein Kind schon auf der
Strassenseite aussteigen muss, was man i.a. verhindern kann,
aber vielleicht nicht immer (?), dann stehe ich vor der Tür
und hindere sie daran, direkt auf die Strasse zu laufen.

Ja - Du machst das. Sicherlich auch viele andere Eltern.
Aber es gibt verdammt viele, die im Auto sitzen bleiben,
während
ihr Stoppelhopser aus dem Auto steigt.

Sollte nicht sein.

Seh ich oft genug, wenn ich meinen Sohn zu Schule bringe.
Das da nicht jede Woche mindestens ein Kind verletzt wird ist
ein schieres Wunder.
Die meisten Kids schauen nicht links und nicht rechts und
rennen
über die Straße.
Trotz Verkehrserziehung.
In der Theorie können die das alle perfekt.
Allein es hapert an der Praxis.

Wohl wahr. Unser dreijähriger weiss in der Theorie auch, dass der Bär nicht dumm ist und sich erst umschaut (Tiger und Bär im Strassenverkehr). In der Praxis schleudert er seinen Kopf mit halb geschlossenen Augen von rechts nach links und schreit Kommt keiner! selbst wenn der Mercedes schon neben ihm steht. Hilft nix, wird geübt, bis es sitzt.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Die Autofahrer haben die
Kinder doch nicht veranlasst, vor ihr Auto zu springen?

Stimmt.
Aber mach das mal einer Mutter oder einem Vater klar, der wut-
schnaubend aus dem Auto springt, nachdem er Bremsen
quietschen hört und das Kind plärrt.
Forget it.

Da kannst du dich aber zu Recht aufregen. Natürlich sitzt der Schock dann tief, wahrscheinlich ist das dann Übertragung des eigenen Schuldgefühls.

Oft genug sieht man doch, wie Vorschulkinder oder Grundschul-
kinder ins Auto krabbeln, während die Eltern sitzen bleiben.
Dann fahren sie ab und die Tür, durch die Stöpsel ins Auto
gekrabbelt ist ist nicht richtig geschlossen.
Anschnalle? Wird der Zwerg schon machen.
Oder auch nicht.

Das kann ich auch nicht nachvollziehen. Unsere Söhne fahren nur angeschnallt oder gar nicht, egal, wieviele cm. Wir fahren erst los, wenn alle (nachgewiesen) angeschnallt sind und halten sofort, falls sich jemand losschnallen sollte (ist mir bisher erst einmal mit dem Kind einer Freundin passiert, haben wir eine Weile am Strassenrand verbracht und der Turnunterricht fand ohne uns statt (der Knirps war knapp 3), seitdem hat er es kein zweites Mal (bei mir) probiert). Da hilft doch nur Konsequenz.

Gleiches gilt übrigens für Fahrradhelm. Bei uns ist der Pflicht und zwar für Erwachsene (Mama und Papa) und Kinder, da mag das noch so uncool oder lästig sein. Vorher steigt keiner aufs Rad. Ich weiss gar nicht, wie das die Eltern machen, die dem Kind den Helm aufsetzen, selbst aber offenbar keinen brauchen. Erstens finde ich das unlogisch (deren Kopf ist doch auch nicht wesentlich härter als der des Kindes) und zweitens würde meine Söhne das nie akzeptieren. Was für sie gilt, muss eigentlich auch für die Eltern gelten.

Sicher, sowas passiert vielen Leuten - aber bei Kindern sollte
man da schon ein wenig achtgeben.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß es ein Sch…feeling ist,
wenn während der Fahrt plötzlich die Tür aufgeht.

Ja, weiss ich auch, obig genanntes Kind hat bei einer anderen Fahrt plötzlich die Tür aufgemacht (ich hatte drei Kinder hinten im Auto (ein eigenes und Zwillinge von der Freundin), deshalb nicht daran gedacht, auch auf der Seite die Kindersicherung reinzumachen. Gott sei Dank, ist nichts passiert.

Ich hab’ mal folgendes erlebt.
Paßt zwar nicht so ganz - sagt aber ne ganze Menge aus.
Ich hab’ vor ein paar Jahren mal jemandem die Vorfahrt
genommen.
War ne blöde Ecke - konnte man kaum einsehen.
In dem anderen Wagen saß ne Familie mit nem kleineren Kind.
Der Fahrer in die Eisen gestiegen, daß es raucht.
Ich hab selbiges getan.
Springt der Kerl aus dem Auto wie so ein wütender Wichtel,
rennt
2x um sein Auto und beguckt sich die Reifen.
Plärrt mich dann an, er habe die Reifen grad neu aufziehen
lassen.
Sein Kind saß hinten im Auto und hat zum Steinerweichen
geheult.
Seine Frau auch.
Hat ihn nicht übermäßig interessiert.
Btw - seine Frau hat auch nicht einen Blick auf ihr Kind
geworfen.

Ich hab ihn dann mal gefragt, ob bei seiner Familie alles in
Ordnung sei und mich entschuldigt.
Da kam ihm dann der Gedanke, daß er ja auch noch ne Familie
dabeihat.

Der hätte vielleicht besser keine gehabt?

Viel schlimmer sind die Vorwürfe, die man sich selbst macht.

Da ist natürlich etliches dran. Ich mag mir gar nicht
ausmalen, wie ich mich fühlen würde, wenn wirklich einmal
etwas passieren würde.

Eben.

…den Umgang mit schwierigen, problematischen,
gefährlichen Dingen und Situationen beizubringen, indem ich sie
unter Aufsicht selbst machen lasse, als davon überrascht zu
werden…

Die Betonung liegt hier wohl „unter Aufsicht“.
Aber wo liegt die Aufsicht, wenn ich das Kind nicht mal sehen
kann?
Sicherlich ist es besser, Kindern erst mal dabei zuzusehen,
wie
sie mit dem Messer herumhantieren um sich ein Brot zu
schmieren.
Da kann man noch eingreifen.

Dito.

Siehst Du den „geringfügigen“ Unterschied?

Ne, den sehe ich nicht. Wenn sie mit drei noch kein Glas
halten kann, wann soll sie es lernen?

Ich sehe da schon einen Unterschied.
Mit 37 kannst Du durchaus schon beim ansehen erkennen, wie
schwer
dieses Glas (zB 1 Glas Gurken) evtl. ist.
Mit knapp 3 ist das vielleicht noch etwas schwieriger.
Dann fällt das Glas uU runter und geht kaputt.
Kiddie möchte was gutes tun und die Scherben wegwerfen und
schneidet sich dabei.
Sowas passiert ja uns Erwachsenen auch, daß wir mal in eine
Scherbe greifen.

Ehrlich gesagt, ich hatte an Trinkgläser (mit höchstens Saft (je nach Größe des Kindes mehr oder weniger voll) gedacht, nicht an Gläser mit Inhalt, da nehme ich zum Üben lieber Dosen.

Natürlich, ich denke, das ist allen klar, das es die
aufgezeigten Gefahren gibt und man sie minimisieren sollte, wo
es geht.

Eben.
Und imo fällt darunter eben nicht, ein knapp 3jähriges Kind
allein durch den SB Markt streifen zu lassen.

Klar, und die Definition von „allein“ hängt eben von vielen Faktoren ab, Alter des Kindes, „Reife“, Größe des Marktes, Tagesform des Kindes und der Begleitperson etc. etc.

Wobei ich damit eben keinen miniMarkt meine, sondern einen
richtigen Supermarkt.

Ne klar, wie ich bemerke, sind wir, glaube ich, alle in unserer Meinung nicht soo weit voneinander entfernt. Wir bemühen uns alle, das Beste für unsere Kinder zu tun.

Ich hab’s aber auch schon oft erlebt, daß die Fähigkeiten
überschätzt wurden.

Mmh, ist mir noch nicht oft passiert, dass ich so etwas erlebt
habe.

Aber erlebt hast Du es schon.

Ja, verschätzen kann man sich in allen Lebensbereichen - und hoffen, dass es keine irreparablen Folgen hat. Hoffen wir das nicht alle?

Gruß, masc

Viele Grüße
Susanne

Hallo Susanne,

Gleiches gilt übrigens für Fahrradhelm. Bei uns ist der
Pflicht und zwar für Erwachsene (Mama und Papa) und Kinder, da
mag das noch so uncool oder lästig sein. Vorher steigt keiner
aufs Rad. Ich weiss gar nicht, wie das die Eltern machen, die
dem Kind den Helm aufsetzen, selbst aber offenbar keinen
brauchen. Erstens finde ich das unlogisch (deren Kopf ist doch
auch nicht wesentlich härter als der des Kindes) und zweitens
würde meine Söhne das nie akzeptieren. Was für sie gilt, muss
eigentlich auch für die Eltern gelten.

Diese Aussage finde ich persönlich nun völlig unrealistisch !
Mag sein, daß wir generell völlig anderer Meinung sind, was die Erziehung betrifft.
Ich wurde früher sehr antiautoritär erzogen, Kinderladen etc.
Damals war es eben in, meine Eltern studierten beide und meinten, das sei so alles gut und richtig.
Weit gefehlt…und nicht umsonst war dieser ganz antiautoritäre Sch*** nur eine Modegag…es gibt zwar vereinzelt immer noch Befürworter, aber die trifft man ja immer seltener.

Um aber auf deine Aussage zurückzukommen : Was für die Kids gilt, muß eigentlich auch für die Eltern gelten !
Wie denn ?
Dann muß ich mich mit meinem Kind nach hinten ins Auto setzen, muß früh ins Bett gehen, muß Schwimmflügel tragen und und und…das geht doch gar nicht !
Schwimmflügel kann ich da gleich für ein Beispiel anführen, Kinder, die noch nicht richtig Schwimmen können, müßen eben Schwimmflügel oder ähnliches tragen…ich kann schwimmen, also brauche ich auch keine Schwimmflügel meh.
Ich kann Fahrrad fahren, also brauche ich keinen Helm…ok, das ist vielleicht ein wenig übertrieben, denn hier nehmen ja auch andere Verkehrsteilnehmer teil und bringen mich trotz meiner Sicherheit auf dem Rad in Gefahr…aber im großen und ganzen ist es schon so.
Wenn ich falle, kann ich mich sicher auch besser abfangen als ein kleines Kind, ich reagiere deutlich schneller…irgendwie ist es doch auffällig, dass gerade Kleinkinder der Länge nach auf dem Boden liegen, während ein Erwachsener in der gleichen Situation maximal in die Knie gegangen wäre.
Über das Tragen eines Helms gehen die Meinungen auseinander, denn och sind Kids im Strassenverkehr einfach deutlich gefährdeter als Erwachsene, weil sie einfach Entfernungen und Gefahrensituationen noch nicht so abschätzen können.
Keine Frage, ich würde niemals ein Kind ohne Helm auf ein Fahrad lassen…ich muß aber noch lange keinen aufsetzen.
Das ist doch wie mit dem Rauchen, Cola trinken usw., ich untersage es den Kiddis ganz klar, weil es eben sehr schädlich ist…ich rauche aber und trinke auch Alkohl…wenn mein Kind dann sagen würde : Wenn du das darfst, dann will ich auch !, würde ich gar nicht lange diskutieren, sondern einfach erklären, warum es für Kinder eben besonders schädlich ist.
So auch mit dem Helm, ich gehe das Risiko ein, für mein Kind aber trage ICH die Verantwortung, und da will ich jedes Risiko so gering wie möglich halten !

Ehrlich gesagt, ich hatte an Trinkgläser (mit höchstens Saft
(je nach Größe des Kindes mehr oder weniger voll) gedacht,
nicht an Gläser mit Inhalt, da nehme ich zum Üben lieber
Dosen.

Üben ist gut…es ging doch darum, was alles passieren kann, wenn ein Stöpske allein im Supermarkt unterwegs ist.
Und da geht es nicht um Üben, sondern darum, dass Kind seinen Einkaufswagen füllen möchte…wenn du also nicht in der Nähe bist kann es schon sehr gut sein, daß Dinge in die Hand genommen werden, die ein Kind eben nicht halten kann…

Klar, und die Definition von „allein“ hängt eben von vielen
Faktoren ab, Alter des Kindes, „Reife“, Größe des Marktes,
Tagesform des Kindes und der Begleitperson etc. etc.

Meiner Meinung nach muß man sich darüber im Klaren sein, das IMMER etwas passieren kann…viele „Unfälle“ passieren eben gerade dann, wenn man das Kind nur für eine Minute aus den Augen gelassen hat…ob nun kleiner oder großer Supermarkt und unabhängig von der Tagesform des Kindes.

Ne klar, wie ich bemerke, sind wir, glaube ich, alle in
unserer Meinung nicht soo weit voneinander entfernt. Wir
bemühen uns alle, das Beste für unsere Kinder zu tun.

Das sehe ich auf jeden Fall auch so…sicher unterscheiden wir uns in unseren Meinungen, aber das Eltern, die hier gepostet haben, bewußt ihre Kinder in „Gefahr“ bringen, auf die Idee wäre ich im Traum nicht gekommen.
Da fällt mir gerade noch ein, dass gerade Kinder von übervorsichtigen Eltern öfter in Gefahrensituationen kommen, wenn sie dann mal nicht so behütet sind…

In diesem Sinne, dir noch einen schönen Tag,
lieben gruß,
Vabe

Moin Vabe

Was für sie gilt, muss eigentlich auch für die Eltern gelten.

Diese Aussage finde ich persönlich nun völlig unrealistisch !
Wie denn ?
Dann muß ich mich mit meinem Kind nach hinten ins Auto setzen,
muß früh ins Bett gehen, muß Schwimmflügel tragen und und
und…das geht doch gar nicht !

Blödsinn.
Gerade beim Radfahren bricht man sich als Erwachsener wohl kaum
eine Zacke aus der Krone, wenn man auch nen Radhelm trägt.

Schwimmflügel kann ich da gleich für ein Beispiel anführen,
Kinder, die noch nicht richtig Schwimmen können, müßen eben
Schwimmflügel oder ähnliches tragen…ich kann schwimmen, also
brauche ich auch keine Schwimmflügel meh.

Richtig.
Stimmt zwar - ist als Beispiel aber nicht zu gebrauchen.

Ich kann Fahrrad fahren, also brauche ich keinen Helm…ok,
das ist vielleicht ein wenig übertrieben

Stimmt.
Ist übertrieben.
Wenn Du vom Rad fällst und mit dem Kopf auf die Bordsteinkante
knallst hat die Rübe ein Loch.
Egal, ob Du 10 oder 30 Jahre alt bist.

denn hier nehmen ja auch andere Verkehrsteilnehmer teil und
bringen mich trotz meiner Sicherheit auf dem Rad in
Gefahr…aber im großen und ganzen ist es schon so.

Imo nicht.

Wenn ich falle, kann ich mich sicher auch besser abfangen als
ein kleines Kind, ich reagiere deutlich schneller…

Wenn Du vom Rad knallst fällst, wenn Du Pech hast wie ein nasser
Sack.

irgendwie ist es doch auffällig, dass gerade Kleinkinder der
Länge nach auf dem Boden liegen, während ein Erwachsener in der
gleichen Situation maximal in die Knie gegangen wäre.

Man könnte jetzt einwenden, das Kleinkinder ja auch ein Fahrrad
mit Stützrädern benutzen.

Über das Tragen eines Helms gehen die Meinungen auseinander,
denn och sind Kids im Strassenverkehr einfach deutlich
gefährdeter als Erwachsene, weil sie einfach Entfernungen und
Gefahrensituationen noch nicht so abschätzen können.

Stimmt. Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch
nicht so gut einschätzen.
Gehst Du in Begleitung Deiner Kinder über eine rote Fußgänger-
ampel?
Schließlich kannst Du ja Geschwindigkeit und Entfernung einschätzen.

Keine Frage, ich würde niemals ein Kind ohne Helm auf ein
Fahrad lassen…ich muß aber noch lange keinen aufsetzen.

Immer mit dem Hinweis, daß Du es ja kannst?
Dann dürfen Deine Kinder den Helm auch in die Ecke werfen, wenn
sie es können?
Oder der Meinung sind, sie können es?

So auch mit dem Helm, ich gehe das Risiko ein, für mein Kind
aber trage ICH die Verantwortung, und da will ich jedes Risiko
so gering wie möglich halten !

Und doch schlechtes Beispiel für das Kind.
Das sagt sich nämlich, daß die Dinger ja doch nicht so wichtig
sind.
Muttern macht sich bloß Sorgen.

…aber das Eltern, die hier gepostet haben, bewußt ihre Kinder
in „Gefahr“ bringen, auf die Idee wäre ich im Traum nicht
gekommen.

Ich glaube nicht, daß Eltern ihre Kinder bewußt in Gefahr bringen.
Ich denke mal, da steht der Gedanke „wird schon nix passieren“
eher im Vordergrund.

Gruß, masc

Hi masc,

warum werden die Posting eigentlich immer an den unmöglichsten Stellen zerfleddert ???

Was für sie gilt, muss eigentlich auch für die Eltern gelten.

Diese Aussage finde ich persönlich nun völlig unrealistisch !
Wie denn ?
Dann muß ich mich mit meinem Kind nach hinten ins Auto setzen,
muß früh ins Bett gehen, muß Schwimmflügel tragen und und
und…das geht doch gar nicht !

Blödsinn.
Gerade beim Radfahren bricht man sich als Erwachsener wohl
kaum
eine Zacke aus der Krone, wenn man auch nen Radhelm trägt.

Ok, für dich ist das erstmal alles Blödsinn…aber wie denn nun ?
Also, du mußt ein gutes Beispiel sein…was sagst du denn nun zu deinem Kind, wenn es im Auto vorne sitzen möchte ? Und sag jetzt nicht, das geht wegen der Körpergröße nicht…es gibt Omis, die sind viel kleiner und zerlicher als manch Kind…

Ich breche mir natürlich beim Radfahren keine Zacke aus der Krone mit Helm…aber ohne auch nicht…

Schwimmflügel kann ich da gleich für ein Beispiel anführen,
Kinder, die noch nicht richtig Schwimmen können, müßen eben
Schwimmflügel oder ähnliches tragen…ich kann schwimmen, also
brauche ich auch keine Schwimmflügel meh.

Richtig.
Stimmt zwar - ist als Beispiel aber nicht zu gebrauchen.

Warum nicht ?
Ohne Schwimmflügel ersäuft das Kind…ohne Helm verletzt sich das Kind (uU schwer). Wenn ich mich verletze ist das bitte mein Problem, wenn mein Kind sich verletzt, ist es eben auch mein „Problem“.

Ich kann Fahrrad fahren, also brauche ich keinen Helm…ok,
das ist vielleicht ein wenig übertrieben

Stimmt.
Ist übertrieben.
Wenn Du vom Rad fällst und mit dem Kopf auf die Bordsteinkante
knallst hat die Rübe ein Loch.
Egal, ob Du 10 oder 30 Jahre alt bist.

Klar, aber das ist mein Kopf/meine Verantwortung…und wenn das Kind ein Loch im Kopf ist fällt das auch unter meine Verantwortung…
Mal ganz abgesehen von allem habe ich mich bei allen Fahrradfahrten mit meinen Kids noch nicht einmal hingepackt…meine Kids schon…„Mami, guck mal da…!“ zack, Kopf und Arm in Richtung irgendwo, nur nicht mehr auf die Strasse…etc., ich denke, ich bin ein bißchen berechenbarer…

denn hier nehmen ja auch andere Verkehrsteilnehmer teil und
bringen mich trotz meiner Sicherheit auf dem Rad in
Gefahr…aber im großen und ganzen ist es schon so.

Imo nicht.

Auch gut… :wink:

Wenn ich falle, kann ich mich sicher auch besser abfangen als
ein kleines Kind, ich reagiere deutlich schneller…

Wenn Du vom Rad knallst fällst, wenn Du Pech hast wie ein
nasser
Sack.

Kann ich nicht beurteilen, ist mir persönlich noch nicht so ergangen.

irgendwie ist es doch auffällig, dass gerade Kleinkinder der
Länge nach auf dem Boden liegen, während ein Erwachsener in der
gleichen Situation maximal in die Knie gegangen wäre.

Man könnte jetzt einwenden, das Kleinkinder ja auch ein
Fahrrad
mit Stützrädern benutzen.

Wie jetzt ? Gerade mit Stützrädern dürfte das nicht passieren…
Ausserdem wollt ich damit ausdrücken, daß Erwachsene oft nicht so heftig fallen wie Kids, weil sie es z.B. auf sich zukommen sehen -> Gefahren einschätzen.

Über das Tragen eines Helms gehen die Meinungen auseinander,
denn och sind Kids im Strassenverkehr einfach deutlich
gefährdeter als Erwachsene, weil sie einfach Entfernungen und
Gefahrensituationen noch nicht so abschätzen können.

Stimmt. Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch
nicht so gut einschätzen.
Gehst Du in Begleitung Deiner Kinder über eine rote Fußgänger-
ampel?
Schließlich kannst Du ja Geschwindigkeit und Entfernung
einschätzen.

Nein, das tue ich nicht.
Wenn ich aber eine Straße überqueren will, auf der die nächste Ampel weiter weg ist und meine Kids nicht mit rüber gehen sollen, dann gehe ich auch ohne Ampel. Meine Kids wissen aber ganz genau, daß sie es nicht dürfen. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil ich ihnen eben erklärt habe, daß sie die Entfernungen nicht einschätzen können…mal abgesehen davon ist es eine Frage der gesamten Erziehung.
Ich diskutiere doch nicht über jeden Scheiß mit meinen Kindern. Es gibt gewisse Dinge, die sind so, wie ich es sage…das wird sich ändern, je älter sie werden…bisher gab es keine Probleme, meine Kids scheinen verstanden zu haben, daß es Vorteile und auch Nachteile hat, Kind zu sein.
Sie wissen ziemlich gut, daß sie nicht alles dürfen, auf der anderen Seite aber eben Dinge tun können, die ich mir als Erwachsener nicht erlauben kann.

Keine Frage, ich würde niemals ein Kind ohne Helm auf ein
Fahrad lassen…ich muß aber noch lange keinen aufsetzen.

Immer mit dem Hinweis, daß Du es ja kannst?
Dann dürfen Deine Kinder den Helm auch in die Ecke werfen,
wenn
sie es können?
Oder der Meinung sind, sie können es?

Wann sind sie denn der Meinung ?
Bislang fahren beide (Jungs, die sind ja bekanntlich hier etwas forscher, 13 & 11 J.) noch mit Helm und es gibt nie Theater diesbezüglich. Wenn sie dann irgendwann den Helm hinschmeissen kann ich nur versuchen, sie vom gegenteil zu überzeugen. Denn wenn ich sie zwinge, bin ich sicher, daß sie den Helm bei der nächsten Gelegenheit abnehmen.

So auch mit dem Helm, ich gehe das Risiko ein, für mein Kind
aber trage ICH die Verantwortung, und da will ich jedes Risiko
so gering wie möglich halten !

Und doch schlechtes Beispiel für das Kind.
Das sagt sich nämlich, daß die Dinger ja doch nicht so wichtig
sind.
Muttern macht sich bloß Sorgen.

Wie gesagt, die Kids wissen warum…und sie springen ja auch nicht aus dem Fenster, nur weil ich es tun würde…

…aber das Eltern, die hier gepostet haben, bewußt ihre Kinder
in „Gefahr“ bringen, auf die Idee wäre ich im Traum nicht
gekommen.

Ich glaube nicht, daß Eltern ihre Kinder bewußt in Gefahr
bringen.
Ich denke mal, da steht der Gedanke „wird schon nix passieren“
eher im Vordergrund.

Aber dieser Gedanke stört mich ein wenig…es kann IMMER irgendetwas passieren…

In diesem Sinne, lieben Gruß,
Vabe