Hallo liebe Wissenden!
Ich habe kürzlich gelesen, dass eine aktuelle Studie die These untermauert, dass Extrakte aus der Adhatoda-Pflanze Allergie-Symptome lindert, so dass man weniger auf Antihistaminika angewiesen ist. Weiter hab’ ich im Internet gefunden, dass diese Pflanze auch in der Ayuverda verwendet wird, und die Extrakte in homöopathischen Dosen verabreicht werden.
Und da ich bei diesen Worten sofort misstrauisch werde, wollte ich mal fragen, ob jemand mit solchen Präparaten Erfahrung hat.
Vielen Dank
Mala
Hallo,
schon sehr früh wurde bei der Erforschung der Allergien folgender Zusammenhang erkannt:
Ein Arzt besuchte jeden Sonntag seine Mutter, die auf dem Land lebte. Dazu musste er eine lange Wegstrecke entlang von Wiesen und Wäldern fahren und bekam jedesmal einen recht argen Heuschnupfen. Irgendwann fiel ihm jedoch auf, dass die Reaktion hauptsächlich auf der Fahrt ZU seiner Mutter passierte, nicht auf der Heimfahrt.
Seine Erkenntnis (und inzwischen auch allgemein anerkannter Wissensstand): Allergien sind eine Erkrankung, die eine sehr starke psychosomatische Komponente haben.
Deswegen sind sie auch gut mit Placebos behandelbar, wenn der Patient an den Placebo glaubt.
Homöopathische Arzneimittel sind reine Placebos.
Gruß
Tahere
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OT: Homöopathie
Hallo miteinander,
ich habe zwar auch keine Erfahrungen mit Adhatoda gemacht und kann somit zum Thema nichts beitragen.
Aber DAS möchte ich so nicht unkommentiert stehenlassen:
Homöopathische Arzneimittel sind reine Placebos.
Ich bin kein großer Homöopathie-Anhänger, und auch keine Medizin-Studentin (wie Du, Tahere) - aber es würde mich doch sehr wundern, wenn sogar Tiere wie Kühe und Schweine auf Placebos mit Gesundung reagieren.
http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/unserland/…
Auch empfände ich es als seltsam, wenn es für den Wirkungsnachweis homöopathischer Mittel einen Preis gibt, wenn da so garnichts Wahres dran wäre…
http://www.uni-leipzig.de/presse2003/homoeopathie.html
Sicherlich ist dieses Thema unter Medizinern umstritten. Aber ich denke, Homöopathie pauschal als Placebo-Arzneimittel abzutun, wird der Sache nicht gerecht…
*Just my 2Cents*
Viele Grüße,
Stefanie
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Hallo,
Ich bin kein großer Homöopathie-Anhänger, und auch keine
Medizin-Studentin (wie Du, Tahere) - aber es würde mich doch
sehr wundern, wenn sogar Tiere wie Kühe und Schweine auf
Placebos mit Gesundung reagieren.
http://www.br-online.de/umwelt-gesund…
Zitat aus obigem Link: „Tiere homöopathisch zu behandeln bedeutet, mehr Zeit für sie aufzuwenden und sie genau zu beobachten.“
Wäre es möglich, dass die Tiere eher auf die intensivere Zuwendung reagieren? Wäre es möglich, dass die Schweine sich eher durch den angenehmen Sprühstrahl beruhigen als durch den darin (nicht mehr) enthaltenen Baldrian?
Erst eine wissenschaftlich durchgeführte Doppelblindstudie mit zufällig ausgewählten Individuen mit ähnlichen Lebensumständen kann Aufschluss geben. Und alles was in dieser Hinsicht bisher durchgeführt wurde, weist eher auf die Unwirksamkeit der Homöopathie hin. Ohnehin wird ein derartiges Vorgehen von den Homöopathen als nicht angemessen abgelehnt.
Auch empfände ich es als seltsam, wenn es für den
Wirkungsnachweis homöopathischer Mittel einen Preis gibt, wenn
da so garnichts Wahres dran wäre…
http://www.uni-leipzig.de/presse2003/…
es gibt für vieles Geld. Und oft bekommt es derjenige, der am lautesten schreit (wie im Vogelnest). Und wenn der Preis dann auch noch von einer Gesellschaft gespendet wird, deren Anliegen in der Verbreitung der Homöopathie und deren wissenschaftlichen Nachweis liegt, bleibt die Aussagekraft einer solchen Verleihung doch eher anzuzweifeln.
Der Gründer des Homöopathika-Herstellers Biologische Heilmittel Heel GmbH in Baden-Baden und der Gründer der preisverleihenden Internationalen Gesellschaft für Homotoxikologie sind ein und dieselbe Person: Dr. Hans-Heinrich Reckeweg. Wieviel Objektivität noch in diesem Preis steckt, kann man sich da wohl denken…
http://www.xy44.de/belladonna/
Sicherlich ist dieses Thema unter Medizinern umstritten. Aber
ich denke, Homöopathie pauschal als Placebo-Arzneimittel
abzutun, wird der Sache nicht gerecht…
es bleibt dabei, dass bis heute kein wissenschaftlich haltbarer Nachweis der Wirksamkeit geführt werden konnte.
Gruß, Niels
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hallo stefanie,
es gibt keinerlei nachweis für die wirksamkeit von homöopathie, wems gelingt, dem winken ein halbes dutzend nobelpreise plus eine ausgelobte belohnung von 1 million dollar.
die forschung der uni leipzig ist schlichtweg hanebüchen.
siehe hier eine wissenschaftliche stellungnahme zum skandal in leipzig:
http://www.xy44.de/belladonna/index.htm
strubbel
L:open_mouth:)
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klassische vs. alternative Medizin
Hallo,
ich wollte keine Diskusion zu Thema „Homöopathie gut oder schlecht“, weil ich glaube, dass man sich da eh nicht einigen kann.
Und wenn schon der Placebo-Effekt hilft, dann ist auch gut, aber kritisch ist, wenn man astronomische Summen für den Placebo-Effekt bezahlen soll…
Deshalb meine Bitte: nur auf die Anfnagsfrage eingehen (wenn möglich) und keine Endlosdiskusion am Thema vorbei.
Liebe Grüße
Mala
Hallo Tahere,
Seine Erkenntnis (und inzwischen auch allgemein anerkannter
Wissensstand): Allergien sind eine Erkrankung, die eine sehr
starke psychosomatische Komponente haben.
Ich denke zwar auch, dass Allergien mit der Psyche zusammenhängen, aber d.h. nicht, dass das nur Einbildung ist, denn die Atemwege schwellen an, man hat Hautausschlag o.ä. und das beim Kontakt mit Nahrungsmitteln (Äpfel, Nüsse, etc.) und Pollen (Birke, Hasel,etc.).
Ich habe mir eingebildet, ein Apfel pro Tag und joggen an der frischen Luft wären nach’m langen Winter gut für mich, Placebo-Effekt war’s wohl nicht, da dann Nase läuft, Augen tränen, Müdigkeit, Hautausschlag, Atemwege angeschwollen, dass ich kaum mehr Schlucken konnte und tägliche unerträgliche Kopfschmerzen.
Selber wäre ich nie drauf gekommen, auch die meißten Allgemeinmediziner halten es oft für eine Nasennebenhölenentzündung doch nicht mal Antibiotika lösen da’nen Placebo-Effekt aus.
Ich glaube also nicht das wir uns eine Wirkung einbilden können, hätte auch nie gedacht das Äpfel, Nutella oder auch nur Spuren von Nüssen in Schokolade Kopfschmerzen auslösen, weil die Atemwege anschwellen, aber so ist es!
Viel Glück also allen Allergikern alternativen zu Anti-histaminika und Kortison zu finden… Lg mary
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Hallo Frau Kollegin
Heute muss ich Dir -als Facharzt für Psychosomatische Medizin, der ich gerne sehr viele Erkrankungen auf ihren psychosomatischen Hintergurnd zurückführe und da sehr genau und lange nachforsche- allerdings wiedersprechen.
Allergische Erkrankungen sind eben NICHT psychogen, sondern wären sie ja nicht allergisch.
Es gibt Erkrankungen, die bei manchen Leuten einen größeren psychosomatischen Anteil haben, bei anderen Leuten wieder einen rein allergischen, wie z.B. das Asthma bronchiale.
Die Pollenallergie, vulgo Heuschnupfen, ist aber 99%ig allergisch und also so gut wie NICHT psychogen/psychosomatisch.
Sämtliche Pllenallergiker, die ich erlebt habe, hatten ihre Symptomatik SAISONAL. Wenn das Wetter entsprechend ist (starker Pollenflug), dann niesen die sich sozusagen das Hirn aus dem Kopf, egal ob die Mutter daneben steht oder nicht. 
Es grüßt Dich
Branden
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