ADHS und Homöopathie?

Die Begründung für die Ablehnung bei allen Therapeuten war, dass sie in unserem Fall nichts bringt, weil das Problem zu komplex und vielfältig ist. Verhaltenstherapie auf einen Schwerpunkt ausgerichtet ist Erfolg versprechend. Ich habe bis jetzt 4 verschiedene Anlaufstellen kontaktiert. Die Therapeuten haben mir meine Sichtweise wöchentlich reflektiert, woraus ich manche Fehler meinerseits erkannte, die aber trotzdem nicht zum gewünschten Erfolg führten. Andere haben mich monatlich gefragt, ob ich nicht doch die klassischen Medikamente geben möchte. Sie haben meinen Sohn nach seinem (unveränderten) Befinden gefragt und das war’s. Die Schulpsychologen wollten den Kleinen erst mal 6 Monate von mir isolieren und in eine Klinik geben, aus der er nur als „geheilt“ entlassen wird. In der Ergotherapie werden wöchentlich die gleichen Bilder gemalt und Sprechübungen gemacht mit absolut keinem Erfolg. Kann er sich gut konzentrieren klappt es, kann er sich nicht konzentrieren klappt es eben nicht. So ist es auch mit den Hausaufgaben bzw. Arbeiten in der Schule. Jetzt hat er eine Mathe-Arbeit in den Sand gesetzt, weil er sich nicht konzentrieren konnte. Am Tag danach habe ich ihm die gleiche Arbeit diktiert und er hat alles richtig gemacht. Glaube mir, ich kümmere mich tagtäglich nur um mein Kind. Darunter hat sogar schon mein Arbeitsplatz gelitten. Ich habe mit der Ergotherapeutin nicht mehr gesprochen, sondern werde die Therapie jetzt abbrechen. Womöglich sieht sie (aus Profitgier) Ansatzpunkte, ich aber nicht. Die Therapie war auch nur auf mein Drängen hin zustande gekommen. Die Psychologin wollte sie mir nämlich nicht bewilligen.

Gruß Edith

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moin moin

Hallo,

Und stattdessen willst Du auf Homöopathie setzen, deren
Wirksamkeit genau GAR NICHT nachgewiesen ist?

die Existents von Gott ist auch noch nicht nachgewiesen :wink:

korrekt, ich halte auch jeden, der behauptet, dass bspw. Gott
ganz sicher bei genug Gebeten Krebs heilt für absolut
bescheuert und für gefährlich.

da kann ich dir nur zustimmen.

Bei Tieren bei denen kein Placebo wirkt, wirken seltsamer
weise Homöophatika. Also keine Glaubenssache.

Was für ein Unsinn… Zunächst mal verwechselst Du Korrelation
und Kausalität, was ein Anfängerfehler ist, und weiters lässt
sich überall, wo von Veterinärhomöpathie zu lesen ist (ich hab
grad mal ein paar Stichproben gemacht), dass es dieser
inhärent ist, dass man sich dem Tier in besonderer Weise
zuwendet und ausdrücklich mehr Zeit konkret mit dem Tier
verbringt und *pling* schon hast Du Dein „Placebo“. Hinzu
kommt, das komischerweise bei der Veterinärhomöopathie auf
einmal ohne jegliche Begründung und ohne Erklärung Dinge
vernachlässigt, ja einfach beiseite gewischt werden, die bei
der Humanhomöpathie angeblich ganz wichtig sind, wie z.B.
Verzicht auf Essen und Trinken um die Anwendung herum und
Dinge wie „der Patient muss die Krankheit in eigenen Worten
ausdrücken“ etc. pp.

sieh es wie du willst, aus eigener Erfahrung:
Mein Hund bekommt seine Homöopathika in sein Futter also keine extra Zeit/Zuwendung,aber Wirkung. Das ist das was ich beobachtet habe, da brauche ich keine Wissenschaftlichen untersuchungen zu.

gruß
schnorz

.mvh

Hallo Edith,

auch ich möchte dich in deiner Haltung bestärken, dein Kind vor Ritalin zu bewahren. Das ist eine gefährliche Droge, deren Spätfolgen noch abzuwarten bleiben.

Hast du in Sachen Ernährung mal überlegt, ob da eine Ursache liegen könnte?

" …Dass sich durch eine Ernährungsumstellung das Verhalten hyperaktiver Kinder verändert, haben zahlreiche wissenschaftliche Studien bewiesen.

Der britische Schuldirektor Gordon Walker hatte davon erfahren – und es gleich mit seiner ganzen Schule versucht. […] Er hatte schon länger die zahlreichen Zusatzstoffe im Verdacht, auch aufgrund persönliche Erfahrungen bei seinem jüngsten Sohn: Eines Jahres an Weihnachten aß der Junge einige hübsch gefärbte Süßigkeiten, und „fünf Minuten später war er hyperaktiv“.

Walker tat sich mit Eltern und Lehrer zusammen für sein Projekt einer „Zusatzstofffreien Woche“. Er schrieb an die Eltern und legte ihnen eine Liste mit den 16 schlimmsten Zusatzstoffen vor: Darunter E 200, ein Farbstoff aus den Smarties, E 102, Tartrazin, ein Farbstoff, der zu den Zusatzstoffen mit dem höchsten allergenen Potential zählt. Auch Benzoesäure (E 210), ein Konservierungsstff, der unter anderem in der Gurkenscheibe im Hamburger von McDonald’s enthalten ist. Und E 250, das in Wurst oft enthaltene Natriumnitrit.

Von solchen Chemikalien essen Kinder heutzutage unglaublich viel, wie eine Untersuchung der EU-Kommission ergab.

Von jedem E 250 aus der Wurst beispielsweise nehmen nach der EU-Liste die Kinder weit mehr zu sich, als ihnen gut tut: Die Akzeptable Tagesdosis, der sogenannte ADI-Wert („Acceptable Daily Intake“), wird bei Kleinkindern unter drei Jahren um bis zu 360 Prozent überschritten. Vor allem bei Farbstoffen ist die tägliche Dosis erschreckend hoch: Frühe Studien, die bei der Zulassung von Chemikalien zugrunde gelegt wurden, nahmen einen durchschnittlichen Verzehr von 25 Milligramm Farbstoffen bei Kindern an. Mittlerweile aber kommen die Kleinkinder nach den EU-Daten auf eine Tagesdosis von bis zu 560 Milligramm – ein halbes Gramm hirnwirksamer Chemikalien pro Tag.

Und die Farbstoffe haben nachweislich Wirkungen auf die Hirnfunktionen: Bei 100 Milligramm Farbstoff Tartrazin zeigen in einer Untersuchung 34 Prozent der Test-kids einen Abfall in der Leistungsfähigkeit. Bei einer Studie mit 43 Kindern, reagierten 25 auf Tartrazin: Sie waren reizbar, ruhelos, zeigten Schlafstörungen. Die Farben wirken offenbar direkt im Gehirn: Das hübsche Pink etwa, das beim Chemiemulti BASF unter dem Namen Basovit erhältlich ist (E127), bremste in einer Studie die Aufnahme aller getesteten Neurotransmitter. […]

Eine Befragung von 486 hyperaktiven Kindern an der Universität in der britischen Grafschaft Surrey ergab, dass 60 Prozent aller Zappelphilippe von Verhaltensproblemen berichteten, wenn sie synthetische Lebensmittelfarben zu sich nahmen. Die meisten Reaktionen zeigten sich nach Genuss der Farbstoffe E102 (Tartrazin) und E 110 (Gelborange). Namentlich Tartrazin hatte erhöhte Hyperaktivität und Aggressivität zur Folge.

Neben den Farbstoffen wirken auch Konservierungstoffe schädlich, besonders im Darm, jenem verborgenen Quell vieler hirnwichtiger Substanzen. Auch ein Übermaß an Zucker kann zu Hyperaktivität beitragen. „Zucker wirkt eindeutig als Verstärker und Auslöser von Hyperaktivitätssymptomen“, sagt der im italienischen Meran lehrende Kinderneurologe Professor Joseph Egger. Er war einer der ersten, der mit einer Diät hyperaktive und migränekranke Kinder erfolgreich behandelt hat.

Oft herrscht bei aggressiven und hyperaktiven Kindern auch ein Nährstoffmangel vor, etwa an den hirnwichtigen Omega-3-Fettsäuren oder an Vitaminen.

Eine Umstellung der Ernährung kann darum zu erstaunlichen Erfolgen führen. So auch an der Schule von Direktor Walker. Die 140 seiner 314 Schüler, die mitgemacht hatten, fühlten sich deutlich besser. Das jedenfalls teilten die Eltern und Lehrer dem Schulleiter hinterher mit: „Die meisten nahmen eine Verbesserung im Verhalten wahr“, sagt Walker. „Sie sagten, die Kinder wurden ruhiger und gelassener, und vor allem das Lehrpersonal beobachtete eine Verbesserung im Aufmerksamkeitsniveau der Kinder.“

Zahlreiche Studien belegen den Nutzen solcher Diäten. Die Erfolgsquote liegt dabei zwischen 70 und 90 Prozent – und damit im gleichen Bereich wie Ritalin. Der Schweizerische Arbeitskreis Ernährung und Verhalten kam sogar auf eine Erfolgsquote von 94 Prozent. "

Quelle: Hans-Ullrich Grimm: Die Ernährungslüge. München 2003. S.135 – 138.

Auch die Afa-Alge soll bei Hyperaktivität (ist doch dasselbe wie ADS???) hilfreich sein. Bachblüten könntest du auch versuchen, z. B. Scleranthus (mehr Sitzfleisch und Konzentration für hyperaktive Kinder). Mit Homöopathie habe ich in anderen Angelegenheiten viele gute Erfahrungen gemacht. M.E. besteht an deren Wirksamkeit kein Zweifel. Schwierig ist es allerdings, einen wirklich kompetenten Homöopathen zu finden. Benchmark insoweit dürfte Vithoulkas in Griechenland sein bzw. jemand, der von ihm gelernt hat.

LG
sine

Grundsätzliches
So… lang genug schweigend mitgelesen…

Ich hab mich bei der Medikamentendiskussion zurück gehalten, weil man das so oder so sehen kann. Ich persönlich bin der Meinung, dass meine Vorlieben nicht automatisch für mein Kind gelten sollten. So soll es wählen, ob es in die Kirche eintritt, Ohrringe möchte, Vegetarier wird oder sich ein Medikament wünscht- sofern dies nicht irgendein dahergelaufenes wirkungsloses Zeug ist. Letztlich ist es Deine Entscheidung, wie Du damit umgehst, und man muß sich dann als Elternteil irgendwann u.U. der Frage und Verantwortung stellen, warum man dies oder jenes (nicht) gemacht hat. Wenn Du darauf eine vernünftige Antwort hast, ist das ja in Ordnung.

Mehr Plaque bereiten mir die weiteren Aussagen.

Andere
haben mich monatlich gefragt, ob ich nicht doch die
klassischen Medikamente geben möchte.

Das finde ich ein wichtiges Signal. Wenn wir davon ausgehen, dass es sich bei Arzt und Psychologe um Menschen handelt, die sich der Verantwortung gegenüber ihren Patienten bewusst sind (bei 4 Versuchen solltest Du so einen abbekommen haben), und nach dem geringsten aber notwendigsten Wirkungsmittel suchen.

Sie haben meinen Sohn
nach seinem (unveränderten) Befinden gefragt und das war’s.

Sagt wer? Warst Du dabei? Sagt er? Alles Scharlatane?

Die Schulpsychologen wollten den Kleinen erst mal 6 Monate von
mir isolieren und in eine Klinik geben, aus der er nur als
„geheilt“ entlassen wird…

u.U genau aus diesem Grund:

Glaube mir, ich kümmere mich tagtäglich
nur um mein Kind. Darunter hat sogar schon mein Arbeitsplatz
gelitten.

Das ist mit Verlaub nicht immer von Vorteil. Weder für den krankheitsbezogenen Fortschritt, noch für Dich. Der Situation ist zb. der Verlust des Arbeitsplatzes sicherlich nicht zuträglich, Dein „Nervenpegel“ wird durch den beidseitigen Druck ebenso nicht gesenkt und dies hat wiederum Auswirkungen auf die Situation an beiden „Fronten“. Als geheilt werden Patienten aus Kliniken des psychologischen/psychiatrischen/psychosomatischen Sektors schon seit etlichen Jahren nicht mehr entlassen. Eine Kostenbewilligung für 6 Monate stellen einem, wenn überhaupt, nur noch die Privatkassen aus. Und eine 6 monatige stationäre Behandlung ist bei ADS nicht annähernd üblich. Dir wurde also entweder Käse erzählt oder aber Du erzählst Käse, weil Du solcher Art Behandlung ablehnst. „Heilung“ ist im Zusammenhang mit ADS sowieso ein etwas schräger Begriff- es geht viel mehr darum zu lernen, mit der Situation bestmöglich umzugehen und unterstützende Maßnahmen zu schulen.

In der Ergotherapie werden
wöchentlich die gleichen Bilder gemalt und Sprechübungen
gemacht mit absolut keinem Erfolg. Kann er sich gut
konzentrieren klappt es, kann er sich nicht konzentrieren
klappt es eben nicht.

Wie sollen denn Sprechübungen klappen, wenn man sich nicht konzentrieren kann? Ergotherapeuten sind keine Zauberer, genauso wenig wie Psychologen oder Ärzte. Das konzentrierte und kontinuierliche Arbeiten ist u.a. Ziel solcher Interventionen! Ergotherapie allein kann diese Aufgabe aber bei weitem nicht bewältigen. Der gebrochene Arm wächst auch schief zusammen, wenn kein Gips drum ist, da nützt alle Krankengymnastik nichts. In der Tat können Therapien unter diesen Umständen nicht erfolgreich sein. Mir scheint, dass diese wesentlichen, die Therapie betreffenden Informationen nicht vermittelt oder verstanden wurden.

So ist es auch mit den Hausaufgaben bzw.
Arbeiten in der Schule. Jetzt hat er eine Mathe-Arbeit in den
Sand gesetzt, weil er sich nicht konzentrieren konnte.

Was bei weitem nicht krankhaft ist. Konzentration hat auch mit Tagesform zu tun, und das betrifft jeden von uns. Das ist kein Indiz für das Wirken oder Nichtwirken einer Therapie.

Am Tag
danach habe ich ihm die gleiche Arbeit diktiert und er hat
alles richtig gemacht.

erfreulich. Wäre das vor 2 Jahren auch der Fall gewesen?

Ich habe mit der Ergotherapeutin nicht mehr
gesprochen, sondern werde die Therapie jetzt abbrechen.

sehr unschlau. Wenn Du mit ihr nicht einmal mehr sprichst, wie soll sie dann die Therapie bezüglich der aktuellen Defizite steuern? Sie sieht ihn anzunehmenderweise 1 mal die Woche für je 1 Std. Der Tag hat 24 Std und die Woche 7 Tage und das was in einer Therapiestd. passiert hat nicht immer etwas mit dem Alltag zu tun. Deshalb muss man miteinander sprechen, um diese Dinge optimal aufeinander abzustimmen. Wortlos eine Therapie abzubrechen, weil das Kind nach einem Jahr einmal die Woche malen immer noch nicht „gesund“ ist, ist grober Schwachsinn.

Womöglich sieht sie (aus Profitgier) Ansatzpunkte, ich aber
nicht.

Aus Profitgier…
Ich fasse mal vorsichtig zusammen:
Kaum einer weiß so gut über ADS bescheid wie Du. Zumindest die Therapeuten haben offensichtlich keine Ahnung und wollen nur Dein Geld. Du suchst nach einer homöopathischen nicht dem BtmG unterlegenen Mittel um neurologische Deifizite auszugleichen. Du verhälst Dich zu jeglicher Form der Therapie kontraproduktiv: angefangen bei der medikamentösen Therapie (was ich noch verstehen/tolerieren kann), stellst die Therapie einer multikausalen (!) Erkrankung auf nur eine einzige Säule (derzeit Ergotherapie), Sinn und Arbeitsmethoden dieser Therapie haben sich Dir dabei nicht erschlossen. In vier Jahren hast du vier unterschiedliche Psychologen aufgesucht und deren unterschiedlichen Anweisungen befolgt oder eben nicht. Eine kontinuierliche und effektive Arbeit ist so definitiv nicht möglich!
Du sträubst Dich gegen jede Empfehlung des Fachpersonals. Angefangen vom Kur-/Klinik-Aufenthalt bis hin zu der Tatsache, dass Dir die Psychologin auf den Kopf zusagt, dass eine Ergotherapie (alleine) so kaum Fortschritte bringen kann und Dir zunächst die Überstellung verweigert.

Die Threads zu ADS sind hier im Forum stets unglaublich lang, da viele Kinder der anwesenden Eltern beteiligt sind. Es gibt unterschiedliche Vorlieben und so gab es Für und Wider in Punkto Medikation. ALLE haben Dir aber geraten oder gesagt, dass das Aufbauen auf nur einer einzigen Säule bei multikausalen Störungsbildern kaum einen Sinn macht. Weder die Säule der Medikation, noch die der Psychotherapie oder anderer Therapieformen wie die Ergo, da sie alleinstehend keine wesentlichen Effekte erzielen. Wenn Du Deinem Sohn keine Medikamente geben magst, dann sorge wenigstens dafür, dass er in ein vernünftiges therapeutisches Setting eingebettet ist.
Du bist uns keine Rechenschaft schuldig, aber mir ist nicht klar, warum Du, obwohl es so vielfältige Möglichkeiten gibt- auch außerhalb der medikamentösen Therapie- offensichtlich der Meinung bist, dass außer Dir keiner Deinem Sohn wirklich helfen kann. Und Du solltest Dich dringend fragen, ob Dein Sohn es verstehen wird, wenn er Dich mit 20 evtl. mit argen Perspektivproblemen, fragt, weshalb ihm diese Mittel nicht zugute gekommen sind. So wie Du die Situation jetzt schilderst, KANN es gar keine wesentlichen Effekte geben. Das sollte aber kein Grund sein, die bestehende Therapie abzubrechen, sondern zusätzliche Angebote anzunehmen. Und ich bin mir sicher, Du fändest hier eine Menge Menschen, die Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen würden.

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Ritalingefahr
Hallo Sine,

auch ich möchte dich in deiner Haltung bestärken, dein Kind
vor Ritalin zu bewahren. Das ist eine gefährliche Droge, deren
Spätfolgen noch abzuwarten bleiben.

Kannst Du mir dafür bitte mal eine seriöse Quelle geben? Ich habe mich vor einiger Zeit erkundigt, weil ich auch mißtrauisch war, habe aber keinen wirklich ernstzunehmenden Hinweis auf schädliche Nebenwirkungen finden können. Vielleicht habe ich aber auch was übersehen…

Gruß

Kubi

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Hallo Kubi,

viele schreckliche Nebenwirkungen sind ja gleich im Beipackzettel vermerkt …

Hier http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_91c/T16.HTM
finden sich imho viele brauchbare Informationen.

Seriöse Quelle? Ich lese die Zeit-Fragen (Wochenschrift für freie Meinungsbildung, Ethik und Verantwortung schon seit etlichen Jahren und beurteile sie als seriös (anders als Spiegel und Co., die nicht nur Selbstzenszur üben, sondern auch überwiegend aus Werbeanzeigen bestehen und dementsprechend absolut abhängig sind).

Hier zum Selbstverständnis der Zeit-Fragen:
http://www.zeit-fragen.ch/UEBER.HTM#anfang

LG
sine

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Seriöse Quelle? Ich lese die Zeit-Fragen (Wochenschrift für
freie Meinungsbildung, Ethik und Verantwortung schon seit
etlichen Jahren und beurteile sie als seriös

Wenn ich mir das aktuelle Inhaltsverzeichnis ansehe, kann ich darin beim besten Willen nichts Seriöses entdecken.

LG
Stuffi

Hallo,

Das ist eine gefährliche Droge, deren
Spätfolgen noch abzuwarten bleiben.

Wie lange dürfen wir warten bis Spätfolgen erkannt werden?
Ritalin wird seit 60 Jahren an Kinder verabreicht.
Es ist das Medikament, von dem die meisten Langzeitstudien
gemacht sind.

Gruß
Elke

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neofaschistische Schmierblätter und Sekten
Hallo,

Seriöse Quelle? Ich lese die Zeit-Fragen (Wochenschrift für
freie Meinungsbildung, Ethik und Verantwortung schon seit
etlichen Jahren und beurteile sie als seriös (anders als
Spiegel und Co., die nicht nur Selbstzenszur üben, sondern
auch überwiegend aus Werbeanzeigen bestehen und
dementsprechend absolut abhängig sind).

Hier zum Selbstverständnis der Zeit-Fragen:
http://www.zeit-fragen.ch/UEBER.HTM#anfang

dann wundert mich gar nichts mehr. Zeit-Fragen ist ja wohl eng verbunden (gewesen) mit VPM, dem „Verein zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis“ (den es auch nicht mehr unter diesem Namen gibt), einer sogen. Psychosekte, die sich auch gern am politischen rechten Rand betätigt - in Österreich sind die Verbindungen zur FPÖ recht eng, Dank personellen Überschneidungen und der Ausrichtung eben.

Ein bisschen Googlen liefert mehr Infos dazu…

Wenn Du das seriös nennst - wie gesagt, dann wundert mich nichts mehr.

Schade nur um die Kinder, denen durch solchen Schund ein stressfreieres Leben vorenthalten wird.

.mvh

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Wenn ich mir das aktuelle Inhaltsverzeichnis ansehe, kann ich
darin beim besten Willen nichts Seriöses entdecken.

LG
Stuffi

Naja, Stuffi,

die Inhalte sind immer gegenwartsbezogen, also werden aktuelle gesellschaftliche und politische Themen aufgegriffen. Ich pflege in allen Magazinen (von rechts bis links) die Fakten vom Polemisierten zu trennen. Zensur, ob rechts oder links, mag ich nicht.

Sag doch mal konkret, was an den aktuellen Beiträgen inhaltlich falsch ist???

Und beantworte dir und mir die Frage „cui bono“ - d. h. warum sollte ein unabhängiges, kostenloses Magazin lügen und warum sollte ein anzeigenfinanziertes Maganzin, das sich der Selbstzensur in seinen Statuten ausdrücklich unterwirft, ernst genommen werden. Zählen für dich die Verkaufszahlen??? Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass die heutigen Mainstream-Medien von den „Siegermächten“ lizenziert wurden und noch immer unter deren Knute stehen???

Peter Scholl-Latour, den ich ebenso schätze wie kritisiere, hat dies mehrfach zum Ausdruck gebracht, um nur einen zu nennen, der wohl Insider sein dürfte.

LG
sine

Hallo Malte,

wenn ich das Blatt im www zitiere wird mir mal vorgeworfen, kommunistische oder sozialistische Propaganda zu machen. Dass es jemand rechts einordnet, ist mir hier nocht nicht passiert. Wäre mir aber auch egal.

Polemisierung ist eins, hilft keinem weiter, es zählen die Fakten, und die sollten im Brennpunkt stehen.

Widerlege die Fakten (aber dann bitte nicht mit Spiegel und Co.), dann denke ich gern aufs Neue über jedes Thema nach.

Welchen Nutzen sollten solche Nischenmaganzine von der Verbreitung ihrer Ansichten zum Thema Ritalin haben??? Welchen Nutzen haben etablierte Magazine, die voll sind von Werbung, u.a. Pharma, vom Nutzen der Pillen zu erzählen???

Schlaf weiterhin gut,
sine

ADHS-das böse Ding
Hallo!
ADHS in reiner Form ist eine Organische Störung. Das normale menschliche Gehirn steht ständig unter einer gewissen Erregung, die uns wach hält, die uns angenehm ist. Bei Kinder mit ADHS ist diese Erregung zu gering. Klingt paradox, ist aber so. Weil die kortikale Erregung zu wenig ist, ist das Kind in einer permanenten unangenehmen Situation. Es ist einfach unrund. Dadurch versucht es durch zappeln usw. die nöte Erregung zu erreichen, um auf ein normales, angenehmes Level zu kommen.

Viele Kinder werden allerdings fälschlicherweise als ADHS-Kinder diagnostiziert. Es ist eine Art „Modeerscheinung“ schwierige Kinder als hyperaktiv zu bezeichnen. Fakt ist: Es gibt Kinder, die ein anstrenendes, hitziges Temperament haben und es gibt Kinder mit ADHS. Ein guter Psychologe kann das im Normalfall sehr gut unterscheiden und eine tatsächliche ADHS diagnostizieren.
Wenn wirklich ADHS vorliegt, kann Ritalin sehr gut helfen und wird häufig auch nur als vorübergehender Puffer eingesetzt um die schulische Sitution zu stabilisieren, bis mit einem angebrachten Training das Kind und die Eltern lernen, mit der Störung umzugehen. Dann kann das Medikament häufig wieder abgesetzt werden. Ich möchte Ritalin etwas verteidigen, weil ich selbst miterlebt habe, wie es kaputte Familien wieder zu normalen glücklichen Familien gemacht hat. Dauerhaft ist es natürlich keine Lösung. Jedermann nimmt bei Kopfschmerzen Aspirin, aber auch das hat ziemlich heftige Nebenwirkungen, wenn man es dauerhaft nehmen würde.

Ich bin ein großer Fan von Homöopathie. Von einer erfolgreichen Behandlung von ADHS hab ich allerdings noch nie etwas gehört.

Ich würde an deiner Stelle noch einmal professionell abklären lassen, ob es sich den Aufmerksamkeitsproblemen deines Sohnes tatsächlich um ADHS handelt, da diese, wie gesagt, häufig sehr leichtfertig diagnostiziert wird. Bei einer Fehldiagnose kann natürlich das Medikament auch nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Aufmerksamkeitsprobleme, können, wie von den anderen bereits erwähnt, viele Gründe haben und müssen nicht immer richtige ADHS bedeutet.

Nach einer richtigen Diagnose spricht nichts gegen eine kurzzeitige medikamentöse Behandlung begleitet von einer Psychotherapie.
Man muss nicht immer den schwierigsten Weg gehen. Manchmal ist der leichte auch der bessere.

Viel Glück für die Zukunft für dich und dein Kind!
lg infi

Tach,

wenn ich das Blatt im www zitiere wird mir mal vorgeworfen,
kommunistische oder sozialistische Propaganda zu machen. Dass
es jemand rechts einordnet, ist mir hier nocht nicht passiert.
Wäre mir aber auch egal.

rechts und links verwischen zunehmend, und liegen sowieso nah beieinander.

Polemisierung ist eins, hilft keinem weiter, es zählen die
Fakten, und die sollten im Brennpunkt stehen.

Dann führ doch bitte eine seriöse Quelle an, oder am besten erstmal seriöse Ratschläge.

Widerlege die Fakten (aber dann bitte nicht mit Spiegel und
Co.), dann denke ich gern aufs Neue über jedes Thema nach.

Ich muss nichts belegen. Belegen muss, wer behauptet. Hier im Falle der Homöpathie die Homöpathen. Und das können sie nicht. Null komma null können sie das.

Welchen Nutzen sollten solche Nischenmaganzine von der
Verbreitung ihrer Ansichten zum Thema Ritalin haben??? Welchen
Nutzen haben etablierte Magazine, die voll sind von Werbung,
u.a. Pharma, vom Nutzen der Pillen zu erzählen???

Klar, alles Verschwörungstheorien, gesponsort von der bösen Pharmaindustrie und nur ein paar elitäre Freigeister aus der pseudo-esoterischen Ecke sehen die Wahrheit. Sorry, aber gerade mit Pharmaindustrie und Medien hast Du Dir mit mir den Falschen ausgesucht, Zufällig - wirklich zufällig - weiß ich ziemlich genau, wer da in welchem Umfang und auf welche Weise geschmiert wird. Zumindest die Blickwinkel der Medizin und der Medien kenne ich entweder selbst oder aus erster Hand ziemlich genau.

Und so leid es mir tut - was Du hier konstruierst, ist einfach nur ausgedacht und nicht Realität.

Schlaf weiterhin gut,

Die Träumerin sitzt jedenfalls auf Deiner Seite des Netzes.

.mvh

Hallo Sine,

jetzt hast Du so viel geschrieben, aber erst am Ende outest Du Dich:

Auch die Afa-Alge soll bei Hyperaktivität (ist doch dasselbe
wie ADS???) hilfreich sein.

Vielleicht solltest Du Dich nächstes Mal besser informieren, bevor Du loslegst mit Werbung für sinnlose Nahrungsergänzungsmittelchen ?

Hyperaktivität ist ein (nicht immer vorhandenes) Symptom bei ADHS. Man kann hyperaktiv werden aufgrund einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (-> das ist KEIN ADHS), aufgrund einer Schilddrüsenfehlfunktion (-> KEIN ADHS), aufgrund zu viel TV-Konsum (-> KEIN ADHS), und sicher gibt es noch eine Menge anderer möglicher Ursachen für Hyperaktivität.

Man kann auch ADS haben und überhaupt gar nicht hyperaktiv, sondern zu verträumt sein.

Deine Antwort widerspricht so ziemlich allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema ADHS. Aber das haben ja andere auch schon erwähnt.

Gruß,
Inselchen

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Pillengefahr
Liebe Sine,

ich gehe davon aus, dass Du nicht medikamentös verhütest ? Denn der Beipackzettel von Pille und Co. verursacht bei mir sofortiges Kribbeln in den Beinen und Angst vor Thrombose und ähnlich netten Sachen.

In der Aspirin-Packung liegt ebenfalls ein langer Beipackzettel. Allergiepräparate haben nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Mein Patenkind könnte mit seinen Insulinvorräten Morde begehen.

Was der Zahnarzt mir zur lokalen Anästhesie spritzt, will ich lieber nicht so genau wissen.

Sprich: Beipackzettel haben auch rechtliche Hintergründe. Medikamente haben Nebenwirkungen. Kinder mit behandlungsbedürftigem ADHS haben aber ohne Medikamente auch Nebenwirkungen - bis hin zum Selbstmord.

Niemand verharmlost Medikamente, aber das Verweigern solcher ist in manchen Fällen sogar unterlassene Hilfeleistungen.

Gruß,
Inselchen

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Hi, kleines Eiland!
einfach nur danke.
Ich bin bei diesem Thema immer sehr hilflos in der
Argumentation, weil ich nicht mal weiß, wo man
anzufangen hat.

Gruß
Elke

Hallo Sine,

Hier http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_91c/T16.HTM
finden sich imho viele brauchbare Informationen.

Tut mir leid, aber ich habe mal hineingeschaut und kann das nicht wirklich als seriös einstufen, es ist doch recht polemisierend.

Dann schon eher den Spiegel, obwohl dessen Infos natürlich auch hinterfragt werden müssen.

Mit seriös meinte ich eher klinische Studien und ähnliches…

Gruß

Kubi

Hallo Forum!

Ich habe nicht alles gelesen, bin es aber unendlich Leid, zum 189765.Mal mit der Parole „böse, böse Medikamente gegen ADS“ konfrontiert zu werden.

Unser Sohn bekam es über 10 Jahre, ist kerngesund, hochgewachsen und mittlerweile ohne Medikamente.

Nein, es macht nicht süchtig, das können die Eltern der „Süchtigen“ bestätigen, hinter denen sie herlaufen müssen, um ihnen die „Droge“ zu verabreichen.

Nein, Ritalin macht auch nicht zum Zombi, und es stellt ADS-ler auch nicht ruhig.

Nein, es ist keine Substanz, die in der Drogenszene eine Relevanz hätte, denn um den von Koks oder Heroin gewohnten Kick zu bekommen, müsste der Junkie ad hoc mindestens 30 Stück zu sich nehmen.

Und abschließend nochmal NEIN, Homöopathie bringt nichts auf Dauer. Es gibt auch keinerlei seriöse Studien zur Wirksamkeit von Homöopathie, Kinesiologie, Atlas-Therapie, Bachblüten, Algen (die stehen sogar im Verdacht Leberschäden zu verursachen)in Bezug auf ADS.

Und zu weiteren Fragen, bitte schaut doch in die FAQ 1236!

Oder auf:http://www.adhs.ch/forum/

Würde man einem kurzsichtigen Kind mit minus 8 Dioptrien auch die Brille verweigern, weil die Umwelt es von außen betrachtet nicht für nötig hält?

Angelika, selbstbetroffene ADS-lerin und seit guten 14 Jahren im Thema

Ingo Heinemann - Scientology vs. Ritalin
Hier kann man sehr interessante Details nachlesen, weshalb die SC u.a. gegen Ritalin wettert:

http://www.ingo-heinemann.de/Ritalin.htm

Hallo Isolde!

Vielleicht solltest Du mal den Versuch machen Dich mit Eltern auszutauschen, die Dir schon einige Jahre an Erfahrung in Sachen ADS voraus haben.

Mir tut es einfach nur weh zu lesen, wie lange Dein Kind und Du schon leiden. 3 Jahre, das ist eine halbe Ewigkeit für ein Kind.

Wie wird es sich fühlen?
Es bekommt zuhause Lack, ist in der Schule der Blödmann, der sich nie konzentrieren kann, der Loser, der, auf dem alle anderen herumtreten.

Egal wie sehr er sich anstrengt, er wird nie alles so „locker“ können wie die anderen. Er bekommt die Hälfte der Aufgaben nicht mit, verbummelt das Material, antwortet auf Fragen, die nicht gestellt wurden, wird aggressiv, rastet aus, weint vielleicht vor der Klasse.

Schlimm ist daran, dass das Kind noch nicht einmal die Chance bekommt daran etwas zu ändern.

Da werden über Jahre hinweg Ergotherapien von der Krankenkasse bezahlt,die nichts bringen. Psychologen und Ärzte werden aufgesucht, nun steht eine 6-monatige stationäre Behandlung an.

Warum?
Weil Ihr aus dem Teufelskreis herauskommen müsst!!!

Es gibt unbehandelte ADS-Kinder, die ihres (ledivollen) Lebens so überdrüssig sind, dass sie nicht mehr leben wollen.

Lass es bitte nicht so weit kommen, sondern denk Dich in Dein Kind hinein.

Wozu suchst Du Ärzte auf, wenn Dir ihre Therapievorschläge nicht gefallen?
Meinst Du nicht, dass Ärzte das Beste für ihre Patienten wollen?
Dass sie, wenn es tatsächlich wirksame Alternativen geben würde, sie Dir diese aus Bosheit verweigern?

Ich hoffe sehr für Euch, dass sich eine adäquate Behandlung finden lässt, die auch Gnade in Deinen Augen findet.

Aber bitte (!!) warte nicht zu lange.

Dein Kind geht vor die Hunde, und Du wirst ihm später eine Antwort auf die Frage geben müssen „warum hast Du es mich nicht wenigstens 1 Woche mit Medikamenten versuchen lassen?“

Angelika

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