Ägyptische Mordopfer

hallo, Barbara,
…und der ganz menschlich litt und starb, der

nicht bereit war Feuer vom Himmel herabzurufen, weil jemand
seinen Jüngern auf den Schlips getreten war?

hier könnte man sagen: ganz klar, weil er es nicht konnte. Ein Mensch kann nun mal keine solchen Wunder vollbringen. Dass er von diesem Hokuspokus nicht ganz frei war, erkennt man an den „Zaubereien“ (unbewiesen), wie: Wasser zu Wein, Speisung der x(?)-tausend…
alles kleine Märchen, die man jedem Menschen andichten könnte (und das wurde auch schon so manchem Menschen angedichtet). Auch die Wiederauferstehung ist nichts weltbewegendes. Es gibt mehrere Fälle von „Wiederauferstehung“. Gerade bei der Kreuzigung (eine extrem sadistische Hinrichtungsmethode) gibt es Fälle, bei denen vermeintlich Tote nach mehreren Stunden wieder zu sich gekommen sind.
Diese ganze christliche Religion (wie andere auch) beruhen auf Erzählungen von Gläubigen.
Trotzdem ist diese Religion (wie auch andere große Religionen) für die meistens Mneschen sehr von Vorteil. Sie gibt ihnen Halt und Lebenshilfe. Ohne Religion gäbe es wesentlich mehr Mord und Todschlag. Oder überhaupt Verbrechen.
Grüße
Raimund

hallo, Barbara, leider nur zu wahr.
Wenn Du Dich mit nachbarn unterhältst, dann merkst Du, dass der mitmensch, der einen anderen Glauben hat, als schlecht angeshen wir. Dem man am besten mit Gewalt den rechten glauben bringt.
Denk nur an den Krieg im Kosowo: sind ja nur Moslem (sollte also heißen: keine Europäer, also entweder Araber oder Schwarze.)Du stößt auf Unverständnis, wenn Du denen sagst, dass das die gleichen Menschen sind, wie jeder andere Europäer, weiß. Und es außerdem gleichgültig ist, ob das Europäer oder dunkelhäutige oder grünhäutige oder sonst was sind.
Wenn ich schon gesagt bekomme: die Juden wurden deshalb in alle Welt zerstreut, weil sie Jesus umgebracht haben. Das wurde mir allen Ernstes von einer Erwachsenen Europäerin erzählt! Also mit anderen Worten (das wäre dann die Logik daraus): recht so, was Hitler mit diesen bösen Gottesmördern gemacht hat, weiter so!
Da fragt man sich, in welchem Jahrhundert wir leben!
Grüße
Raimund

.
und … derrr…

bin deiner Meinung…farbspielchen sind schönmalerei…„rabenschwarz“…das hilft keiner/m…

das problem beim namen nennen,

ist nicht nur ein *Jahrhundertproblem*

es gibts ..es is da…

Kerbi
(un sei ma nich böse…wenn ich imma dich als "an-denk-um-stoß"nimm)

.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Raimund,

Denk nur an den Krieg im Kosowo: sind ja nur Moslem (sollte
also heißen: keine Europäer, also entweder Araber oder
Schwarze.)Du stößt auf Unverständnis, wenn Du denen sagst,
dass das die gleichen Menschen sind, wie jeder andere
Europäer, weiß. Und es außerdem gleichgültig ist, ob das
Europäer oder dunkelhäutige oder grünhäutige oder sonst was
sind.

Die deutschen Evangelikalen haben mal in ihrer Zeitschrift IDEA darauf gedrängt, dass nur Christen (sprich natürlich: Evangelikalen) Asyl als Flüchtlinge geboten werden soll. Also: „Wir heilig, du nix heilig, du gehen zurück zu Folterregime, dalli dalli!“

Wenn ich schon gesagt bekomme: die Juden wurden deshalb in
alle Welt zerstreut, weil sie Jesus umgebracht haben. Das
wurde mir allen Ernstes von einer Erwachsenen Europäerin
erzählt!

Die war noch vergleichsweise fortschrittlich. Meine erzkatholische Tante hat mir erzählt, dass die Juden auch heute noch heimlich kleine Kinder schlachten …

Also mit anderen Worten (das wäre dann die Logik

daraus): recht so, was Hitler mit diesen bösen Gottesmördern
gemacht hat, weiter so!

Jetzt halt dich aber fest: Der geistliche Führer der ultra-orthodoxen Shas-Partei in Israel hat allen Ernstes erklärt, die Opfer der Shoa seien „böse Menschen“ gewesen, „zu 95% reformierte Juden“ (das sind die Buhmänner der Ultraorthodoxen) und Hitler sei nur ein Werkzeug der gerechten Strafe Gottes für diese Sünder gewesen. Dieser Rabbiner hat auch gesagt, die Palästinenser seien keine Menschen, sondern „Schlangen, deren Erschaffung Gott täglich zutiefst bedauere“. Und diese Info stammt bitte nicht von einer Nazi-Website, sondern aus der Zeitung der Wiener reformierten Gemeinde Or Chadasch.

Da fragt man sich, in welchem Jahrhundert wir leben!

Ich fü+rchte, das Jahrhundert ist wurscht. Wir sind noch genauso blöd und stur wie zu der Zeit, als wir das erste Mal von den Bäumen gehopst sind.
gruß,
bb

Grüße
Raimund

AuchmalmeinenSenfdazugeb

*dafürforumdochdais*

Ich sags auch ganz ehrlich, mir sind gewisse Stellen im AT
höchst unsymphatisch. Sie sind m.E. nur aus der Zeit heraus
verständlich und stellen tatsächlich so etwas wie
Rechtfertigungsversuche dar.

Mir sind auch gewisse Stellen im Neuen Testament unsympathisch …

Aus die Gefahr hin, jetzt als Ketzer gesteinigt zu werden: Die
Bibel ist für mich nicht der Weisheit letzter Schluss! Ich
bezweifle sogar in weiten Teilen ihre „göttliche Inspiration“
Sie ist nämlich in sich inkonsistent!

also erstens ist die Bibel kein in sich geschlossenes Buch, sondern eine Literatursammlung, die sich über Jahrhunderte erstreckt. Zum Buch wurde sie erst viel später in einem längeren Entwicklungsprozess sowohl von den Juden wie von den Christen gestaltet. Es ist also zu erwarten, dass sie verschiedene Ansichten enthält, zumal sich ja auch die Theologie - und zwar sowohl die jüdische wie die christliche - immer wieder gewandelt hat.
Zweitens ist das Leben zu kompliziert, als dass man es in einen Satz fassen könnte, daher sind viele Stellen als Facetten anzusehen, wo eben der eine dies, der andere das als wichtig sieht.
Einzelne Verse aus der Bibel rauszureißen ist so als wolltest du einen Satz eines mittelalterlichen Abtes, einen aus der Edda und einen von Bertolt Brecht zusammenstellen und damit „die Wahrheit“ beweisen.

Nächster Punkt: Natürlich haben Humanismus und Christentum
einiges miteinander zu tun. Christentum (echtes) ist
Humanismus mit einem Theologischen Überbau!

Hmmm … das glaube ich nun wieder nicht, denn Harald hat Recht, dass Humanismus den Menschen in den Mittelpunkt des Universums stellt. Aber dass wir die Philosophie des HUmanismus ablehnen, darf nicht heißen, dass wir seine Moral (also Respekt vor dem Mitmenschen) ablehnen.

Noch einer: Die Definition „Gott“ als „höchstes Wesen“
schliest aus, das wir in der Lage sein werden, Seine
(eventuellen) Handlungen vollständig zu erfassen. Denn sonst
wäre er nicht Gott.

Ganz meine Meinung, und auch insoferne stimme ich Harald zu, dass Gott natürlich kein Groißvater ist, der stets für unsere Bequemlichkeit zu sorgen hätte. Gott hat, wie der Mond, von uns aus gesehen auch eine dunkle Seite. Aber das darf wieder nicht dazu führen, dass wir uns, wenn wir selber unmenschlich sind,m auf Gott ausreden, der unser Böses gewollt habe.

Wer sich vornimmt, stets nach "Gottes

Wille" zu handeln, nimmt für dich in Anspruch, diesen
Tatsächlich zu kennen. (Ich beneide solche Leute) Aber sie
glauben eben nur, Gottes Wille zu kennen.

Schon ersichtlich daraus, wie gegensätzlich Gottes Wille auch von angehörigen derselben Glaubensgemeinschaft oft interpretiert wird.

gruß,
bb

Hallo Iris,

Als die Israeliten durch das Meer gezogen waren und die
Ägypter in den Wassermassen ertrunken waren, wollten die Engel
anfangen zu jubeln wegen der Rettung des Volkes Israel. Gott
untersagte ihnen diesen Jubel aus Trauer um die Ägypter, denn
„auch sie (die Ägypter) sind das Werk meiner Hände - und ihr
wollt Jubelgesänge anstimmen?".

Das ist sehr schön und stimmt nachdenklich.

Hier wird indirekt unterstellt, daß vorher Menschenopfer
legitim gewesen seien. Wenn Sie bereit sind, Ihre
Fehlwahrnehmung und Ihre Vorurteile abzubauen, empfehle ich
Ihnen den Artike

warum knallen bei dir jedesmal die Sicherungen durch, wenn jemand was fragt? Dies ist ein Diskussionsbrett, und da dürfen Fragen gestellt werden. Außerdem war das eine ganz unpolemische Frage, da haben sich andere Leute hier schon ganz Anderes gefallen lassen müssen. Nicht jede Frage ist ein Angriff, und es wurde nichts unterstellt. also, cool bleiben!
gruß,
bb

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hallo, Barbara

Die war noch vergleichsweise fortschrittlich. Meine
erzkatholische Tante hat mir erzählt, dass die Juden auch
heute noch heimlich kleine Kinder schlachten …

die hat zuviel vom Stürmer gelesen. Das soll selbst Göbbels zu viel gewesen sein. Er hatte daraufhin diese Ausgabe beschlagnahmen lassen.

Jetzt halt dich aber fest: Der geistliche Führer der
ultra-orthodoxen Shas-Partei in Israel hat allen Ernstes
erklärt, die Opfer der Shoa seien „böse Menschen“ gewesen, „zu
95% reformierte Juden“ (das sind die Buhmänner der
Ultraorthodoxen) und Hitler sei nur ein Werkzeug der gerechten
Strafe Gottes für diese Sünder gewesen.**

So etwas ähnliches soll man Ben Gurion gesagt haben. Auch über die Überlebenden der KZ´s soll recht abfällig geredet worden sein. Frag´ mich bitte nicht, wo ich das gelesen habe. Das ist schon wieder 3-4 Jahre zurück. Kann natürlich auch eine billige Hetze sein. Doch wenn ich das lese, was Du da schreibst, rückt es in den Bereich des Möglichen.

Dieser Rabbiner hat
auch gesagt, die Palästinenser seien keine Menschen, sondern
„Schlangen, deren Erschaffung Gott täglich zutiefst bedauere“.
Und diese Info stammt bitte nicht von einer Nazi-Website,
sondern aus der Zeitung der Wiener reformierten Gemeinde Or
Chadasch.

Da fragt man sich, in welchem Jahrhundert wir leben!

Ich fürchte, das Jahrhundert ist wurscht. Wir sind noch
genauso blöd und stur wie zu der Zeit, als wir das erste Mal
von den Bäumen gehopst sind.

da gebe ich Dir zu 100% Recht! Da spielen wir mit Atomkraft und bereiten unsauf das Verlassen der Erde vor. Und was ist mit uns geistig los? Denkweisen wie im Busch!
Grüße
Raimund
**Ps.: das würde ja bedeuten: Hitler war ja gar nicht für die Taten verantwortlich. er war auch ein lieber Mensch, denn er hat ja Gottes auftrag erfüllt. Also sozusagen ein Gesandter Gottes. Wie heißen diese Gesandten Gottes? Engel! Wow!
Bitte diesen Satz nicht ernst nehmen!

Oh Gott!!!

Kann denn niemand mal bb erklären was der Unterschied zwischen Humanismus und human ist. Ist ja nervtötend, wie ihr aneinander vorbeidiskutiert.

mfg Sylvia

Humanität

Oh Gott!!!

Hi Sylvia

ich sehe nicht, wieso es ausgerechnet bb erklärt werden müsste… klar, daß von einigen (ich glaube von dreien) „Humanismus“ geschrieben wurde, wo stark vermutlich „Humanität“ gemeint war (bzw. „humanistisch“, wo „human“ oder „humanitär“ gemeint war)… aber daß deshalb da wer an wem vorbeiredet, kann ich nicht erkennen…

Zum Humnanismus siehe mein Posting:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

liebe Grüße
Metapher

hallo, Sylvia,
ich bin mir sicher, dass ich Barbara den Unterschied zwischen dem Humanismus und Menschlichkeit nicht beibringen muss.
Ausserdem ist Dein posting doch etwas, verzeih mir den Ausdruck, überheblich. Zumindest in der Form, wie Du es bringst. Es liest sich so, wie: „mei, is die bläd!“. Und das kann man nun mal BB nicht vorwerfen.
Dass sie anderer Meinung ist als Du, ist nicht gleichbedeutend mit Dummheit.
So, gehen wir wieder von den Vorwürfen zum Tagesgeschäft über!
Grüße
Raimund

Humanismus–Christentum
hi barbara

Nächster Punkt: Natürlich haben Humanismus und Christentum
einiges miteinander zu tun. Christentum (echtes) ist
Humanismus mit einem Theologischen Überbau!

Hmmm … das glaube ich nun wieder nicht, denn Harald hat
Recht, dass Humanismus den Menschen in den Mittelpunkt des
Universums stellt. Aber dass wir die Philosophie des
HUmanismus ablehnen, darf nicht heißen, dass wir seine Moral
(also Respekt vor dem Mitmenschen) ablehnen.

na ja, hab ich mal wieder blöd formuliert. (bin halt mit dem Hammer besser *g*)

Humanismus stellt ja den Menschen in den Mittelpunkt. Wenn ich also nach Humanistischen Gründen handle, dann begene ich meinem Mitmenschen mit respekt und versuche zu helfen, wo ich kann. Der ideologische „Überbau“ stellt nun die Einsicht dar, das dies für die Gesamtheit der Menschen gut ist, Sprich ein mehr oder minder reibungsloses Zusammenleben ermöglicht, ohne das sich die Menschen gegenseitig an die Gurgel gehen. Der Ansatz ist also Utiliaristisch und beruht auf Einsicht.
(Zumindest versteh ich Philosophiedilletant das so)

Im Christentum habe ich dem Mitmenschen (von irgendwelchen Konfessionen steht da übrigens nix) aufgrund Göttlicher Gebote (nicht Befehle) gefälligst anständig zu behandeln und ihm zu helfen… Sozusagen wird mit dem Konzept Lohn und Strafe operiert.

Ein echter Christ sollte also ähnlich wie ein echter Humanist handeln… Auch wenn die Motive verschieden sind.

das Ergebniss ist dasselbe, nur der Überbau ist ein anderer.
(Gilt übrigens auch für andere Religionen)

An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen…

Gruss
Mike

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Hi Michael,

Im Christentum habe ich dem Mitmenschen (von irgendwelchen
Konfessionen steht da übrigens nix) aufgrund Göttlicher Gebote
(nicht Befehle) gefälligst anständig zu behandeln und ihm zu
helfen… Sozusagen wird mit dem Konzept Lohn und Strafe
operiert.

So sehe ich das nicht. Das Christentum geht von der Ansicht aus, dass der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen sei, daher gewissermaßen Eigentum Gottes, das nicht willkürlich beschädigt oder vernichtet werden darf. Es muss respektiert werden, und zwar aufgrund seines So-Seins, weil er eben etwas Wertvolles ist, nicht weil sonst Strafe erfolgen würde. Allerdings hat der Mensch, hinterlistig wie er ist, immer ein Hintertürchen gefunden, indem er erklärte, dass seine jeweiligen Feinde ja gar keine Menschen im eigentlichen Sinne seien, er sie also beruhigt zerstören dürfe. Ganz Schlaue kommen damit, Gott habe ja nur das „Morden“ verboten, nicht das „Töten“, und bei einem Gegner handle es sich eben um „Töten“, damit sei die Sache okay!
Natürlich spielt auch im Christentum der praktische Gedanke mit, dass das Zusammenleben massiv gestört wird, wenn jeder dem anderen aggressiv begegnet, daher „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut auch ihr ihnen“. Ich sehe Lohn und Strafe eher darin, dass mein Verhalten auch das Verhalten anderer beeinflusst und umgekehrt, daher wird z.B. das Verzeihen vernetzt gesehen („vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“). Nächstenliebe nur aus Angst, vom großen Schulmeister eins mit dem Lineal auf die Finger zu kriegen ist in meinen Augen keine echte Nächstenliebe.

P.S. Wie war das mit den Konfessionen gemeint? Verstand ich nicht ganz.
gruß,
bb

Hallo bb.

warum knallen bei dir jedesmal die Sicherungen durch, wenn
jemand was fragt?

  1. Sicherung: Iris hat doch nur einen Hinweis gegeben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

[…] Außerdem war das eine ganz
unpolemische Frage, da haben sich andere Leute hier schon ganz
Anderes gefallen lassen müssen.

  1. Sicherung: Warum wird Iris immer auf die allgemeine Stufe gehoben? Ich denke es ist gut, wenn hier im Forum seine persönlichen Befindlichkeiten äussert und Hinweise (mehr ist es diesmal ja nicht) gibt, wodurch Vorurteile abgebaut werden können.

Das es sich hierbei um eine Vorurteil handelt, sollte eigentlich sofort klar werden durch den Zusammenhang in dem Iris die Aussage gestellt hat.

Es ist einfach viel jüdisches Blut geflossen, durch die Behauptung und Unterstellungen, dass Juden Menschenopfer erbringen. Nach christlichem Glauben war ja auch Jesus ein solches Menschenopfer, da er auf die Stufe des Lammes an Pessach gestellt wurde, welches zur Zeit des Tempels in die Wüste geschickt wurde. Kommt bekannt vor? Ja, dieses wird heutzutage immernoch in vielen christlichen Kreisen „gelehrt“.

[…] Nicht jede Frage ist ein
Angriff, und es wurde nichts unterstellt. also, cool bleiben!

  1. Sicherung: Antijudaismus ist immer ein Angriff. Da dieser aber heutzutage nur selten offen auftritt, halte ich es für positiv, wenn bei Aussagen, welche hier im Zusammenhang stehen, darauf aufmerksam gemacht wird. Dadurch wird ja auch noch nichts unterstellt noch etwas abgewehrt, sondern der Bildung beigetragen.

Schalom,
Eli

Hallo Eli,

[…] Außerdem war das eine ganz
unpolemische Frage, da haben sich andere Leute hier schon ganz
Anderes gefallen lassen müssen.

  1. Sicherung: Warum wird Iris immer auf die allgemeine Stufe
    gehoben?

Wieso nicht? Hier sind alle gleich.

Ich denke es ist gut, wenn hier im Forum seine

persönlichen Befindlichkeiten äussert und Hinweise (mehr ist
es diesmal ja nicht) gibt, wodurch Vorurteile abgebaut werden
können.

Naja, die Hinweise erfolgten in einem Ton, der nicht ganz passend war, und wie gesagt: Hier sind alle gleich.

Es ist einfach viel jüdisches Blut geflossen, durch die
Behauptung und Unterstellungen, dass Juden Menschenopfer
erbringen.

Das weiß ich und es ist eines der schrecklichsten Vorurteile, die es gibt. Aber in diesem Zusammenhang (mit den Soldaten des Pharao) war ja nicht von kultischen Menschenopfern die Rede, sondern von der Vorstellung Gottes als blutrünstiger Kriegsherr, der Menschen ersäuft wie die Ameisen. Es ging also um etwas ganz Anderes.

Nach christlichem Glauben war ja auch Jesus ein

solches Menschenopfer, da er auf die Stufe des Lammes an
Pessach gestellt wurde, welches zur Zeit des Tempels in die
Wüste geschickt wurde.

??? Bitte demütig um Entschuldigung, aber meines Wissens war das Lamm zu Pessach nicht dasselbe wie der Sündenbock, und es wurde nicht in die Wüste geschickt sondern geschlachtet und in einem zeremoniellen Mahl (mit bitteren Kräutern) gegessen. Da ich annehme, dass du das weißt, erhebt sich die Frage: Wolltest du testen wieviel keine Ahnung ich vom AT habe?
Dass Jesus „Ein solches Menschenopfer“ war ist kein christliches Gedankengut, kein Mensch hat je behauptet die Juden hätten Jesus als Menschenopfer dargebracht. Wenn den Juden unterstellt wurde Menschenopfer zu bringen dann handelte es sich stets um Kinder, die angeblich geschlachtet wurden („Anderl von Rinn“). Dabei handelt es sich um ein geradezu archetypisches Vorurteil, das erst den Juden, dann den Christen und in neuester Zeit den Satanisten angehängt wurde.

Kommt bekannt vor? Ja, dieses wird

heutzutage immernoch in vielen christlichen Kreisen „gelehrt“.

Also so wie du es geschrieben hast ganz sicher nicht, und ich kenne sicher mehr Christen als du.

  1. Sicherung: Antijudaismus ist immer ein Angriff.

Kommt darauf an, wie man Antijudaismus definiert. Wenn jede Anfrage, jede Kritik an der jüdischen Religion sofort als Antijudaismus gebrandmarkt wird, könnten sich mit dem selben Recht alle hier beschweren, Opfer von Antiirgendwas zu sein. Ihr seid auch nicht die Einzigen, die für ihre Religion verfolgt wurden und gelitten haben. Christen sind genauso für ihren Glauben gefoltert worden und gestorben, ZJ und Mormonen haben Furchtbares durchgemacht usw. Antijudaismus als Vorwand zu nehmen um anderen (die sich gar nicht polemisch geäußert haben) den Mund zu verbieten und zu verlangen, dass nur Auserwählte sich äußern dürfen - das ist in einem öffentlichen Brett nicht drinnen.Wer hier postet, streckt die Nase vor und riskiert hineingebissen zu werden, wir alle.

Da dieser

aber heutzutage nur selten offen auftritt,

Du warst wohl noch nie in Österreich *bitterlächel*

gruß,
bb

kleine Bemerkung…
Hallo Namensvetterin:smile:,

Wieso nicht? Hier sind alle gleich.

Wir sind nicht gleich, das wäre ja langweilig.

Nach christlichem Glauben war ja auch Jesus ein

solches Menschenopfer, da er auf die Stufe des Lammes an
Pessach gestellt wurde, welches zur Zeit des Tempels in die
Wüste geschickt wurde.

??? Bitte demütig um Entschuldigung, aber meines Wissens war
das Lamm zu Pessach nicht dasselbe wie der Sündenbock, und es
wurde nicht in die Wüste geschickt sondern geschlachtet und in
einem zeremoniellen Mahl (mit bitteren Kräutern) gegessen.

neinnein, Barbara, Eli hat Recht, bin grad nicht an meinen relevanten Büchern zum Thema, ich meld mich da bis morgen nochmal udn erzähls dir genauer. Aber genauso, wie Eli es sagt, wird das -zumnindest evangelisch theologisch -interpretiert.

Kennst du nicht das Lied Christus, du Lamm Gottes?

Kommt bekannt vor? Ja, dieses wird

heutzutage immernoch in vielen christlichen Kreisen „gelehrt“.

Welche Kreise sind das denn?

Also so wie du es geschrieben hast ganz sicher nicht, und ich
kenne sicher mehr Christen als du.

Ich bin sogar selbst eine.:smile:

Ihr seid auch nicht die Einzigen, die für ihre Religion
verfolgt wurden und gelitten haben. Christen sind genauso für
ihren Glauben gefoltert worden und gestorben, ZJ und Mormonen
haben Furchtbares durchgemacht usw. Antijudaismus als Vorwand
zu nehmen um anderen (die sich gar nicht polemisch geäußert
haben) den Mund zu verbieten und zu verlangen, dass nur
Auserwählte sich äußern dürfen - das ist in einem öffentlichen
Brett nicht drinnen.Wer hier postet, streckt die Nase vor und
riskiert hineingebissen zu werden, wir alle.

Uiuiui. Also, mal von der Shoa abgesehen…die Judenverfolgungen im Mittelalter waren so ziemlich das üblste, widerwärtigste was sich Christen erlaubt haben und was sie getan haben im Namen des Juden Jesus Christus. Dass auch nur annähernd mit irgendwas vergleichen zu wollen, was Christen widerfahren ist…puh. Die heuchlerischen Argumente, die ritualmordbeschuldigungen, die Ausrottung ganzer Familen, fast der ganzen Aschkenas in Westeuropa…Nee, bitte Barbara, nimm das zurück.

beste Grüße,

barbara

Hallo!

Nach christlichem Glauben war ja auch Jesus ein

solches Menschenopfer, da er auf die Stufe des Lammes an
Pessach gestellt wurde, welches zur Zeit des Tempels in die
Wüste geschickt wurde.

??? Bitte demütig um Entschuldigung, aber meines Wissens war
das Lamm zu Pessach nicht dasselbe wie der Sündenbock, und es
wurde nicht in die Wüste geschickt sondern geschlachtet und in
einem zeremoniellen Mahl (mit bitteren Kräutern) gegessen.

neinnein, Barbara, Eli hat Recht, bin grad nicht an meinen
relevanten Büchern zum Thema, ich meld mich da bis morgen
nochmal udn erzähls dir genauer. Aber genauso, wie Eli es
sagt, wird das -zumnindest evangelisch theologisch
-interpretiert.

Kennst du nicht das Lied Christus, du Lamm Gottes?

Kenn ich, kenn auch die ganze Kreuzestheologie, aber hier war die Rede von „Menschenopfern, die von den Juden gebracht wurden“ und das stimmt einfach nicht.

Kommt bekannt vor? Ja, dieses wird

heutzutage immernoch in vielen christlichen Kreisen „gelehrt“.

Welche Kreise sind das denn?

Das frage ich auch.

Also so wie du es geschrieben hast ganz sicher nicht, und ich
kenne sicher mehr Christen als du.

Ich bin sogar selbst eine.:smile:

Na guck mal, ich auch! sogar beamtete Hoimepage-Erstellerin der hiesigen evangelischen Kirche A.B-.

Ihr seid auch nicht die Einzigen, die für ihre Religion
verfolgt wurden und gelitten haben.

Uiuiui. Also, mal von der Shoa abgesehen…die
Judenverfolgungen im Mittelalter waren so ziemlich das üblste,
widerwärtigste was sich Christen erlaubt haben und was sie
getan haben im Namen des Juden Jesus Christus. Dass auch nur
annähernd mit irgendwas vergleichen zu wollen, was Christen
widerfahren ist

Nee, bitte Barbara,

nimm das zurück.

Nein, nehm ich nicht zurück. Man kann zwar nicht Leid gegen Leid aufrechnen, aber zahllose Christen sind für ihren Glaubeng estorben von den römischen Märtyrern angefangen bis zu den Häftlingen in Hitlers KZ und Stalins Lagern, es sind genauso ganze Familien von Haus und Hof vertrieben worden, ganze Landstriche entvölkert (Irland!), Menschen gefoltert und getötet worden. Wie gesagt, es geht hier nicht um ein aufrechnen von wieviel Leid hat wer gelitten, aber andere könnten genausogut davon reden wieviel Blut geflossen ist.
gruß,
bb

Hallo bb.

Wieso nicht? Hier sind alle gleich.

Ich halte aber nichts davon, jemanden (hier Iris) Vorhaltungen zu machen, dass es anderen auch so oder schlimmer ergangen ist, wenn persönliche Empfindungen wiedergegeben werden.

Und wenn dieses jemand tut, sollte unser aller Interesse sein, darauf einzugehen und dieses nicht gleich abzubügeln, da es schon immer/schlimmer so war.

Naja, die Hinweise erfolgten in einem Ton, der nicht ganz
passend war, und wie gesagt: Hier sind alle gleich.

So?

Das weiß ich und es ist eines der schrecklichsten Vorurteile,
die es gibt. Aber in diesem Zusammenhang (mit den Soldaten des
Pharao) war ja nicht von kultischen Menschenopfern die Rede,
sondern von der Vorstellung Gottes als blutrünstiger
Kriegsherr, der Menschen ersäuft wie die Ameisen. Es ging also
um etwas ganz Anderes.

In der Ausgangsfrage. Aber dieses wurde kommentiert damit, dass die Christen sich von Opfern dieser Form gelöst hätten - was anderes als Menschenopfer ist hiermit gemeint? Und welcher Glaube ist damit verbunden?

??? Bitte demütig um Entschuldigung, aber meines Wissens war
das Lamm zu Pessach nicht dasselbe wie der Sündenbock, und es
wurde nicht in die Wüste geschickt sondern geschlachtet und in
einem zeremoniellen Mahl (mit bitteren Kräutern) gegessen.

Richtig, aber wann würde das andere Sühnopfer erbracht?

Dass Jesus „Ein solches Menschenopfer“ war ist kein
christliches Gedankengut, kein Mensch hat je behauptet die
Juden hätten Jesus als Menschenopfer dargebracht.

Also ich habe von Christen und aus der Geschichte anderes gelernt. Dieses unterstellt ja nicht, dass im heutigen Christentum diese Ansichten noch geteilt werden. Aber dieses zu leugnen erscheint mir doch etwas zu einfach.

Kommt darauf an, wie man Antijudaismus definiert. Wenn jede
Anfrage, jede Kritik an der jüdischen Religion sofort als
Antijudaismus gebrandmarkt wird, könnten sich mit dem selben
Recht alle hier beschweren, Opfer von Antiirgendwas zu sein.

Darum ging es nie. Aber genauso wenig bringt es die Diskussion weiter, wenn jeder Einwand von jüdischer Seite so abgehandelt wird. Es trifft die Sache nicht.

Ihr seid auch nicht die Einzigen, die für ihre Religion
verfolgt wurden und gelitten haben. Christen sind genauso für
ihren Glauben gefoltert worden und gestorben, ZJ und Mormonen
haben Furchtbares durchgemacht usw.

Genauso? Sicher sind auch Christen über alle Zeiten verfolgt worden, aber ich denke das es hier einige Unterschiede gibt. Dieses tut aber nichts zur Sache, sondern die heutige Situation zählt hier und da kannst Du wohl nicht ernsthaft behaupten, dass in der BRD/Österreich/Schweiz die Christen genauso verfolgt würden?

Antijudaismus als Vorwand
zu nehmen um anderen (die sich gar nicht polemisch geäußert
haben) den Mund zu verbieten und zu verlangen, dass nur
Auserwählte sich äußern dürfen - das ist in einem öffentlichen
Brett nicht drinnen.

Trifft wiederum nicht und dieses Argument lasse ich nicht zu.

Wer hier postet, streckt die Nase vor und
riskiert hineingebissen zu werden, wir alle.

Hierzu will doch noch einmal etwas zu bedenken geben. Dieses Argument das alle gleich sind, lasse ich auf Diskussionen noch gelten, aber wenn es darum geht, dass jemand angegriffen wird, unterscheide ich hier schon. Ich denke, dass eine Gruppe (wie dieses Forum) darauf achten sollte, wie innerhalb der Gruppe mit Minderheiten umgegangen wird. Daran würde ich die Gruppe messen und deshalb ist es doch etwas anderes, wenn hier gegen Christen polemisiert wird oder gegen eine Minderheit, sein es Juden, Moselms oder auch Satanisten (s.o.).

Schalom,
Eli

Hi bb

in Irland (!) geht es um Christen gegen Christen.

mfg Sylvia

Hallo Barbara

Kenn ich, kenn auch die ganze Kreuzestheologie, aber hier war
die Rede von „Menschenopfern, die von den Juden gebracht
wurden“ und das stimmt einfach nicht.

Hm, also geschrieben habt ihr über die Sündenbockgeschichte und das Pessach-Lamm…

Kommt bekannt vor? Ja, dieses wird

heutzutage immernoch in vielen christlichen Kreisen „gelehrt“.

Welche Kreise sind das denn?

Das frage ich auch.

Meinst du jetzt „meine“ Kreise? Lies meine Vika, hab in HD ev. Theologie studiert. Nicht mehr so liberal wie früher, aber eher noch liberal-evangelisch und -Berger-Vorlesungen- ausgesprochen unorthodoxe Bibelsichten…außerdem Eckstein- evangelikal irgendwo schon, aber genial!! (was für ein Mann, kann ich nur sagen, was für ein Charisma…:smile:)

Nee, bitte Barbara,

nimm das zurück.

Nein, nehm ich nicht zurück. Man kann zwar nicht Leid gegen
Leid aufrechnen, aber zahllose Christen sind für ihren
Glaubeng estorben von den römischen Märtyrern angefangen bis
zu den Häftlingen in Hitlers KZ und Stalins Lagern, es sind
genauso ganze Familien von Haus und Hof vertrieben worden,
ganze Landstriche entvölkert (Irland!), Menschen gefoltert und
getötet worden.

Nee, um aufrechnen nicht, aber um historische Korrektheit. Die Iren wurden von Engländern so behandelt…die Opfer des Stalinismus hier reinzubringen find ich- freundlich formuliert- ausgesprochen merkwürdig…da ging es seltenst um Christen oder nicht Christen (mal davon abgesehen, dass es den Juden in der UdSSR alles andere als gut ging)…überhaupt hat sich in den letzten 2000 Jahren in erster Linie das Christentum durch agrressivsten Antijudaismus hervorgetan und dabei hundertausende Menschen, verfolgt, gefoltert und getötet …

Gruss,

Barbara

Akzeptiert. Bist du sicher, dass bb den Artikel gelesen hat?

mfg Sylvia