„mei, is die bläd!“ hast du gesagt.
mfg Sylvia
„mei, is die bläd!“ hast du gesagt.
mfg Sylvia
HI Sylvia,
in Irland (!) geht es um Christen gegen Christen.
Nichts anderes habe ich gesagt.
bb
Hi Elimelech,
In der Ausgangsfrage. Aber dieses wurde kommentiert damit,
dass die Christen sich von Opfern dieser Form gelöst hätten -
was anderes als Menschenopfer ist hiermit gemeint? Und welcher
Glaube ist damit verbunden?
Hör einmal, wenn Äpfel gesagt wird und du Birnen verstehst, ist das nicht mein Problem.
??? Bitte demütig um Entschuldigung, aber meines Wissens war
das Lamm zu Pessach nicht dasselbe wie der Sündenbock, und es
wurde nicht in die Wüste geschickt sondern geschlachtet und in
einem zeremoniellen Mahl (mit bitteren Kräutern) gegessen.Richtig, aber wann würde das andere Sühnopfer erbracht?
also ich kann deinen komplizierten Gedankengängen echt nicht mehr folgen.
Dass Jesus „Ein solches Menschenopfer“ war ist kein
christliches Gedankengut, kein Mensch hat je behauptet die
Juden hätten Jesus als Menschenopfer dargebracht.Also ich habe von Christen und aus der Geschichte anderes
gelernt. Dieses unterstellt ja nicht, dass im heutigen
Christentum diese Ansichten noch geteilt werden. Aber dieses
zu leugnen erscheint mir doch etwas zu einfach.
Mit der Begründung „das haben mir Christen so gesagt“ einen Unsinn zu untermauern, ist kein Argument. Ich weiß ja nicht, was für Spinner du das Unglück hattest zu kennen, aber ich kenne keinen alten oder neuen Theologen, der behauptet, die Juden häötten Christus als Menschenopfer dargebracht. das ist Stuss.
Genauso? Sicher sind auch Christen über alle Zeiten verfolgt
worden, aber ich denke das es hier einige Unterschiede gibt.
Ah so … wenn Christen verfolgt werden, ist das wohl weniger schlimm?
Dieses tut aber nichts zur Sache, sondern die heutige
Situation zählt hier und da kannst Du wohl nicht ernsthaft
behaupten, dass in der BRD/Österreich/Schweiz die Christen
genauso verfolgt würden?
Moment Moment! Ich wüsste auch nicht, dass in der BDR/Österreich/Schweiz heute Juden verbrannt oder enteignet oder aus dem Land gejagt würden, es war von historischen Tatsachen (Vertreibung der Aschkenasim etc.) die Rede.
Ich denke, dass eine Gruppe (wie
dieses Forum) darauf achten sollte, wie innerhalb der Gruppe
mit Minderheiten umgegangen wird. Daran würde ich die Gruppe
messen und deshalb ist es doch etwas anderes, wenn hier gegen
Christen polemisiert wird oder gegen eine Minderheit, sein es
Juden, Moselms oder auch Satanisten (s.o.).
Ei ja? Auf Christen darf losgehämmert werden? Im Übrigen gibt es durchaus auch christliche Minderheiten, nehmen wir mal die ZJ, die in diesem Forum vertreten sind, oder die Freikirchen. Wie ist es dann mit denen? Und warum, bitte, soll gegen Leute polemisiert werden dürfen, nur weil sie einer großen Kirche angehören? Macht sie das automatisch vogelfrei? Und darf ich dann gegen die Orthodoxen in Israel ungehemmt polemisieren, weil diese die Mehrheit sind (und ganz ungebührliche Exklusivrechte genießen)?
gruß,
bb
Hallo Barbara
Hm, also geschrieben habt ihr über die Sündenbockgeschichte
und das Pessach-Lamm…
Es ist ein Unsinn zu behaupten, nach christlicher Ansicht hätten die Juden Christus als Menschenopfer dargebracht, erstens, weil es in der jüdischen Religion seit Olims Zeiten überhaupt keine Menschenopfer mehr gab und zweitens, weil es die Römer waren, die ihn gekreuzigt haben.
Sündenbock und Pessachlamm sind außerdem zwei verschiedene Dinge. Beide wurden als Bild für den unschuldig Leidenden gebraucht, wie auch das alttestamentarische Bild vom leidenden Gottesknecht. von einem Menschenopfer haben nicht einmal die blödsinnigsten christlichen Antisemiten was gesagt.
Meinst du jetzt „meine“ Kreise?
Verwirrung! Elimelech schrieb, in christlichen Kreisen würde gelehrt, die Juden hätten Christus als Menschenopfer gekreuzigt, dem habe ich widersprochen.
Nee, um aufrechnen nicht, aber um historische Korrektheit.
Du liest historische Korrektheit anscheinend so: was Christen passiert, ist egal, bei Juden ist das anders. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass es auch bei den Christen zahllose Glaubensmärtyrer gab, von wem die zu Märtyrern gemacht wurden, ist in dem Zusammenhang gleichgültig. Ich hab auch nicht gesagt dass sie von den Juden verfolgt wurden. Lest doch wenigstens, was man schreibt, anstatt sofort loszuzetern!
gruß,
bb
Hallo Barbara
Hm, also geschrieben habt ihr über die Sündenbockgeschichte
und das Pessach-Lamm…Es ist ein Unsinn zu behaupten, nach christlicher Ansicht
hätten die Juden Christus als Menschenopfer dargebracht,
erstens, weil es in der jüdischen Religion seit Olims Zeiten
überhaupt keine Menschenopfer mehr gab und zweitens, weil es
die Römer waren, die ihn gekreuzigt haben.
Ohjeee*grins* das habe ich nie geschrieben und hat hier auch niemand so gemeint. Gute Güte. Was liest du denn wo rein?
Meinst du jetzt „meine“ Kreise?
Verwirrung! Elimelech schrieb, in christlichen Kreisen würde
gelehrt, die Juden hätten Christus als Menschenopfer
gekreuzigt, dem habe ich widersprochen.
Ja, du hattest aber mir die Frage gepostet. Hallo??? Jemand da?
)) Verwirrung ohne Ende.
Nee, um aufrechnen nicht, aber um historische Korrektheit.
Du liest historische Korrektheit anscheinend so: was Christen
passiert, ist egal, bei Juden ist das anders.
Nein, lese ich nicht. Nur sind das bei Märtyrern Einzelfälle (bei denen man auch erstmal gucken muss, was wirklich passiert ist- die mittelalterlchen Märtyrerviten sind oft stark stereotypisch verfremdet. Viele der Märtyrer sind ja sozusagen in Erfüllung ihrer missionarischen Pflicht getötet worden und damit wollte man ein Beispiel geben…was da dann historische Wahrheit ist in den Viten, lässt sich nicht immer so eindeutig sagen.
Seit der konstantinischen Wende sind die Christen in Europa nicht mehr als Volk oder Gemeinschaft verfolgt worden. Wenn Christen getötet wurden, dann aus diversen Gründen, selten aber weil sie Christen waren.
Christen haben sich aber sehr wohl sehr aktiv selbst an Verfolgungen beteiligt. Dies sogar ausgelöst und ideologisch untermauert.
Ich habe nur
darauf hingewiesen, dass es auch bei den Christen zahllose
Glaubensmärtyrer gab, von wem die zu Märtyrern gemacht wurden,
ist in dem Zusammenhang gleichgültig.
Nein, es ist absolut nicht gleichgültig. Wenn Juden prinzipiell immer von Christen getötet worden sind, weil sie Juden waren und Christen aus diversen Gründen von diversen Tätern, sagt das einfach gesamtgesellschaftlich was verschiedenes aus. das eine ist eine verfolgte Minderheit. Über Jahrtausende. Die Christen haben sich das Leben hautsächlich selbst schwer gemacht…
Ich hab auch nicht
gesagt dass sie von den Juden verfolgt wurden. Lest doch
wenigstens, was man schreibt, anstatt sofort loszuzetern!
Das habe ich auch nicht gesagt und gezetert schon gar nicht.
Warum immer gleich polemisch werden?
gruss
barbara
Hallo Barbara
Ohjeee*grins* das habe ich nie geschrieben und hat hier auch
niemand so gemeint.
Na, dann ist ja alles klar, war wohl ein Missverständnis.
Nein, lese ich nicht. Nur sind das bei Märtyrern Einzelfälle
(bei denen man auch erstmal gucken muss, was wirklich passiert
ist- die mittelalterlchen Märtyrerviten sind oft stark
stereotypisch verfremdet. Viele der Märtyrer sind ja sozusagen
in Erfüllung ihrer missionarischen Pflicht getötet worden und
damit wollte man ein Beispiel geben…was da dann historische
Wahrheit ist in den Viten, lässt sich nicht immer so eindeutig
sagen.
Oh, natürlich. Christliche Märtyrer sind erstens unbedeutende Einzelfälle und zweitens höchstwahrscheinlich sowieso gar keine. Was ist dann bitte mit den Christen, die von den Nazis oder den Kommunisten ermordet wurden, und zwar genau WEIL sie Christen waren bzw. als solche handelten? Und warum ist das so abfällig zu beurteilen, wenn jemand in Erfüllung seiner Pflicht stirbt?
Ich habe nur
darauf hingewiesen, dass es auch bei den Christen zahllose
Glaubensmärtyrer gab, von wem die zu Märtyrern gemacht wurden,
ist in dem Zusammenhang gleichgültig.Nein, es ist absolut nicht gleichgültig. das eine ist eine verfolgte Minderheit.
Über Jahrtausende. Die Christen haben sich das Leben
hautsächlich selbst schwer gemacht…
Oh, ja. Siehst du, jetzt sind wir genau an dem Punkt angelangt, wo wir sagen: Den Christen (Juden) geschieht doch recht, die Christen (Juden) haben sich das Leben selber schwer gemacht, hätten sich eben anständig benehmen müssen … Das ist die Argumentation der Faschisten, nur ersetzt du Juden durch Christen. Wer gibt dir eigentlich das Recht, aus deinem bequemen Ohrensessel heraus über christliche Märtyrer - die es auch heute noch gibt - so von oben herab zu urteilen: Pah, halb so wild, wahrscheinlich ohnehin nichts dahinter und wenn schon, eh selber schuld …
Übrigens könnte ich, falls ich boshaft wäre, folgende Aussage des geistlichen Oberhauptes der Shas-Partei, Rabbiner Joseph Obadja, zitieren: „Die Juden, die verfolgt und getötet wurden, waren böse Menschen, über die Gott seine gerechte Strafe verhängt hat.“ Aber da ich weiß, was für Fürzchen den christlichen Kirchenfürsten manchmal entfahren, verzichte ich auf das Argument.
ehren wir die Märtyrer des Glaubens auf allen Seiten und sehen wir zu, dass es nicht noch mehr werden, okay?
gruß,
bb
lesen und verstehen und missverstehen…
Hallo Barbara,
Oh, natürlich. Christliche Märtyrer sind erstens unbedeutende
Einzelfälle und zweitens höchstwahrscheinlich sowieso gar
keine.
Bitte richtig lesen. ich hatte es speziell die ganze Zeit vom Mittelalter und von mittelalterlichen Märtyrern.
Was ist dann bitte mit den Christen, die von den Nazis
oder den Kommunisten ermordet wurden, und zwar genau WEIL sie
Christen waren bzw. als solche handelten? Und warum ist das so
abfällig zu beurteilen, wenn jemand in Erfüllung seiner
Pflicht stirbt?
Nö. Im Gegenteil. Bin grosse Bewundererin von Bonhoeffer. Nur:smile:: wo wir schon bei den Nazis sind: Gerade die protestantische Kirche hat sich ja nun nicht gerade mit Ruhm bekleckert in der Nazi-Zeit. Vgl. Scholder: Die Kirchen und das Dritte Reich, um nur ein Beispiel zu nennen. Klar sind die evangelischen Kirchen froh, dass sie Bonhoeffer haben. Und die Barmer Erklärung undund und. Die gefährliche und ungute Verbindung gerade der Protestanten mit den völkischen Parteien, die politische Theologie (Hirsch, Althaus etc.)und soweiter kann ich aber nicht einfach vergessen. Nichtsdestotrotz sind die wenigen Ausnahmen umso wichtiger!
Oh, ja. Siehst du, jetzt sind wir genau an dem Punkt
angelangt, wo wir sagen: Den Christen (Juden) geschieht doch
recht, die Christen (Juden) haben sich das Leben selber schwer
gemacht, hätten sich eben anständig benehmen müssen …
Völlig falsch gelesen. Sorry. So habe ich das nie geschrieben und gemeint. Du polemisierst.
ist die Argumentation der Faschisten, nur ersetzt du Juden
durch Christen. Wer gibt dir eigentlich das Recht, aus deinem
bequemen Ohrensessel heraus über christliche Märtyrer - die es
auch heute noch gibt - so von oben herab zu urteilen: Pah,
halb so wild, wahrscheinlich ohnehin nichts dahinter und wenn
schon, eh selber schuld …
Polemik. Hab ich nie getan. Sehr unfair von dir.
ehren wir die Märtyrer des Glaubens auf allen Seiten und sehen
wir zu, dass es nicht noch mehr werden, okay?
Dem kann ich mich anschließen.
Gruß,
Barbara
keine Ahnung, aber ich bezweifle nicht, daß sie die Ausdrücke zu unterscheiden versteht *smile*… und überhaupt, wieso fragst du nach ihr? da waren doch auch noch ein paar andere mit dabei 
naja null problemo
Gruß
Metapher
Hallo Barbara,
Nö. Im Gegenteil. Bin grosse Bewundererin von Bonhoeffer.
Nur:smile:: wo wir schon bei den Nazis sind: Gerade die
protestantische Kirche hat sich ja nun nicht gerade mit Ruhm
bekleckert in der Nazi-Zeit.
Ist bekannt. Die Menschheit, Christen, Juden oder Heiden, bekleckert sich im Allgemeinen nicht mit Ruhm, wenn es darum geht um jeden Preis für das Gute einzustehen. Überall gab es Kollaborateure, die sogar die eigenen Brüder auslieferten.
Vg:Nichtsdestotrotz sind die wenigen Ausnahmen umso
wichtiger!
Du sagst es.
ehren wir die Märtyrer des Glaubens auf allen Seiten und sehen
wir zu, dass es nicht noch mehr werden, okay?
Dem kann ich mich anschließen.
Fein!
gruß,
bb
Judenchristen - Heidenchristen
Hallo Eli,
Bezogen auf die Zuweisung von „gutem“ und „bösem“ G’tt
(-esbild) ist dieses erst einmal richtig, aber auch an vielen
anderen Stellen der christlichen Theologie wird und muss
zwangsläufig auf das Judentum zurückgegriffen werden. Eine
Änderungen ist halt nur erklärbar, wenn ich den Ausgangspunkt
darstelle. Hierbei ergibt sich aber das Problem, dass hierbei
schnell Wertungen vorgenommen werden, um zu verdeutlichen,
dass die Änderung sinnvoll ist. Aus jüdischer Sicht wird es
hier aber problematisch, da dieses auch als „Kritik“ und
Verurteilung des Judentums wahrgenommen wird. Dieses Problem
steht auch immer wieder jedem Dialog im Weg, deswegen meine
Nachfrage, ob Christen nicht versuchen können, darauf zu
verzichten und ihren Glauben in sich zu begründen.
In diesem Zusammenhang wäre es doch sicher interessant nachzuforschen wie die Judenchristen, zu denen ja der größte Teil der Apostel und Jünger gehörte, ihr Christsein verstanden haben. Ein Teil des „Knicks“ ist doch sicher darauf zurückzuführen, dass das Christentum infolge der Zeitläufte (Zerstörung Jerusalems etc.) ein ausgesprochenes Heidenchristentum wurde, das sich dann auch räumlich stark von seinen Wurzeln entfernte.
Ich habe gehört, dass es heute noch Judenchristen gibt, weiß aber nichts Näheres über sie.
wie steht das Judentum zum Judenchristentum? Da müsste es doch weniger Reibungsflächen geben? Oder sind die Judenchristen auch aus jüdischer Sicht im Dunkel der Geschichte verschwunden?
gruß,
bb
Jesus das Lamm…
??? Bitte demütig um Entschuldigung, aber meines Wissens war
das Lamm zu Pessach nicht dasselbe wie der Sündenbock, und es
wurde nicht in die Wüste geschickt sondern geschlachtet und in
einem zeremoniellen Mahl (mit bitteren Kräutern) gegessen.Richtig, aber wann würde das andere Sühnopfer erbracht?
Es gibt zwar in der frühchristlichen Tradition Formulierung, die dem Ausdruck Sühneopfer bezgl. Jesus gleichkommen, aber die Frage ist, wer der Vollzieher bzw. der Opferpriester in diesem Bild ist.
Man muß nämlich den Vorwurf, Jesus getötet zu haben, den es zweifellos in der Antike gab, von dem „Lamm Gottes“-Bild unterscheiden. Ein Beispiel: in Apg. 3.12 wird eine Rede des Petrus "an das Volk "λα%omicron;ς zitiert „Israeliten, was wundert ihr euch…“, in der er den Ansprechpartnern vorwirft „…den ihr überantwortet und verleugnet… aber den Fürsten des Lebens habt ihr getötet“, aber diese und ähnliche Stellen sind bestenfalls Zeugnisse für die Streitereien, die in Jerusalem ausgetragen wurden, später auch in Rom… aber mit „Menschenopfer“ hat das nichts zu tun, dieser Begriff kommt dort nirgendwo vor.
Auch hat das Bild des Lammes nicht ursprünglich etwas mit dem Pessachlamm zu tun gehabt, aber später hat die zeitliche Koinzidenz da wohl etwas in der Mythologie durcheinandergebracht.
Das Lamm-Bild selbst ist rein johanneisch. Im sog. Johannes-Evangelium Joh. 1.29 ruft Johannes (der Täufer) „Seht das Lamm des Gottes, das die Sünde der Welt aufhebt“ (so die korrekte Übersetzung). Der Bezug geht teils auf Isaia 53.7 (sog. Pseudoisaias) „Er wird mißhandelt, beugt sich nieder und tut den Mund nicht auf wie einem Lamm, das man zur Schlachtbank führt. Wie ein Mutterschaft, das vor seinen Scherern verstummt, tut er den Mund nicht auf“, die Rede ist vom „Knecht des Herrn“. Und teils auf Jeremia 11.19 „Ich selber aber, wie ein zartes Lamm, das man zur Schlachtbank führt, ich ahnte nicht, daß sie Pläne gegen mich schiedeten“.
Auch Joh.16.33 zeugt davon, daß die Idee, der Tod Jesus habe etwas Positives für das Leben, damals in den Schülerkreisen bereits gehegt wurde: „…In der Welt habt ihr Angst, aber seid mutig, ich habe die Welt besiegt“.
Dafür finden sich auch Belege bei Paulus z.B. Rö 5.6 „Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach und gottlos waren, für uns gestorben“ und besonders 5.8 „Gott hat aber seine Liebe zu uns darin bewiesen, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“.
Da ist nicht die Rede davon, daß die, die für die Hinrichtung verantwortlich sind, auch die Opferbringer sind. Vielmehr sind Hinweise darauf, daß die Christen schon früh, sofern sie den Tod Jesu als Opfertod verstanden, es als eine Art innere Angelegenheit ihres Gottes verstanden. Eine Auffassung, es wäre ein von den Juden dargebrachtes Opfer, stünde in keiner mir bekannten christlichen Tradition.
Das Lamm-Opfer aber als eine Art Selbstopfer des Gottes zu interpretieren führt auf interessantem Wege wieder in das Theodizeeproblem hinein - und gibt zugleich die Lösung…
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Gruß
Metapher
Sensibilitäten
Hallo Barbara,
Nö. Im Gegenteil. Bin grosse Bewundererin von Bonhoeffer.
Nur:smile:: wo wir schon bei den Nazis sind: Gerade die
protestantische Kirche hat sich ja nun nicht gerade mit Ruhm
bekleckert in der Nazi-Zeit.Ist bekannt. Die Menschheit, Christen, Juden oder Heiden,
bekleckert sich im Allgemeinen nicht mit Ruhm, wenn es darum
geht um jeden Preis für das Gute einzustehen.
Ähhh…wiiiiie???für das Gute einstehen? Nazis? Nee, oder?
Überall gab es
Kollaborateure, die sogar die eigenen Brüder auslieferten.
Schau dir die poltische Theologie an, schau dir die protestantische Kirche im 19. und 20 Jahrhundert an. Da kann man meist echt nur kotzen.
Vg:Nichtsdestotrotz sind die wenigen Ausnahmen umso
wichtiger!
Du sagst es.
ehren wir die Märtyrer des Glaubens auf allen Seiten und sehen
wir zu, dass es nicht noch mehr werden, okay?
Dem kann ich mich anschließen.
Fein!
Das war auch nie das Thema. Es ging mir um strukturelle Unterschiede. Und die sehe ich auch nach diesem Dialog mit dir immer noch genauso. Für das einzelne Individuum, das Märtyrer wurde, ist das irrelevant. Und diese „Leistung“ möchte ich auch gar nicht schmälern.
Ich meine, dass die Christen hier de facto die dominante Mehrheit in diesem Forum sind und dass es deshalb (nicht nur in Hinblick auf die Judenverfolgungen durch Christen), Sensibilitäten gibt, die man nicht einfach mit dem Hinweis, hier seine alle gleich, wegwischen kann. (vgl. mein Posting an Metapher)
Mehr wollte ich nicht zum Ausdruck bringen
Gruss,
barbara
Hi Barbara,
hier ein paar Linx zum Thema.
http://www.evangelische-kirche.de/EKD-Texte/c-j3/c-j…
http://www.nai-israel.com/israel/artikel/default.asp…
http://www.morija.de/israelnetz/judentum/55_mess.htm
Hier ein paar Infos bezüglich Evangelikaler (s.o. die zwei linx) und ihrer Israelliebe:
http://www.jcrelations.net/articl2/evangelical.htm
Ich habe gehört, dass es heute noch Judenchristen gibt, weiß
aber nichts Näheres über sie.
3-4000 an der Zahl. Näheres vgl. Linx oben.
beste Grüße, barbara
PS: JC =‚Messianische Juden‘ (o.T.)
o.T.
Hi Michael,
Im Christentum habe ich dem Mitmenschen (von irgendwelchen
Konfessionen steht da übrigens nix) aufgrund Göttlicher Gebote
(nicht Befehle) gefälligst anständig zu behandeln und ihm zu
helfen… Sozusagen wird mit dem Konzept Lohn und Strafe
operiert.So sehe ich das nicht. Das Christentum geht von der Ansicht
aus, dass der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen sei, daher
gewissermaßen Eigentum Gottes, das nicht willkürlich
beschädigt oder vernichtet werden darf. Es muss respektiert
werden, und zwar aufgrund seines So-Seins, weil er eben etwas
Wertvolles ist, nicht weil sonst Strafe erfolgen würde.
Auch wieder wahr…
Die Frage liegt jedoch darin, wie setzt „das Christentum“ als Ideologie (sic) diesen Respekt durch.
zum einen natürlich durch Einsicht… (logisch)
Zum anderen aber durch die ziemlich brutale Drohung, „Wenn Du dich nicht anständig aufführst… und im übrigen auch nicht anständig DENKST (!) dann begehst Du eine Sünde und du kannst dafür nach deinem Tode bestraft werden. Strafmaß… ?“
Dieses Regelwerk kennt ein rein Humanistisches System eben nicht. Zum einen betreibt es keine Gedankenkontrolle (was ich am Christl Glauben schon immer nicht gemocht habe… Wieso sollen meine Phantasievorstellungen Sünde sein… da käme was zusammen… boah) zum anderen ist die Strafe sozusagen „geregelt“: Die spezielle Verfehlung, die entsprechende Strafe…
Allerdings hat der Mensch, hinterlistig wie er ist, immer ein
Hintertürchen gefunden, indem er erklärte, dass seine
jeweiligen Feinde ja gar keine Menschen im eigentlichen Sinne
seien, er sie also beruhigt zerstören dürfe. Ganz Schlaue
kommen damit, Gott habe ja nur das „Morden“ verboten, nicht
das „Töten“, und bei einem Gegner handle es sich eben um
„Töten“, damit sei die Sache okay!
Irgendwo steht doch in der Bibel, „Du sollst nicht Töten“. Ich finde es immer wieder überwältigend, wie manche die heiligsten Bücher drehen und wenden, bis endlich „Du sollst Töten“ herausfällt.
Nächstenliebe nur aus
Angst, vom großen Schulmeister eins mit dem Lineal auf die
Finger zu kriegen ist in meinen Augen keine echte
Nächstenliebe.
In meinen Augen auch nicht.
Die Nächstenlieben eine Christen und eines Humanisten haben m.E. eine ähnliche Wurzel. Die Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben, egal aus was für Gründen.
Wie war das mit den Konfessionen gemeint? Verstand ich
nicht ganz.
Dieses Regel- und Strafsystem gibt es in vielen Glaubenssystemen. So z.b. im Hinduismus… wer schlecht lebt, wird schlechter wiedergeboren. Wenn man ein bisschen rumgräbt, stösst man immer wieder auf diese Schuld-Strafe Kombination.
Sie dient vermutlich dazu, diejenigen, die nicht in ihrem Herzen wirklich glauben, ein Regelwerk zum menschlichen Zusammenleben zu geben und dieses ideologisch zu Überbauen.
Ein wirklicher Christ braucht keine Höllendrohung, um Menschlich zu handeln, genausowenig wie ein wirklicher Humanist aus Furcht vor Strafen. Beide Handeln aufgrund innerer Überzeugungen. sie mögen Sich untersceiden, aber das ist wie beim Wurstmachen. Entscheidend ist, was Hinten rauskommt.
Gruss
Mike
Hallo Michael,
Die Frage liegt jedoch darin, wie setzt „das Christentum“ als
Ideologie (sic) diesen Respekt durch.
Das tut der Staat genauso. Was das Zusammenleben angeht, muss halt ein bisschen Druck dahinter sein, falls jemand gerade mal keine Lust hat aus sich heraus gut zu sein
)
Dieses Regelwerk kennt ein rein Humanistisches System eben
nicht. Zum einen betreibt es keine Gedankenkontrolle (was ich
am Christl Glauben schon immer nicht gemocht habe… Wieso
sollen meine Phantasievorstellungen Sünde sein… da käme was
zusammen… boah)
Das ist ein bisschen kniffelig. Einerseits denkt man an den Orwell´schen Gedankenverbrecher. Andererseits steht z.B. fest, dass Verbrecher, besonders Serienmörder und Sexualverbrecher, die geplante Tat im Kopf immer wieder durchspielen, bis sie alle Hemmungen überwunden haben, und auch nach der Tat diese in Gedanken nachgenießen. Ich denke, hier ist auch nicht der Gedanke gemeint, der einem eben mal kommt, sondern die geistige Vorarbeit zu einer bösen Tat.
zum anderen ist die Strafe sozusagen
„geregelt“: Die spezielle Verfehlung, die entsprechende
Strafe…
Was meinst du damit? Ist mir unbekannt.
Die Nächstenlieben eine Christen und eines Humanisten haben
m.E. eine ähnliche Wurzel. Die Ehrfurcht vor dem menschlichen
Leben, egal aus was für Gründen.
Ja, genau.
Wie war das mit den Konfessionen gemeint? Verstand ich
nicht ganz.Dieses Regel- und Strafsystem gibt es in vielen
Glaubenssystemen. So z.b. im Hinduismus… wer schlecht lebt,
wird schlechter wiedergeboren.
Besondere Mieslinge als Kakerlaken …
Wenn man ein bisschen rumgräbt,
stösst man immer wieder auf diese Schuld-Strafe Kombination.
Sie dient vermutlich dazu, diejenigen, die nicht in ihrem
Herzen wirklich glauben, ein Regelwerk zum menschlichen
Zusammenleben zu geben und dieses ideologisch zu Überbauen.
Stimmt. Gleichzeitig bestraft siche Böse-sein aber auch selbst. Ich erinnere mich dass ich in meiner Jugend einen Nachbarn hatte, der ein wirkliches Schwein war. Erst verriet er die Juden an die Nazis, dann die Nazis an die Allierten und profitierte davon. Den hat kein Mensch gegrüßt oder auch nur angesehen, gerade dass die Leute nicht vor ihm ausspuckten. Und denk an die alten Leute, die man manchmal sieht, die nur noch vor sich hinkeifen und geifern, ein Leben voll Grant und Unlust hinter sich haben und jeden angiften, der ihnen freundlich kommen will.
Ein wirklicher Christ braucht keine Höllendrohung, um
Menschlich zu handeln, genausowenig wie ein wirklicher
Humanist aus Furcht vor Strafen. Beide Handeln aufgrund
innerer Überzeugungen.
Nur haben Christen den Vorteil, dass ihnen dabei geholfen wird. Sie brauchen nicht alles aus eigener Kraft machen, sondern können sich auf die Kraft Gottes stützen. Ich denke, das ist der wirkliche Unterschied, sonst wäre das Christentum auch nur ein Regelwerk mit Lohn und Strafe wie so viele andere.
gruß,
bb
Hallo Barbaras.
3-4000 an der Zahl. Näheres vgl. Linx oben.
Hierzu möchte ich noch anmerken, dass es sich hierbei NICHT um Judenchristen handeln, sondern um Juden welche in der Neuzeit zum christlichen Glauben konvertiert/missioniert wurden. Somit unterscheiden sie sich von anderen Christen nur dadurch, dass sie manchmal im Judentum aufgewachsen sind und so dieses Wissen mit- und einbringen können.
Aus jüdischer Sicht stellt sich dieses aber nicht positiv dar, da diese Kreise oft massiv missionieren und eng mit entsprechenden Freikirchen verbunden sind. Dadurch stellen sich diese Juden einem Dialog zwischen Christentum und Judentum in den Weg, weil ihr Anliegen ist, dass Judentum in der heutigen Form aufzulösen 
Schalom,
Eli
Hallo Eli,
weiss ich und du hast völlig recht. Vor allem in der württtembergischen Landeskirche gibt es mächtige Bestrebungen zum Thema „Judenmission“ und in den letzten 2 Jahren intensiviert richtig innerkirchlichen Krach. Sogar von Abspaltung einiger ganz evangelikaler Kräfte aus der Landeskirche war die Rede (und für die Württemberger sind wir Badener sowieso schon halbe Ketzer,)). Vielleicht hast du ja den Eklat auf dem letzten Ev. Kirchentag mitbekommen. Ich glaube Michel Friedmann hatte sogar aus Protest eine Veranstaltung abgesagt.
Aus jüdischer Sicht stellt sich dieses aber nicht positiv dar,
da diese Kreise oft massiv missionieren und eng mit
entsprechenden Freikirchen verbunden sind. Dadurch stellen
sich diese Juden einem Dialog zwischen Christentum und
Judentum in den Weg, weil ihr Anliegen ist, dass Judentum in
der heutigen Form aufzulösen
Stimme dir voll zu. Ich habe allergrösste Probleme mit dem Thema Judenmission und finde, dass ich das aus Respekt vor der jüdischen Religion einfach verbietet.
Wenn mich die Evangelikalen massiv missionieren wollen, muss ich da wohl durch*seufz*, aber sie müssen ja nicht noch Menschen anderer Religionen mit diesen Ansichten belästigen:wink:
Beste Grüße,
Barbara
Hier ist ein Artikel von Rabbiner Stephen Fuchs zum Thema:
http://www.hagalil.com/archiv/2001/04/christentum.htm
Iris