Aerodynamik

Hallo,
ich muß meine Frage nochmal stellen, weil ich sie nicht richtig abgespeichert hatte. Zum Thema Aerodynamik hatte ich die Frage gestellt, ob ein PKW aufgrund von Gegen- oder Seitenwind (Schräganströmung) in seiner Geschwindigkeit gedrosselt werden kann.
In der Praxis hatte ich mit meinem damaligen Polo (45 PS) die Erfahrung gemacht, daß er zwar aus der Spur gedrängt wurde auf der Autobahn, aber
in seiner Geschwindigkeit nicht gedrosselt wurde im Gegensatz zum Fahrrad oder Mofa bzw. Roller. Nochmals also die Frage, warum der Wagen
mehr Kraft aufwendet und mehr Sprit verbraucht, aber nicht gedrosselt
wurde. Meine eigene Erfahrung. Also ausgegangen von Sturm bin ich hierbei.
Diesesmal hätte ich gerne ernsthafte und qualifizierte Antworten . Als Autor gehe ich mir auch Mühe und stelle meine Fragen aufgrund meiner Interesse an einer Sache und möchte ernst genommen werden.

Danke im Vorraus !

Es bremst!
Hallo!

Du bist hier zwar in einem etwas eigenartigen Brett fuer diese Frage (Eltern und Kinder), aber was solls.
Ich mache mir zu deiner Frage folgende Gedanken:
Ein Auto faehrt mit einer gleichbleibender Geschwindigkeit; das heisst, dass die positive Beschleunigung und die negative gleich gross sind: Die Kraft, die der Motor auf die Raeder ueberttraegt, entspricht der Widerstandskraft des Luftwiderstandes.
Wenn sich eins von beiden aendert, aendert sich auch die Geschwindigkeit des Autos:
Gebe ich mehr Gas, uebersteigt die Motorkraft die Luftwiderstandkraft und das Auto beschleunigt, bis der Luftwiderstand so weit gestiegen ist, dass beide Kraefte wieder gleich gross sind.
Steigt der Luftwiderstand, uebersteigt die Luftwiderstandkraft die Motorkraft und das Auto bremst, bis bis der Luftwiderstand so weit gesunken ist, dass beide Kraefte wieder gleich gross sind.
Ein steigen des Luftwiderstandes kann durch eine erhoehte Stroemungsgeschwindigkeit erzeugt werden.
Wenn man mit 50 faehrt und der Wind einem mit 50 entgegen blaesst, dann hat das Auto den gleichen Luftwiderstand, als wenn es ohne Wind mit 100 fuehre.
Wenn nun also Wind dem Auto entgegen blaesst, steigt der Luftwiderstand des Autos und es wird dadurch langsamer, bis die Summe der Windgeschwindigkeit und der Fahrtgeschwindigkeit der Fahrtgeschwindigkeit vor dem Aufkommen des Windes entspricht.
Faehrt man mit 80 und es kommt ein Wind mit der Geschwindigkeit von 20 auf, dann wird das Auto auf 60 abbremsen; an diesem Punkt ist der Luftwiderstand genauso gross wie vorher.

Deine Beobachtungen koennen also nicht stimmen. Denn wo soll auch ein Unetrschied zwischen einem Fahrrad und einem Auto sein? Beide sind durch eine Kraftquelle angetriebene Fortbewegungsmittel, sie sehen einfach nur anders aus.
Bei eingeschaltetem Tachomat (Dieses Ding ist in einigen Autos installiert und haelt, wenn es eingeschaltet ist, eine bestimmte Geschwindigkeit.) waere das aber schon anders:
Der Tachomat steuert die Motorleistung des Autos so, dass es mit der eingegebenen Geschwindigkeit faehrt. Jetzt kommt aber Gegenwind auf und das Auto bremst ab. Der Tachomat wuerde jetzt die Motorleistung erhoehen, sodass das Auto wieder auf die eingestellte Geschwindigkeit beschleunigt und diese dann haelt.

Ohne sowas wird das Auto aber bei Gegenwind langsamer.
Nur, wenn man die Antriebskraft erhoeht, kann es die alte Geschwindigkeit beibehalten.

Gruss
Paul

Hallo Paul,

zuerst möchte ich Dir recht geben, daß diese Frage im Brett Physik besser aufgehoben wäre.

Aber Deine weiteren Ausführungen sind zu größten Teil ziemlicher Blödsinn.
Dazu ein kleines Gedankenexperiment:
Gegeben ist ein Fahrzeug mit einer Höchstgeschwingikeit von 100 km/h. Nun bläst diesem Fahrzeug ein strammer Gegenwind von 110 km/h entgegen. Deiner Theorie zu Folge würde das Fahrzeug eine negative (vektoriell betrachtet) Geschwindigkeit von 10 km/h haben. Und das ist absoluter Quatsch.

Bevor Du hier so was postest, solltest Du dich mal mir der Physik vertraut machen.

Schmunzelnde Grüße

Thomas

Da fällt mir noch eine mögliche …
Meldung im Verkehrsfunk ein:

„Im Gebiet XYZ treten Sturmböen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h auf. Allen Besitzern von Kleinwagen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von bis zu 130 km/h ist es daher verboten ihr KFZ zu bewegen, da sie sonst zu Geisterfahrern werden!“

Lachende Grüße

Thomas

ueberhaupt kein Bloedsinn!
Hallo!

Dazu ein kleines Gedankenexperiment:
Gegeben ist ein Fahrzeug mit einer Höchstgeschwingikeit von
100 km/h. Nun bläst diesem Fahrzeug ein strammer Gegenwind von
110 km/h entgegen. Deiner Theorie zu Folge würde das Fahrzeug
eine negative (vektoriell betrachtet) Geschwindigkeit von 10
km/h haben. Und das ist absoluter Quatsch.

Wieso denn das?
Wenn ein Fahrzeug mit seinem Motor nur die Luftwiderstandskraft einer Stroemung mit 100 km/h kompensieren kann, es aber einer Stroemung von 110 km/h ausgesetzt ist, dann kann es einen Stroemungsanteil von 10 km/h nicht kompenieren. Wenn man mit dem Ding also voll aufs Gas steigt, dann rollt es tatsaechlich nach einiger Zeit mit 10 km/h rueckwaerts, da der Wind etwas zu stark ist.

Gruss
Paul

ja, wirklich lustig!
Hallo!

"Im Gebiet XYZ treten Sturmböen mit Spitzengeschwindigkeiten
von bis zu 140 km/h auf.

Genau, es treten lediglich Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h auf. Der Wind weht nicht durchgehend mit dieser Geschwindigkeit. Taete er das aber, haettest du Recht. Kein Auto kann eine Stroemung kompensieren, die groesser ist als die, die bei der Hoechstgeschwindigkeit des Autos bei relativ zur Strasse ruhender Luft auftritt.

Allen Besitzern von Kleinwagen mit
einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von bis zu 130
km/h ist es daher verboten ihr KFZ zu bewegen, da sie sonst zu
Geisterfahrern werden!"

Wenn lediglich Böen auftreten, werden die Autos waehrend der Bö kurz abgebremst und beschleunigen danach wieder, weil die Stroemungsgeschwindigkeit, nachem die Bö vorrueber ist, wieder sinkt.

Gruss
Paul

Hallo Paul,

entschuldigung, daß ich jetzt so deutlich werden muß. Du hast keinen Dunst von der Materie und deswegen lass auch Deine Antworten. Oder sollen wir das unter „Grabengefechte“ abhaken.

Gruß Thomas

wieso denn?
Hallo!

entschuldigung, daß ich jetzt so deutlich werden muß. Du hast
keinen Dunst von der Materie und deswegen lass auch Deine
Antworten.

Jede gute Argumentation zeichnet sich vorallem durch Argumente aus.
Bitte erklaere mir doch, wieso ich angeblich Unrecht habe.

Gruss
Paul

Hallo Paul

Ein Auto faehrt mit einer gleichbleibender Geschwindigkeit;
das heisst, dass die positive Beschleunigung und die negative
gleich gross sind:

dann steht das Auto

Die Kraft, die der Motor auf die Raeder
ueberttraegt, entspricht der Widerstandskraft des
Luftwiderstandes.

Und was ist mit Reibung usw. ?

Wenn sich eins von beiden aendert, aendert sich auch die
Geschwindigkeit des Autos:

Steigt der Luftwiderstand, …it 50 entgegen
blaesst, dann hat das Auto den gleichen Luftwiderstand, als
wenn es ohne Wind mit 100 fuehre.

Wenn Luftwiderstand mit Windgeschwindigkeit verwechselt wird, kann amn alles mögliche berechnen.

Wenn nun also Wind dem Auto entgegen blaesst, steigt der
Luftwiderstand des Autos

Nein, der LW des Autos bleibt bauartbedingt immer gleich

und es wird dadurch langsamer, bis
die Summe der Windgeschwindigkeit und der Fahrtgeschwindigkeit
der Fahrtgeschwindigkeit vor dem Aufkommen des Windes
entspricht.

Wenn ein Brötchen nass ist, fällt es weicher, als wenn es ungebacken ist…

Bei eingeschaltetem Tachomat (Dieses Ding ist in einigen Autos

Das ist ein Tempomat.
Bei Bergen, Kühen, Regen und Fußgängern reagiert der "Tachomat " nicht.

Ohne sowas wird das Auto aber bei Gegenwind langsamer.

Und bei Kühen, Regen, Bergen usw.

Nur, wenn man die Antriebskraft erhoeht, kann es die alte
Geschwindigkeit beibehalten.

Die von gestern oder die von heute ?
Paul, ich bin heute gut drauf, ich hatte ein wirklich leckeres Chilli, aber die Qualität Deiner Äußerungen ist unter aller Sau, Deine Fachkunde tendiert gegen Null und rechnen kannst Du auch nicht.
Wie schonmal gesagt, halts Maul, wenn Du nicht genau weißt was Du sagst.
Aber vermutlich weisst Du nicht einmal, dass Du keine Ahnung hast.
Besser Dich
Rochus

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Moin,

Dazu ein kleines Gedankenexperiment:
Gegeben ist ein Fahrzeug mit einer Höchstgeschwingikeit von
100 km/h. Nun bläst diesem Fahrzeug ein strammer Gegenwind von
110 km/h entgegen. Deiner Theorie zu Folge würde das Fahrzeug
eine negative (vektoriell betrachtet) Geschwindigkeit von 10
km/h haben. Und das ist absoluter Quatsch.

Wenn ein Fahrzeug mit seinem Motor nur die
Luftwiderstandskraft einer Stroemung mit 100 km/h kompensieren
kann, es aber einer Stroemung von 110 km/h ausgesetzt ist,
dann kann es einen Stroemungsanteil von 10 km/h nicht
kompenieren. Wenn man mit dem Ding also voll aufs Gas steigt,
dann rollt es tatsaechlich nach einiger Zeit mit 10 km/h
rueckwaerts, da der Wind etwas zu stark ist.

Das gilt genau dann, wenn das Fahrzeug seinen Antrieb relativ zur strömenden Flüssigkeit / Gas hat - wie bspw. Flugzeug oder Schiff. Ein Auto jedoch treibt seine Räder an und sorgt damit für eine Fortbewegung relativ zur (ruhenden) Erdoberfläche. Die Windgeschwindigkeit sorgt nur dafür, dass der Reibungswiderstand einen (konstanten) Offset erfährt.

Deine Aussage, dass Landfahrzeuge nicht gegen einen Wind anfahren können ist schlicht falsch. Oder willst Du wirklich behaupten, dass ich schon bei geringem Gegenwind mit dem Rad nicht mehr gegen den Wind anfahren kann?

Gruß,
Ingo

Moin, Minkau,

warum der Wagen mehr Kraft aufwendet und mehr Sprit
verbraucht, aber nicht gedrosselt wurde.

ein Fahrzeug wird durch den Gegenwind nicht gedrosselt, sondern gebremst. Wenn es die Gewschwindigkeit halten soll, muss dafür mehr Leistung aufgewendet werden. Das gilt für Rollstühle, Räder, Autos, Motorräder, Fluzeuge, was auch immer dem Wind ausgesetzt ist.

Diesesmal hätte ich gerne ernsthafte und qualifizierte
Antworten .

Hm. Wollen wir das nicht alle?

Als Autor gehe ich mir auch Mühe und stelle meine
Fragen aufgrund meiner Interesse an einer Sache

Na ja.

und möchte ernst genommen werden.

Das will niemand wissen. Stell die Fragen verständlich und gut iss.

Gruß Ralf

Hallo,

Dazu ein kleines Gedankenexperiment:
Gegeben ist ein Fahrzeug mit einer Höchstgeschwingikeit von 100 km/h.

wenn dieses Auto bei Windstille 100 km/h (= 27.77 m/s) schnell fährt, dann wird es von beispielsweise 2000 N nach hinten gezogen. Die setzen sich zusammen aus 1000 N von der Luft, die das Auto mit 100 km/h umströmt, und 1000 N Reifenrollwiderstand. Gegen die 2000 N nach hinten muss der Motor die Leistung P = F · v = 2000 N · 27.77 m/s = 55.55 kW aufbringen, um die Geschwindigkeit auf 100 km/h zu halten.

Bläst eine steife Brise mit 150 km/h entgegen der Fahrtrichtung, dann kann das Auto trotzdem noch vorwärtsfahren, nur nicht mehr so schnell. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt dann z. B. nur noch 72 km/h (= 20 m/s). Bei dieser Geschwindigkeit wird es dann mit genau 2777.77 N nach hinten gezogen. Dies ist die Kraft, die der Motor mit seiner unveränderten Leistung von 55.55 kW aufbringen kann, denn F · v = 2777.77 N · 20 m/s = 55.55 kW. Die 2777.77 N teilen sich nun aber nicht wie im Fall der Windstille halbe-halbe-mäßig auf Strömungs- und Reifenrollwiderstand auf, sondern der Strömungswiderstand-Anteil ist viel höher. Die Aufteilung ist dann z. B. 2100 N Strömungswiderstand und 677.77 N Reifenrollwiderstand.

Einverstanden? Dann behaupte jetzt bitte nicht weiter, dass ein Wind mit 110 km/h das Auto mit 10 km/h rückwärts rollen lässt oder solche Scherze. Es gibt nämlich – beim Auto! – nicht nur den Luftströmungswiderstand.

Alles klar?

Gruß
Martin

PS: Eine Schnecke, die bei Windstille 1 mm/s Höchstgeschwindigkeit hat, kriecht, wenn ihr 20 km/h Wind von vorn entgegenkommen, immer noch mit 0.96 mm/s vorwärts.

aaaalso:
hallo paul,

zum einen hast du natürlich recht, ein auto (jedes fahrzeug), dass einen erhöhten widerstand erfährt, wird bei konstanter leistung verzögert.

deine erklärung warum das so ist, greift allerding ein wenig in die falschen grabbelkisten…
dich so pauschal abzuwatschen, wie thomas es getan hat, und dass, ohne selbst eine fundierte antwort und argumente beizubringen, finde ich allerdings auch ein wenig …nunja, sparsam.

das auto hat bei konstanter geschwindigkeit nicht nur mit luftwiderstand zu tun, sondern auch mit etlichen anderen faktoren, z.b. reibung der reifen, der lager, straßenunebenheiten, usw. fies ist, dass diese widerstände nicht alle in demselben maß geschwindigkeitsabhängig sind. erst oberhalb etwa 80 km/h wird der luftwiderstand der wesentliche bremser.

Wenn man mit 50 faehrt und der Wind einem mit 50 entgegen
blaesst, dann hat das Auto den gleichen Luftwiderstand, als
wenn es ohne Wind mit 100 fuehre.

das ist richtig. der wunderbare nebeneffekt davon ist, dass es möglich ist, die aerodynamik von autos im windkanal zu testen. der wagen steht, der wind bläst. sehr bequem für die ingenieure.

Faehrt man mit 80 und es kommt ein Wind mit der
Geschwindigkeit von 20 auf, dann wird das Auto auf 60
abbremsen; an diesem Punkt ist der Luftwiderstand genauso
gross wie vorher.

nee, so ist das nicht. der luftwiderstand steigt nicht linear mit der geschwindigkeit, sondern quadratisch, andere widerstände steigen mit anderen exponenten.
m.a.w.: bei 60 sind auch rollwiderstand etc. geringer, der motor hat bei gleicher leistung also mehr leistungsanteile übrig für das überwinden des luftwiderstandes, der wagen fährt also z.b. 70 statt 60 km/h, auch wenns ihm dann mit 90 entgegen bläst.

da hast du auch eine erklärung, warum du z.b. selbst bei üblem orkan immer noch gegen den wind fahren kannst, selbst wenn der stärker bläst, als die höchstgeschwindigkeit deines autos ist.

gruß
jyjkov

klügersein…
hi rochus,

Ein Auto faehrt mit einer gleichbleibender Geschwindigkeit;
das heisst, dass die positive Beschleunigung und die negative
gleich gross sind:

dann steht das Auto

wenn die kräfte gleich groß sind, dann steht das auto. wenn die beschleunigungen gleich groß sind, nicht unbedingt. planetenbewegungen sind ein feines beispiel dafür: zentrifugalbeschleunigung entspricht gravitationsbeschleunigung, planet kreist auf ellipse.

Steigt der Luftwiderstand, …it 50 entgegen
blaesst, dann hat das Auto den gleichen Luftwiderstand, als
wenn es ohne Wind mit 100 fuehre.

Wenn Luftwiderstand mit Windgeschwindigkeit verwechselt wird,
kann amn alles mögliche berechnen.

ja, wenn, der luftwiderstand hängt aber von der anströmgeschwindigkeit ab.

Nein, der LW des Autos bleibt bauartbedingt immer gleich

nee, das ist der luftwiderstandsbeiwert, der beim auto (nahezu) konstant ist. der luftwiderstand ist (grob) das produkt aus beiwert, stirnfläche und quadrat der anströmgeschwindigkeit. da hab ich die dichte jetzt in den beiwert gepackt, weil wir davon ausgehen, dass es nicht sooo stark regnet. :smile:

Wie schonmal gesagt, halts Maul, wenn Du nicht genau weißt was
Du sagst.

dito und gruß
jyjkov

Hallo

Wenn ein Fahrzeug mit seinem Motor nur die
Luftwiderstandskraft einer Stroemung mit 100 km/h kompensieren
kann, es aber einer Stroemung von 110 km/h ausgesetzt ist,
dann kann es einen Stroemungsanteil von 10 km/h nicht
kompenieren. Wenn man mit dem Ding also

nicht
voll aufs Gas steigt,

dann rollt es tatsaechlich nach einiger Zeit mit 10 km/h
rueckwaerts, da der Wind etwas zu stark ist.

Wie könnte ein Auto mit eingelegtem Vorwärtsgang denn rückwärts fahren?
Bei einer Rückwärtsfahrt hätte sich die Drehrichtung der Antriebsräder umkehren müssen. Das erfolgt natürlich nicht, so daß Du einem Fehlschluß unterliegst.
Würde das Auto in der Luft „schwimmen“ (so wie ein Schiff auf einem See schwimmt, hättest Du Recht, wenn sich plötzlich eine Gegenströmung ergibt, die schneller ist als die Geschwindigkeit des Schiffes).

Der weitere Gedankenfehler ist, daß Du das Auto lediglich als Geschwindigkeitsvektor betrachtest.

Ein Auto erzeugt durch die Motorkraft und den Reibwert der Reifen aber eine bestimmte Vortriebskraft.
Du kannst also nur Kräfte miteinander vergleichen aber nicht eine Kraft und eine Geschwindigkeit.

Eine Gegenströmung bewirkt mit dem Widerstansbeiwert, der Stirnfläche und anseren Werten eine Widerstandskraft.

Und diese bremst das Auto ab.

Genauso ist es, wenn Du zunächst horizontal, dann aber eine Steigung hinauffähst. Hierdurch wirkt zusätzlich die Hangabtriebskraft, also auch wieder eine Kraft, die das Auto bremst. Auch in diesem Fall mußt Du Gas geben, wenn Du die vorherige Geschwindigkeit halten willst.

Gas geben bedeutet, über höhere Motorleistung und die Antriebsräder mehr Kraft auf die Straße zu bringen.
Diese zusätzliche Kraft kann eine Geschwindigkeitserhöhung bewirken oder aber auch damit Zusatzkräften (Gegenwind, Steigungen etc.) zu begegnen, um die Geschwindigkeit beibehalten zu können.

Gruß:
Manni

Hallo Leute,

um nicht weiterhin dem Vorwurf von „sparsamen“ Argumenten und des „Abwatschens“ ausgesetzt zu sein nun nachfolgend ein mathematischer Beweis der Reduzierung der Geschwindigkeit eines Fahrzeuges bei Gegenwind in Höhe des Betrages der Eigengeschwindigkeit.

Gegeben sei ein Fahrzeug mit einem Vmax von 100 km/h. Aus Gründen der Vereinfachung sei hier nur die effektive Antriebsleistung des Fahrzeuges berücksichtigt. D.h. die Veränderung der inneren Verluste des kpl. Antriebsstranges und des Rollwiederstandes über die Geschwindigkeit sei hier vernachlässigt, um nicht quadratische oder höherwertige Glieder in die Formel einzubringen.

Also als Gleichgewichtsbedingung Pa=Pw
mit Pa=Antriebsleistung und Pw=Wiederstandsleistung der Luft.

Der Luftwiederstand folgt der Formel:

Pw= rho/2 * cw * A (projezierte Fläche) * v2

Wir gehen davon aus, daß sich in unserem Betrachtungsbereich die Werte für rho und cw nicht ändern.

Also folgt für die Gleichgewichtsbedingung

Pa=rho/2*cw*A*v2

Zur Vereinfachung der Terme setzen wir nun Pa=Ka und rho/2*cw*A=Kw

Daraus ergibt sich

Ka=Kw*v2

Nun bringen wir den Gegenwind in Höhe des Betrages der Eigengeschwindigkeit, nur mit anderem Vorzeichen (Vektoraddition), ins Spiel. Daraus ergibt sich

Ka=Kw*2*v2

Lösen wir nun die Gleichung nach v auf ergibt sich

v= Wurzel(Ka/Kw*2)

Der Quotient Ka/Kw kann ebenso als Konstante C herausgezogen werden.

Daraus ergibt sich als Eigengeschwindigkeit mit dem Faktor

v= C*Wurzel(1/2)= C*0,707106…

Somit ergibt sich bei bei einer Anfangsgeschwindikeit des Fahrzeuges eine verbleibende von 70,71 km/h.

Tatsächlich wird sich die verbleibende Geschwindigkeit aufgrund der reduzierten Verluste im Antriebsstrang, des Rollwiederstandes etc. oberhalb dieser Bewegen.

Grüße Thomas

Diesesmal hätte ich gerne ernsthafte und qualifizierte
Antworten . Als Autor gehe ich mir auch Mühe und stelle meine
Fragen aufgrund meiner Interesse an einer Sache und möchte
ernst genommen werden.

Hallo,

ich habe in einem anderen Brett auf die Frage geantwortet, dass deine Voraussetzung eben nicht stimmt und ein Auto durch Gegenwind natürlich gebremst wird. Wenn das für dich nicht ernsthaft und qualifiziert ist, dann bist du eben unbelehrbar und damit Ende der Diskussion. Eine Frechheit ist es ausserdem.

Gruss Reinhard

Hallo Jyjkov
Erst denken, dann schreiben!
Was macht Dein Planet auf der Wirkungslinie ?
Er steht!
Gruß
Rochus

Hallo Jyjkov

Nein, der LW des Autos bleibt bauartbedingt immer gleich

nee, das ist der luftwiderstandsbeiwert, der beim auto
(nahezu) konstant ist. der luftwiderstand ist (grob) das
produkt aus beiwert, stirnfläche und quadrat der
anströmgeschwindigkeit. da hab ich die dichte jetzt in den
beiwert gepackt, weil wir davon ausgehen, dass es nicht sooo
stark regnet. :smile:

Damit bestätigst Du, dass der LW des Autos (wg."der luftwiderstand ist (grob) das produkt aus beiwert, stirnfläche …) gleich bleibt.
Ich wiederhole auch für Dich, wenn Du nicht genau weißt was
Du sagst, bleib besser weg.
Gruß
Rochus

Irrtum?
Hallo!

Ich habe noch nicht verstanden, wieso ich kein Recht habe.
War mein einziger Fehler, dass ich den Rollwiderstand nicht beachtet habe? Ich dachte, dass der Luftwiderstand die limitierende Kraft beim Auto waere und man die anderen Widerstaende vernachlaessigen koennte.
Bei hoeheren Geschwindigkeiten soll dies ja, wie ich gelesen habe, irgendwann zutreffen.
Treffen dann meine Aeusserungen fuer einen solchen Geschwindigkeitsbereich zu, in dem der Luftwiderstand die weitaus groesste bremsende Kraft ist? Oder liege ich noch einem anderen Irrtum auf?

Damit keine Missverstaendnisse entstehen, fasse ich meine Vorstellung noch einmal zusammen:
Ein Auto ist eine Kiste mit Raedern, die durch eine Kraft agetrieben wird. Dabei ist es egal, wie die Fortbewegung zu Stande gebracht wird; es kann per Propeller, per Kraftuebertragung direkt auf die Raeder, per Trubine oder durch Steine-rauswerfen angetrieben werden.
Ihm wirkt aber eine Widerstandskraft entgegen. Wird diese Widerstandskraft groesser als die Antriebskraft, bewegt sich das Auto rueckwaerts.
Das Auto bewege sich in einem Bereich, in dem der Luftwiderstand die Widerstandskraft erzeugt; alle anderen Widerstaende seien vernachlaessigbar klein.
Das Auto hat nun eine Hoechstgeschwindigkeit von 1000 km/h. Das heisst, dass der Motor einen Luftwiderstand kompensieren kann, der entsteht, wenn eine Stroemung von 1000 km/h relativ zum Auto existiert. Dabei ist es egal, ob das Auto diese Stroemung selber erzeugt, indem es sich fortbewegt, oder ob die Stroemung durch etwas anderes, zB durch Wind, entsteht. relativ zum Auto halt…
Das Auto bewege sich mit Hoechstgeschwindigkeit fort. Faengt der Wind bei dem beschriebenen Auto nun mit 500 km/h ploetzlich an zu wehen, ist die Widerstandskraft ploetzlich groesser als die Antriebskraft und das Auto bremst ab. Das tut es genau zu dem Punkt, wo die Stroemungsgeschwindigkeit relativ zum Auto wieder 1000 km/h entspricht. Dies ist der Fall, wenn das Auto sich relativ zur Strasse mit 500 km/h bewegt.

Gruss
Paul