Jetzt habe ich es wohl schon ein Dutzend mal erlebt, diesen Widerstand gegen die Herausgabe von Verbandsmaterial, diese Mißbilligung seines Vorhandenseins im Privathaushalt.
Vor Jahren hat mir eine junge Krankenhausärztin gesagt, die Patienten würden dazu neigen, zuhause lazarettartige Bestände zu horten. Diesen Gedanken, liebe Ärzteschaft, halte ich für eine Zwangsvorstellung.
Die Rolle Mullbinde gestern erhielt ich zwar in der Apotheke, aber als Bückware (unter dem Ladentisch) und mit einem Blick der Chefin, als hätte ich illegale Pornos verlangt. Eine Unterlage, damit die Salbe des Salbenverbandes nicht durch die Mullbinde ins Bettzeug geht, hat mir der Arzt nicht für zuhause geben wollen, war in der Apotheke nicht zu bekommen, und man sagte mir auch nicht, wie das richtig heißt.
Ach so, die zugehörigen Fragen kann sich nicht jeder denken.
Liebe Ärzte, ist das bei euch auch so? Liebe Patienten, ist das bei Euch auch so?
Welche Ursachen sind denkbar? Wie ist das Phänomen zu bewerten? Wieviel Verbandszeug habt ihr selber zuhause (ohne Pflaster)?
Und so weiter.
Verbandsmaterial ist Pfennig…äh, sorry, Centware, keine Bückware. Wo in der Apotheke es aufbewart wird, ist Sache des Apothekers, warum also nicht in Reichweite unten im Tresen? Der Arzt muss dich auch nicht damit eindecken, du kannst es dir selbst besorgen. Deine Unterlage heißt Betteinlage, und wenn dein Apotheker sie nicht vorrätig hat, geht man in die nächste Drogerie in die Babyabteilung. Oder in ein Santitätsfachgeschäft. Oder bittet den Apotheker, welche zu bestellen. Oder man legt einfach ein im Haushalt erhältliches Handtuch drunter. Ist zumutbar, denke ich.
Ich muss nachfragen: welcher der Beteiligten hat nun die Psychose?
Gute Besserung für alle kranken Körperteile!
Barbara
Selbstverständlich habe ich als nicht Mediziner „Lazarettartige Bestände“ zu Hause und die haben mir auch immer gut gedient. Allerdings muss ich da zu sagen, war ich auch immer mein bester Kunde, auf grund von häufigen Sportverletzungen hatte ich öfter mal eine gerissene Kapsel, ein gedehntes oder angerissenes Band, die eine oder andere Stauchung und man muss doch nicht wegen jedem Wehwechen gleich zum Arzt rennen. Mit der Zeit bekommt man auch gute Verbände hin.
Probleme mit Ärtzten hatte ich allerdings nie. Die waren in den meisten Fällen wohlwollend. Nur dass man aufpassen muss, wenn man Schwiegermütter mit zum Artzt nimmt, dass man die wieder bekommt und nicht statt dessen mit einem Klebestreifen wieder geht. Aber da unterstelle ich mal keine Absicht.
der Chefin, als hätte ich illegale Pornos verlangt. Eine
Unterlage, damit die Salbe des Salbenverbandes nicht durch die
Mullbinde ins Bettzeug geht, hat mir der Arzt nicht für
ich verstehe es so, dass ein kleines Stück, ca. zigarettenschachtelgroß, festeren Verbandmaterials gemeint ist, da ja vom „nicht durch gehen“ geschrieben wird.
dir selbst besorgen. Deine Unterlage heißt Betteinlage, und
Wenn man nach „Matrazenschonern“ fragt oder sucht, findet man meist das von Dir genannte, diese bekommt man eigentlich in jeder Bettenabteilung zu günstigeren Preisen als in der Apotheke oder dem Sanitätsfachhandel, aber hier würde auch ein Badetuch reichen, wenn man nicht gar zu unruhig schläft.
Da es hier ja nur um ein wenig Salbe geht, ist wohl eine extreme Aufnahmefähigkeit oder andere Besonderheiten nicht zu berücksichtigen. Diese könnten allerdings im Fachhandel dann eher zu finden sein.
Das ist jetzt auch nicht so das große Problem. Ich muß meinem 6-Jährigen drei Finger einbinden, ein paar Tage lang und kann danach seine Bettwäsche in die Maschine tun, natürlich.
Diese „Kompresse“, die der Arzt verwendet hat, hat tatsächlich knapp die Fläche einer Zigarettenschachtel, ist sicherlich ein Pfennigartikel, den man auch ungern beim Erneuern des Verbands wiederverwendet. Und so erhebt sich die Frage, warum man nicht in der Klinik fünf Blatt so Kompresse mitgegeben bekommt.
in jedem Auto muss so was drin sein, nennt sich Verbandkasten und in vielen Haushalten lagern auch solche Dinger.
Deine Psychose kann ich nicht nachvollziehen, denn in jedem Baumarkt kann man DIN-Inhalte dieser Verbandkästen erwerben, incl. diverser Verbandpäckchen und Binden und Wundauflagen.
In Apotheken übrigens auch.
Ja, jeder hat eine Menge Verbandsmaterial. Im Auto. Das will man aber nicht antasten, weil sonst der Verbandskasten von der Polizeikontrolle beanstandet werden könnte.
Es mag sicherlich sinnvoll sein, sich einen Auto-Verbandskasten zusätzlich fürs Haus hinzulegen.
Meine Fragen beziehen sich eher darauf, warum so viele Ärzte dermaßen Gewese machen wegen dieser Kleinigkeit.
Meine Fragen beziehen sich eher darauf, warum so viele Ärzte
dermaßen Gewese machen wegen dieser Kleinigkeit.
Eine kleine Rechenaufgabe mit Lösung:
Einige Hundert Patienten pro Monat x eine Kleinigkeit für viele von ihnen = doch ne Menge, die da regelmäßig weggehen würde.
Es ist doch wohl zumutbar, selber eine kleine Notfallapotheke im Haus zu haben, die man ggf. um Spezialartikel ergänzt, wenn es der Notfall erfordert. Ich versteh die Aufregung nicht.
Meine Fragen beziehen sich eher darauf, warum so viele Ärzte
dermaßen Gewese machen wegen dieser Kleinigkeit.
nun kenne ich eine nicht kleine Anzahl Menschen dieses Personenkreises, allein, noch nie hab ich irgendetwas in dieser Richtung vernommen.
Vielleicht selektive Wahrnehmung Deinerseits?!
Das kommt oft, wenn (anscheinend)die Buchführung auf die Behandlung einwirkt.
Beispiel: Pflaster im Krankenhaus oder beim Arzt, welches bei höheren Temperaturen nicht richtig klebt.
Material für Salbenverbände:
Ich vermute stark, das Material ist nicht rezeptpflichtig, so das es es in jedem Fall selbst bezahlt werden muss.
Hier sollte benannt werden, was man braucht, oder ich würde mir mit Heftpflaster, Mull, Tuch usw. was selbst machen.
In der Apotheke sollte es aber ganz flott gehen, wenn man sagt, man brauche etwas für Salbenverbände.
Andererseits müssen viele Leute sparen, so das man die einfachen Sachen besser im Discounter(Drogerie) bekommt.
Daher könnte es auch sein, das das Personal etwas komisch guckt, also nicht unbedingt übel nehmen.
Ja, jeder hat eine Menge Verbandsmaterial. Im Auto. Das will
man aber nicht antasten, weil sonst der Verbandskasten von der
Polizeikontrolle beanstandet werden könnte.
Genau! Aber von anderen die kostenloyse Überlassung von Verbandsmaterieal einzufordern das ist o.k oder?
Da http://www.apo-rot.de/indexproducts.html?partnerid=g… haste mal ne Preisvorstellung was sterile Kompressen kosten und warum sollen Ärzte die kostenlos für Patienten vorhalten?
ramses90
und warum sollen Ärzte die kostenlos für Patienten vorhalten?
Weil sie wissen, was für Material in dem speziellen Fall angezeigt ist? Die Erstversorgung erfolgt ja in der Arztpraxis ohne Extrakosten für den Patient.
Also, weil es die Kasse zahlt?
Weil es zum Aufgabenbereich der Praxis gehört?
vielleicht sehe ich bemitleidenswert und bedürftig aus, aber ich bekomme immer irgendwelche Sachen von Ärzten mit. Nach Leistenbruch-OPs haben die mir so Verbandszeug stapelweise in die Hand gedrückt. Was komplett sinnlos war, weil das Wundversorgen sowieso der Hausarzt gemacht hat.
Und was Medikamente angeht, habe ich Ärzte auch als sehr großzügig erlebt: Meistens geben die einem ja Probepackungen von Vertretern mit. Mir hat vorhin ein Unfallarzt für ein völlig unverwandtes gesundheitliches Problem ein Medikament geschenkt.
Ist jetzt zwar genauso anekdotisch wie Deine Erfahrung, aber halt ein Gegenbeispiel.