Ätzende Blagen ;-)

Hallo Leute,

die liebe Pubertät und ihre Folgen?! Wir (Seit 1 1/2 Jahren getrennt,aber mit „Gutem“ Verhältnis), haben zwei Jungs in den schönsten Jahren. Haben gerade in der Nacht den einen vom Feriencamp per Busreise abgeholt und schon nach 15 Minuten war der Aufstand perfekt. Die Tür war noch nicht aufgeschlossen, da wollte der 15 J. schon wieder weg und der 18 J. in den Keller und Holz und Lackierarbeiten machen für Star Wars Schwerter !!! Wir haben nur mal schüchtern nachgefragt, ob sie denn am Sonntag Abend mal für ein kleines Wiedersehen Grillen Zeit hätten? Aufstand: Man hat keinen Zeit für sich (6 Wochen Ferien-der eine Sardinien, der andere Türkei)usw. Da platzt mir langsam der Kragen als Vater. Diese Ignoranz ist nicht auszuhalten-wenn man von A nach B fährt und im Baumarkt Holz für Schwerter kaufen kann und sich ganze Samstage fürs basteln um die Ohren schlägt ist das in Ordnung ! Wir haben beide es nicht so dicke finanziell und versuchen doch noch vieles möglich zu machen, aber so langsam stößt mir diese Unverschämtheit des Nehmens übel auf!Diese Erscheinungen scheinen sich aber auf so viele Eltern zu übertragen wenn man sich umhört! Ich möchte am liebesten alle ausladen und nix machen-basta !! Manchmal möchte ich meine Söhne nicht mal mehr sehen, wenn ich höre was meine Exfrau alles aushalten muß. Saufen,Rauchen,Weiber ,grosse Klappe und das alles am besten extrem laut und agressiv! Muß man da wirklich nur „durch“ ? Oder kann man auch mal nein sagen ohne gleich als Rabeneltern tituliert zu werden ?

Mike ( Der auch pubertiert hat-aber nicht so erschreckend agressiv)

Hallo Mike,

das hört aber ziemlich ungemütlich an!

Saufen,Rauchen,Weiber ,grosse Klappe und das alles am besten
extrem laut und agressiv! Muß man da wirklich nur „durch“ ?
Oder kann man auch mal nein sagen ohne gleich als Rabeneltern
tituliert zu werden ?

Ich glaube, es ist allerhöchste Zeit, endlich auch mal NEIN zu sagen und den Herren klarzumachen, dass auch die Eltern Bedürfnisse und vor allem auch Grenzen haben. Das hat mit Rabeneltern nichts zu tun.

Manchmal möchte ich meine Söhne nicht mal mehr

sehen, wenn ich höre was meine Exfrau alles aushalten muß.

Sag ihnen das! Gib ihnen zu verstehen wie du dich fühlst und dass du es so nicht mehr haben willst. Vielleicht können sie ja doch konstruktiv was zur Veränderung der Situation beitragen…

Gruß
Ulla

Was Du da beobachtest, ist sicherlich auch die Pubertät mit ihren Hormonproblemen, aber darunter liegen auch mehr als anderthalb Jahrzehnte Erziehungsarbeitsergebnis, kumuliert.

Mit irgendwelchen Erziehungstricks oder so kannst Du jetzt erst mal überhaupts nichts mehr reißen. Die Zeiten sind vorbei. Wahrscheinlich entwickelt sich später aber dann doch ein tiefes Freundschaftsverhältnis.

Und zum Thema „neinsagen“: ja, aber sicher doch! Krampfiges Familien-Idyll wollen die nicht, ist doch verständlich, denn schließlich wollen die Jugendlichen nicht die Kleinen zwischen lauter Gerontos sein. Was Euch fehlt (Ihr wißt es selber vielleicht nicht) sind kleine Kinder.

lG

w

Hallo!
Vielleicht solltet Ihr mal in den Spiegel schauen und Euch fragen, inweit Ihr dies verursacht habt. Kinder sind das Produkt Ihrer Erziehung!!!

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Hallo!
Vielleicht solltet Ihr mal in den Spiegel schauen und Euch
fragen, inweit Ihr dies verursacht habt. Kinder sind das
Produkt Ihrer Erziehung!!!

Nein, nein, nein.
Diese Art der Elternprügel habe ich sowas von gefressen.
Natürlich prägt Erziehung. Aber bei jedem Fehlverhalten
sofort mit den Fingern auf die Eltern zeigen, da macht
man es sich viel zu einfach.
Kinder sind nicht nur einfach Produkte, die funktionieren,
wenn nur rechtzeitig die richtigen Knöpfe gedrückt wurden.

Elke

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Hallo Michael,

pubertäre Jungs SIND schwierig. Das heißt nicht,
dass man es hinnehmen muss oder gar soll, aber vielleicht
hilft es zu wissen, dass andere durchaus ähnliche
Situationen durchleben.
Mein Mann ist nur am WE bei uns und es ist ein Drahtseil-
akt, den durchaus verständlichen Wunsch der Jugend (unsere
beiden sind 14 und 15), sich mit Freunden zu treffen, private
Freizeit zu haben, mit dem Versuch, Familie zu erleben
unter einen Hut zu bringen (was halt nur am WE stattfinden
kann).
Es hilft immer wieder die Kommunikationskanäle offen zu halten.
Über ganz normale Themen reden - dann weiß man schon, wie
man miteinander reden muss, wenn es um ernste Dinge geht.
Bei Themen wie „welche Musik mag man“, kann man üben, den
anderen ernstzunehmen, zuzuhören, und auch mal ein Gespräch
mit „we agree to disagree“ (wir stimmen darüber ein, ver-
schiedene Meinungen zu haben) zu beenden.
Ein Ohr für die Bedürfnisse der Jungen zu haben und nicht
rigoros und unflexibel auf eigene Bedürfnisse zu pochen - aber
sie auf keinen Fall zu kurz kommen lassen. Rechtzeitig
Pläne bekannt geben (umgekehrt lege ich Wert darauf, dass
die Jungs mir ihr Pläne rechtzeitig mitteilen). Gute Planung
ist wichtig. Und durchaus klarmachen, warum man diese
Zeit gemeinsam verbringen möchte - das kann durchaus
beinhalten, dass man seine Sorgen mitteilt. Die gemeinsame Zeit
interessant gestalten (damit meine ich nicht, Programm
ohne Ende, aber z.B. weil du das Grillen erwähnst - seit
wir das Feuer machen gänzlich in die Hände der Jungs gelegt
haben, machen sie viel lieber mit und tauchen nicht nur
zum Essen auf).
Was ich immer wichtiger finde: getrennte Zeit mit jedem
der Kinder zu verbringen. „Familie“ ist in diesem Alter
nicht so wichtig (wird es aber oft wieder), aber mit dem
Vater ein mehr und mehr „erwachsenes“ Verhältnis zu bekommen,
kann ein Ersatz ein.

Bevor ich missverstanden werde: es gibt Verhalten, die nicht
akzeptabel sind. Das muss klar sein. Es geht auch nicht
darum, dass man die Vater/Elternrolle abgibt und „auf Freund
macht“. Aber die Familienverhältnisse sind in dieser Zeit in
Bewegung, man muss neue Umgangsformen miteinander finden.
Die Kunst ist es, eine Balance zwischen den Bedürfnissen
aller Familienmitglieder zu finden.

Gruß
Elke

Hallo Rolf,

mir war klar das dieser Satz kommt.Natürlich sind wir alle Spiegelbild unserer elterlichen Erziehung. Aber ich glaube das wir uns ganz gut bis zum Zeitpunkt der Pubertät geschlagen haben. Fernsehen und Compi gab es , aber alles kritisch betrachtet. Bei uns war und ist immer was los und Toleranz kein Fremdwort.Viele Vorsätze sind natürlich mit der Zeit Baden gegangen-schweren Herzens. Jetzt ist der Compi/Fernseher doch noch das Lieblingsspielzeug geworden-man kann es in dem Alter halt nicht mehr verhindern,auch wenn man immer wieder kritisch hinschaut auf diese „Hammerspiele“.Compi abschaffen ? Mit fast 16J+18J ? Kaum möglich! Der eine kommt nach von der Arbeit(Azubi)nach Haus, macht das Ding an und danach ins Bett. Ist immer total gereizt und schafft es noch nicht einmal den Müll weg zu bringen! Der andere kommt nach Haus, schmeißt die Schulsachen in die Ecke und ist verschwunden- total gereizt über die gesetzte Zeit des Wiederkommens !Die sind ständig im „Streß“ und schaffen es nicht mal die „Schuhe zu zu binden“! Man wird geradezu als Volltrottel dargestellt, wenn man irgend ein Ballerspiel nicht kennt. Aber die wissen noch nicht mal was eine „Banane“ ist! Lächerlich ! Da ist nix außer hole Frasen und dämlichen Halbwissen,ständiges Rumgesschreie
und Ignoranz allem gegenüber.DAS NERVT GEWALTIG !
Das war nur ein Ausschnitt! Natürlich gibt noch schlimmeres in vielen Familien-wir sind nicht blind! Aber es fällt auf das viele Eltern rund herum mit dieser extremen Agressivität kämpfen-die alle aus dem „Mittelstand“ kommen und die ich nicht als „Hohlbirnen“ betiteln würde.
Ach, ich könnte noch hundert Seiten schreiben

Danke an alle

Mike

Hallo!

Ich hätte mal einfach einen Buchtipp. „Das kompetente Kind“ von Jesper Juul. Behandelt zwar nur teilweise die Pubertät, aber man kann sich, finde ich, gut wiederfinden und vielleicht auch erkennen, warum sich die beiden so verhalten. Ich fand es sehr einleuchtend.

Gruß,

M.

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Servus!

Du hast klassisch pubertierende Jungs, die ihre für sie enorm wichtige Freiheit einfordern. Sie fordern Rechte ein, aber sehen nicht ein, daß daraus auch Pflichten erwachsen.
Und Du nimmst den Faktor „Familienleben“ sehr viel wichtiger als sie (zur Zeit). Du versuchst die Familie zusammen zu halten, sie streben in die Freiheit.
Du musst nur folgendes sehen: Wenn der Ältere seine Schwerter bastelt, dann ist die Zeit, die er für den Baumarkt und im Keller aufbringt, für ihn viel wichtiger als das Grillen, klar.
Und daß es für den Jüngeren derzeit nix wichtigeres gibt als die Clique, auch - oder gerade - nachdem er eine Zeitlang von denen weg war, is auch klar.
Aber ich glaub, die beiden übertreiben´s derzeit: Sie sehen nur ihre Rechte, aber nicht ihre Pflichten, sehen nur ihre Wünsche, Eure Wünsche sind für sie unerheblich. So interpretiere ich deine Geschichten mit „Aufständen“, Aggressivität, Fordern, Computer etc.p.p.
So geht´s aber nicht. Ihr habt auch Rechte. Wenn ihr als euer Recht das Familiengrillen einfordert (bzw. sie an ihre Pflichten erinnert, die sie der FAmilie gegenüber haben - dazu zählt auch die Pflege der „interfamiliären Beziehungen“), ist das, glaub ich, schon zumutbar.

Wir haben beide es
nicht so dicke finanziell und versuchen doch noch vieles
möglich zu machen, aber so langsam stößt mir diese
Unverschämtheit des Nehmens übel auf!

Finanzieren die sich denn den Urlaub auf Sardinien bzw. in der Türkei nicht selber? Fänd ich vernünftig (der Ältere verdient ja eh schon selber), sie fahren ja scheinbar alleine bzw. mit Freunden weg.
Ein Ferienjob für den Jüngeren würde auch das Kapitel „Rechte und Pflichten“ beleuchten: Ferienjob bringt das Recht auf eigenes Geld, aber auch die Pflicht zu arbeiten.

Saufen,Rauchen,Weiber ,grosse Klappe und das alles am besten

extrem laut und agressiv!

Das ist die Pubertät - da kann man nix machen, da mutieren die meisten zu Monster-Machos.

Zusammenfassung: Mal „nein“ zu sagen, macht euch zu guten Eltern. Dem Unvermeidlichen seinen Lauf zu lassen, auch. Manchmal muß man die lieben Kleinen auf die Schnauze fliegen lassen, sonst lernen sie´s nicht. Über Musik zu streiten, bringt eh nix - und GEschmäcker sind nicht nur verschieden, sie ändern sich auch wieder.
Eure Söhne aber an „Rechte UND Pflichten“ zu erinnern, ist in der Pubertät unbedingt nötig - und da müsst ihr auch hart bleiben. Aber nicht zu hart (= stur, dann schalten die Blagen nämlich auch auf stur). Macht ihr aber eh nicht, oder?

VG
Christian

mehr fordern weniger liefern
Manchmal fragen wir uns, wie wohl unser 5jähriger in ein paar Jahren sein wird - er scheint schon jetzt manchmal in der Pubertät zu sein. Aber jede anstrengende Phase wechselt sich mit einer anderen Phase ab - anders anstrengend… :wink:

Meine Tipps (in Hinblick auf meine Pubertät und wie es damals lief)

Wir haben nur mal schüchtern nachgefragt, ob sie
denn am Sonntag Abend mal für ein kleines Wiedersehen Grillen
Zeit hätten? Aufstand: Man hat keinen Zeit für sich (6 Wochen
Ferien-der eine Sardinien, der andere Türkei)usw.

Ja, dann gibt’s eben kein Essen mehr von Euch geliefert. Der eine ist 18? hat er genug selbstverantwortlich zu leisten? Wäsche waschen, Essen machen, …
Und schüchtern nachfragen ist wohl auch nicht so gut. Ihr seid immer noch die Chefs!

Diese Ignoranz ist nicht
auszuhalten-wenn man von A nach B fährt und im Baumarkt Holz
für Schwerter kaufen kann und sich ganze Samstage fürs basteln
um die Ohren schlägt ist das in Ordnung ! Wir haben beide es
nicht so dicke finanziell und versuchen doch noch vieles
möglich zu machen, aber so langsam stößt mir diese
Unverschämtheit des Nehmens übel auf!

Dann müssen sich die beiden eben mal selbst Geld verdienen. Es gibt von Euch nur noch ein bestimmtes Etat zur Verfügung gestellt. Was mehr kostet, muß selbst aufgebracht werden.
Und Zeit für Zeit: Wenn Ihr den Samstag mit basteln verbringt, wird eben abends zusammen gegrillt…

Saufen,Rauchen,Weiber ,grosse Klappe

Wer schon so groß ist und „alles im Griff“ hat hat vielleicht auch eine eigene Wohnung im Griff?
Saufen und Rauchen geht hoffentlich auf eigene (also der Jungen) finanzielle Kosten? Oder zahlt Ihr die Kippen und den Alkohol?

Muß man da wirklich nur „durch“ ?
Oder kann man auch mal nein sagen ohne gleich als Rabeneltern
tituliert zu werden ?

Warum nicht nein sagen? Wenn die beiden das Recht haben, nein zu sagen, dann doch Ihr schon lange!
Computerspiele, die Ihr nicht wollt, müßt Ihr auch nicht kaufen, bzw. das Equipment dazu…
Vielleicht bietet Ihr den beiden einfach zu viel. Extras (in welcher Form auch immer) mußte ich (meine Brüder ebenso) mir damals selbst verdienen/leisten.
Damit fange ich jetzt schon bei meinem 5jährigen an. Es gibt die Basics und ab und zu ein Schmankerl, was aber als Extra daher kommt, muß er sich eben selbst „kaufen“ bzw. verdienen (sei es von seinem Taschengeld oder durch EXTRA-Hilfe im Haushalt oder andere aus seiner Sicht schwer zu erbringende Leistungen, wie z.B. seine Finger nicht mehr in den Mund nehmen …).

Ihr müßt nach wie vor fordern. Und wenn sie dann sagen, dass Ihr sie mal könnt, na dann könnt Ihr sie eben mal - zieht das mal durch, sie werden sich wundern.

Viel Kraft!
Claudia

Hallo W-W-W ler,

ihr habt alle ein bißchen Recht und trotzdem habe ich/wir ein Problem
mit dem Nein sagen. Die Trennung bringt ja für jeden eine besondere Situation hervor. Wir beide sind bemüht es so erträglich wie möglich zu machen-heißt keine Schlammschlachten,Geburtstage von allen(incl.Oma und Schwiegerm,)zu feiern,Weihnachten,usw. Ich(Vater) versuche so gut es geht Kontakt zu halten(Obwohl sich hier keiner blicken läßt,außer sie wollen was).Mutter ist erster Ansprechpartner. Es gibt Taschengeld-mit dem muß man auskommen.Der Azubi hat bis auf eine gewisse Abgabe alles für sich. Urlaub muß der Große jetzt selbst finanzieren,für den anderen haben wir mühsam angespart und die Omas aufgefüllt.Sonst können wir an Extras nicht viel zu bieten. Handykosten gibt es außer von der Oma mal, nix!
Wir haben Prakika in den Ferien besorgt zur „Berufsfindung“, usw. usw. Wir machen halt so gut es geht und kriegen immer einen auf den Deckel dafür.Aber soll man denen das mit der Lehrstelle überlassen-dann sitzen sie auf der Straße vor lauter:Auch das is alles ätzend-brauch ich nicht!Die haben außer sich selber nichts im Sinn-das ist meiner Meinung nach der Knackpunkt der heutigen Zeit. Aber wir haben es so nicht vermittelt!
Andererseits gibt es viele Familien wo die Kids schon mit 13J den eigenen Compi,Fernseher,Wohnung in der Wohnung haben und völlig allein in der Familie leben.Sprüche wie:Ach, ich weiß nicht was unser Kind da unten macht! -sind nicht selten gewesen.Das sind dann die Highlighs woran die Beispiele zu Hause aufgehängt werden- Der darf alles -Ich nix!
Aber wie heißt es so schön : Es wird nicht besser-nur anders !

So long

Mike

Hi!

Ich gestehe: würde meine Familie ein Wiedersehensgrillen veranstalten, wenn ich vom Urlaub zurückkomme, wäre ich auch genervt. Mir wäre das zu besitzergreifend - denn es ist das normalste der Welt, ab und zu wegzufahren und wiederzukommen.

Wie muß das erst auf einen Pubertierenden wirken, der gerade erst versucht, sich und seinen Weg zu finden!

Mein Großer wollte heuer schon zweimal nicht mit zu den Großeltern in ihr Zweithaus fahren. Gut, blieb er eben zu Hause - mit dem Kompromiß, zumindest ein, zwei Tage nachzukommen, da er ja weiß, wie gerne meine Mutter alle ihre Lieben versammmelt hat.
Mit ein bißchen gutem Willen und Verständnis beider Seiten für die Bedürfnisse des anderen läßt sich die Pubertät schon ertragen.

Ist doch schön zu erleben, wie sie _ihren_ Weg finden.

alien

P.S.: Grundsätzliches: Ich halte die Pubertät ganz allgemein für eine sehr schwere Phase im Leben eines Menschen. Die körperlichen Veränderungen sind da noch das harmloseste!
Sie müssen ihren Weg finden, die Weichen für die Zukiunft (Beruf) werden gestellt, sie müssen Entscheidungen treffen, die sich auf ihr ganzes weiteres Leben auswirken - da tät sich schon ein Erwachsener schwer.
Da muß ich ihnen nicht das Leben noch zusätzlich schwer machen, indem ich sie nicht ihren Weg finden lasse, sondern meine, ihnen den einen einzigen vorgeben zu müssen.

Hallo Alien!

Ich muß sagen, ich bin nicht deiner Meinung. Ich würde mich darauf freuen,nach einem langen Urlaub einen Abend mit meiner Familie zu verbringen.
Und auch während der weit zurückliegenden Zeit meiner Pupertät wäre es für mich selbstverständlich gewesen, zumindest ein paar Stunden mit meinen Eltern zu verbringen, um z.B. zu grillen.

Ich würde mich dabei überhaupt nicht eingeengt fühlen.
Es wurde von den Jungs ja nicht verlangt, dass sie jetzt erst mal die nächste Zeit zu Hause bleiben und sich der Familie widmen sollen. Ich denke, ein gemeinsamer Abend ist mehr als vertretbar.
Und wie das auf einen Pupertierenden wirkt, der gerade seinen Weg findet?
Im Normalfall so, wie es wohl auch ist. Das sich seine Eltern für ihn interessieren und dafür, wie sein Urlaub war.

Mit ein bißchen gutem Willen und Verständnis beider Seiten für
die Bedürfnisse des anderen läßt sich die Pubertät schon
ertragen.

Und genau hier liegt ja das Problem. Der gute Willen muß von beiden Seiten kommen.

Da muß ich ihnen nicht das Leben noch zusätzlich schwer
machen, indem ich sie nicht ihren Weg finden lasse, sondern
meine, ihnen den einen einzigen vorgeben zu müssen.

Generell stimme ich dem zu. ABER:
Wenn ich mir die Schilderungen von Mike hier durchlese, die Jungs waren , offensichtlich ohne Eltern, im Urlaub. Er verbringt seine Zeit damit für dem einen beim Basteln zu helfen etc.
Wo siehst du da, dass versucht wird den Jungs ’ den einzigen Weg’ vorzugeben?
Ich finde es klingt eher, als versucht man alles, um ihnen auf ihrem Weg zu helfen.

Und wir sollten nicht vergessen, dass Jugendliche ganz unterschiedlich stark pupertieren.
Wenn ich da nur mal meinen Bruder und mich vergleiche. (soweit man Jungs und Mädels hier vergleichen kann)
Ich habe mich auch geweigert, mit zu Verwandten zu fahren oder habe Tagelang nicht mit meinen Eltern gesprochen.
Das erscheint mir so die Art von Pupertät zu sein, die du mit deinem erfährst.

Mein Bruder war derjenige, der trotz eindrücklichem Verbost mit einem Tattoo nach Hause kam, der meine Mutter angeschrien hat, der Nachts weggeblieben ist und der seine Lehrstelle auch nur deshalb bekommen hat, weil mein Vater ihn nach ewigen Diskussion letzendlich dazu gezwungen hat, sich etwas zu suchen.

Kleine Aufmunterung an Mike:
Mein Bruder hat heute, genau wie ich, ein großartiges Verhältnis zu unseren Eltern. Er ist inzwischen ein sehr selbstständiger junger Mann, der sein Leben fest im Griff hat und auf den ich sehr stolz bin.

Was meiner Ansicht nach Jugendliche in der Pupertät genauso brauchen wie die Freiheit, ihre Entscheidungen zu treffen, sind Regeln.
Um das zu wiederholen, was andere hier schon gesagt haben: Wer Selbsttändigkeit und Freiheit will, muss wissen, dass es das nur mit Verantwortung und Pflichten gibt. Und wenn der betreffliche Jugendliche noch nicht in der Lage ist, diese Pflichten zu verstehen oder zu akzeptieren, dann gibt es halt auch nur ein bestimmtes Maß an Freiheit. Dann wird halt nicht geholfen, wenn die Eltern mal wieder gebraucht werden.
Das hat weder mit Rabeneltern noch mit Einschränkung der Jugendlichen nichts zu tun. Die Lektion gehört zum erwachsenwerden auch dazu.

LG,
Manuela

Hi!.

Wo siehst du da, dass versucht wird den Jungs ’ den einzigen
Weg’ vorzugeben?

Nirgendwo. Das ist ja aus dem ganz allgemeinen und grundsätzlichen PS. *g*

Ich habe mich auch geweigert, mit zu Verwandten zu fahren oder
habe Tagelang nicht mit meinen Eltern gesprochen.

Das erscheint mir so die Art von Pupertät zu sein, die du mit
deinem erfährst.

Mein Sohn hat sich nciht geweigert, da ich gar nciht auf die Idee gekommen wäre, ihn zwingen zu wollen. Was ich wollte, war, daß er ein wenig guten Willen und Interese zeigt, indem er für ein, zwei Tage nachkommt - das mußte ich nur einmal sagen und begründen.

Um das zu wiederholen, was andere hier schon gesagt haben: Wer
Selbsttändigkeit und Freiheit will, muss wissen, dass es das
nur mit Verantwortung und Pflichten gibt. Und wenn der
betreffliche Jugendliche noch nicht in der Lage ist, diese
Pflichten zu verstehen oder zu akzeptieren, dann gibt es halt
auch nur ein bestimmtes Maß an Freiheit.

Hier gehe ich den umgekehrten Weg. Ich behandle meine Pubertierenden wie Erwachsene - und gehe davon aus, daß sie sich meines Vertrauens würdig erweisen.
Bisher klappt das.

Allerdings gehört da eine große Portion Vertrauen in den Jugendlichen und die eigene „Aufbauarbeit“ in der Kindheit dazu. :wink:

Worauf ich vor allem hinauswill: das Desinteresse der Jugendlichen ist keine Lieblosigkeit, aber in eiener Phase, die einen Menschen so fordert wie die Pubertät, MUSS man einfach egoistisch sein.
Wenn ich als Mutter (oder auch Vater) mir das vor Augen halte und ich die Ablehnung nicht persönlich nehme, kann ich viel gelassener damit umgehen.

alien

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Hallo, Michael,
da hilft es auch wenig hinter die Titelzeile einen Smiley zu setzen,.
Solange Du diese jungen Erwachsenen als „Blagen“ titulierst, wenn auch (halb) im Scherz, tust Du kund, dass Du sie nicht ernst nimmst, nicht gewillt bist, auf Augenhöhe mit ihnen zu sprechen.

Würdest Du Dich ihnen gegenüber genauso verhalten. wären es nicht Deine Kinder sondern irgendwelche fremden jungen Leute?

Etwas weiter unten hat Alien einen sehr wahren Satz geschrieben:

Ich behandle meine Pubertierenden wie Erwachsene -
und gehe davon aus, daß sie sich meines Vertrauens
würdig erweisen.

Genau so sollte es sein.

Natürlich sind Jugendliche in diesem Alter nicht einfach. Sie haben ihre Position in der Welt noch nicht gefunden. Aber wir helfen ihnen nicht dadurch, dass wir ihnen zeigen, wie klein und abhängig sie doch sind, sondern damit, dass wir sie ihren Weg gehen lassen, auch wenn wir unsere Bedenken haben.

Das ist nicht immer einfach, aber eigene Erfahrungen macht nur, wer eigene Fehler macht. Wir haben sie auf die Schiene gesetzt, sie Weichen und Signale gelehrt, jetzt müssen sie selbst fahren.

Gruß
Eckard

Hallo Michael,

interessant gestalten (damit meine ich nicht, Programm
ohne Ende, aber z.B. weil du das Grillen erwähnst - seit
wir das Feuer machen gänzlich in die Hände der Jungs gelegt
haben, machen sie viel lieber mit und tauchen nicht nur
zum Essen auf).

als ich das gelesen habe, fiel mir ein, dass ein anschließendes Lagerfeuer vielleicht interessant sein könnte. Neulich hatte ich für Freunde (zwar erst ab ca. 20 jährige) einen Grillabend mit anschließendem Lagerfeuer gemacht, und alle fanden es ganz toll. Marshmallows sind da eine tolle Sache (wenn man die Teile mag), es kann aber auch schön sein zu beobachten, wie Tannenzapfen abbrennen…

Ich verstehe, dass es eine Familiengeschichte sein soll, aber vielleicht würden sie eher bereit sein, teilzunehmen, wenn ein oder zwei Freunde kommen dürften.

IANAE

Grüße,
Sabine F.

puBertät, es heißt puBertät owT
nichts für ungut

Elke

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Hallo,

mal ganz von dem sonstigen Verhalten Deiner Kinder (Rauchen, Saufen, Ballerspiele) abgesehen, bei dem ich keine Ahnung habe, ob das nun normal pubertierend ist oder schlimmer:

Ich bin am Samstag von einer Ferienfreizeit für Kinder bis einschl. 15 zurückgekommen, also etwas jünger als Deine, und mir haben beim Warten auf die Eltern mehrere der Kinder erzählt, dass sie sich schon auf zu Hause freuen, aber irgendwie doch nicht so richtig, aber wieso nicht, das konnten sie nicht erklären.
Meiner Meinung nach ist es tatsächlich ganz schön schwer, wenn man von so einer Ferienfahrt kommt, sich von jetzt auf gleich wieder ins Familienleben einzugliedern. Sogar bei uns, wo die Kinder jünger sind und relativ umfassend betreut und beschäftigt werden, fühlen sie sich viel selbständiger und erwachsener als zu Hause, einfach weil die Eltern weg sind und man sich zwar um sie kümmert, aber mehr um die Gruppe als Ganzes und nicht um die individuellen Befindlichkeiten einzelner - das ist für viele Kinder (hier geht es ebenfalls um den „Mittelstand“) eine ganz neue und eher positive Erfahrung.
Man könnte noch anmerken, dass viele Kinder von uns erst lernen, wie man mit einem Besen umgeht, was auch irgendwie merkwürdig ist, ihnen aber auch nicht schadet…
Jedenfalls wird dieser Umstellungseffekt von Ferienfreizeit nach Familienleben bei Deinen Kindern, die im Urlaub sicher mehr Freiheiten hatten als „unsere“ Kinder, wohl noch extremer sein, und mit diesem Zurückspringen in die normale „Kind-Rolle“ haben sowieso viele Probleme und wollen das dann umgehen, indem sie das durch Abwesenheit hinauszuzögern versuchen.
Sowas höre ich auch im Nachhinein von vielen Eltern, wenn ich die frage, was ihre Kinder von den Ferien erzählt haben: „Der hat noch gar nichts erzählt, er hat seinen Koffer ausgepackt und ist zu xy gefahren“
Klar ist das irgendwie blöd, aber wirklich weit verbreitet und m. E. auch irgendwie nachvollziehbar.

Überhaupt wundert mich, dass der 18jährige seinen Urlaub nicht alleine organisiert; Ihr könntet Euch ja trotzdem finanziell beteiligen. Ich bin wohl zu jung um Erziehungstipps für 18jährige zu geben, aber möglicherweise wäre es hilfreich, wenn Ihr ihm allgemein ein bisschen mehr Selbständigkeit aufdrängen würdet, ob er will oder nicht, denn irgendwann muss er es ja doch lernen. Gibt es gar nichts, wofür er alleine Verantwortung übernimmt? Da würde ich auch lethargisch werden und den ganzen Tag Computer zocken.
Bei mir hat sich das Verhältnis zu meinen Eltern normalisiert, als ich mich erwachsen verhalten konnte und meine Eltern gemerkt haben, dass ich meinen Kram selbst organisieren kann.
Der Punkt sollte so mit 18 ungefähr erreicht sein…vielleicht solltet Ihr da ein wenig nachhelfen.
So eine eigene Urlaubsplanung mit Freunden, wo von der Anreise bis zur Verpflegung alles selbst organisiert wird, kann da schon Wunder wirken. (auch wenn es nur der eigene Urlaub ist und nicht noch 50 Kinder mitgenommen werden :smile: - aber auch das macht einen erwachsen), ich kanns nur weiterempfehlen.)

viele Grüße
Sonja

Kommt drauf an …
… viel Zwiebeln und Leguminosen machen aus einem Teenie auch einen Pupertierenden …

nichts für ungut

Genau.

Eillicht zu Vensre

Hallo Sonja,
die Reise hat er schon allein mit einem Freund organisiert(Fast ohne unser dazu tun-im Kinderhotel weit ab vom Schuß,aber dafür „All Inclusive“-muß umheimlich spannend gewesen sein :wink:) Wir haben ihn diese Erfahrung machen lassen-war nicht unser Geld.Es waren zwei Tage zwischen Ankunft und Grillen-Zeit genug um schon wieder auf Fete zu gehen und nicht vereinnahmt zu werden! Das Grillen habe ich dann auch noch gekänzelt,weil mich das ganze Theater so enttäuscht hat,das ich auch mal bockig geworden bin! Jetzt hab ich als der Getrennt lebender natürlich wieder die A…Karte! Aber ich glaube wirklich das wir vor lauter „Zu Viel tun“ das hin und wieder nein sagen vergessen haben.Mütter sind da ja noch viel schlimmer- meine Ex hat in der besagten Chaos Nacht noch alle Wogen geglättet um Friede, Freude, Eierkuchen zu haben.Das triff mich um so härter-durchsetzen hat sie immer vereitelt,es sei denn es war ihr Ding!
Jetzt ist Sendepause-alle sind beleidigt ! Ich schau mir die Sache mal wieder von Ferne an,schau was ich mitbekomme!

Mike