hallo,
in einigen Beiträgen der vergangenen Tage war von „Feindseligkeit“ und „Hass“ die Rede.
In den Antworten kam meines ERachtens zu kurz, dass Hass, Feindseligkeit, Ablehnung , Aggressionen durchaus verständliche Reaktionen sein können.
Es gibt bekannte Leute (Konrad Lorenz, Peter Lauster - Psychotherapeut), welche Aggressionen als Reaktion auf Aggressionen für ganz natürlich halten.
Bei wikipedia fand ich folgendes. Ich zitiere :
„Im Gegenzug wird ein Beobachter, der eine bestimmte Stimulusperson für sehr aggressiv hält, die Stimulusperson häufig unfreundlich, dominant und distanziert behandeln, bis diese so verärgert ist, dass sie sich anschließend wirklich aggressiv verhält. Ähnlich zeigten die Autoren Word, Zanna und Cooper (1974), dass Personen, die (als Bewerber um einen Posten) vom Interviewer distanziert und etwas herablassend behandelt wurden, sich ungeschickter verhielten und nervöser waren als Personen, die auf freundliche Art interviewt wurden (siehe Ökonomische Betrachtungen).“
Der Psychoanalytiker ERich Fromm entschied „reaktiven Hass“ und „charakterbezogenen Hass“.
Wer durch eine Person (oder Personen) sehr feindseliges Verhalten mit Schädigung erfährt, kann daraufhin durchaus Hass gegen diese Person (Personen) entwickeln. Es handelt sich um reaktiven Hass !
Ich finde es schlimm, dass viele Psychotherapeuten so etwas vollkommen außer Acht lassen, stattdessen mit Lust und Wonne oder auch etwas Sadismus ziemlich schnell extrem harte Diagnosen verteilen, die den Patienten für sein ganzes Leben als sehr schwer krank abstempeln.
Die Gesellschaft verhält sich gegenüber dermaßen abgestempelten Menschen so widerwärtig (lässt sich gerne an denen aus !!!), dass es von seiten der so Abgestempelten zu enormem seelischen Belastungen kommt und damit auch zu Depressionen bis hin zu SElbstmordgedanken oder zu Ausrastern. Psychotherapeuten sind dann wiederum so ekelhaft, dass sie diese Reaktionen abermals als Symptom der angeblichen schweren Erkrankung darstellen. Unfähige und auch charakterschwache Psychotherapeuten sorgen also für noch mehr Stress statt für Entspannung.
Wie wäre es mal mit Aufrichtigkeit, Ihr Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater!
A.K.