Aggressionen (Gewalt) bei Jugendlichen

Hallo !

Einige Jugendliche/junge Männer sind sehr aggressiv - wie in den Medien berichtet wird.

Ich bin der Meinung, dass viel zu wenig über die Ursachen (lange Entstehungsgeschichte) dieser Aggressioenen nachgedacht und nachge-forscht wird. Sehr viel mehr wird über Bestrafung, Wegsperren und couragiertes Eingreifen in eine gefährliche Situation gesprochen.

Meine Fragen an Euch :

  1. Was alles führt dazu, dass einige Jugendliche und junge Erwachsene so extrem aggressiv werden ?

  2. Warum legen so viele Menschen in unserer Gesellschaft so wenig Wert auf präventive Maßnahmen (Hilfe für die Eltern dieser aggressiven Jugendlichen; psychologische Interventionen bei den Kindern, nicht durch Lehrer, sondern durch Kinderpsychologen) ?

  3. Sind Gegenaggressionen (harte Bestrafung, Gefängnis/Psychiatrie, Hass, Abstempelung fürs Leben, aggressive Züchtigung) der richtige Weg, etwas zu ändern ?

  4. Werden solche aggressiven Täter nicht auch durch einige Menschen dazu benutzt, aufgestauten Hass (gegen Emigranten und ihre Kinder, gegen Arbeitslose; unterdückter Hass gegen Menschen, die anders sind und dann noch Steuergelder kosten) und Unzufriedenheit auszuleben ?
    (Ventil-Funktion u. Sündenbock-Funktion der aggressiven Jugendlichen für Teile unserer Gesellschaft!)

  5. Warum wird „Liebe/Aufmerksamkeit-Schenken“ an solche aggressiven jungen Menschen durch so viele Menschen als „ungerechtfertigte Belohnung“ angesehen ?

Für einen ernsthaften Umgang mit meinen Fragen (und damit auch mit mir) wäre ich dankbar.

Gruß
Angelika

Antworten
Hallo Angelika

Ich bin der Meinung, dass viel zu wenig über die Ursachen
(lange Entstehungsgeschichte) dieser Aggressioenen nachgedacht
und nachge-forscht wird. Sehr viel mehr wird über Bestrafung,
Wegsperren und couragiertes Eingreifen in eine gefährliche
Situation gesprochen.

Oh es haben sich durchaus Menschen Gedanken darüber gemacht, welche Ursachen Aggressionen haben, was sie fördert und was sie mindert.
Ein Beispiel, das mir einfällt ist von Erich Fromm „Anatomy of Human Destructiveness“, ein recht umfangreiches Buch zu diesen Fragen. Nicht, dass dieses Buch ein Standardwerk wäre oder gar die Wahrheit enthielte - aber es ist ein Beleg dafür, dass Aggressionen Untersuchungsgegenstand sind.

  1. Was alles führt dazu, dass einige Jugendliche und junge
    Erwachsene so extrem aggressiv werden ?

Das weiß keiner so genau. Es gibt allerdings viele Meinungen und Vermutungen.
Von zwei Personen, die gewaltbegünstigenden Einflüssen ausgesetzt sind, wird oft nur einer nach außen aggressiv und der andere nicht. Und dann gibt es Fälle, in denen jemand ganz behütet aufwächst und trotzdem durchdreht.

  1. Warum legen so viele Menschen in unserer Gesellschaft so
    wenig Wert auf präventive Maßnahmen (Hilfe für die Eltern
    dieser aggressiven Jugendlichen; psychologische Interventionen
    bei den Kindern, nicht durch Lehrer, sondern durch
    Kinderpsychologen) ?

Wird wenig Wert darauf gelegt? Was wäre denn das rechte Präventionsmaß? Man muss doch immer zwischen Aufwand und Nutzen abwägen und auch beachten, was praktisch machbar ist.
Analogie: Warum stürzen immer noch Flugzeuge ab? Warum wird nicht für mehr Sicherheit gesorgt? Antwort: Weil zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die die Anzahl der Abstürze wesentlich verringen würden, so aufwändig und teuer wären, dass Fliegen nicht mehr praktikabel und erschwinglich wäre. Also lässt man ein gewisses, sehr geringes Restrisiko bestehen.
Amokläufe sind zwar schockierend, aber doch trotzdem extrem selten. Ich meine, praktisch niemand läuft jemals Amok. Was soll man nun unternehmen, damit diese ohnehin verschwindend geringe Zahl auf Null sinkt? Ich weiß, du fragst nicht explizit nach Amokläufen, aber ich glaube, du hast sie bei deinen Fragen im Sinn. Sollen jetzt alle Schüler/Menschen regelmäßig zum Psychologen gehen? Haben wir genug Psychologen dafür? Und würde das überhaupt helfen?
Du darfst die Macht der Psychologen nicht überschätzen. Wenn der Client/Patient nicht mitspielt, können sie wenig bis gar nichts tun.

  1. Sind Gegenaggressionen (harte Bestrafung,
    Gefängnis/Psychiatrie, Hass, Abstempelung fürs Leben,
    aggressive Züchtigung) der richtige Weg, etwas zu ändern ?

Manchmal ja, manchmal nein. Auch hier gibt es keine klaren Kausalitäten. Natürlich ist Verständnis und Therapie und dergleichen für die meisten Täter besser als Gegengewalt, aber auch hier stellt sich wieder die Frage nach Machbarkeit und Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Man kann auch fragen: Warum soll ein brutaler Vergewaltiger eine Psychotherapie bekommen, während zahllose Menschen, die niemandem etwas zu Leide getan haben, die vielleicht sogar Opfer sind, mit ihren seelischen Problemen ewig auf Therapieplätze warten müssen, weil es nicht genug Therapeuten gibt?

  1. Warum wird „Liebe/Aufmerksamkeit-Schenken“ an solche
    aggressiven jungen Menschen durch so viele Menschen als
    „ungerechtfertigte Belohnung“ angesehen ?

Ist das der Fall?
Wie kann ich solche Gefühle aufbringen? Ich kann doch nicht beschließen, was ich fühle. Und viele fühlen nunmal keine Liebe für Brutalos.

Was auch immer man unternimmt, es wird nie völlig sicher sein in der Welt und es wird immer Menschen geben, die Gewalt verüben. Ich denke, historisch gesehen waren die Menschen in Deutschland noch nie so zahm wie sie es heute sind. Es ist also schon viel erreicht worden. Ein größeres Heer von Psychologen, die vorbeugen und Täter therapieren, wird es nicht besser machen.

Tychi

Hallo Angelika,

ich lebe in einem Land in dem das alles viel schlimmer als in D ist und es wird ueberall auch immer schlimmer werden. GB hat die hoechste Teenagerschwangerschaftsrate in Europa, diese Kultur sich regelmaessig zu betrinken faengt schon bei den Teenagern an. In jedem Ort und jeder Stadt gibt es eine ‘schlechte Gegend’ wo Sozialhilfeempfaenger leben die sehr oft was Intelligenz und Bildungsniveau angeht sehr weit unten anzusiedeln sind. Hohe Kriminalitaetsraten, Gangs und auch massive Kulturunterschiede durch Einwanderer die sich nicht anpassen sondern der Meinung sind, dass GB sich an sie anzupassen hat, was wiederum grosse Konflikte ausloest. Ich erlebe GB als ein total degeneriertes (und auch inkompetentes) Volk. D ist das Paradies im Vergleich, aber auch dort geht es massiv abwaerts.

Vor allem letztere Beispiele koennen auch auf D uebertragen werden. Bei all den kaputten Familien, vergessenen Werten und den Kultureinfluessen (um ein freundliches Wort zu benutzen) mancher auslaendischer Buerger ist es kein Wunder, dass immer mehr Kinder voellig gestoert sind und das wiederum spaeter auf deren Kinder uebertragen. Und leider darf ja jeder, ob geeignet oder nicht, beliebig Kinder in die Welt setzen (was vor allem die Leute machen zu scheinen, die keine Kinder haben sollten) die nicht mal was dafuer koennen, dass die Eltern (die sich vermutlich ohnehin bald trennen werden) voellig ungeeignet sind, Kinder aufzuziehen.

Fuer praeventive Massnahmen ist es da zu spaet. Die heutige Gesellschaft laesst sich nicht aendern und daher werden auch die naechsten Generationen nicht anders aufwachsen. Das alles wird sich noch potenzieren und ich habe keinen Zweifel daran, dass wir in nicht allzuferner Zukunft in D und anderen derzeit kriegsfreien Laendern (Buerger)Kriege etc. haben werden. Was noch mehr gestoerte Menschen produzieren wird. Genug Beispiele gibt es ja mit den Soldaten die in heutigen Konflikten/Kriegen eingesetzt sind und mit starken psychischen Problemen nach Hause zurueckkehren, sollten sie es denn ueberleben. Und wie sollten sie auch mit allem fertig werden koennen?

Es gibt nicht genug Therapie auf der Welt, um jeden zu “heilen”, das halte ich nur fuer einen Tropfen auf den heissen Stein (zumal die die es noetig haben, es offensichtlich nicht in Anspruch nehmen). Ich bin aber trotzdem dafuer, dass man allen Therapie zugaenglich machen sollte und Kinder in voellig inakzeptablen Umstaenden besser beschuetzt werden sollten (gutes Beispiel: Baby P).

Ich waere auch dafuer, Leute nur nach Eignungstest und unter Beruecksichtigung der Verhaeltnisse Kinder bekommen zu lassen. Das wuerde das Problem nach ein paar Generationen naemlich erheblich verbessern. Das wuerde ich fuer die effektivste Massnahme halten, denn das waere die Chance, das Problem erst gar nicht entstehen zu lassen. Aber soweit sind wir wohl noch nicht, dass das kontrolliert wird.

Gruesse

Kris

Hallo Angelika,

ich denke, dass das Problem vor allem dadurch entsteht, dass gewaltbereite Kinder viel zu spät oder gar nicht an ihre Grenzen stoßen.

Erwachsene haben gelernt, dass es nur Ärger einbringt, wenn man gegen die Kinder anderer Leute vorgeht. So kommt es, unter anderem, dazu, dass 12jährige Mädchen mit Kippe im Mund durch die Einkaufszone laufen, dass Bänke belagert sind von Kindern mit glasigen Augen, ohne dass auch nur jemand die Polizei holt.

Die Polizei unternimmt auch nichts. Niemand hat mehr Respekt vor ihr. Kinder lachen über die „Bullen“.

Lehrer, aller Druckmittel beraubt, können sich oft nur noch dadurch wehren, dass sie gewisse Kinder vor den anderen lächerlich zu machen. Die Geburtsstunde für spätere Amokläufer.

Eltern, psychologisch total überfordert, lassen ihren Sprösslingen freien Lauf, obwohl eine Ohrfeige zur rechten Zeit manchmal besser helfen würde, als alle Psychologie.

Das öffentlich rechtliche Fernsehen, zeigt, um seine paar verblödeten Zuschauer zu halten, von morgens bis abends verquere, wirklichkeitsfremde Beziehungskisten. Opium für’s Volk, statt seinem Bildungs- und Erziehungsauftrag nachzukommen.

Begriffe wie Ehre, Treue, Kameradschaft, Fairness, sind heute eher lächerlich, gebraucht man sie, läuft man Gefahr, als Nazi eingestuft zu werden.
Zu meiner Zeit galt es als unehrenhaft, auf jemand, der am Boden lag, weiter einzuprügeln.

Filme, in denen es als lustig gilt, jemand in die Genitalien zu treten, sieht man heute allenthalben.

Und ja, Strafe muss sein, aber sie muss früher kommen, sie muss angemessen schmerzhaft und vor allem blamabel sein. Kein Kind soll sich damit brüsten können, wenn es für irgendetwas bestraft worden ist.

Alle Säugetiere erziehen ihre Jungen durch Strafen, nur der Mensch meint, auf einmal psychologisch daher kommen zu müssen.

Und wenn psychologisch, dann bitte frühzeitig, nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Schließlich sind die Problemfamilien weitgehend bekannt. Vorsorge im Kindesalter würde uns die teure und oftmals nutzlose Nachsorge später ersparen.

Gruß, Nemo.

Hallo Angelika

Ich bin der Meinung, dass viel zu wenig über die Ursachen
(lange Entstehungsgeschichte) dieser Aggressioenen nachgedacht
und nachge-forscht wird. Sehr viel mehr wird über Bestrafung,
Wegsperren und couragiertes Eingreifen in eine gefährliche
Situation gesprochen.

Oh es haben sich durchaus Menschen Gedanken darüber gemacht,
welche Ursachen Aggressionen haben, was sie fördert und was
sie mindert.
Ein Beispiel, das mir einfällt ist von Erich Fromm „Anatomy of
Human Destructiveness“, ein recht umfangreiches Buch zu diesen
Fragen.

Ist schon lange her !
Was geschieht heutzutage auf dem Gebiet ?

  1. Was alles führt dazu, dass einige Jugendliche und junge
    Erwachsene so extrem aggressiv werden ?

Das weiß keiner so genau.

Auch Erich Fromm nicht ?
Ich glaube, dass Deine Bemerkung „Das weiss keiner so genau“ nicht die Wahrheit ist, sondern eher DEin persönlicher Wissensstand auf dem Gebiet.

  1. Warum legen so viele Menschen in unserer Gesellschaft so
    wenig Wert auf präventive Maßnahmen (Hilfe für die Eltern
    dieser aggressiven Jugendlichen; psychologische Interventionen
    bei den Kindern, nicht durch Lehrer, sondern durch
    Kinderpsychologen) ?

Wird wenig Wert darauf gelegt?

Ja.

Was wäre denn das rechte Präventionsmaß ? Man muss doch immer :zwischen Aufwand und Nutzen abwägen

„Aufwand und Nutzen“ ?

und auch beachten, was praktisch machbar ist.

„praktisch machbar“ ?

Sind „mehr Kinder- und Jugemdpsychologen“ und „echte Liebe“ Deiner Meinung nach nicht machbar ?

Analogie: Warum stürzen immer noch Flugzeuge ab? Warum wird
nicht für mehr Sicherheit gesorgt?

Der Vergleich hinkt ganz gewaltig !

Antwort: Weil zusätzliche
Sicherheitsmaßnahmen, die die Anzahl der Abstürze wesentlich
verringen würden, so aufwändig und teuer wären, dass Fliegen
nicht mehr praktikabel und erschwinglich wäre.

„erschwinglich“ ?

Also lässt man
ein gewisses, sehr geringes Restrisiko bestehen.

Wenn Dein Sohn das Opfer des Restrisikos werden würde, würdest Du dann auch noch so denken und reden ?

Ich weiß, du fragst nicht
explizit nach Amokläufen, aber ich glaube, du hast sie bei
deinen Fragen im Sinn.

Nein, nicht ausschhließlich.

Sollen jetzt alle Schüler/Menschen
regelmäßig zum Psychologen gehen?

Nein.

Du darfst die Macht der Psychologen nicht überschätzen.

Ich unterschätze sie aber auch nicht.

Wenn
der Client/Patient nicht mitspielt, können sie wenig bis gar
nichts tun.

Sehr gute Psychologen kriegen viel hin. Das glaube ich.

  1. Sind Gegenaggressionen (harte Bestrafung,
    Gefängnis/Psychiatrie, Hass, Abstempelung fürs Leben,
    aggressive Züchtigung) der richtige Weg, etwas zu ändern ?

Manchmal ja, manchmal nein. Auch hier gibt es keine klaren
Kausalitäten. Natürlich ist Verständnis und Therapie und
dergleichen

„und dergleichen“

für die meisten Täter besser als Gegengewalt,

Du hast mich nicht verstanden : Es geht um psychologische Betreuung von Eltern und Kindern, ohne dass zuvor schlimmes durch die Kinder /Jugendlichen getan wurde.

aber
auch hier stellt sich wieder die Frage nach Machbarkeit und
Kosten-Nutzen-Verhältnis.

„Kosten-Nutzen-Verhältnis“ („Was sind schon ein paar Tote ? Ein vernachlässigbarer Faktor.“ "Außerdem braucht man ja Gewalttäter, damit die Medien was zu berichten haben und viele Menschen von ihren eigenen Fehlern und Boshaftigkeiten ablenken können.)

Man kann auch fragen: Warum soll ein brutaler Vergewaltiger
eine Psychotherapie bekommen, während zahllose Menschen, die
niemandem etwas zu Leide getan haben, die vielleicht sogar
Opfer sind, mit ihren seelischen Problemen ewig auf
Therapieplätze warten müssen, weil es nicht genug Therapeuten
gibt?

Warum sollte es denn nicht mehr Psychotherapeuten geben ?
Der Kosten wegen ?

  1. Warum wird „Liebe/Aufmerksamkeit-Schenken“ an solche
    aggressiven jungen Menschen durch so viele Menschen als
    „ungerechtfertigte Belohnung“ angesehen ?

Ist das der Fall?

Ja, das ist der Fall.

Wie kann ich solche Gefühle aufbringen?

Wahre Liebe ist kein Gefühl, wie Du irrtümlich behauptest, sondern wahre Liebe ist ein bestimmtes Handeln und Verhalten mit positiver Absicht. Lies doch mal von Erich Fromm das Buch „Die Kunst des Liebens“.

Ich kann doch nicht
beschließen, was ich fühle.

Und viele fühlen nunmal keine

Liebe für Brutalos.

Was auch immer man unternimmt, es wird nie völlig sicher sein
in der Welt und es wird immer Menschen geben, die Gewalt
verüben. Ich denke, historisch gesehen waren die Menschen in
Deutschland noch nie so zahm wie sie es heute sind. Es ist
also schon viel erreicht worden. Ein größeres Heer von
Psychologen, die vorbeugen und Täter therapieren, wird es
nicht besser machen.

Tychi

Hallo Angelika

Ich kann doch nicht
beschließen, was ich fühle.

Und viele fühlen nunmal keine

Liebe für Brutalos.

Tychi

Tychi,
viele Menschen (vielleicht sogar die meisten) können nicht lieben.

Das ist so, weil sie selbst nicht geliebt wurden, keine Vorbilder hatten und das Lieben auch nicht geübt haben.

Wenn (wenn !) Du nicht lieben kannst, würde ich Dir auf jeden Fall abraten, Psychotherapeut zu werden.

Ich möchte nur solche Menschen als Psychotherapeuten sehen, die lieben können.

Wer sagt denn, dass Du Gefühle beschließen sollst ? Habe ich das etwa von Dir erwartet ?
Es ist ganz natürlich, dass Menschen Ablehnungen haben.

Ich bin vor einigen Jahren einem Mann begegnet, der sehr liebe Augen hatte und sehr freundlich zu mir war (wir hatten keine Beziehung !!). Der Mann hatte aber zwei oder drei Frauen getötet und war zwanzig Jahre lang als Patient in einer psychiatrischen Klinik gewesen, was ich erst einige Wochen nach unserem Kennenlernen von ihm persönlich erfuhr. Er gab mir ein Psychiatrisches Gutachten über ihn. Ich stellte ihn in einfühlsamer, friedlicher, ruhiger, neutraler Art einige Fragen zu seinen Erlebnissen in der Kindheit und Jugend. Danach waren mir seine grausamen Taten ziemlich verständlich. Aber vorsichtig : Ich akzeptiere Gewaltaten nicht !
Wenn ich aber erkenne, was Menschen ihm angetan haben, als er noch ein unschuldiges Kind war, dann erkenne ich wesentliche Ursachen für seine späteren Gewalttaten. „Erkennen“ gehört zum Lieben dazu. Für diesen Mann hatte ich niemals Gefühle. Doch er hatte einige positive Verhaltensweisen, die mich positiv ansprachen. Und diese positive Eigenschaften und Verhaltensweisen hatte er wahrscheinlich als Kind schon gehabt.

Gruß
Angelika

Hi,

Ich glaube, dass Deine Bemerkung „Das weiss keiner so genau“ nicht die Wahrheit ist, sondern eher DEin persönlicher Wissensstand auf dem Gebiet.

Das ist mal ein kesses Statement! Wenn Du sagst, dass „Das weiss keiner so genau“ nicht die Wahrheit ist, bedeutet das logischerweise, dass Du eine Lösung zur Verfügung hast. Warum fragst du dnn hier und verschwendest Zeit, statt deine Lösung zur Vrhinderung von GEwalt in die Tat umzusetzen?

„praktisch machbar“ ?

Sind „mehr Kinder- und Jugemdpsychologen“ und „echte Liebe“ Deiner Meinung nach nicht machbar ?

Aggression (wie bei den U-Bahnschlägern) hat verschiedene Ursachen. eine davon ist, dass Kinder aufwachsen, dern Eltern selbst nicht gelernt haben, mit Frust umzugehen, sich auszudrücken, Konflikte zu bewältigen. Wie soll ein Psychologe schaffen, was die Eltern in 17 Jahren nicht geschafft haben? Empathie, Nächstenliebe, Frustrationstoleranz sind Sachen, die man ganz früh im Leben lernt, durch Nachahmen von Erlebten, so dass es dann später Dinge sind, „die man eben hat als normaler Mensch“. Lernen ist da sehr, sehr schwer. Wie bringt man jemandem bei, etwas zu geben, was er nie selbst empfunden hat? Wie soll man jemandem beibringen, solche Gefühle zu zeigen, wenn er nie erlebt hat, dass es sich lohnt? Wie soll so jemand lernen, die diffizilen Entscheidungen zu treffen, die dafür notwendig sind? Denn wiederum darf ich ja auch nciht herumrennen und jedem vertrauen.
Und so grausam es klingt: eine Gesellschaft, die gewaltfrei ist, werden wir nie haben. Es sollte ein erstrebenswertes Ziel bleiben, aber man muss sich im Klaren sein, dass man nicht alles und immer verhindern kann. Dazu sind Menschen zu komplex.
Psychologen sind sicherlich bei der Verarbeitung von Gewalt sehr wichtig. Aber ein MEhr an Psychologen ist nicht der Stein der Weisen, schon gar nciht in der Prävention. Du hast selbst geschrieben, dass SEHR GUTE Psychologen sehr viel ausrichten können. Damit hast Du durchaus recht. Nur bekommt man, wenn man Stellen für, sagen wir, 1000 Psychologen schafft, eben nicht 1000 sehr gute Psychologen, sondern 1000, die ihr Studium geschafft haben. Oder ich lege eine mindestnote fest, dann kriege ich aber die 1000 nicht zusammen.

Die Franzi

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Hallo!

„Das weiss keiner so genau“

nicht die Wahrheit ist, sondern eher DEin persönlicher
Wissensstand auf dem Gebiet.

Könnte aber auch heißen: Es gibt keine einhellige wissenschaftliche Meinung darüber. Eben verschiedene Theorien. Aber die treffen auch nicht immer zu.

Du darfst die Macht der Psychologen nicht überschätzen.

Ich unterschätze sie aber auch nicht.

und

Sehr gute Psychologen kriegen viel hin. Das glaube ich.

und

Du hast mich nicht verstanden : Es geht um psychologische
Betreuung von Eltern und Kindern, ohne dass zuvor schlimmes
durch die Kinder /Jugendlichen getan wurde.

und

Warum sollte es denn nicht mehr Psychotherapeuten geben ?

Du scheinst wirklich eine hohe Meinung von Psychotherapie haben. Aber diese sind nicht die Lösung.
Wir leben wohl in einer Gesellschaft, in der viel psychologisiert wird. Dem gesunden Menschenverstand wird immer weniger Beachtung geschenkt.
Oder liegt das daran, dass man ihn tatsächlich weniger beachten sollte, da er durch die Massenmedien (juhu, ein Sündenbock) immer mehr eingetrübt wird.

Ich habe zumindest einen interessanten Artikel gefunden, der in dieser Hinsicht den ein oder anderen Leser interessieren könnte:

http://www.zeit.de/2009/32/Das-therapierte-Kind-32

LG
Stefan

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Hallo Kris,

ganz ehrlich, ich traue mich kaum, auf Deinen Beitrag zu antworten, undzwar deshalb, weil das Problem in GB - wie Du es schilderst - riesig zu sein scheint und ich meiner Vermutung nach nicht genug weiss, um für diese „Pandemie“ eine mögliche Lösung zu finden.

Nun ja, es gibt verschiedene Herangehensweisen an solch ein riesiges Problem.

Ich würde mal sagen, dass es aller höchste Zeit ist, dass schon in Kindergärten und in Grundschulen in GB eine ganz bestimmte Erziehung stattfinden muss, undzwar getrennt von klassischen Unterrichtsfächern.

Eine andere Heramgehensweise gibt es in GB schon : Bestrahlung der Gehirne der Menschen.

Kann sein, dass die Sowjets das erfunden haben. Mit „großflächiger“ Bestrahlung werden Menschen zahm gemacht. Die USA haben das im Irak-Krieg angewandt. Britische Polizisten besitzen schon entsprechende Waffen (zum Verjagen unliebsamer Personen aus der Stadt)

Ich könnte mir vorstellen, dass auch Massenhypnose funktioniert.

Außerdem sollten sich endlich die Fernsehprogramme extrem ändern. Es sollten keine Spielfilme mit Gewalt oder Aggressionen mehr gezeigt werden, sondern pädagogisch wertvolle Filme und humorvolle Filme.

Gewalt-verherrlichende Computerspiele sollten verboten werden. Wer immer behauptet, dass solche Gewaltspiele keinen Einfluss augf die Entstehung von Gewaltbereitschaft bei jungen Menschen hat, der sagt einfach nicht die Wahrheit.

ein lieben Gruß nach GB
Angelika

Hallo Angelika,

ich denke, dass das Problem vor allem dadurch entsteht, dass
gewaltbereite Kinder viel zu spät oder gar nicht an ihre
Grenzen stoßen.

Erwachsene haben gelernt, dass es nur Ärger einbringt, wenn
man gegen die Kinder anderer Leute vorgeht.

„vorgeht“ (Polizeisprache)

Gegen Kinder sollte man nicht „vorgehen“.

So

wodurch ?

kommt es, unter anderem, dazu, dass 12jährige Mädchen mit Kippe im :Mund durch
die Einkaufszone laufen, dass Bänke belagert sind von Kindern
mit glasigen Augen, ohne dass auch nur jemand die Polizei
holt.

Die Einflussnahme auf Kinder muss viel früher stattfinden, nicht erst dann, wenn „das Kind in den Brunnen gefallen ist“ !!!

Die Polizei unternimmt auch nichts.

Das Auftreten von Polizei hat in manchen (manchen !!!) Fällen eine ganz ähnliche (analoge) Wirkung wie „Benzin auf Feuer schütten“ !

Niemand hat mehr Respekt
vor ihr.

Ich auch nicht ! Aus gutem Grund !

Kinder lachen über die „Bullen“.

Wenn diese Kinder sonst nichts zu lachen haben !
Außerdem machen sie nach, was sie in Filmen sehen !

Lehrer, aller Druckmittel

„Druckmittel“ - Druck - Druck - Druck - Druck

beraubt, können sich oft nur noch
dadurch wehren, dass sie gewisse Kinder vor den anderen
lächerlich zu machen.

Was eine ekelhafte Methode ist !

Die Geburtsstunde für spätere
Amokläufer.

So ist es möglicherweise in vielen Fällen.

Eltern, psychologisch total überfordert, lassen ihren
Sprösslingen freien Lauf, obwohl eine Ohrfeige zur rechten
Zeit manchmal besser helfen würde, als alle Psychologie.

Weder „freien Lauf lassen“ noch „eine Ohrfeige“ ändert was zum Positiven.

Das öffentlich rechtliche Fernsehen, zeigt, um seine paar
verblödeten Zuschauer zu halten, von morgens bis abends
verquere, wirklichkeitsfremde Beziehungskisten. Opium für’s
Volk, statt seinem Bildungs- und Erziehungsauftrag
nachzukommen.

So ähnlich sehe ich das auch, glaube aber, dass das öffentliche Fernsehen noch niemals den Auftrag bekommen hat, Menschen zu erziehen.

Begriffe wie Ehre, Treue, Kameradschaft, Fairness, sind heute
eher lächerlich, gebraucht man sie, läuft man Gefahr, als Nazi
eingestuft zu werden.

Fairness ist kein Begriff der Nazis. Es gibt noch viele wertvolle Begriffe, die nicht durch die Nazis vorbelastet sind. Den Begriff Liebe haben die auch nicht benutzt (wenn, dann eher vereinzelt und nur in dem Bezug „Liebe zwischen Mann und Frau“)

Zu meiner Zeit galt es als unehrenhaft, auf jemand, der am
Boden lag, weiter einzuprügeln.

Mit den Begriff „ehrenhaft“ und „unehrenhaft“ kommt man da nicht weit.Es gibt sogar Männer, die treten eine Frau, wenn sie auf dem Boden liegt, wenn sie davon überzeugt sind, dass die Frau Böses oder Unehrenhaftes getan hat. Diese Männer „bestrafen“ die vermeintliche ehrverletzende Schande, die die Frau ihrer Vermutung oder Einschätzung nach begangen hat. Diese Männer sehen sich selbst als anständig und als Beschützer der Ehre der Familie.

Und ja, Strafe muss sein, aber sie muss früher kommen, sie
muss angemessen schmerzhaft und vor allem blamabel sein. Kein
Kind soll sich damit brüsten können, wenn es für irgendetwas
bestraft worden ist.

Alle Säugetiere erziehen ihre Jungen durch Strafen, nur der
Mensch meint, auf einmal psychologisch daher kommen zu müssen.

Auch ein Strafe (sogar eine schmerzhafte) kann aus psychologischer Sicht sinnvoll sein. Aber nicht wahllos und nicht generell. Das aggressive Abreagieren der genervten Erwachsenen an Kindern hat in vielen Fällen absolut nichts mit sinnvoller Bestrafung zu tun !!!

Und wenn psychologisch, dann bitte frühzeitig, nicht erst,
wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

So sehe ich das auch.

Gruß
Angelika

Hi,

Ich glaube, dass Deine Bemerkung „Das weiss keiner so genau“ nicht die Wahrheit ist, sondern eher DEin persönlicher Wissensstand auf dem Gebiet.

Das ist mal ein kesses Statement! Wenn Du sagst, dass „Das
weiss keiner so genau“ nicht die Wahrheit ist, bedeutet das
logischerweise, dass Du eine Lösung zur Verfügung hast.

Warum
fragst du dnn hier und verschwendest Zeit, statt deine Lösung
zur Vrhinderung von GEwalt in die Tat umzusetzen?

Meine Antworten darauf :

  1. Ein Mensch alleine kann dieses Problem nicht bewältigen !!!
  2. Es ist sinnvoll, wenn möglichst viele Menschen über das Problem nachdenken, sich dann erst einmal ausführlich über das Problem austauschen, mögliche Lösungswege diskutieren (Vor- und Nachteile abwägen, neue Argumente berücksichtigen) und dann zu einer Art Plan kommen, der schließlich umgesetzt wird.

„praktisch machbar“ ?

Sind „mehr Kinder- und Jugemdpsychologen“ und „echte Liebe“ Deiner Meinung nach nicht machbar ?

Aggression (wie bei den U-Bahnschlägern) hat verschiedene
Ursachen. eine davon ist, dass Kinder aufwachsen, dern Eltern
selbst nicht gelernt haben, mit Frust umzugehen, sich
auszudrücken, Konflikte zu bewältigen. Wie soll ein Psychologe
schaffen, was die Eltern in 17 Jahren nicht geschafft haben?
Empathie, Nächstenliebe, Frustrationstoleranz sind Sachen, die
man ganz früh im Leben lernt, durch Nachahmen von Erlebten, so
dass es dann später Dinge sind, „die man eben hat als normaler
Mensch“. Lernen ist da sehr, sehr schwer. Wie bringt man
jemandem bei, etwas zu geben, was er nie selbst empfunden hat?
Wie soll man jemandem beibringen, solche Gefühle zu zeigen,
wenn er nie erlebt hat, dass es sich lohnt? Wie soll so jemand
lernen, die diffizilen Entscheidungen zu treffen, die dafür
notwendig sind?

Meine Antwort darauf : Man muss sehr früh mit dem Notwendigen anfangen, spätestens im Kindergarten (noch früher wäre besser).

Und so grausam es klingt: eine Gesellschaft, die gewaltfrei
ist, werden wir nie haben.

Wer weiss das schon ?

Kannst Du wirklich mit großer Sicherheit behaupten, dass es niemals eine gewaltfreie Gesellschaft in der Zukunft gibt ?
Gewaltfreie Gesellschaften soll es ja schon gegeben haben !

Es sollte ein erstrebenswertes Ziel
bleiben, aber man muss sich im Klaren sein, dass man nicht
alles und immer verhindern kann.

Man muss sich selbst und anderen Menschen das immer und immer und immer wieder nur einreden, dass es nicht klappen wird - dann kann man sich sicher sein, dass es auch auch nie klappen wird.

Dazu sind Menschen zu
komplex.

Vor allem haben ziemlich viele Menschen das Problem, dass sie Minderwertigkeitskomplexe haben !

Psychologen sind sicherlich bei der Verarbeitung von Gewalt
sehr wichtig. Aber ein MEhr an Psychologen ist nicht der Stein
der Weisen,

Da stimme ich voll und ganz zu !
Psychologen und Psychotherapeuten sollten ihre Arbeit gut beherrschen und zu wahrer Liebe fähig sein. Sie sollten psychisch gesund sein, keine Persönlichkeitsstörung haben, einfühlsam sein, zuhören können und nicht ständig an finanziellen Profit denken.

Du hast selbst
geschrieben, dass SEHR GUTE Psychologen sehr viel ausrichten
können. Damit hast Du durchaus recht. Nur bekommt man, wenn
man Stellen für, sagen wir, 1000 Psychologen schafft, eben
nicht 1000 sehr gute Psychologen, sondern 1000, die ihr
Studium geschafft haben.

Da stimme ich Dir zu !

Oder ich lege eine mindestnote fest,
dann kriege ich aber die 1000 nicht zusammen.

Es könnte aber auch ein Gemium sehr guter Psychologen geben, die nicht jeden zum Studium der Psychologie zulassen bzw. die die Leute überprüfen, die als Psychologen oder Psychotherapeuten arbeiten wollen.

GRuß
Angelika

Hättest Du genau gelesen, hättest Du mitgekriegt, dass ich mit Präventionsmaßnahmen (im Kindesalter) etwas anderes meine als Psychotherapie !

Angelika

Hi,

  1. Ein Mensch alleine kann dieses Problem nicht bewältigen
    !!!
  2. Es ist sinnvoll, wenn möglichst viele Menschen über das
    Problem nachdenken, sich dann erst einmal ausführlich über das
    Problem austauschen, mögliche Lösungswege diskutieren (Vor-
    und Nachteile abwägen, neue Argumente berücksichtigen) und
    dann zu einer Art Plan kommen, der schließlich umgesetzt wird.

Ändert alles nichts daran: deine Aussage läßt weiterhin daurauf deuten, dass du die Lösung eigentlich hast, also warum sprichst du sie nicht aus?

Meine Antwort darauf : Man muss sehr früh mit dem Notwendigen
anfangen, spätestens im Kindergarten (noch früher wäre
besser).

Ja, das muss dann aber die Familie machen, bzw mitmachen, denn je kleiner das Kind, umso ausschließlicher ist die Familie, bzw v.a. die Mutter die Bezugsperson, und wenn die was anderes macht als die Kindergärtnerin, dann kann die Kindergärtnerin sich auf den Kopf stellen, es wird nichts.

Kannst Du wirklich mit großer Sicherheit behaupten, dass es
niemals eine gewaltfreie Gesellschaft in der Zukunft gibt ?
Gewaltfreie Gesellschaften soll es ja schon gegeben haben !

„soll es gegeben haben“ - wann denn bitte, außerhalb von Büchern? Ansonsten, träume weiter. (Übrigens, das Wort „Frieden“ bedeutet „Eingrenzung, Umzäunung“. Frieden ist also etwas, das man schafft, indem man etwas anderes aussperrt: Frieden ist die Abwesenheit von Krieg.)
Zwei wesentliche Gründe sehe ich dafür, dass es nciht gewaltfrei gehen wird: einmal kann man nciht verhindern, dass Menschen Persönlichkeitssörungen (im weitesten Sinne) bekommen, die dann auch in Aggressivem Verhaltren enden - erweiterter Selbstmord ist nicht nur die Ursache für Amokläufe, sondern auch für Kindstötungen. Viele Menschen zeigen anzeichen für solches Verhalten, willst du die alle wegsperren? Auch der beste Psychologe kann nciht wirklich in einen anderen Menschen hineinschauen und schon gar nicht die perfekte Therapie finden.
Der zweite Grund ist unsere Programmierung, die wir noch aus Zeiten mitschleppen, bevor wir von den Bäumen gestiegen sind. Wir wollen bessser sein als unsere Nachbarn. DAmit es uns besser geht. Nicht, damit es den anderen besser geht. Das ist die beste Grundlage für Gewalt - physische und psychische. Willst du alle unter Drogen setzen?

Da stimme ich voll und ganz zu !
Psychologen und Psychotherapeuten sollten ihre Arbeit gut
beherrschen und zu wahrer Liebe fähig sein. Sie sollten
psychisch gesund sein, keine Persönlichkeitsstörung haben,
einfühlsam sein, zuhören können und nicht ständig an
finanziellen Profit denken.

Das klingt ja furchtbar und simpel, auf fast gefährliche Art simpel. Leieb reicht eben nicht, und Verständnis auch nicht. Man muss auch wissen, wie man mit etwas umgeht. Ich liebe meine Mutti, auch wenn sie gelegentlich nervt. Aber für ein Rezept, um zu verhindern, dass sie nervt, würde ich ein Vermögen ausgeben.

Es könnte aber auch ein Gemium sehr guter Psychologen geben,
die nicht jeden zum Studium der Psychologie zulassen bzw. die
die Leute überprüfen, die als Psychologen oder
Psychotherapeuten arbeiten wollen.

Was meinst du, wie das bisher läuft? Wenn man es noch verschärft, werden es noch weniger. Wenn ich 1000 kontrolliere, bleiben 900 übrig. Wenn ich schärfer kontrolliere, bleiben von den 1000 800 oder 700 oder … übrig.

die Franzi

Hi,

JETZT habe ich angst vor Dir.

die Franzi

Hallo,
geh mal aus der Deckung und denke nicht, dass wir gegen dich sind.
Oder bestreitest du, dass du eine hohe Meinung von der Psychologie hast?
Lies doch einfach unvoreingenommen die Postings. In der Verteidigung sucht man nicht nach Argumenten sondern nach Angriffsflächen. Dadurch entsteht aber keine Diskussion.

LG
Stefan

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Hallo,

Ich habe zumindest einen interessanten Artikel gefunden, der
in dieser Hinsicht den ein oder anderen Leser interessieren
könnte:

http://www.zeit.de/2009/32/Das-therapierte-Kind-32

finde ich interessant.
Vielleicht interessiert dies hier auch den ein oder anderen:

http://www.amazon.de/Warum-unsere-Kinder-Tyrannen-we…

trotz gruseligem Titel bietet das Buch einige recht überdenkenswerte Ansätze,die in eine ähnliche Richtung zielen.

viele Grüsse
Heidi

Sie knallen uns die Wahrheit um die Ohren
Hi,

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Der Zustand unserer Gesellschaft ist doch oft genug erbärmlich, Zukunftsaussichten fallen flach.
Das fördert Aggressionen. Es ist eine Mischung aus Verzweiflung und Widerstand.

Das kostet Geld.
Also werden die besser durchkommen, deren Eltern mit Geld Unterstützung geben konnten.

Konsequenz ist der richtige Weg. Findet leider nicht statt, so spricht sich rum, dass Grenzen mächtig dehnbar sind.

Na sicher, so sind wir gern, wir Menschen.

Wenn Aufmerksamkeit und Liebe erst in Beziehung zu Fehlverhalten auftaucht, verschiebt sich der Sinn komplett.
Wer Mist baut, bekommt Aufmerksamkeit. Das bring natürlich nix.

Viele Grüße, S:smile:nja

Hallo Angelika,

du kommst ziemlich aggressiv rüber. Weißt du das?

Ist schon lange her !
Was geschieht heutzutage auf dem Gebiet ?

Das können dir andere sicher besser beantworten als ich. Aber immerhin gehst du jetzt davon aus, DASS geforscht wird.

  1. Was alles führt dazu, dass einige Jugendliche und junge
    Erwachsene so extrem aggressiv werden ?

Das weiß keiner so genau.

Auch Erich Fromm nicht ?
Ich glaube, dass Deine Bemerkung „Das weiss keiner so genau“
nicht die Wahrheit ist, sondern eher DEin persönlicher
Wissensstand auf dem Gebiet.

Dazu haben sich andere schon treffend geäußert.

  1. Warum legen so viele Menschen in unserer Gesellschaft so
    wenig Wert auf präventive Maßnahmen (Hilfe für die Eltern
    dieser aggressiven Jugendlichen; psychologische Interventionen
    bei den Kindern, nicht durch Lehrer, sondern durch
    Kinderpsychologen) ?

Wird wenig Wert darauf gelegt?

Ja.

Deine Meinung.

Sind „mehr Kinder- und Jugemdpsychologen“ und „echte Liebe“
Deiner Meinung nach nicht machbar ?

Doch schon. Aber wer sagt denn, dass dies die Gesellschaft verbessert?

Analogie: Warum stürzen immer noch Flugzeuge ab? Warum wird
nicht für mehr Sicherheit gesorgt?

Der Vergleich hinkt ganz gewaltig !

Erklär doch mal warum.

Wenn Dein Sohn das Opfer des Restrisikos werden würde, würdest
Du dann auch noch so denken und reden ?

Ja. Ich hoffe doch, dass ich meine Vernunft nicht verlieren würde.

„Kosten-Nutzen-Verhältnis“ („Was sind schon ein paar Tote ?
Ein vernachlässigbarer Faktor.“ "Außerdem braucht man ja
Gewalttäter, damit die Medien was zu berichten haben und viele
Menschen von ihren eigenen Fehlern und Boshaftigkeiten
ablenken können.)

Dein Sarkasmus hilft uns nicht weiter.

Wahre Liebe ist kein Gefühl, wie Du irrtümlich behauptest,
sondern wahre Liebe ist ein bestimmtes Handeln und Verhalten
mit positiver Absicht. Lies doch mal von Erich Fromm das Buch
„Die Kunst des Liebens“.

Das habe ich. Es ist sein schwächstes Buch, finde ich.

Tychi

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Eine andere Heramgehensweise gibt es in GB schon : Bestrahlung der :Gehirne der Menschen.

Könntest Du diese sehr seltsame Behauptung erklären?

Gruß

Was ich geschrieben habe, ist auch in D so, wenn auch nicht die hoechste Teenagerschwangerschaftsrate und wir haben auch in D keine schlechten Gegenden in jedem Ort.

Ich habe letzthin eine Freundin in D besucht, die mir jedes Mal wenn ich dort bin, erzaehlt, wie das Land verkommt. Z. B. dass deutsche Kinder so sprechen, wie ich das vor 20, 25 J. nur von den tuerkischen Kindern erlebt habe. Richtiges Deutsch wird da wohl nicht mehr gesprochen. Auch einer der negativen Einfluesse von Einwanderern, die ich erwaehnt hatte.

Eine andere Art von Erziehung schon im Kindergarten wuerde m. E. nicht viel bringen, da der Einfluss von der Familie zu stark sein wird. Zudem wuerden die (vor allem wenig intelligenten) Eltern auf die Barrikaden gehen, auch wenn diese „Erziehung“ positiven Nutzen haette (z. B. wie in GB als Jamie Oliver in Schulkantinen gesundes Essen vorstellte und sehr viele Eltern weiterhin Fast Food fuer ihre Kinder wollten – eine Mutter geriet in die Schlagzeilen als sie ihrem Kind Fast Food durchs Schultor durchreichte – uebrigens gang und gaebe in GB dass Eltern vor allem aus niedrigen Sozialschichten ihren Kindern sobald sie feste Nahrung zu sich nehmen koennen, Pommes, Fast Food etc. als taegliche Nahrung geben, ich bin jedes Mal geschockt, wenn ich das sehe).

Die Bestrahlung der Gehirne der Menschen in GB halte ich fuer Bloedsinn und ganz sicher benutzt das die Polizei hier nicht. GB ist ein rueckstaendiges Land, das nicht mal mit Basics wie Krankheitsversorgung und Polizeiorganisation fertig wird und keine vernuenftigen Strassen und Haeuser bauen kann.

Was TV angeht, stimme ich zu, dass viel zu viel Gewalt gezeigt wird was auch ich fuer teilweise verantwortlich halte. Das Problem hier sind wieder die Eltern, die es zulassen, dass Kinder sich Gewaltfilme anschauen. Ich finde es auch schockierend, was fuer Filme heutezutage fuer 12- oder 15-jaehrige freigegeben werden. 15 war bei Final Destination 3 und ich bin nach 30 Min. aus dem Kino raus weil es so schlimm war. Was wiederum nur zeigt, dass uebermaessige Gewalt heute ein selbstverstaendlicher Teil unserer Gesellschaft ist und Kinder das schon sehr frueh fuer „normal“ halten. In den Nachrichten wird auch Gewalt zur Genuege gezeigt und ist auch Thema allgemein (was aber auch zur Abschreckung dienen kann).

Bei gewaltverherrlichenden Computerspielen stimme ich dir voll und ganz zu, das sollte komplett abgeschafft werden. Es setzt die Hemmschwelle Gewalt anzuwenden herab und man hoert ja mittlerweile, dass kleine Kinder andere Kinder erstechen etc. Was auch immer mehr zunehmen wird.