Hallo Dataf0x,
Was meinst du mit „rechtes Lager“? Unter rechts verstehe ich
konservativ/marktwirtschaftlich. Du meinst doch nicht
rechtsextrem?
sorry, doch, ich meinte rechtsextrem. Dank Herrn Strauß (‚rechts von der CSU darf es keine Partei geben‘ [da war wohl gemeint, die können sich ‚bei uns‘ heimisch fühlen]) und seinen Erben ist es von rechts bis rechtsaußen nach meiner Meinung auch nicht sehr weit.
die beispielsweise den Aussagen „Der Irakkrieg diente
eigentlich israelischen Interessen“
Das kommt doch wohl von ‚rechts‘?
Auch. Aber WENN es von links kommt, ist es etablierte Meinung.
(Imperialismus, Unterdrückung der Völker, Besatzung als
Stichworte).
Ja, das ist dann linksextrem. Die nehme ich ebensowenig ernst. 
Das überrascht mich auch schon wieder. Da bin ich etwas
‚radikaler‘. Für mich ist das Rechtsextrem und wer so etwas
von sich gibt, stellt sich für mich an den rechten Rand.
Nicht jeder, der Antisemitisches von sich gibt, ist deswegen
automatisch rechtsextrem.
Für mich schon. In einem anderen Zusammenhang kann ich mir das nicht vorstellen.
Die Rechtsextremen sind ohnehin
marginalisiert. Die eigentliche Gefahr kommt von der
gesellschaftsfähigen Form des AS: Dieser kommt ausgerechnet
aus der islamfreundlichen und amerikahassenden
deutschfeindlichen Multikulti-Ecke. Man glaubt es kaum, ist
aber so.
Da habe ich irgendwie Probleme, das zu glauben. Kritik an Israelischer Politik ist doch nicht zwangsläufig Antisemitismus.
Es besteht ja nicht das
Risiko, daß die USA einen Krieg beginnen, die haben es ja
schon getan.
Und jetzt ist wieder eine Diktatur weniger.
Das ist das Gute dabei.
Trotzdem hatten die USA kein Recht, Weltpolizist zu spielen. Mich erinnert das an Lynchjustiz. Wenn es den Richtigen erwischt, dann gibt es eien Mörder weniger, aber Unrecht bleibt es trotzdem.
Was Israel damit zu tun haben soll, ist mir
allerdings unklar.
Sagen wir so in bezug auf die aktuelle Lage: Aus israelischer
Sicht kann man nur hoffen, daß der Tag bald kommen möge, an
dem das Regime im Iran fällt. Sein Präsident nimmt sich ja
kein Blatt mehr vor den Mund. Das sind permanente Bedrohungen.
Das ist offensichtlich. Die Äußerungen des Iranischen Präsidenten kann man als Kriegserklärung auffassen …
Daß sie Atomwaffen haben ist zu befürchten.
Ja. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, daß sie die selbst bauen können.
Es gibt also
tausend Gründe, als Israel *für* den Krieg gegen Saddam
gewesen zu sein und für einen gegen den Iran.
Ja, natürlich. Das finde ich auch nicht verwunderlich. Israel ist aber nicht aktiv beteiligt.
Kein Wunder, daß
Antisemiten dieses Fakt derartig interpretieren, daß Israel
dahinterstecken mußte.
Das unterstellt, daß die USA zumindest israelische Wünsche berücksichtigt. Dazu müßte man schon Anhänger von Verschwörungstheorien sein. 
Aber selbst wenn es so wäre, wäre Kritik am Staat Israel doch
noch keine Hetze gegen Juden und das wäre, was ich unter
Antisemitismus verstehe. Liege ich da etwa falsch?
Wie kann man einen Staat kritisieren?
Der repräsentant des Staates ist seine Regierung. Die und deren Politik war natürlich damit gemeint.
Würdest du Deutschland als Staat kritisieren?
Aber natürlich! Wenn Frau Merkel die Bundeswehr in den Krieg schickt, dann ist das ‚Deutschland‘. Dann ist auch ‚Deutschland‘, also das Volk verantwortlich, die haben Frau Merkel ja gewählt.
Kritisieren kann man Parteien und ihre
dämlichen Programme, Politiker und ihre dummen Aussagen usw.
Da gibt es speziell in Israel einiges zu kritisieren. LOL.
Wer aber gegen Israel als Staat ist, ist ein Hetzer. Wer gegen
IL als jüd. Staat ist, ist ein Antisemit.
So ausgedrückt hast Du natürlich völlig Recht. Um aber noch mal auf den Teil weiter oben zu kommen, hast Du den Eindruck, daß so etwas von links kommt? Da denke ich, geht es um die Politik der Regierung und um ‚Kapitalismus-Kritik‘, unabhängig davon, wie der Staat heißt.
Angriffskriege zu verurteilen heißt doch nicht, Terrorismus zu begrüßen.
Gruß, Rainer