hallo.
wenn unsere spanischen kollegen englisch sprechen, wird z.b.
aus „software“ sowas wie „sohwerr“, wenn sie deutsch reden,
kriegen sie kein „sch“ zusammen. franzosen dagegen machen aus
der „kirche“ eine „kirsche“. engländer haben wieder ganz
andere schwierigkeiten mit dem „ch“, asiaten hören kaum einen
unterschied zwischen l und r…
alles wegtrainierbar, oder sind bestimmte aspekte aufgrund der
jeweiligen muttersprache einfach „fest eingebrannt“?
Also das mit der Pubertät hab ich auch schon oft gehört und ich glaub auch, dass es wohl mit der Zeit immer schwerer wird eine Sprache akzentfrei zu lernen (man hört’s auch manchmal stark raus, wenn jemand erst im Erwachsenenalter eine Sprache gelernt hat, obwohl derjenige die Sprache fließend spricht). Allerdings hab ich mal was interessantes im Fernsehen gesehen: Es gibt einen Deutschen, der erst ne steile Tenniskarriere vor sich hatte, die dann aber gescheitert ist und dieser Herr (ca.30) lebt inzwischen in den USA und ist Schauspieler geworden und um Schauspieler in den USA zu werden, musste er seinen Akzent komplett wegkriegen, da er schwarz ist (sorry farbig is find ich ein blödes Wort) und gemeint hat, dass das mit einem deutschen Dialekt in Hollywood nicht besonders gut ankommt (da er nicht den atypischen Deutschen, wie ihn die Amis zu kennen glauben verkörpert). Dafür hat er dann täglich stundenlang Sprachtraining genommen (und zwar sogar über Jahre hinweg glaub ich) um seine deutsch gefärbte Englischaussprache der des Amerikanischen so sehr zu nähern wie nur irgendmöglich und hat’s geschafft, den Akzent ganz zu beseitigen und hat inzwischen auch Erfolg in Hollywood (in irgendwelchen kleineren Serien)
.
Auf CNN hab ich auch mal gesehen, dass einige Inder(innen) Sprachtraining nehmen bei der nur die Aussprache mit amerikanischem Akzent geübt wird (hab’s mir allerdings nicht wirklich lange angeschaut).
Was jetzt genau stimmt weiß ich nicht, aber ob’s unmöglich ist bezweifel ich mal. Die Leute die immer behaupten, dass man ab einem bestimmten Alter eine Sprache nicht mehr richtig lernen kann (bzw. in diesem Fall akzentfrei) stützen sich ja auch nur auf irgendwelche Studien von denen sie mal gehört haben. Es heißt ja auch, dass das Erlernen einer Sprache in der Kindheit wahnsinnig leicht geht und dann immer schwerer wird (Ich hab auch mal von einer Studie gelesen, laut der das Alter KEINERLEI Rolle für das Erlernen der Sprache spielt und 30-40 Jährige sogar schneller lernten als Jüngere Teilnehmer…aber inwieweit solche Studien stimmen und was berücksichtigt worden ist, weiß man ja nie. Von mir muss ich z.B. sagen, dass ich früher in der Schule in Englisch immer Mittelmaß war und in Französisch immer ne 4 hatte und in der 10. / 11. Klasse hab ich auf einmal angefangen in Englisch und Französisch nur noch gute und dann sogar nur noch 1er zu schreiben (obwohl ich mich da noch nicht so für Sprachen interessiert hatte). Das war für mich irgendwie ein nicht nachvollziehbarer Wandel…zu Beginn isses mir relativ schwer gefallen Grammatik zu verstehen und dann mit über 16 hab ichs plötzlich immer ziemlich schnell begriffen…Ich glaub auch, dass sich viele Erwachsene durch solche Studien entmutigen lassen…ich hör manchmal von 30 bis 40jährigen: Ne ich bin ja sowieso schon zu alt diese Sprache zu lernen…oder: Kinder lernen das so wahnsinnig schnell bei uns geht das nur schleppend voran (vielleicht liegt das einfachd aran, dass Kinder da unbeholfener zur Sache gehen und weniger Schamgefühl haben, aber nicht unbedingt, weil sie’s leichter „verstehen“ können)…
Das mit dem Akzent stimmt aber glaub ich weitgehend…ich denk je früher man beginnt, desto muttersprachenähnlicher (von der Aussprache her) kann man eine Sprache lernen und irgendwann geht das vielleicht gar nicht mehr, aber ob das wirklich auf’s Erlernen zutrifft wag ich ein bisschen zu bezweifeln (jedenfalls ob der Einfluss des Alters so enorm ist
)
Gruß
und womit haben die deutschen mühe? (vom englischen „th“ mal
abgesehen)
gruß
michael
der leider nur englisch detailliert kennt