Alkohol gesund - ab welchem alter?

hallo leute,
wie ich gehört habe, ist alkohol in geringen maßen gesund (1 bier am tag).
ab welchem alter trifft dies zu? wie alt muss man sein, dass der alkohol eine positive wirkung hat?

grüße,
bobby

Rotwein…
Hallo bobby,

soweit ich weiß ist z.B. Rotwein gesund, weil da Inhaltsstoffe drin sind, die das Herz schützen und stärken und es somit in der Nebenwirkung zu weniger Herzattacken oder -krankheiten kommt.

Dies hat prinzipiell aber was mit den Inhaltsstoffen zu tun und kommt von dem roten Wein *Trauben*. Roter Traubensaft hingegen soll nicht die gleiche Wirkung haben… ich vermute mal, dass durch den Gärprozess dieses Stoffe nochmal „verbessert“ werden.

Gruß
Marco

PS. es reicht dann aber wohl 1/8 l am Abend.

hallo,
ist das aber im alter von 17 schon empfehlenswert?

grüße,
bobby

wie ich gehört habe, ist alkohol in geringen maßen gesund (1
bier am tag).
ab welchem alter trifft dies zu? wie alt muss man sein, dass
der alkohol eine positive wirkung hat?

Hallo,

es ist alles eine Frage der Dosis. Generell aber ist die Aussage, Alkohol sei gesund, ins Reich der Fabel zu verweisen. Die Feststellung, daß einige alkoholhaltige Getränke zusammen mit anderen Inhaltsstoffen eine positive Wirkung bei bestimmten Vorschädigungen des Körpers haben können, darf man nicht derart verkürzen, daß daraus dann schließlich dem Alkohol eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. Eine Brauerei oder ein Spirituosenhersteller wird so seine Werbebotschaft an die vernebelten Hirne bringen. Unsinn ist und bleibt es. Der menschliche Körper braucht keinen Alkohol!

Das soll jetzt kein Missionieren gegen ein mit Genuß getrunkenes kühles Bier, ein Glas Wein oder den beliebten „Absacker“ sein. Dem aber geradezu therapeutischen Wert zuzurechnen, ist von Ausnahmen abgesehen, abwegig. Allenfalls in feucht-fröhlicher Runde oder bei Leuten, denen der Alkohol schon zu viele Hirnzellen absterben ließ, mag man damit Zustimmung ernten.

Alkohol erweitert die Blutgefäße (kann deshalb den Blutdruck senken) und simuliert dem Konsumenten ein falsches Wärmegefühl, sodass es leicht zu Unterkühlungen kommen kann. Gesteigerte Unfallgefahr (schon bei kleinsten Mengen!) wegen erhöhter Selbstüberschätzung und verminderter Reaktionsfähigkeit. Bei einigen Konsumenten steigert Alkohol die Aggressivität.

Körperliche Schäden sind bei regelmäßigem Konsum die Regel:
Alle Organsysteme können irreversibel geschädigt werden, da Alkohol den Körperzellen Wasser entzieht. Das Nervensystem kann gestört werden. Verminderung des Tastsinns an den Händen.
Lähmungen in den Beinen und Gangunsicherheit (meist durch das Absterben von Zellen des Kleinhirns).
Gedächtnisleistungen, Konzentrationsfähigkeit und
intellektuelle Fähigkeiten lassen nach.
Wahnhafte und psychoseähnliche Zustände können auftreten
(Eifersuchtswahn, Verfolgungswahn etc.)
Ausbildung einer Fettleber mit anschließender nicht
rückbildbarer Zirrhose (die Leber wird hart und kann den Körper
nicht mehr entgiften). Die dadurch höhere Vergiftung im Körper lässt weitere Hirnzellen absterben und das Blut, das
schwerer durch die Leber kommt, wird umgeleitet (z.B. über die Speiseröhre). Diese Umleitungen sind empfindlich und können
platzen; der Tod kann durch plötzlich auftretende Blutungen
in der Speiseröhre auftreten. Das Krebsrisko ist dramatisch erhöht.

Ich wiederhole mich, aber es ist wichtig: Auf die Dosis kommt es an bei Alkohol, Zigaretten, Hanf & Co… Gegen den gelegentlichen GENUSS ist nichts zu sagen, wenn man sich danach ausschlafen kann und damit dem Körper ausreichend Zeit zum Abbau der Gifte gibt. Hinter dem Steuer beeinträchtigen aber schon geringste Mengen an Alkohol und Rauschmitteln die Fahrsicherheit! Vergleichbares gilt an vielen Arbeitsplätzen. Den regelmäßigen Alkoholkonsum auch kleiner Mengen halte ich grundsätzlich für bedenklich, selbst wenn bierbäuchige Leute mit glasigen Augen etwas anderes lallen.

Gruß
Wolfgang

hallo,
ist das aber im alter von 17 schon empfehlenswert?

Naja, Bobby,
es ist ja nicht der Alkohol, der „gesund“ (eigentlich „gesundheitsfördernd“) ist, sondern die übrigen Inhaltsstoffe des Rotweins. Aber die kann man sich auch über Traubensaft, Rote-Bete-Saft oder andere Fruchtsäfte reinziehen.

Alkohol ist der Gesundheit nicht unbedingt förderlich, dem heranwachsenden Organismus eher schädlich.
Gruß
Eckard

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Alkohol ist ein Zellgift, dass der Koerper versucht, loszuwerden. Die gesundheitsfoerdernde Wirkung (falls sie denn exisitiert) ist auf andere Stoffe in den Getraenken zurueckzufuehren. Ein interessanter Artikel ueber genau dieses Thema ist in einer der letzten Ausgaben von „Spketrum der Wissenschaft“ zu finden.

Gruss Moriarty

weißwein auch
hall Marco,
mittlerweile hat man herausgefunden, daß weißwein genauso gesund ist, allerdings andere wirkungen hat.

cu

strubbel

Hallo Coolbobby,

davon ausgehend, was in der normalen Gesellschaft normalerweise normal ist, würde ich sagen, daß täglicher Alkoholkonsum im Alter von 17 Jahren bei weitem zuviel ist.

(Gegen totale Abstinenz ist selbstverständlich nichts einzuwenden.)

OK fände ich in Deinem Alter, daß Du schon weißt, wie Du Dich nach einer Halben Bier fühlst, nach einer zu zweit genossenen Flasche Wein, und mit einem Mordstrumm Rausch (und Kater).

Wenn Du schon nicht abstinent bleiben möchtest, dann ist in Deinem Alter das allerwichtigste, daß Du selber merkst, wenn Du zu voll bist, um ein Auto zu steuern oder um quer durch den See zu schwimmen.

Die vielfältigen Wirkungen täglichen, mäßigen Alkoholgenusses sind für junge Menschen noch unwichtig. Und wenn Du mal 30 bist, dann werden die Gelehrten wohl was anderes sagen als heutzutage.

Gruß
Wolfgang Berger

hallo,
keine sorge. das habe ich völlig im griff.
ich mach mir nur gedanken um die gesundheitlichen auswirkungen von z.b. einer flasche bier am tag (davon merke ich keinerlei geiste/körperliche einschränkungen).

grüße,
bobby

Hallo Bobby,

man liest bisweilen von wissenschaftlich begründeten Angaben, wiewenig an täglichem Alkoholgenuß schon wie schädlich, oder je nach Fraktionszugehörigkeit des Arztes, woviel womöglich Körper und Seele zuträglich sein mag. Ich mag hier keine Zahlenwerte verkünden, weil das unfruchtbare Diskussionen auslösen könnte.

Aber an der Beobachtung, daß mäßige Gewohnheitstrinker keine schlechtere Gesundheit haben als Nichttrinker und in Einzelfällen schon im zweiten Lebensjahrhundert stehen, da ist auch was wahres dran. Ein Bier am Abend schadet einem erwachsenen Mann nicht, und das doppelte auch nicht.

Aber wenn mein Sohn mit 17 Jahren schon täglich ein Bier brauchen würde, dann würde ich mir doch Sorgen machen, weil das noch sehr früh ist und eine enorme Dynamik entwickeln kann.
Ich habe Leute kennengelernt, die mit 19, 20 usf. Jahren dann schon ganz unglaubliche Mengen soffen. Die hatten zwar ihren Spaß dran und wurden auch nicht krank davon, die Probleme lagen mehr in der Richtung Dauerarbeitslosigkeit, Gewaltverbrechen, tödliche Unfälle, Selbstmord.

Es kommt auch auf Deine Lebenssituation an. Es macht einen Unterschied aus, ob Du das Bier beim gemeinsamen Abendessen im Familienkreis trinkst oder z.B. unter Einsamkeit leidend in einem Wohnheim.

Gruß
Wolfgang Berger

Hallo coolbobby,

es ist schon was dran, daß gewisse Alkoholika vor Arteriosklerose schützen. So könnte man also auf die Idee kommen, mäßigem Alkoholgenuß einen lebensverlängernden Effekt zuzuschreiben.
Dabei muß man allerdings bedenken, daß man bei täglichem Alkoholkonsum auch regelmäßig leicht alkoholisiert ein Kraftfahrzeug steuern wird, und die (schon bei geringen Alkoholmengen) leicht erhöhte Unfallwahrscheinlichkeit könnte auf viele Jahre gerechnet den lebensverlängernden Effekt wieder zunichte machen. Auch wenn man eine Prädisposition zur Sucht in sich trägt (und wer kann das für sich schon sicher verneinen?), könnte bei der Sache schnell den kürzeren ziehen.

Die Giftigkeitsgrenze für Dauerkonsum ist übrigens recht nuedrig, mehr als zwei Bier am Tag sollten es nicht sein.

Solltest Du Dir persönlich sorgen machen, ob Du Dein tägliches Bier schon „brauchst“, so würde ich Dir einfach mal empfehlen, für vier Wochen darauf zu verzichten. Danach weißt Du bescheid. Du solltest das auch dann probieren, wenn Du Dir schon im vorneherein ganz sicher bist, daß Du das schaffst. Als Raucher dachte ich das nämlich auch lange Zeit, aber als ich es dann mal wirklich versucht habe, um letzte Zweifel auszuräumen, war es doch erschreckend schwierig.

Süchte beginnen fieserweise schleichend, denk dran.

Oliver

‚Suechte beginnen fieserweise schleichend‘…

keine sorge. das habe ich völlig im griff.

Hallo Bobby,

nimm Dir bitte den Satz von Oliver zu Herzen:
„Süchte beginnen fieserweise schleichend, denk dran.“

In Deinem Alter dachte ich auch, die Sache voellig im Griff zu haben und trank 1-2 Bier taeglich. Im Schnitt steigerte ich meinen Bierkonsum um 1 Bier pro Jahr. Wenn Du den Stundenzeiger einer Uhr betrachtest, siehst Du nicht, dass er sich bewegt - und er bewegt sich doch. Bei der Sucht ist es vergleichbar. Du merkst nicht, dass Du suechtig wirst, Du merkst eines Tages, dass Du es bist. Mit 30 Jahren, war ich bei 12 Bier am Tag und stellte fest, dass ich ein Problem habe. Ich moechte hier nicht im Einzelnen schildern, wie ich heute mit diesem Problem umgehe, aber ich wuenschte, mich nie an das taegliche Bier gewoehnt zu haben als ich noch 17 war.
Gruss, Marcus

habt ja alle recht.
es schmeckt halt nur gut … brauchen tu ich’s nicht.
ich werd auf café umsteigen. :smile:

alkohol gesund - ab welchem alter?

wie ich gehört habe, ist alkohol in geringen maßen gesund (1
bier am tag).
ab welchem alter trifft dies zu? wie alt muss man sein, dass
der alkohol eine positive wirkung hat?


Hallo Bobby,

die Untersuchung, auf die Du Dich offenbar beziehst stammt aus Großbritannien. Dort haben sich zwei Forscher, Britton und McPherson von der Londoner Schule der Hygiene und Tropischer Medizin, dieser Jahr herausgefunden, daß unter den Briten jedes Jahr durch Bier 10 000 Leben mehr gesichert werden als es Leben kostet (ALCOHOL saves about 10,000 more lives a year in Britain than it costs" ). Die beiden Mikrobiologen haben sogar in dieser Untersuchung ermittelt, daß die Todesrate jährlich um 2,8 Prozent bei Männern und 0,9 Prozent bei Frauen anstiege, wenn der Bierkonsum sofort von der ganzen Bevölkerung eingestellt werden würde. Das war eine Sensation, über die sogar das konservative Blatt „The Times“ im Mai auf der Titelseite berichtet hat (Artikel liegt mir digital vor, auf Nachfrage sende ich diesen Interessenten zu) und über die man sich in den zahlreichen Pubs sicher sehr gefreut hat. Die wissenschaftliche Veröffentlichung erfolgte im Juni in „Journal of Epidemiology and Community Health“ (J Epidemiol Community Health 2001 55: 383-388).

Aber: Unter den stark vereinfachenden Schlagzeilen (auch Forscher machen PR für sich auf der Suche nach sogenannten Drittmitteln, zu deutsch: Sponsoren) stehen die Einschränkungen, die im hinteren Teil der Times eher nur noch wenige gelesen haben:

Die Leben, die gesichert werden, waren vorwiegend unter den Männern die der über 55jährigen und unter den Frauen die der über 65jährigen: die Altersgruppe mit der höchsten Herzkreislaufsterblichkeit. In allen anderen Altersgruppen stieg das Risiko, an Herzkreislauferkrankungen zu sterben („The lives “saved” are predominantly among men over the age of 55 and women over 65, the only group for whom a net benefit of drinking emerged because this is the age group most at risk of dying from heart disease. At all other ages, drinking increased the risk of dying“).

Die beiden Wissenschaftler aus London kommen zu dem Schluß:
Das Ziel eines vernünftigen Managements kann nicht die Verbannung* von Alkohol (aus der Gesellschaft) sein, sondern eher ein optimales Trinkverhalten einzugrenzen: kein Alkohol für Männer unter 35 und für Frauen unter 55 Jahren. In den folgenden Jahren (allmählicher) Anstieg (des Alkoholkonsums) bis zu wöchentlich maximal 8 Einheiten (?, Umrechnungsmaß ist mir derzeit nicht bekannt**) für Männer über 65 und maximal 3 Einheiten für Frauen über 65 („Total elimination of alcohol “will not be a target for any rational government”, they say. But they do try to estimate the optimum drinking policy: zero in men until they are 35 and in women until they are 55, then rising to eight units a week for men over 65, and three units a week for women over 65“).

*Wozu solche Verbote führen (nur ein Stichwort: Schwarzbrennerei & Methanolverunreinigung mit der Krankheitsfolge Erblindung), ist literarisch in dem Roman „The Wet Paradel“ des US-amerikanischen Autoren Upton Sinclair beschrieben, der zur Zeit der Prohibition während der Zwanziger Jahre spielt (deutsch: „Alkohol“, siehe im Netz etwa unter: http://www.libri.de/)

**= 12 Gramm Alkohol pro Tag wird nach früheren Studien eine positive Wikrung zu geschrieben, das sind etwa 0,3 Liter Bier pro Tag. Ab 80 Gramm Alkohol pro Tag wird der Risiko für Herzkreislauferkrankungen erhöht, das sind etwa 2 Liter Bier pro Tag.

Beste Grüße und ich hoffe diese Fakten haben Deine Frage beantwortet.
Heiko

Hallo Heiko

**= 12 Gramm Alkohol pro Tag wird nach früheren Studien eine
positive Wikrung zu geschrieben, das sind etwa 0,3 Liter Bier
pro Tag. Ab 80 Gramm Alkohol pro Tag wird der Risiko für
Herzkreislauferkrankungen erhöht, das sind etwa 2 Liter Bier
pro Tag.

Besser als Bier wäre Rotwein, nach neuesten Studien erreicht man mit maßvollem! Konsum von Rotwein eine bessere Durchblutung und weniger schädliche Ablagerungen in den Gefäßen.
Rotwein enthält Inhaltsstoffe, die gefässschützend wirken, man arbeitet gerade daran, sie zu isolieren und dann als Medikament ohne Alkohol anbieten zu können.
Gruß
Rainer