Hallo Gandalf,
Der Körper kennt keinen Alkohol.
ich habe mal gelernt, daß der Grundspiegel von Alkohol im Blut
ca. 0,01 Promill beträgt, weil Ethanol auch in einigen
körpereigenen Prozessen auftritt.
mich hat man Anderes gelehrt. Es hieß, daß es dem menschlichen Körper lediglich möglich sei, Alkohol abzubauen. Selbst produzieren könne er ihn nicht.
Nun befasse ich mich nicht von ungefähr mit Alkohol. Bin trockener Alkoholiker, leb zwischenzeitlich 27 Jahre ohne einen Tropfen 
Aber keine Angst, ich habe weder eine Botschaft zu verkünden, noch eine Mission zu erfüllen. Ich, für mich, trinke nicht. Alle anderen sollen, wenn sie gerne mögen.
Es ist aber ein komplettes Enzymsystem, das Ethanol erst mal
zu Acetaldehyd oxidiert (Alkoholdehydrogenase) und diesen dann
wiederum zu Essigäure (Acetaldehyddehydrogenase), die über die
üblichen Stoffwechselwege (Citratcyclus) verdaut wird.
Dieses Enzymsystem ist in der Tierwelt und auch bei nicht
säugenden Tieren recht verbreitet, speziell Fruchtfresser
haben ein seeeehr effektives System.
Das ist wohl in der Tat so.
Es gibt Indianerstämme, deren Körper dieses Enzym nicht
produzieren. Die Kinder werden nicht gestillt, bekommen Wasser
statt Milch, weil diese für sie unverdaulich ist.
Und sie werden durch blankes Wasser stramme Indianer?
Ich denke, daß sie nicht mit Wasser allein ernährt werden. Da würde man tatsächlich vom Wasser wohl zu viel erwarten. Ich weiß jetzt auch nicht mehr genau, ob es generell keine Milch gab oder eben nur keine Muttermilch. Bin mir aber fast sicher, daß es eine generelle Milchunverträglichkeit gewesen sein soll.
Mir ist nicht ganz klar, welche Bestandteile der Muttermilch
durch Alkoholdehydrogenase aufgeschlossen werden soll, klär
mich bitte auf. Oder meinst Du die Lactase, die Milchzucker in
Galactose und Glucose spaltet
Das mag durchaus so sein. Ich las im Wartezimmer eines Arztes darüber, wurde aber mitten drin aufgerufen. Als ich dann bei Doc wieder herauskam, wollte ich den Artikel zuende lesen. Leider hatte sich inzwischen eine Dame die Zeitschrift gegriffen.
Aber ich hatte nen Blutentnahmetermin für den folgenden Tag, wollte dann weiter lesen und stellte enttäuscht fest, daß der komplette Lesezirkel ausgetauscht worden war. Die Sprechstundenhilfe bestätigte mir dann meine Annahme. Leider wußte ich anschließend dann nicht mal mehr welche Illustrierte genau darüber berichtet hat. Es war im Dezember des letzten Jahres.
Dumm gelaufen, werde aber mal recherchieren. Auf jeden Fall war der Bericht glaubwürdig, also jetzt nicht so eine Räubergeschichte aus der SuperIllu. Ich weiß noch, daß es ein „seriöses“ Blatt war.
Asiaten und Indianer haben häufig (aber als Erwachsene) einen
Lactasemangel.
Eben diese Indianer sind auch nicht in der Lage Alkohol im
Körper abzubauen und müssen diesen abatmen um ihn überhaupt
wieder loszuwerden.
Das ist mir neu, hast Du da Belege für?
Leider nur den Bericht aus dem Wartezimmer. Aber darüber müßte auch im Internet was zu finden sein. Werde mich bei Fündigkeit melden.
Asiaten und Indianer sind meines Wissens durchaus in der Lage
den Ethanol zum Acetaldehyd zu oxidieren, dieser kann sich
aber anreichern und deshalb haben sie nach Alkoholgenuß
schnell einen Kater.
Die Alkoholdehydrogenase ist bei vielen Asiaten und Indianern
aber in geringerer Menge vorhanden als bei Europäern, daher
‚vertragen‘ sie weniger bzw. werden schneller betrunken.
Und der Stamm, über den ich las, verträgt den Alkohol überhaupt nicht, kann ihn nicht über die Leber abbauen, nur abatmen. Mehr darübe, wenn ich fündig geworden bin.
Gruß,
Gerhard