Alles über Studiengebühren!

Hallo,
ich werde bald anfangen zu studieren.Ich bräuchte alles über Studiengebühren in der BRD.Vorallem in NRW
wer davon betroffen ist.Was ich dagegen tun könnte und natürlich pro/Contra von den Studiengebühren.
Welche Länder sind davon betroffen.Wie werden die Studiengebühren durchgesetzt.Ich meine wie kann das Genehmigt werden…

Bei Google war ich nicht wirklich erfolgreich.Es sollte übersichtlich sein…

Hi kaldera,

Bei Google war ich nicht wirklich erfolgreich.Es sollte
übersichtlich sein…

Tut mir leid aber das halte ich für ein Gerücht.

Ein paar Grundlagen:
http://derstandard.at/?url=/?id=2276822

Die Studiengebühren sollen aber „sozialverträglich“ abgestuft werden was auch immer dass heissen möge. Ich wette, dass weiss keiner von ‚denen‘. Im Gespräch sind ja zinslose Darlehen, welche nach dem Studium innerhalb einer gewissen Zeit (ich glaube ein zwei Jahre) zinsfrei abgezahlt werden können (sollen!).
Bloss frage ich mich wie dass einer bezahlen soll der auf Bafög angewiesen ist, und die Eltern nicht unbedingt aus gutbezahlten Schichten kommen. Auch wenn es heisst „in Deutschland studieren die meisten Unvermögenden weltweit“ so halte ich es für einen sehr sehr großen Fehler Bildung immer mehr zu einem Klassensystem verkommen zu lassen. (Zitat Futurama:"…Universitäten sind heute Kindertagesstätten für die Kinder wohlhabender Eltern." „Das war bei uns auch schon so…“)
Und was ist wenn du keinen Job findest? dann stehst erstmal vor einem Schuldenhaufen.

Was ich dagegen tun könnte

schön wärs, tausende Demonstrierende haben auch nichts gebracht.

natürlich pro/Contra von den Studiengebühren.

weil es unsozial ist?? weil es ‚Unterpriveligierte‘ in leichte Zugzwänge bringt?? Weil 500 Euro ein ganzer Batzen Geld ist?? weil das ganze Geld wahrscheinlich keiner Uni zugute kommt und in Haushaltslöchern verschwindet?? weil der Verwaltungsaufwand die Studiengebühren fast wieder amortisiert??

Meiner Meinung nach ists zwar ne nette Idee die Hörsääle etwas zu entlasten (sind immer überfüllt! da sitzen Leute auf der Treppe! Wirklich) und den Unis mehr Kohle zuzuspielen, aber dann bitte doch mit staatlichen Subventionen!! Also wenn sich Deutschland so die Chancen auf zukünftige Ingeneure etc so nehmen will, dann bitte! Aber bitte nicht rummeckern wenn es ‚keine qualifizierten Kräfte‘ mehr gibt. Also bitte nicht die ohne Kohle aus den Hörsäälen ekeln, sondern neue Hörsääle bauen!

Ich meine wie kann das Genehmigt werden…

Einfach so, und das ist ja sogar schon passiert.

Die heutigen Studierenden sind nicht zuletzt Deutschlands zukünftige Führungskräfte, und die, welche morgen für wirtschaftlichen zuständig sind!

es grüßt
Matze
(der sein Studium abbricht, um eine Ausbildung anzufangen)

Hi Matze,

Die Studiengebühren sollen aber „sozialverträglich“ abgestuft
werden

eben.

was auch immer dass heissen möge. Ich wette, dass weiss
keiner von ‚denen‘. Im Gespräch sind ja zinslose Darlehen,
welche nach dem Studium innerhalb einer gewissen Zeit (ich
glaube ein zwei Jahre) zinsfrei abgezahlt werden können
(sollen!).

Ist doch ok.

Bloss frage ich mich wie dass einer bezahlen soll der auf
Bafög angewiesen ist, und die Eltern nicht unbedingt aus
gutbezahlten Schichten kommen.

Indem er sein Privileg, studiert zu haben, nutzt und einen gut bezahlten Arbeitsplatz annimmt?

Auch wenn es heisst „in
Deutschland studieren die meisten Unvermögenden weltweit“ so
halte ich es für einen sehr sehr großen Fehler Bildung immer
mehr zu einem Klassensystem verkommen zu lassen.

Ich finde, gegen eine sozialverträgliche Gestaltung ist nichts einzuwenden. Im Moment wird Bildung als ein kostenloses Gut betrachtet, welches man geradezu nachgeschmissen bekommt. Das ist die Einstellung einiger Studenten. Andererseits haben viele Profs kein Interesse daran, vernünftige Lehre zu organisieren, weil sie dadurch wertvolle Forschungszeit und damit bares Geld verlieren würden.

Und was ist wenn du keinen Job findest? dann stehst erstmal
vor einem Schuldenhaufen.

Ja, sorry, wofür studiere ich denn? Als Akademiker habe ich immer noch die besten Voraussetzungen, einen gut bezahlten Job zu finden. Diese Möglichkeit gibt mir der Staat und ich sehe nichts Verwerfliches darin, dem Staat wenigstens einen kleinen Teil des für mich ausgegebenen Geldes zu erstatten.

weil es unsozial ist??

Du kennst zwar die Details der sozialverträglichen Ausgestaltung nicht, aber redest schon von unsozial?

weil es ‚Unterpriveligierte‘ in leichte
Zugzwänge bringt??

Ich gehöre selbst zu den „Unterprivilegierten“ und sehe in Studiengebühren, sofern sozialverträglich und zum Profit der Hochschulen gestaltet, nur Vorteile.

Weil 500 Euro ein ganzer Batzen Geld ist??

Nicht, wenn du durchrechnest, wieviel Geld der Staat für dein Studium ausgibt. Im Vergleich dazu sind 500 € ein Klacks.

weil das ganze Geld wahrscheinlich keiner Uni zugute kommt und
in Haushaltslöchern verschwindet?? weil der Verwaltungsaufwand
die Studiengebühren fast wieder amortisiert??

In diesen zwei Punkten sehe ich ebenfalls ein Problem. Gerade deswegen finde ich es äußerst kontraproduktiv, sich auf die Barrikaden gegen die Studiengebühren zu stellen (wie das die meisten Studenten tun), sondern finde es wichtig, sich an der Ausgestaltung der Gebührengesetze zu beteiligen und DORT Forderungen zu stellen.

Meiner Meinung nach ists zwar ne nette Idee die Hörsääle etwas
zu entlasten (sind immer überfüllt! da sitzen Leute auf der
Treppe! Wirklich) und den Unis mehr Kohle zuzuspielen, aber
dann bitte doch mit staatlichen Subventionen!!

Hast du dich schon mal über die Staatsfinanzen informiert? Darüber, dass Kindergärten teuer sind, während man beim Studium häufig noch Geld hinterhergeschmissen bekommt? (Bafög, aber auch die vielen Vergünstigungen) Ich finde es wichtiger, sozial benachteiligten Kindern eine gute Grundbildung zu ermöglichen (KiGa, Schule), damit sie überhaupt die Chance bekommen, eine Universität zu besuchen. Wer dann wirklich motiviert ist zu studieren, wird sich von sozialverträglichen Studiengebühren nicht abschrecken lassen.

Also wenn sich
Deutschland so die Chancen auf zukünftige Ingeneure etc so
nehmen will, dann bitte!

Durch eine bessere Ausbildung würden die Chancen sogar steigen.

Aber bitte nicht rummeckern wenn es
‚keine qualifizierten Kräfte‘ mehr gibt.

Eben daran fehlt es schon heute. Weil zu wenige Kinder das Abitur erwerben. Weil die Qualität der Lehre zu wünschen übrig lässt und in manchen Fächern aus Geldmangel im großen Stil „gesiebt“ wird. DAS finde ich unfair.

Die heutigen Studierenden sind nicht zuletzt Deutschlands
zukünftige Führungskräfte, und die, welche morgen für
wirtschaftlichen zuständig sind!

Korrekt. Und die, welche die besten Chancen haben, einen gut bezahlten Job zu finden.

(der sein Studium abbricht, um eine Ausbildung anzufangen)

Wozu?

Gruß,
Anja

Hamburg
Moin!

Hier in Hamburg sind die Studiengebühren bereits beschlossene Sache.
Wie so was beschlossen werden kann?
Verschiedene Gründe und Interessen und Tricks.
Hauptgrund dürfte die miese Finanzlage der Stadt Hamburg sein.
(Allerdings wurde zu dem Zeitpunkt der Gesetzgebung für 10000 Euro Steuergelder eine Reisenbulette als Kunstperformance mit einem Katapult in die Luft geschossen. Derzeit wird Hamburg soundsoviel Millionen in die neue Elbphilharmonie stecken.)

Natürlich verabreicht man eine solch bittere Pille in kleinen Dosen.
Zunächst wurden Gebühren für Langzeitstudierende beschlossen.
Dann wurden einige Zeit später die allgemeinen Gebühren eingeführt, damit ja alle gleich behandelt werden.

Warum waren die Partein sonst interessiert die Studenten zu Beschneiden?
Der Uni Asta ist ziemlich Politisch und wird seit Jahren von den Grünen gestellt. Auch sonst sind an der Uni die linken Kräfte recht stark. Viele Parteien nutzen die Uni als Ausbildungsplatz für neue Führungskräfte. Daher ist CDU immer gerne dabei wenn es um Beschneidungen und Kürzungen bei der Uni geht.
Die SPD hatte damals keinen Einspruch erhoben, weil viel Geld einer „befreundeten“ Stiftung in die Bucerius Law School gesteckt wurde. Das ist eine Kostenpflichtige Privatschule für Juristen. Da aber dort für viel Geld genau das gleiche wie für umsonst an der Uni geboten wurde, lief diese sehr schlecht. Also würden Studiengebühren den Vorteil der normalen Uni schmälern…

Naja, die anderen Parteien waren entweder zu klein oder wollten nicht.

Geschickterweise wurden dann die Termine für die Abstimmung im Hamburger Senat in den Klausurenzeitraum der Studenten gelegt.
Daher musste man sich es zweimal überlegen ob man die Zeit für grosse Demos hat.

Soweit die Nettigkeiten der Vorgeschichte.

Aktuell wird es hier in Hamburg wohl schöne Kredite von der Sparkasse geben. Verzinst mit 5%.
Bafögempfänger müssen natürlich auch zahlen.
Da wird man dann nach den Studium mit 5000 Euro miesen dastehen.

Übrigens werden nur die wenigsten ohne Schulden auskommen. Das Bafög langt meistens schon jetzt ohne Studiengebühren nicht.
Laut eine Erhebung des Studierendenwerks Hamburg von 2003 arbeiten mehr als 70% der Studenten nebenbei. Hier noch 500 Euro zusätzlich rauszuquetschen dürfte zu Lasten des Studiums gehen.

An Argumenten gibt es viele.
Ich persöhnlich halte die Studiengebühren für einen der grössten Knieschüsse der deutschen Politik seit Jahrzehnten.

Es wird ja von den zuständigen Ministern ja immer schön beteuert, dass das Geld ja den Hochschulen zukommen soll.
Die Studenten befürchten aber, dass dann im Gegenzug der normale Haushalt zusammengestrichen werden soll (so ist es in Österreich geschehen)
Explizit gibt es in Hamburg nur bis 2007 eine feste Zusage, dass die Gelder nicht gekürzt werden. Danach…

Dann gibt es dan noch ein vielzitiertes Argument, dass mich immer besonders aufregt:
Das Argument das die armen kleinen Arbeiter wie Frisörinnen von ihren Steuern den Studenten das Studium bezahlen, damit die Studenten nachher richtg Kohle machen.
Dieses Scheinargument funktionert aber nur, wenn die Studierten nacher genausoviel Steuern Zahlen würden wie die kleine Frisörin. Aber die Ingenieure, Anwälte und so weiter werden wesentlich mehr Steuern zahlen. Eigentlich müssten damit die Kosten für das Studium abgegolten werden.

Was ich persöhnlich für äusserst fatal halte ist folgendes:
Bislang haben einige meiner Kommolitonen (ich bin Elektrotechnikstudent) nebenbei eine kleine Firma angefangen, oder haben nach der Studium eine aufgemacht.
Dafür braucht man Startkapital. Wenn man jetzt immer erstmal 5000 Euro Miese wegen des Studiums hat, wird man weniger Startkapital bekommen.
Viele kleine Firmen und Geschäftsideen werden deshalb in Zukunft abgewürgt werden. Dies wird den angeschlagenen Wirtschaftstandort Deutschland gewiss nicht wieder auf die Beine bringen…

Naja, ansonsten noch ein paar Links:

Die Studentische Seite:
http://www.fzs-online.org/

Die Seite der Stadt Hamburg:
http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/wissen…

http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/wissen…

MfG Axel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Absolut unsozial
Hallo Anja,

ich halte diese Studienbebühren für absolut unsozial. Mit Studiengebühren hätte ich definitiv NICHT studieren können. Es ist auch nicht anzunehmen, dass das vereinnahmte Geld den Universitäten zugute kommt. Das Gesamtbudget wird sich wieder nach „Sachzwängen“ richten und wird wieder abgezogen.

Ich bin auch nicht der Ansicht, dass es den Hochschulen an Geld fehlt. Es fehlt an EIgenverantwortung. Wenn die Gelder von Februar bis November blockiert sind, ist mit Forschung nicht mehr viel zu machen. Auch wenn Stellen über Jahre nicht besetzt werden dürfen, kann es sich eine Hochschule nicht mehr leisten, sich von schlechten Professoren zu trennen.

Die meiste Zeit verbringt ein deutscher Hochschullehrer mit Anträge schreiben. Das ist eine neue Literaturform in Deutschland geworden.

Ein Student der Bafög erhält, bekommt nur das Minimum und weniger zum Leben. Jetzt soll er gut 100 Euro Netto pro Monat weniger bekommen. Verdient er was dazu, bekommt er weniger Bafög. Hat er was auf dem Konto, muss er dies zuerst ausgeben oder verprassen.

Das Märchen mit dem gut bezahlten Job? Dafür bezahlt man auch höhere Steuern. Bis vor kurzen habe ich für weniger gearbeitet als ALDI zahlt. Einige meiner Bekannten tingeln - dank Studium - seit Jahrzehnten ohne festen Job durch die Welt.

Gruß

Peter

3 „Gefällt mir“

Hi Anja,

sagen wir es mal so.
Als ich mien Studium beendet hatte, hatte ich einige Tausend DM Schulden durch mein BaföG. Das hab ich dann über ettliche Jahre zurückgezahlt, das dürfen BaföG-Empfänger auch heute wieder tun.
Dann kommen noch einige tausend € dazu.
Ergo. Am Anfang nach dem Studium ist das Leben nicht ganz so üppig.

Dann die Sicherheit des Jobs.
Der ist nun mal kaum noch gegeben. Wenn Du immer noch daran glaubst - AUFWACHEN!!!

In Thüringen werden bereits Studiengebüren erhoben und dort werden - oh Wunder - die Zahlungen des Landes plötzlich gekürzt, um ziemlich exakt die Beträge, die durch die Studiengebüren reinkommen.
–> keine Qualitätsverbesserung, mehr Bürokratie, höhere Belastung für die Studenten.

Fazit:
Studiengebüren sind so nötig wie ein Kropf.
Das sage ich mit einem mittlerweile jahrelangem Abstand zur Hochschule und Tätigkeit in der Industrie.

Gandalf

3 „Gefällt mir“

Hallo kaldera,

das klingt aber doch nach Referat oder HA („pro/Contra von den Studiengebühren“), die die uns hier erledigen lassen willst.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin moin,

Hier in Hamburg sind die Studiengebühren bereits beschlossene
Sache.

Was nicht verwundert.

Wie so was beschlossen werden kann?
Verschiedene Gründe und Interessen und Tricks.
Hauptgrund dürfte die miese Finanzlage der Stadt Hamburg sein.

Naja. Da könnte man an sinnvollerer Stelle streichen. Z.B. der teure Rückbau von Verkehrsberuhigung. Was für ein Schwachsinn.

Natürlich verabreicht man eine solch bittere Pille in kleinen
Dosen.
Zunächst wurden Gebühren für Langzeitstudierende beschlossen.

Schon damals habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass doch wohl niemand ernsthaft glaubt, die Gebühren würden auf sog. „Bummelstudenten“ beschränkt, wenn sie erstmal da wären. Dafür wurde ich übel beschimpft. Es waren übrigens auch fast alle nicht betroffenen Studenten für die Einführung dieser Gebühren und haben damit einmal mehr bewiesen, wie überaus schlecht informiert die künftige Elite unseres Landes ist. Was da an Argumenten an den Haaren herbeigezogen wurde, warum diese Gebühren gerechtfertigt wären, das war wirklich haarsträubend.

Dann wurden einige Zeit später die allgemeinen Gebühren
eingeführt, damit ja alle gleich behandelt werden.

Recht so. Ich kann es nur immer wieder betonen: Ich freue mich über die Gebühren. Je höher und je schneller sie eingeführt werden, desto besser. Sollen die Studenten doch für ihre eigene Arroganz gegenüber einem kleinen Teil ihrer Kommilitonen richtig tief in die Tasche greifen.

Genauso die Eltern der „jetzt-noch-Schüler“, die diesem saublöden „Wieso soll ich als Elektriker den Studenten 'ne schöne Sause bezahlen“ Argument der Bildzeitung gefolgt sind.

Zahlt doch bis die Schwarte kracht!

Der Uni Asta ist ziemlich Politisch und wird seit Jahren von
den Grünen gestellt.

Ja, der AStA. Was für ein Haufen total verbohrter Idioten das zu meiner Zeit war. Keine Spur von Interessenvertretung für die Studenten. Keine Unterschriftenaktion gegen Studiengebühren, bei der man nicht auch gleichzeitig gegen „Atomkraft“, Militärdiktaturen in Obervolta und die Drogenpolitik des hamburger Senats stimmen musste. Das man mit solch einer luschigen „Vertretung“ als Student in einem fort über den Tisch gezogen wird, ist doch wohl klar.

Auch sonst sind an der Uni die linken
Kräfte recht stark.

Aber nicht in Hamburg. Da funktioniert der Filz mit Parteiproporz wunderbar. Immer abwechlsend ein Posten für die Sozen und einer für die Schwatten. Da passen die schon auf, dass da nix schiefgeht.

Geschickterweise wurden dann die Termine für die Abstimmung im
Hamburger Senat in den Klausurenzeitraum der Studenten gelegt.
Daher musste man sich es zweimal überlegen ob man die Zeit für
grosse Demos hat.

Genau. Dalli dalli geht vor. Was interessieren mich meine Kommilitonen von morgen?

Aktuell wird es hier in Hamburg wohl schöne Kredite von der
Sparkasse geben. Verzinst mit 5%.

Ganz toll. Genau so haben wir uns doch alle ein Stipendienmodell vorgestellt. Herzlichen Glückwunsch, liebe Studenten. Dann mal viel Spaß mit den Gebühren.

Gruß

Fritze

Hi Matze

Bloss frage ich mich wie dass einer bezahlen soll der auf
Bafög angewiesen ist, und die Eltern nicht unbedingt aus
gutbezahlten Schichten kommen. Auch wenn es heisst „in
Deutschland studieren die meisten Unvermögenden weltweit“…

Das wird also bald ein Ende haben. Deutschland hat kein Interesse, weiterhin zu den Bildungs-Ländern zu gehören. Deutschland setzt auf kalten Turbo-Kapitalismus, setzt aufs HEUTE, nicht aufs MORGEN. Ob Deutschland morgen noch existiert, ist Deutschland heute egal.

Und was ist wenn du keinen Job findest? dann stehst erstmal
vor einem Schuldenhaufen.

So ist es. Aber da sowieso alles den Bach runtergeht, ist das dann auch egal. Wen kümmern noch Schulden? In Berlin können die Gerichtsvollzieher soweiso schon nix mehr aus den Wohnungen holen, sie gehen einfach wieder hinaus, nachdem sie den Besitzlosen noch ein paar tröstende Worte ins Ohr geraunt haben.
Gruß,
Branden

Hi Gandalf

Dann die Sicherheit des Jobs.
Der ist nun mal kaum noch gegeben. Wenn Du immer noch daran
glaubst - AUFWACHEN!!!

Dem kann ich mich nur anschließen!

In Thüringen werden bereits Studiengebüren erhoben und dort
werden - oh Wunder - die Zahlungen des Landes plötzlich
gekürzt, um ziemlich exakt die Beträge, die durch die
Studiengebüren reinkommen.

Sieh mal an - das wird den blauäugigen Verfechtern der Studiengebühren vielleicht endlich ein halbes Auge öffnen. Aber, unter uns, Gandalf, ich glaube, das wird den naiven Hardlinern, den Töchterchen und Söhnchen, die immer genug Klimpergeld in den Taschen haben, garnichts bedeuten, was wir hier an Argumenten auffahren. Da lachen die doch drüber. Die kaufen doch auch lieber ne Tasche bei Gucci, wenn sie 1000,- Euro kostet, als wenn sie 100,- bei H&M kostet.
Gruß,
Branden

Hallo Gandalf,

sagen wir es mal so.
Als ich mien Studium beendet hatte, hatte ich einige Tausend
DM Schulden durch mein BaföG. Das hab ich dann über ettliche
Jahre zurückgezahlt, das dürfen BaföG-Empfänger auch heute
wieder tun.

japp, kenne ich von meinem Bruder. Mit den zig Abzügen, die es gibt (dafür, dass du das Geld sofort zurückzahlst, Kinder, und, und, und) ist das am Ende nicht wirklich viel, zumindest nicht für jemanden, der Arbeit hat. Und, wenn ich mich richtig erinnere, du musst das Geld erst nach ein paar Jahren Berufstätigkeit zurückzahlen.

Dann kommen noch einige tausend € dazu.
Ergo. Am Anfang nach dem Studium ist das Leben nicht ganz so
üppig.

Na ja, wie gesagt, das mag sicher von Fall zu Fall verschieden sein, aber ich finde die Bafög-Rückzahlung schon sehr sozialverträglich gestaltet.

Dann die Sicherheit des Jobs.
Der ist nun mal kaum noch gegeben. Wenn Du immer noch daran
glaubst - AUFWACHEN!!!

Wie gesagt, Bafög wird erst nach mehreren Jahren Berufstätigkeit zurückgezahlt, ich vermute, das wird mit den Studiengebühren ähnlich aussehen. Du kannst aber auch nicht abstreiten, dass unter den Akademikern die Arbeitslosigkeit geringer ist als unter Nicht-Studierten. Und das ist ein Privileg, welches die Akademiker zuerst einmal auf Kosten des Staates erhalten haben, häufig sogar mit Zuzahlung zu den Lebenshaltungskosten (Bafög).

In Thüringen werden bereits Studiengebüren erhoben und dort
werden - oh Wunder - die Zahlungen des Landes plötzlich
gekürzt, um ziemlich exakt die Beträge, die durch die
Studiengebüren reinkommen.

Imho ist das die Folge von kontraproduktiven Studentenprotesten. Anstatt Kompromisse herauszuarbeiten und Forderungen im Zusammenhang mit den Studiengebühren zu stellen, gehen die Studenten auf die Barrikaden und zeigen sich absolut nicht verhandlungsbereit. Dadurch waren sie an der Ausgestaltung der Studiengebührenverordnungen gar nicht beteiligt, sie haben sich sozusagen selbst mundtot gemacht. Schade.

–> keine Qualitätsverbesserung, mehr Bürokratie, höhere
Belastung für die Studenten.

Ja, klar, wenn das SO durchgezogen wird. Aber in anderen Ländern gibt es gute Beispiele, denn die Betreuungsqualität ist in England und Amerika wesentlich besser als in Deutschland. Und die wird dort über Studiengebühren finanziert.

Gruß,
Anja

Hi Peter

ich halte diese Studienbebühren für absolut unsozial. Mit
Studiengebühren hätte ich definitiv NICHT studieren können.

Ich wohl ebenfalls nicht. Und meine 4 Kinder wohl erst recht nicht.
Gruß,
Branden

Hallo Branden,

Sieh mal an - das wird den blauäugigen Verfechtern der
Studiengebühren vielleicht endlich ein halbes Auge öffnen.
Aber, unter uns, Gandalf, ich glaube, das wird den naiven
Hardlinern, den Töchterchen und Söhnchen, die immer genug
Klimpergeld in den Taschen haben, garnichts bedeuten, was wir
hier an Argumenten auffahren. Da lachen die doch drüber. Die
kaufen doch auch lieber ne Tasche bei Gucci, wenn sie 1000,-
Euro kostet, als wenn sie 100,- bei H&M kostet.

da ich ja auch zu den von dir genannten „blauäugigen Verfechtern der Studiengebühren“ gehöre, muss ich an dieser Stelle klarstellen, dass ich selbst auf das Bafög angewiesen bin und ohne vermutlich nicht studieren könnte. Insofern passe ich schon mal nicht in dein Schema. Vielleicht solltest du es also überdenken.

Gruß,
Anja

Hallo Peter,

ich halte diese Studienbebühren für absolut unsozial. Mit
Studiengebühren hätte ich definitiv NICHT studieren können.

wieso? Du hättest sie ja nicht sofort berappen müssen.

Es
ist auch nicht anzunehmen, dass das vereinnahmte Geld den
Universitäten zugute kommt. Das Gesamtbudget wird sich wieder
nach „Sachzwängen“ richten und wird wieder abgezogen.

Das ist, wie ich oben schon geschrieben habe, tatsächlich ein Problem. Hier sehe ich aber auch eine Mitschuld der Studenten, die sich durch ihre Blockadehaltung selbst als Gesprächspartner disqualifiziert haben.

Es fehlt an EIgenverantwortung. Wenn die Gelder
von Februar bis November blockiert sind, ist mit Forschung
nicht mehr viel zu machen. Auch wenn Stellen über Jahre nicht
besetzt werden dürfen, kann es sich eine Hochschule nicht mehr
leisten, sich von schlechten Professoren zu trennen.

Hier stimme ich dir zu.

Die meiste Zeit verbringt ein deutscher Hochschullehrer mit
Anträge schreiben. Das ist eine neue Literaturform in
Deutschland geworden.

Hier auch.

Ein Student der Bafög erhält, bekommt nur das Minimum und
weniger zum Leben. Jetzt soll er gut 100 Euro Netto pro Monat
weniger bekommen.

Wieso? Er soll das alles ja erst im Arbeitsleben zurückzahlen.

Verdient er was dazu, bekommt er weniger
Bafög. Hat er was auf dem Konto, muss er dies zuerst ausgeben
oder verprassen.

Ja, sorry, wie soll man das sonst machen? Die einzige Alternative wäre, dass jeder Student, unabhängig vom eigenen oder elterlichen Einkommen, einen gewissen Bafögsatz bekommt. Wie teuer das wäre, kannst du dir ausrechnen. Und ob das sinnvoll wäre, wage ich zu bezweifeln.

Das Märchen mit dem gut bezahlten Job? Dafür bezahlt man auch
höhere Steuern.

Aber anscheinend reichen diese Steuern nicht aus, um den Sozialstaat und die niveauvolle Hochschulbildung zu finanzieren.

Bis vor kurzen habe ich für weniger gearbeitet
als ALDI zahlt. Einige meiner Bekannten tingeln - dank Studium

  • seit Jahrzehnten ohne festen Job durch die Welt.

Wie ich auch schon irgendwo geschrieben hatte: Es geht um Statistik und normalerweise wird eh Geld erst zurückgefordert, wenn man schon seit ein paar Jahren im Berufsleben steht.

Gruß,
Anja

Bedenke das deutsche Steuersystem!
Hallo Anja!

Wir haben in Deutschland eine Hochbesteuerung für Akademiker. Das ist nicht vergleichbar mit den USA. Ganz und garnicht. Dort zahlt man für ein Studium in einer Topuni sehr viel. Nachher kriegt man aber auch einen Haufen Kohle und muss nicht so viele Steuern zahlen.

Im Übrigen halte ich 500 Euro für einen Witz, wenn man den Haushalt einer Uni betrachtet. Für Studenten KANN dieser Betrag aber schon ungemütlich sein.

Doch solange da die „Sozialverträglichkeit“ hergestellt wird, MUSS es niemanden vom Studium abhalten. Ich denke persönlich, die Gebühren könnten insofern positiven Einfluss haben, als dass die Leute mehr in den Bereichen studieren, die irgendwo auch einen Arbeitsplatz wahrscheinlich machen (Deutschland hat viele taxifahrende Geschichtswissenschaftler)

Aber der Grund für diese Gebühren liegt wohl eher nicht in dem Geld, das eingenommen würde, sondern in einer Neiddebatte auf BILD-Niveau, denn durch die Gebühr können die Finanzprobleme der Unis nicht einmal ansatzweise gedeckt werden. Und attraktiver, wie dies die CDU verlautbaren lies, kann ein Studium nicht durch Gebühren werden. Nur absolute Vollidioten, die hirnverbrannt sind, können solchen Scheiß mit ruhigem Gewissen sagen.
Ob Gebühren richtig sind steht auf einem anderen Blatt…
Ich persönlich erwarte für die Zukunft, dass die Studizahlen sinken, aber v.a. in nicht so „aussichtsreichen“ Feldern, so dass das Weniger an Geld, das der Staat ausgibt, mehr in seinem Interesse verteilt wird. Schließlich ist Bildung, wie viele Volkswirte meinen, bei uns eine staatliche Investition, durch die man später wirtschaftliche Impulse und Steuerzahler generiert.

Das ist aber nicht alles, was ich dazu denke, doch das führt zu weit, denn es würde eine kleine Mappe füllen.

Viele Grüße Stefan

Hallo Anja,

ich finde es natürlich sehr schön, dass du mit den Studiengebühren keine existenziellen Ängste verbindest. Ich bin, das gebe ich offen zu seit Jahren darauf angewiesener Nutzer unseres Sozialsystems und dafür bin ich auch sehr dankbar, da ich genau weiss, dass das so in anderen Ländern so nicht möglich wäre. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer.
Ich habe die Auswirkungen selber schon gespürt, im sozialen Bereich wird immer mehr eingespart, Kinder- und Jugendheime müssen schliessen; und nicht weil der Bedarf nicht da ist-keinesfalls! (die Spanne zwischen arm und reich, und somit die sozialen Brennpunkte werden immer stärker), sondern weil überall eingespart wird, egal ob vernünftig oder nicht.

Daher entlockt mir der Begriff ‚sozialverträglich‘ auch nur ein müdes Lächeln, wie das aussehen soll weiss doch eh keiner. Ausserdem sind die 500€ ja erst der Anfang, Wirtschaftsexperten würden sie jetzt schon am liebsten erhöhen, und wo der Anfang erst gemacht ist, da ist der nächste Schritt auch nicht weit. Außerdem werden die Lebenshaltungskosten auch immer höher. Zudem (das traut sich zwar noch niemand) könnte es auch passieren, dass das Bafög bald auch gekürzt wird. ( http://www.faz.net/s/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05… )

Du kannst aber auch nicht
abstreiten, dass unter den Akademikern die Arbeitslosigkeit
geringer ist als unter Nicht-Studierten.

Geringer aber existent.

In Thüringen werden bereits Studiengebüren erhoben und dort
werden - oh Wunder - die Zahlungen des Landes plötzlich
gekürzt, um ziemlich exakt die Beträge, die durch die
Studiengebüren reinkommen.

Imho ist das die Folge von kontraproduktiven
Studentenprotesten.

Glaubst du das juckt einen Politiker, wie protestiert wird? Ich denke es liegt in der Sache eines Protests, dass nicht sachlich argumentiert wird, sonst wär es ja wohl keiner?
Ausserdem gibt es sehr viele die sich damit produktiv auseinandersetzen, und auch nichts geändert haben. (AStA, AK etc)

–> keine Qualitätsverbesserung, mehr Bürokratie, höhere
Belastung für die Studenten.

Ja, klar, wenn das SO durchgezogen wird. Aber in anderen
Ländern gibt es gute Beispiele, denn die Betreuungsqualität
ist in England und Amerika wesentlich besser als in
Deutschland. Und die wird dort über Studiengebühren
finanziert.

Deutschland ist dafür bekannt sich mit seiner eigenen Bürokratie unwirtschaftlich zu machen. (wie war das? zwei drittel der weltweiten Steuerliteratur beschäftigen sich mit dem deutschen Steuersystem?)

Ich bewundere deinen Optimismus.

mfg
Matze

Das ist, wie ich oben schon geschrieben habe, tatsächlich ein
Problem. Hier sehe ich aber auch eine Mitschuld der Studenten,
die sich durch ihre Blockadehaltung selbst als
Gesprächspartner disqualifiziert haben.

Die Freaks von der Asta (die typischen Weltfriedens-Öko-Gleichberechtigungs-Gammelstudenten) waren nie erstzunehmende Gesprächspartner.

MfG

Du findest auf den Anti-Studiengebühren Demos kaum einen Studenten der Elektrotechnik oder Maschinenbau studiert?

Woran das wohl liegt?

MfG

da ich ja auch zu den von dir genannten „blauäugigen
Verfechtern der Studiengebühren“ gehöre, muss ich an dieser
Stelle klarstellen, dass ich selbst auf das Bafög angewiesen
bin und ohne vermutlich nicht studieren könnte.

Umso unverständlicher Dein vehementes Eintreten für Studiengebühren, Anja. Ich frage mich: Was bringt Dich wirklich dazu?
Gruß,
Branden

Du findest auf den Anti-Studiengebühren Demos kaum einen
Studenten der Elektrotechnik oder Maschinenbau studiert?

Woran das wohl liegt?

Vermutlich daran, dass die Maschinenbauer und Elektrotechniker noch nie den Arsch hochgekriegt haben, wenn es um politische Interessen ging.
Oder hast Du schonmal einen intellektuellen Elektrotechniker oder Maschinenbauer gesehen?
Nun gut, ich will nicht drauf wetten - einen findet man vielleicht unter tausend.
Gruß,
Branden