Allroad-Kupplung zerlegt sich nach 60000km

Hallo,

am Wochenende hatte ich die erste Panne mit meinem Audi allroad 2.5., ca. 60000km, immer Audi-Service, Mobilitätsgarantie:

Bei einer Bergabfahrt hat es plötzlich angefangen zu stinken, nach dem Treten des Kupplungspedals blieb dieses unten hängen. Keine Funktion der Kupplung mehr. Vorher nie irgendwelche Probleme gehabt. Wurde zur nächsten Vertragswerkstatt abgeschleppt.

Erstes Telefonat mit Audi-Kundendienst:

Der Kundendienst hat erst die Zylinder der Kupplungshydraulik ausgetauscht. Es war keine Flüssigkeit mehr im System gewesen. Danach noch immer keine Funktion. Man müsse noch etwas weiter suchen.

Am nächsten Tag telefonisch:

Die Kupplung sei auch defekt. „Starker Verschleiss bis aufs blanke Metall“, Schwungrad verzogen. Die Feder, die die Kupplung lösen soll ist auch gebrochen. Kupplung muss komplett getauscht werden. Es gibt keine Alternative.

Beim Abholen:

Ich bekomme die defekten Kupplungsteile (bis auf die Feder) gezeigt: Der Belag auf der einen Seite ist ok, der auf der anderen Seite hängt in Fetzen und die Haltebleche sind verbogen, also eigentlich kein „Verschleiss“ sondern eher was Gröberes.

Auf meine Frage nach der möglichen Ursache bekam ich vom Kundendienstleiter folgende Antwort:

Es sei eine dauerhafte Überlastung gewesen, gerade beim Bergabfahren werde die Kupplung besonders belastet und erwärmt sich stark (WIE DENN? BEI KRAFTSCHLUSS GIBT ES DOCH KEINE REIBUNG), bis sich der Belag auflöst. Die stellenweise bläuliche Verfärbung am Stahl komme auch nicht von heute auf morgen sondern entwickle sich über Wochen (HABE ICH BEIM ANLASSEN VON STAHLTEILEN ANDERS IN ERINNERUNG), die Feder sei durch die Erwärmung gebrochen (FEDERN WERDEN DURCH ERHITZEN DOCH WEICH?). Die Hydraulikzylinder seien auch durch die Überhitzung zerstört worden, das Getriebeöl sollte deshalb auch getauscht werden.

Bei gelegentlichen Fahrten mit Anhänger sei es normal, dass die Kupplung nur 60000km hält. Das hänge nicht nur vom Schalten oder Anfahren ab, durch das größere Gewicht werde sie auch bei gleichmässigen Autobahnfahrten stark belastet.

Will der mich verarschen???

Dann ist es noch etwas gröber geworden: Ich würde anscheinend während der Fahrt immer den Fuß auf der Kupplung haben, das sei nur auf Fahrfehler zurückzuführen, ein defektes Teil als Auslöser sei auszuschließen. Die Rechnung wird demnächt kommen, irgendwelche Kulanz von Audi gibt es nicht.

Die defekten Kupplungsteile bekomme ich nicht ausgehändigt, die müssen an Audi zurück zum recyclen…

Ich fahre seit vielen Jahren verschiedene PKW mit Anhängern, ohne dass jemals was mit Kupplung oder Getriebe war. Dieser Allroad wird nur gelegentlich durch einen Anhänger belastet.

Es kann doch nicht normal sein, dass bei durchwegs normaler Belastung die Kupplung bei einer Talfahrt plötzlich den Geist aufgibt.
Kann mir da jemand einen Rat geben?

Grüße,

Wepster

Hallo!

Nur meine unmaßgebliche Erfahrung:

gerade bei modernen Dieseln mit sehr hohem Drehmoment und Handschaltung halten die Kupplungen oftmals nur 50-80 TKm.
Ich sehe zwei Ursachen:

  • falscher Umgang: aufgrund des Turbolochs wird mit viel zu viel Gas angefahren und die Kupplung dann ewig „reingeschliffen“.
  • zu schwache Auslegung der Kupplungen aus Kostengründen.

Beides in Kombination führt dann zum verfrühten Kupplungstod.

Bei dem BMW 318d meiner LG, der Wagen ist sicherlich kein Drehmomentwunder, war die Kupplung mit 75.000 Km völlig abgenutzt. Der Wagen läuft relativ viel auf Langstrecke.
BMW verbaut bei diesen Modellen als Ersatz nun verstärkte Kupplungen und hat, trotz Baujahr 2004, 50% der Kosten auf Kulanz übernommen. Nun wird der Wagen betont sauber gefahren. Mal sehen…

Dass die Kupplung beim Fahren ohne Kuppeln verschleißt, kann ich mir auch nicht vorstellen.
Audi hat zudem bekanntermaßen Probleme mit den Automatikgetrieben bei den starken Varianten des alten A6. Die Auslegung ist einfach zu schwach.
Mit Schaltgetrieben bei großen Autos habe ich wenig bis keine Erfahrungen, vermute aber eine ähnliche Ursache. Das belegt ja auch der Fall des BMW.

Daher schätze ich, liegt es an der Kombination der o.g. Gründe und Du musst den Wagen, gerade mit Hänger, sehr, sehr sauber fahren und auf häufiges Anfahren am Berg verzichten.
Diese Edelkisten sind einfach keine vernünftigen Zugfahrzeuge.

Ich hatte übrigens einen Mercedes E 320 CDI, Baujahr 2001, öfter mal mit Hänger genutzt. Alle 50-60 Tkm Wechsel des Automatiköls. Es war jedes Mal schwarz.
Dennoch überlebte das Getriebe. Mercedes Automaten gelten als sehr haltbar.

Bei Audi kenne ich nur Probleme mit Automaten. Unser A8 4.2 brauchte bei 100.000 Km eine Getriebeüberholung (kein Hängerbetrieb, 80% Autobahn in Österreich…), der A6 4.2 eines Freundes hatte einen kapitalen Schaden der Automatik mit 180.000 Km. Kein Hängerbetrieb, 70% Autobahn.

Fährt man also häufig mit Hänger, bleibt eigentlich nur ein richtiger Geländewagen wie Mercedes G oder Toyota Landcruiser.
Alle anderen wie ML, Touareg, X5 haben die anfälligen High-Tech Automaten der Oberklasseautos, deren Motoren sie auch verwenden. Diese sind mit dem hohen Fahrzeuggewicht und Hänger dann überfordert.
Bei Handschaltern sieht das wohl ähnlich aus, nicht umsonst gibt es die stärkeren Modelle ja nur noch mit Automatik.

Gruß,
M.

Ich will mich da mal meiem Vorredner anschließen Die Kupplungen sind das gößte Problem der modernen drehmomentstarken Dieselmotoren. Deswegen bietet Mercedes z.B. den CDI ab 320 auch nicht mehr mit Schaltgetriebe an, da eine mechanische Kupplung bei dem starken Motor keine akzeptable Standzeit hat. Daher Automatik, keine Kupllung = kein Kupplungsverschleiß. Man muß es nur übers Marketing verkaufen können.

Hi,

irgendwelche Kulanz von Audi gibt es nicht.

Wichtig: Wie alt ist das Auto?
Du hast die Möglichkeit, dich an die Audi-Kundenbetreuung zu wenden. Die Telefonnummer kann dir deine Werkstatt geben.

Viele Grüße
WoDi

Hallo WoDi,
Erstzulassung 21.11.2003, dann Werkswagen bei Audi, ab 21.12.2005 in meinem Besitz.
Grüße,
Wepster

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Horst!

Naja, einerseits finde ich es vernünftig, keine Setups zu verkaufen, mit denen der normale Autofahrer überfordert wäre oder die bei etwas intensiverer Nutzung schnell die Hufe strecken würden.

Auf der anderen Seite sehe ich es bei modernen, drehmomentstarken Motoren als Problem an, wenn auch keine standfeste Automatik angeboten wird.
Die Hersteller ziehen sich dann bei 4 Jahre alten Autos mit 90.000 Km auf der Uhr schon gerne damit aus der Affäre, dass der Wagen als „zu alt und daher außerhalb des Bereiches der Kulanz“ sei.

Nun hat man aber ein Premium-Produkt erworben, welches neu meistens 70.000 Eur aufwärst kostet (ich beziehe mich auf die großen Diesel und V8//V10/V12 Benziner in der Oberklasse und Luxusklasse) und dann eigentlich mindestens um die 6 Jahre auch bei widrigen Bedingungen problemlos funktionieren sollte.
Dass ein solches Auto auch als Zugfahrzeug eingesetzt und/oder zackig gefahren wird, dürfte klar sein.

Offenbar legen auch die deutschen Premiumhersteller ihre Autos für 250.000 Km bei moderater Fahrweise und aufwändigem Service aus.
Bei einem Golf TDI für 30.000 Eur kann ich das noch ansatzweise nachvollziehen. Bei einem sehr teuren Luxusfahrzeug dann jedoch nicht mehr.

Beispielsweise lief/läuft ein Mercedes 500 SE W126 bei häufiger und zügiger Nutzung 300.000 Km ohne großen Ärger. Bei einigermassen pfleglicher Nutzung sind 500.000 Km drin, bis Motor/Getriebe ggf. gewechselt werden müssen.

Ein S 400 CDI der Serie W220 schafft das nur mit massivem finanziellen Aufwand an Einspritzanlage und Getriebe oder extrem gutmütiger Fahrweise.

Hier sehe ich Handlungsbedarf, wenngleich die meisten Neukäufer heute den Wagen kaum mehr als 150.000 Km fahren. Die Gebrauchtkäufer haben dann den Ärger, profitieren allerdings vom sehr hohen Wertverlust solcher Fahrzeuge. Wo kommt der nur her…?
Unsere W126 und W140 Firmenwägen habe ich bis Anfang/Mitte der 90er noch für ca. 60% des Neupreises weiterverkauft. Die Autos waren dann 3 Jahre alt und hatten 100 - 150.000 Km gelaufen.
Heute bekommt man einen W220/W221 zu solchen Kursen niemals verkauft, der Wertverlust in 3 Jahren liegt bei 60-70%.

Da stimmt m.E. etwas nicht und das sollte auhc den herstellern zu Denken geben.
Mercedes hat mich ja aus diesem Grund als Kunden verloren. Nach gut 5 Jahren war mein E 320 CDI, Neupreis 60 TEur, den Benz-Delaern noch 10.500 Eur im Ankauf wert. Am Pflegezustand oder mangelhafter Wartung lag es nicht. Vielmehr hat man bei Benz sogar zugegeben, dass man diese Rostlaube nur noch in den Export verkaufen kann…

Gruß,
M.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin,

Es sei eine dauerhafte Überlastung gewesen, gerade beim
Bergabfahren werde die Kupplung besonders belastet und erwärmt
sich stark (WIE DENN? BEI KRAFTSCHLUSS GIBT ES DOCH KEINE
REIBUNG), bis sich der Belag auflöst. Die stellenweise
bläuliche Verfärbung am Stahl komme auch nicht von heute auf
morgen sondern entwickle sich über Wochen (HABE ICH BEIM
ANLASSEN VON STAHLTEILEN ANDERS IN ERINNERUNG), die Feder sei
durch die Erwärmung gebrochen (FEDERN WERDEN DURCH ERHITZEN
DOCH WEICH?). Die Hydraulikzylinder seien auch durch die
Überhitzung zerstört worden, das Getriebeöl sollte deshalb
auch getauscht werden.

Hey, das muss ja schon gekocht haben. Also ich gebe zu ich habe lange keine solch amüsante Erklärung wie diese hier gelesen.
Diese Erklärung der Werkstatt halte ich in höchstem Masse für unglaubwürdig.

Bei gelegentlichen Fahrten mit Anhänger sei es normal, dass
die Kupplung nur 60000km hält. Das hänge nicht nur vom
Schalten oder Anfahren ab, durch das größere Gewicht werde sie
auch bei gleichmässigen Autobahnfahrten stark belastet.

Will der mich verarschen???

Naja, warum soll er dem vorherigen Bullshit nicht noch eine Krone aufsetzen?

Die defekten Kupplungsteile bekomme ich nicht ausgehändigt,
die müssen an Audi zurück zum recyclen…

Nochmal Bullshit. Ich würde die wenigstens vorher fotografieren, von allen Seiten mit Detailaufnahmen.

Wenn Du die Möglichkeit hast die Teile noch zu fotografieren, dann stelle uns die Bilder doch einmal zur Verfügung (upload auf ImageShack o.ä.).
Aus Deinen Schilderungen heraus würde ich nicht auf normalen Verschleiss tippen. Erst recht nicht so plötzlich und in dem Masse.

Gruss Jakob

Moin Mathias,

gerade bei modernen Dieseln mit sehr hohem Drehmoment und
Handschaltung halten die Kupplungen oftmals nur 50-80 TKm.
Ich sehe zwei Ursachen:

  • falscher Umgang: aufgrund des Turbolochs wird mit viel zu
    viel Gas angefahren und die Kupplung dann ewig
    „reingeschliffen“.
  • zu schwache Auslegung der Kupplungen aus Kostengründen.

Ich tendiere da zu letzterem. Als sich meine Antriebswelle zerlegte sagte man mir auch, es sei ja schliesslich auch ein „bärenstarker Motor“. Mag ja sein, aber dann sollen die gefälligst auch eine „bärenstarke Antriebswelle“ einbauen.
Es kann ja wohl argumentativ nicht durchgehen das man einen stark motorisierten Wagen kauft, nur die Kraft nutzen, das möge man doch bitte sein lassen, denn das halten die übrigen Elemente nicht aus.
Dass die Reifen auf der Antriebsachse nicht lange halten bei den kräftigen TDI leuchtet jedem ein. Die sind gern mal nach 35.000km fast runter. Aber der Rest hat gefälligst zu halten.

Gruss Jakob

Hi,

Die defekten Kupplungsteile bekomme ich nicht ausgehändigt,
die müssen an Audi zurück zum recyclen…

Nochmal Bullshit.

Nicht ganz. Viele Teile, u.a. auch die Kupplung, sind Austauschteile. Man bekommt ein aufgearbeitetes/recycletes Teil und gibt das alte dafür zurück. Geht das Altteil nicht zurück, wird das Neuteil deutlich teurer.

Ich würde die wenigstens vorher
fotografieren, von allen Seiten mit Detailaufnahmen.

Das ist sicher eine gute Idee.

Viele Grüße
WoDi

Moin,

Nicht ganz. Viele Teile, u.a. auch die Kupplung, sind
Austauschteile. Man bekommt ein aufgearbeitetes/recycletes
Teil und gibt das alte dafür zurück. Geht das Altteil nicht
zurück, wird das Neuteil deutlich teurer.

Du hast dahingehend natürlich recht. So wie ich das aus der Schilderung des Fragestellers entnehme gibts bei den Teilen aber wohl nix mehr aufzuarbeiten :wink:
Was meinst Du zu den restlichen Ausführungen des Händlers?
Ich habe ja schon einige zerlederte Kupplungen gesehen, aber da war mir klar woher das kam. Normalen Fahrbetrieb vorausgesetzt, zerlegt sich eine Kupplung nicht aufgrund der von der Werkstatt genannten Gründen.

Gruss Jakob

Hi,

Du hast dahingehend natürlich recht. So wie ich das aus der
Schilderung des Fragestellers entnehme gibts bei den Teilen
aber wohl nix mehr aufzuarbeiten :wink:

Das ist in diesem Fall egal. Kupplungen werden ja auch nicht aufgearbeitet. Man nimmt aber die Rohstoffe zum weiteren Einsatz, ähnlich wie bei Motoren, Getrieben usw. Wenn etwa ein Pleuel durch den Block geschlagen ist, ist dieser natürlich auch nicht mehr verwendbar, wohl aber das Metall.

Was meinst Du zu den restlichen Ausführungen des Händlers?
Ich habe ja schon einige zerlederte Kupplungen gesehen, aber
da war mir klar woher das kam. Normalen Fahrbetrieb
vorausgesetzt, zerlegt sich eine Kupplung nicht aufgrund der
von der Werkstatt genannten Gründen.

Ich halte mich da mal zurück, weil ich die näheren Umstände nicht kenne. Möglich ist viel, auch wenn es auf den ersten Blick unsinnig erscheinen mag.
Ich teile übrigens nicht die Meinung anderer hier, die Kupplung sei unterdimensioniert. Ich kenne zwei Fahrer mit allroad-quattro, die ziehen reichlich mit den Autos. Der eine Boote (fast schon Schiffe), der andere Pferde und Segelflugzeuge. Beide Autos sind weit jenseits der 100.000 km und haben beide noch die erste Kupplung drin.

Deshalb habe ich dem Fragesteller auch geraten, sich an die Audi-Kundenbetreuung zu wenden. Diese verdient den Namen zu Recht. Wenn da was faul am Auto oder werkstattseitig sein sollte, kümmern die sich drum.

Viele Grüße
WoDi

Moin,

Das ist in diesem Fall egal. Kupplungen werden ja auch nicht
aufgearbeitet. Man nimmt aber die Rohstoffe zum weiteren
Einsatz, ähnlich wie bei Motoren, Getrieben usw. Wenn etwa ein
Pleuel durch den Block geschlagen ist, ist dieser natürlich
auch nicht mehr verwendbar, wohl aber das Metall.

Was ja auch Sinn macht. Nur hat man, zumindest in diesem Fall, ja nichts mehr in der Hand. Der Händler sollte die Teile vielleicht nicht zum regulären Recycling geben, sondern noch verwahren.

Was meinst Du zu den restlichen Ausführungen des Händlers?
Ich habe ja schon einige zerlederte Kupplungen gesehen, aber
da war mir klar woher das kam. Normalen Fahrbetrieb
vorausgesetzt, zerlegt sich eine Kupplung nicht aufgrund der
von der Werkstatt genannten Gründen.

Ich halte mich da mal zurück, weil ich die näheren Umstände
nicht kenne. Möglich ist viel, auch wenn es auf den ersten
Blick unsinnig erscheinen mag.

Da liegst Du wahrscheinlich sogar richtig. Sowas ist aus der Ferne schwer zu beurteilen und ich habe auch schon viele Schäden gesehen, die eigentlich unmöglich waren (trotzdem waren sie eingetreten).
Die Erklärung der Werkstatt, auch in der zitierten pauschalen Art, finde ich aber doch fragwürdig. In der Regel geht eine Kupplung unter grosser Last kaputt und nicht im Schubbetrieb. Aber Du hast schon recht, nichts genaues weiss man nicht.
Ich habe schon faustgrosse Löcher in der Kupplungsglocke gesehen die mir gänzlich unerklärlich waren (da wollte wohl was raus, aber in der Kupplung fehlte nichts. Eines meiner bis heute ungelösten Mysterien).

Ich teile übrigens nicht die Meinung anderer hier, die
Kupplung sei unterdimensioniert. Ich kenne zwei Fahrer mit
allroad-quattro, die ziehen reichlich mit den Autos. Der eine
Boote (fast schon Schiffe), der andere Pferde und
Segelflugzeuge. Beide Autos sind weit jenseits der 100.000 km
und haben beide noch die erste Kupplung drin.

Dass die Kupplung unterdimensioniert ist glaube ich auch nicht. Audi baut schon solide, gut verarbeitete Autos. Das behaupten die nicht nur, das tun die tatsächlich :wink:

Deshalb habe ich dem Fragesteller auch geraten, sich an die
Audi-Kundenbetreuung zu wenden. Diese verdient den Namen zu
Recht. Wenn da was faul am Auto oder werkstattseitig sein
sollte, kümmern die sich drum.

Mich würden die Fotos trotzdem interessieren. Aber ich bin auch neugierig was draus wird.
Den Unmut des Fragestellers kann ich durchaus nachvollziehen. Zum einen ist das ja kein billiges Auto, zum anderen wird die Reparatur auch nicht gerade billig sein.

Viele Grüsse
Jakob

Hallo!

gerade bei modernen Dieseln mit sehr hohem Drehmoment und
Handschaltung halten die Kupplungen oftmals nur 50-80 TKm.
Ich sehe zwei Ursachen:

  • falscher Umgang: aufgrund des Turbolochs wird mit viel zu
    viel Gas angefahren und die Kupplung dann ewig
    „reingeschliffen“.
  • zu schwache Auslegung der Kupplungen aus Kostengründen.

Ich tendiere da zu letzterem. Als sich meine Antriebswelle
zerlegte sagte man mir auch, es sei ja schliesslich auch ein
„bärenstarker Motor“. Mag ja sein, aber dann sollen die
gefälligst auch eine „bärenstarke Antriebswelle“ einbauen.

Naja, wir haben ja weiter oben gelernt, dass bei Audi unterdimensionierte Kupplungen ausgeschlossen und die Autos über jeden Zweifel erhaben sind… :wink:

Es kann ja wohl argumentativ nicht durchgehen das man einen
stark motorisierten Wagen kauft, nur die Kraft nutzen, das
möge man doch bitte sein lassen, denn das halten die übrigen
Elemente nicht aus.

So sehe ich das auch.

Dass die Reifen auf der Antriebsachse nicht lange halten bei
den kräftigen TDI leuchtet jedem ein. Die sind gern mal nach
35.000km fast runter. Aber der Rest hat gefälligst zu halten.

Selbst der Reifenverschleiß müsste kein derart großes Thema sein, wenn man die Autos mit Differenzialsperren ausrüsten würde.
Aber das kostet natürlich Geld.

Lieber einen unsäglich lauten Rumpeldiesel über das Argument „Power ohne Ende und so gut wie kein Dieselverbrauch“ verkaufen, dabei serienmässig nur das allernötigste Minimum einbauen, eingeschränkte Haltbarkeit und teure Wartung sind kein Problem, denn diese Themen treffen den Kunden erst nach Ablauf der sowieso minimalen Garantie…

Gruß,
M.

Hallo,
bei der Anschaffung hatte ich ausdrücklich gesagt, wofür ich das Auto brauche: als komfortables, repräsentatives Fahrzeug und zum gelegentlichen Ziehen eines Pferdeanhängers. Außerdem soll man auch bei schlechten Straßenverhältnissen sicher durchkommen.
Für diesen Zweck ist mir der Allroad bedingungslos empfohlen worden.

Für Grobarbeiten nehmen wir einen alten Golf, dessen Kupplung trotz offensichtlicher Quälereien ein ewiges Leben hat.
Für ganz grobe Arbeiten haben wir diverse Traktoren…
Der Allroad ist niemals so belastet worden, dass er annähernd an seine Grenzen gekommen wäre.

Deshalb ist mir dieser Schaden auch unverständlich.
Ich werde versuchen, an die defekten Teile (Kupplung, Zylinder…) noch heranzukommen. Habe schon telefonisch bescheid gegeben, dass ich sie abholen werde. Mal sehen.

Grüße,
Wepster

Moin!

bei der Anschaffung hatte ich ausdrücklich gesagt, wofür ich
das Auto brauche: als komfortables, repräsentatives Fahrzeug
und zum gelegentlichen Ziehen eines Pferdeanhängers. Außerdem
soll man auch bei schlechten Straßenverhältnissen sicher
durchkommen.
Für diesen Zweck ist mir der Allroad bedingungslos empfohlen
worden.

Klar, der Verkäufer witterte 70.000 Euro…

Für Grobarbeiten nehmen wir einen alten Golf, dessen Kupplung
trotz offensichtlicher Quälereien ein ewiges Leben hat.

Warum nur…?
Etwa doch eine Frage der technischen Auslegung (lieber wodi…)?

Für ganz grobe Arbeiten haben wir diverse Traktoren…
Der Allroad ist niemals so belastet worden, dass er annähernd
an seine Grenzen gekommen wäre.

Offensichtlich doch…

Deshalb ist mir dieser Schaden auch unverständlich.
Ich werde versuchen, an die defekten Teile (Kupplung,
Zylinder…) noch heranzukommen. Habe schon telefonisch
bescheid gegeben, dass ich sie abholen werde. Mal sehen.

Du hast eine Luxuskiste mit Allradantrieb für den verschneiten Liftparkplatz im Skiurlaub gekauft, keinen Heavy-Duty-Geländewagen.

Für den harten Einsatz sind diese Autos nichts, ich sehe das bei meinem Volvo XC 90 genauso. Wenn wirklich derbe Touren anliegen, miete ich einen echten Geländewagen und geniesse ansonsten im Alltag die höhere Sitzposition und die ausgeprägten Schlechtwegequalitäten des Volvo.

Schwere Hänger bis 2.2T schafft der Volvo übrigens locker, allerdings bei sehr, sehr schonender Fahrweise. Dann geht das und die Automatik überlebt. Mehr ist eben nicht drin bei den Luxuskisten, die einem die Off-Road-Fähigkeiten durch zahlreichen Plastikkrams suggerieren, aber im Endeffekt nichts anderes sind, als ein moderner Kombi mit Allradantrieb und an der Grenze ausgelegten Komponenten.

Gruß,
M.

Hi,

Du hast eine Luxuskiste mit Allradantrieb für den verschneiten
Liftparkplatz im Skiurlaub gekauft, keinen
Heavy-Duty-Geländewagen.

Du kennst den allroad quattro gar nicht, stimmt’s?

Viele Grüße
WoDi

1 „Gefällt mir“

Passt irgendwie nicht zusammen.
Hallo!

Ich habe mir das mal alles durchgelesen, und gründlich nachgedacht.
So richtig passt das alles nicht logisch zusammen.

Nach Deiner Schadensbeschreibung ist die Kupplung ja völlig ausgeglüht,
beim normalen Fahren unter Last merkt man das aber, wenn die rutscht. Zumindest mit normalen Menschenverstand. Und das es die Schwungscheibe ausglüht, und den Reibbelag herunterhaut, passiert auch nicht so schnell. Da muss schon was Extremes passieren.

Ich kann mir das nur so erklären:

Die Kupplungs-Druckfeder (Tellerfeder) ist gerade in einem unglücklichen Augenblick gebrochen.
Das passiert extrem selten, besonders bei dem Fahrzeugalter, ist aber möglich.
Dadurch hat die Kupplung nur noch einen sehr geringen Anpressdruck, und bei der Bergabfahrt hast Du das nicht bemerkt.
Das schwere Fahrzeug hat bergab geschoben, der Motor gebremst, und die Kupplung gerutscht.
Das muss man nicht unbedingt merken.

Dann ist das alles so heiss geworden, bis die Gummidichtungen im Kupplungszylinder sich aufgelöst haben, und der Kupplungsbelag heruntergeflogen ist.

Nun ja, das ist eine Warscheinlichkeit wie ein 6er im Lotto,
aber nach meinem Verständnis die einzig logische Erkjlärung.

Da müsste dann aber in der Kupplungsdruckplatte die Tellerfeder geplatzt sein.
Das ist auch zu sehen.
Schau Dir das mal an, wenn es geht.

Grüße, Steffen!

Aktueller Stand
Zunächst mal Euch Allen herzlichen Dank für die interessanten Infos.

Am Freitag war ich nochmal bei der Werkstatt. Der Kundendienstleiter war nicht da, deshalb konnte ich direkt mit dem Juniorchef und dem Monteur sprechen.
Die Teile sind noch da, sie werden auch noch 2 Wochen zurückbehalten, falls Audi sie sehen will.
Es ist tatsächlich so, dass es Austauschteile sind, deswegen werden sie an Audi zurückgeschickt. Das Neuteil ist dementsprechend etwas preiswerter.
Photo konnte ich keines machen, aber hier eine genauere Beschreibung:

Die Kupplungsscheibe hat auf der einen Seite einen Belag, der von den Fachleuten als „kaum verschlissen“ beurteilt wurde. Auf der anderen Seite fehlt der Belag bis auf ein paar Fetzen, die sich am Blech verkeilt haben, völlig. Die Nieten sind teilweise platt und abgeschliffen, teilweise unbeschädigt.
An Zweimassenschwungrad konnte ich als Laie nichts Auffälliges feststellen. An ein paar Stellen blau angelaufen. Laut Werkstatt aber verzogen und erneuerungsbedürftig.
Die gebrochene Feder war nicht auffindbar, es lies sich nicht klären, um welche Feder es sich handelt.

Die Werkstatt hat bei Audi angefragt, es sei keine Kulanz möglich, da die Kupplung über 4 Jahre alt ist, unabhängig von der Kilometerleistung.
Dann wieder der Kommentar: ich soll besser nicht viel mit einem Anhänger fahren, schon gar nicht rückwärts rangieren…
Dafür sei der Allroad nicht ausgelegt. Ein paar Sätze später dann wieder: wir haben viele Allroads verkauft, die Kunden sind alle zufrieden…

Die neue Kupplung riecht außerdem nach dem Einparken…

Ich werde am Montag mit Audi Kontakt aufnehmen. Das Ganze ist schon irgendwie merkwürdig.

Grüße,
Wepster

Hallo!

Du hast eine Luxuskiste mit Allradantrieb für den verschneiten
Liftparkplatz im Skiurlaub gekauft, keinen
Heavy-Duty-Geländewagen.

Du kennst den allroad quattro gar nicht, stimmt’s?

Doch, ich kenne so gut wie alle Modelle im Allrad-Kombi- und SUV-Segment seit Baujahr 2000.

Selbst hatten wir einen A8 4.2 quattro, welcher technisch und v.a. vom AWD her dem Allroad sehr ähnlich ist. M.W. hat der Allroad 4.2 lediglich eine Steuerkette, während der A8 einen Zahnriemen hat.

Einen allroad 4.2 fuhr ich vor 2 Jahren mal ein Wochenende, ich wollte ihn evtl. kaufen. Der Volvo schien mir (natürlich vorbehaltlich der unterschiedlichen Bereifung) im Gelände etwas besser durchzukommen, daher kaufte ich doch ihn damals.

Was ich aus leidvoller Erfahrung auch noch gut kenne, ist der A6 2.5 TDI quattro.
Wir hatten solche Autos früher in der Firma.
Sehr anfällig, aber im Winter immerhin besser als ein BMW mit Heckantrieb. Den E39 gab es ja leider nicht mit AWD, sonst hätten wir uns die Audis sowieso nicht angetan…

Gruß,
M.

Hi,

Doch, ich kenne so gut wie alle Modelle im Allrad-Kombi- und
SUV-Segment seit Baujahr 2000.

Du kannst ja trotzdem hier noch mal nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Allroad_Quattro

Viele Grüße
WoDi