Alpencross

hallo liebe ratgeberInnen,

ich verbringe seit einiger zeit jedes jahr 2 sommerwochen im tessin, fahre dort auf grossen und kleinen wegen ebensolche berge rauf und runter. daneben radle ich tägl. mit einem anderen rad (arbeitskuh = mit rohloff speedhub) 40+ kms zur arbeit durch wald und stadt. ich kenne keinen sportl. vergleich mit anderen, aber ich gehe davon aus, dass ich aufgrund zusätzl. langstreckenlauf, - schwimmen (4 kms fast tägl.) eine ganz gute kondition habe. derzeit reift die idee in mir, doch einfach mal mehrere tage vom norden der alpen (bregenz?..) an den lago maggiore zu radeln. ein nettes buch, wo man sich entsprechende touren per baukastenprinzip zusammenstellen kann habe ich mir auch schon zugelegt.

was mich interessiert sind leute, die sowas schon mal gemacht haben, am besten allein - das wäre mir nämlich am liebsten. mir ist klar, dass dies zusätzl. gefahren bzw. vorsichtsmassnahmen bedeutet. aber wenn mir jemand meine aussicht, talabfahrt, bergauffahrt mit seiner anwesenheit/kommentaren etc. verziert ists für mich nur die hälfte wert (einer der vorteile beim schwimmen, dafür hats da wenig aussicht/talabfahrt/bergauffahrt :wink:.
richtig asozial bin ich übrigens nicht - ich will nur nicht über dinge reden müssen, über die man nach wittgenstein sowieso nicht reden kann…

kommentare zu folgendem sind auch sehr erwünscht…:

  1. beide in frage kommenden räder sind hardtails, ich will nix anderes - oder sollte ich hierfür wollen?
  2. besser das ausdauerende rohloff oder mit leichter xtr?
  3. ‚muss‘ man unbedingt in berghütten, mit einem guten schlafsack sollte es draussen auch gehen - oder?

danke,

stefan

Hallo füsigä,

ich bin bekennende Nicht-Bergfahrerin, aber hierzu kann ich was schreiben:

kommentare zu folgendem sind auch sehr erwünscht…:

  1. beide in frage kommenden räder sind hardtails, ich will nix
    anderes - oder sollte ich hierfür wollen?

Das hängt von der gewählten Strecke ab. Wenn Du nur Asphalt fährst, wozu dann ein gefedertes Rad? Wenn Du allerdings jeden noch so kleinen Weg mitnehmen willst, könnte es gerade im Gebirge einen Sicherheitsgewinn bedeuten, dass das gefederte Rad nicht so leicht den Bodenkontakt verliert.

Gruß, Karin

Hallo

Welches Fahrrad Du wählst hängt ganz davon ab welche art Strecke Du fahren willst. Asphalt oder richtige MTB-Tour. Mit der Rohloff Nabe habe ich keine Erfahrung, aber ich würde die klassische wartungsfreundliche Kettenschaltung bevorzugen. Ich hab schon 2 mal eine Alpenüberquerung gewagt mit meinem Hardtail (GT-Zaskar XT) und würde Dir auf jeden Fall zu einem leichten Fahhrad raten, da es je nach Route durchaus sein kann, daß Du Dein Fahrrad mal 2 Stunden tragen mußt. Übernachten würde ich unbedingt auf einer Hütte. Kostet zwar Geld, ist aber erheblich komfortabler und es reicht ein faustgroßer Hüttenschlafsack. Außerdem schlägt in den Bergen ab und an von jetzt auf gleich mal kurz das Wetter um. Man sollte unbedingt darauf achten nicht mehr als 10 Kg im Rucksack dabei zu haben und Du solltest auf jeden Fall mindestens 3 Ersatzsschläuche und einen kompletten Satz Bremsbeläge mitnehmen. Ich war dieses Jahr bei Regenwetter im Karwendel unterwegs und hab mir auf einer 5km langen Abfahrt einen kompletten Satz XT-V-Brake Bremsgummis runtergehobelt (Schotter und Regen ist tödlich für die Felgen)

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hallo karin,

ich bin bekennende Nicht-Bergfahrerin,

hm, und ich dachte minga sei bergig :wink:

es entgeht dir übrigens wirklich was; ich gestehe, anfangs (mit 12 :wink: wars mehr das bergab-fahren…inzwischen mache ich hier sogar umwege um berge rauf- und runter fahren zu können. fortschreitende senile bergsucht sozusagen. ich frage dich jetzt nicht nach deinem alter :wink: radler sind eh’ zeitlos…

kommentare zu folgendem sind auch sehr erwünscht…:

  1. beide in frage kommenden räder sind hardtails, ich will nix
    anderes - oder sollte ich hierfür wollen?

Das hängt von der gewählten Strecke ab. Wenn Du nur Asphalt
fährst, wozu dann ein gefedertes Rad? Wenn Du allerdings jeden
noch so kleinen Weg mitnehmen willst, könnte es gerade im
Gebirge einen Sicherheitsgewinn bedeuten, dass das gefederte
Rad nicht so leicht den Bodenkontakt verliert.

ja, von der theorie ists mir klar (bin ja studiert…:wink:, in der praxis habe ich mich bisher alle bergerl nebst -wege, die ich mich rauf getraut habe auch wieder runter getraut und das - bisher - ohne blessuren. so ehrgeizig, 10 cm breite trails mit 1000% steigung nach unten befahren zu müssen, bin ich nicht. als braver kath. internatsschüler halte ichs mit dem herrn ignatius von loyola: freiheit ist, es immer auch anders tun zu können (oder so…).

so long,

stefan

hallo horst,

erst mal vielen dank für deine antwort!

Welches Fahrrad Du wählst hängt ganz davon ab welche art
Strecke Du fahren willst. Asphalt oder richtige MTB-Tour.

naja, asphalt habe ich hier ja auch, ich dachte schon eher an ‚wege‘, weniger an ‚strassen‘…

Mit
der Rohloff Nabe habe ich keine Erfahrung, aber ich würde die
klassische wartungsfreundliche Kettenschaltung bevorzugen.

oh, einspruch: wartungsfreundlicher als rohloff geht m.e. nicht; gerade das war der grund, mir so ein radl für die tägl. strecken anzuschaffen. habe das teil fast ein jahr, ca. min. 200+ kms pro woche und das ohne probleme, lediglich einmal im winter, bei -10 °C, hat sie einmal durchgedreht, aber da bleiben brave mädchen und buben eh’ zu hause :wink:

problem ist nur das gewicht…

Ich
hab schon 2 mal eine Alpenüberquerung gewagt mit meinem
Hardtail (GT-Zaskar XT) und würde Dir auf jeden Fall zu einem
leichten Fahhrad raten, da es je nach Route durchaus sein
kann, daß Du Dein Fahrrad mal 2 Stunden tragen mußt.

genau, danke für diese bestätigung aus der praxis. es hat da ja so eine klassische route deren namen mir nicht einfällt, wo du ein tag lang schiebst / trägst…

Übernachten würde ich unbedingt auf einer Hütte. Kostet zwar
Geld,

geldsparen ist ganz sicher nicht der grund um auf hütten zu verzichten. grund ist mehr die freiheit tägl. so weit fahren zu können bis ich nicht mehr mag, und nicht halten zu müssen, nur weil die hütte erreicht ist, bzw. weiter zu müssen bis zur hütte.

ist aber erheblich komfortabler und es reicht ein
faustgroßer Hüttenschlafsack. Außerdem schlägt in den Bergen
ab und an von jetzt auf gleich mal kurz das Wetter um. Man
sollte unbedingt darauf achten nicht mehr als 10 Kg im
Rucksack dabei zu haben

hm, klar, so leicht als möglich; ich dachte schon daran, daraus selbst einen sport zu machen so wie beim ultra-light-backpacking (http://zeus.zeit.de/text/2006/35/Steinerne-Meer die gehen soweit die zahncreme vorher einzutrocknen :wink:

wg. der hinterradtraktion beim hardtail: wäre es da nicht von vorteil (und auch ansonsten komfortabler), wenn man packtaschen hinten anstatt rucksack nimmt? ich weiss, alle bilder die ich bisher sah: ‚man‘ nimmt rucksack und keine packtaschen - aber warum?

und Du solltest auf jeden Fall
mindestens 3 Ersatzsschläuche
und einen kompletten Satz
Bremsbeläge mitnehmen.

einen ersatzschlauch nebst bremsbelägen, kettennieter und etc. habe ich sogar im alltagsgepäck…allein um zu vermeiden 20 - x kms in klickpedal-schuhen laufen zu müssen und weil ich überzeugter nicht-reifen-flicker bin :wink:

Ich war dieses Jahr bei Regenwetter im
Karwendel unterwegs und hab mir auf einer 5km langen Abfahrt
einen kompletten Satz XT-V-Brake Bremsgummis runtergehobelt
(Schotter und Regen ist tödlich für die Felgen)

oh, V-brakes? keine scheibe? rad-luxus beginnt für mich an der grenze zu rad-muss: bei der scheibenbremse :wink: ich will nicht mehr ohne…

welche strecken bist du gefahren?

fragt sich,

stefan

Hallo füsigä,

ich bin bekennende Nicht-Bergfahrerin,

hm, und ich dachte minga sei bergig :wink:

naja, das Isar-Hochufer reicht mir ja auch schon…

es entgeht dir übrigens wirklich was; ich gestehe, anfangs
(mit 12 :wink: wars mehr das bergab-fahren…inzwischen mache ich
hier sogar umwege um berge rauf- und runter fahren zu können.
fortschreitende senile bergsucht sozusagen. ich frage dich
jetzt nicht nach deinem alter :wink: radler sind eh’ zeitlos…

Sicher, und wenn Dich die Neugier plagt: Ein Blick in meine ViKa reicht…

als braver kath. internatsschüler halte ichs mit dem
herrn ignatius von loyola: freiheit ist, es immer auch anders
tun zu können (oder so…).

Naja, katholisch bin ich nicht (und war es nie), aber ich halte es immer mit dem Ausspruch: Wie gut, dass ich den Schmarrn nicht mitmachen muss.

Übrigens ist es weniger das Alter, als der gute Doppelzentner, der immer mit dem Rad nach oben geschleppt werden muss. Weißt Du: Fahrradfahren ist der ideale Breitensport, aber wir nehmen auch die Schmalen mit.

Gruß, Karin

hallo karin,

Sicher, und wenn Dich die Neugier plagt: Ein Blick in meine
ViKa reicht…

uups, ich hatte geblickt (sonst hätte ich as mit minga ja net gewusst…), aber als gentleman natürlich die altersangabe in den bereich meines blinden flecks gelegt…

als braver kath. internatsschüler halte ichs mit dem
herrn ignatius von loyola: freiheit ist, es immer auch anders
tun zu können (oder so…).

Naja, katholisch bin ich nicht (und war es nie),

hm, du bisst sicher, dass du in münchen wohnst? ist das dann überhaupt legal? ich dachte erst im native-beckstein-land (franken) ist nicht-katholisch (dann äquivalent zu evangelisch) legal. naja, die zeiten ändern sich…

Weißt
Du: Fahrradfahren ist der ideale Breitensport, aber wir nehmen
auch die Schmalen mit.

der ist echt gut!
den nehm’ ich jetzt glatt mit auf den nachhauseweg. zur feier dieses beitrags verzichte ich auch auf berge, so weit es geht :wink:

stefan