Hi Rolf,
Verzeihung für die verspätete Antwort, aber ich war im Osterurlaub und völlig befreit vom Internet…
Einerseits benötigst Du wochenlange Recherche
und andererseits wirfst Du den Reisebüros vor, lange tippen zu
müssen.
Nein, ich wollte in dieser Hinsicht den Reisebüros nichts vorwerfen. Ich hatte nur den Eindruck (aber vielleicht irre ich mich hier), dass es auch für gute, erfahrene und mit der entsprechneden Software ausgestatte Reisebüro-Mitarbeiter schwierig ist, unterschiedliche Abflughäfen zu durchsuchen.
In meinem speziellen Fall ist es mir egal, ob ich von Zürich, Brüssel, Frankfurt, Stuttgart, Wien, Paris […] nach Südafrika abfliege, wenn ich dafür den für mich passenden Flug bekomme. In einem Schweizer Reisebüro bekomme ich entweder den SAA-Flug ZRH-JNB (für den ein grosser Veranstalter ein Kontingent reserveriert hat) oder den entsprechenden Swiss-Flug (jeweils mit SAA-Anschluss nach CPT). Beides sind für mich eben nicht die optimalen Verbindungen.
Natürlich kann ein(e) Reisebüromitarbeiter(in) (selbst die Fingernägel lackierende Tussi, die mir den letzten Flug ZRH-KBP verkauft hat und ich absolut nicht als typische Vertreterin ihres Berufs ansehe) mir die Arbeit abnehmen. Dafür sind dann auch nicht 20 oder 30 Stunden, sondern nur 45 oder 60 Minuten nötig. Aber das ist wahrscheinlich immer noch eine lange Zeit für die Gewinnspanne, die in einem Linienflug enthalten ist. Ich weiss also nicht, ob ich dann noch gerngesehener Kunde wäre. 
Anders ist die Situation sicher, wenn es eine ‚Beziehung‘ zwischen dem Kunden und dem Reisebüro gibt. Wenn ich alle Reisen über Jahre beim selben Reisebüro buche und sich somit eine Vertrauensbasis ergibt, dann wird man auf beiden Seiten toleranter sein. Aber solche Beziehungen werden leider immer seltener (oder irre ich mich hier?)…
Ich glaube aber, es liegt eher an dem Gefühl, sich selbst den
richtigen Flug gebucht zu haben.
Ja, da hast du mich ertappt 
Eigenverantwortung,
vielleicht auch ein gewisses Hochgefühl beim „Beute
heimschleppen“, sind laut einigen Studien mit verantwortlich
für den Einkauf im Internet.
Auch das glaube ich (aus eigener Erfahrung) sofort. Wir sind eben doch noch Jäger und Sammler.
Weiterhin haben die Reisebüros ein Problem damit, ihren
potentiellen Kunden zu demonstrieren, warum sie besser sind
als das Internet (vorausgesetzt sie sind es wirklich *g*).
Ja, auch das ist sicher richtig… Ich glaube, Reisebüros haben Vorteile für die Kunden.
Eine letzte Frage dazu habe ich: Hast Du die 20-30 Stunden
Flugsuche für einen Privatflug, und damit in Deiner Freizeit
versurft, oder handelt es sich um geschäftliche Flüge und hast
Du die Surfzeit in der Firma zugebracht? Du weisst schon, auf
was die Frage abzielt… 
Gesurft habe ich vor allem zu Hause, der Flug ist dienstlich. 
Na gut, das stimmt nicht ganz. Ich verbringe auch viele (unbezahlte) Abende am Arbeitsplatz und warte auf meine Geräte. Da bleibt dann auch Zeit zum Surfen. Ausserdem kombiniere ich die Arbeit auch mit dem Vergnügen und schiebe etwas Urlaub in das dienstliche Programm ein. Trotzdem: die Sucherei nach Reiseideen ist ein Hobby - und damit Freizeit…
Viele Grüße aus dem Allgäu ins ferne Zürich
Viele Grüsse zurück,
Bernd