Hallo Cooler,
eine „Beschleichung“ allein genügt bei weitem nicht - eher
Tatsachen! Eine Tatsache ist, dass die Kleinanleger in Sachen
Fonds bis jetzt meistens geschröpft wurden!
Nun, wenn ich schröpfen gleich Mißbrauch setzen darf, dann liegt das hier eher an den handelnden Personen als am Produkt. Dieses Phänomen findet sich wohl über alle Anlagearten verteilt. Ganz sicher hat sich die Versicherungsvermittlerschaft hier in der Vergangenheit nicht besonders positiv hervorgetan (Forumsteilnehmer natürlich ausgeschlossen).
Den Begriff „meistens“ zweifle ich an dieser Stelle klar an. Das ist wohl eher eine „Beschleichung“ Deinerseits.
Aber mal im Ernst: Mit welchem Produkt werden Kleinanleger eigentlich nicht ständig geschröpft???
Ich habe übrigens noch nie einen Rentner - mit Aktienfonds
reich geworden - in Rente ziehen sehen. Ihr wahrscheinlich auch
noch nicht!
Nun, Menschen die durch Versicherungen reich wurden und in Rente gingen gibt es tatsächlich einige. Wirklich reich wurden z.B.: Tust, Pohl, Witschier, Maschmeyer und sicher viele ungezählte fleißige Agenturinhaber mit großen Beständen… (Gilt sicher genauso für erfolgreiche Fondsvermittler)
Durch Abschluß einer Versicherung reich werden zu wollen ist wohl auch seriös betrachtet eher die falsche Zielsetzung, genauso wie bei der Fondsanlage.
Menschen, die mit Anlagen in Fonds einen guten Beitrag zur Kapitalbildung erreicht haben gibt es auch viele. Dass Du sie nicht kennst ist wohl eher eine Frage Deines persönlichen Umfeldes.
Dazu kommt noch, dass die Fondsanlage in Deutschland noch gar nicht lange genug wirklich genutzt wird, um schon viele Rentner „hervorgebracht“ zu haben.
Aber aus rein caritativen Gründen werden Fonds aufgelegt
natürlich schaffen die Fondsmanager, Banken,Fondsvertriebler,
usw. alle umsonst!
Nein. Aber sie tun nicht so, als wäre es sinnvoll, nur wegen der Steuer einen solchen Mantel zu nutzen und dabei den vermeintlichen Steuervorteil durch die Kosten wieder großteils aufbrauchen.
Ausnahme: Die gerade anlaufende Vermarktungswelle für Dachfonds.
Wir könnten ja mal über den Fondsmantel reden (natürlich nicht
über die doppelt so teuren Dachfonds). Ausgabeaufschlag,
Kosten für die Depotführung (wenn erforderlich) und
Anlageberatung sind ja netterweise offengelegt aber die
internen Fondskosten leider nicht! Was auch verschwiegen wird:
Die Verwaltungsgebühr enthält auch eine Vertriebsprovision und
nicht nur die Auslagen.
Wer verschweigt das?
Vielleicht die gleichen, die auch verschweigen, dass es auch auf LV-Produkte eine Bepro gibt (manche Vermittler wissen das nicht mal selbst, OK)
Nicht wenige wundern sich wo ihre Kohle verblieben ist - nach
der überschwenglichen Darstellung der
BVI-Wertsteigerungsmethode hätte ihr Fonds ja schöne Kohle
bringen müssen, in Wirklichkeit war´s ein besseres Sparbuch
(die internen Kosten lassen grüßen)!
Also bei Fonds sind die Renditeunterschiede so bträchtlich, dass die Kosten erst im Nachrang entscheidend sind. Erstmal ist wohl wichtig, ob ich z.B. mit einem Europafonds 8% plus oder einem US-Fonds 10% minus mache (oder umgekehrt).
Wers einfach und günstig mag, kann ja einen Indexfonds nehmen. Deine Kenntnisse über die Renditeberechnungsmethoden sind sicher besser, als Du sie „aus politischen Gründen“ hier darstellst.
Mit Sicherheit wird ein GUTES (stellt sich leider erst viel
später raus) Fondsinvestment gut duften,…aber ein
schlechtes?..würg!
Gilt das eventuell für alle Anlageentscheidungen? Letztlich ist der Fonds nur der Zugang zu einer Anlageart. Und für den Erfolg der Anlage ist vorrangig eben die Anlage selbst (z.B. Aktien / Renten / Immobilien) verantwortlich. Wenn der neue Markt crasht, dann ist daran nicht der Fonds schuld. Dass die Beratung hier oft mangelhaft ist (70% aller Fonds in D werden über Sparkassen und GenoBanken vertrieben) ist auch kein fondsspezifisches Problem.
P.S. Ich will´s damit bewenden lassen - jeder hat halt so
seine Philosophie und die soll ihm keiner nehmen!
Leben und leben lassen!
Gruß der Money-Schorsch