An alle christlichen Eltern!

ab dem 09.11.01 soll im Kika (Kinderkanal) eine Zeichentrickserie
starten: „Der Wunschpunsch“. Der Serie liegt das Buch von Michael Ende
„DER SATANARCHÄOLÜGENIALKOHÖLLISCHE WUNSCHPUNSCH“ zugrunde.
Als ich dies in einer Fernsehzeitung gelesen habe, war ich entsetzt! Wie
kann ein Sender, der nur Kindersendungen bringt, eine Serie zeigen, in
der Satan, Teufel und Hölle verniedlicht und verharmlost werden?
Vielleicht sehe ich das ja auch zu eng. Aber ich habe WIRKLICH kein
gutes Gefühl dabei. Wenn ihr das genauso seht, würde ich mich freuen,
wenn ihr mein Anliegen unterstützt, indem ihr

  1. An den Kika schreibt und gegen die Ausstrahlung der Serie protestiert
    (Adresse: Kika, 99081 Erfurt oder Fax-Nr. 0180 / 2 15 15 16 oder E-Mail
    [email protected])
  2. Alle eure Freunde und Bekannten, besonders die mit Kindern, bittet,
    sich ebenfalls an den Kika zu wenden.
  3. Vielleicht auch auf entsprechenden christlichen Internetseiten
    (Foren) darauf hinweist.
    Nähere Infos zu dem Inhalt des Buches findet ihr hier:
    http://www.carpe.com/buch/t_ende_michael_wunschpunsc…

Meine Mail an den Kika lautete folgendermaßen:
„Hiermit protestiere ich gegen die geplante Ausstrahlung der Zeichentrickserie „Der Wunschpunsch“.
Ich protestiere aufs Schärfste gegen die Ausstrahlung einer Serie, die Satan, Teufel, Beelzebub, Hölle etc.
verniedlicht und verharmlost.
So etwas gehört nicht in einen Kindersender!!! den man seine Kinder ansonsten bedenkenlos
gucken lassen kann!!!
Gebt nicht Raum dem Teufel. Die Bibel, Epheser 4,27“

Ciao
Magenta

was kann denn …
… sinnvoller sein, als Kindern früh genug zu zeigen, daß es sich beim „Teufel“ um eine mythische Gestalt handelt?

„Teufel“ ist ein Konglomerat aus irrsinnig vielen völlig unterschiedlichen Traditionen, die sich schon früh ins Christentum eingeschlichen haben, und die allesamt aus sogenannten „heidnischen“ Kulturen kommen. Ob das Endesche Sammelsurium für solche Aufklärung sinnvoll ist, sei mal dahin gestellt. Wer sich ein wenig über die religionsgeschichtlichen Zusammenhänge informieren möchte - bitte sehr:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
(und zu „Baal zebul“ im selben thread)

Man findet immer wieder christliche Tendenzen, die diesem heidnischen Relikt mehr Respekt zollen als ihrer eigenen Zentralfigur - eine der Quellen, aus denen sich der jugendkultische sog. „Satanismus“-Quark ernährt.

Und wer sich auf paulinische Traditionen allein beruft, sollte nicht übersehen, daß es bereits im Frühchristentum erhebliche Kämpfe gegen gnostische Dualismen (eine der Quellen, aus denen die Teufelsvorstellungen ihr Gewicht bekamen) gegeben hat. Wer aus sog. biblischen Quellen schöpfen möchte, stelle bitte dem Paulus Eph. 4.27 den Joh. 12.31 und 16.11 an die Seite…

Gruß
Metapher

Na, Magenta, da kann man aber geteilter Meinung sein. Mir ist es lieber, wenn Teufel und ähnliches als lächerliche Gestalten dargestellt werden, als daß Kindern beigebracht wird, ein Folterinstrument als Zeichen eines „liebenden Gottes“ zu ehren und einem derart rachsüchtigen Gott wie Jahwe zu gehorchen…

Sibylle

Hallo Magenta!
Kennst du das Buch ueberhaupt? Ich hatte keinerlei Probleme damit, meinen beiden (9 und 10) das Buch vorzulesen.
Ich finde ebenfalls, das gehoert in die Kategorie Maerchen (lies mal bei Grimm - oder die Sage von Jack-o-Lantern, da gibt’s soviele Geschichten/Maerchen, wo mit dem Teufel gehandelt und gewettet wird).
Du kannst ja deine eigenen Zensur zuhause einsetzen und den Fernseher zu gegebener Zeit ausschalten oder umschalten. Es gibt auf jedem Sender (auch auf Kindersendern) Programme, die mir (fuer meine Kinder) nicht gefallen. Aber meine Meinung muss ich doch nicht andern ueberstuelpen!
Gruesse, Elke

Hallo Metapher,

… sinnvoller sein, als Kindern früh genug zu zeigen, daß es
sich beim „Teufel“ um eine mythische Gestalt handelt?

ich halte es für sinnvoller, die Kinder auf die Gefahr hinzuweisen, die aus solcher Verharmlosung resultiert.

„Teufel“ ist ein Konglomerat aus irrsinnig vielen völlig
unterschiedlichen Traditionen, die sich schon früh ins
Christentum eingeschlichen haben, und die allesamt aus
sogenannten „heidnischen“ Kulturen kommen.

Das stimmt zwar für das Bild, das sich hierorts über den Teufel breitgemacht hat. Aber deshalb kann man seine Existenz nicht völlig negieren.

Man findet immer wieder christliche Tendenzen, die diesem
heidnischen Relikt mehr Respekt zollen als ihrer eigenen
Zentralfigur - eine der Quellen, aus denen sich der
jugendkultische sog. „Satanismus“-Quark ernährt.

Ich zolle dem Teufel keinen Respekt. Trotzdem geht von ihm eine Gefahr aus. Sonst wäre die Warnung Jesu in Matth.10,24 nicht erfolgt.

Gruss Harald

Hallo Magenta,

Deinem Artikel stimme ich zu.

Auch finde ich Deinen Protest gut, auch wenn er nichts bewirken wird. Aber die Verantwortlichen sollen wissen, dass es den Eltern nicht egal ist, was ihre Kinder sehen.

Gruss Harald

Hallo Magenta,

ich weiß, daß das Augsburger Stadttheater dieses Buch als Stück aufgeführt hat und zwar als das alljährliche Weihnachtsmärchen.

Mein Patenkind (damals 8) war mit der ganzen Schulklasse (und wir sind im katholischen Bayern) in diesem Stück und war begeistert! Sie hat noch Wochen später vom Theaterbesuch erzählt.

Die Mutter war dabei und fand das ebenfalls sehr kindgerecht und gut.

Und das ist zum einen eine Familie, die den Fernsehkonsum sehr reduziert hat und zum anderen auch sehr genau darauf achtet, was die Kinder so lesen oder auch nicht.

Ich glaube, das Buch ist garantiert kindgerecht - ich würde nicht vom Titel auf den Inhalt schließen - schließlich sagt man ja auch: Die Suppe ist höllisch scharf - ohne daß man gleich blasphemisch ist.

Ich denke, Du übertreibst. Das ist, als ob wir in Utah leben würde, wo Mormonen Filme in der Videothek schneiden lassen, um die einzige Liebesszene in Titanic rauszunehmen und den Film „ehrbar“ zu machen.

Wendy

Hallo, Magenta,
also eigentlich fühle ich mich ja nicht direkt angesprochen, aber als Elternteil wollte ich halt gern meine 5 Pfennig dazugeben:
Seit alters gehört der Teufel zu jedem anständigen Kasperltheater und wird meist recht kräftig abgewatscht.
Ich sehe also keinen Grund für Deine Besorgnis.
Gruß Eckard.

Vielleicht sollte man differenzieren.
Hallo Metapher, hallo Magenta

was könnte sinnvoller sein, als Kindern früh genug zu zeigen,
daß es
sich beim „Teufel“ um eine mythische Gestalt handelt?

Das ist meiner Meinung nach etwas zu einfach.

1.) Das es auch im Kinderprogramm massig Geschmacklosigkeiten und häufig Bedenkliches gibt, wird niemand bestreiten,
Dabei sollte man aber beachten, dass dabei religiöse und weltanschauliche Gefühle verletzt werden können. Ich möchte
das einem Beispiel erläutern:

Diese drei Puppen würde man nicht im Kinderprogramm sehen können, ohne dass es Zuschauerprotest gibt:

  • Buddhi
    Buddhi ist eine grinsende blaue Stoffpuppe und sehr dick. Buddhi ist gefrässig und im auf der Suche nach was zu essen. Er spielt ständig Streiche und gibt regelmässig fernöstliche Weisheiten von sich.
  • Adolph
    Adolph ist eine braune Stoffpuppe mit schwarzen Haaren und einem kleinen Schnautzer. Adolph will immer alles kaputt machen und beleidigt die anderen Puppen.
  • Horny, die exotische Tänzerin
    Horny ist eine fleischfarbene Stoffpuppe mit einem aufgenähten Bikini. Horny flirtet immer mit allen männlichen Puppen und menschlichen Gästen.

Wie ich aus den anderen Postings entnehmen konnte, liegt das Problem mit dem Buch von Michael Ende weniger beim Inhalt, sondern nur beim Titel.
Während Name Teufel traditionsgemäß so verbreitet ist, dass sich alle an ihn gewöhnt haben, ist der Name Satan unverbrauchter und transportiert den unsprünglichen Schrecken besser rüber.

Kurz gesagt: Nur weil die Mehrheit der Bevölkerung Satan für einen Mythos hält, muss auf „Teufel komm raus“ ins Kinderprogramm. Andererseits wenn man solche Programme wie „Buffy, im Bann der Dämonen“ berücksichtigt, dann ist jegliche Rücksichtsnahme auf religiöse Gefühle gänzlich ausgetrieben worden.

2.):„Teufel“ ist ein Konglomerat aus irrsinnig vielen völlig

unterschiedlichen Traditionen, die sich schon früh ins
Christentum eingeschlichen haben, und die allesamt aus
sogenannten „heidnischen“ Kulturen kommen.

Das in der kirchliche Tradition Einflüsse aus verschiedenen Quellen Einzug gehalten haben ist unbestritten; Genauso das unterschiedliche benachbarte Kulturen verwandte Gestalten hatten.

Für einen gläubigen Menschen bedeutet dies nicht, dass es keinen Satan geben kann. Die Gestalt, die man erhält wenn man sich nur auf den Kanon der Bibel beschränkt sieht natürlich anders aus, als die gehörnte Gestalt der Volkstradition mit Pferdefuß und Schwanz. Insbsondere die Texte, die du erwähnt hast beschreiben eine ganz andere Gestalt.
Wenn man an die die Existenz von Gott, Engel und Dämonen glaubt, ist die Existenz eines Satans gleichermaßen glaubwürdig.

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Hallo, Magenta!

Du mußt einmal daran denken, daß es auch Menschen gibt die weder an Gott glauben und noch viel weniger an den Teufel. Ich frage mich eigentlich, warum manche Menschen wirklich an den „Teufel“ glauben. Unglaublich!

Aber abgesehen von meiner Meinung, kannst Du ja ganz einfach verhindern, daß Deine Kinder diese Sendung sehen und ihnen damit die Angst vor dem Teufel lassen und verhindern sich ein eigenes Weltbild zu schaffen.

Cu

Hydron

Hallo Caelos,

Dú schreibst von Puppen und faßt zusammen:

Kurz gesagt: Nur weil die Mehrheit der Bevölkerung Satan für
einen Mythos hält, muss auf „Teufel komm raus“ ins
Kinderprogramm. Andererseits wenn man solche Programme wie
„Buffy, im Bann der Dämonen“ berücksichtigt, dann ist jegliche
Rücksichtsnahme auf religiöse Gefühle gänzlich ausgetrieben
worden.

Und was willst Du uns nun damit sagen? Irgendwie stehe ich auf der Leitung.
(ich will jetzt nicht provozieren, ich verstehe Deine Ausführung wirklich nicht!)

ratloser Gruß Heike

ganz recht
Hi Carlos

wie sollte mans trefflicher sagen als Eckhard oben?

Der Teufel, so wie er in unserer Kultur gehandhabt wird (z.B. im klassischen Kasperltheater), ist eine Erfindung der italienischen comedia dell’arte. Gegen diese Kultfigur, deren wesentliche Rolle diejenige ist, ausgetrieben zu werden, zu protestieren, kommt reichlich 600 Jahre zu spät: Warum sollten Christen dagegen protestieren? Es sei denn, sie benötigen diese Drohgestalt als Hilfsmittel zur Bankrotterklärung in Fragen der Erziehung zum moralischen Bewußtsein.

Auch die frühchristlichen Vorformen, die wirklich nichts mit dem hebräischen Satan zu tun haben - der gar kein „Teufel“ war, so wie auch „Beelzeboub“ eine ziemlich geschmacklose Verhohnepipelung des konkurrierenden kanaanäischen Hochgottes war - haben ein heidsches Konglomerat gerne zu Zwecken der Entmündigung des individuellen moralischen Bewußtseins verwendet und damit zur Bedrohungserziehung zweckentfremdet. Man darf eben nicht ausschließlich paulinisch denken wie der Vatikan. Johannes 12.31, 16.11 und 16.33 wird daher nach wie vor mit Präferenz ignoriert: es ist bequemer so. Die comedia dell’arte war da listiger.

Grüße
Metapher

was könnte sinnvoller sein, als Kindern früh genug zu zeigen,
daß es
sich beim „Teufel“ um eine mythische Gestalt handelt?

Das ist meiner Meinung nach etwas zu einfach.

1.) Das es auch im Kinderprogramm massig Geschmacklosigkeiten
und häufig Bedenkliches gibt, wird niemand bestreiten,
Dabei sollte man aber beachten, dass dabei religiöse und
weltanschauliche Gefühle verletzt werden können. Ich möchte
das einem Beispiel erläutern:

Diese drei Puppen würde man nicht im Kinderprogramm sehen
können, ohne dass es Zuschauerprotest gibt:

  • Buddhi
    Buddhi ist eine grinsende blaue Stoffpuppe und sehr dick.
    Buddhi ist gefrässig und im auf der Suche nach was zu essen.
    Er spielt ständig Streiche und gibt regelmässig fernöstliche
    Weisheiten von sich.
  • Adolph
    Adolph ist eine braune Stoffpuppe mit schwarzen Haaren und
    einem kleinen Schnautzer. Adolph will immer alles kaputt
    machen und beleidigt die anderen Puppen.
  • Horny, die exotische Tänzerin
    Horny ist eine fleischfarbene Stoffpuppe mit einem aufgenähten
    Bikini. Horny flirtet immer mit allen männlichen Puppen und
    menschlichen Gästen.

Wie ich aus den anderen Postings entnehmen konnte, liegt das
Problem mit dem Buch von Michael Ende weniger beim Inhalt,
sondern nur beim Titel.
Während Name Teufel traditionsgemäß so verbreitet ist, dass
sich alle an ihn gewöhnt haben, ist der Name Satan
unverbrauchter und transportiert den unsprünglichen Schrecken
besser rüber.

Kurz gesagt: Nur weil die Mehrheit der Bevölkerung Satan für
einen Mythos hält, muss auf „Teufel komm raus“ ins
Kinderprogramm. Andererseits wenn man solche Programme wie
„Buffy, im Bann der Dämonen“ berücksichtigt, dann ist jegliche
Rücksichtsnahme auf religiöse Gefühle gänzlich ausgetrieben
worden.

2.):„Teufel“ ist ein Konglomerat aus irrsinnig vielen völlig

unterschiedlichen Traditionen, die sich schon früh ins
Christentum eingeschlichen haben, und die allesamt aus
sogenannten „heidnischen“ Kulturen kommen.

Das in der kirchliche Tradition Einflüsse aus verschiedenen
Quellen Einzug gehalten haben ist unbestritten; Genauso das
unterschiedliche benachbarte Kulturen verwandte Gestalten
hatten.

Für einen gläubigen Menschen bedeutet dies nicht, dass es
keinen Satan geben kann. Die Gestalt, die man erhält wenn man
sich nur auf den Kanon der Bibel beschränkt sieht natürlich
anders aus, als die gehörnte Gestalt der Volkstradition mit
Pferdefuß und Schwanz. Insbsondere die Texte, die du erwähnt
hast beschreiben eine ganz andere Gestalt.
Wenn man an die die Existenz von Gott, Engel und Dämonen
glaubt, ist die Existenz eines Satans gleichermaßen
glaubwürdig.

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Teufel nochmal
Hi Harald

ich halte es für sinnvoller, die Kinder auf die Gefahr hinzuweisen, die aus solcher Verharmlosung resultiert.

Ich wäre brennend daran interessiert zu erfahren, welche Gefahr Kindern dadurch droht…

„Teufel“ ist ein Konglomerat aus irrsinnig vielen völlig
unterschiedlichen Traditionen, die sich schon früh ins
Christentum eingeschlichen haben, und die allesamt aus
sogenannten „heidnischen“ Kulturen kommen.

Das stimmt zwar für das Bild, das sich hierorts über den
Teufel breitgemacht hat. Aber deshalb kann man seine Existenz
nicht völlig negieren.

Natürlich - und wenn es gerade beliebt, werden „heidnische“ Vorstellungen kurz und klein geschlagen (oft genug waren ja die Köpfe gleich mit dabei). Da ist es schon besser, man haut dem komplett heidnischen Teufelskram wie der listige Kasperl die Pritsche auf den Kopp. Siehe Posting oben.

Ich zolle dem Teufel keinen Respekt. Trotzdem geht von ihm eine Gefahr aus.

Nana - wovon eine Gefahr ausgeht, dem sollte man aber erheblichen Respekt zollen :smile:

Sonst wäre die Warnung Jesu in Matth.10,24 nicht erfolgt.

Tja, was Matthäus da geschrieben hat: Ba’al sebul, „erhabener Herr“, der Hochgott der Kanaanäer, bereits zur Moseszeit zum Herrn der Fliegen verhohnepipelt und dann zum „Vater der Lüge“ zweckentfremdet (ich wiederhole mich, sorry). Man sieht: Die Alten gingen mit religiösen Vorstellungen fremder Kulturen nicht respektvoller um als deren Nachfolger.

Gruß
Metapher

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Ich frage mich,…
…warum auf einen Artikel, der ausdrücklich „an alle christlichen Eltern“ adressiert ist, hauptsächlich Leute antworten, die anscheinend nicht an Gott glauben. Warum müssen ausgerechnet solche Leute ihren Standpunkt verteidigen, obwohl sie hier gar nicht angesprochen waren?
Dies ist nur eine Frage, keine Kritik.

Ciao
Magenta

Vielleicht gibt es keine „christlichen“ Eltern mehr???

Ciao
Holger
*deadtheteletubbies*

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Hallo Magenta,

ich bin bei meiner, über alles geliebten und sehr christlichen Oma aufgewachsen. Sie erzog mich im Glauben dass es Teufel gibt udn nicht nur das, sondern auch dass er nur drauf lauert (direkt hinter den Türen womöglich noch) um uns habhaft zu werden. Hätte ich viel früher solche Dinge, wie Michaels Ende Märchen gesehen, so hätte ich einige Albträume nicht gehabt und wäre unbeschwerter und angstfreier aufgewachsen.
Mein Sohn wurde von solchen Geschichten, wie die meiner Oma, gänzlich verschont und er hat auch mit Begeisterung Michaels Endes Märchen gelesen, in seiner Kindheit gab es keinen Satan hinter den Türen und ähnliches und das ist auch gut so.
Es gibt genug echte Gespenster und Gefahren im Leben, wenn man noch den *Teufel an die Wand malt*…wo kämen wir dahin?

Natürlich solltest du dich dafür einsetzen, was du für wichtig hältst, aber vielleicht solltest du dich nur einen Augenblick in dein Kind versetzen und nachdenken was dem das bringt im Angst vor Teufel aufzuwachsen…nichts gutes, das kann ich dir gleich sagen…
Und dir bleibt immer noch die Möglichkeit das Fernseher abzuschalten.

Nicht für Ungut und ein schönes Leben,
Maja

Hallo Magenta,

Dies ist nur eine Frage, keine Kritik.

Dann darf ich auch mal antworten?

…warum auf einen Artikel, der ausdrücklich „an alle
christlichen Eltern“ adressiert ist, hauptsächlich Leute
antworten, die anscheinend nicht an Gott glauben.

Weil dieses hier ein öffentliches Forum ist.

Gruß

J.

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Hallo Magenta,
von einigen wenigen abgesehen, die sagen, dass sie sich nicht als christlich verstehen, musst du nicht gleich bei Ablehnung deiner Ansichten die Schreiber als Nicht-Christen verstehen. Auch Christen koennen Michael Ende / Maerchen etc. moegen und Teufelsglauben (im Sinne einer wirklich existierenden Figur) ablehnen.
Tschuess, Elke

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Ich bin zwar keine Mutter…
…erlaube mir aber trotzdem zu antworten.
Ich hege den starken Verdacht, dass hier niemand (außer Elke)das Buch überhaupt gelesen hat. Warum wird hier bitte über die verschiedenen Formen des Teufels diskutiert? Darum geht es doch gar nicht im Wunschpunsch! Der Teufel wird weder verharmlost noch verniedlicht. Eher wird diese Seite (in Form von bösem Zauberer und Hexe, die es ja in fast jedem Märchen gibt) durch den Kakao gezogen. Das Gute siegt. Und das ist doch eine Aussage, die man auch guten Gewissens in einem Kinderkanal bringen kann , oder? Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass dieses Buch, bei dessen Lektüre ich mich übrigens köstlich amüsiert habe, irgendwelche „teuflischen“ Inhalte vermitteln sollte, diese Idee scheint mir geradezu absurd!
Bevor man den Wunschpunsch „verteufelt“ sollte man sich vielleicht überlegen, wie „jugendfrei“ eigentlich unsere Bibel ist. Was dort teilweise (und ich meine tatsächlich teilweise! Also bitte fresst mich nicht gleich auf!) zu lesen ist, eignet sich bestimmt nicht als Gutenachtgeschichte.

Ich jedenfalls finde es sehr gewagt, über ein Buch zu urteilen, dessen Inhalt mir nur aus Rezensionen bekannt ist.
Außerdem glaube ich nicht, dass ausgerechnet der KIKA, der seine Sendungen m. E. sehr sorgfältig auswählt, den Wunschpunsch bringen würde, hätte er tatsächlich bedenkliche Inhalte.

Im Übrigen kann ich das Buch nur jedem empfehlen, sowohl Kindern wie auch Erwachsenen. Den hintergründigen Humor begreift man wahrscheinlich auch erst als Erwachsener. Vorausgesetzt man hat Humor…

Liebe Grüße von Dorli

…warum auf einen Artikel, der ausdrücklich „an alle
christlichen Eltern“ adressiert ist, hauptsächlich Leute
antworten, die anscheinend nicht an Gott glauben. Warum müssen
ausgerechnet solche Leute ihren Standpunkt verteidigen, obwohl
sie hier gar nicht angesprochen waren?
Dies ist nur eine Frage, keine Kritik.

Weil wir die Gesellschaft darstellen in der Du lebst! Du kannst nicht alle Nicht-Christen einfach ausschließen auf eine Frage, die wohl jeden angeht.

War keine Kritik, sondern eine Feststellung!

Cu

Hydron

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