An die 'Katholen-Hasser'

Hallo zusammen,

angeregt durch einige der Postings unten habe ich mich entschlossen hier einen Gedanken zu posten, die mir so durch den Kopf geschossen sind.

[zitat] Die Katholen lassen verhungern und krepieren. Wie so oft seit fast 2 Jahrtausenden.[/zitat]

[zitat]Was glaubst Du, wer Abtreibungskliniken in die Luft sprengt oder in Irland Protestanten wegballert? Na??? Genau! Katholiken! Alle Welt regt sich über Jihad auf, dabei sind die Katholen keinen Deut besser.[/zitat] *)

Als ich die Zeilen gelesen habe, musste ich an das erste Interview mit Herrn Schönenberg/Schönenberger (ich kann mich an seinen Namen nicht mehr genau erinnern), als er damals zum ersten mal mit den Republikanern in den Bundestag einzog. Der Moderator (von ARD/ZDF) „begrüßte“ ihn mit den Worten:

„Ich halte Sie für den geistigen Vater der Anschläge … [auf die Ausländer]“. Kurz vor der Wahl gab es einen großen Anschlag auf ein Ausländerheim.

Für mich seid Ihr auch „geistige Väter“ von Intolleranz, Vorurteilen,… Schade, dass ein solch gutes Thema von Leuten wie Euch zur Schlammschlacht umfuktioniert wird.

*) ja, ich habe Deine Entschuldigung gelesen. Aber Dein Posting wäre ohne diesen Satz wesentlich besser gewesen.

Noch was: Ja, ich bin Katholik, ja ich fühle mich von solchen Postings angegriffen und verletzt und ich finde es sehr schade, dass ein Religionsbrett solchen Müll aufnehmen muss.

Grüße
Wolfgang

Hallo!
Der Mann, der Republikaner,den Du meinst, müsste Schönhuber gewesen sein.
So, nun zu „denKatholiken“, wobei ich hier von vornherein betonen möchte, daß meine Meinung sicher nicht für all Katholiken gilt, aber für viele.
Steht nicht in der Bibel ein Gebot, a la „Du sollst keinen anderen Gott haben neben mir“?
Wenn ich dann aber sehe, wie viele Katholiken an den Lippen des Papstes hängen und diesen Gott- gleich huldigen und preisen, fällt mir dazu nichts mehr ein.
Im Weiteren halten ich den Papst, der ja „ach so modern“ ist für mehr als unmodern. Wie kann man in Zeiten von Aids und Welthungersnöten gegen Kondome predigen?
Wieso wird ewig gepredigt: „Alle Menschen sind gleich“? Und dann wird auf der Geburtstagsfeier des Papstes (war es letztes oder vorletztes Jahr?) genüsslich Champagner geschlürft, Hummer, Kaviar und sonstiges hochpreisiges verkostigt. Und zu der Feier werden dann noch aus allen Herren Ländern die wichtigen (katholischen) Kirchenverteter eingeflogen.
Und wieso predigt die katholische Kirche immer noch das Zölibat für ihre Priester? Ist das nicht mittlerweile längst überholt?
Und warum sollte anlässlich des letzten Kirchentages in Deutschland kein gemeinsames Abendmahl mit katholischen und protestantischen Gläubigen durchgeführt werden dürfen? Warum wurde das untersagt, wenn doch alle Menschen gleich sind und der Papst sooo modern?
Ich bin Protestant und mir gefällt sicher auch nicht alles bei meiner Kirche, aber in der katholischen Kirche sind mir doch einige Punkte arg aufgestossen.
Aber vielleicht kann mich ja jemand aufklären, warum dies (s.o.) so sein muss?!
Gruß
Florian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

leider kein Witz
Wer hat sich seinerzeit mit dem NS-Regime arrangiert und gab ihm seinen Seegen, als die jüdischen Kinder aus Rom in die Gaskammern geführt wurden?

Antwort: Papst Pius XII

Wer hat sich seinerzeit mit dem NS-Regime arrangiert und gab
ihm seinen Seegen, als die jüdischen Kinder aus Rom in die
Gaskammern geführt wurden?

Antwort: Papst Pius XII

Hallo!
Uihh, das wußte ich (leider) noch gar nicht. Noch ein interessanter und sehr trauriger Aspekt, der gegen die katholische Kirche spricht.
Gruß
Florian

Mann, Wolfgang,

wen meinst du bloß?

Soweit ich es sehe, wurde nicht gegen Katholiken oder gegen Personen polemisiert, sondern gegen Religion und deren Organisationsformen, die Kirchen.

Ich habe noch angemerkt, dass ich es nicht verstehe, dass jemand - angesichts der offen liegenden Mägel dieser Organisationen, sowohl in der Geschichte, als auch heute noch - guten Gewissens bei diesen Organisationen engagieren mag.

Ich würde jetzt noch zu gerne anfügen, dass das auf mich bisweilen wirkt wie:

„… jaja, er mag Fehler gemacht haben, aber er hat die Autobahnen gebaut und es gab keine Arbeitslose nund die Züge waren pünktlich!“

Aber dies ist wegen der politischen Korrektheit ja nicht mehr möglich und darum lasse ich das.

Und wenn du dir den Schuh anziehst, sind es deine Hühneraugen, die schmwerzen!

Fritz

*hüstel*
…dann beschäftige dich doch bitte mal mit den Deutschen Christen und der evangelischen Kirche im Dritten Reich. Und kehr erstmal vor deiner Tür, bevor du auf den Katholiken bzw. ihrer Kirche rumhackst.

grüße,

barbara

auch evangelisch:smile:

Was soll das? Er hat nicht „rumgehackt“ - sondern eine Tatsache zur Kenntnis genommen. Hier übrigens eine weitere (historisch nachgewiesen):

„Franziskaner und Kreuzritter waren Henker in den massenhaft entstehenden Konzentrationslagern (davon alleine neun Kinder-KZ). Im Vernichtungslager Jasenovac, wo über 200.000 Serben und Juden ermordet wurden, war der Franziskaner-Pater Filipovic zeitweise KZ-Kommandant; in dieser Zeit verantwortlich für 40.000 Morde.“

Übrigens het es hier um die katholische Kirche!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

So, nun zu „denKatholiken“, wobei ich hier von vornherein
betonen möchte, daß meine Meinung sicher nicht für all
Katholiken gilt, aber für viele.

Ich fürchte, da muss ich Dir - zumindest in einigen Punkten - sogar zustimmen,
wobei ich auch hier wieder denke, dass sich die Leute, die - wie ich - katholisch
sind und diese Punkte kritisch sehen, mehr engagieren sollten und nicht
austreten. Aber das ist ein anderes Thema…

Steht nicht in der Bibel ein Gebot, a la „Du sollst keinen
anderen Gott haben neben mir“?
Wenn ich dann aber sehe, wie viele Katholiken an den Lippen
des Papstes hängen und diesen Gott- gleich huldigen und
preisen, fällt mir dazu nichts mehr ein.

Das ist in der Tat ein schwieriges Problem, das ich vielleicht nicht ganz so sehe
wie Du, aber es zeigt in die richtige Richtung. Leider ist immernoch die Meinung
weit verbreitet, alles, was der Papst sage, sei unfehlbar, was ja definitiv nicht
stimmt. Grundsätzlich ist es in Ordnung, auf das zu hören, was einem das
Kirchenoberhaupt („der Bundespräsident“) sagt, aber es sind Empfehlungen und
nichts weiter. Der Papst ist ein Mensch, so wie jeder andere Mensch auch, der ein
besonderes Amt inne hat.

Im Weiteren halten ich den Papst, der ja „ach so modern“ ist
für mehr als unmodern. Wie kann man in Zeiten von Aids und
Welthungersnöten gegen Kondome predigen?

Das muss man ja schon vor dem richtigen Hintergrund sehen: Die ganze Sache mit
Kondomen wäre relativ hinfällig, wenn die Menschen sich ein wenig mehr auf
Monogamie beschränken würden und sich nicht mit vielen verschiedenen Partnern
„vergnügen“ würden - da ist der eigentliche Ansatzpunkt. „Relativ“ hinfällig
übrigens, weil auch in der Ehe Verhütungsmittel durchaus angebracht sein können
(habe gerade wieder „Der Sinn des Lebens“ von Monty Python gesehen…), und da
wird auch keiner was gegen sagen…

Und wieso predigt die katholische Kirche immer noch das
Zölibat für ihre Priester? Ist das nicht mittlerweile längst
überholt?

Wieso beschweren sich eigentlich so viele Menschen über den Zölibat, die nicht
davon betroffen sind?! Es wird doch keiner dazu gezwungen, Priester zu werden.
Und wenn ich Priester werde, dann weiß ich auch, worauf ich mich einlasse… Das
war, unter anderem, einer der Gründe, an denen ich entschieden habe, dass ich
kein Priester werden will/kann.

Und warum sollte anlässlich des letzten Kirchentages in
Deutschland kein gemeinsames Abendmahl mit katholischen und
protestantischen Gläubigen durchgeführt werden dürfen? Warum
wurde das untersagt, wenn doch alle Menschen gleich sind und
der Papst sooo modern?

Das verstehe ich auch nicht? Im Gegenteil, das war meiner Ansicht nach eine
schwerer Fehler, der mich persönlich sehr tief erschüttert hat! Und das ist einer
der Punkte, die ich aktiv verändern möchte in der Kirche, wenn es ein Zeichen
gibt, dass wir Christen sind, dann ein gemeinsames Abendmahl. Und da müssen die
beiden (!) Konfessionen noch viel mehr miteinander kooperieren. Ganz wunder
Punkt, den Du da angesprochen hast.

Aber vielleicht kann mich ja jemand aufklären, warum dies
(s.o.) so sein muss?!

Es „muss“ nicht so sein, und es muss auch nicht so bleiben…

Was ich auch noch zu der „Nazi-Mail“ loswerden wollte: Ja, da sind schlimme
Sachen passiert, wie in allen anderen Bevölerungsteilen auch. Und Du solltest
auch Leute wie Karl Leisner und Maximilian Kolbe (um nur zwei bekanntere Menschen
zu nennen) nicht vergessen, die umgebracht wurden, weil sie Katholiken waren.
Aber wir sollten nicht anfangen, da jetzt gegeneinander aufzuwiegen, verloren hat
damals die ganze Menschheit…

Gruß
Christian

Wer hat sich seinerzeit mit dem NS-Regime arrangiert und gab
ihm seinen Seegen, als die jüdischen Kinder aus Rom in die
Gaskammern geführt wurden?

Antwort: Papst Pius XII

Moin moin,

Über die Politik in der Zeit sind schon ganze Bücher geschrieben worden. Und über die Fehler aller Staatsmänner auch.

Allerdings gibt es ja nun auch bekannten Widerstand: Kardinal von Galen oder Pater Kolbe. Und meines Wissens war der aktuelle Papst doch auch im Widerstand engagiert.

Merke, für jedes Beispiel gibt es ein Gegenbeispiel.

Nur mal so am Rande.

Gruß

Alex

…ich beziehe mich auf sein erstes Posting, in dem Florian sagt „er sei Protestant“ und führt dann einige Fragen gegen die katholische Kirche auf. Insofern wollte ich ihn nur darauf aufmerksam machen, dass er sich nicht über eine andere Kirche mokieren soll, sondern sich erstmal mit den dunklen Flecken in seinem Verein auseinandersetzen könnte. Das sollte das:smile:. Und ich finde diesen Einwand von mir legitim. Es gab auch bei den Katholiken „Bonhoeffers“ und bei den Protestanten eine sehr große Menge überzeugter Nationalsozialisten, die z.B. das Sterilisierung von sog. „Asozialen“ und Behinderten als christliche Nächstenliebe propagandistisch unterstützten.

Beste Grüße,

Barbara

Moin moin,

Über die Politik in der Zeit sind schon ganze Bücher
geschrieben worden. Und über die Fehler aller Staatsmänner
auch.

Allerdings gibt es ja nun auch bekannten Widerstand: Kardinal
von Galen oder Pater Kolbe. Und meines Wissens war der
aktuelle Papst doch auch im Widerstand engagiert.

Merke, für jedes Beispiel gibt es ein Gegenbeispiel.

Nur mal so am Rande.

Gruß

Alex

Was ist denn aus den beiden (v. Galen und Kolbe) geworden? War die Kirche zu jener Zeit solidarisch mit diesen „Abweichlern“? Hat sie sie unterstützt? Es ist bekannt, dass dies weder während - noch nach der NS-Zeit geschah. Im Gegenteil. Sie wurden von ihren eigenen Leuten nicht nur im Stich gelassen, sondern sogar geächtet.

Sorry Barbara,

hatte sein erstes Posting nicht gelesen - und dich daher wohl missverstanden.

Gruß Tom

Hi!

Hier spiegelt sich die Natur wieder. In Maßen genossen ist etwas geniesbar, oft sogar Medizin, dosiert man zu hoch wirds giftig, sogar tödlich.

Fanatismus ist eine deutlich zu hohe Dosis. Egal welche Glaubensrichtung.

Grüße Dusan

Hallo Dusan,

ich gebe Dir vollkommen recht. Aber ist das jetzt ein Problem der Religion/Glaubensrichtung oder ein Problem der Menschen?

Wolfgang

Hi Fritz,

Mann, Wolfgang,
wen meinst du bloß?

das hier:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl…

Soweit ich es sehe, wurde nicht gegen Katholiken oder gegen
Personen polemisiert, sondern gegen Religion und deren
Organisationsformen, die Kirchen.

Ließ mal das obere Posting. Da wurde ich als Katholik als Massenmörder hingestellt!

Ich habe noch angemerkt, dass ich es nicht verstehe, dass
jemand - angesichts der offen liegenden Mägel dieser
Organisationen, sowohl in der Geschichte, als auch heute noch

  • guten Gewissens bei diesen Organisationen engagieren mag.

Aber was soll man denn sonst machen? Den Mantel drüberhängen? Ich bin und bleibe deshalb in der Kirche, auch der katholischen, da ich denke, dass ich nur so Veränderungen bewirken kann. Von außen rumproleten ist sicherlich einfacher, bewirkt aber nichts.

Und wenn du dir den Schuh anziehst, sind es deine Hühneraugen,
die schmwerzen!

Ich verstehe nicht, weshalb Deine Hühneraugen schmerzen, wenn ich in der Kirche bin.

Wolfgang

Hallo,

Du hast was vergessen:

* Die Kreuzzüge
* Die Inquisition
* Die „Taufe“ der Sachsen und anderer „Heiden“

Wenn das für Dich Gründe sind, aus der Kirche auszutreten und den Glauben abzulehnen, soll ich dann meine deutsche Staatsbürgerschaft „abgeben“, weil unter Hitler damals die Massenmorde ausgeführt wurden?

Wolfgang

Hallo,

Der Mann, der Republikaner,den Du meinst, müsste Schönhuber
gewesen sein.

Genau, der wars… Danke!

Steht nicht in der Bibel ein Gebot, a la „Du sollst keinen
anderen Gott haben neben mir“?
Wenn ich dann aber sehe, wie viele Katholiken an den Lippen
des Papstes hängen und diesen Gott- gleich huldigen und
preisen, fällt mir dazu nichts mehr ein.

Genauso steht in der Bibel, dass Petrus, der Fels, auf dem Jesus seine Kirche aufbauen will. Ob das, was die Menschen nach 2000 Jahren aus diesem Fels gemacht haben, auch das ist was Jesus wollte, kann ich Dir nicht sagen.

Im Weiteren halten ich den Papst, der ja „ach so modern“ ist
für mehr als unmodern. Wie kann man in Zeiten von Aids und
Welthungersnöten gegen Kondome predigen?

Sicherlich wichtige Punkte, die angegangen werden müssen. Dass viele Personen, die Einfluss und Macht in der Kirche haben Meinungen vertreten, die nicht populär und sich zudem auch nicht mit meiner Meinung decken, daran kann ich kaum was ändern.

Vielleicht das als „Entschuldigung“: Die Kirche ist um die 2000 Jahre alt, historisch gewachsen. Dort grundlegende Dinge zu ändern, ist nicht nur aufwändig sondern oft auch nur gegen schweren Widerstand möglich. Warum wurde denn die Exkommunikation Galileo Galileis erst vor „kurzem“ zurückgenommen? Wie lange wird dann der Prozess dauern, bis Kondome erlaubt werden und Priester heiraten dürfen?

Schau Dir auch mal die Politik an: ALLE, von den Politikern, über die Wirtschaftsbosse bis hin zu den Arbeitern und Angestellten wissen, dass wir in Deutschland Reformen bruachen. Wie schwer tut sich denn die Politik seit 10 Jahren mit diesen Reformen?

Und warum sollte anlässlich des letzten Kirchentages in
Deutschland kein gemeinsames Abendmahl mit katholischen und
protestantischen Gläubigen durchgeführt werden dürfen? Warum
wurde das untersagt, wenn doch alle Menschen gleich sind und
der Papst sooo modern?

Weil die Katholiken unter der Kommunion etwas anders verstehen als die Protestanten unter dem Abendmahl. Für uns ist die (geweihte) Hostie nicht nur ein Sinnbild des Leibes Jesu Christ!

Grüße
Wolfgang

ich gebe Dir vollkommen recht. Aber ist das jetzt ein Problem
der Religion/Glaubensrichtung oder ein Problem der Menschen?

Natürlich der Menschen. Religionen sind ja auch von Menschen gemacht.

Es erstaunt mich immer wieder wie verbissen Menschen für etwas einstehen, daß sie selber als „Glauben“ bezeichen, also als Nicht-wissen.

Grüße Dusan

Glauben ist nicht gleich glauben
Hallo,

Es erstaunt mich immer wieder wie verbissen Menschen für etwas
einstehen, daß sie selber als „Glauben“ bezeichen, also als
Nicht-wissen.

Nein. „Glauben“ hat mehrer Bedeutungen in unserer Sprache… „Ich glaube, dass es
morgen regnet“ ist sie Seite, die Du meinst. Die Bedeutung von Glauben im Sinne
von „Ich glaube Dir, dass Du mich lieb hast“ die andere.

Ein recht interessanter Artikel dazu:

http://www.joerg-sieger.de/einleit/zentral/04glaub/z…

Gruß
Christian

1 „Gefällt mir“

Hallo.

Ich glaube nicht, dass jemand, der die Verfehlungen der katholischen Kirche als Institution anprangert, mit der Bezeichnung „Katholen-Hasser“ richtig etikettiert ist. Zu diesem Personenkreis zähle ich mich nämlich auch …

Natürlich wird eine Organisation, die sich seit langer Zeit als die allein seligmachende (sic!) im Universum betrachtet, im Umgang mit Kritik massive Probleme haben. Das sollte aber für dendiedas Person, die an die zugehörige „Ideologie“ (also den theoretischen Unterbau) glaubt, kein Grund sein, jede kritische Äußerung zur Institution auf sich selbst zu übertragen. Diese Form des Umgangs mit Kritik ist leider viel zu weit verbreitet, gerade bei den großen Weltreligionen - wobei wiederum die Kirchen und nicht die Gläubigen gemeint sind, oder zumindest gemeint sein sollten. Und dass sich auf der Basis fanatischen Glaubens resp. Gehorsams gar vortrefflich menschenfeindliche Aktionen anzetteln lassen, sollte unter unverblendeten ZeitgenossInnenAußen denn doch bis zu einem gewissen Grade Konsens sein,

meint kw