An die 'Katholen-Hasser'

Natürlich der Menschen. Religionen sind ja auch von Menschen
gemacht.

Es erstaunt mich immer wieder wie verbissen Menschen für etwas
einstehen, daß sie selber als „Glauben“ bezeichen, also als
Nicht-wissen.

Du hast Recht, „Glauben“ heißt Nicht-Wissen. Ich glaube trotzdem, weil ich für mich entschieden habe und auch heute noch oft entscheide, dass das für mich der richtige Weg ist.

Was ich nicht verstehe ist, dass die Menschen die alle Gläubigen einer Religion als Massenmörder darstellen nicht verstehen, dass es die Menschen sind, die aus etwas gutem was böses machen.

Ich hoffe, dass Du mich jetzt nicht als verbissenen Katholiken siehst :wink:

Grüße
Wolfgang

Das muss man ja schon vor dem richtigen Hintergrund sehen: Die
ganze Sache mit
Kondomen wäre relativ hinfällig, wenn die Menschen sich ein
wenig mehr auf
Monogamie beschränken würden und sich nicht mit vielen
verschiedenen Partnern
„vergnügen“ würden - da ist der eigentliche Ansatzpunkt.
„Relativ“ hinfällig
übrigens, weil auch in der Ehe Verhütungsmittel durchaus
angebracht sein können
(habe gerade wieder „Der Sinn des Lebens“ von Monty Python
gesehen…), und da
wird auch keiner was gegen sagen…

Hier gebe ich Dir zu 100% Recht. Diese „Vielweiberei“ (da ja übwerwiegend 1 Mann mehrere Frauen hat, beschränke ich mich auf diesen Ausdruck), verstösst meiner Meinung auch gegen den christlichen Glauben, sofern man diesen vertritt und besagte „Vielweiberei“ betreibt. Allein durch monogame Beziehung könnte man in der Tat, wie Du schon schreibst, die Seuche Aids enormn eindämmen, das ist meine persönliche Meinung. Ich bin aber weder Arzt noch Wissenschaftler oder sonstiges. Das ist nur meine Meinung.

Und wieso predigt die katholische Kirche immer noch das
Zölibat für ihre Priester? Ist das nicht mittlerweile längst
überholt?

Wieso beschweren sich eigentlich so viele Menschen über den
Zölibat, die nicht
davon betroffen sind?! Es wird doch keiner dazu gezwungen,
Priester zu werden.
Und wenn ich Priester werde, dann weiß ich auch, worauf ich
mich einlasse… Das
war, unter anderem, einer der Gründe, an denen ich entschieden
habe, dass ich
kein Priester werden will/kann.

Okay, auch hier gebe ich Dir recht. Ich wollte aber eigentlich nur aufzeigen, daß ich das Zölibat für altmodisch und überholt halte. Wenn jemand dieses aber für sich so frei entscheidet und damit glückllich ist, so ist das seine Sache. Ich für mich habe da eine andere partnerschaftliche Art des Zusammenlebens gefunden.

Was ich auch noch zu der „Nazi-Mail“ loswerden wollte: Ja, da
sind schlimme
Sachen passiert, wie in allen anderen Bevölerungsteilen auch.
Und Du solltest
auch Leute wie Karl Leisner und Maximilian Kolbe (um nur zwei
bekanntere Menschen
zu nennen) nicht vergessen, die umgebracht wurden, weil sie
Katholiken waren.
Aber wir sollten nicht anfangen, da jetzt gegeneinander
aufzuwiegen, verloren hat
damals die ganze Menschheit…

Auch 100% Zustimmung. Ich bin leider nicht so historisch bewandert, als daß ich mich dazu weiter einlassen oder äussern könnte. Nur soviel: Ich denke, in allen Religionen der Welt gab es Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen im Namen dieser Religion. Die der katholischen Kirche sind vielleicht nur die Bekanntesten oder am Meisten gelehrtesten(siehe Schulunterricht).
Gruß
Florian

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Hallo!
Ich wollte hier auf niemandem „rumhacken“, sondern lediglich Fehler(meiner Meinung nach)aufzeigen, die im Namen der katholischen Kirche begangen werden. Mir passt auch so einiges an der protestantischen(evagelischen) Kirche nicht. Da aber dieser Thread auf die katholische Kirche gerichtet war, bezog ich mich auf eben jene. Ich möchte hier noch einmal betonen, daß es nicht mein Bestreben ist, jemanden in seinem Glauben zu beleidigen oder sonst wie persönlich anzugreifen.
Ich wollte nur auf ein paar Punkte hinweisen, die mir an der kathol. Kirche missfallen.
Gruß
Florian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wenn das für Dich Gründe sind, aus der Kirche auszutreten und
den Glauben abzulehnen, soll ich dann meine deutsche
Staatsbürgerschaft „abgeben“, weil unter Hitler damals die
Massenmorde ausgeführt wurden?

Zumindest stehen die Deutschen zu ihrer Vergangenheit.

Ohne über von Galen weiter recherchiert zu haben, glaube ich mich zu erinnern, dass Kolbe als Franziskaner und katholischer Journalist in Polen nach Auschwitz deportiert wurde. Somit in seiner Eigenschaft innerhalb der Kirche.

Jener Maximilina Kolbe wurde übrigens 1982 heilig gesprochen, was aus meiner Sicht keine Ächtung ist.

Ausserdem nochmal zur politischen Situation? Welche Wahl hat denn ein Papst in einem kleinen Vatikan mit Italien und Deutschland vor der Nase?

Gruß

Alex

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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So geht’s nicht
Hallo,

Wenn das für Dich Gründe sind, aus der Kirche auszutreten und
den Glauben abzulehnen, soll ich dann meine deutsche
Staatsbürgerschaft „abgeben“, weil unter Hitler damals die
Massenmorde ausgeführt wurden?

Die BRD (und auch die DDR - aber egal) hat sich meist eindeutig vom Nazi-Regime distanziert. Diese Distanzierung steht bei der katholischen Kirche noch aus. Noch immer werden dort Schlächter und Mörder als heilige verehrt*. Der Vergleich ist also unpassend.

Grüße,

Anwar

*Weshalb die katholische Kirche IMHO sowieso verfassungsfeindlich ist und verboten werden müsste (außer sie distanziert sich wenigstens auf Aufforderung davon)

Hi,

Für mich seid Ihr auch „geistige Väter“ von Intolleranz,

Oh, gut. Ich finde nämlich, daß es so einiges an der katholischen Kirche gibt, was man nicht tolerieren kann.

Noch was: Ja, ich bin Katholik, ja ich fühle mich von solchen
Postings angegriffen und verletzt

Weil Du merkst, was für einer Sippschaft Du da freiwillig angehörst?

Das Argument vom „von innen heraus ändern“ zieht btw. nicht, weil die Dinge, die kritisiert werden, so elementar sind, daß eine Änderung bedeuten würde, die katholische Kirche insgesamt zu ändern - es geht nicht nur um ein paar kleine Details.

Gruß,

Malte.

Ich hoffe, dass Du mich jetzt nicht als verbissenen Katholiken
siehst :wink:

Nur aus einem Posting einen Menschen zu kennen, das maß nicht mal ich mir an:wink:

Ich hab das allgemein gemeint, die Fanaten in Nordirland genauso wie die im nahen Osten oder sonstwo.

Grüße Dusan

Auch die Kirche steht zu ihren Fehlern
Hallo,

Zumindest stehen die Deutschen zu ihrer Vergangenheit.

http://www.kath.de/bistum/mainz/texte/vergebung2000_…

Ohne weitere Worte
Christian

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Von innen heraus
Hallo,

Das Argument vom „von innen heraus ändern“ zieht btw. nicht,
weil die Dinge, die kritisiert werden, so elementar sind, daß
eine Änderung bedeuten würde, die katholische Kirche insgesamt
zu ändern - es geht nicht nur um ein paar kleine Details.

Na bravo, wieder jemand, der denjenigen in der Kirche, die etwas ändern wollen,
vor den Kopf stößt und sagt „bringt ja eh nichts“ - aber dann können wir uns
jegliche Diskussionen auch gleich sparen. Dass ein einzelner Mensch kaum die
Gemeinschaft von vielen Millionen in Riesensprüngen ändern wird, steht doch außer
Frage, aber wenn viele Millionen einen kleinen Schritt machen, kommt man
womöglich auch voran. Aber man sollte denen, die einen Schritt machen wollen,
nicht erst auf die Füße treten (was ja gut sein kann), und ihnen dann ein Bein
stellen!

Gruß
Christian

Hallo,

Ich glaube nicht, dass jemand, der die Verfehlungen der
katholischen Kirche als Institution anprangert, mit der
Bezeichnung „Katholen-Hasser“ richtig etikettiert ist. Zu
diesem Personenkreis zähle ich mich nämlich auch …

Sorry, aber in keinem dieser Zitate wird die katholische Kirche als Institution angegriffen sondern die Mitglieder dieser Kirche!!!

Deinen restlichen Argumenten kann ich vorbehaltlos zustimmen. Ich hüte mich davor die katholische Kirche als Institution vor allem und jedem verteidigen zu müssen, da genug Fehler passieren.

Hi,

Noch was: Ja, ich bin Katholik, ja ich fühle mich von solchen
Postings angegriffen und verletzt

Weil Du merkst, was für einer Sippschaft Du da freiwillig
angehörst?

Nein, weil ich als Massenmörder bezeichnet werde!

Das Argument vom „von innen heraus ändern“ zieht btw. nicht,
weil die Dinge, die kritisiert werden, so elementar sind, daß
eine Änderung bedeuten würde, die katholische Kirche insgesamt
zu ändern - es geht nicht nur um ein paar kleine Details.

Also, legen wir die Hände in den Schoß und warten bis wir untergehen!

Wolfgang

Mann, Wolfgang

mann fritz

„… jaja, er mag Fehler gemacht haben, aber er hat die
Autobahnen gebaut und es gab keine Arbeitslose nund die Züge
waren pünktlich!“

das enttäuscht mich. sowas hast du sonst nicht nötig.
godwins law, und katholiken mit nazis zu vergleichen… das ist verharmlosung. muß das sein.

ich frage mich auch was diese hetze soll. wenn einen etwas nicht interessiert oder man keinen bezug dazu hat, dann kann man es einfach seinlassen und es ignorieren. in diesem fall: „aus der kirche austreten“, aber den anderen ihren glauben lassen. je mehr herumgehetzt wird, desto weniger abstand haben diese menschen innerlich.

gruß
dataf0x

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das enttäuscht mich. sowas hast du sonst nicht nötig.

Drum habe ich doch die Praeteritio gewählt!

godwins law, und katholiken mit nazis zu vergleichen… das ist verharmlosung. muß das sein.

Wer oder was wird verharmlost?

Genug der Provokation!

Ich bitte darauf zu achten, dass ich keineswegs die Verbrechen Nazideutschlands mit denen der Kirche, speziell der katholischen Kirche vergleiche! Meiner Ansicht nach sind beide einzigartig auf ihre Weise. Auf Details will ich hier nicht eingehen.

Man achte aber auf das Tertium comparationis meiner Äußerung!

Ich halte die Verharmlosungsstrategien beider Anhängergruppen für vergleichbar.

Fritz

Hi,

Das Argument vom „von innen heraus ändern“ zieht btw. nicht,
weil die Dinge, die kritisiert werden, so elementar sind, daß
eine Änderung bedeuten würde, die katholische Kirche insgesamt
zu ändern - es geht nicht nur um ein paar kleine Details.

Also, legen wir die Hände in den Schoß und warten bis wir
untergehen!

Keineswegs. Ein aufrechter Christ würde sich (ist meine Meinung) augenblicklich von dem Pfaffenverein der katholischen Kirche lossagen. Man kann ja - je nach persönlichen Möglichkeiten und Engagement - aktiv gegen die Kirche vorgehen.

Es gibt sowas wie „KO-Kriterien“…

Gruß,

Malte.

Hallo,

Das Argument vom „von innen heraus ändern“ zieht btw. nicht,
weil die Dinge, die kritisiert werden, so elementar sind, daß
eine Änderung bedeuten würde, die katholische Kirche insgesamt
zu ändern - es geht nicht nur um ein paar kleine Details.

Na bravo, wieder jemand, der denjenigen in der Kirche, die
etwas ändern wollen,
vor den Kopf stößt und sagt „bringt ja eh nichts“ - aber dann
können wir uns
jegliche Diskussionen auch gleich sparen. Dass ein einzelner
Mensch kaum die
Gemeinschaft von vielen Millionen in Riesensprüngen ändern
wird, steht doch außer
Frage, aber wenn viele Millionen einen kleinen Schritt machen,
kommt man
womöglich auch voran. Aber man sollte denen, die einen Schritt
machen wollen,
nicht erst auf die Füße treten (was ja gut sein kann), und
ihnen dann ein Bein
stellen!

Wie oben schon gesagt: Es gibt KO-Kriterien und Mißstände, die schlicht nicht hinnehmbar sind. Diese Dinge sind meiner Meinung nach dermaßen gravierend, daß eine Änderung die katholische Kirche als Ganzes, als KOnzept, in ihren Grundfesten in Frage stellen würde. Und genau DAS geht nicht „von innen“. Von innen kannst Du an Details etwas ändern, Du kannst sanft hier und da den Kurs ein bischen nach rechts oder links schubsen - aber Du kannst niemals aus der CDU eine sozialistische Partei machen.

Das bedeutet, daß jemand, der sich zu der katholischen Kirche bekennt, zumindest mit den grundsätzlichen Prinzipien einverstanden ist und sie aktiv mitträgt - es ist ja sogar Dogma, daß der Papst allein aus Prinzip in Glaubensfragen unfehlbar ist, wie willst Du da was von innen verändern?

Gruß,

Malte.

Hallo nochmal,

Wie oben schon gesagt: Es gibt KO-Kriterien und Mißstände, die
schlicht nicht hinnehmbar sind. Diese Dinge sind meiner
Meinung nach dermaßen gravierend, daß eine Änderung die
katholische Kirche als Ganzes, als KOnzept, in ihren
Grundfesten in Frage stellen würde. Und genau DAS geht nicht

Welche denn? Das ist jetzt ohne Ironie oder Sarkasmus eine ernst gemeinte Frage, mich interessiert wirklich, was du als „KO-Kriterien“ ansiehst und hoffe, dass Du Dich dann auch für meine Antworten interessierst - so ich welche finde.

„von innen“. Von innen kannst Du an Details etwas ändern, Du
kannst sanft hier und da den Kurs ein bischen nach rechts oder
links schubsen - aber Du kannst niemals aus der CDU eine
sozialistische Partei machen.

Und nochmal: wenn genügend Leute ein bisschen und im richtigen Rhythmus, also koordinier, schubsen, können sie eine Kettenreaktion auslösen. Ich rufe jetzt sicherlich nicht zu einer neuerlichen „Reformation“ auf, aber einzelne Menschen wie Luther und Calvin haben durchaus schon mehr als nur Details geändert - die ich hier jetzt nicht werte, aber es klappt. Und nach wie vor bin ich der Meinung, dass sooo viel garnicht verändert werden muss, aber da warte ich ja noch auf Deine Argumente.

Das bedeutet, daß jemand, der sich zu der katholischen Kirche
bekennt, zumindest mit den grundsätzlichen Prinzipien
einverstanden ist und sie aktiv mitträgt - es ist ja sogar

Jep.

Dogma, daß der Papst allein aus Prinzip in Glaubensfragen
unfehlbar ist, wie willst Du da was von innen verändern?

Bisher hat es seit dem 1. Vatikanum genau eine ex-cathedra und somit unfehlbare Entscheidung gegeben, 1950 unter Pius XII. die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel. Und das ist nun wirklich nichts, woran sich nicht-Katholiken aufreiben könnten, denke ich. Das ist eine Entscheidung in 135 Jahren, die das tägliche Leben in keinster Weise tangiert - ich sehe keinen Anlass, da etwas verändern zu wollen. Wenn auf einmal ein Papst käme, der ex cathedra verkündet, dass schwarz gleich weiß ist und niemand mehr Pizza essen darf, würde sich das ganz schnell ändern. Aber da vertraue ich auf eine gewisse Eignung dessen, der Papst wird.

So long
Christian

Die Sünden der Kirche
Hi,

Welche denn? Das ist jetzt ohne Ironie oder Sarkasmus eine
ernst gemeinte Frage, mich interessiert wirklich, was du als
„KO-Kriterien“ ansiehst und hoffe, dass Du Dich dann auch für
meine Antworten interessierst - so ich welche finde.

Ich zähle einfach mal unsortiert auf:

Striktes Verbot der Empfängnisverhütung
Empfängnisverhütung ist absolut verboten, die wirklich lächerlichen Ausnahmen dürften Dir bekannt sein (wichtige Medikamente, Kalendermethode zum „Luftholen“ zwischen Geburten). Das bedeutet, daß es Heranwachsenden, zu deren natürlicher Entwicklung es wohl unbestritten gehört, auch ihre Sexualität kennenzulernen, nicht gestattet ist, Safer Sex zu haben.

Da außerehelicher GV ohnehin verboten ist, könnte man meinen, das sei kein Problem, aber es macht die Angelegenheit im Gegenteil nur noch schlimmer, weil es Jugendliche, die sich vielleicht noch nicht so sehr gegen ihre natürlichen Bedürfnisse wehren können wie manche Erwachsene, nicht nur mit der Schuld des GV belegt, sondern sie auch noch ganz bewusst dem Risiko von Gschlechtskrankheiten und ungewollter Schwangerschaft aussetzt.

Striktes Verbot des Schwangerschaftsabbruches
Der Abbruch einer Schwangerschaft ist selbst dann strikt verboten, wenn diese durch eine Vergewaltigung zustande kam. Damit wird nicht nur dem Opfer lebenslanger Schaden zugefügt, es wird ihm auch noch aufgebürdet, lebenslang an das Verbrechen erinnert zu werden (und zwar nicht nur vom eigenen Gedächtnis), desweiteren stellt das meiner Meinung nach sogar eine indirekte Schuldzuweisung dar.

Position zu den Kreuzzügen
Meines Wissens wurden die für die Greuel der Kreuzzüge verantwortlichen Päpste und Kurien in keiner Weise geächtet. Es dürften sich einige mindestens Seliggesprochenen darunter befinden, die mithin also auch heute noch verehrt werden.

Selbiges gilt für
die Position zur Inquisition,
die Position zur gewaltsamen Christianisierung von Millionen von Menschen,
die Position zur Salazar-Diktatur in Portugal,
die Position zur Regierung Franco in Spanien,
die Position zum Faschismus in Italien und
die Position zu den Taten der katholischen Ustaschi.

Sämtliche Greuel in oben genannten Kontexten geschahen mit ausdrücklicher Duldung oder aktiver Mitarbeit und Förderung der katholischen Kirche (als Institution!).

Position zum Nazi-Regime
Hierzu ein bißchen ausführlicher, gilt aber prinzipiell auch für o.g.: Papst Johannes Paul II. hat ja in 2000 ein „öffentliches Schuldbekenntnis“ abgegeben. Man könnte nun meinen „alles klar, Position klar, Thema durch.“. Wenn man sich die Rede allerdings mal durchliest, fällt einem auf, daß es sich keineswegs um ein Schuldbekenntnis handelt, sondern nur um seichtes Gewäsch. Es ist an keiner Stelle die Rede von einer Verantwortung der Kirche als Institution, stets nur von „Verfehlungen Einzelner“ (Hallo? Unter diesen „Einzelnen“ ist ein von ebenjenem John Paul II seliggesprochener Papst!). Es wird an keiner Stelle an der „göttlichen Unfehlbarkeit“ der vielen, vielen Päpste, die für all diese Untaten verantwortlich waren, gerüttelt. So lange genau diese Päpste nicht deutlich geächtet werden, macht sich die Kirche bis heute ihre Taten zueigen. Seltsam, bei anderen, kirchenkritischen Geistern war das mit der Exkommunikation irgendwie nie ein großes Problem…

Dies hängt also auch zusammen mit der
Uneingeschränkte Autorität des Papstes
Und genau die ist imho auch eine der großen Zwickmühlen: Um sich von „ihren Sünden zu befreien“ müsste die katholische Kirche dieses Dogma ablegen, was aber nicht passieren wird, da sie damit nicht mehr die katholische Kirche wäre und die gesonderte Stellung eines Papstes als Oberhaupt auch in Frage gestellt würde. Das Argument „Gab ja seitachtzehnirgendwas nur ein ex cathedra“ zählt nicht, solang keins der vorgehenden für ungültig erklärt wurde. Dadurch wird also bewusst und aktiv daran festgehalten, auch an den Dogmen längst vergangener Tage.

Position zu Ablaßhandel und Geld allgemein
Die Reichtümer der Kirche, die nicht nur im Mittelalter durch sagen wir mal „zweifelhafte Geschäftsfelder“ angesammelt wurden, werden bis heute gehegt und gepflegt. Sicher ist es schwer, die eigenen Pfründe aufzugeben, um sich bewusst ärmer zu machen und mal _wirklich_ Kohle rauszuhauen, und zwar nicht nur an kircheneigene Einrichtungen, sondern als Akt der Wiedergutmachung auch an kirchenfremde Institutionen, wäre aber der einzig ernstzunehmende Akt diesbzgl.

Diskriminierung von Frauen
Die frauenfeindliche Position der katholischen Kirche hat ja lange Tradition, ich verzichte aber auf uralte Zitate, die Frauen zu Tieren degradieren und weise nur mal darauf hin, daß bis heute Frauen kategorisch und offiziell von allen wichtigeren Ämtern ausgeschlossen sind. Die Positionen zu Verhütung und Abtreibung, die ja primär erstmal nur Frauen betreffen, tun das ihrige dazu.

Exorzismus an psychisch Kranken
Durch sogenannte Exorzismen, die auch in der Neuzeit im Auftrage der Kurie durchgeführt werden, werden psychisch kranke Menschen mißhandelt und dabei gerne auch mal ums Leben.

So, für’s erste war’s das. Reicht Dir das? Das sind ALLES Punkte, die sich mindestens „auch“ in unserer Zeit, also im 19., 20. und 21. Jahrhundert, abspielen, und deren Verantwortliche bis heute in allen Ehren stehen.

„von innen“. Von innen kannst Du an Details etwas ändern, Du
kannst sanft hier und da den Kurs ein bischen nach rechts oder
links schubsen - aber Du kannst niemals aus der CDU eine
sozialistische Partei machen.

Und nochmal: wenn genügend Leute ein bisschen und im richtigen
Rhythmus, also koordinier, schubsen, können sie eine
Kettenreaktion auslösen. Ich rufe jetzt sicherlich nicht zu
einer neuerlichen „Reformation“ auf, aber einzelne Menschen
wie Luther und Calvin haben durchaus schon mehr als nur
Details geändert - die ich hier jetzt nicht werte, aber es
klappt.

Ja, das haben sie. Das hat aber nichts mit der katholischen Kirche zu tun, denn diese Kettenreaktionen führten bekannterweise von der katholischen Kirche weg. Die Kirche wurde nicht verändert, sie wurde verlassen. Und nur so geht das auch bei so großen „Schubsern“.

Und nach wie vor bin ich der Meinung, dass sooo viel
garnicht verändert werden muss, aber da warte ich ja noch auf
Deine Argumente.

Siehe oben. Um in meinen Augen ernstgenommen zu werden, müsste die Kirche also

a) sich von erheblichen Teilen ihres Reichtums trennen
b) das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit aufgeben,
c) Dutzende von vergangenen Päpsten, Kardinälen und Bischäfen ächten und „entweihen“,
d) recht aktuelle Entscheidungen wie die bzgl. allem rund um den Geschlechtsverkehr komplett umstoßen und letztlich
e) das Amt des Papstes abschaffen oder mindestens in seinem Umfang extrem reduzieren.

Selbst dann würde ich noch kein Katholik werden, und würde die noch verbleibenden Dogmen für menschenfeindlich und schädlich halten (das Konzept der „Erbsünde“ fällt mir spontan ein), aber dann könnte ich die katholische Kirche als Institution wenigstens mit Mühe tolerieren.

Bis dahin halte ich jeden, der ihr entfliehen kann, für einen Glückspilz.

Das bedeutet, daß jemand, der sich zu der katholischen Kirche
bekennt, zumindest mit den grundsätzlichen Prinzipien
einverstanden ist und sie aktiv mitträgt - es ist ja sogar

Jep.

Siehst Du, und da das aus freiem Willen und ohne Zwang geschieht (zumindest im Erwachsenenalter), trägt jeder Katholik ganz persönlich die oben genannten Mißstände mit. Das ist etwas anderes als bspw. die Diskussion über die „Kollektivschuld des deutschen Volkes am Holocaust“, denn die heute lebenden Generationen deutscher Bürger können nichts für ihre Väter, sie können ihrer Abstammung nicht entfliehen und haben sie sich nicht ausgesucht. Der Katholik als solcher hat sich die Kirche aber ausgesucht, und er könnte sich von ihr lösen.

Achso, noch ein wichtiger Hinweis : Im vermeintlichen Gegensatz zum Papst bin ich nicht unfehlbar - sollte ich also etwas vorgetragen haben, was von den puren Fakten her falsch ist, bitte ich um Nachsicht und Korrektur. Das mit der Nachsicht gilt auch für meinen exzessiven Gebrauch von Kommata.

So, und nu kommst Du :smile:

Gruß,

Malte.

1 „Gefällt mir“

Hallo,

dann wollen wir mal :smile:

Striktes Verbot der Empfängnisverhütung

[…]

Geburten). Das bedeutet, daß es Heranwachsenden, zu deren
natürlicher Entwicklung es wohl unbestritten gehört, auch ihre
Sexualität kennenzulernen, nicht gestattet ist, Safer Sex zu
haben.

Ich habe von verschiedenen Leuten gehört, die tatsächlich erst mit ihrem Eheprtner Sex hatten, denen geht es auch gut, aber ich weiß, dass ist weder die Regel noch werde ich dafür plädieren - wenngleich, wenn ich mir einige Jugendmagazine und auch Jugendliche angucke/höre - Erfahrungen sammeln ist gut, aber jedes Wochenende ein anderes Bett muss auch nicht sein, aber das nur am Rande. Bei allen diesen „Verboten“, die auch noch unten folgen, handelt es sich um Empfehlungen! Die sind vielleicht hier und da drastisch formuliert, aber wenn man sich mal wirklich mit der ganzen Sache auseinandersetzt wird man schnell merken, worauf es hinausläuft: Wenn der Papst/die Kirche etwas sagt, ist es ein Gebot oder halt Empfehlung, aber auch die Kirche hat keine Grundlage, ihren Mitgliedern explizit etwas vorzuschreiben - die letzte Entscheidung bleibt bei Dir, und Du musst Dich damit auseinandersetzen, ob Du es vor Dir und vor allen Dingen vor Gott verantworten kannst, was Du tust.

Da außerehelicher GV ohnehin verboten ist, könnte man meinen,
das sei kein Problem, aber es macht die Angelegenheit im
Gegenteil nur noch schlimmer, weil es Jugendliche, die sich
vielleicht noch nicht so sehr gegen ihre natürlichen
Bedürfnisse wehren können wie manche Erwachsene, nicht nur mit
der Schuld des GV belegt, sondern sie auch noch ganz bewusst
dem Risiko von Gschlechtskrankheiten und ungewollter
Schwangerschaft aussetzt.

Ähm, wenn sie sich schon nicht an das „keinen Sex“ halten glaube ich nicht, dass sie sich von „keine kondome“ beeinflussen lassen. Ich stell mir das gerade vor, im Schlafzimmer. „Schatz, wir sind nicht verheiratet!“ - Na und, mir egal - „Dann benutz ein Kondom“ - Nee, ich bin katholisch, das darf ich nicht — klingt unwahrscheinlich, oder?

Striktes Verbot des Schwangerschaftsabbruches
Der Abbruch einer Schwangerschaft ist selbst dann strikt
verboten, wenn diese durch eine Vergewaltigung zustande kam.

In der Tat eine schwierige Position. Dass sich die Kirche gegen Schwangerschaftsabbrüche stellt, dürfte auf der Hand liegen, hier gilt der Schutz des ungeborenen Lebens - das Argument „das Kind darf nicht für seinen verbrecherischen Vater bestraft werden“ ist auch vorzubringen. Ich bin auch prinzipiell gegen den Abbruch einer Schwangerschaft (hey, Du bekommst an jeder Ecke Kondome und die Pille, und auch wenn es trotz Verhütung Schwangerschaften gibt, der Großteil kommt wegen Unvorsicht zu Stande), die Leute sollen halt aufpassen (das gilt natürlich nicht für Vergewaltigungsopfer, bevor jemand das hier böswillig auslegt).
Ich wage mal zu behaupten, ohne es belegen zu können, dass es relativ wenige streng katholische Frauen gibt, die nach einer Vergewaltigung tatsächlich schwanger geworden sind und tatsächlich von diesem Problem betroffen waren. Wenn, wird Gott die Frau sicherlich nicht in die ewige Verbannung schicken, weil sie abgetrieben hat. Wäre interessant zu wissen, ob solche „Fälle“ schon Mal behandelt wurden…

Gedächtnis), desweiteren stellt das meiner Meinung nach sogar
eine indirekte Schuldzuweisung dar.

Quatsch.

Position zu den Kreuzzügen
Meines Wissens wurden die für die Greuel der Kreuzzüge
verantwortlichen Päpste und Kurien in keiner Weise geächtet.

Au ja, lass uns mal wieder im Mittelalter kramen. Guck dir doch mal die gesamte Situation damals an und beurteile die Kreuzzüge nicht aus heutiger Sicht. Natürlich ist da schlimmes Unrecht geschehen, aber von den Italienern erwartet heute doch auch keiner mehr ernsthaft, dass sie sich bei den Deutschen dafür entschuldigen, dass die Römer einst hier einiges Blut vergossen haben (ok, nicht mehr alle Italiener sehen sich als Nachfahren der Römer). Aus ihrer damaligen Sicht haben die Menschen so gehandelt, wie es die Geschichte verlangte, heute wissen wir, dass da sehr viel falsch gelaufen ist, auch im Namen der Kirche - und das wird schon lange nicht mehr bestritten.

Position zum Nazi-Regime
Hierzu ein bißchen ausführlicher, gilt aber prinzipiell auch
für o.g.: Papst Johannes Paul II. hat ja in 2000 ein
„öffentliches Schuldbekenntnis“ abgegeben. Man könnte nun
meinen „alles klar, Position klar, Thema durch.“. Wenn man
sich die Rede allerdings mal durchliest, fällt einem auf, daß
es sich keineswegs um ein Schuldbekenntnis handelt, sondern
nur um seichtes Gewäsch. Es ist an keiner Stelle die Rede von

Ich habe irgendwo in diesem Thread schon mal einen Link auf jenes Gebet gelegt - und ich finde es erstaunlich offen. Aber Du wirst doch nicht erwarten, dass wirklich jeder einzelne Fehler im Detail aufgeführt wird? Es ist, auch für die Menschen (!), die dir Kirche bilden, schwer genug zuzugeben, dass man einen Fehler gemacht hat, und jeder weiß, welche Fehler gemeint sind in dem Gebet - ich finde, das reicht. Und noch ein kurzer Nebengedanke: Der aktuelle Papst ist Pole - und steht damit nicht unbedingt in dem Verdacht, den Nationalsozialismus und das, was damit zusammenhängt, besonders unkritisch zu sehen.

einer Verantwortung der Kirche als Institution, stets nur von
„Verfehlungen Einzelner“ (Hallo? Unter diesen „Einzelnen“ ist

Die „Institution“ besteht aus Einzelnen! Du kannst doch nicht immer allen Mitgliedern alles vorwerfen.

ein von ebenjenem John Paul II seliggesprochener Papst!). Es
wird an keiner Stelle an der „göttlichen Unfehlbarkeit“ der
vielen, vielen Päpste, die für all diese Untaten
verantwortlich waren, gerüttelt. So lange genau diese Päpste

Okok, nochmal, auch wenn ich mich in dieser Woche wiederhole: Alle diese Päpste waren/sind Menschen, fehlbare Menschen, Menschen, die nicht alles richtig machen und bei denen NICHT alle Aktionen richtig sind. Es sind ganz normale Menschen, die ein Amt innehaben. Seit 1870 hat es genau eine (!) ex-cathedra Entscheidung gegeben, also eine unfehlbare Glaubenslehre - 1950 wurde die Leibliche Aufnahme Mariens als Dogma verkündet. Sonst nichts… Die Unfehlbarkeit wird so gerne als Argument angeführt, aber fast keiner hat sich damit beschäftigt - das Argument ist nämlich mehr als wackelig.

Dies hängt also auch zusammen mit der
Uneingeschränkte Autorität des Papstes
Und genau die ist imho auch eine der großen Zwickmühlen: Um
sich von „ihren Sünden zu befreien“ müsste die katholische
Kirche dieses Dogma ablegen, was aber nicht passieren wird, da
sie damit nicht mehr die katholische Kirche wäre und die
gesonderte Stellung eines Papstes als Oberhaupt auch in Frage
gestellt würde. Das Argument „Gab ja seitachtzehnirgendwas nur
ein ex cathedra“ zählt nicht, solang keins der vorgehenden für
ungültig erklärt wurde. Dadurch wird also bewusst und aktiv
daran festgehalten, auch an den Dogmen längst vergangener
Tage.

Wie Du siehst, habe ich oben vorschnell geschrieben, weil Du mein Argument abwiegeln willst. Ich lasse es aber trotzdem stehen, weil ich heute lebe. Ich habe gerade mal bei Wikipedia geguckt, welche Dogmen es denn noch so gab:

erste Jahrhunderte: Apostolisches Glaubensbekenntnis
4. Jahrh. Dreieinigkeit
381 Nicäno-Konstantinopolitanum
431 Maria ist „Gottesgebärerin“ (theotokos)
431/451 Christologie: Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch

nur katholische Kirche:
1215 Transsubstantiation (Eucharistie-Verständnis)
8. Dezember 1854 Unbefleckte Empfängnis Mariens
1870 Unfehlbarkeit des Papstes

  1. November 1950 Leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel (zugleich das letzte Mal, dass der Papst vom Unfehlbarkeitsdogma Gebrauch machte)

Da ist nichts dabei, was die Menschheit irgendwie an den Rand des Untergangs gebracht hätte oder das Leben besonders beeinfluss würde, oder?
Ich habe noch eine interessante Homepage dazu gefunden, aus der ich auch folgenden Absatz habe:

„Das erste Vaticanum (1869-1870) hat es klargestellt: Dieses Charisma ist klar umgrenzt. Es betrifft nur die Klarstellung der für den Glauben und das Leben der Jünger Christi entscheidenden Wahrheiten. Außerdem muss die Unfehlbarkeit offenkundig in Anspruch genommen werden.
Dieses Privileg hat weder in seiner kollegialen Form für die Bischöfe, noch in seiner persönlichen für den Papst irgend etwas Unmäßiges an sich. Man muss es in der richtigen Perspektive sehen: in seiner Quelle. Es bezeugt die Treue des Auferstandenen für Seine Kirche: “Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Das wahre Haupt der Kirche ist weder das Konzil, noch der Papst. Es ist Jesus. Ihm können wir vertrauen."

http://www.heiliggeist-seminar.de/Papst2.htm

Position zu Ablaßhandel und Geld allgemein
Die Reichtümer der Kirche, die nicht nur im Mittelalter durch
sagen wir mal „zweifelhafte Geschäftsfelder“ angesammelt
wurden, werden bis heute gehegt und gepflegt. Sicher ist es

Ich habe mal von jemandem gehört der gefordert hat, Kunstwerke aus dem Vatikan und den Kirchen zu nehmen und zu verkaufen - womit Zusammenhänge unwiederbringlich auseinandergerissen werden würden und man niemandem einen Gefallen tun würde. Was das Geld generell angeht muss ich Dir recht geben, ein klein wenig weniger Prunk wäre hier und da angebracht - da kann ich nur empfehlen, einfach mal was von seinem Geld dem Bettler vor der Haustüre zu geben, der hat es nämlich auch tätig. Davon abgesehen engagiert sich die Kirche durchaus finanziell…

Wiedergutmachung auch an kirchenfremde Institutionen, wäre
aber der einzig ernstzunehmende Akt diesbzgl.

Und wie willst Du das bemessen? Wem was wiedergutmachen? Auf welcher Grundlage? Und wer zahlt der Kirche dann alles Wiedergutmachungen?

Diskriminierung von Frauen

Siehe dazu mein Posting „Früher war es so“ als Antwort auf „Mulier taceat“. Sorry, wenn ich das jetzt nicht nochmal alles wiederhole…

Exorzismus an psychisch Kranken
Durch sogenannte Exorzismen, die auch in der Neuzeit im
Auftrage der Kurie durchgeführt werden, werden psychisch
kranke Menschen mißhandelt und dabei gerne auch mal ums Leben.

Exorzismus wird m. W. besonders in Italien durchgeführt und ist ein Teil „Volksfrömmigkeit“ - was keine Entschuldigung für die tatsächliche Mißhandlung von psychisch Kranken ist, aber da habe ich keinerlei zuverlässige, unabhängige Quellen, mit denen ich mich dazu informieren könnte. In jedem Fall werden sie sicherlich nicht „gerne auch mal ums Leben [gebracht]“.

Siehe oben. Um in meinen Augen ernstgenommen zu werden, müsste
die Kirche also

a) sich von erheblichen Teilen ihres Reichtums trennen

Wieviel besitzt die Kirche eigentlich, Grundbesitz, Gebäude und Kunstgegenstände nicht eingerechnet?

b) das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit aufgeben,

s.o., die Unfehlbarkeit ist so dermaßen nebensächlich

c) Dutzende von vergangenen Päpsten, Kardinälen und Bischäfen
ächten und „entweihen“,

Wer sind wir, dass wir das nach Jahrhunderten machen sollten? Die Geschichte hat sich eine Meinung über sie gebildet, das ist Urteil genug.

d) recht aktuelle Entscheidungen wie die bzgl. allem rund um
den Geschlechtsverkehr komplett umstoßen und letztlich

Nö, s.o.

e) das Amt des Papstes abschaffen oder mindestens in seinem
Umfang extrem reduzieren.

Warum? Er steht als Mensch an der Spitze und wird in der Politik anerkannt und um Rat gefragt, das finde ich echt in Ordnung wenn man mal überlegt, welche Krisen da womöglich verhindert wurden.

Bis dahin halte ich jeden, der ihr entfliehen kann, für einen
Glückspilz.

Zum Glück zwingt die katholische Kirche - ganz im Gegensatz zu diversen Sekten - ihre Mitglieder nicht, dabei zu bleiben…

Siehst Du, und da das aus freiem Willen und ohne Zwang
geschieht (zumindest im Erwachsenenalter), trägt jeder
Katholik ganz persönlich die oben genannten Mißstände mit. Das
ist etwas anderes als bspw. die Diskussion über die
„Kollektivschuld des deutschen Volkes am Holocaust“, denn die
heute lebenden Generationen deutscher Bürger können nichts für
ihre Väter, sie können ihrer Abstammung nicht entfliehen und
haben sie sich nicht ausgesucht. Der Katholik als solcher hat
sich die Kirche aber ausgesucht, und er könnte sich von ihr
lösen.

Ganz ketzerisch: Ich könnte auch meine Staatsbürgerschaft abgeben, aber bitte: ich bin nicht katholisch, weil ich die Kirche so toll finde sondern ich bin katholisch, weil ich an den Einen Gott glaube und ich mich in meiner Glaubensauffassung (!) am ehesten in den Lehren der heutigen katholischen Kirche wiederfinden kann - soll ich denn eine neue Kirche gründen mit den gleichen Glaubensmeinungen, die dann aber geschichtlich unbelastet ist? Niemandem sollten die Fehler der Vergangenheit angelastet werden, auch den Katholiken nicht.

Achso, noch ein wichtiger Hinweis : Im vermeintlichen
Gegensatz zum Papst bin ich nicht unfehlbar - sollte

Ich auch nicht, wir haben also was mit dem Papst gemeinsam :smile:

So, und nu kommst Du :smile:

Mensch, Arcor freut sich über meine Telefonrechnung, wird Zeit, dass nächste Woche DSL kommt, dann kann ich auch ausführlicher begründen :wink:

So long
Christian

Hoi,

Striktes Verbot der Empfängnisverhütung

[…]

Geburten). Das bedeutet, daß es Heranwachsenden, zu deren
natürlicher Entwicklung es wohl unbestritten gehört, auch ihre
Sexualität kennenzulernen, nicht gestattet ist, Safer Sex zu
haben.

Ich habe von verschiedenen Leuten gehört, die tatsächlich erst
mit ihrem Eheprtner Sex hatten, denen geht es auch gut, aber
ich weiß, dass ist weder die Regel noch werde ich dafür
plädieren - wenngleich, wenn ich mir einige Jugendmagazine und
auch Jugendliche angucke/höre - Erfahrungen sammeln ist gut,
aber jedes Wochenende ein anderes Bett muss auch nicht sein,

Es gibt ja auch noch eine Menge dazwischen, oder? Die Aussage der Kirche ist aber eindeutig - kein Sex vor der Ehe, kein Sex ohne Fortpflanzung im Sinn, keine Empfängnisverhütung.

aber das nur am Rande. Bei allen diesen „Verboten“, die auch
noch unten folgen, handelt es sich um Empfehlungen!

Ich widerspreche.Die Worte, die die Kirche da findet sind deutlich: „Es ist nicht erlaubt!“ - ohne Spielraum! Wer zuwider handelt, handelt schlecht. Ich muß jetzt nicht wirklich Zitate suchen, oder?

die letzte Entscheidung bleibt
bei Dir, und Du musst Dich damit auseinandersetzen, ob Du es
vor Dir und vor allen Dingen vor Gott verantworten kannst, was
Du tust.

Sorry, aber im Sinne der katholischen Kirche sind mir solche Aussagen noch nicht aufgefallen.
Wenn das so wäre, könnten sie’s auch so sagen - tun sie aber nicht.

Ähm, wenn sie sich schon nicht an das „keinen Sex“ halten
glaube ich nicht, dass sie sich von „keine kondome“
beeinflussen lassen. Ich stell mir das gerade vor, im
Schlafzimmer. „Schatz, wir sind nicht verheiratet!“ - Na und,
mir egal - „Dann benutz ein Kondom“ - Nee, ich bin katholisch,
das darf ich nicht — klingt unwahrscheinlich, oder?

Nicht wirklich, wenn Du es etwas anders konstruierst. Wer durch eine streng katholische Erziehung gegangen ist, der wird an Kondome gar nicht denken, weil sie nie ein ernstzunehmendes Thema gewesen sind. So jemand wird vielleicht auch nicht an vorehelichen Sex gedacht haben - aber unverhofft kommt oft, und diese Menschen stehen dann unvorbereitet da. Es wird eher so sein, daß sie schon von dem Sex an sich überrumpelt werden, und dann mit Verhüng schlicht überfordert sind. Das ist jetzt nur von mir konstruiert, aber schlüssig, wie ich finde.

Striktes Verbot des Schwangerschaftsabbruches
Der Abbruch einer Schwangerschaft ist selbst dann strikt
verboten, wenn diese durch eine Vergewaltigung zustande kam.

In der Tat eine schwierige Position. Dass sich die Kirche
gegen Schwangerschaftsabbrüche stellt, dürfte auf der Hand
liegen, hier gilt der Schutz des ungeborenen Lebens - das
Argument „das Kind darf nicht für seinen verbrecherischen
Vater bestraft werden“ ist auch vorzubringen. Ich bin auch
prinzipiell gegen den Abbruch einer Schwangerschaft (hey, Du
bekommst an jeder Ecke Kondome und die Pille, und auch wenn es
trotz Verhütung Schwangerschaften gibt, der Großteil kommt
wegen Unvorsicht zu Stande), die Leute sollen halt aufpassen
(das gilt natürlich nicht für Vergewaltigungsopfer, bevor
jemand das hier böswillig auslegt).

Genau diese Vergewaltigungsopfer sind aber mein Hauptkritikpunkt. Sie sind das „KO“ an dem „Kriterium“. Die Ablehnung von Abtreibungen ist eine legitime Postion, auch wenn ich sie nicht teile, aber die Absolutheit ist für mich nicht tolerierbar.

Ich wage mal zu behaupten, ohne es belegen zu können, dass es
relativ wenige streng katholische Frauen gibt, die nach einer
Vergewaltigung tatsächlich schwanger geworden sind und
tatsächlich von diesem Problem betroffen waren.

Ähem, Vergewaltiger fragen üblicherweise nicht nach dem Glauben ihres Opfers.
Insofern wird der Anteil der Katholiken da nicht geringer sein als der anderer.

Wenn, wird
Gott die Frau sicherlich nicht in die ewige Verbannung
schicken, weil sie abgetrieben hat.

Ahja, sagt wer? Der Papst jedenfalls nicht. Abtreibung ist Sünde, schlecht, abzulehnen. Punkt.

Position zu den Kreuzzügen
Meines Wissens wurden die für die Greuel der Kreuzzüge
verantwortlichen Päpste und Kurien in keiner Weise geächtet.

Au ja, lass uns mal wieder im Mittelalter kramen.

Nicht nötig. Wie ich im weiteren dargelegt habe, zieht sich solches Verhalten ohne Unterbrechung durch alle Zeiten bis ins Jetzt. Es ist nicht ein „uralter Fehler“, sondern Programm.

Position zum Nazi-Regime
Hierzu ein bißchen ausführlicher, gilt aber prinzipiell auch
für o.g.: Papst Johannes Paul II. hat ja in 2000 ein
„öffentliches Schuldbekenntnis“ abgegeben. Man könnte nun
meinen „alles klar, Position klar, Thema durch.“. Wenn man
sich die Rede allerdings mal durchliest, fällt einem auf, daß
es sich keineswegs um ein Schuldbekenntnis handelt, sondern
nur um seichtes Gewäsch. Es ist an keiner Stelle die Rede von

Ich habe irgendwo in diesem Thread schon mal einen Link auf
jenes Gebet gelegt - und ich finde es erstaunlich offen. Aber
Du wirst doch nicht erwarten, dass wirklich jeder einzelne
Fehler im Detail aufgeführt wird?

Nein. Ich erwarte, daß die Kirche als Institution Verantwortung übernimmt, und das geschehene Unrecht nicht als Taten einzelner abtut. Ich erwarte, daß die, die für diese Untaten verantwortlich(!) waren, nicht verehrt werden (bis heute!), sondern das auch eingeräumt wird, daß sogar Päpste an Verbrechen beteiligt waren. Und zwar genau so deutlich, nicht wischiwaschi „Herr, ein paar Deiner Kinder haben gefehlt“, nein, „Herr, manche Deiner Stellvertreter auf Erden, die höchsten Ämter, haben schwer gesündigt, und allzu viele sind ihnen gefolgt.“.

ich finde, das reicht.

Mir nicht. In meinen Augen ist es eine Schande und blanker Hohn. Wieso hat Johannes Paul II. selbst, also nicht irgendjemand im Mittelalter, Leute selig gesprochen, die an Massenmorden beteiligt waren? Da gibt’s keine Diskussion!

noch ein kurzer Nebengedanke: Der aktuelle Papst ist Pole -
und steht damit nicht unbedingt in dem Verdacht, den
Nationalsozialismus und das, was damit zusammenhängt,
besonders unkritisch zu sehen.

Siehe oben. Ich widerspreche.

einer Verantwortung der Kirche als Institution, stets nur von
„Verfehlungen Einzelner“ (Hallo? Unter diesen „Einzelnen“ ist

Die „Institution“ besteht aus Einzelnen! Du kannst doch nicht
immer allen Mitgliedern alles vorwerfen.

DIe Führer einer Institution handeln verantwortlich für alle Mitglieder, und die Mitglieder tragen die Aktion ihrer Führer mit. Da gibt es keine Rechtfertigung, und es sind eben keine Einzelfälle, keine Verfehlungen einzelner, es sind Vorgänge, die durch die ganzen Strukturen der Kirche hindurchgingen und von jedem Glied der „Hierarchiekette“ mitgetragen wurde. Das gilt in besonderem Maße für Institutionen, denen man eben frewillig angehört.

ein von ebenjenem John Paul II seliggesprochener Papst!). Es
wird an keiner Stelle an der „göttlichen Unfehlbarkeit“ der
vielen, vielen Päpste, die für all diese Untaten
verantwortlich waren, gerüttelt. So lange genau diese Päpste

Okok, nochmal, auch wenn ich mich in dieser Woche wiederhole:
Alle diese Päpste waren/sind Menschen, fehlbare Menschen,
Menschen, die nicht alles richtig machen und bei denen NICHT
alle Aktionen richtig sind. Es sind ganz normale Menschen, die
ein Amt innehaben. Seit 1870 hat es genau eine (!) ex-cathedra
Entscheidung gegeben, also eine unfehlbare Glaubenslehre -
1950 wurde die Leibliche Aufnahme Mariens als Dogma verkündet.
Sonst nichts… Die Unfehlbarkeit wird so gerne als Argument
angeführt, aber fast keiner hat sich damit beschäftigt - das
Argument ist nämlich mehr als wackelig.

Ok, auch von mir nochmal: Wieso wurden Verbrecher selig gesprochen? Wieso werden die Verbrecher der Vergangenheit verhert - heute! - und nicht geächtet? Wieso wird nicht unmißverständlich gesagt „Sie haben FALSCH gehandelt. Sie haben GESÜNDIGT.“?

Wieso wurde jemand wie Pius IX. heilig gesprochen?
Wieso wird daran nicht gerüttelt?

Ich habe mal von jemandem gehört der gefordert hat, Kunstwerke
aus dem Vatikan und den Kirchen zu nehmen und zu verkaufen -
womit Zusammenhänge unwiederbringlich auseinandergerissen
werden würden und man niemandem einen Gefallen tun würde.

Ich glaube, man könnte damit vielen einen Gefallen tun… Anyway.
Es gibt ja nicht nur Kunstwerke.

das Geld generell angeht muss ich Dir recht geben, ein klein
wenig weniger Prunk wäre hier und da angebracht - da kann ich
nur empfehlen, einfach mal was von seinem Geld dem Bettler vor
der Haustüre zu geben, der hat es nämlich auch tätig. Davon
abgesehen engagiert sich die Kirche durchaus finanziell…

Ja, in ihren eigenen Organisationen. Ich rede aber davon, denen etwas zurückzugeben, denen man auch etwas geraubt hat und nicht nur intern hin- un herzuschieben.

Wiedergutmachung auch an kirchenfremde Institutionen, wäre
aber der einzig ernstzunehmende Akt diesbzgl.

Und wie willst Du das bemessen? Wem was wiedergutmachen? Auf
welcher Grundlage? Und wer zahlt der Kirche dann alles
Wiedergutmachungen?

Wieso sollte jemand der Kirche zahlen? Wie ich das bemessen wollte?
Soviel abdrücken wie irgend möglich. An neutrale Organisationen vor Ort, und an internationale Organisationen wie AI bspw.

Diskriminierung von Frauen

Siehe dazu mein Posting „Früher war es so“ als Antwort auf
„Mulier taceat“. Sorry, wenn ich das jetzt nicht nochmal alles
wiederhole…

Oh, der Frau wird hier und da die Laienpredigt erlaubt, super. Für die Katz ist das. Echte Gleichberechtigung muß her, sonst nix. Mit welchem Recht wird auch heute noch der Frau an sich offiziöserseits verweigert, höhere Ämter zu übernehmen? Es bleibt Diskriminierung. Heute.

Exorzismus an psychisch Kranken
Durch sogenannte Exorzismen, die auch in der Neuzeit im
Auftrage der Kurie durchgeführt werden, werden psychisch
kranke Menschen mißhandelt und dabei gerne auch mal ums Leben.

Exorzismus wird m. W. besonders in Italien durchgeführt und
ist ein Teil „Volksfrömmigkeit“

Schieb’s nicht auf das Volk, er wird von der Kirche durchgeführt, mit ausdrücklichem Auftrag durch sämtliche Führungsgremien. Damit hat es nicht mit „Volksfrömmigkeit“ zu tun, sondern ist auch hier Programm.

  • was keine Entschuldigung für
    die tatsächliche Mißhandlung von psychisch Kranken ist, aber
    da habe ich keinerlei zuverlässige, unabhängige Quellen, mit
    denen ich mich dazu informieren könnte. In jedem Fall werden
    sie sicherlich nicht „gerne auch mal ums Leben [gebracht]“.

Behauptest Du. Ich bezweifle das. Alas, ich war nie dabei. Ich vergaß übrigens ein „kommen“ - „kommen dabei auch gerne mal ums Leben“.

Siehe oben. Um in meinen Augen ernstgenommen zu werden, müsste
die Kirche also

a) sich von erheblichen Teilen ihres Reichtums trennen

Wieviel besitzt die Kirche eigentlich, Grundbesitz, Gebäude
und Kunstgegenstände nicht eingerechnet?

Oh, den Grundbesitz muß man schon hinzurechnen - Gebäude und Kunstwerke lassen sich evtl. schwer „flüssig“ machen, aber Grundstücke allemal. Es gibt ein Buch zu dem Thema (Carsten Frerk, Finanzen und Vermögen der Kirchen, Aschaffenburg 2002 ISBN: 3932710398 Buch anschauen) - auf Deutschland beschränkt, aber sicher erleuchtend.

c) Dutzende von vergangenen Päpsten, Kardinälen und Bischäfen
ächten und „entweihen“,

Wer sind wir, dass wir das nach Jahrhunderten machen sollten?

Jene, die aus der Vergangenheit gelernt haben. Davon ab fande fast alle der von mir aufgezählten Untaten in den letzten 150 Jahren statt - nicht „vor Jahrhunderten“.

Die Geschichte hat sich eine Meinung über sie gebildet, das
ist Urteil genug.

Ist es eben nicht. Denn solang diese Meinung von der Kirche von heute ignoriert wird, macht sie sich jeden Tag auf’s neue schuldig.

Zum Glück zwingt die katholische Kirche - ganz im Gegensatz zu
diversen Sekten - ihre Mitglieder nicht, dabei zu bleiben…

Das ist soweit erstmal korrekt. Dennoch dürfte auch Dir klar sein, daß die Zahl ihrer Mitglieder in überwältigendem Maße nicht durch freie Überzeugung jener welcher zustande kommt, sondern durch familiäre Prägung.

Ganz ketzerisch: Ich könnte auch meine Staatsbürgerschaft
abgeben

Sicher, mit großem Aufwand könntest Du das. Aber nie Deine Herkunft.

aber bitte: ich bin nicht katholisch, weil ich die
Kirche so toll finde sondern ich bin katholisch, weil ich an
den Einen Gott glaube und ich mich in meiner
Glaubensauffassung (!) am ehesten in den Lehren der heutigen
katholischen Kirche wiederfinden kann - soll ich denn eine
neue Kirche gründen mit den gleichen Glaubensmeinungen, die
dann aber geschichtlich unbelastet ist?

Wozu eine Kirche? Glaube hat mit Kirche erstmal nichts zu tun.
Glaube ist eine persönliche Angelegenheit, schon prinzipbedingt.
Für den Glauben braucht es weder Priester noch Kurie oder Papst.
Es braucht nur DICH.

Dein Glaube hat also mit der Kirchenzugehörigkeit erstmal nix zu tun.
Gerade gestern gehört, zufällig in einem Geschäft (Verkäuferin über einen Kollegen): „Nur weil er Katholik ist, muß er doch nicht wissen, daß morgen Karfreitag ist und was das bedeutet…“ - er wusste es auch nicht. Sofern Du bewusst Katholik bist, drückt dies zwar auch einen gewissen Glauben aus, in erster Linie jedoch Konformität mit den Handlungen einer Gruppe, einer Institution, und auch mit den Taten und Entscheidungen ihrer Führer. Das diese - und nicht nur als einzelne, sondern wieder durch die ganze Hierarchie hindurch - Angriffe auf ihre Vorgänger zurückweist, abschwächt und deren Untaten ignoriert oder leugnet, macht sie sich diese jeden Tag auf’s neue zueigen. Es braucht klare und deutliche Ansagen, genau die, die man auch von vielen Moslems fordert, wenn es um dem Jihad geht, die man von den Deutschen fordert, wenn es um die Nazizeit geht, von den Amis, wenn es um die Indianer geht etc. pp. Nicht die Aussage „Wir tragen auch heute Schuld“, sondern die Aussage „Verdammt, die haben richtig großen Mist gebaut damals. Wir waren nicht dabei, und könnens nicht rückgängig machen, aber es war Mist und nicht gerechtfertigt.“ Und diese Aussage kommt bis heute nicht.

Du wirst auch kaum erleben, daß ich hier allzu sehr gegen die Christen als solche wettere - solang ein Christ sich für sich durch seinen Glauben definiert - bitte sehr. Der hat seinen Jesus, ich hab meine Ursuppe, alles kein Problem.

Niemandem sollten die
Fehler der Vergangenheit angelastet werden, auch den
Katholiken nicht.

Es sind die Fehler von heute. Denk mal an die Verbreitung von HIV in Afrika (Safer Sex ist päpstlicherseits als falsch deklariert), denk an das Problem der Überbevölkerung (Geburtenkontrolle - durch die Betroffenen selbst! - ist päpstlicherseits als falsch deklariert)… ad infinitum.

Mensch, Arcor freut sich über meine Telefonrechnung, wird
Zeit, dass nächste Woche DSL kommt, dann kann ich auch
ausführlicher begründen :wink:

Der Herr wird’s Dir vergüten, nehme ich an. Ich sitz derweil in der Hölle und schlürfe Cocktails *gg*

Gruß,

Malte (nur ein temporär aus der Suppe triefender Sabbertropfen und trotzdem einzigartig und unvergänglich)

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