An Gläubige

Hallo.

Diese Frage richtitet sich an ernsthafte Anhänger ihrer jeweiligen Religion, unabhänigig davon welche:

Ist es euch lieber, wenn jemand überhaupt keinen Glauben hat oder wenn jemand einen anderen Glauben hat, der euerm widerspricht?

Also wenn ihr z. B. Christen seid, sind euch dann Atheisten lieber, die keinen Glauben haben, aber auch keinen der euerm widerspricht, oder z. b. Heiden, die zwar auch einen Glauben haben, der aber mit euerm eigenen nicht vereinbar ist?

Gegenfrage

sind euch dann Atheisten
lieber, die keinen Glauben haben

Haben die Atheisten denn keinen Glauben?

Bernhard

sind euch dann Atheisten
lieber, die keinen Glauben haben

Haben die Atheisten denn keinen Glauben?

Nein. (Zumindest glauben sie das…)

:wink:
Wolfgang

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Also wenn ihr z. B. Christen seid, sind euch dann Atheisten
lieber, die keinen Glauben haben, aber auch keinen der euerm
widerspricht, oder z. b. Heiden, die zwar auch einen Glauben
haben, der aber mit euerm eigenen nicht vereinbar ist?

Es ist leider so, daß Religionsangehörige immer oder meißt, eine Art Sendungsbewußtsein an den Tag legen, wenn sie mit anderen Mitgliedern einer fremden Religion zusammentreffen oder besonders mit Atheisten. (Siehe die Zeugen Jehovas).
Besonders die Christen wollen immer missionieren. Gelinde gesagt, sind mir solche Menschen unerträglich. Da sympathisiere ich eher mit den Atheisten. Sie sind durch keine Art von Dogmen beschränkt und im allgmeinen offener für alles Neue.
Ich selbst gehöre keiner Religion an. Bin aber deshalb kein Atheist.

mfg
rolf

Hallo,

Ich bin zwar nicht „gläubig“, aber ich möchte doch etwas dazu sagen:

Also wenn ihr z. B. Christen seid, sind euch dann Atheisten
lieber, die keinen Glauben haben, aber auch keinen der euerm
widerspricht, oder z. b. Heiden, die zwar auch einen Glauben
haben, der aber mit euerm eigenen nicht vereinbar ist?

Atheisten haben ja sehr wohl einen Glauben, sie glauben nämlich, dass es keinen Gott gibt. Das können Sie aber nicht beweisen, daher „glauben“ sie lediglich daran.
„Heide“ ist ein schreckliches Wort, etwa gleichzusetzen mit „Nigger“ oder „Rassenschande“, das von der christlichen Kirche erfunden wurde, um alle anderen Religionen zu diskreditieren und unter einen Hut zu packen.

Grüße,

Anwar

Hallo.

Also wenn ihr z. B. Christen seid, sind euch dann Atheisten
lieber, die keinen Glauben haben, aber auch keinen der euerm
widerspricht, oder z. b. Heiden, die zwar auch einen Glauben
haben, der aber mit euerm eigenen nicht vereinbar ist?

Auch Atheismus ist mit dem christlichen Glauben „nicht vereinbar“.

Der christliche Glauben basiert grundsätzlich auf der Aussage Jesu: „Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ (Joh.14,6)

Will also jemand in den „Himmel“ kommen, so geht das nur durch den Glauben an Jesus Christus.
Oder wie der weise König Salomo es sagte: „Manchem scheint ein Weg recht, aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.“ (Sprüche 14,12)

Leider vergessen viele gläubige Christen, dass Jesus die Freiwilligkeit an erste Stelle gestellt hat. „Und welcher Ort euch nicht aufnehmen und wo man euch nicht anhören wird, von dort geht hinaus und schüttelt den Staub ab, der unter euren Füssen ist, ihnen zum Zeugnis.“ (Mark.6,11)

Also wenn Du mich fragst, wer mir lieber ist, muss ich sagen: „der, der ganz klar sagt, was er glaubt (oder nicht glaubt).“

Gruss Harald

Hoi,

„Heide“ ist ein schreckliches Wort, etwa gleichzusetzen mit
„Nigger“ oder „Rassenschande“, das von der christlichen Kirche
erfunden wurde, um alle anderen Religionen zu diskreditieren
und unter einen Hut zu packen.

Das kann man so nicht sagen. Zu den verschiedenen Bedeutungen siehe auch hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Heidentum Es gibt jedenfalls Heiden, die sich inbrünstig selbst so nennen.

Gruß,

Malte.

Hallo Malte,

„Heide“ ist ein schreckliches Wort, etwa gleichzusetzen mit
„Nigger“ oder „Rassenschande“, das von der christlichen Kirche
erfunden wurde, um alle anderen Religionen zu diskreditieren
und unter einen Hut zu packen.

Das kann man so nicht sagen. Zu den verschiedenen Bedeutungen
siehe auch hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Heidentum.

Da steht ja genau das, was ich gesagt habe. Es ist ein von Christen erfundenes (abgeleitetes Wort), zur Defamierung der anderen Religionen.

Es
gibt jedenfalls Heiden, die sich inbrünstig selbst so nennen.

Ja, die gibt es leider. Besser wäre hier jedoch die jeweils korrekte Bezeichnung des jeweiligen Glaubens zu wählen.

Grüße,

Anwar

Atheisten, Skeptizisten, etc.
Hallo,

Ich weiß, dass es alle mögliche Bezeichnungen für Leute ohne Glauben gibt.

Atheisten haben ja sehr wohl einen Glauben, sie glauben
nämlich, dass es keinen Gott gibt. Das können Sie aber nicht
beweisen, daher „glauben“ sie lediglich daran.

In der Fragestellung waren wohl Atheisten (vermutlich der Einfachheit halber) mit Leuten ohne Glauben gleichgesetzt. Mag sein, dass der eigentliche Begriff „Atheist“ enger gefasst ist. Aber wie würdest Du folgende Einstellung bezeichnen:

"Ich weiß zwar nicht, wer die Welt erschaffen hat, aber ich kann mir sowieso nicht vorstellen, dass irgendjemand darüber etwas wissen könnte. Falls es Gott war, wäre sowieso die nächste Frage, wer denn Gott erschaffen hat. Insofern erklärt sich damit nichts. Also ist es egal. Ob es ein Leben nach dem Tod gibt, ist sicher eine interessante Frage, aber die Lösung werden wir frühestens nach dem Tod finden (wenn überhaupt). Warum sich also vorher Möglichkeiten überlegen, über die man sowieso nicht entscheiden kann? (Paradies, Hölle, Wiedergeburt, Nirwana, Nichts - wer kann das schon wissen?)

Die 5 Weltreligionen sind untereinander derart unterschiedlich, dass nicht mehr als eine davon richtig sein kann (wenn überhaupt). Selbst dann, wenn ich wüsste, dass eine davon richtig ist, wäre es unmöglich, sie aus den 4 falschen herauszufinden. Alle begründen sich auf angebliche Augenzeugen wunderbarer Ereignisse. Allerdings gibt es auch heute noch immer wieder Berichte von Wunderheilungen und Blut weinenden Madonnen. Vermutlich sind all diese Berichte falsch. Warum aber sollten dann ausgerechnet die Berichte aus biblischen Zeiten richtig sein? Etc., etc."

Das ist nicht direkt Atheismus. Es ist Unglauben, ohne aber wieder einen neuen Glauben zu begründen. Es ist nicht der Glaube, dass es keinen Gott gibt, sondern ein großes Desinteresse, sich mit nicht entscheidbaren Fragen überhaupt abzugeben. Aber wie nennt man das dann?

Mit vielen Grüßen, Walkuerax

Agnostiker und Unreligiöse
Hallo,

ist. Aber wie würdest Du folgende Einstellung bezeichnen:

Das ist nicht direkt Atheismus. Es ist Unglauben, ohne aber
wieder einen neuen Glauben zu begründen. Es ist nicht der
Glaube, dass es keinen Gott gibt, sondern ein großes
Desinteresse, sich mit nicht entscheidbaren Fragen überhaupt
abzugeben. Aber wie nennt man das dann?

Je nachdem, wie ausgeprägt das Desinteresse ist, würde man diese Einstellung entweder als „agnostisch“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostik) oder als „unreligiös“ bezeichnen.

Grüße,

Anwar

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Vielen Dank! (o.T.)
.

Hallo Rolf

Oh kenne betreffend des missionierens einen praktischen ähnlichen Fall.
Mir hat mal jemanden immer wieder mit mir das Gespräch aufnehmen wollen, immer wieder während einer interessanten verlosung mich stören wollen, als ich schlussendlich darauf einging, habe ich festgestellt, dass mein Glückslos am Boden lag, mit dem ich einen Hauptgewinn gewonnen habe.
Der missionarische hinweis auf mein Glückslos war unangenehm, hätte er mich deshalb nicht stören sollen???

Gruss
Beat

Hallo.

Zuerst einmal, Glauben und Religion sind nicht dasselbe. Christ sein hat mit Glauben an Jesus Christus zu tun, Protestantismus oder Katholizismus ist eine Religion, welche sich durch tradizionelle Sachen wie Riten auszeichnet und mit einer Mitgliedschaft bestimmt wird. Man kann also sogar religiös sein, ohne einen entsprechenden Glauben zu haben.

Ich Mag grundsätzlich den Mensch und nicht was er glaubt. Selbstverständlich macht aber der Glauben viel eines Menschen aus (wenn er echt und tief ist). In diesem Sinne fühle ich mich tendenziell ungewollt mit Andersglaubende, die an eine höhere macht glauben, eher angezogen als an solche, die an keine höhere Macht glauben

Gruss
Beat

ok ernsthaft… hrrrmmmm… aber macht ja nix, ich extrapoliere einfach mal:

X ist der meinung, R ist eine wahre religiöse aussage. dann gibt es Y, der der meinung ist, nicht-R ist die wahrheit und R ist deshalb notwendig falsch, und es gibt den Z, der von alldem nichts wissen will. also gehe ich mal davon aus, daß dem X der Z sympathischer sein muß als der Y, der für den X als verdreher der wahrheit und als potentielle gefahr für sein weltbild daherkommen muß.

gruß
datafox

Atheisten haben ja sehr wohl einen Glauben, sie glauben
nämlich, dass es keinen Gott gibt.

der starke atheist meint, daß es keinen gott gibt.
der schwache atheist meint, daß es keinen grund gibt, einen gott anzunehmen.

das ist NICHT dasselbe. und letzteres ist auch nicht mit agnostizismus identisch. der agnostiker meint, daß diese frage nicht einmal einen sinn ergibt und deswegen unbeantwortbar ist.

gruß
datafox

So nicht!
Hallo,

X ist der meinung, R ist eine wahre religiöse aussage. dann
gibt es Y, der der meinung ist, nicht-R ist die wahrheit und R
ist deshalb notwendig falsch, und es gibt den Z, der von
alldem nichts wissen will.

So verhalten sich ja Religionen kaum zueinander. Die meisten stimmen in vielen Dingen überein, unterscheiden sich aber in den Feinheiten. Analog könnte man vielleicht sagen:
X meint R=>G (aus R folgt G))
Y meint RG (R ist äquivalent zu G)
Z macht keine Aussage

X und Y Aussagen unterscheiden sich fast nicht. Lediglich ist X der Meinung „der Zweck heiligt die Mittel“, Y nicht (Analog: Bei Xs Aussage kann aus etwas Falschem kann etwas Richtiges folgen, bei Y nicht).
Wer wäre jetzt „bessere“ Partner für X?

Grüße,

Anwar

Der missionarische hinweis auf mein Glückslos war unangenehm,
hätte er mich deshalb nicht stören sollen???

du setzt voraus daß das los gewinnt. bei einer missionierung bzw. werbung geht es aber genau um diesen punkt: jemandem weiszumachen daß das los gewinnen wird! „das los wird gewinnen weil es gewinnen wird“ ist aber keine begründung!

gruß
datafox

Hallo Data,

der starke atheist meint, daß es keinen gott gibt.
der schwache atheist meint, daß es keinen grund gibt, einen
gott anzunehmen.

Wobei der negative (aka schwache) Atheismus IMO schon fast nicht mehr vom Agnostizismus bzw. der Unreligiösität unterschieden werden kann. Man kann darüber diskutieren und vielleicht nennt sich der eine oder andere lieber Atheist, aber die praktischen Unterschiede sind minimal.

das ist NICHT dasselbe. und letzteres ist auch nicht mit
agnostizismus identisch. der agnostiker meint, daß diese frage
nicht einmal einen sinn ergibt und deswegen unbeantwortbar
ist.

Nein, der Agnostiker meint, diese Frage sei unbeantwortbar. Einen Sinn ergibt sie natürlich schon.

Grüße,

Anwar

So verhalten sich ja Religionen kaum zueinander.

wenn man die unterschiede auf den punkt bringt, läuft es sich immer drauf hinaus, daß das eine das andere logisch ausschließt. wenn das nicht so wäre, dann gäbe es nur eine religion :wink: beispiel: ENTWEDER die maria ist als heilige anzubeten oder eben nicht (das ist unterschied zwischen christlichen strömungen). entweder mohammed war ein prophet oder nicht. entweder jesus ist der messias oder nicht. es kann nicht beides wahr sein.

Die meisten
stimmen in vielen Dingen überein, unterscheiden sich aber in
den Feinheiten. Analog könnte man vielleicht sagen:
X meint R=>G (aus R folgt G))
Y meint RG (R ist äquivalent zu G)
Z macht keine Aussage

dann füllen wir das mit inhalten?

X meint:

„wer an ABC glaubt kommt in den himmel“

Y meint:

„NUR wer an ABC glaubt kommt in den himmel“
d.h. es gibt gar keinen anderen sicheren weg in den himmel bzw. alle die im himmel sind, glauben auch an ABC. alternative wege wie zb. „ich bin rundum guter mitmensch glaube aber nicht an ABC“ sind also keine wege in den himmel.

das ist ein riesiger unterschied zwischen diesen beiden religionen.

X und Y Aussagen unterscheiden sich fast nicht.

die unterscheiden sind sogar sehr stark!

gruß
datafox

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Schneeballsystem
Hallo,

Der missionarische hinweis auf mein Glückslos war unangenehm,
hätte er mich deshalb nicht stören sollen???

du setzt voraus daß das los gewinnt. bei einer missionierung
bzw. werbung geht es aber genau um diesen punkt: jemandem
weiszumachen daß das los gewinnen wird! „das los wird gewinnen
weil es gewinnen wird“ ist aber keine begründung!

Missionierende Religionen folgen dem einfachen Schneeballsystem (aka Multi-Level-Marketing). Der Gewinn ist garantiert, solange sich neue Konvertiten finden lassen.

Grüße,

Anwar