umso älter ich werde, ich mag zwar gerne ins Bett gehen, habe aber Angst vor Gedanken im Bett. Es überfallen mich sehr viele Gedanken, die nicht schön sind, die ich auch mit dem Verstand abwimmeln kann, die aber da sind. Angst vor dem Sterben, Angst, dass mein Mann mich durch Tod verlässt, dass ich krank werde usw.
Warum ist das so ??
ich denke, das ist abhängig vom Ausmaß…
Bis zu einem gewissen Grad ist es sicher normal, sich mit zunehmendem Alter auch mehr Gedanken und Sorgen zu machen. Wenn das aber ausartet - und wenn Du schon Angst vor dem Insbettgehen hast deswegen, erscheint mir die Grenze da überschritten - dann könntest Du vielleicht über ein Gespräch beim Psychologen nachdenken.
Nächtliche Grübelattacken sind nämlich durchaus auch Ausdruck von Depression, und dagegen kann und sollte man schon etwas unternehmen!
Ruhige Nächte wünscht
L. Weipert
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dass deine gedanken beim ins-bett-gehen auftreten ist wahrscheinlich mit der entspannungssituation in verbindung zu bringen.
angst vor unangenehmen gedanken ist ein weit verbreitetes phänomen und erlebt fast jeder mal im leben. eine ursachensuche kann ins endlose ausufern, irgendwie bist du jedenfalls auf ein paar gedanken „hängengeblieben“, die sich einfressen.
was kannst du tun?
abladen. suche dir einen freund und sprich alles mal aus, vergiss keinen gedanken, alles äußern, allein das darüber reden hilft enorm viel, damit das alles kein geheimnis wird, was die gedankenspirale noch weiter vertieft. sind deine gedanken aber sehr abwegig oder skuril (so dass auch ein freund vor dir eher zurückschrecken würde), lade bei einem psychotherapeuten ab, da kannst du ohne bürokratischen hickhack einfach 5 stunden nehmen.
dagegenarbeiten. schreibe deine gedanken auf und stelle ihnen entsprechende entkräftungen und gegengedanken gegenüber. lege unters kopfkissen einen „kraftstein“ oder irgendein anderes objekt der hilfe und der positiven erinnerungskraft an diese gedanken.
dir die gedanken erlauben und sie positiv besetzen. das aufkommen von gedanken kann man nur sehr schwer beeinflussen, daher ist das „oh schon wieder diese gedanken, das soll aber nicht sein“ eher hinderlich. denke besser: oh, wie nett, mal wieder kreative abwegigkeiten, wie lustig, das darf ruhig sein!"
vor dem Einschlafen kommt oft das auf uns zu, was wir den ganzen Tag gut abwimmeln können. Das schadet zunächst nicht, schließlich will die Arbeit ja auch getan werden. Und wenn solche Ängste vorhanden sind, müssen sie halt auch mal raus.
Bedenklich wird es, wenn Du entweder nicht mehr ausreichend schläfst oder an nichts anderes mehr denken kannst. Vielleicht hilft schon, erstmal den Tag Revue passieren zu lassen - was ist vorgefallen, was hätte anders laufen können, was liegt morgen an. Der Blick auf das, was die Zukunft verlangt, verstellt ein wenig die Sicht auf das Unabänderliche, dem wir eh nicht entrinnen.
Wenn ich ins Grübeln gerate, mache ich Autogenes Training nach Schulz, das ist sehr einfach durchzuführen und bringt mich zur Ruhe.