Angst vorm Tod

Hallo Ihr…

Kind (6) hat seit längerer Zeit panische Angst vorm Tod. Es wurden noch keine Erfahrungen gemacht bzw ist keiner gestorben, Kind spricht phasenweise unvermittelt die Ängste aus und weint teilweise dazu -leicht/kurz bis stark/länger. Das geht wie gesagt schon länger (bestimmt schon über ein Jahr) so, mit längeren, mal kürzeren Pausen, z.Zt. ist es wieder schlimm. Man kann ihm die Angst scheinbar nicht nehmen, es wurde schon genug drüber geredet. Woran kanns liegen? Wie kommt ein Kind zu solcher Angst, sich überhaupt mit so einem Thema so intensiv zu beschäftigen?

Fragen/Aussagen die da kommen sind z.Zt. folgende:
Vielleicht lebe ich nicht mehr lange.
Wenn man tot ist, ist man wirklich richtig tot. Ich will aber nicht sterben.
Ich hab solche Angst vorm Sterben.
Wenn ich groß bin, dauerts dann nicht mehr lange bis du stirbst?
Kommen wir zusammen in einen Sarg oder in verschiedene Särge?

Alles wurde beantwortet, aber es scheint irgendwie nicht richtig anzukommen oder nicht in Ruhe zu lassen. Ich habe bis jetzt nicht herausbekommen können, woher die Angst und die Fragen kommen und ich bin nicht gläubig und vermittel auch selbst keine Angst vorm Tod.
Wie kann man das Thema mit dem Kind ein für alle mal klären? Ist das ein Einzelfall oder kann das im Kindsalter vorkommen (normal?) und legt sich irgendwann (wann?) wieder?

LG
Tiger

Hallo Tiger,

ich kann mich noch sehr gut an die Phase in meiner Kindheit erinnern, nachdem ich zum ersten mal vom Tod gehört hatte, da hatte ich auch eine sehr lange Zeit sehr große Angst davor.

Ich fragte mich nächtelang, wie es wohl genau ist, tot zu sein, ich überlegte mir, ob es wie Schlafen ist oder wie man das merkt, usw., hatte Angst, nicht mehr weiter zu atmen, weil das dann wohl das Zeichen wäre, tot zu sein und und und…

Die meiste Angst aber hatte ich davor, dass mein Vater sterben könnte, dass er einfach eines Tages nicht mehr da sein könnte, eben tot. In dieser Phase quälten mich monatelang ganz schlimme Albträume, in denen mein Vati tot war und ich bekam so viel Angst, dass ich keine Nacht mehr schlafen wollte, überhaupt nachts furchtbare Angst hatte und meine Eltern mich nicht mehr zuhause allein lassen konnten, weil ich immer Panik bekam, sie könnten sterben und ich würde alleine zuhause sein…

Aus heutiger Sicht denke ich, dass mich damals in allererster Linie eine schlimme Verlustangst plagte. Die Vorstellung, von meinem geliebten Vater einfach so getrennt zu werden, also von der Bezugsperson eines Kindes, ich denke, damit sind einige, vielleicht sehr sensible Kinder, einfach überfordert.

Du schreibst, Du weisst nicht, was diese Angst bei Deinem Kind ausgelöst hat, aber an irgend einer Stelle muss es ja davon erfahren haben, dass es den Tod gibt? Überleg’einfach nochmal, vielleicht hat es mal Erwachsenen dabei zugehört, wie sie sich untehalten haben oder vielleicht haben es andere Kinder in der KiTa erzählt? Hat es vielleicht aus Versehen mal im TV was gesehen, was es nicht hätte sehen sollen? Das war bei mir damals der Auslöser… Oder es sind Fetzen von Erinnerungen an das vorige Leben, aber das wäre an anderer Stelle zu diskutieren.

Geh’einfach immer wieder gut auf Dein Kind ein und versuche, ihm die Angst zu nehmen indem Du z.B. versprichst, dass Ihr (die Eltern) nichr sterben werdet (das hat mir etwas geholfen, als mein Vater das versprochen hatte), auch wenn’s nicht wirklich wahr ist, aber es ist nur eine Notlüge und vielleicht beruhigt sich Euer Stift dann mit der Zeit?

Falls alles nichts hilft, solltet Ihr vielleicht dann auch mal den Kinderarzt fragen, ob da ggf. eine Therapiemaßnahme angebracht wäre.

Alles Gute und liebe Grüsse

Icequeen

Hi Tiger,

ich selbst wurde als Kind zwar immer wieder in die Kirche gejagt… sooo religiös wurde ich dabei aber auch nicht.
Es gibt einen Gott und es gibt noch was nach dem Tod.
Also das, an das fast alle Menschen glauben… mehr ist nicht davon hängen geblieben.

Bei „meinen Kleinen“ tauchte die Frage auch hin und wieder auf… manchmal sogar heute noch (Jüngste jetzt 12 geworden)…

Wenn Notlügen und Versprechen nicht helfen, sollte es mal wirklich mit Religion probieren.
Wir schickten „unsere“ übrigens nie in die Kirche. Religion ist also nie ein Thema gewesen… in dieser Frage hat sie aber helfen können.

Beistand kann dabei jeder Pfarrer/Pastor/Seelsorger geben.
Wenn die sonst von nichts ne Ahnung haben… der Tod ist (leider) ihr Beruf. Sie haben deshalb auch Erfahrung mit den Ängsten und wissen in dieser Hinsicht oft mehr als andere und können helfen.
Welche Berufsgruppe muss denn sonst schon die Angst vor dem Tode so oft nehmen… und das bei allen Altersgruppen ?

Auch Erwachsene kommt diese Angst, spätestens wenn es so weit ist, an.
Dann möchte man doch tröstende Worte hören, die einem den Übergang verständlich oder einfacher machen.

Ich meine, dieses (seit Jahrhunderten erprobte Verfahren) ist besser als das Kind (ach wie modern) zum Psychiater zu schicken und dann evtl. jahrelange Therapien und Psychosen in Kauf zu nehmen.
Nicht dass das Kind DADURCH dann nen Knacks weg bekommt.

Gruß
BJ

Hallo

Fragen/Aussagen die da kommen sind z.Zt. folgende:
Vielleicht lebe ich nicht mehr lange.
Wenn man tot ist, ist man wirklich richtig tot. …
Wenn ich groß bin, dauerts dann nicht mehr lange bis du
stirbst?
Kommen wir zusammen in einen Sarg oder in verschiedene Särge?

Alles wurde beantwortet, …

Wenn du diese Fragen einfach so beantwortest, wie man sie heute als nicht-religiöser Mensch ehrlicherweise beantworten kann, dann lösen sie natürlich Ängste aus. Das weiß ich jetzt natürlich nicht, was du ihm gesagt hast.

Viele Grüße
Simsy

Hallo FantasTiger!
Wie Icequeen schon gesagt hat: Kinder schnappen unweigerlich solche Themen auf. Im Kiga, in der Schule, vielleicht gab es im Freundeskreis des Kleinen einen Todesfall. Sei es Haustier oder Mensch- das Kind überträgt dieses Thema natürlich auf sich und seine Umgebung. Und was gibt es für ein Kind Beängstigenderes, als einen geliebten Menschen zu verlieren.
Ich hatte als Kind auch eine lange Phase, in der ich oft geweint habe weil ich Angst davor hatte, dass meine Eltern sterben oder mein Kaninchen. Dazu kam noch die Geschichte mit Bambi, der seine Mutter verloren hat… Immer wieder habe ich mir diese Schallplatte angehört und war anschließend immer wieder völlig aufgelöst.
Meine Mutter versuchte mich zu trösten, indem sie zu Bedenken gab, dass es noch viele Jahre dauern kann, bis sie sterben. Ich sollte mir nicht jeden Tag so düstere Gedanken machen und mir damit schon vorher die Zeit schwer machen.
Daran denke ich heute noch oft, denn es ist viel Wahres daran.

Die Frage stellt sich natürlich, wann ist „genug“ darüber geredet worden? Solange das Kind Angst hat, solange sollte darüber geredet werden. Dass du keine Angst vor dem Tod transportierst, hilft offensichtlich nicht weiter. Die Gedanken und Fantasien eines Kindes können uferlos und extrem beängstigend sein.
Du sagst, du seist nicht gläubig. Wie wäre es denn, wenn du deinem Sohn davon erzählst, was andere glauben? Nicht als aufgedrückte Religion, die muss, sondern als kann. Als Möglichkeit.
Wie wird der Tod in anderen Kulturen gesehen? Warum feiern andere Kulturen den Tod sogar, welcher Glaube steckt dahinter?
Das Osterfest wäre doch ein guter Einstieg… Warum feiern wir Ostern eigentlich?
Es ist doch in Ordnung, wenn du deinem Sohn erklärst, dass der christliche Glaube zwar nicht der deine ist, es aber viele Menschen gibt, denen dieser Glaube Hoffnung und Trost gibt.
Ich denke, dass Kinder sehr offen sind, sowohl für düstere Gedanken und Ängste, aber genauso offen und dankbar für angebotene Hilfen und positive, stärkende Geschichten.
Geh´doch mal in eine Buchhandlung für Kinder und stöber mal in den Angeboten zum Thema Tod. Da gibt es eine ganze Menge kindgerechter Geschichten.
Als unser Kater eingeschläfert werden musste, habe ich das Bilderbuch „Leb wohl lieber Dachs“ für unseren Sohn besorgt. Es wird nicht verraten, was nach dem Tod wirklich passiert, sondern wie der Dachs den Weg dorthin erlebt, und zwar positiv und leicht; auch wie seine Freunde danach mit dem Verlust umgehen wird in einfühlsamer Weise erzählt.
Vielleicht ist es für deinen Sohn leichter, sich diesem Thema mit Geschichten über Tiere „anzufreunden“, denn reale Personen, also Menschen, sind doch sehr nah an seiner eigenen Wirklichkeit, und daher viel emotionaler.

Der Tod wird immer wieder Thema sein, da er nun mal zum Leben dazu gehört. Deshalb wird man dieses Thema auch nie wirklich ad acta legen können. Dran bleiben und situativ bearbeiten… Dabei wünscht dir viel Glück und Kraft

frowerpau

Hallo Tiger,

also irgendwie muss euer Kind Kontakt damit gehabt haben, sonst würde es nicht so gezielte Fragen zu seinen Ängsten stellen, ich finde dass er sich schon damit gut ausdrückt.

Ich habe hier bereits mal das Buch

„Hallo Mister Gott, hier spricht Anna!“ von Fynn

ISBN 3596506085 Buch anschauen

empfohlen.

Es geht um ein kleines Mädchen (8 Jahre) dass einem jungen Mann das Leben und Gott und den Tod erklärt. Er hat Angst vor dem Tod und wundert sich immer wieder wie sie die Welt versteht. Anna hat keine Angst davor. Am Ende des Buches stirbt Anna, aber sie hat keine Angst, sie freut sich, dass sie nun endlich Gott kennen lernen darf. Vielleicht liest du dir das mal durch und wenn du es für gut empfindest liest du es mal mit deinem Kind. Es ist für diese Altersgruppe geeignet.

lg, und alles Gute,

Dany

Hallo,

ich würde mal sagen,dass es ungefähr dem Alter entspricht in dem die Fragen über Tod so aufkommen.Meine Kinder haben das Glück, dass wir an eine Wiedergeburt glauben ( Buddhisten).Das ist sehr beruhigend für Kinder.
Als unsere Katze starb, habe ich ihnen erklärt, dass sie nun die Chance hat als Mensch wiedergeboren zu werden.Das lindert den Schmerz und nimmt Kindern die Angst.
Lieben Gruß,
Claudia

Tiger

Hallo!

Mal ganz grundlegend: in diesem Alter ist es normal, dass sich Kinder mit dem Tod beschäftigen- wobei sie auch immer eine sehr emotionale Herangehensweise an dieses Thema haben.
Es ist auch ganz wichtig, dass Kinder genauso diesen Teil des „Lebens“ entdecken dürfen.

Was ich aber schon bedenklich finde ist, dass der Kleine eine derart panische Angst vor dem Tod hat – und das schon seit einem Jahr. Auslöser können viele in Frage kommen: der Tod eines Mitschülers, der Oma eines Freundes, der Katze des Nachbarn, des Schmetterlings auf´m Boden ect.
Wenn es wirklich soo akut ist, wie du es beschreibst, ist dieses Kind einem ständigen Streß ausgesetzt – einer ständigen Angst. Und Angst schränkt ein – hinterlässt Spuren, und prägt auch.
Ich weiß ja nicht, WAS genau ihr dem Kind erzählt… aber anscheinend nimmt es ihm seine Angst nicht. Klar kann der Glaube grad wenn es um das Thema Tod geht, sehr sehr hilfreich sein (auch für Erwachsene), wenn man aber selbst nicht gläubig ist, ist es natürlich schwierig, dem Kind etwas zu vermitteln (vor allem auch: was?). Vielleicht wäre es ein Ansatz, mehrere Glaubensrichtungen mit dem Kleinen durchzugehen – es gibt relativ viele Religions-Bücher für Kinder. Einfach um ihm aufzuzeigen, was nach dem Tod alles möglich wäre, was aber keiner so genau weiß.

Wobei ich ehrlich gesagt an Eurer Stelle mit dem Kleinen mal zu nem guten Kinderpsychologen gehen würde. Wenn ich mir vorstelle, dass ich über ein Jahr lang wirklich Todesangst ausstehen muß/müsste – das ist schon sehr heftig. Und ein Psychologe hat Erfahrung darin, kann vielleicht auch die dahinterliegenden Ängste erkennen (es geht ja auch um Verlustangst).

Ich wünsch euch auf jeden Fall alles Gute.
Lieben Gruß
gremlin

PS: Ach ja: von solchen Versprechungen wie „deine Mama/dein Papa wird sicherlich nie sterben“ halte ich rein gar nichts. Und ist meines Erachtens auch ein völliger falscher Ansatz. Kinder glauben genau das, was man ihnen sagt – wortwörtlich.
Hinter dieser Angst steckt um einiges mehr – und es geht nicht darum, kurzfristig ne Besserung zu erreichen, sondern darum, eine langfristige „Lösung“ zu finden.

ich denke, das ist normal.
wollte als ind immer zusammen mit mami sterben(sie 100, ich 80).

ich denke, es hat etwas mit der erziehung zu tun bzw. mit dem charakter der bezugsperson. die mutter z.b. transferiert eine fülle von ängsten auf das kind während der erziehung, denn das kind ist weitaus empfänglicher für empfindungen als ein erwachsener.

Hi

Ich frage mich grade wie dein Kind darauf kommt:

Wenn man tot ist, ist man wirklich richtig tot. Ich will aber
nicht sterben.

Dieses „wirklich richtig tot“ im Sinne von „Da ist nichts mehr“ ist bei Kindern ziemlich ungewöhnlich, zumindest nach meinen Erfahrungen.

Ich bin zwar gegen eine spezifisch religiöse Erziehung von Kindern, aber es sollte jedem einleuchten dass man einem KIND den Tod nicht mit "Weißt du, dass ist das Fehlen jeder Energie, dein

Hallo du,

ich kann mich an eine bestimmte Szene aus meiner Kindheit erinnern:

Meine Oma hat mich manchmal mit in die Kirche genommen. Einmal saß ich neben ihr auf der Kirchenbank und mich befiel ein sehr beklemmendes Gefühl. Ich hatte auf einmal Riesenangst dass meine Mama sterben muss, ich kann mich bis heute daran erinnern, es ist immer noch irgendwie bedrückend.

Damals muss ich so 5-6 gewesen sein, also so alt wie dein Kind. Ich kann mich an keinen bestimmten Auslöser erinnern, vielleicht hatte ich während des Gottesdienstes etwas gehört dass ich nicht verstanden habe und das mir Angst gemacht hat (In der katholischen Kirche hört man ja viel von Fegefeuer, Hölle oder ewige Verdammnis, welchem Kind kann es da nicht Angst und Bange werden?)

Ich würde also schon sagen dass es normal ist dass ein Kind diese Ängste verspürt.
Wie Duplosche schrieb hilft vielleicht ein Buch um sich mit dem Thema zu befassen.

Liebe Grüße
Miriam

Hallo,

ich würde mal sagen,dass es ungefähr dem Alter entspricht in
dem die Fragen über Tod so aufkommen.

Das stimmt. Ich habe ein Buch (irgendwo in einer Bücherkiste, unausgepackt), es ist eine südafrikanische Magisterarbeit über Kinderentwicklung, - dort steht genau 6-7 Jahre: Fragen über den Tod kommen auf, total typisch für dieses Alter.
Ehrlichkeit im Umgang mit diesen Fragen, und nicht zuviel Gedöns drumherum machen, ist der einzige Tipp, den ich dazuliefern kann.

Gruß
Elke

Ich bin zwar gegen eine spezifisch religiöse Erziehung
von
Kindern, aber es sollte jedem einleuchten dass man
einem KIND
den Tod nicht mit „Weißt du, dass ist das Fehlen jeder
Energie, dein Körper löst sich in Kohlenstoff,
Sauerstoff
etc.pp auf“ usw. usf.

damit würdest du auch bei der mehrheit der erwachsenen nicht ankommen…

Ohne auf die Genauigkeit der obigen „Erläuterung“ pochen zu wollen (:wink:) sind mir Indivduen, die versucht haben es so darzustellen (mit anderen Worten) schon begegnet. Leicht befremdlich, muss ich sagen.

lg
Kate

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke für Eure Antworten.

Naja eigentlich ist er ein fröhlicher, aufgeweckter Junge, von dem man nicht denken könnte dass er sich um sowas Gedanken macht, aber ist auch sehr empfindsam und hat feine Antennen. Das scheint halt ein Thema zu sein, was ihn mehr beschäftigt als andere Themen. Dennoch, hab ich mir überlegt, frage ich mal den Kinderarzt, was er dazu meint.

Ich bin wie gesagt nicht gläubig aber wenn wir über das Thema geredet hatten, dann hatte ich ihm auch andere Sichtweisen dargelegt, wie bspw, dass es eben Menschen gibt, die fest daran glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt oder dass manche Menschen glauben, dass man nach dem Ableben in einer anderen Form wieder neu geboren wird. Er fragte natürlich ob ich das auch glaube, und ich sagte ehrlich, dass ich nicht daran glaube, vielmehr dass man eben einschläft und seinen Frieden findet, dann wenn es soweit ist.

Als die Frage wegen der Schule kam (wird dieses Jahr eingeschult), ob Ethik oder Religion, hatte ich für ihn Ethik gewählt. Bei Religion dachte ich, dass es dann vielleicht so kommt, dass er in eine Glaubensrichtung gedrängt bzw ihm das so eingetrichtert wird (ich hatte selbst weder Ethik noch Religion im Unterricht, drum kann ich das nicht wirklich beurteilen). Das möchte ich nicht. Ich denke er wird irgendwann selbst entscheiden, ob er glaubt oder nicht. Für mich gibt es nur keinen Gott und ich werde nie daran glauben. Das einzige woran ich glaube ist dass vieles im Leben einen Sinn hat, ich meine dass dieses und jenes passieren muss, weils für irgendwas eben gut ist.

LG
Tigerin

Kann sein dass sich das wieder legt. Kinder sind neugierig und machen sich Gedanken über Sachen, für die Erwachsene keine Zeit haben, weil sie im Leben zu sehr eingespannt sind.

Aber ich kann dich vollkommen verstehen dass dir das weh tut, wenn dein Kind sich über solche Grundsatzfragen verrückt macht.

Du hast ein sehr aufmerksames Kind. Das ist gut! Leider hat es ein sehr kompliziertes Thema gefunden, in das es sich festgebissen hat. Der kleine verstand versucht Dinge zu erfassen, die so manch Erwachsenen zum Wahnsinn treiben. Das ist nicht gut!

Bevor das seelische Schäden hinterlässt, würde ich an deiner Stelle zum Kindepsychologen gehen. Nicht weil dein Kind verrückt ist, sondern weil es diese Angst nicht ertragen müssen soll. Nicht mit sechs Jahren!

Gruß Marcus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich bin wie gesagt nicht gläubig aber wenn wir über das Thema
geredet hatten, dann hatte ich ihm auch andere Sichtweisen
dargelegt, wie bspw, dass es eben Menschen gibt, die fest
daran glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt oder dass
manche Menschen glauben, dass man nach dem Ableben in einer
anderen Form wieder neu geboren wird.

Das ist riskant. Denn Kinder denken sehr viel. Viel mehr als Erwachsene. Dinge die uns Große auf deutsch gesagt am Ar*** vorbei gehen, beschäftigen Kinder teilweise ewig lang.

Daher war klar, dass dabei noch mehr Fragen auftauchen. Du hättest meiner Meinung nach keine richtige oder falsche Antwort geben können.

Sowas kann nur ein Kinderpsychologe.

Gruß Marcus

1 „Gefällt mir“

Ich vermute mal…
Hi Elke,

dort steht genau 6-7 Jahre: Fragen über
den Tod kommen auf, total typisch für dieses Alter.

Vermutlich ist es das Alter, wo sich das Menschlein seiner eigenen Existenz bewusst wird. Damit ist logischerweise auch die Angst vor dem Verlust derselben die Folge…

Aber wie gesagt: eine Vermutung.

Euch ein schönes Rest-Ostern,

Anja

Hallo!
auch wenn schon ein paar Bücher genannt worden sind, möchte ich dir gerne noch eines empfehlen: „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren.

Das Buch ist so bekannt, dass du es auch in jeder Bücherei ausleihen kannst. Dann kannst du es selbst erstmal lesen und entscheiden, ob es für deinen Sohn das richtige sein könnte.

Es geht um 2 Brüder, von denen dann einer stirbt und in eine neue Welt kommt. Soweit ich mich erinnere kommt der andere Bruder dann später „nach“. Das Thema Tod wird dabei nicht breit gewalzt, sondern mehr zwischen den Zeilen vermittelt, dass es etwas danach gibt, was man halt von der einen Seite nicht sehen kann.

Gerade wenn du selbst nicht religiös bist, dürfte dieses Buch vielleicht ok sein, weil meines Wissen ein Gott dabei weder explizit erwähnt noch ausgschlossen wird.

Hoffe, dass du mit einem der Tipps etwas weiterkommst!

Liebe Grüße
Blubb

Hallo Kate,

Wenn man tot ist, ist man wirklich richtig tot. Ich will aber
nicht sterben.

Dieses „wirklich richtig tot“ im Sinne von „Da ist nichts
mehr“ ist bei Kindern ziemlich ungewöhnlich, zumindest nach
meinen Erfahrungen.

Nein, wieso? Wenn die Kinder keine Geschichten von wegen Gott, Paradies, Himmel, Hölle erzählt bekommen, dann denkt es sich entweder selbst etwas aus oder betrachtet das ganze ganz nüchtern.

Ich bin zwar gegen eine spezifisch religiöse Erziehung von
Kindern, aber es sollte jedem einleuchten dass man einem KIND
den Tod nicht mit "Weißt du, dass ist das Fehlen jeder
Energie, dein

3 „Gefällt mir“