Anschlag auf CSD in Berlin und die Reaktionen

Servus,

ich möchte dazu etwas beitragen.

Dieser Anschlag ist eine verwerfliche Tat. Aber jetzt wird dieses Thema wieder voll ausgeschlachtet und diese reflexhafte Reaktion der Politik ist widerlich. Die SPD fordert eine “Verschärfung” des Gesetzes, obwohl im Artikel 3 GG mit allen Absätzen schon alles ausgesagt wird.

Ich bin selber ein Bi-Mann und lebe das schon seit über 40 Jahren. Meinen sämtlichen weiblichen Partner habe ich das gesagt und diese waren bis auf Eine immer tolerant.

Jeder soll seine sexuelle Orientierung, seine Neigungen in jeder Hinsicht frei ausleben und praktizieren können ohne Ächtung von irgendwelchen intoleranten Strömungen des Islamismus, sog. “christlichen” Kirchen und anderen Idioten, die so etwas aufgrund einer Ideolgie negieren.

Ich habe lange in einer Firma in München Moosfeld, Stahlgruberring, gearbeitet und mir ist nichts fremd.

Aber dennoch halte ich diese grellen Umzüge bei dem CSD mit dröhnender Musik von den Umzugswagen, wo sich halbnackte Menschen in der Öffentlichkeit zur Schau stellen, mit überzogenen Outfits herumtanzen den falschen Weg um für mehr Toleranz zu werben.

Das kommt mir mittlerweile vor wie der Tanz um das goldene Kalb. Und mich kotzt das wirklich an.

Mit solchen Umzügen erreichen die nur die eigene Gemeinde und verprellen Menschen, die etwas konservativer denken und es daher ablehnen und sich daher in ihrere eigen Meinung bestätigt fühlen.

Das ist der falsche Weg für diese Gemeinschaft und der Politik.

Um einen Wandel zu bewerkstelligen, muss in den Schulen, welcher Art auch immer, der Unterricht nicht nur der Aufklärung der Fortpflanzung und Heterosexualität erfolgen, sondern auch den Spielarten der Sexualität mit allen Konsequenzen für die Gesellschaft.

Leider wird der Anteil von Schülern, deren Eltern Einwanderer aus Gebieten sind, die so etwas kpl. verachten und negieren, deren Kinder die Sprache des Gastlandes nur rudimentär beherrschen, sog. “Ehrenmorde” stattfinden, Kinderehen fördern und so viel mehr, immer größer.

Das sind Fakten, die man nachlesen kann.

Diese CSD-Umzüge sind für die ein Geschenk der Danaer in ihrer Ideologie. Timeo Danaoes, et dona ferentes.

Ich sehe das etwas anders. Ich bin selbst schwul und habe nie ein Geheimnis daraus gemacht. Meine Familie, meine Freunde und Kollegen wissen es. Wenn mich jemand fragt, sage ich es direkt. Und wenn jemand sagt, dass er Homosexualität völlig normal findet, oute ich mich oft sogar von selbst. Selbst in Google-Bewertungen von queerfreundlichen Bars schreibe ich offen, dass ich schwul bin – mit meinem echten Namen. Das kann jeder sehen.

Ich persönlich habe deshalb nie das Gefühl gehabt, mich verstecken zu müssen oder wegen meiner Sexualität ausgelacht oder ausgegrenzt zu werden – auch damals in der Schule nicht.

Gerade deshalb frage ich mich, was ein CSD heute noch konkret bewirken soll. Ich habe den Eindruck, dass die großen, lauten Paraden mit halbnackten Menschen und Partyatmosphäre viele Außenstehende eher abschrecken, als sie für mehr Akzeptanz zu gewinnen. Das ist natürlich nur mein persönlicher Eindruck.

Genauso sehe ich die oft geforderte „Aufklärung“ kritisch. Dass Homosexualität existiert und völlig normal ist, wissen die meisten Menschen heute. Dafür braucht es aus meiner Sicht keine immer umfangreicheren Kampagnen. Viel wichtiger ist, dass jeder Mensch respektvoll behandelt wird – unabhängig von seiner sexuellen Orientierung. Akzeptanz entsteht für mich vor allem dadurch, dass wir ganz selbstverständlich miteinander leben und uns gegenseitig respektieren, nicht durch immer größere Veranstaltungen oder politische Symbolik.

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Es ist doch vollkommen normal, dass bei solchen Großveranstaltung in der Außenwirkung eher die Extrovertierten wahrgenommen werden.

Oder kritisiert Du beim Karneval auch, dass die Leute nicht in ihren Alltagsklamotten auftreten. Büttenreden mit billigem „Witz“ kenne ich auch nur von dort. Genauso früher bei der Loveparade. Die Mehrheit ist da eher mitgelaufen und hat sich Alkohol oder andere Substanzen zugeführt.

Ich empfinde eher die Dogmatisierung durch „Missionare“ für problematisch. Genauso die Häufung von CSDs. Beides drängt das Ansinnen des CSD in den Hintergrund und kontaktiert das oft sogar.

Willst du ausdrücken, dass dezenteres Auftreten oder der Verzicht auf Fetischkostüme, wie z.B. Hundemasken, Dragstyle etc. oder des farbenfrohe Umzugs insgesamt den Anschlag vermieden hätte? Das glaube ich nämlich nicht.
Es scheint, dass allein schon Händchen halten in normaler Straßenkleidung Hassreaktionen auslöst. Ursache sind ja wohl eher neuere oder uralte Hassschriften gewesen, die als eigenes Wort angesehen werden, gepredigt und vermittelt werden.

In einer größeren Stadt, wie z. B. Berlin, ist das wohl schwieriger. Anfeindungen gibt es sogar im Regenbogenkiez. Das SchwuZ in Neukölln hat zu gemacht. Warum wohl?

Du beschreibst etwas, das viele gerade merken: Es liegt nicht an „queer“ oder „normaler“ Bar, sondern daran, dass das Geschäftsmodell Bar/Gastro in der aktuellen Lage brutal schwer geworden ist.

Eine Bar in einer Stadt mit hohen Mieten hat zuerst riesige Fixkosten: Miete, Nebenkosten, Personal, Versicherung, Musiklizenz, Steuern. Damit sich das überhaupt trägt, müssen jeden Abend genug Gäste kommen, die nicht nur ein Getränk, sondern viel konsumieren. Erst wenn die Fixkosten gedeckt sind, bleibt überhaupt Gewinn übrig, aus dem der Betreiber leben kann. Wenn die Gästezahlen einbrechen, ist das kaum noch zu stemmen.

Dazu kommt die wirtschaftliche Lage: In den Jahren 2022 und 2023 war die Inflation sehr hoch, viele Preise sind stark gestiegen, während die Löhne real kaum mitgehalten haben. Erst 2024 gab es wieder ein spürbares Reallohnplus von rund 3 %, davor hatten die Leute effektiv weniger Kaufkraft in der Tasche. Gleichzeitig stagnierten die privaten Konsumausgaben real, also die tatsächlich gekaufte Menge an Waren und Dienstleistungen – die Leute haben nicht plötzlich viel mehr ausgegeben, sondern eher vorsichtig agiert. BVR BerichteBVR Berichte. BVR Jahresbericht 2024 - Wirtschaft in Zahlen

Viele Haushalte haben in dieser Zeit ihre Rücklagen angegriffen, um steigende Kosten für Energie, Lebensmittel und Miete auszugleichen. Banken und Sparkassen berichten, dass ein großer Teil der Kundschaft weniger Sparvolumen hat und eher versucht, überhaupt über den Monat zu kommen, statt regelmäßig Geld zurückzulegen. Das passt zu deiner Beobachtung, dass Familien und Studierende ihr Erspartes aufbrauchen und kaum noch Luft für Freizeit haben.

Wenn Freizeit teurer wird (Getränkepreise, Eintritt, Essen, Bowling, Billard) und gleichzeitig die Leute das Gefühl haben, dass ihr Einkommen nicht Schritt hält, dann sparen sie zuerst bei Dingen, die „nicht unbedingt nötig“ sind – also genau bei Bars, Clubs, Freizeitangeboten am Abend. Das führt dazu, dass der Umsatz der Betreiber einbricht: weniger Gäste, weniger Getränke, weniger Essen, aber die Fixkosten bleiben gleich hoch. Irgendwann reicht es nicht mehr, und die Bar macht zu. Das siehst du bei dir in der Stadt: egal ob „normale“ Bar oder queere Szene-Bar – wenn zu wenig Leute kommen, ist das Ergebnis dasselbe: Schließung.

Deine Beobachtung, dass überall weniger los ist – in der Bar, im Queer‑Laden, im Freizeitpark, beim Essen, beim Bowling, beim Billard – passt genau zu dem Bild, das auch die Zahlen zeigen: Die Wirtschaft schwächelt, die Leute sind verunsichert, die Kauflaune ist gedämpft, und viele merken sehr konkret, dass sie sich nicht mehr jeden Abend „Ausgehen“ leisten können.

Der Punkt ist: Die Pleiten haben nichts damit zu tun, ob ein Laden queer ist oder nicht, sondern mit knallharter Wirtschaftlichkeit. Hohe Kosten, schwache Nachfrage, ausgedünnte Ersparnisse, langsame Erholung der Reallöhne – das ist die Mischung, die Bars und Abend‑Freizeitangebote gerade reihenweise killt.

Ach, für die, die es nicht wußten:

(Ich mußte selber erst nachschlagen): mit CSD ist der Christofer Street Day gemeint

Bei dem ganzen LGBTQ - Buchstaben-Salat kennt sich ja bald Keiner mehr aus …

Mfg, K.

prompt :

warum ist eine currywurst in berlin teurer als ein gyros in hamburg?

was hat obiges kilometerlanges gefasel mit dem csd zu tun?

e.c.

…,und dem Anschlag und seinen Ursachen?

weiß ich doch nicht. frag den master of prompt.

e.c.

Darum geht die Antwort. Logische Zusammenhänge zu kompliziert?

Ich habe zwei Texte: einmal eine Antwort auf die Frage und einmal noch mal eine Antwort, die gezielt auf diesen Kommentar eingeht.

Hast Du dafür einen Beleg zur Hand oder ist das wieder eine von diesen gefühlten Informationen, von denen man immer häufiger hört? Die Sparquote ist in Deutschland jedenfalls 2022/2023 zwar gesunken, lag aber immer noch über 10%, d.h. die Leute haben immer noch gespart.

Unklar ist aber auch, was Deine seitenlangen Ausführungen eigentlich mit dem eigentlichen Thema zu tun haben.

Münster (Deutschland). Eine Studie des Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), dem Dachverband der regionalen Sparkassenverbände auf Landesebene, kam im September 2022 zu dem Ergebnis, dass in Deutschland ein Nettoeinkommen von 3.600 Euro die neue Armutsgrenze ist, bei der am Monatsende ein Haushalt kein Geld mehr übrig hat. Wie Welt.de (Paywall) berichtet, kam eine Untersuchung des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe (SVWL) nun zu einem ähnlichen Ergebnis.

Die hohe Inflation und die explodierenden Energiepreise haben demnach dazu geführt, dass immer mehr Haushalte (60 %) es sich nicht mehr leisten können, einen Teil ihres Einkommens zu sparen. Wie Liane Buchholz, Präsidentin des SVWL, erklärt, müssen zudem inzwischen viele Haushalte ihre Ersparnisse nutzen, um ihre Lebenshaltungskosten decken zu können.

„Denen wachsen die stark gestiegenen Kosten derart über den Kopf, dass am Monatsende nichts mehr übrig bleibt und bei vielen zusätzlich auch noch das Ersparte aufgezehrt wird.“

Nettoeinkommen von 3.500 Euro

Laut Buchholz trifft diese Entwicklung nicht nur Geringverdiener, sondern auch Haushalte mit soliden Einkommen.

„Wir reden hier von Haushalten mit einem Einkommen von bis zu 3.500 Euro pro Monat – und zwar nach Steuern.“

Die Präsidentin des SVWL erklärt jedoch, dass die Studie auf Durchschnittswerten beruht und dass man die unterschiedlichen Haushaltsgrößen beachten muss.

Geringe Sparquote in Deutschland

Eine Analyse der Volksbank Wiesbaden zeigt ebenfalls, dass die aktuelle ökonomische Situation die Menschen in Deutschland stark belastet. Im Jahr 2022 sind die Spareinlagen der Kunden laut den Daten der Bank um weniger als ein Prozent gewachsen. Wie Vorstandschef Matthias Hildner gegenüber dem Handelsblatt erklärt, ist die Inflation für die geringe Sparquote hauptverantwortlich.

„Die Sparquote auch unserer Kunden ist rückläufig. Viele Menschen werden stark belastet durch die Inflation und die steigenden Energiepreise.“

Dies belegen auch Daten von 20 Sparkassen aus Rheinland-Pfalz, bei denen zwischen November 2021 und November 2022 die Geldvermögensbildung durch klassische Einlagen und Wertpapiersparen um 37 Prozent zurückgegangen ist. Wie Verbandspräsident Thomas Hirsch erklärt, beeinflusst dies vor allem bei Haushalten mit kleinen Einkommen die Altersvorsorge und den Konsum stark.

„Ob Finanzen, Konsum oder Altersvorsorge – vor allem Haushalte mit niedrigen Einkommen müssen stärker verzichten.“

Ich kann keinen Zusammenhang und erst recht keinen Widerspruch zu meinem vorherigen Beitrag erkennen. Allerdings sehe ich viel KI-Blabla.

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