Antibiotika und danach?

Guten Abend,

ich musste für 10 Tage ein Breitbandantibiotikum einnehmen und ich fühle mich körperlich sehr angeschlagen. Gibt es ein homöopathisches Mittel, mit dem ich meinen Körper nun von diesen Stoffen befreien kann?

Für einen Rat wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße

Magnolia

Hallo Magnolia

ich musste für 10 Tage ein Breitbandantibiotikum einnehmen und
ich fühle mich körperlich sehr angeschlagen. Gibt es ein
homöopathisches Mittel, mit dem ich meinen Körper nun von
diesen Stoffen befreien kann?

Du warst ja wohl auch sehr krank, da ist das Angeschlagenfühlen kein Wunder.
Antibiotika können die normale, gesunde Darmflora zerstören, wenn Du unter Durchfall und Bauchschmerzen leidest, versuch Perenterol Kapseln, die bauen die Darmflora wieder auf.
Joghurt geht auch, muß aber noch lebende Kulturen enthalten.
Man muß nichts machen, um das Antibiotikum zu entfernen, das baut der Körper vollkommen ab.
Gruß
Rainer

Hallo Rainer,

vielen Dank für Deine Antwort. Ja, ich war wirklich ziemlich krank. Das Antibiotikum habe ich nicht gut vertragen. Nicht nur Darm und Magen machen Schwierigkeiten, sondern auch die Mund- und Rachenschleimhaut ist angegriffen. Alles ist wund und geschwollen. Ich denke, ich werde es mit den Kapseln versuchen. Einem Apotheker kann ich ja vertrauen!

Gute Nacht und liebe Grüße

Magnolia

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wenn Du unter Durchfall und Bauchschmerzen leidest, versuch
Perenterol Kapseln, die bauen die Darmflora wieder auf.
Joghurt geht auch, muß aber noch lebende Kulturen enthalten.
Man muß nichts machen, um das Antibiotikum zu entfernen, das
baut der Körper vollkommen ab.
Gruß
Rainer

Hallo Rainer,
was hälst Du in diesem Fall von Symbioflor oder Mutaflor?
Sind in den Perenterol-Kapseln auch enterokokken und ,oder E-coli´s?

Gruss, p.shockscrew

Hallo Magnolia,

Mund- und Rachenschleimhaut angegriffen? Das sollte aber nicht sein. Zwei Möglichkeiten:

  1. Antibiotika-Nebenwirkung (welches Präparat hast Du denn genommen? Wie lange/bis wann? Nur Rötung? Oder Schleimhautablösung/Blasenbildung? Auch auf der übrigen Haut? Irgendwelche Beläge erkennbar?)
  2. Zusammenhang mit der ursprünglichen Infektion / nicht austherapiert (was war das denn für eine Infektion? Besteht Fieber?)

Ich würde damit durchaus mal zum Arzt gehen.

Oliver

Die in diesem Posting enthaltenen Meinungen und Ratschläge wurden nach bestem Wissen und Gewissen erteilt. Dennoch können Richtigkeit und Vollständigkeit nicht garantiert werden.
Der Beitrag kann und will eine persönliche Arztkonsultation nicht ersetzen.

Hallo sc

was hälst Du in diesem Fall von Symbioflor oder Mutaflor?
Sind in den Perenterol-Kapseln auch enterokokken und ,oder
E-coli´s?

Perenterol enthält Saccharomyces boulardii.
Enterococcus ist in Symbioflor, Escherichia in Mutaflor.
Die besten Erfahrungen habe ich mit Perenterol gemacht, ist auch nicht so teuer und wird von Kindern gut vertragen.
Gruß
Rainer

Hallo,

Perenterol enthält Saccharomyces boulardii.

Saccharomyces sind doch Hefepilze. Gehoeren die denn zur natuerlichen Darmflora?

Gruss, Niels

Hallo Oliver,

ich hatte eine verschleppte Blasenentzündung, welche die Nieren in Mitleidenschaft gezogen hatte (leider bekomme ich immer kein Fieber und meine Temperatur erhöht sich nur leicht). Heftige krampfartige Schmerzen von den Kniekehlen bis unter die Schulterblätter. Ich nahm 5 Tage lang Cotrimhexal forte, worauf sich keine Besserung einstellte, was durch die Urinuntersuchung bestätigt wurde. Daraufhin nahm ich 5 Tage Ciprobeta 250 (heute morgen die letzte). Nach der ersten Einnahme von Ciprobeta bekam ich psychische Probleme - Suizidgedanken, wobei ich noch in der Lage war, diesen Zustand auf das Medikament zu schieben und versuchte, gelassen zu bleiben und abzuwarten. Hinzu kam ein eigenartiges Gefühl, den Körper nicht mehr so richtig zu spüren. Das alles gab sich im Laufe des nächsten Tages. Allerdings bekam ich dann Magenschmerzen und Darmprobleme. Meine Vermutung ist, dass die Schleimhäute - ebenso wie in Mund und Rachen - angegriffen sind. Die Haut ist rot und fühlt sich an, als habe ich mir den Mund verbrannt. Meine Lippen sind vor allem morgens stark angeschwollen und dadurch gerissen. Die übrige Haut juckte anfangs, das gab sich inzwischen und sie ist soweit in Ordnung.
Mir wurde gesagt, ich müsse diese Nebenwirkungen in Kauf nehmen und das Medikament zu Ende nehmen.

Ich gebe aber zu, dass mir ein wenig unwohl mit dieser ganzen Sache ist und hoffe, es ist nun ausgestanden. Ich möchte nun halt meinem Körper etwas Gutes tun, denn ich bin derart erschöpft, dass mir das Arbeiten heute immer noch sehr schwer fiel.
Ich möchte eigentlich nicht mehr zum Arzt gehen, aber wenn Du meinst, dass ich das tun sollte - nachdem Du dies gelesen hast - vielleicht denke ich noch einmal darüber nach. Ich gehe so ungern zum Arzt! :frowning:(

Vielen Dank für ´s Lesen!

Liebe Grüße

Magnolia

Hallo Magnolia,

Cipro ist aufgrund seines Wirkspektrums eine gute Wahl für einen resistenten Harnwegsinfekt. Deine Beschwerden, sowohl die psychischen als auch diejenigen im Rachenbereich, lassen sich mit dessen Nebenwirkungen vereinbaren. Die Beschwerden sollten in den kommenden Tagen von alleine nachlassen. Sicherlich nicht akzeptieren solltest Du irgendwelche Suizidgedanken. Solltest Du das Antibiotikim später nocheinmal brauchen, so gehören unbedingt Beruhigungsmittel dazu verordnet.

Eine Therapiedauer von fünf Tagen ist für eine nachgewiesene Nierenbackenentzündung denkbar kurz. Die Standardtherapie besteht in intavenöser Therapie bis das Fieber weg ist, dann Tabletteneinnahme über die folgenden 14 Tage. Bist Du im Moment sicher fieber- und schmerzfrei?

Desweiteren: Wurde eine Urin_kultur_ angelegt? Auch das ist obligat. Nur mit ihr könnte man ein Alternativantibiotikum zu Cipro finden, falls der Infekt wiederkehren sollte.

Ich hake nicht umsonst so genau nach: Chronifizert sich der Infekt, so merkt man das zunächst mal nicht. Erst nach Jahren bis Jahrzehnten tritt dann eine Niereninsuffizienz zutage, die dann nur noch mittels Dialyse und Transplantation therapiert werden kann.

Ein negativer Erregernachweis im Urin schließt eine chronische Infektion nicht aus: Die Erreger können tief in der Niere, weit weg vom Harnsystem sitzen. Eine gelegentliche Ultraschallkontrolle ist daher keine schlechte Idee, mit ihr kann man eine Nierenschrumpfung schon Jahre vor der Niereninsuffizienz erkennen, und es bleibt genug Zeit, das Geschehen weiter zu verzögern.

Solltest Du schon öfters Nierenbeckenentzündungen gehabt haben, so stellt sich die Frage, ob nicht behebbare anatomische Veränderungen am Harntrakt vorliegen, welche einen Infekt begünstigen. Daher sollte eigentlich jede wiederkehrende Neirenbeckenentzündung mittels verschiedener Kontrastmitteluntersuchungen röntgenologisch abgeklärt werden.

Also: Sollte es ein einmaliges Ereignis gewesen sein, und Du bist im Moment sicher fieber- und schmerzfrei, so ist wahrscheinlich nichts weiter zu tun bis auf evtl. den Ultraschall in ein paar Monaten. Aber in allen anderen Fällen solltest Du demnächst mal zu einem vernünftigen Urologen (nicht: Hausarzt) gehen und ihn zu mehr drängen als die übliche Bakterienuntersuchung im Harn.

Oliver

Die in diesem Posting enthaltenen Meinungen und Ratschläge wurden nach bestem Wissen und Gewissen erteilt. Dennoch können Richtigkeit und Vollständigkeit nicht garantiert werden.
Der Beitrag kann und will eine persönliche Arztkonsultation nicht ersetzen.

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Hallo Oliver,

Es war folgendermaßen: Ich brach am Arbeitsplatz zusammen und konnte mich dann gerade eben noch zu der Ärztin, welche in der Nähe meines Arbeitsplatzes ihre Praxis hat, schleppen. Ich war wie benommen und ich kann mich deshalb leider nur daran erinnern, dass sie sagte, meine Nieren seien angegriffen (sie drückte halt an meinem Rumpf herum, um das festzustellen). Ich habe zweimal eine Urinprobe abgegeben, aber weiß nicht, ob eine Kultur angelegt wurde. Die Damen an der Anmeldung waren schon leicht genervt, weil ich überhaupt noch ein zweites Mal darum bat, meinen Urin zu untersuchen. Erst als ich ihnen erklärte, ich habe ein ungutes Gefühl, waren sie bereit und daraufhin sprach ich noch einmal kurz mit der Ärztin, die mir dann dieses Cipro verschrieb. Sie fragte weder nach Fieber noch danach ob ich Schmerzen habe. Sie schaute nur im Computer nach dem Bakteriengehalt.Es fand keine Untersuchung statt.
Ich dachte, es wäre alles nicht weiter bedenklich.

Ein negativer Erregernachweis im Urin schließt eine chronische
Infektion nicht aus: Die Erreger können tief in der Niere,
weit weg vom Harnsystem sitzen.

Das habe ich gar nicht gewußt!

Also: Sollte es ein einmaliges Ereignis gewesen sein, und Du
bist im Moment sicher fieber- und schmerzfrei, so ist
wahrscheinlich nichts weiter zu tun bis auf evtl. den
Ultraschall in ein paar Monaten. Aber in allen anderen Fällen
solltest Du demnächst mal zu einem vernünftigen Urologen
(nicht: Hausarzt) gehen und ihn zu mehr drängen als die
übliche Bakterienuntersuchung im Harn.

Darüber werde ich nun tatsächlich nachdenken. Damit ich sicher sein kann, dass es keine Folgeschäden gibt.

Hab ganz herzlichen Dank!

Magnolia

Hallo,

Perenterol enthält Saccharomyces boulardii.

Saccharomyces sind doch Hefepilze. Gehoeren die denn zur
natuerlichen Darmflora?

Hallo Niels
Nein, da könnte man Omniflora Kapseln nehmen, enthalten Lactobazillus und Bifidus.
Die wirken genau so gut.
Gruß
Rainer

Hausarzt und Urologe
Hallo Magnolia,
entschuldige, wenn ich mich hier in Eure Diskussion einmische, aber dieses Verhalten von den Hausärzten kenne ich auch!
Da ist die Urinprobe gerade mal das höchste was die meisten machen.
Im vorigen Herbst hatte es mich auch erwischt, allerdings ‚nur‘ eine Blasenentzündung, weniger was mit Nierenschmerzen. (ich weiss, dass kann man nicht so konkret auseinander halten)
Ich konnte, wie Du, nicht mehr stehen, sass den ganzen Tag auf der Toilette und hatte Krämpfe (es war Sonntag), da es nicht besser wurde eher noch schlimmer, riefen wir dann abends den Notarzt; aber was soll der auch schon machen: Schlafmittel (hats nicht gebracht) und verschrieb drei Tage Antibiotikum.
Am anderen Tag bin ich zur Ärztin, bei jeden Schritt war mir so, als ob ich Glasscherben in mir trage.
Die Ärztin machte neben der Urinprobe noch eine Ultraschalluntersuchung, fand aber ausser etwas Griess, nichts.
Ich hatte vor Jahren eine Nierenbeckenentzündung, schlage mich ab und zu mit Blasenentzündungen rum, besonders im Winter, aber so schlimm wars noch nie.
Das grösste war ja, dass sie mir wohl fast nicht glauben wollte, ich wäre nicht ‚unpässlich‘. (hatte Blut im Urin)
Am Sonntagabend war der Reiz zeitweise grässlich, und da hatte ich auch schon etwas Blut im Urin.
Na ja, wie bereits gesagt wurde, bei einem Urologen ist man bestimmt besser aufgehoben für eine tiefergehende Behandlung.

Gute Besserung!
Nicole *der das Thema Schrumpfniere im Kopf schonlange rumgeistert*

facharzt
hallo magnolia,

bitte gehe unbedingt zum urologen!
der wald-und wiesenarzt scheint hier doch erheblich überfordert.
in solchen fällen jedenfalls.

cu

strubbel