Antisemitismus!

Moin Mike,

Lustig oder…

Die Vorgänge die hier beschrieben werden, mögen einem Außenstehenden in der Tat etwas skurril erscheinen, aber andererseits zeigt sich in dem Artikel IMHO ein völliges Unverständnis für Realitäten.

Manche Leute benehmen sich immer noch so, als hätter der Ausruf: „Antisemit“ tatsächlich eine Bedeutung. Wieso wird immer noch geglaubt, der Vorwurf „Antisemit“ würde jeden erschrecken ? Es gibt sicherlich Leute, die mit vollem Bewußtsein und aus Überzeugung Antisemiten sind. Wie willst du diese mit dem Vorwurf erschrecken ? Das funktioniert doch allemal bei Leuten, die eigentlich eh nichts Schlechtes im Sinn haben oder im Licht der Öffentlichkeit stehen und um ihren Ruf fürchten.

Der Vorwurf, jemand sein antisemtisch, ist von der Relevanz für Realitäten eigentlich inhaltsleer. Was soll uns das denn sagen ? Dieser Mensch wäre bereit, Juden zu ermorden ? Dieser Mensch würde einem Juden die Hand nicht geben ? Bedeutet die Ausage, dass z.B. 10% einer Bevölkerung anitsemitsche Ansichten haben nun, dass hier morgen Juden durch die Straßen gejagt werden oder bedeutet es in der Konsequenz nicht viel mehr als 10% Abneigung gegenüber Hundehaltern ?

Und hier offenbart sich dann auch, dass die Vorfälle in der jüdischen Gemeinde (falls sie denn so sind) weniger skurril sind, als sie erscheinen.

Antisemitismus beginnt nicht bei Gaskammern, aber er eröffnet die Möglichkeit, dort zu enden.
Nicht wie man etwas nennt ist entscheidend, sondern dessen Ausprägung in der Realität.

Gruss
Marion

Hallo Mike,

Würde mich mal interessieren, wie die „deutschen Juden“, also
der „Mensch auf der Straße“, das Problem Antisemitismus
wirklich sehen.

Erstens sind sie dafuer sehr sensibiliert klarerweise. D.h., sie sehen bzw. hoeren ihn, vom kleinsten harmlosem und unbewusstem Klischee bis zur ausgefeilten boshaften bewussten Rede. Das ist auch ganz normal, denn schliesslich sind sie die Betroffenen. Ueber die Klischees und sonstige Fettnaepfchen, in die ein Kollege auf Arbeit beispielsweise hineintritt wird aber hinweggesehen, darueber gelaechelt, sogar ignoriert, sprich eigentlich gar nicht mehr wahrgenommen. Wozu auch? Aber auch ueber haertere Vorurteile werden die meisten Juden sich nicht aergern, denn eine Aufregung darueber ist schlicht sinnlos, weil man nicht dagegen an kommt. Ist es aber eine ueblere Geschichte, kommt es schon bei vielen Juden zu einem faden Beigeschmack und zu Aerger ueber so viel Fremdenfeindlichkeit oder opportunistischem Populismus auf Kosten einer Minderheit, naemlich auf ihrem Ruecken. Vom Thema Moellemann weiss ich aus eigenen Erfahrungen, dass trotz des Aergers im Fruehjahr und Spaetsommer 2002 viele deutsche Juden , insbesondere junge Leute, immer noch muede gelaechelt haben oder gar Witze darueber rissen, lachten. Aergerlich war es bitteschoen nichtsdestotrotz.

Mir kommts immer so vor, als ob alles was auch
nur irgendwie in diese Richtung passen könnte vom Zentralrat
und unserer Politik in Zusammenarbeit mit der Presse solang
hochgekocht wird, bis man auf die Idee kommen könnte wir sind
wirklich alle antisemitisch.

Ja, in Zusammenarbeit mit Leuten wie Edith Rosh und sonstigen Politikern und natuerlich der Presse, weil es einen Markt dafuer gibt, den deutschen Markt, wo Deutsche sehr darauf achten, dass sie nicht wieder in Verdacht geraten zur Flasche als Exalkoholiker zu greifen. Der ZdJ allein ist es nicht. Nur Journalisten befragen den ZdJ fast ausschliesslich zum Thema Antisemitismus, nicht zum Thema Judentum in Deutschland. Antisemitismus ist hierzulande nicht mehr und nicht weniger vorhanden, als in anderen europaeischen Laendern auch. Fuer die Breitlatschung in Presse, Politik und Stammtisch aber ist der Markt hier groesser, ganz banal aufgrund der Geschichte, die Geschichte ist, derer man nicht ewig so trottelig gedenken sollte, wie es die Gedenkdomina Edith Rosh tun moechte, die man aber auch nicht relativieren sollte oder unter den Tisch kehren sollte. Es ist wahr imho, dass einige deutsche Juden wie Brenner und der ZdJ alles andere als geschickt sind in ihrer Aussendarstellung und ihren Taten. Aber sie sind nicht die Mehrheit der deutschen Juden und dann waeren da noch Leute wie Edith Rosh, Parteien, Politik, die Presse und typisch deutsche Befindlichkeiten, aufgrund derer Deutsche meinen zu hoeren, es waere immer noch wie frueher, sie verhoeren sich aber, Falschwahrnehmung.

viele Gruesse, peter

Anti-Alles?
Vielleich ist das ja ein gutes Beispiel:
Man muss eben sehen, dass „Die Juden“ aus
verschiedenen Gruppen bestehen, so wie die
Deutschen auch.

Wenn ich als Schwabe z.B. ein Anti-Badenser
wäre (was ich natürlich nicht bin, das sind
nämlich ja auch nur Menschen), dann
bin ich dadurch noch lange kein Anti-Deutscher.

So ists wohl auch in diesem Falle: da ist halt
der von einer Gruppe A ein Anti-Gruppe-B-ler,
aber eben noch lange kein Anti-alle-Gruppen-ler,
sonst wäre er ja auch anti-sich selbst.

Der Fehler wird von *denen* gemacht, die diesen
anti-Untergruppenler zu einem Anti-Alles
übertreiben.

Gruss, Marco

und jetzt? auch deutsche bezeichnen sich gegenseitig (sogar
recht oft) als „antideutsch“.

Kenn ich nur aus der linken Szene.

natürlich. uri avneri gilt in israel als genauso linksextrem wie gewisse deutsche selbsthasser.

Abgesehen davon ist es kein
Wort das einem Bann gleich kommt.

antisemit ist auch in israel kein bannwort. warum sollte es das sein? dreimal scharf nachgedacht! aber ich gebe dir recht: in *deutschland* sollte man da vorsichtig sein.

gruß
datafox

Mir kommts immer so vor, als ob alles was auch
nur irgendwie in diese Richtung passen könnte vom Zentralrat
und unserer Politik in Zusammenarbeit mit der Presse solang
hochgekocht wird, bis man auf die Idee kommen könnte wir sind
wirklich alle antisemitisch.

daß das hochkochen überhaupt funktioniert, ist ein indiz. nein nicht für antisemitismus, sondern für eine diesbezügliche deutsche neurose. es gibt heute antisemtische stimmungen *wegen* der geschichte. und *da* werfe ich dem zentral fehlenden weitblick vor. je mehr die opferrolle perpetuiert wird, desto schlimmer wird alles *auf beiden seiten*. seitdem es es die idf gibt, braucht es kein offizielles jüdisches erbostsein mehr, keine ent-rüstung. rüstung wäre das besser. meine provo-meinung, ist mir aber egal.

datafox

ja genau. das war der punkt (owt)
.

Badener, bitte schön! :smile: (owT)
das musste doch noch gesagt werden:smile:.

Hallo community,

ich weiß, es gehört nur bedingt hier ins Brett, aber weils zum Thema grad so gut passt:

Ein Mann fragt am Wiener Hauptbahnhof einen Passanten: „Sind Sie Antisemit ?“ Darauf der andere:„Wollen Sie mich beleidigen ? Sind Sie wahnsinning ?“
Unser Mann geht zum Nächsten und stellt wieder seine Frage: „Sind Sie Antisemit ?“ Antwort:„Nein, wollen Sie mich beleidigen ?“ Unser Mann entschuldigt sich und geht weiter.

Nach einer Weile trifft er einen dritten Passanten und fragt wieder:„Sind Sie Antisemit ?“ Der antwortet:„Ja, ich bin Antisemit.“ „Gut“, erwidert unser Mann,„passen Sie mir auf meinen Koffer auf. Sie sind der erste ehrliche Mensch, den ich heute treffe.“

Grüße
Wolkenstein

antisemit ist auch in israel kein bannwort. warum sollte es
das sein? dreimal scharf nachgedacht! aber ich gebe dir recht:
in *deutschland* sollte man da vorsichtig sein.

Und genau das ist wohl unser Problem, wir über treiben es einfach ganz gewaltig und zwar so, dass es den Leuten zu den Ohren rauskommt und sie das wichtige vom unwichtigen nicht mehr unterscheiden können.

M.

Hallo Strangerone,

Hallo Camilla,

was heist hier „DEUTSCHLAND“ ? Fasse Dich bitte an Deine
eigene nationale Nase! und unterlasse die Veralgemeinerung.

  1. Die Verallgemeinerung passt leider doch. In den Zeiten des
    Nazionalsozialismus waren nicht gerade viele Menschen in
    Deutschland, die nicht nazionalsozialistisch waren - auch wenn
    nicht immer aus Überzeugung, sondern oft aus Feigheit. Der
    Grund ist aber relativ unwichtig.

Nun, sofern Deine Angaben in der VIKA stimmen (Alter/Herkunft), beruhen Deine Aussagen / Vermutungen auf Hören-Sagen. Zum Thema Feigheit oder Überzeugung; wie sieht es denn in Deinem Herkunftsland aus mit der Mafia oder der Camorra?

Bist Du von vorgenannten und dessen Vorgehensweise „überzeugt“ oder bringst Du den Mut auf und stellst Dich in Rom, Palermo, Mailand etc. offen mit einem Schild auf die Straße „Kampf und Vernichtung dem „unserem“ organisierten Verbrechen“?

Ist es nicht eher so, dass ihr die Fensterläden schließt und die Eingangstüren vernagelt, alsbald eine schwarze Limousine durch Eure Gassen rauscht?

Und noch etwas; Du schreibst: In den Zeiten des Nationalsozialismus!

DAS WAR EINMAL!!!

  1. Dass in Deutschland immer noch Antisemitismus herrscht,
    kann man fast täglich in der Tagespresse nachlesen.

Sorry, da kann der Deutsche aber auch wirklich nichts zu, wenn Du Tageszeitung mit der „Bild“ in Einklang bringst!

  1. Italien hat hiermit nichts zu tun. Aber wenn du darüber
    reden willst, bitte: Ich bin gegen Berlusconi, gegen
    Mussolini, gegen die Faschisten und die Nationalisten. Und
    zwar in jedem Land.

Ne ist klar!!! Mussolini hat weder mit Hitler, noch mit Italien etwas zu tun!

Und G.W.Bush war grundsätzlich gegen einen erneuten Krieg im Irak!

Nur zur Erinnerung: wir leben hier und jetzt im Jahr 2003
nicht zwischen 1933 und 1945, das ist Geschichte!

Ach, ja, das übliche bequeme Argument. Dann vergessen wir
alles, wir haben damit nichts zu tun, es geht uns gar nichts
mehr an.

Falsche Antwort; ICH HABE ES NICHT VERGESSEN!

Leider ist unsere heutige Bildungspolitik dahingehend ausgerichtet, den Schülern die Verbrechen des „Dritten Reiches“ bis zur Vergasung (uhhps, sorry für den Ausdruck) vor zu sabbeln, so dass auch die nächsten Generationen es nicht vergessen aber vor lauter Langeweile verdrängen können.

SCHREIBEN, LESEN und RECHNEN ist nicht wichtig, hauptsache ihr wisst dass es da mal jemanden gab, weshalb ihr vor jedem Menschen anderer Nationalität, in die Hocke gehen müsst!

Wolle Du Rohsen kaufe? oder Eh, voll krass äh!

Richtige Antwort; ich habe damit nichts zu tun (es war wirklich lange vor meiner Geburt) und es interessiert mich auch nur noch am Rande, wenn überhaupt!

Und wenn Du der Meinung bist, das Deutschland auch heute noch
antisemitisch eingestellt ist, so stelle ich Dir die Frage,
warum Du dann noch hier leben und arbeiten möchtest, unter all
den „Antisemiten“.

*Lach* Ich glaube nicht, dass es dich was angeht, aus welchen
persönlichen Gründen hier lebe.

Deine persönlichen oder auch anderen Gründe gehen mich nichts an;
volle Zustimmung.

Allerdings interessieren sie mich auch nicht!

Andererseits bist Du es doch, die mit den „Deutschen“ nicht klar zu kommen scheint, und hinter jedem Baum, Busch oder jeder Hecke einen Antisemiten vermutet.

Wer hindert Dich daran zurück nach Italien zu gehen oder weiss
der Geier wohin?

Niemand.

Ja dann, guten Flug zurück! Die Welt wartet auf Dich!

Gruß
Camilla

Gruß
strangerone

Wer hindert Dich daran zurück nach Italien zu gehen oder weiss
der Geier wohin?

Niemand.

Ja dann, guten Flug zurück! Die Welt wartet auf Dich!

Lern erst mal DENKEN bevor Du Dein Maul aufreisst

sondern nur Deutsche
und das Volk der Juden

es gibt das deutsche volk und das jüdische volk

INHO ist genau das der Kardinalfehler! Juden verbindet ihre Religion, nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Nationalität.
Wenn man sowas vermischt entsteht genau dieser unselige Brei, die Verquickung von Staat und Religion, der noch nie lebenswerte Demokratien hervorgebracht hat. Unter dem Mäntelchen der Religion wird das Volk totalitär unterdrückt - Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart gibt es wie Sand am Meer.

und man kann
zu beiden gehören. wo ist da das problem? im allgemeinen haben
juden immer eine art doppel-identität. es gibt deutsche juden,
israelische juden, spanische juden, russische juden. man ist
immer jude und deutscher, jude und israeli, jude und russe…

Das halte ich für Humbug. Man hat eine Religion oder auch nicht, und man besitzt eine Staatsangehörigkeit. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Würde man das nicht immer wieder vermischen wäre dieser obernervige, stetige Konflikt halb so groß.

MecFleih

Ich kann ihn verstehen.
Wenn man ihre Threads liest, könnte man auf den Gedanken kommen, dass es ihr hier nicht gefällt.
Wenn ich sowas unter den gleichen Umständen - leider kann ich ja kein italienisch - in einem italienischen Forum posten würde, würde man mir wohl auch die Heimreise empfehlen und da wäre bestimmt keiner böse drüber.

M.

Das halte ich für Humbug. Man hat eine Religion oder auch
nicht, und man besitzt eine Staatsangehörigkeit. Das eine hat
mit dem anderen nichts zu tun.

Würde man das nicht immer wieder vermischen wäre dieser
obernervige, stetige Konflikt halb so groß.

Oder noch einfacher - ich passe mich weitgehend an die Gegebenheiten und Gepflogenheiten des Landes an, in dem ich leben möchte - was in Europa ja nicht gerade schwer ist.
Dann sind Staatsangehörigkeit und Glauben egal und man lernt schnell Land und Leute kennen.

M.

Juden verbindet ihre
Religion, nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten
Nationalität.

vielleicht überläßt du die selbstdefinition jeder gruppe selbst? daß irgendwer anderer bestimmt, wer ein jude ist, die zeiten sind vorbei.

Unter dem
Mäntelchen der Religion wird das Volk totalitär unterdrückt

ich habe mich eben GEGEN eine rein religiöse identifikation ausgedrückt und jetzt redest du das gegenteil?

Das halte ich für Humbug.

es ist aber nichtsdestotrotz realität für die mehrheit der heutigen juden. die meisten haben damit überhaupt kein problem.

Man hat eine Religion oder auch
nicht

ja.

und man besitzt eine Staatsangehörigkeit. Das eine hat
mit dem anderen nichts zu tun.

finde ich auch. meistens hat es nichts damit zu tun. es gibt ausnahmen.

Würde man das nicht immer wieder vermischen wäre dieser
obernervige, stetige Konflikt halb so groß.

ich bin auch für einen laizistischen staat.

gruß
datafox

würde man mir wohl auch die Heimreise empfehlen und da
wäre bestimmt keiner böse drüber.

interessant. camilla ist kritisch gegenüber dem land in dem sie lebt. und sie kriegt eins über die rübe. mir wirft man vor, ich wäre zu sehr politisch assimiliert! ich lach mich tot.

datafox

Hallo,

Nun, sofern Deine Angaben in der VIKA stimmen
(Alter/Herkunft), beruhen Deine Aussagen / Vermutungen auf
Hören-Sagen. Zum Thema Feigheit oder Überzeugung; wie sieht es
denn in Deinem Herkunftsland aus mit der Mafia oder der
Camorra?

„Von Hörensagen“ ist nicht ganz treffend ausgedrückt, ich beschäftige mich intensiv mit dem Thema und habe sehr viel darüber gelesen.
Außerdem:

  1. Es geht hier um Deutschland, Diskussionen über andere Länder führst du bitte im passendem Brett
  2. Das Argument ist LÄCHERLICH. Wenn ich ein Verbrechen begehe, macht mich die Tatsache, dass andere dasselbe begangen haben, nicht weniger schuldig!

Ist es nicht eher so, dass ihr die Fensterläden schließt und
die Eingangstüren vernagelt, alsbald eine schwarze Limousine
durch Eure Gassen rauscht?

Zu viele Filme auf RTLII gesehen, was?

Und noch etwas; Du schreibst: In den Zeiten des
Nationalsozialismus!

DAS WAR EINMAL!!!

Ja, und man darf die Geschichte nicht verdrängen, sondern daraus lernen.

  1. Dass in Deutschland immer noch Antisemitismus herrscht,
    kann man fast täglich in der Tagespresse nachlesen.

Sorry, da kann der Deutsche aber auch wirklich nichts zu, wenn
Du Tageszeitung mit der „Bild“ in Einklang bringst!

Ich habe keine Ahnung, was die Bildzeitung schreibt, da ich sie nicht lese. Vielleicht kannst du es mir erzählen… Mein Hausmeister, ein passionierter Bildzeitungsleser, argumentiert nämlich genauso wie du.
Wenn du aber „Panorama“ vorgestern abend auf ARD gesehen hättest, würdest du verstehen, was ich meine. Oder stufst du die Sendung auch auf Bildniveau ein?

Ne ist klar!!! Mussolini hat weder mit Hitler, noch mit
Italien etwas zu tun!

Und G.W.Bush war grundsätzlich gegen einen erneuten Krieg im
Irak!

He?? Ich nix verstehen.

Nur zur Erinnerung: wir leben hier und jetzt im Jahr 2003
nicht zwischen 1933 und 1945, das ist Geschichte!

Danke, dass du mich erinnerst - hätte ich glatt vergessen.

Leider ist unsere heutige Bildungspolitik dahingehend
ausgerichtet, den Schülern die Verbrechen des „Dritten
Reiches“ bis zur Vergasung (uhhps, sorry für den Ausdruck) vor
zu sabbeln, so dass auch die nächsten Generationen es nicht
vergessen aber vor lauter Langeweile verdrängen können.

SCHREIBEN, LESEN und RECHNEN ist nicht wichtig, hauptsache ihr
wisst dass es da mal jemanden gab, weshalb ihr vor jedem
Menschen anderer Nationalität, in die Hocke gehen müsst!

Abgesehen davon, dass deine Wortwahl ziemlich geschmacklos ist: Man kann nicht aus der Geschichte lernen, wenn man diese nicht kennt.

Wolle Du Rohsen kaufe? oder Eh, voll krass äh!

He? Ich wieder nix verstehen.

Richtige Antwort; ich habe damit nichts zu tun (es war
wirklich lange vor meiner Geburt) und es interessiert mich
auch nur noch am Rande, wenn überhaupt!

Gut, dass du das sagst. Ich hätte es nie vermutet.

Deine persönlichen oder auch anderen Gründe gehen mich nichts
an;
volle Zustimmung.

Allerdings interessieren sie mich auch nicht!

Warum fragst du dann?

Andererseits bist Du es doch, die mit den „Deutschen“ nicht
klar zu kommen scheint, und hinter jedem Baum, Busch oder
jeder Hecke einen Antisemiten vermutet.

*LOL* Ich komme hier sehr gut zurecht. Es gibt nämlich auch Menschen, mit denen man intelligente Diskussionen führen kann.

Ja dann, guten Flug zurück! Die Welt wartet auf Dich!

Danke! Das nenne ich Ausländerfreundlichkeit! Wären alle Deutschen so wie du, wäre ich schon längst nicht mehr da.

Gruß
Camilla

Hallo Datafox,

weißt du, was das Beste ist? Dass so etwas

Ja dann, guten Flug zurück! Die Welt wartet auf Dich!

unsere Meinung nur bestätigt.

Lieben Gruß
Camilla

Moin Camilla,

leider wirfst du hier nur mit relativ inhaltslosen Pauschalisierungen herum. Wenn das das Ergebnis von den vielen Büchern zum Thema ist, die du gelesen hast, dann frag ich mich doch, um welche Bücher es sich dabei gehandelt haben mag.

  1. Die Verallgemeinerung passt leider doch. In den Zeiten des
    Nazionalsozialismus waren nicht gerade viele Menschen in
    Deutschland, die nicht nazionalsozialistisch waren

Nationalsozialismus ist eine sozialistische Strömung, die den nationalen mit dem sozialistischen Gedanken zu verbinden sucht. National mögen die Deutschen Anfang des 20. Jhd. gewesen sein, womit sie sich aber nicht von den meisten anderen Europäern unterschieden. Dass sie mehrheitlich jedoch gleichzeitig sozialistisch eingestellt gewesen sein sollten, halte ich jedoch schlichtweg für einen Witz. Entweder war man damals nationalistisch oder international/sozialistisch. Es kam nicht von ungefähr, dass Hitler die internationalen Sozialisten als einen seiner ärgesten politischen Feinde ansah.

Falls du aber mit deiner Aussage oben andeuten wolltest, dass die meisten Leute die NSDAP gut fanden, muss ich dich wiederum enttäuschen. Die Wahlergebnisse der letzten Reichstagswahlen vor dem Ermächtigungsgesetzt finden sich beispielsweise hier: http://www.gonschior.de/weimar/Deutschland/RT5.html

Im Vergleich dazu schau dir doch mal die Ergebnisse der letzten freien Wahlen in Italien von 1924 an.

  • auch wenn

nicht immer aus Überzeugung, sondern oft aus Feigheit. Der
Grund ist aber relativ unwichtig.

Mit letzterem täuscht du dich ganz gewaltig. Es ist immer leicht, gegen etwas zu sein, was einen benachteiligt. Aber wer ist schon gegen etwas, von dem man im Wesentlichen profitiert ? Das hat mit Feigheit überhaupt nichts zutun, eher schon mit Gleichgültigkeit.

Wenn es dir tatsächlich darum geht, aus der Geschichte zu lernen, sind Gründe für ein bestimmtes Verhalten das Allerwichtigste. Gründe sind nämlich im Gegensatz zu bestimmten geschichtlichen Konstellationen zeitlos.

  1. Dass in Deutschland immer noch Antisemitismus herrscht,
    kann man fast täglich in der Tagespresse nachlesen.

Tatsächlich ? Hier herrscht Antisemitismus ? Er ist also in Deutschland dominierend ? Wie kommt es dann, dass eine Partei einen Abgeordneten ausschließt, weil er vermeintlich Antisemitisches äußert ? Ist es nicht eher so, dass in Deutschland Antisemitismus als gesellschaftliche Randerscheinung vorkommt? Ja, sicher…und ? In Deutschland werden auch täglich Frauen vergewaltig (kann man fast täglich in der Tagespresse nachlesen), dennoch würde ich nicht sagen, dass Vergewaltigung die herrschende Interaktion zwischen Männern und Frauen in D ist.

  1. Italien hat hiermit nichts zu tun. Aber wenn du darüber
    reden willst, bitte: Ich bin gegen Berlusconi, gegen
    Mussolini, gegen die Faschisten und die Nationalisten. Und
    zwar in jedem Land.

Das ist zwar lieb, dass du das sagst, aber entweder man redet über Antisemitismus und Faschismus (was kein national begrenztes Phänomen ist) oder man redet über deutsche Geschichte. Also worüber wolltest du reden ? Oder bist du der Meinung, es gibt heutzutage einen ganz speziellen deutschen Antisemitismus, der sich von dem Antisemitismus anderer Länder unterscheidet ? Das fände ich mal einen interessanten Diskussionsansatz. Wäre aber vielleicht dann einen neuen Thread wert.

Nur zur Erinnerung: wir leben hier und jetzt im Jahr 2003
nicht zwischen 1933 und 1945, das ist Geschichte!

Ach, ja, das übliche bequeme Argument. Dann vergessen wir
alles, wir haben damit nichts zu tun, es geht uns gar nichts
mehr an.

Das kannst du halten wie du willst. Entscheidend für die Menschen heute ist jedoch was heute passiert, und ein paralysiertes Starren in die Vergangenheit wird heute niemanden vor Verfolgung retten. Es ist im Gegenteil sogar recht bequem, denn über die Vergangenheit lässt es sich vortrefflich „schockiert“ sein, ohne dass man möglicherweise der Unbequemlichkeit nachgeben muss, in irgend einer Weise zu handen.

Ich nehm dir im übrigen nicht übel, dass du deutsche Vergangenheit sehr mit deutscher Gegenwart verknüpfst, das ist nichts ungewöhnliches bei Menschen, die sich nur mit wenigen (hauptsächlich geschichtlichen) Aspekten eines Landes auseinandergesetzt haben. (Umgekehrt passiert das ja häufig auch, die USA werden z.B. vielfach mit Sklaverei, Genozid an den Ureinwohnern etc. in Verbindung gebracht und GB häufig mit dem Commonwealth und Kolonialismus). Allerdings musst du dich dann auch nicht wundern, wenn ab und an der mehr oder weniger dezente Hinweis kommt, dass man heute das Jahr 2003 schreibt.

Und wenn du dann noch dich über Antisemitismus in D „nicht wunderst“ und zudem noch versuchst, eine historische Verbindung herzustellen („Ich leide an Halluzinationen und Deutschland ist nicht und war noch nie antisemitisch.“) ich befürchte, dann bewegest du dich in ziemlich flachen Gestaden. Schade eigentlich.

Gruss
Marion

hallo,

ich frage mich: wann fangen sie an, mir zur abwechslung auch mal mussolini um die ohren zu werfen. ich stamme nämlich zu einem guten teil von italienern ab. der teil ist groß genug für eine staatsbürgerschaft.

(dieser teilthread ist zum ko…)

gruß
datafox