Antisemitismus nach dem Holocaust

Und dieses Eingebunden-fühlen ist sehr persönlich. Es gibt
sicher große Individualisten, denen die
Fussballweltmeisterschaft und die deutschen Dichter egal sind,
weil sie nur sich selbst an ihren eigenen Leistungen (und
Taten) messen.

hallo ich misch mich ein…

oft kann man es sich gar nicht aussuchen. als ich einmal in frankreich war, wurde ich mit erhobener hand und „heil hitler“ begrüßt. da bin ich „eine deutsche“, weil ich deutsch spreche. wenn ich jetzt mit leuten zusammenkomme, kriege ich manhcmal dinge an den kopf geworfen wie „die leichen in dschenin“. jetzt bin ich also „israelin“… für manche juden bin ich eine „schickse“, für die christen „diese jüdin“. mit persönlichem gefühl hat das oft gar nichts zu tun sondern mit den schubladen, in denen einen die anderen stecken. darauf heißt es aber souverän und mit selbstbewußtsein zu reagieren und nicht eingeschnappt sein, alle zu hassen und in der folge sich selbst zu hassen. das ist nicht leicht, aber eine andere wahl gibt es nicht als zu lernen da drüber zu stehen.

Wenn ich mich aber so umschaue, dann sehe ich
doch, dass die meisten sich sehr stark mit den
Gruppenleistungen identifizieren. Dann vermute ich, dass das
Unbehagen bei den dunklen Seiten ebenso da sein muss.

ich finde menschen, die übersteigertes nationalbewußtsein haben OHNE sich mit den dunklen kapiteln ihres landes/volkes auseinanderzusetzen, sind ziemlich schwache und unreife menschen. dazu kommen natürlich die oberflächlichen proleten, die die obengenannten schubladen so weit aufmachen, daß es weh tut.

das wollte ich dazu loswerden.
lehitraot.

Hallo…
Hallo Pendragon,

Danke, ich hatte schon befürchtet, ich steh mit meiner Meinung
alleine da :smile:
Genau das wollte ich auch im letzten teil meines Postings an
Iris weiter unten ausdrücken -------->
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Stimmt! Da hast Du mehr oder weniger das Gleiche geschrieben wie ich jetzt. Ich habe aber ehrlich nicht abgeschrieben, sondern habe Deinen damaligen Beitrag erst jetzt gelesen. (Das geht hier alles so schnell, ich komme längst nicht mit allen Beiträgen hinterher…)

Komischerweise hatte ich Dich in diesem Thread hier so verstanden, dass Du den ganzen Begriff von kollektivem schlechten Gewissen oder schlechtem Gefühl ablehnst, sehe jetzt aber auch, dass Du das gar nicht geschrieben hast. Naja. Stellen wir mal fest, dass dies hier ein schwieriges Thema ist.

Das Problem der Schuld von ihren Schultern zu nehmen viel den
Linken nicht schwer. Alles was mit Nationalismus zutun hatte,
wurde einfach zur Ursache allen Übels erklärt. Man hatte eben
keine nationalen Gefühle zu hegen, dann brauchte man sich auch
nicht schuldig fühlen. Wo kein Kollektivgefühl, da auch keine
Kollektivschuld. (…)

(…) einen Teil der persönlichen Identität
raubte, nämlich den Teil, „deutsch“ zu sein. Statt dessen
herrschte eher nationale Verwirrung (durfte man noch stolz
sein, Deutscher zu sein ? Oder musste man sich deswegen
schämen ? Oder am besten gar nicht erwähnen…)

Das sehe ich inzwischen auch so. In meiner Jugend fand ich es noch völlig normal, dass Leute beim Fussball, wenn deutschland spielte, für die andere Seite rufen. (Das gehörte in der Alternativszene der frühen 80er fast zum guten Ton.)

Als ich das in Frankreich erzählte, löste ich damit helles Entsetzen aus und die spontane Feststellung „Das kann nicht gutgehen!“.

Ich finde das heute auch falsch. Ich mache jetzt aber auch niemanden einen Vorwurf, wenn er irgendein verkrampftes Verhältnis zur deutschen Vergangenheit hat. Im Gegenteil: Welches Verhältnis soll man denn sonst dazu haben? Die Leute versuchen halt auf ihre Art mit dem Trauma zu leben. Und ich behaupte, so hochtrabend es eventuell für die Opfer klingt, ein Trauma ist auch für die Nachkommen der Tätergeneration, wenn sie halbwegs sensible Menschen sind.

Aber genau dieser empfunde Verlust ist es meiner Meinung nach,
der sich heute in diesen so irrational und wirr mutenden
Sprüchen wieder Bahn bricht wie: „Endlich sich nicht mehr
schämen müssen, Deutscher zu sein, endlich den Kopf wieder
heben dürfen etc.“.

Da mag was dran sein. Andererseits: Hat denn jemand die ganze Zeit den Deutschen erzählt, sie sollten sich schämen und nun kommt jemand und sagt ihnen, sie sollen sich nicht mehr schämen und alle freuen sich darüber? Für einen halbwegs erträglich Umgang mit der eigenen Geschichte ist doch erstmal jeder selbst verantwortlich.

Mit scheint das Problem eher, daß in diesen Diskussionen immer die falschen Dinge gekoppelt werden. Wenn die Deutschen sich nicht mehr schämen, müssen sie sich sofort mit dem Zentralrat der Juden streiten. Oder Friedmann beschimpfen. Oder das ganze zum Wahlkampfthema machen. Da frage ich mich immer: geht das nicht auch stiller?

[Off topic: Übrigens finde ich Friedmann ganz ok. Auf jeden Fall nicht arrogant. Und seine Sendungen werden dadurch recht interessant, dass er die Politiker nicht endlos labern und vom Thema abschweifen läßt, sondern sie immer wieder auf den Punkt zurückstößt. Das mußte ich sagen, da ich damit wohl fast die einzige bin. Ich finde auch Alice Schwarzer ok und bin damit auch relativ alleine. Offenbar gefallen mir Leute besser, die sich etwas exponieren.]

Tatsacht ist doch, dass die Palästinenser das haben ausbaden
müssen, was die Deutschen angerichtet haben. Wesentlich
„gerechter“ wäre es gewesen, die Deutschen aus der Hälfte von
Detuschland zu vertreiben und dieses Land den Überlebenden des
Holocaus zu geben, um sich eine neue und sicherer Heimat zu
schaffen, und das mitten in Europa, wo sie kulturell ja auch
hingehörten.

Tja, gerechter wem gegenüber? Den Juden? Die hätten sich in einem ehemaligen Teil Deutschlands nie sicher gefühlt. Und im Nahostkonflikt gebe ich schon beiden Seiten einen Teil der Schuld, das hatte ich ja schon mal im Auslandsforum beschrieben, wo es auch hingehört. Aber dass die Palästinenser zumindest zum Teil ausbaden, was die Deutschen angerichtet haben, sehe ich auch so. Obwohl es die zionistische Bewegung schon lange vor der Shoa gab und sie auch vorher schon gute Gründe hatte.

Übrigens bin ich die nächsten Tage offline. Nur damit sich keiner wundert, wenn ich erstmal nicht mehr antworte.

viele Grüße, Stefanie

Zuschlag
Hi babs :smile:
Das ist wohl mit der lesenwerteste Beitrag seit langem zu diesem Thema…
diese Links… klasse!

Ich hätte da noch ein paar Zusätze.
Züsätzlich zu der subjektiv empfundenen Scham über die Ereignisse im 3. Reich ist auch noch die Selbstprüfung ein ganz wichtiges Thema.
Wer sich auch nur am rande mit der Holocaustthematik auseinandersetzt (also praktisch alle, die im Geschichtsunterricht nicht vollkommen gepennt haben) kommt zu der „Gretchenfrage“:
Wie hätte ich mich verhalten???
Diese Frage kann man versuchen für sich selbst zu beantworten (Meist kommt raus „Ich weiss es wirklich nicht, ob ich ein Held gewesen wäre…“)
Oder man wehrt sie ab: „Man konnte doch eh nichts tun“
Die Gegenbeispiele (Über 300 Deutsche, die bemerkenswerten Ereignisse in Dänemark usw usw usw) werden negiert.
das ist ein zweiter Punkt für Antisemitismus:
Die, meist unbewusste, Erkenntnis, dass Wiederstand möglich und die Verbrechen erkennbar waren.
Die führte dazu, dass diejenigen, die Widerstand leisteten (und überlebten) in der Nachkriegsgesellschaft z.T erhebliche Schwierigkeiten bekamen… denn was nicht sein kann das nicht sein darf (Siehe z.B. Calmeyer mit seiner „Niederländischen Judenentsternungsdienststelle“.
Und die Projektion von Vorurteilen gegen diejeigen, die permanent an diese Fragestellung erinnern… die Juden. Sobald ich diese vorurteilsfrei als „ganz normale Menschen“ ansehe, stellt sich wieder diese unangenehme Frage… „was hätte ich damals…“

Meiner bescheidenen Meinung nach sind das also 2 Beweggründe:

  1. Die „Scham“ bzw das „peinliche Berührtsein“ über die Ereignisse an sich.
  2. die Frage an sich selbst über das mögliche eigene Verhalten.

Die sogenannte „Schlußstrichdiskussion“ die immer wieder aufflammt, resultiert daraus.
man will sich mit diesem Themenkomplex und den daraus resultierenden Fragen nicht mehr auseinandersetzen, man will das alles vergessen.
das ist nichts anderes als eine Abwehrstrategie einer schwer traumatisierten Gesellschaft… das „Böse an sich“ soll einfach verschwinden… In eine dunkle Kammer gesperrt werden und vergessen werden…

Wie man diese alles menschliche Vorstellungsvermögen sprengende Gräuel vergessen kann, ist mir allerdings schleierhaft.
Die ganze Verdrängungsstrategie ist deshalb zum Scheitern verurteilt.

Gruß
und knuddel
Mike

P.S.
Fühle dich besternt
* * * * * *
* * * * * *

Hi!

Wir haben völlig aneinander vorbei geschrieben.

Grüße,

Mathias

Hi Drache!

Das ist Wortklauberei. Wer keine Schuld fühlt, muss auch kein
schlechtes Gewissen haben, oder anders gesagt, ein schlechtes
Gewissen basiert auf Schuldgefühlen, worauf denn sonst ?

Das ist richtig.
Und Schuldgefühle kann man den Leuten eben auch einreden.

Nein, das denke ich grade nicht. Wenn ich meinen Nachbar sag
er sei Schuld, wenn vorhin in China ein Sack Reis umgefallen
ist, dann zeigt er mir nen Vogel.

Das ist das deutsche Phänomen.
Wenn Du ihm aber sagst, er sei schuld am Holocaust obwohl erst 1960 geboren, senkt er den Kopf und schämt sich.

Was ich aber denke, was in Deutschland passiert ist, ist eine
Kopplung von Kollektivgefühl (z.B. nationale Identität) mit
Kollektivschuld. (siehe weiter meine Antwort an Stefanie).

Klar.
Und wer diese ablehnt, ist in den Augen interessierter Kreise ein Antisemit.
Dass das Blödsinn ist, wissen wir alle. Aber bestimmte Privilegien gibt man eben ungern auf und man sieht ja, es funktioniert nach wie vor, den selbst die Opfer wildester Beleidigungsorgien (s. Friedmann´s dumme Sprüche), nämlich sehr viele „politisch korrekt“ denkende Deutsche, treten nach wie vor dafür ein, kollektiv schuld zu sein.
Wenn sie unbedingt wollen, bittesehr. Aber ich persönlich lehne das für mich ab.

Ich habe auch „schlechte Gefühle“, wenn ich Dachau sehe oder
Aufnahmen aus Vietnam, Palästina o.ä.

Eben. Wär ja auch schlimm, wenn es anders wäre. Und ich wette,
du brauchst da auch niemanden, der dir jetzt sagt, dass du da
gefälligst schlechte Gefühle zu haben hast und dem du deine
schlechten Gefühle dann anschließend vorwerfen kannst.

Natürlich nicht.
Aber ich fühle keine Schuld. Und ich brauche auch keinen, der mir sagt, ich sei schuld daran, denn dem ist nicht so.

Bislang ja. Nun wird aber versucht, den klassischen, falsch
verstandenen weil rein auf Juden bezogenen Begriff
„Antisemitismus“ immer mehr auf aktuelle Handlungen oder
Aussagen zu beziehen.
Und das ist abzulehnen.

Hier kommt es in Diskussionen immer wieder zu
Begriffsverwirrungen, dass ist richtig. Insofern stimme ich
mit dir überein, dass man diesen Begriff erstmal klären
sollte, bevor man ihm jemand anders (z.B. 20% der Deutschen)
vor die Füsse schmeisst. Ganz offenbar wird dieser Begriff
nämlich ganz unterschiedlich Verstanden und mit ganz
unterschiedlichen Assoziationen verknüpft.

Das stimmt.
Ich verweise hier auf meine Diskussion mit Lego.

Das ist eben die Frage. Ist Karsli ein Fremdenfeind? Wäre doch
irgendwie komisch, oder nicht?

können Schwarzafrikaner rassistisch sein ?

Oh ja. Der Vergleich passt nicht. Der Schwarzafrikaner kann im eigenen Land ein Rassist gegen Weisse sein.

Karsli kann in Deutschland nicht fremdenfeindlich sein, da er Deutscher UND Fremder ist.
Daher hat sich Friedmann ja auch so böse selbst abgeschossen.
Karsli ist Semit und Deutscher.
Ihn also als antisemitischen Araber hinzustellen war schon ziemlich dumm.

Grüße,

Mathias

…dann solltest Du doch eigentlich den semitischen Deutschen mit syrischen Eltern, Jamal Karsli, verstehen können.

Grüße,

Mathias

Hallo Barbara,

zunächst herzlichen Dank für Deine Hochschätzung meiner Antwort und eine Entschuldigung für die Anzahl an Tippfehlern (habe die Antwort in der Mittagspause zusammengekloppt :smile:).

nutzt. Ich halte es nämlich auch für falsch zu glauben, es
könnte ein schlechtes Gewissen ohne den Einfluß von
Schuldgefühlen geben.

Ja, das ist richtig. Das war auch nicht meine Aussage. Meine
Aussage war, dass es hier schlechtes Gewissen ohne
*persönliche* Schuld i.S. von Täterschaft gibt. Stefanie hat
das ja gerade nochmal schön gesagt, sie hat verstanden, wie
ich es meine.

Ich werde mich da nochmal durcharbeiten :smile:

zunächst auf diese „Volkschuldlinie“ zurückgezogen. Verstehst
Du, was ich sagen will? Es tut mir leid, wenn ich mich zuvor
ungünstig ausgedrückt habe. Besides, meine Geschichtchen aus
dem Dritten Reich war natürlich etwas off-topic, aber wollte
damit die moralischen Hintergründe meiner Antwort etwas
unterstreichen.

Ja, das hatte ich verstanden, ich wollte nur die MOD
beruhigen, ansich wäre das ja auch ein Thema für
Geschichte:smile:, was du da angesprochen hattest.

Achso…:smile:

Das ist genau der Punkt, an dem wir aneinander vorbeigeredet
haben. Es gibt keine Individualschuld in diesem Bezug. Es ist
eine Schuld, die das Volk trifft. Aber auch nicht wirklich im
rationalen Sinne, sondern eher im - naja - im ethisch,
pathetischen Sinne.

Ja, das habe ich dann auch gemerkt. Ich nenne es eben
Verantwortung, nicht Schuld, weil mein Begriff von Schuld
impliziert, das ich persönlich eine Tat begangen habe. Jetzt
wird mir sicher wieder Wortklauberei vorgeworfen:smile:, aber ich
denke, das ist eines der Hauptmissverständnisse überhaupt bei
dem Kollektivschuldgedanken.

Ja, ganz genau. Naja, wir haben da verschiedene Betrachtungsansätze, was ja aber auch nicht verkehrt sein muß.

-jetzt wirklich offtopic- doch den haben wir! Es gibt sehr
interessante Forschungsansätze ( z.B. die Arbeit mit
Tagebüchern als Quellen) und viele andere Möglichkeiten.

Das glaube ich einfach nicht. Auch ein Tagebuch kann doch nicht vermitteln, welche Angst eine Mensch wirklich fühlt. Es gibt Dinge, die man nicht in Worte fassen kann. Angenommen, KZ-Insassen hätten ein Tagebuch führen dürfen. Mit welchen Worten hätte eine Mutter die Empfindungen beschreiben können, wenn sie hätte zusehen müssen, wie ein SS-Mann ihr Neugeborenes gegen die Wand schmettert. Es gab vorfälle, in denen Sadisten Säuglingen die Augen ausrissen und sie vor den Augen der Mütter auf dem Boden zertraten. Welche Worte gibt es für die Empfindungen der Mutter?

zuder Täter-Opfersache:

Wenn du mal in Berlin bist, empfehle ich dir das Haus der
Wannseekonferenz! Wir leben im Land der Täter, beschäftigen
wir uns dochmal zur Abwechslung mal mit denen. Tut halt mehr
weh!

-) Da war ich schon.

Als ich mit einer Freundin den Film über die SS-Frauen gemacht
habe, bekamen wir auch Wut zu spüren: Wie könnt Ihr nur!
Gerade die SS- Nachrichtenhelferinnen kämen vielen „zu gut“
weg. Man wollte - auch ein Reflex, den Marion an anderer
Stelle gut beschrieben hatte - sich selbst vergewissern, dass
man selbst ja gut sei. Wenn wir über die „Tätergeneration“
reden, wollen die einen hören, das war alles nicht so schlimm
und die anderen wollen den dicken, moralischen Zeigefinger
sehen. Grund: Man will sicher sein, auf der richtigen Seite
gestanden zu haben. Ich weiß noch, wie eine Zuschauerin völlig
empört sagte: Die SS-Frauen-Ausbildungsschule, die kam viel zu
gut weg, da wäre ich vielleicht auch gerne hin - das könnt ihr
so nicht bringen.

Ich hätte den Film gerne mal gesehen. Ich habe mal von diesem Film gehört, weil meine Frau ihn damals gesehen hat. Kam er auf arte oder…? Weißt Du, wann er wiederholt gesendet wird? Ich wußte ja damals natürlich nicht, daß er von Dir war. Wie auch. Es ehrt mich natürlich daher ganz ungemein, daß Du es zuläßt, mit einem historischen low-level wie mir, dieses Thema zu besprechen.

Nazis sind abgrundtief böse, verachtungswürdige Monster
gewesen? Das hättest du wohl gerne, weil du weisst ja, dass du
gewiss kein Monster bist - da ist viiiiiiiiiiiiel Abstand
geschaffen zwishen dir und dem Mensch damals. Aber: Ein
Großteil der Menschen in dieser Zeit war wie wir es heute oft
aus sind: oft gleichgültig, gefrustet, unpolitisch,
parolengläubig. Warum das passiert, ist, was heute sicher
nicht mehr passiert, hat dann viele Ursache und Faktoren.

Das habe ich genauso in meiner ersten Antwort auf Deine Thesen so dargestellt. Die Gleichgültigkeit der damaligen Parolengesellschaft.
Ich glaube, daß das, was damals geschah, immerwieder möglich ist. Diese Monster stecken doch in uns. Deshalb sollen wir ja wachsam sein. Und gerade deshalb schrieb ich ja auch, daß ich mich nicht freiwaschen kann. Ich schrieb, daß ich nicht weiß, ob ich auch die Stärke und den Mut gehabt hätte, mit denen die Menschen des Widerstandes und die unzähligen „kleinen“ Widerständler gesegnet waren. Ich habe Angst vor diesem Monster, weil ich fürchte, daß auch ich zu 99% eher nicht zum Widerstand gehören würde. Aber auf jeden Fall würde ich versuchen, nach diesem einen verbleibenden Prozent zu greifen. Denn dieses Hundertstel vereint in sich alles edle und ritterliche dieser Welt. Das ist doch mal ein Grund.

Aber das diskutieren wir dann wirklich woanders:smile:. Btw: Wenn
ich hier „Du“ schreibe, meine ich nicht dich persönlich! Bitte
nicht falsch verstehen.

Habe ich schon verstanden. Es gibt andere, die so lospöbeln würden. Aber das ist ganz bestimmt nicht Deine Art. Deshalb bestand niemals eine Gefahr des Mißverständnisses. :smile:

viele liebe Grüße, dein Statement hat mit wirklich
beeindruckt. Hut ab!

Weil es aus Deiner Tastatur kommt, ist diese Bewertung für mich von hoher Bedeutung. Ich schätze unsere Diskussion sehr.

Viele Grüße

Barkley

…dann solltest Du doch eigentlich den semitischen Deutschen
mit syrischen Eltern, Jamal Karsli, verstehen können.

nur wenn er deutsch spricht :smile:

lehit!

hallo mathias!

Das ist Wortklauberei. Wer keine Schuld fühlt, muss auch kein
schlechtes Gewissen haben, oder anders gesagt, ein schlechtes
Gewissen basiert auf Schuldgefühlen, worauf denn sonst ?

Das ist richtig.
Und Schuldgefühle kann man den Leuten eben auch einreden.

Nein, das denke ich grade nicht. Wenn ich meinen Nachbar sag
er sei Schuld, wenn vorhin in China ein Sack Reis umgefallen
ist, dann zeigt er mir nen Vogel.

Das ist das deutsche Phänomen.
Wenn Du ihm aber sagst, er sei schuld am Holocaust obwohl erst
1960 geboren, senkt er den Kopf und schämt sich.

noe, dann hat er etwas was nicht verstanden :wink:!

ausserdem sagst du damit, alle deutschen fuehlen sich schuldig, wohingegen ein anderer unbenannter nur studien nannte, die von nur 25 pro sprachen, was du auf alle deutschen gemuenzt hast, nun aber sagst du selber, er (der deutsche) senkt dern kopfd
ok ein spass wir verstehen uns schon (halbwegs :wink:

Was ich aber denke, was in Deutschland passiert ist, ist eine
Kopplung von Kollektivgefühl (z.B. nationale Identität) mit
Kollektivschuld. (siehe weiter meine Antwort an Stefanie).

Klar.
Und wer diese ablehnt, ist in den Augen interessierter Kreise
ein Antisemit.

noe ist er nicht, sonst waere ich auch einer? :wink:

Dass das Blödsinn ist, wissen wir alle. Aber bestimmte

eben …

nämlich
sehr viele „politisch korrekt“ denkende Deutsche, treten nach
wie vor dafür ein, kollektiv schuld zu sein.

wer macht denn sowas? nenne mir doch einmal fallbeispiele einer solchen hier zutriffenden homogenen oder nicht homogenen gruppe.

Hier kommt es in Diskussionen immer wieder zu
Begriffsverwirrungen, dass ist richtig. Insofern stimme ich
mit dir überein, dass man diesen Begriff erstmal klären
sollte, bevor man ihm jemand anders (z.B. 20% der Deutschen)
vor die Füsse schmeisst. Ganz offenbar wird dieser Begriff
nämlich ganz unterschiedlich Verstanden und mit ganz
unterschiedlichen Assoziationen verknüpft.

Das stimmt.
Ich verweise hier auf meine Diskussion mit Lego.

jau, da geht lego voll mit :wink:

Das ist eben die Frage. Ist Karsli ein Fremdenfeind? Wäre doch
irgendwie komisch, oder nicht?

können Schwarzafrikaner rassistisch sein ?

Oh ja. Der Vergleich passt nicht. Der Schwarzafrikaner kann im
eigenen Land ein Rassist gegen Weisse sein.

Karsli kann in Deutschland nicht fremdenfeindlich sein, da er
Deutscher UND Fremder ist.

jau

Daher hat sich Friedmann ja auch so böse selbst abgeschossen.
Karsli ist Semit und Deutscher.
Ihn also als antisemitischen Araber hinzustellen war schon
ziemlich dumm.

ohweh nein, du definierst hier eigenmaechtig das wort antisemitismus als rassistische einstellung gegen semiten um.
antisemitismus = rassismus gegen juden weil sie juden sind = antijudaismus. ist halt so entstanden und verstanden worden bis dato. pech gehabt, regt mich ja, wie ihr seht, selber auf. semitisch ist eine sprachfamilie.

sonst koennte ja jeder kommen und uns eine emailingliste nennen :wink: hihi

beste gruesse, lego

Hi!

Das ist Wortklauberei. Wer keine Schuld fühlt, muss auch kein
schlechtes Gewissen haben, oder anders gesagt, ein schlechtes
Gewissen basiert auf Schuldgefühlen, worauf denn sonst ?

Das ist richtig.
Und Schuldgefühle kann man den Leuten eben auch einreden.

Nein, das denke ich grade nicht. Wenn ich meinen Nachbar sag
er sei Schuld, wenn vorhin in China ein Sack Reis umgefallen
ist, dann zeigt er mir nen Vogel.

Das ist das deutsche Phänomen.
Wenn Du ihm aber sagst, er sei schuld am Holocaust obwohl erst
1960 geboren, senkt er den Kopf und schämt sich.

noe, dann hat er etwas was nicht verstanden :wink:!

Möglicherweise. Dennoch handeln nach wie vor sehr viele Deutsche so. Sicherlich die Mehrheit.

ausserdem sagst du damit, alle deutschen fuehlen
sich schuldig, wohingegen ein anderer unbenannter nur studien
nannte, die von nur 25 pro sprachen, was du auf alle deutschen
gemuenzt hast, nun aber sagst du selber, er (der deutsche)
senkt dern kopfd
ok ein spass wir verstehen uns schon (halbwegs :wink:

Hast schon recht :wink:, hier muss ich konkretisieren.
Genausowenig wie 25% aller Deutschen Antisemiten sind, senken alle Deutschen bei dem Thema den Kopf.
Es sind jedoch sehr viele. Das merkt man doch auch hier im Forum, wo die meisten Leute ja sogar darum kämpfen, weiterhin politisch korrekt den Kopf senken zu dürfen…!

Was ich aber denke, was in Deutschland passiert ist, ist eine
Kopplung von Kollektivgefühl (z.B. nationale Identität) mit
Kollektivschuld. (siehe weiter meine Antwort an Stefanie).

Klar.
Und wer diese ablehnt, ist in den Augen interessierter Kreise
ein Antisemit.

noe ist er nicht, sonst waere ich auch einer? :wink:

Friedmann hat Dich einen genannt…

Dass das Blödsinn ist, wissen wir alle. Aber bestimmte

eben …

nämlich
sehr viele „politisch korrekt“ denkende Deutsche, treten nach
wie vor dafür ein, kollektiv schuld zu sein.

wer macht denn sowas? nenne mir doch einmal fallbeispiele
einer solchen hier zutriffenden homogenen oder nicht homogenen
gruppe.

Alle hier im Forum, die an der Diskussion teilgenommen hatten ausser Raimund, Günter, evtl. Dir (bin noch nicht ganz sicher…:wink:) und meiner Wenigkeit…
Das ist doch schon recht repräsentativ, nicht wahr?

Hier kommt es in Diskussionen immer wieder zu
Begriffsverwirrungen, dass ist richtig. Insofern stimme ich
mit dir überein, dass man diesen Begriff erstmal klären
sollte, bevor man ihm jemand anders (z.B. 20% der Deutschen)
vor die Füsse schmeisst. Ganz offenbar wird dieser Begriff
nämlich ganz unterschiedlich Verstanden und mit ganz
unterschiedlichen Assoziationen verknüpft.

Das stimmt.
Ich verweise hier auf meine Diskussion mit Lego.

jau, da geht lego voll mit :wink:

Feine Sache.

Das ist eben die Frage. Ist Karsli ein Fremdenfeind? Wäre doch
irgendwie komisch, oder nicht?

können Schwarzafrikaner rassistisch sein ?

Oh ja. Der Vergleich passt nicht. Der Schwarzafrikaner kann im
eigenen Land ein Rassist gegen Weisse sein.

Karsli kann in Deutschland nicht fremdenfeindlich sein, da er
Deutscher UND Fremder ist.

jau

Daher hat sich Friedmann ja auch so böse selbst abgeschossen.
Karsli ist Semit und Deutscher.
Ihn also als antisemitischen Araber hinzustellen war schon
ziemlich dumm.

ohweh nein, du definierst hier eigenmaechtig das wort
antisemitismus als rassistische einstellung gegen semiten um.
antisemitismus = rassismus gegen juden weil sie juden sind =
antijudaismus. ist halt so entstanden und verstanden worden
bis dato. pech gehabt, regt mich ja, wie ihr seht, selber auf.
semitisch ist eine sprachfamilie.

Hierzu habe ich mich schon geäussert. Du hast Dein Verständnis des Begriffes definiert, also ist das o.k. Auch ich habe das getan. Das war´s dann aber auch schon, weshalb ich mich hier einfach an die Absurdität des Begriffes in der rein linguistischen Auslegung halte.

sonst koennte ja jeder kommen und uns eine emailingliste
nennen :wink: hihi

Das wäre durchaus möglich… :-0)

Grüße,

Mathias

hallo pendragon,

Ich möchte dir mal ein
absichtlich etwas übertriebenes Beispiel geben, um mein
Problem zu erläutern:

verzeihung, das beispiel ist ihmo nicht uebertrieben, es ist total abwegig, :wink:

das ist ein aeusserst hypothetischer versuch, fast bin ich geneigt zu sagen, sozusagen ein „theoretisch-intellektueller“ versuch.

dann schon eher, diejenigen welchen, welche angeblich 5 meter hinter einem kippa-traeger tuscheln, warum menschen jetzt offen ihre kippa tragen muessen, soll es geben, habe ich mir sagen lassen, aber nie selbst gehoert :wink:

*lol*, wer glaubst du bitte, macht die Schulbücher? Kennst du
die Prozeduren der Kultuspolitik? Sorry. Das war jetzt mal
wieder Polemik und Schwarzweiß-Malerei pur, um nen Punkt zu
machen. Unnötig finde ich.

Ja, ich weiss, aber du musst zugeben, wir haben nicht seit
1945 die gleichen Geschichtsbücher an den Schulen. Warum ist
das denn bislang niemandem aufgefallen ? Oder ist es zwar

ich glaub, dass fiel schon eher auf. muss mal nachfragen.

Unterstützung. Diese Schulbücher sind wirklich eine Schande
für Deutschland (wenn ich das mal so sagen darf).

es soll in anderen laendern schlimmere geben, schlimmer hierzulande ist die bewaeltigung der nicht mehr die schule besuchenden, ergo der erwachsenden, bevoelkerung.

beste gruesse, lego

hallo mathias,

noe, dann hat er etwas was nicht verstanden :wink:!

Möglicherweise. Dennoch handeln nach wie vor sehr viele
Deutsche so. Sicherlich die Mehrheit.

eben, das ist einer der ursachen fuer die gruende, wegen derer ich mich eher noch aufrege, so hintenrum gesagt :wink:, das ist genau der deutsche michel, der sich entweder von m. oder von f. direkt ansprechen laesst respektive abgestossen fuehlt.

Hast schon recht :wink:, hier muss ich konkretisieren.
Genausowenig wie 25% aller Deutschen Antisemiten sind, senken
alle Deutschen bei dem Thema den Kopf.

jajaja :wink:, wenn ich jetzt gemein waere, wuerde ich deine alten worte wider f. ins feld fuehren lol

Es sind jedoch sehr viele. Das merkt man doch auch hier im
Forum, wo die meisten Leute ja sogar darum kämpfen, weiterhin
politisch korrekt den Kopf senken zu dürfen…!

jau, es gibt unteranderem jene

noe ist er nicht, sonst waere ich auch einer? :wink:

Friedmann hat Dich einen genannt…

noe hat er eben nicht, jedenfalls fuehle ich mich nicht angesprochen! oder habe ich mich geirrt? hihi …

Dass das Blödsinn ist, wissen wir alle. Aber bestimmte

eben …

nämlich
sehr viele „politisch korrekt“ denkende Deutsche, treten nach
wie vor dafür ein, kollektiv schuld zu sein.

wer macht denn sowas? nenne mir doch einmal fallbeispiele
einer solchen hier zutriffenden homogenen oder nicht homogenen
gruppe.

Alle hier im Forum, die an der Diskussion teilgenommen hatten
ausser Raimund, Günter, evtl. Dir (bin noch nicht ganz
sicher…:wink:) und meiner Wenigkeit…
Das ist doch schon recht repräsentativ, nicht wahr?

ja wie jetzt, haste mich da etwa missverstanden? obwohl das bisher nicht mein thema war mehrheitlich, sondern andere dinge thematisch nahe stehend. aber eben nicht hier genau das, von daher waere hier eine spezielle fehlinterpretation meiner meinung schon moeglich lol. das ich damit mit meinen „lieblingspostern“ alias du weisst schon, nahestehe, ist pure ironie,

mit anderen worten, ist schon witzig, diese zeitlich variierende gruppendynamik :wink:

jau, da geht lego voll mit :wink:

Feine Sache.

sag ich doch

Daher hat sich Friedmann ja auch so böse selbst abgeschossen.
Karsli ist Semit und Deutscher.
Ihn also als antisemitischen Araber hinzustellen war schon
ziemlich dumm.

ohweh nein, du definierst hier eigenmaechtig das wort
antisemitismus als rassistische einstellung gegen semiten um.
antisemitismus = rassismus gegen juden weil sie juden sind =
antijudaismus. ist halt so entstanden und verstanden worden
bis dato. pech gehabt, regt mich ja, wie ihr seht, selber auf.
semitisch ist eine sprachfamilie.

Hierzu habe ich mich schon geäussert. Du hast Dein Verständnis
des Begriffes definiert, also ist das o.k. Auch ich habe das
getan. Das war´s dann aber auch schon, weshalb ich mich hier
einfach an die Absurdität des Begriffes in der rein
linguistischen Auslegung halte.

jau, damit stehst du dann aber allein auf weiter flur oder aber in einer aeh gruppe oder gruppen, welche immer noch die minderheit darstellen, soll ja auch minderheiten geben, darum geht es hier sicher ueberhaupt in diesen wochen :wink:

beste gruesse, lego

Moin Mattesmaus,

Wenn Du ihm aber sagst, er sei schuld am Holocaust obwohl erst
1960 geboren, senkt er den Kopf und schämt sich.

Ok, gleich mal testen.

„Mathias, du bist schuld am Holocaust“ !!
(*gespannt schau*)

hm…
hör sofort auf zu grinsen, sieht so schämen aus ? *g*

Also nee Mathias, funktioniert nicht.

Was ich aber denke, was in Deutschland passiert ist, ist eine
Kopplung von Kollektivgefühl (z.B. nationale Identität) mit
Kollektivschuld. (siehe weiter meine Antwort an Stefanie).

Klar.
Und wer diese ablehnt, ist in den Augen interessierter Kreise
ein Antisemit.

Ich würde es mal so ausdrücken: Wer eine deutsche Identität als Teil seiner Persönlichkeit annimmt, der sollte sich nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen picken und bei dieser Identität nur an Beethoven, die Fußballnationalmannschaft, BMW und Spätzle denken, sondern wird akzeptieren müssen, dass der Holocaust und brennende Asylantenheime ebenfalls dazugehören, oder er macht sich unglaubwürdig. Wasch mich aber mach mich nicht nass funktioniert eben nicht.

Aber bestimmte

Privilegien gibt man eben ungern auf und man sieht ja, es
funktioniert nach wie vor, den selbst die Opfer wildester
Beleidigungsorgien (s. Friedmann´s dumme Sprüche), nämlich
sehr viele „politisch korrekt“ denkende Deutsche, treten nach
wie vor dafür ein, kollektiv schuld zu sein.
Wenn sie unbedingt wollen, bittesehr. Aber ich persönlich
lehne das für mich ab.

Weisst du Mattes, ich wette, du hast von deinen Vorfahren so einiges geerbet (wenn auch vielleicht indirekt), Dinge wie: ein Bildungssystem, eine funktionierende Infrastruktur, die Demokratie, eine stabile Wirtschaft die alle mehr als satt macht etc.etc.

Ich wette weiterhin, du hast dies alles angenommen, dich darüber gefreut und genutzt, ohne dir darüber weiter Gedanken zu machen, es sei denn du hast mal in andere Länder geschaut, und gesehen, wie dreckig es teilweise Leuten dort geht.

Dieses geschichtliche Erbe hat du gerne angenommen und es nicht zurückgewiesen. Nun ist aber dummerweise der Holocaust und vor allem seine Nachwirkungen (z.B. bis in mehrere Generationen hinein traumatisierte Menschen) ebenfalls Teil dieses Erbes. Jetzt kannst du dich natürlich hinstellen und sagen: „Ich persönlich lehne das für mich ab“.
Aber dadurch wirkst du eben auch wie ein Rosinenpicker und die waren noch nie und niergends sonderlich beliebt.

Inwiefern du anderen Leuten darüber Rechenschaft ablegen sollst bzw. ob nicht auch eine Gefahr der Instrumentalisierung oder des Mißbrauchs besteht, das ist in meinen Augen ein ganz anderes Thema das man meiner Meinung nach auch nur im Einzelfall diskutieren kann und da muss man dann schon sehr genau hinschaun. Da sind mir relativ flapsig hingeworfene Plattitüden wie: „der Friedman hat aber…“ ehrlich gesagt zu wenig.

Wenn man vorsichtig mit dem Begriff Antisemit umgehen sollte, dann sollte man hier meiner Meinung nach mindestens die gleiche Vorsicht walten lassen.

Gruss
Marion

Kurze Nachfrage…

nämlich
sehr viele „politisch korrekt“ denkende Deutsche, treten nach
wie vor dafür ein, kollektiv schuld zu sein.

wer macht denn sowas? nenne mir doch einmal fallbeispiele
einer solchen hier zutriffenden homogenen oder nicht homogenen
gruppe.

Alle hier im Forum, die an der Diskussion teilgenommen hatten
ausser Raimund, Günter, evtl. Dir (bin noch nicht ganz
sicher…:wink:) und meiner Wenigkeit…
Das ist doch schon recht repräsentativ, nicht wahr?

Ähm…
könntest Du vieleicht zitieren, wo beispielsweise meine Weinigkeit den Deutschen eine kollektive SCHULD zugeschoben hat(was in der Tat schwachsinnig ist)
bei mehreren anderen (Barbara z.B.) würde mich das auch intressieren…
Oder ist das wieder deine Interpretation impliziter Intentionen von offenen Äusserungnen, die das gemaue Gegenteil aussagen.

Ich sage dir:

  1. Es gibt keine Kollektivschuld.
  2. Ich trage mein Haupt nicht gesenkt.
  3. Und trotzdem bin ich Deutscher…
    Und wennst das nicht glaubst, dann kann ich dir auch nimmer helfen.

Mike

Hallo,

deinem Beitrag entnehme ich kurzum:

Es gibt Juden und Antijudaismus. also alle nichtjuden sind somit auch Antijudaisten.

Und den beachtlichen Erfolge und die Lehren die die Juden aus der Zeit des III. Reiches gezogen haben sind:

…, dass
palaestinensiche gefangene in IL mit wasser duschen

deine Argumentationen, und hier wiederhole ich mich absichtlich und bewußt sind demaßen faschistoid, daß es mich zum Kotzen bringt. du bist der GUTMENSCH, der unter dem Mantel des eintretens für die Jüdische Sache/Religion/Staat oder wie auch immer Einseitigkeit und Hass sät und verbreitet.

gruss
winkel

hallo winkel,

verzeihung, du hast meinen beitrag hier nun alles andere als auch nur annaehernd verstanden. voellig verquerr.

deinem Beitrag entnehme ich kurzum:

Es gibt Juden und Antijudaismus. also alle nichtjuden sind
somit auch Antijudaisten.

nein so ein unsinn, woraus liest du den den kokolores?

es gibt juden und christen und moslems und buddhisten und etc.
es gibt rassismus, darunter finden wir zum beispiel rassismus wider rechte, linke, auslaender, schwarze, weisse, moslems, christen, juden, und beliebig. davon ist eine art wie erwaehnt der antisemitismus = antijudaismus.

wie du mich derart falsch verstehen konntest, ist mir schleierhaft. nach deiner interpretation waere ich selber antijudaist :wink:!

deine Argumentationen, und hier wiederhole ich mich
absichtlich und bewußt sind demaßen faschistoid, daß es mich
zum Kotzen bringt. du bist der GUTMENSCH, der unter dem Mantel
des eintretens für die Jüdische Sache/Religion/Staat oder wie
auch immer Einseitigkeit und Hass sät und verbreitet.

selten so haette ich gelacht, wenn es nicht so trauig waere.

darum lasse ich deinen unsinn unsachlich kommentiert zurueck.

haetten wir eier, haetten wir ruehrei mit speck, wenn wir schinken haetten! wenn wir speck essen wuerden so als nebensatzschmankel :wink:

meine frage an dich, wie kommt es zu einem derartigen missverstaendnisses meines postings nebst meiner vorangegangenen postings?

beste gruesse, lego

Tip
Moin lego

meine frage an dich, wie kommt es zu einem derartigen
missverstaendnisses meines postings nebst meiner
vorangegangenen postings?

schau dir mal an, wie du über Palästinenser redest. Würdest jemand hier so über Juden reden, wäre er schon längst von Leuten wie dir an die Brettwand genagelt worden. Falls du nicht weisst was ich meine:

Ersetze mal bei den Postings einiger Leute hier im Forum das Wort Palästinenser jeweils durch das Wort Jude, dann geht bei dir vielleicht ein Licht auf.

(Mal ganz davon abgesehen, dass fast täglich in den besetzten Gebieten Palästinenser ohne Gerichtsverfahren von Israelis erschossen werden, und wenn man dann partout keine Notwehrsituation nachweisen kann, dann wars halt ein Versehen, so sorry).

Gruss
M.

moin marion,

wo rede ich pauschal schlecht ueber alle palaestinenser? zeige mir mal das oder die postings von mir bitte.

das mit dem nageln verstehe ich auch nicht ganz, hier wird von einigen wenigen genug schlecht ueber juden geredet, du weisst, ich meine die miesesten beitraege hier.

meinst du also, ich sollte oder wuerde dann noch fester nageln in solchen faellen, als ich es ohnehin schon tue?

also noch mal meine meinung hier zu nahost wenn du magst.

raus mit allen siedlungen aus der westbank und gaza.
ein freier staat palaestina.
abwahl der beiden herren jeweils dort unten bitte.
frieden fuer israel, et al natuerlich.
Am Israel Chaj!

hier zu deutschland

keine populistik und keulen von allen seiten.
wer keine schuld hat, hat keine schuld und muss sich ergo nicht angesprochen fuehlen, so zum thema kopf neigen etc.
korrekte verwendung von begriffen nebst sachlichkeit und blabla.

antworte doch bitte gerne sachlich auf mein ausgangsposting hier im thread, wenn du magst. oder haben alle auf die erste unsachliche antwort hier gewartet mit ihren antworten?

beste gruesse, lego

moin lego,

wo rede ich pauschal schlecht ueber alle palaestinenser? zeige
mir mal das oder die postings von mir bitte.

Zitat lego, etwas abgeändert:

man beachte hier, dass kein Jude durch Phantasieland bewusst unschuldig verhaftet oder erschossen wird, dass jüdische gefangene in PL mit wasser duschen und sie dort phantasielandkritische buecher schreiben duerfen. hingegen mord (bewusste toetung nach erfolgter festnahme) ohne gerichtsurteil mit teilweise Judenführers persoenlicher unterschrift und anschliessender oeffentlicher schaendung der leiche in Judenland an Juden stattfindet. und siehe die tausende jüdischen toten an wenigen tagen in AB-Land vor wenigen jahrzehnten. damit sind aber Judenland und AB-Land aber auch nicht annaehernd vergleichbar mit einem gewissen anderen regime.

Original:
man beachte hier, dass kein palaestinenser durch israel bewusst unschuldig verhaftet oder erschossen wird, dass palaestinensiche gefangene in IL mit wasser duschen und sie dort israelischkritische buecher schreiben duerfen. hingegen mord (bewusste toetung nach erfolgter festnahme) ohne gerichtsurteil mit teilweise arafats persoenlicher unterschrift und anschliessender oeffentlicher schaendung der leiche in palaestina an palaestinensern stattfindet. und siehe die tausende palaestinensicher toten an wenigen tagen in jordanien vor wenigen jahrzehnten. damit sind aber paelestina und jordanien aber auch nicht annaehernd vergleichbar mit einem gewissen anderen regime.

na ? ist dir schon schlecht lego ?
Gruss
M.

Noch ein Link
Hallo Barbara,

eine feine Diskussion ist entstanden :smile:

Heute in der Süddeutschen:

http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel3239.php
Da taucht sogar dein Liebling-Nolte auf *g*

Liebe Grüße

Böser Cop *g*