Hallo Gandalf.
Wer Kritik übt, muss auch mit Kritik umgehen können.
nun da hör ich aber was! Einige Herren aus Israel, allen voran
Herr Sharon, teilt fleißig aus, aber wenn man sich erdreistet,
ihn zu kritisieren, kommt schnell das Totschlagargument
‚Antisemit‘, speziell, wenn der Kritisierende aus D stammt.
Hier muss man endlich einmal lernen, zu unterscheiden zwischen Kritik an Israel und antisemitischen Aussagen, welchen in solcher Kritik auch vorkommen können. Ist Antisemitismus denn hierzuland ein solches Tabu, dass man diesen einfachen Zusammenhang einfach nicht wahr haben will?
Die Herren Spiegel und Friedmann kultivieren gerne die
Sonderstellung der Juden in D, wenns zu ihren Gunsten geht,
wird aber Kritik laut - siehe eben.
Welche Sonderstellung? Die welche ihnen von aussen zugewiesen wird? Ansonsten stellt sich nun wieder die Frage welche Kritik du meinst? Gibt es wirklich sachliche Kritik am Zentralrat in der letzten Zeit oder nur persönliche an die Beiden, welche oft mit antisemtischen Aussagen unterlegt wird?
Ich bin bisher noch nie mit Herrn Möllemann einier Meinung
gewesen und sein Verhalten geht mir auch jetzt gegen den
Strich, aber seine Aussage, daß man Unrecht Unrecht nennen
können darf, egal wer Unrecht begeht kann ich nur zustimmen.
Hat dem denn irgend jemand widersprochen oder warum unterstellst Du hier das dieses von Friedman oder Spiegel getan wurde?
Wie weiter unten schon behauptet wurde, wäre man bei Nennung
von Schwulen, Sinti, oder wem auch immer schnell zur
Tagesordung übergegangen, nur die Herren des Zentralrates
müßen einen Elefanten aus der Mücke machen und erweisen sich
damit m.E. einen Bärendienst.
Aha. Wenn also Möllemann behauptet hätte, ein Schwuler würde durch seine Art dazu beitragen, dass es mehr Schwulenhass in Deutschland gibt, wäre man zur Tagesordnung übergegangen? Ich kann mir die Aufregung gut vorstellen.
Es kündet nicht von Größe, wenn man Äußerungen eines
Provinzbarons so wichtig nimmt. Sie werden dadurch nur
aufgewertet.
Es ist auch keine Größe, für jede Kritik von einer Minderheit eine Rechtfertigung und Nützlichkeitsanalyse zu verlangen. Man hätte die Anmerkungen auch erstn nehmen können und dann hätte sich der Fall schnell geklärt. Aber die FDP sucht ja lieber am rechten Rand der Gesellschaft nach ihren Wählern. Juden sind bekanntlich hierfür empfindlich und es ist schon dreist, dieses ihnen auch noch vorzuwerfen.
Manchmal(!) ist die Einstellung ‚Was kümmert es
den Mond, wenn der Hund ihn ankläfft‘ angebrachter.
Bei täglich zunehmener Gewalt gegen Juden? Bei stark angestiegenen Drohbriefen und -anrufen? Vielleicht muss der Zentralrat noch lauer aufschreihen, damit man hierzulande erst einmal merkt, wie es aktuell steht.
Möllemann hat genau das erreicht, was er wollte -
Aufmerksamkeit.
Und das auf Kosten des Zentralrates bzw. des Herrn Friedmann.
Wäre von Seiten des Zentralrates weniger Wind gemacht worden,
wäre die Sache längst vergessen.
Soll man also zukünftig zu Antisemitismus, Fremdenhass, Rassismus schweigen, weil er dadurch Aufmerksamkeit bekommt? Nein, nicht Friedman oder Spiegel oder andere, da sich ja nicht nur Juden dazu geäussert haben und der Vorwurf „Antisemit“ aus einer ganz anderen Ecke kommt, haben richtig gehandelt, ganz im Gegensatz zu Möllemann. Kritisieren ihn.
Ich möchte von mir behaupten, kein Antisemit oder Nazi zu
sein, ganz im Gegenteil, aber wenn ich mir das Verhalten
einiger Funktionäre anschaue, kann ich es nur lächerlich
nennen. Das würde ich z.B. bei einem Herrn Stoiber oder
Schröder oder Fischer oder wem auch immer genauso sagen. Aber
wenn ich es bei einem Herrn Friedmann äußere, muß ich gleich
in Deckung gehen.
Nö.
Aber das ist wohl wieder antisemitisch
Nö und mich nervt es langsam, dass der Begriff hier masslos relativiert wird, in dem er hier so dem Spott Preis gegeben wird. Es gibt hierzulande nicht zu unterschätzenden Antisemitismus und diesen muss man auch so benennen können. Wer damit Probleme hat, sollte einmal über sich nachdenken und nicht auch noch in diese Kerbe hauen.
Israel ist wie Du so schön sagst ein Land wie andere auch. Da
nehm ich mir heraus, zu sagen, daß das Handeln Israels gegen
die Palistinänser ein großes Unrecht ist.
Und?
Und übrigens, auf die Schnelle falllen mir nicht
allzuviele Länder ein, ‚wo die Verhältnisse bei weitem
schlechter stehen‘
Dann sieh einmal in die Anreinerstaaten von Israel. Dort geht es den Palästinensern schlechter als unter israelischer Besatzung. Aber dazu müsste man sich mit dem Thema beschäftigen. Ansonsten kommen wir hier aber vom Thema ab, da es eben nicht um Kritik an Israel geht.
Schalom,
Eli