Anwaltssuche

Hallo zusammen,

es handelt sich zwar nicht um eine Rechtsfrage, aber wer kann eine Webseite oder ein Portal empfehlen, in denen User Anwälte bewerten können?

Das gibt es ja schon für den Online-Handel, auch für Ärzte und alles mögliche, nur für Anwälte habe ich leider nichts finden können.

Hintergrund: Ich suche einen guten Anwalt in Oldenburg oder Umgebung
Fachgebiet: allg. Zivilrecht, Kaufvertrag

Wer kann mit Infos helfen?

FAQ bezüglich anonymisieren entfällt ja hoffentlich, da keine Rechtsfrage.

Vielen Dank und nette Grüße
Caro

Guck mal unter www.frag-einen-anwalt.de

Hallo,

ich denke für Oldenburg ist die Rechtsanwaltkammer in Bremen zuständig, die Dir bei Deinem Anruf 3 Fachanwälte vermitteln wird.

Hallo „Blondy“

ich denke für Oldenburg ist die Rechtsanwaltkammer in Bremen
zuständig, die Dir bei Deinem Anruf 3 Fachanwälte vermitteln
wird.

Wie ich einen Anwalt finde, vor allem im Internet, weiß ich bereits seit vielen Jahren, das war nicht meine Frage, aber danke für deinen Hinweis.

LG
Caro

Hallo florestino,

Guck mal unter www.frag-einen-anwalt.de

habe ich bereits gemacht. Dort ist exakt ein Anwalt aus Oldenburg. Der verdient sein Geld mit der Beantwortung von Fragen in diesem Portal und zwar ohne großen Aufwand.

Bei fast 1000 (Kurz-) Beratungen, die er dort schon durchgeführt hat, beschäftigt er sich offenbar wesentlich mehr mit dem Internet, als daß er vor Gericht seinen Mann / Anwalt steht. Mit so einem Anwalt habe ich bereits einmal eine grottige Erfahrung gemacht, brauche ich nicht mehr.

Aber danke für den Tip, wären dort mehr Anwälte aus der Umgebung unterwegs gewesen, wär vielleicht etwas positives dabei herausgekommen, aber reine Empfehlungen aufgrund der Beantwortung meist leichter Fragestellungen reichen mir nicht für die Auswahl.

LG
Caro

Hallo!

Solche Portale gibt es nicht, aus rechtlichen Gründen, und ich bin auch froh darüber, denn in kaum einem Sektor wäre die Shitstürmerei wohl größer. Ständig habe ich mit Leuten zu tun, die früher mal einen Anwalt beauftragt hatten, der aber mal so gar nichts taugt, und ich weiß dabei schon, dass ich - wie bei einem Pilotenspiel - dann der nächste in dieser Liste sein werde.

Aber genug davon. Ich habe heute gelernt, dass es schlechtes Marketing ist, wenn man sich zu viel im Internet herumtreibt.

Wie kommst du denn auf das schmale Brett?

Oldenburg hat Amtsgericht, Landgericht, Oberlandesgericht, Sozialgericht, Verwaltungsgericht, Arbeitsgericht, Staatsanwaltschaft und Generalstaatsanwaltschaft und selbstverständlich eine eigene Rechtsanwaltskammer, die Rechtsanwaltskammer Oldenburg eben.

Bremen ist sogar ein anderes Bundesland.

Irgendwie erinnert mich das hieran:

/t/liste-ergaenzen-wie-guten-anwalt-erkennen/7040249

Guten Tag werter Benvolio,

Irgendwie erinnert mich das hieran:

/t/liste-ergaenzen-wie-guten-anwalt-erkennen/7040249

Da scheint sich aber gerade jemand sehr angesprochen gefühlt zu haben *lach*

Nun denn, wer nichts zu verbergen hat, kann auch mit offenen Karten spielen, ansonsten stellt man die Kommunikation halt einfach ein :wink:

Nach kurzer Durchsicht des von dir geposteten Themas hab ich nur eines festgestellt:

Alle Juristen, die zu dem Posting dort Stellung bezogen haben, waren regelrecht empört darüber, daß jemand (ein evtl. Mandant), für den es meistens um Geld geht, sorgfältig auswählen möchte, wem er seinbe Angelegenheit anvertraut (sowas aber auch!).

Zu den Reaktionen der werten Juristen kann ich nur sagen: Au weia!

Fröhliche Grüße,
Caro

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/t/liste-ergaenzen-wie-guten-anwalt-erkennen/7040249

Da scheint sich aber gerade jemand sehr angesprochen gefühlt
zu haben *lach*

Womit angesprochen?

Nun denn, wer nichts zu verbergen hat, kann auch mit offenen
Karten spielen, ansonsten stellt man die Kommunikation halt
einfach ein :wink:

Falls das auf mich anspielen soll: Ich wollte dir einen Anwalt nennen, aber du hast meine Frage nicht beantwortet, und dann kann ich dir auch nicht helfen.

Nach kurzer Durchsicht des von dir geposteten Themas hab ich
nur eines festgestellt:

Alle Juristen, die zu dem Posting dort Stellung bezogen haben,
waren regelrecht empört darüber, daß jemand (ein evtl.
Mandant), für den es meistens um Geld geht, sorgfältig
auswählen möchte, wem er seinbe Angelegenheit anvertraut
(sowas aber auch!).

Du scheinst das nicht sehr sorgfältig gelesen zu haben. Die Kritik war nämlich deutlich fundierter. Insbesondere die Antwort von worldwidefab ist hervorragend. Auch als Nichtjurist müsste einem auffallen, dass das absolut wahnsinnig ist und zum Scheitern verurteilt. Es geht hier nicht um Sorgfalt, es geht hier um absoluten Wahnsinn. Dass ein Mandant sich seinen Anwalt sorgfältig aussucht, ist selbstverständlich.

Zu den Reaktionen der werten Juristen kann ich nur sagen: Au
weia!

Eben. Du verstehst die Reaktionen gar nicht. Und das legt für mich den Verdacht nahe, dass du zu genau dem Schlag Mandant gehörst, den jeder Anwalt zu vermeiden sucht.

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Hi,

Solche Portale gibt es nicht, aus rechtlichen Gründen, und ich
bin auch froh darüber, denn in kaum einem Sektor wäre die
Shitstürmerei wohl größer. Ständig habe ich mit Leuten zu tun,
die früher mal einen Anwalt beauftragt hatten, der aber mal so
gar nichts taugt, und ich weiß dabei schon, dass ich - wie bei
einem Pilotenspiel - dann der nächste in dieser Liste sein
werde.

nee, nee, so exclusiv seid ihr Anwälte nicht.
Jeder Arzt, jeder Handwerker oder jeder mit Privatkunden betraute Ingenieur kann ähnliches berichten.
Diese Menschen wird es immer geben, ob sie dem Arzt nun erzählen wie er sie zu behandeln hat, dem Elektriker wie die Installation auszuführen ist oder ob mir meine Kunden erzählen wollen wie der vorbeugende Brandschutz funktioniert, damit muss man als Profi einfach klarkommen und sich individuelle Strategien dafür zurechtlegen.
Aber, und das ist wirklich ein Problem: als „Normalbürger“ habe ich ja glücklicherweise recht selten mit Gerichten und der Justiz zu tun. Wenn es dann aber so weit ist und man gerät an eine faule Pappnase (ja, die gibt es auch unter den Anwälten), kann das für den Mandanten üble Folgen haben.
Und selbst wenn er das noch rechtzeitig merkt und der Pappnase das Mandat entzieht, darf er ihn für die bis dahin (nicht) geleistete Arbeit entlohnen, zusätzlich zum neuen Anwalt, der es hoffentlich besser macht.

Wie soll man also einen guten Anwalt finden? Derzeit gleicht diese Suche für normale Menschen einem Lotteriespiel, mit dem einzigen Unterschied, dass die Gewinnchance sehr viel höher ist. Dummerweise ist auch das Verlustrisiko ungleich größer, denn ein schlechter Anwalt kostet deutlich mehr als ein Lottoschein…

Ein solches Protal würde einem halbwegs vernünftigen Anwalt sicher nicht schaden, auch wenn er gelegentlich schlechte Beurteilungen erhält. Da dieser Anwalt überwiegend zufriedene Kunden haben dürfte, wird er auch überwiegend positive Bewertungen erhalten (man kann seine zufriedenen Kunden ja um eine Bewertung bitten).

Aber für mich als potentiellen Kunden wäre es schon recht hilfreich, wenn ich mir über solch ein Portal die Bewertungen früherer Mandanten ansehen und dadurch die Wahrscheinlichkeit reduzieren könnte an einen Stümper zu geraten.

Ich spreche da leider aus leidvoller Erfahrung:
Als ich in jungen Jahren mal mit dem Strafgesetz in Konflikt geriet, wurde ich in erster Instanz zu einer (wie ich später erfahren habe) vergleichsweise moderaten Strafe verurteilt (was wohl nicht unerheblich auf mein zurückhaltendes Auftreten, meine zur Schau gestellte Einsicht und ein frühes Geständnis zurückzuführen war).
Von einem guten Anwalt hätte ich nun erwartet, dass er mir das genauso sagt, denn er sollte doch die „üblichen Tarife“ der örtlichen Richter kennen.
Statt dessen hat er mir suggeriert (er hat es wohlweislich nicht so ausgesprochen), dass das Urteil (60 Tagessätze sind nun mal ein beachtliches Sümmchen) zu hart sei und man in der Berufung eine Reduzierung erreichen könne.
Der dortige Richter hat mir dann klar gemacht, dass ich kaum mit einem milderen Urteil zu rechnen hätte und dass der erstinstanzliche Richter schon alles berücksichtigt hatte, was für mich gesprochen hat.
Auf das zweite Urteil habe ich dann dankend verzichtet. Die Pappnase und die zusätzlichen Gerichtskosten durfte ich aber trotzdem bezahlen…

Gruß Stefan

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@Benvolio

Falls das auf mich anspielen soll: Ich wollte dir einen Anwalt
nennen, aber du hast meine Frage nicht beantwortet, und dann
kann ich dir auch nicht helfen.

In meinem Eingangsposting stand bereits, worum es geht: Kaufrecht, allg. Zivilrecht, wem das nicht reicht, um eine Empfehlung auszusprechen, wird von mir pauschal als „über Gebühr neugierig“ angesehen (eine besonders häufig unter Forenusern anzutreffende Eigenschaft) und ich verzichte dann auch gern auf die Empfehlung einer solchen Person.

Nach kurzer Durchsicht des von dir geposteten Themas hab ich
nur eines festgestellt:

Alle Juristen, die zu dem Posting dort Stellung bezogen haben,
waren regelrecht empört darüber, daß jemand (ein evtl.
Mandant), für den es meistens um Geld geht, sorgfältig
auswählen möchte, wem er seinbe Angelegenheit anvertraut
(sowas aber auch!).

Du scheinst das nicht sehr sorgfältig gelesen zu haben.

Das scheint nicht nur so, sondern das habe ich - wie du selbst dankenswerterweise bereits zitiert hast - selbst geschrieben (siehe Zitat oben)

Die Kritik war nämlich deutlich fundierter. Insbesondere die
Antwort von worldwidefab ist hervorragend. Auch als
Nichtjurist müsste einem auffallen, dass das absolut
wahnsinnig ist und zum Scheitern verurteilt. Es geht hier
nicht um Sorgfalt, es geht hier um absoluten Wahnsinn. Dass
ein Mandant sich seinen Anwalt sorgfältig aussucht, ist
selbstverständlich.

Tja, da mir als Nichtjurist dennoch nicht aufgefallen ist (dass ich den Schmer nicht vollständig gelesen habe, bleibt an dieser Stelle von uns beiden mal unberücksichtigt, Polemik ist ja auch viel schöner!), bin ich wohl zu dumm, um das ähnlich differenziert wie du betrachten zu können. Vor allem der zynische Unterton, der wahrscheinlich nur den „ECHTEN“ Juristen auffallen dürfte.

Zu den Reaktionen der werten Juristen kann ich nur sagen: Au
weia!

Eben. Du verstehst die Reaktionen gar nicht. Und das legt für
mich den Verdacht nahe, dass du zu genau dem Schlag Mandant
gehörst, den jeder Anwalt zu vermeiden sucht.

Jawohl, als krönenden Abschluß haut man dann nochal feste druff auf den Mandanten *lol

Und alles nur, weil ich mich erdreistet habe, nach einem Bewertungsportal für Anwälte zu fragen.

Dafür wird man dann (fast) gesteinigt, ich frage mich gerade äußerst belustigt, ob du das alles tatsächlich ernst meinst.

Fröhliche Grüße,
Caro

In meinem Eingangsposting stand bereits, worum es geht:
Kaufrecht, allg. Zivilrecht, wem das nicht reicht, um eine
Empfehlung auszusprechen, wird von mir pauschal als „über
Gebühr neugierig“ angesehen

…und nicht etwa erwogen, dass die Frage durchaus berechtigt sein könnte. Kaufrecht ist ein weites Feld. Außerdem geht es gar nicht nur um die Fachkompetenz, sondern auch darum, ob man das für eine Sache hält, die sich lohnt, denn ist das nicht der Fall, will ich doch keinen Anwalt, mit dem ich befreundet oder bekannt bin, damit belasten. Nicht zu vernachlässigen auch der persönliche Aspekt: Die Art, mit der du jetzt hier auftrittst, und wie du über Anwälte denkst und sprichst, verbietet es mir geradezu, dir einen Anwalt zu empfehlen. (Ja, ich habe verstanden, dass dir das egal ist.)

Tja, da mir als Nichtjurist dennoch nicht aufgefallen ist
(dass ich den Schmer nicht vollständig gelesen habe, bleibt an
dieser Stelle von uns beiden mal unberücksichtigt, Polemik ist
ja auch viel schöner!), bin ich wohl zu dumm, um das ähnlich
differenziert wie du betrachten zu können. Vor allem der
zynische Unterton, der wahrscheinlich nur den „ECHTEN“
Juristen auffallen dürfte.

Lauter Unterstellungen aus dem Reich deiner persönlichen Phantasie.

Jawohl, als krönenden Abschluß haut man dann nochal feste
druff auf den Mandanten *lol

Nicht auf den Mandanten, sondern auf dich. Wobei „draufhauen“ hier natürlich ein maßlos übertriebener Begriff ist. Es schallt aus dem Wald, wie du hineingerufen hast.

Und alles nur, weil ich mich erdreistet habe, nach einem
Bewertungsportal für Anwälte zu fragen.

Dafür wird man dann (fast) gesteinigt, ich frage mich gerade
äußerst belustigt, ob du das alles tatsächlich ernst meinst.

Nein, nicht weil du nach einem Bewertungsportal gefragt hast. Auch wieder nur deine Phantasie.

Für mich ist die Sache hiermit beendet. Viel Erfolg noch!

Dass
ein Mandant sich seinen Anwalt sorgfältig aussucht, ist
selbstverständlich.

Da bleibt aber die Frage, wie soll man das machen? Warum ist es bei Anwälten „aus rechtlichen Gründen“ nicht möglich ein Bewertungsportal zu betreiben, bei Ärzten hingegen schon?

Natürlich kann man im Bekanntenkreis herumfragen - es ist aber nicht immer von Erfolg gekrönt.

Gruß Stefan

Dass
ein Mandant sich seinen Anwalt sorgfältig aussucht, ist
selbstverständlich.

Da bleibt aber die Frage, wie soll man das machen?

Eine gute Frage. Das kann sich in der Tat sehr schwer gestalten. Auch ich empfinde die Suche nach einem guten Anwalt als Herausforderung. Dabei kann ich als Volljurist noch halbwegs gut einschätzen, welcher Anwalt wohl was taugt und welcher eher nicht, wobei auch dieser Erkenntnis enge Grenzen gezogen sind.

Warum ist
es bei Anwälten „aus rechtlichen Gründen“ nicht möglich ein
Bewertungsportal zu betreiben, bei Ärzten hingegen schon?

Ich weiß nicht mal, ob das wirklich nicht möglich ist. Ich empfinde Bewertungsportale aber als sehr problematisch. Gut bewertet wird hier nicht so sehr, wer gut ist, sondern wer vermitteln kann, er sei gut. Man kann hier im Forum und auch draußen in der realen Welt häufig feststellen, wie abwegig das Urteil über bestimmte Anwälte sein kann. Schon die Kriterien sind oft mies. So gibt es Leute, die ernsthaft glauben, einen guten Anwalt daran zu erkennen, dass er immer alle Prozesse gewinnt. Das mag auf den ersten Blick einsichtig klingen, ist aber vorsichtig ausgedrückt extrem verkürzt

Natürlich kann man im Bekanntenkreis herumfragen - es ist aber
nicht immer von Erfolg gekrönt.

Das Problem ist vielmehr, dass die hier getroffenen Aussagen nicht unbedingt Sinn ergeben. Klar, wenn jemand sagt, Anwalt X würde grundsätzlich die Berufungsfristen verpassen, ist das ein Kriterium. Aber so eindeutig ist die Kritik in aller Regel doch nicht.

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