ich beschäftige mich gerade ein bisschen mit dem wort „arbeit“ im Rahmen einer hausarbeit. kann mir vielleicht jemand weiter helfen? ich bräuchte dringend umgangssprachliche synonyme für „arbeit“. im wörterbuch kann ich sowas nicht finden, weil ich das gesuchte wort dann ja schon wissen müsste.
Wenn man über die Arbeit redet (vor allem im privaten Umfeld) und damit die Verwandten/den Besuch uvam. nervt, dann sagen die dann:
Hört auf „Kohlen zu machen“ (kolle sö mache). Das stammt wohl aus den schwarz-goldenen Zeiten des Bergbaus. Ich selbst habe den Begriff aber noch nie als Bezeichnung für die Arbeit (kolle mache) gehört.
schaumermal - die Grenzen zwischen Umgangssprache und Dialekt schnöd ignorierend, und eventuell mit einem Übergewicht zum immer sehr ergiebigen Südosten hin:
die Arbeit:
die Maloche (wohl aus dem Jiddischen)
s Gschäft - Süddeutsch, speziell Schwäbisch
s Alldajlig (= das Alltägliche) - Elsass
die Arbeitsstätte:
der Steinbruch
dö Hackn (Kakanisch)
d’Büez (CH); Büezer = Arbeiter
Und ein Exot, der lt. Süddeutsche Zeitung von japanischen Studenten für die Underdog-Jobs Marke „Nachtschicht an der Supermarktkasse“ benutzt wird: „Arubeito“ (offenbar siehts aus deren Sicht mit dem Standort Deutschland nicht so schlecht aus!)
Hmmm - so viele sinds nicht geworden. Da hätt ich viel mehr vermutet und gebe weiter.
Arbeit in CH
Noch ein paar Müsterchen aus dem Nachbarland …
zuerst das Verb // dann ggf. das entsprechende
Nomen, in Klammern die schriftsprachliche
Entsprechung:
büeze // d Büez
bügle (bügeln) // nur Berndeutsch: dr Bügu
speziell Zürichdeutsch: grüble
grampfe (Baseldeutsch) oder chrampfe (krampfen)
wäärche (werken)
öppis tue (etwas tun)
bäschele (basteln)
gfätterle (werkeln, basteln) // in Zürich:
Gfätterlischuel = Kindergarten
Und ein nettes Wort für die Arbeitsstelle in
Norditalien: la galera (die Galeere).
aber mit „ck“ geschrieben klingt und sieht es fieser aus!
Ich habe das immer mit „ck“ gesprochen.
Ist auch sonst ein spaßiges Wort, darum sei Kluge zitiert:
_ Pauke
Substantiv Femininum Standardwortschatz (13. Jh.), mhd. pûke, bouke Stammwort.
Unklarer Herkunft, vermutlich lautmalend (vgl. päng u.ä.).
Das Verbum pauken als Kraftwort für „schlagen“ hat eine Reihe von Sonderbedeutungen entwickelt: „Mensur schlagen“ in der Studentensprache; einpauken ist wie einbläuen ein Kraftwort für zwangsweises Lernen und Lehren (dazu Pauker „Lehrer“). Rückbildung ist Pauke „schallende Rede“, wozu Standpauke „Strafpredigt“ (aus dem Stand gehalten, wie die Standrede der älteren Sprache).
Relleke (1980), 111, 245-247;
Röhrich 2 (1992), 1145;
Nyström (1915), 135 (zu Pauker). deutsch_
Da fällt mir doch glatt der ‚Holzpuke‘ aus Bölls ‚Fürsorgliche Belaberung‘ ein. Erstens habe ich jetzt einen begründeten Verdacht, woher Böll seine unsäglichen Personennamen bezog und zweitens muss ich jetzt bei diesem Namen nicht mehr das englische ‚to puke‘ assoziieren. Danke Fritz!