Arbeitsamt-Gerster und der Beratervertrag

Mir fällt eigentlich kein andere (offizieller) Sinn dieses Beratervertrages für zig Millionen Euro ein als die Verhinderung eines Aufstandes der Armen.
Da diese Armen (vermeintlich) ausser TV keine intensiven gesellschaftlichen Kontakte pflegen (-können wg. fehlendem Geld) werden sie durchs TV (Arbeitsamtswerbung, Quellen: http://www.taz.de/pt/2003/11/25/a0007.nf/text oder http://…) auf die stetig weniger werdenden staatlichen Zuwendungen für Minderbemittelte pausenlos eingestimmt und wenn sie es dann zum 100sten Mal gehört haben, glauben sie es finden sich damit ab und ziehen eine Revolution nicht in Erwägung!
Also davor haben unsere „Chefs“ schon Angst und Bange und lassen sich diese Angst mit Beratervertragsmillionen (die Ausgaben für die TV -Werbe- Millionen kommen sicher noch dazu) beschwichtigen ! Na das kann ja noch heiter werden in naher Zukunft!
Was würde eigentlich passieren, wenn alle Armen ihren Fernseher wegschmeißen? Höchste Zeit dafür wäre es schon längst! Gibts dann vielleicht Drogen auf Rezept? Würde ich so machen (müssen), wenn ich Kanzler dieses Sauladens wäre!

Gruß Torsten

Team: URL entsprechend der AGB gelöscht

Rosa Brille
Hallo Torsten,

ein solcher Medienvertrag macht sicher Sinn bzw. hätte Sinn gemacht, wenn er nicht peinlicherweise in die Schlagzeilen geraten wäre.

Wie ich an dieser Stelle schon wiederholt zum Ausdruck gebracht habe, schert sich die Politik nicht um die richtigen wirtschafts- und finanzpolitischen Ansätze. Wenn man mehr Beschäftigung möchte, dann gäbe es dafür ein Instrumentarium. Es gibt Wirtschaftsexperten in diesem Lande, die auch gerne ihre Erkenntnisse unter Pfiffen der johlenden Menge in öffentlichen Diskussionen zu erklären bereit sind. Aber jene schaffen keine Stimmen beim Wahlvolk.

Schröder ist an die Macht gekommen, weil er die Arbeitslosenzahlen senken wollte. Das hat nicht geklappt, weil man die notwendigen Instrumentarien nicht eingesetzt hat. Im Gegenteil hat sich die Lage verschlechtert. Da der „Kleine Mann“ aber doof ist und selten über den eigenen Tellerrand zu blicken vermag, muss man ihm eine rosa Brille aufsetzen. Das ist Sinn und Zweck des Medienberatervertrages.

Was du hingegen schreibst ist schon sehr merkwürdig. Da wird vom „Aufstand der Armen“ berichtet. Da wird wieder zu „jungewelt“ oder zur „taz“ verlinkt. Da wird linke Propaganda betrieben, dass sich die Balken biegen.

Blast doch mal den ideologischen Müll aus den Birnen und hört den Wirtschaftexperten aufmerksam zu. Nur so kann man Beschäftigung schaffen.

Gruss,
Klaus

Blast doch mal den ideologischen Müll aus den Birnen und hört
den Wirtschaftexperten aufmerksam zu. Nur so kann man
Beschäftigung schaffen.

*LOL*
http://masei.kds-nano.com/physik/prolet.htm

Gruß
Frank

Hallo Torsten,

weshalb geht es nun auf Gerster los. Dieses Unternehmen gehört einem Herrn Tiedke, ehemals Chefredakteur der BILD, in seinem Gremien sitzt ein Herr Rexrodt, FDP, ein baltischer Graf, auch FDP, Genscher, FDP. Die Auftragnehmer, die nun allesamt bis auf Genscher, den Arbeitslosen als Politiker das Sparen lernen wollen, wussten doch längst was geschehen ist.

Seien wir uns doch einfach mal soweit ehrlich. Die gesamten Schulungen der Arbeitsämter sind doch nicht weiteres als die unnütze Verteilung von Beiträgen von Versicherten für Freudne, Gneossen und Gewerkschaften als angebliche Schulungen, um diesen Herrschaften das Geld anderer zuzuschieben. Auch der DGB verdient an den Arbeitslosen durch solche Kurse. Und seit die SPD am Ruder ist sind genügend Genossen plötzlich in der Weiterbildung. Es ist einer der größten Korruptions-Märkte auf Kosten der Arbeitnehmer und zu Lasten der Arbeitslosen.

Gruss Günter

Hallo Klaus,

ich sag mal einfach so, Du machst es Dir vielleicht etwas zu einfach Informationen aus Quellen, gegen die Du voreingenommen bist, als inhaltlich falsch abzutun?
Im Grunde wollen wirklich alle das selbe, glauben jedoch jeder für sich, den einzig dafür richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Im übrigen hab ich das als Frage und nicht als These geschrieben. Mir fällt keine andere Erklärung ein als die eben oben zitierte.
Du hast zwar gesagt, daß die ganze Sache aus Deiner Sicht nicht so tragisch wäre, aber eine grundsätzliche Erklärung über das „warum“ bist Du mir so wie ich es sehe schuldig geblieben.
Also nochmal auf den Punkt gebracht: warum gibt das Arbeitsamt an dieser Stelle Geld aus, wenn es nicht desghalb passiert, weil der Staat Angst vor unberechenbaren stetig in Ihrer Zahl zunehmenden Massen hätte?
Diese Massnahme erfüllt darüberhinaus keinen einzigen Zweck! Oder brauchen Arbeitslose jetzt erst Werbung vom Arbeitsamt, um sich ihr Geld dort abzuholen?

das

Da der „Kleine Mann“
aber doof ist und selten über den eigenen Tellerrand zu blicken
vermag, muss man ihm eine rosa Brille aufsetzen. Das ist Sinn
und Zweck des Medienberatervertrages.

hab ich ganz einfach mal überlesen, es sei denn, der zu schaffende Werbespot hätte den verallgemeinerten, nur im Rudel auftretenden, vor sich hindarbenden aidskraken hungernden und extrem vorzeitig ablebenden Schwarz-Afrikaner zeigen sollen, was ich ehrlich gesagt auch in leicht oder stark abgeschwächter Form nicht erwartet haben möchte.

Gruß Torsten

Hallo Torsten!

ich sag mal einfach so, Du machst es Dir vielleicht etwas zu
einfach Informationen aus Quellen, gegen die Du voreingenommen
bist, als inhaltlich falsch abzutun?

Nein, ich wurde durch einen hier als Marxismus-Frank bekannten Mituser schon häufiger auf linke Seiten geschickt. Ich habe aufmerksam gelesen, aber hier nur destruktive Polemik gefunden. Niemals einen konstruktiven, durchführbaren Vorschlag zur Erhöhung der Beschäftigung.

Im Grunde wollen wirklich alle das selbe, glauben jedoch jeder
für sich, den einzig dafür richtigen Weg eingeschlagen zu
haben.

Vielleicht überschätze ich mich völlig. Ich denke aber, dass ich ganz gut verstehe, wie die Wirtschaft funktioniert und wie Arbeitsplätze entstehen. Deshalb beteilige ich mich gerne an den wirtschaftspolitischen Diskussionen.

Im übrigen hab ich das als Frage und nicht als These
geschrieben. Mir fällt keine andere Erklärung ein als die eben
oben zitierte.
Du hast zwar gesagt, daß die ganze Sache aus Deiner Sicht
nicht so tragisch wäre, aber eine grundsätzliche Erklärung
über das „warum“ bist Du mir so wie ich es sehe schuldig
geblieben.

Ich habe es etwas zynisch verharmlost. Nein, dieser Medienberatungsvertrag ist für mich ein Skandal. Es liegt die Vermutung nahe, dass über die katastrophalen Entwicklungen der Beschäftigungszahlen positiver berichtet werden soll. Die Menschen werden also 1) belogen und sollen 2) noch dafür zahlen.

Also nochmal auf den Punkt gebracht: warum gibt das Arbeitsamt
an dieser Stelle Geld aus, wenn es nicht desghalb passiert,
weil der Staat Angst vor unberechenbaren stetig in Ihrer Zahl
zunehmenden Massen hätte?

Weil ich den Zusammenhang nicht sehe. Das Arbeitsamt ist zuerst eine Auszahlungstelle für Arbeitsersatzzahlungen oder Gelder für Qualifizierungsmassnahmen. Nicht eben wenige haben sicher kein Problem damit. Gäbe es Massen von Armen, brauchte ich meinen Wagen nicht selbst zu waschen. Man (die rot-grüne Übergangsregierung) hat nicht Angst vor zunehmenden Massen an Arbeitslosen, die wütend sind, weil sie keine Arbeit finden. Aber die negativen Zahlen würden die Wähler verstehen lassen, dass andere möglicherweise mehr von Wirtschaftspolitik verstehen. Es geht um Machterhalt, sonst nichts!

Diese Massnahme erfüllt darüberhinaus keinen einzigen Zweck!
Oder brauchen Arbeitslose jetzt erst Werbung vom Arbeitsamt,
um sich ihr Geld dort abzuholen?

Nein, braucht er nicht!

Da der „Kleine Mann“
aber doof ist und selten über den eigenen Tellerrand zu blicken
vermag, muss man ihm eine rosa Brille aufsetzen. Das ist Sinn
und Zweck des Medienberatervertrages.

hab ich ganz einfach mal überlesen, es sei denn, der zu
schaffende Werbespot hätte den verallgemeinerten, nur im Rudel
auftretenden, vor sich hindarbenden aidskraken hungernden und
extrem vorzeitig ablebenden Schwarz-Afrikaner zeigen sollen,
was ich ehrlich gesagt auch in leicht oder stark
abgeschwächter Form nicht erwartet haben möchte.

Ich habe nicht verstanden, was du mit dem letzten Abschnitt sagen willst.

Gruss,
Klaus

Hallo Torsten!

ich sag mal einfach so, Du machst es Dir vielleicht etwas zu
einfach Informationen aus Quellen, gegen die Du voreingenommen
bist, als inhaltlich falsch abzutun?

Nein, ich wurde durch einen hier als Marxismus-Frank bekannten
Mituser schon häufiger auf linke Seiten geschickt. Ich habe
aufmerksam gelesen, aber hier nur destruktive Polemik
gefunden. Niemals einen konstruktiven, durchführbaren
Vorschlag zur Erhöhung der Beschäftigung.

Marx war erstmal nur ein früher Branstnerianer (Gerhard Branstner hat das Gesetz der Anpassung, auf die menschliche Gesellschaft angewandt, entdeckt) und Branstner wiederum kann nur ein früher Thiessist gewesen sein (der dem noch eins draufsetzte und bool´sche Algebra im Denken entdeckte und somit den Determinismus und Zeitbegriff herausarbeitete, demnächst noch fix Einstein vom Kopf auf die Füsse stellt).

Also hier mein Vorschlag:

Managergehälter 1 Euro unter das niedrigste Sozialhilfeniveau. Stufenweise Gehaltssteigerung bis hin zum „normalen“ durchschnittsarbeitslohn von oben herab. Mit dem, was an Vermögen über 100.000 Euro vorhanden ist, werden Finanzblasen abgewickelt. Das weltweit.

Ich wette mit dir, dass es allen saugut gehen würde! Nur müssten die jetzt ihren Kopf in Bewegung setzen, die an den Hebeln sitzen.

Gruß
Frank

Hallo Klaus,

an dieser Stelle möchte ich einmal folgende Diskussion anstrengen bzw.
Deine/Eure Meinung zu folgenden Punkten in Erfahrung bringen.

  1. Politiker - gleich welcher Partei!

Ich unterstelle, das bei der Mehrheit der arbeitnehmenden Bevölkerung,
(Beamte, Angestellte, Hilfskräfte etc.) in deren Verträgen ein Passus eingebaut ist, der es dem Arbeitnehmer untersagt, Nebentätigkeiten bei konkurierenden bzw. in Verbindung stehenden Unternehmungen anzunehmen.

Warum, wird einem Politiker (per Gesetz) nicht selbiges untersagt? Mit welchem Recht, oder anders gefragt, wie will ein Abgeorneter, im Sinne des Volkes Entscheidungen treffen, wenn er sich hinterfragen muss, ob seine Entscheidung nicht in einem Interessenkonflikt steht?

Entscheide ich mich pro, so ist es im Sinne des Volkes; entscheide ich Contra, so gehen mir Dividende, Einfluss und Ansehen als Aufsichtsratsmitglied der XYZ AG verloren.

Fazit: Wer sich für den Weg des Politikers entscheidet sollte diesen und nur diesen gehen.

  1. Drohung der Arbeitgeber:

Soweit mir bekannt, wurden unzählige Unternehmungen durch Steuergelder subventioniert. Wenn nun eines dieser Unternehmen, z. B. bezugnehmend der Ausbildungsplatzstrafabgabe oder sonstiger Reformen damit droht, seine Produktionsstätten ins Billigausland zu verlegen, warum antwortet man nicht wie folgt?

Bitte! Wenn du lieber AG meinst, diesen Schritt ausführen zu müssen, so wird dein derzeitiges Anlage- und Umlaufvermögen sowie dein Inventar eingefroren, in Höhe der von unserem Staat geleisteten Subventionen zzgl. Zinsen.

  1. Sozialleistungen:

Wie kann es angehen, das ein treuer und „corporate identiti“ orientierter Angestellter, der sich 5, 10 oder 20 Jahre den Arsch für seinen AG aufgerissen hat, jegliche Einschränkungen bezüglich Weihnachts- und Urlaubsgeld, Überstunden, sonstiger soz. Zuwendungen unterworfen hat, plötzlich aus kostengründen gekündigt wird, und lediglich Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Dauer von einem Jahr
besitzt, wobei ein Geselle, der gerade mal ein bis zwei Jahre aus der Ausbildung heraus ist, selbige Ansprüche stellen kann; gar besitzt?

Wäre eine Staffelung nicht gerechter?

Warum werden perverse Happenings unserer Politiker (aktuell Trittin) aus unserer Renten- Arbeitslosen und Sozialhilfekasse bezahlt, und diejenigen (Rentner), welche in der Nachkriegszeit für den Aufschwund des Standortes Deutschland verantwortlich sind, mit einer oder zwei Nullrunden bestraft?

Gerade diese Generation (ich gehöre nicht dazu) hat Anderes verdient!

Teilst Du/Ihr meine folgende Meinung auf die Frage des WARUM?

Weil unsere Politiker, Wirtschaftsexperten, Wirtschaftsweisen und wie sie sich alle nennen möchten, vom Kopf bis zum Fusse korrupt, pervers, aussaugend, durchtrieben und kriminell sind?

Wann kommen vorgenannte endlich mit der Warheit, das was sie wirklich wollen heraus?

Baut Barakken für das kleine, dumme arbeitnehmende Volk und verteilt zur Entlohnung Essensmarken, Wasser, Brot und ab und zu auch mal einen Pudding! (Sorry, sehr polemisch; ich konnte jetzt nicht mehr anders.)

Abschließend noch eine Frage bzw. ein Vergleich:

Unsere derzeitigen Zustände übertragen auf Spanien, Frankreich etc.

Meines Erachtens nach, würde da kein Stein mehr auf dem anderen stehen.

Gruß
strangerone

Hallo Dingens!

  1. Politiker - gleich welcher Partei!

Es macht durchaus Sinn, wenn Politiker Aufsichtsratposten bekleiden. So kann man aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen und besser verstehen, wo der Schuh drückt. Eine engere und unverkrampftere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft wäre wünschenswert. Finanzielle Vorteilnahmen sollten ausgeschlossen sein. Die Entlohnung für Entscheidungsträger ist lächerlich niedrig. Ein Wirtschaftsminister sollte nicht unter € 500.000,-- p.a. erhalten. Die Pensionen sind viel zu hoch. Politiker sollten privat vorsorgen.

  1. Drohung der Arbeitgeber:

Drohungen sollten ernster genommen werden. Das machen die Unternehmen nicht zum Spaß. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Unternehmen im Lande bleiben. Abwanderung ins Ausland geschieht überwiegend aus unternehmerischer Notwehr.

  1. Sozialleistungen:
    Wäre eine Staffelung nicht gerechter?

Keine Ahnung. Vermutlich! Ist mir auch wurscht. Ich möchte Vollbeschäftigung und nicht darüber sinnieren, wie Arbeitslosengeld gerechter verteilt wird.

Warum werden perverse Happenings unserer Politiker (aktuell
Trittin) aus unserer Renten- Arbeitslosen und Sozialhilfekasse
bezahlt, und diejenigen (Rentner), welche in der
Nachkriegszeit für den Aufschwund des Standortes Deutschland
verantwortlich sind, mit einer oder zwei Nullrunden bestraft?
Gerade diese Generation (ich gehöre nicht dazu) hat Anderes
verdient!

Da gebe ich dir recht. Von mir aus können die Renten höher sein. Das würde den Konsum ankurbeln. Leider ist aber nichts mehr zum Verteilen da. Daher die Nullrunde. Also lassen wir nicht über die richtige Verteilung nachdenken, sondern darüber, wie mehr geleistet werden kann, das dann verteilt werden kann. In einer wachsenden Wirtschaft sollten auch die Renten wachsen.

Teilst Du/Ihr meine folgende Meinung auf die Frage des WARUM?
Weil unsere Politiker, Wirtschaftsexperten, Wirtschaftsweisen
und wie sie sich alle nennen möchten, vom Kopf bis zum Fusse
korrupt, pervers, aussaugend, durchtrieben und kriminell sind?

Nun, ich kenne einige Politiker persönlich. Hier geht mir oft die Machtgeilheit auf den Keks. Aber deine Attribute halte ich für unpassend. Für Wirtschaftsexperten kann ich überhaupt keinen Bezug zu „pervers, aussaugend oder kriminell“ herleiten.

Wann kommen vorgenannte endlich mit der Warheit, das was sie
wirklich wollen heraus?

Wenn es ihnen nur um das Geld ginge, hätten sie vermutlich woanders bessere Möglichkeiten. Ich würde hier nicht alle Entscheidungsträger über einen Kamm scheren wollen.

Baut Barakken für das kleine, dumme arbeitnehmende Volk und
verteilt zur Entlohnung Essensmarken, Wasser, Brot und ab und
zu auch mal einen Pudding! (Sorry, sehr polemisch; ich konnte
jetzt nicht mehr anders.)

Naja, lass es raus, bevor du daran erstickst oder am Ende noch psychopathisch wirst. Aber gewöhne dir solche Statements auf Dauer besser ab, wenn man mit dir ernsthaft diskutieren soll.

Abschließend noch eine Frage bzw. ein Vergleich:
Unsere derzeitigen Zustände übertragen auf Spanien, Frankreich
etc.
Meines Erachtens nach, würde da kein Stein mehr auf dem
anderen stehen.

Wo glaubst du, sind die Zustände in Spanien oder Frankreich besser? Gerade Frankreich arbeitet derzeit sehr intensiv an einer volkswirtschaftlichen Gesundung mit harten sozialen Einschnitten. Andere Länder haben allerdings den Vorteil, dass sie keinen maroden Staat übernehmen mussten. Das macht die Situation in Deutschland so schwierig.

Gruss,
Klaus

Hallo Klaus,
ich muß mich wieder einmischen, weil Deine Polemik nicht widerspruchslos einfach so hier stehen darf.

Vielleicht überschätze ich mich völlig.

:wink:

Ich denke aber, dass
ich ganz gut verstehe, wie die Wirtschaft funktioniert

das sicher.

und wie Arbeitsplätze entstehen.

Wenn Du die Praxis meinst, ja. Aber da liegt das Problem! Genau das ist falsch! Wodurch sind denn die Arbeitsplätze verschwunden? Durch sinkenden Bedarf an Gütern oder durch steigende Produktivität? Ich sehe noch genug Bedarf, nur zu wenig Kaufkraft. … Woran das wohl liegt?

Ich habe es etwas zynisch verharmlost. Nein, dieser
Medienberatungsvertrag ist für mich ein Skandal. Es liegt die
Vermutung nahe, dass über die katastrophalen Entwicklungen der
Beschäftigungszahlen positiver berichtet werden soll. Die
Menschen werden also 1) belogen und sollen 2) noch dafür
zahlen.

Volle Zustimmung!

Gäbe es Massen von Armen, brauchte
ich meinen Wagen nicht selbst zu waschen.

Genau da habe ich das Problem !!! Dieser Satz ist extrem arrogant! Der Zufall (wer hat nen Job, wer nicht) entscheidet, wer sich für den anderen zum Clown macht? Das kann nicht Dein Ernst sein!

(die rot-grüne Übergangsregierung)

Guter Spruch, wird wohl stimmen. :wink:

hat nicht Angst vor zunehmenden Massen an
Arbeitslosen, die wütend sind, weil sie keine Arbeit finden.
Aber die negativen Zahlen würden die Wähler verstehen lassen,
dass andere möglicherweise mehr von Wirtschaftspolitik
verstehen.

??? Meinst Du, mit einer CDU/CSU oder FDP Regierung (oder Koalition aus diesen) wäre etwas von dem, was bemängelt wird besser? Hör doch mal hin! Die sagen nicht, Schröder geht den falschen Weg, sondern die sagen, er geht nicht weit genug! Bemängelt wird aber gerade der Weg! Du erwartest, daß ich ins Wasser springe, um mich vor dem Regen zu schützen!

Es geht um Machterhalt, sonst nichts!

Korrekt!

cu Rainer

Sicher sind dazu ein paar Fragen…
…erlaubt?

Wie ich an dieser Stelle schon wiederholt zum Ausdruck
gebracht habe, schert sich die Politik nicht um die richtigen
wirtschafts- und finanzpolitischen Ansätze.

a) Welches sind diese „richtigen“ Ansätze?
b) kannst Du bitte Belege dafür anführen, daß „die Politik“ sich nicht darum
schert?

Wenn man mehr Beschäftigung möchte, dann gäbe es dafür ein Instrumentarium.

c) Welches ist dieses Instrumentarium?

Da der „Kleine Mann“ aber doof ist und selten über den eigenen Tellerrand zu
blicken vermag, muss man ihm eine rosa Brille aufsetzen.

d) Lässt sich daraus schließen, daß Du selbst ein „großer Mann“ bist?

In freudiger Erwartung deiner Antworten grüßt:
marketeerhh

Hallo!

…erlaubt?

Ja!

a) Welches sind diese „richtigen“ Ansätze?

siehe unter „Instrumentarien“ weiter unten

b) kannst Du bitte Belege dafür anführen, daß „die Politik“
sich nicht darum schert?

Dringend notwendige Reformen wurden bisher nicht oder nur sehr halbherzig durchgeführt. Die sozialen Sicherungssysteme stehen vor dem Kollaps. Wir entfernen uns konsequent von der Vollbeschäftigung. Die Abgaben sind dramatisch zu hoch. Der Arbeitnehmer hat zu wenig netto und damit zu wenig Kaufkraft. Die Arbeitskosten für Unternehmen sind viel zu hoch. Verschuldung des Bundes ist inakzeptabel, Gefährdung des Stabilitätspaktes in der EU durch Deutschland (wer hätte das gedacht, als die DM abgeschafft werden sollte?)

Wenn man mehr Beschäftigung möchte, dann gäbe es dafür ein Instrumentarium.

c) Welches ist dieses Instrumentarium?

Flexibilisierung der Arbeit, Lohnsenkung, Senkung der Sozialversicherungsbeiträge, mehr Eigenbeteiligungen zur SV, Senkung der Lonhsteuer, kompletter Subventionsverzicht, um nur die wichtigsten zu nennen. Kurzformel: mehr netto für den AN, weniger Arbeitskosten für den AG, mehr Beschäftigung, stärkere Ausrichtung der Wirtschaftspolitik auf Allokation, weniger auf Distribution (volkswirtschaftlich gesprochen), Ausrichtung der Wirtschaftspolitik auf eine gesamte volkswirtschaftliche Gesundung, weniger Berücksichtigung einzelner Interessensgruppen

Da der „Kleine Mann“ aber doof ist und selten über den eigenen Tellerrand zu
blicken vermag, muss man ihm eine rosa Brille aufsetzen.

d) Lässt sich daraus schließen, daß Du selbst ein „großer
Mann“ bist?

Jetzt hast du es mir aber gegeben! Ich gehe aufgrund der Fragestellung davon aus, dass du an einer ernsthafte Antwort, warum ich über den Tellerrand zu blicken vermag, nicht ernsthaft interessiert bist.

Gruss,
Klaus

Hallo Rainer!

Wenn Du die Praxis meinst, ja. Aber da liegt das Problem!
Genau das ist falsch! Wodurch sind denn die Arbeitsplätze
verschwunden? Durch sinkenden Bedarf an Gütern oder durch
steigende Produktivität? Ich sehe noch genug Bedarf, nur zu
wenig Kaufkraft. … Woran das wohl liegt?

Du richtest deine Betrachtungsweise zu stark an der volkswirtschaftlichen Distribution aus. Es muss deiner Meinung nach Arbeit verteilt werden, Geld verteilt werden, etc… Das ist Sozialismus und der hat bekanntermassen nicht funktioniert, weil er die Menschen nur mangelhaft mit Gütern versorgt hat. Die Arbeitsplätze entstehen in einer Marktwirtschaft überwiegend privat. Vollbeschäftigung und erhöhte Kaufkraft entsteht hier durch die Leistungserstellung (Allokation). Hier sehe ich die Schieflage.

Gäbe es Massen von Armen, brauchte
ich meinen Wagen nicht selbst zu waschen.

Genau da habe ich das Problem !!! Dieser Satz ist extrem
arrogant! Der Zufall (wer hat nen Job, wer nicht) entscheidet,
wer sich für den anderen zum Clown macht? Das kann nicht Dein
Ernst sein!

Jemand, der im Dienstleistungsbereich arbeitet, ist dadurch kein Clown. Hier gibt es ein enormes Potenzial für Beschäftigung, das in Deutschland nicht ausgenutzt wird. Natürlich ist es bequemer, Arbeitslosengeld zu kassieren und sich vormittags einen Porno anzusehen, als Wagen zu waschen. Auch das ist polemische Argumentation. Es soll aber als Stilmittel akzeptierbar sein, um die Situation zu verdeutlichen.

??? Meinst Du, mit einer CDU/CSU oder FDP Regierung (oder
Koalition aus diesen) wäre etwas von dem, was bemängelt wird
besser?

Das steht ausser Frage. Dafür braucht man sich nur die Bundesländer anzuschauen, in denen eine solche Koalition tätig ist. Aber auch die CDU geht nicht weit genug und ist inkonsequent. Ich gehöre diesen Parteien nicht an. Bei der derzeitigen Unionsspitze kommen mir arge Zweifel, ob die das Ruder rumreissen können. Schröder kann es aber ganz sicher nicht!

Hör doch mal hin! Die sagen nicht, Schröder geht den
falschen Weg, sondern die sagen, er geht nicht weit genug!

Damit haben sie zweifelsfrei auch recht.

Gruss,
Klaus

Klein-Ndumo dankt den Gewerkschaftern in den 70ern
Hallo,

ich muß mich wieder einmischen, weil Deine Polemik nicht
widerspruchslos einfach so hier stehen darf.

Polemik die , scharfe Auseinandersetzung (oft mit persönlichen Angriffen).
http://www.brockhaus.de/

Wenn Du die Praxis meinst, ja. Aber da liegt das Problem!
Genau das ist falsch! Wodurch sind denn die Arbeitsplätze
verschwunden? Durch sinkenden Bedarf an Gütern oder durch
steigende Produktivität?

tja, da müssen wir 30 Jahre zurückblicken. In den siebziger Jahren gelang es den Gewerkschaften, erhebliche Lohnsteigerungen durchzusetzen, teilweise im zweistelligen Bereich (pro Jahr!). Die aufkommende EDV- und Automatisierungstechnik wurde dadurch für die Arbeitgeber interessanter als sie es eigentlich aufgrund der hohen Preise gewesen wäre. Damals wurde der Grundstein für unsere heutigen Probleme gelegt:

  1. Die hohen Lohnkosten
  2. Die Substitution von Arbeit durch Kapital (angeregt durch die hohen Lohnkosten).

Die Entwicklung beim zweiten Punkt läßt sich nicht mehr rückgängig machen. Er ist der Grund dafür, warum die Wirtschaft in Deutschland um 1-1.5% wachsen muß, bevor sich ein nennenswerter Effekt am Arbeitsmarkt ergibt.

Um es anders zu formulieren: Die Gewerkschaften haben es zu verantworten, daß den Arbeitgebern etwas klar geworden ist, was die Gewerkschaften bis heute nicht begriffen haben bzw. abstreiten. Etwas, daß bei jedem einzelnen von uns funktioniert und die ganze Wirtschaft am laufen hält: Angebot und Nachfrage. Man fragt nun mal ein Gut/eine Dienstleistung weniger nach, wenn es bzw. sie teurer wird.

Mit anderen Worten: Ja, die Produktivität ist gestiegen. Das ist aber kein Verdienst der Arbeitnehmer, die auf einmal schlauer oder kräftiger oder schneller geworden sind, sondern es liegt an den Maschinen, an der EDV usw., die inzwischen weite Teile der früheren menschlichen Arbeit verrichten.

Heute ist es noch einfacher, denn die Arbeitgeber haben zwei Alternativen:a) Maschinen in Deutschland oder b) Menschen in Takkatukkaland. Die Variante b) hat zwei Nachteile: Es werden in Deutschland weniger Menschen gebraucht, die Maschinen bedienen und es werden in Deutschland weniger Menschen gebraucht, die Maschinen produzieren.

Wer freut sich? Genau, Klein-Ndumo in Takkatukkaland: Er hat zwar keine Arbeitslosenversicherung, keine Krankenversicherung, keine separaten Waschräume für sich und Klein-Nduma und keine Berufsgenossenschaft, die sich darum kümmert, daß das Licht an seinem Arbeitsplatz normgerecht ist, aber er hat jetzt einen Job, der ihm Geld einbringt und ihn davon abhält, auf der Straße zu leben, Touristen zu überfallen und nachts ein bißchen Klebstoff zu schnüffeln, damit er die Kälte und den Hunger nicht spürt.

Gruß,
Christian

Abwanderung wirklich ein Problem?
Hallo,

Heute ist es noch einfacher, denn die Arbeitgeber haben zwei
Alternativen:a) Maschinen in Deutschland oder b) Menschen in
Takkatukkaland. Die Variante b) hat zwei Nachteile: Es werden
in Deutschland weniger Menschen gebraucht, die Maschinen
bedienen und es werden in Deutschland weniger Menschen
gebraucht, die Maschinen produzieren.

wirklich? Ein Zulieferer, der seine Aufträge durch seinen Standort erhält kann nicht abwandern. Noch kleinere Betriebe und Handwerker erst recht nicht! Was soll der deutsche Bäcker in Afrika? Der hat seine Kunden hier.
Wie hoch ist der heutige Anteil an Arbeitsplätzen, die durch eine Verlagerung ins Ausland gefärdet werden können? Hast Du mal ein paar Zahlen in %? Ich kann mich noch an Stoiber vor der letzten Bundestagswahl erinnern. Der hat da gesagt, daß über 80% der Arbeitsplätze in Betrieben sind, die unmöglich abwandern können,

‚zum Beispiel der Bäcker an der Ecke‘ (Zitat Stoiber)

cu Rainer

Hallo,

Du richtest deine Betrachtungsweise zu stark an der
volkswirtschaftlichen Distribution aus. Es muss deiner Meinung
nach Arbeit verteilt werden, Geld verteilt werden, etc… Das
ist Sozialismus

Nicht schon wieder. Die AN angemessen zu bezahlen ist kein Sozialismus.

und der hat bekanntermassen nicht
funktioniert, weil er die Menschen nur mangelhaft mit Gütern
versorgt hat.

da kann ich Dir nur uneingeschränkt zustimmen.

Die Arbeitsplätze entstehen in einer
Marktwirtschaft überwiegend privat. Vollbeschäftigung und
erhöhte Kaufkraft entsteht hier durch die Leistungserstellung
(Allokation). Hier sehe ich die Schieflage.

Die Leistungserstellung ist da. Die Managergehälter in Millionenhöhe werden ja gezahlt.

Jemand, der im Dienstleistungsbereich arbeitet, ist dadurch
kein Clown. Hier gibt es ein enormes Potenzial für
Beschäftigung, das in Deutschland nicht ausgenutzt wird.

Das sehe ich nicht so.

Natürlich ist es bequemer, Arbeitslosengeld zu kassieren und
sich vormittags einen Porno anzusehen, als Wagen zu waschen.
Auch das ist polemische Argumentation. Es soll aber als
Stilmittel akzeptierbar sein, um die Situation zu
verdeutlichen.

Ja, das ist polemisch. Durch den Zusatz bin ich aber einverstanden. :wink:

Ich glaube aber nicht, daß du niemanden finden kannst, der Deinen Wagen wäscht. Lege Deinen Stundenlohn zu Grunde und bezahle die Stunde Arbeit, die das macht. Für das Geld findest Du leicht jemanden, der Dir Deinen Wagen sehr ordentlich reinigt. Nur für zwei Euro fünfzig wird sich keiner finden und das ist auch richtig so. Angemessen bezahlte Arbeit wird auch gemacht! Nur ausnutzen lassen sich die Leute nicht. Wenn Du die Anfahrt mit als Arbeitszeit bezahlst komme ich am Wochenende Deinen Wagen Waschen. :wink:

??? Meinst Du, mit einer CDU/CSU oder FDP Regierung (oder
Koalition aus diesen) wäre etwas von dem, was bemängelt wird
besser?

Das steht ausser Frage. Dafür braucht man sich nur die
Bundesländer anzuschauen, in denen eine solche Koalition tätig
ist. Aber auch die CDU geht nicht weit genug und ist
inkonsequent. Ich gehöre diesen Parteien nicht an. Bei der
derzeitigen Unionsspitze kommen mir arge Zweifel, ob die das
Ruder rumreissen können. Schröder kann es aber ganz sicher
nicht!

Hör doch mal hin! Die sagen nicht, Schröder geht den
falschen Weg, sondern die sagen, er geht nicht weit genug!

Damit haben sie zweifelsfrei auch recht.

Das ändert nichts daran, daß die Leute genau wegen diesem Weg über Schröder meckern und über Merz noch lauter schimpfen würden. Wer da Recht hat ist dabei nicht die Frage. Nur daß die Wähler diesen Weg offensichtlich nicht wollen.

cu Rainer

Hallöchen,

wirklich? Ein Zulieferer, der seine Aufträge durch seinen
Standort erhält kann nicht abwandern.

was meinst Du, wer eher über einen Umzug nachdenkt: Der Zulieferer oder Belieferte?

Noch kleinere Betriebe
und Handwerker erst recht nicht!

Tja, in den grenznahen Gebieten lauern die Ausländer schon.

Was soll der deutsche Bäcker
in Afrika? Der hat seine Kunden hier.

Naja, die Anzahl der Bäcker und Metzger ist begrenzt.

Wie hoch ist der heutige Anteil an Arbeitsplätzen, die durch
eine Verlagerung ins Ausland gefärdet werden können? Hast Du
mal ein paar Zahlen in %? Ich kann mich noch an Stoiber vor
der letzten Bundestagswahl erinnern. Der hat da gesagt, daß
über 80% der Arbeitsplätze in Betrieben sind, die unmöglich
abwandern können,

Mir ist schon klar, wie Stoiber auf diese Sprüche kommt: 20% beträgt der Anteil des produzierenden Gewerbes in Deutschland, immerhin 8 Mio. Menschen. Nun kann man natürlich behaupten, daß Dienstleister (Handel, Gastgewerbe, Verkehr und sonstige Dienstleistungen) , Bauunternehmen und Landwirtschaft (also der Rest) nicht abwandern können. Das ist aber Quatsch, denn es geht ja nicht nur um Abwanderung, sondern um Konkurrenzfähigkeit. Mit anderen Worten: Natürlich können hollandische Landwirte, polnische Bauunternehmer und irische Hotlinebetreiber billiger anbieten als deutsche Unternehmen, die dann letztlich Arbeitsplätze abbauen werden oder ganz vom Markt verschwinden.

Gruß,
Christian

Hallo,

wirklich? Ein Zulieferer, der seine Aufträge durch seinen
Standort erhält kann nicht abwandern.

was meinst Du, wer eher über einen Umzug nachdenkt: Der
Zulieferer oder Belieferte?

Meinst Du z.B.: Siemens … Was da geht ist doch schon weg.

Noch kleinere Betriebe
und Handwerker erst recht nicht!

Tja, in den grenznahen Gebieten lauern die Ausländer schon.

Auch hier. Das ist keine Gefahr sonder der Istzustand! Die sind doch schon da!

Was soll der deutsche Bäcker
in Afrika? Der hat seine Kunden hier.

Naja, die Anzahl der Bäcker und Metzger ist begrenzt.

… Apotheker, Ärzte, Krankenschwestern, Einzelhandel, Tankstellen, Bauern … jetzt sind’s aber Millionen. :wink:

Wie hoch ist der heutige Anteil an Arbeitsplätzen, die durch
eine Verlagerung ins Ausland gefärdet werden können? Hast Du
mal ein paar Zahlen in %? Ich kann mich noch an Stoiber vor
der letzten Bundestagswahl erinnern. Der hat da gesagt, daß
über 80% der Arbeitsplätze in Betrieben sind, die unmöglich
abwandern können,

Mir ist schon klar, wie Stoiber auf diese Sprüche kommt: 20%
beträgt der Anteil des produzierenden Gewerbes in Deutschland,
immerhin 8 Mio. Menschen. Nun kann man natürlich behaupten,
daß Dienstleister (Handel, Gastgewerbe, Verkehr und sonstige
Dienstleistungen) , Bauunternehmen und Landwirtschaft (also
der Rest) nicht abwandern können. Das ist aber Quatsch, denn
es geht ja nicht nur um Abwanderung, sondern um
Konkurrenzfähigkeit. Mit anderen Worten: Natürlich können
hollandische Landwirte, polnische Bauunternehmer und irische
Hotlinebetreiber billiger anbieten als deutsche Unternehmen,
die dann letztlich Arbeitsplätze abbauen werden oder ganz vom
Markt verschwinden.

Das machen die seit Jahren. Das ist keine Bedrohung, sondern die Realität.

Wo willst Du die Wirtschaft und die Löhne haben? Sollen weltweit alle Löhne an den niedrigsten Standard angepasst werden? Dann hast Du Weltweit null Nachfrage und kannst alle Betriebe auch gleich ganz schließen.

Noch einmal Ford: ‚Autos kaufen keine Autos‘

cu Rainer

Hallöchen,

wirklich? Ein Zulieferer, der seine Aufträge durch seinen
Standort erhält kann nicht abwandern.

was meinst Du, wer eher über einen Umzug nachdenkt: Der
Zulieferer oder Belieferte?

Meinst Du z.B.: Siemens … Was da geht ist doch schon weg.

ich meinte damit Deinen Hinweis auf den Zulieferer: Natürlich wandert der nicht einfach mal so ab, sondenr der zieht seinem Abnehmer hinterher. Der Einwurf war einfach unpassend. Und: Was da geht, ist schon weg, ist auch Quark. Da ginge noch viel mehr, nur macht man nicht alles, was geht, weil es schlichtweg auch ein Risiko bedeutet, Betriebe zu verlagern. Daher zum wiederholten mal meine Aussage: Wer geht, geht nicht weil es sich jetzt erst lohnt zu gehen, sondern weil sich eine Sitzverlagerung jetzt so sehr rechnet, daß es die wägbaren und unwägbaren Risiken aufwiegt.

Noch kleinere Betriebe
und Handwerker erst recht nicht!

Tja, in den grenznahen Gebieten lauern die Ausländer schon.

Auch hier. Das ist keine Gefahr sonder der Istzustand! Die
sind doch schon da!

Die Tendenz nimmt zu, das ist das entscheidende. Beispiel: Die Blumenproduzenten in Norddeutschland bekommen zunehmend holländische Konkurrenz. Hintergrund: Die Ökosteuer verteuert das Beheizen der Gewächshäuser, was in Holland nicht der Fall ist. Also lohnt es sich, die Pflanzen über 500-600 Kilometr mit dem Lastwagen von Holland zum Hamburger Blumenmarkt zu karren. Keine Dienstleister, dennoch Beispiele.

Was soll der deutsche Bäcker
in Afrika? Der hat seine Kunden hier.

Naja, die Anzahl der Bäcker und Metzger ist begrenzt.

… Apotheker, Ärzte, Krankenschwestern, Einzelhandel,
Tankstellen, Bauern … jetzt sind’s aber Millionen. :wink:

Und wenn schon, auch hier ändern sich die Zeiten: Zum Tanken von Aachen nach Luxemburg, für den Zahnersatz nach Polen und zum Einkaufen ins Internet (oder nach New York). Dell produziert in Irland, Eurocard verschickt(e?) seine Post über Dänemark und über den Medikamenteversandhandel wird nachgedacht. Dienstleistung ist längst nicht so ortsgebunden wie man meinen sollte und wie auch in der Theorie immer wieder mal behauptet wird.

Konkurrenzfähigkeit. Mit anderen Worten: Natürlich können
hollandische Landwirte, polnische Bauunternehmer und irische
Hotlinebetreiber billiger anbieten als deutsche Unternehmen,
die dann letztlich Arbeitsplätze abbauen werden oder ganz vom
Markt verschwinden.

Das machen die seit Jahren. Das ist keine Bedrohung, sondern
die Realität.

Die Tendenz nimmt zu, das ist das Problem. Wie ich sagte: Gerechnet hätte sich eine Sitzverlagerung schon seit Jahrzehnten. Nun ist der Unterschied zum Ausland so groß geworden, daß die Risiken dadurch aufgewogen werden.

Wo willst Du die Wirtschaft und die Löhne haben? Sollen
weltweit alle Löhne an den niedrigsten Standard angepasst
werden? Dann hast Du Weltweit null Nachfrage und kannst alle
Betriebe auch gleich ganz schließen.

Quatsch. Bezahlung und Leistung müssen in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. In Deutschland waren wir viele Jahre lang Spitze in diversen Bereichen: Ausbildung, Infrastruktur, Leistungsbereitschaft und –bewußtsein, politische und regulative Stabilität und Planungssicherheit usw. Die Liste ließe sich fortsetzen. Unter solchen Umständen sind Spitzengehälter auch angebracht und wurden bereitwillig bezahlt.

Wie die Lage im Augenblick ist, brauche ich wohl nicht zu erläutern. Für das Hier und Jetzt ezahlt aber niemand mehr gerne bei den kürzesten Arbeitszeit die höchsten Gehälter (von den „Neben“kosten mal ganz abgesehen). Da die Alternativen da sind, werdne sie genutzt. Die einzigen, die langfristig auf der Strecke bleiben, sind die deutschen Arbeitnehmer.

Und solange von SPD und Gewerkschaften vorgebetet ist, daß es legitim ist, 5% pro Jahr Gehaltszuwachs pro Jahr zu fordern ohne dafür in irgendeiner Form eine Gegenleistung zu bringen bzw. im Gegenteil die Vorschriften über Arbeitsplätze usw. zu verschlimmbessern, wird er nicht merken, daß da Ideologie und Machterhalt auf seinem Rücken betrieben wird und begeistert solange mitklatschen, bis er selber Opfer der eben noch begeistert gefeierten „Politik“ geworden ist, nämlich arbeitslos wird. Von da an ist er für die SPD und die Gewerkschaften uninteressant aber kann sein Dasein mit der absolut unverrückbaren Wahrheit verbringen, daß nämlich nur die bösen Arbeitgeber an seiner Misere schuld sind.

Noch einmal Ford: ‚Autos kaufen keine Autos‘

Kinners, jetzt hört mir doch mit dem Scheißspruch auf. Ford produzierte ein Billigauto in genau einer Modellvariante. Sein Spruch hat mit unserer Welt nichts zu tun.

Gruß,
Christian

Hai,

Noch einmal Ford: ‚Autos kaufen keine Autos‘

Kinners, jetzt hört mir doch mit dem Scheißspruch auf. Ford
produzierte ein Billigauto in genau einer Modellvariante. Sein
Spruch hat mit unserer Welt nichts zu tun.

doch, hat er.
Dieser drückt ganz klar die Überakkumulation aus, die wir im Moment sehen und die durch weiteren Kaufkraftabbau weiter zunimmt. Diese Wirtschaft bastelt eifrig an ihrer eigenen Krise. Schöner Text dazu: http://kalaschnikow.net/de/artikel_anzeige.php3?id=109 (deckt sich fast mit meinem, hat wohl abgeschrieben :smile: )
Ihr hattet in den alten Ländern vor 89 einen stetigen Zufluß an nicht selbst peroduziertem Mehrwert in zuletzt einer Höhe von 8 Mrd. DM allein aus Ostdeutschland. Wert ca. 20 - 40 Mrd. DM, da der Kaufpreis um einiges heruntergehandelt war. Alleine duieser Zufluss an Mehrwert war es, der die Wirtschaft im Westen über Jahrzehnte stabilisierte und nun deshalb, weil er nicht mehr vorhanden ist, wieder zur Krise führt. Auch ich sehe täglich aufs neue, wieviele Projekte brach liegen, obwohl sie wirtschaftlich vernünftig wären einfach nicht zu finanzieren sind aus den unterschiedlichsten Gründen. Nur was einen Mwehrwertvorteil darstellt, ist finanzierbar, solange es nicht noch andere in der Branche gefährdet.
Dass diese Wirtschaft nicht an die Wand klatscht, ist imho unmöglich.

Gruß
Frank