Arbeitslos und Kind

Hallo,
meine Freundin ist schwanger…
und noch berufstätig,
sie will aber nach der Geburt zwei Jahre zuhause bleiben
und von Hartz 4 leben wie momentan auch ich.
Wir werden nicht zusammen wohnen und auch nicht heiraten.
Bin ich dann - falls ich wieder arbeite und genug verdiene - auch für sie unterhaltspflichtig?

andere frage

meine Freundin ist schwanger…
und noch berufstätig,

warum kümmerst du dich nicht um das kind und deine freundin geht weiter arbeiten? immerhin hat sie doch einen job, oder?

sie will aber nach der Geburt zwei Jahre zuhause bleiben
und von Hartz 4 leben wie momentan auch ich.

das halte ich für puren luxus.
ich glaube, sowas können wir uns auch gar nicht mehr leisten.

Wir werden nicht zusammen wohnen und auch nicht heiraten.

und warum nicht?

gruß
ann

Hallo!

Bin ich dann - falls ich wieder arbeite und genug verdiene -
auch für sie unterhaltspflichtig?

§ 1615l BGB Unterhaltsanspruch von Mutter und Vater aus Anlass der Geburt
(1) 1Der Vater hat der Mutter für die Dauer von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes Unterhalt zu gewähren. 2Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraums entstehen.

(2) 1Soweit die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die Entbindung verursachten Krankheit dazu außerstande ist, ist der Vater verpflichtet, ihr über die in Absatz 1 Satz 1 bezeichnete Zeit hinaus Unterhalt zu gewähren. 2Das Gleiche gilt, soweit von der Mutter wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. 3Die Unterhaltspflicht beginnt frühestens vier Monate vor der Geburt; sie endet drei Jahre nach der Geburt, sofern es nicht insbesondere unter Berücksichtigung der Belange des Kindes grob unbillig wäre, einen Unterhaltsanspruch nach Ablauf dieser Frist zu versagen.

Frank

Hallo,
wenn ich so Fragen lese und zusätzlich jeden Monat sehe was ich an Sozialabgaben zahlen muß könnte ich Ko****.
Statt sich Gedanken zu machen wie man sich ein bequemes Leben auf kosten der Allgemeinheit zu machen, solltest du dir Arbeit suchen und deinen Verpflichtungen deiner „Familie“ nach kommen.

Es ist gut das es in Deutschland ein Sozialesnetz gibt, aber Schmarotzer sollten da durch die Maschen fallen.

Guten Rutsch
schnorz

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Hallo Jonny!

meine Freundin ist schwanger…
und noch berufstätig,
sie will aber nach der Geburt zwei Jahre zuhause bleiben
und von Hartz 4 leben wie momentan auch ich.
Wir werden nicht zusammen wohnen und auch nicht heiraten.
Bin ich dann - falls ich wieder arbeite und genug verdiene -
auch für sie unterhaltspflichtig?

Wie Dir schon in einem anderen Beitrag mitgeteilt wurde, bist Du für Mutter und Kind unterhaltspflichtig. Die Unterhaltspflicht für Dein Kind kann ohne weiteres 20 Jahre oder auch länger andauern.

Deine derzeitige Planung stellt für Dich, Deine Freundin, das gemeinsame Kind und für die öffentliche Kasse die denkbar dämlichste ungünstigste Lösung dar. Du machst damit nämlich die Beteiligten vorsätzlich zu Sozialfällen.

Klüger gehts so: Ihr zieht in eine gemeinsame Wohnung. Deine Freundin behält ihren Job und bleibt nach der Zeit des Mutterschutzes in der bisherigen Anstellung berufstätig. Du sorgst derweil für Dein Kind. Sodann suchst Du Dir eine Anstellung und für das Kind einen Krippenplatz.

Mit dieser Methode geht es Deiner kleinen Familie deutlich besser, als mit getrennten Wohnungen auf Kosten der Allgemeinheit.

Gruß
Wolfgang

Hallo

Deine derzeitige Planung stellt für Dich, Deine Freundin, das
gemeinsame Kind und für die öffentliche Kasse die denkbar
dämlichste ungünstigste Lösung dar. Du machst damit
nämlich die Beteiligten vorsätzlich zu Sozialfällen.

Kannst du dir vorstellen, dass hier nicht nur der Vater alleine plant?
Vielleicht gefällt ihm das garnicht so, und du machst ihm auch noch Vorwürfe.

Ich weiß es nicht, aber könnte doch sein.

Viele Grüße
Thea

Hallo

warum kümmerst du dich nicht um das kind und deine freundin
geht weiter arbeiten? immerhin hat sie doch einen job, oder?

Sie scheint das doch zu wollen. Als nicht verheirateter Vater hat er überhaupt keine Möglichkeit, sie daran zu hindern.

sie will aber nach der Geburt zwei Jahre zuhause bleiben
und von Hartz 4 leben wie momentan auch ich.

das halte ich für puren luxus.
ich glaube, sowas können wir uns auch gar nicht mehr leisten.

Wenn die Mutter so etwas entscheidet, gehe ich davon aus, dass sie entweder ihr Kind grundsätzlich selber in der ersten Jahren betreuen will, (was übrigens normal ist, wenn sie z. B. das Kind stillen will, was ich nicht als puren Luxus bezeichnen würde, da es nachgewiesenermaßen wesentlich besser für das Kind ist); oder sie traut es dem Vater nicht so richtig zu, das Kind zu erziehen oder in ihrem Sinne zu erziehen. Ob das Luxus ist, kommt darauf an.

Ich finde es wirklich nicht sehr gut, wenn jetzt der Vater hier von allen Seiten angegriffen wird. Es ist bestimmt auch so schon nicht ganz einfach für ihn, und er erkundigt sich hier danach, wie seine Situation ist. Das ist doch in Ordnung.

Wir werden nicht zusammen wohnen und auch nicht heiraten.

und warum nicht?

Wofür ist das wichtig? Das geht doch niemanden etwas an, oder? Es wird schon irgendwelche Gründe geben.

Viele Grüße
Thea

Hallo,

meine Freundin ist schwanger…
und noch berufstätig,
sie will aber nach der Geburt zwei Jahre zuhause bleiben
und von Hartz 4 leben

Sie will ihren Job aufgeben und von der Stütze leben? Ist sie mal locker der Meinung, dass es ohne Job schöner ist, als mit Job?

wie momentan auch ich.

Offensichtlich scheinst Du ihr den eindruck zu vermitteln, dass es auf Staatskosten auch ganz gut geht…?!?

Wir werden nicht zusammen wohnen und auch nicht heiraten.
Bin ich dann - falls ich wieder arbeite und genug verdiene -
auch für sie unterhaltspflichtig?

Bloß keine Verantwortung! Nicht für Dein kind, nicht für deine Freundin und erst Recht nicht für Dich! Vergesst ja nicht, auch dem Kind deutlich zu machen: „Wer arbeiten geht, ist ein Dussel“!

Irgendwie scheint Hartz IV für einige Leutz doch noch zu attraktiv…!?!

Greetz, Teutoburger

Ja,
der Staat müßte die Erziehungsarbeit wie jede andere berufliche Tätigkeit entlohnen… so dass jeder Elternteil Anspruch auf mindestens 1000 Euro plus 1000 Euro pro Kind haben sollte! Erziehung ist vor allem eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die alle die finanzielle Verantwortung übernehmen sollten und nicht in erster Linie die einzelne Mutter bzw. der Vater. Letzere haben schon genug zu tun.

Nu bleiben wir mal auf dem Boden…
Ich stimme ja mit Dir über ein, daß Erziehung und Nachwuchs wichtige gesellschaftliche Themen sind, die eine bessere finanzielle Grundlage brauchen, aber Sätze wie „der Staat müßte…“ sind völliger Unsinn.
DU mein Freund, DU bist der Staat. Und DU bist aus den unterschiedlichsten Gründen, die ich nicht bewerten will, gerade dabei genau NICHTS mehr in DEINEN Staat zu bezahlen, damit solche Ideen umgesetzt werden können. Darüber hinaus seit Ihr sogar bereit, einen Job aufzugeben, der über Sozialabgaben in DEINEN Staat Gelder pumpen könnte um Deine Idee zu verwirklichen. Also bitte, der Staat sind nicht ein paar „Politiker da oben“ sondern jeder Einzelne und alle zusammen. Also faß Dir an die Nase und beteilige dich.

Abgesehen davon, daß 2000€, die Du hier mal so eben forderst einen Realitätsverlust vermuten lassen.

Grüße ILAY

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Hallo Jonny!

der Staat müßte die :Erziehungsarbeit wie jede :andere berufliche Tätigkeit :entlohnen… so dass jeder :Elternteil Anspruch auf :mindestens 1000 Euro plus :1000 Euro pro Kind haben :sollte!

Meinst Du, die Folgen solcher Zahlungen wären wirklich wünschenswert? Woher soll das Geld kommen?

Gruß
Wolfgang

Für die Allgemeinheit ist es ein Glücksfall, dass wir uns fürs Kind und gegen eine Abtreibung entschieden haben, denn wir wissen, dass unsere Gesellschaft ohne Kinder keine Zukunft hat. Würde sie andere Prioritäten setzen, könnte sie auch locker die Eltern für ein paar Jahre von der Erwerbsarbeit freistellen und hierfür die Kosten übernehmen.
Und das fordere ich ein… vollkommen zurecht, meine ich.

Hallo

der Staat müßte die Erziehungsarbeit wie jede andere
berufliche Tätigkeit entlohnen… so dass jeder Elternteil
Anspruch auf mindestens 1000 Euro plus 1000 Euro pro Kind
haben sollte!

Ich denke, dass ein Elternteil, der sich qualifiziert und engagiert seine Erziehungsarbeit leistet, damit nicht überbezahlt ist. Aber ich hätte doch die Befürchtung, dass dann alle Leute, denen garnichts mehr einfällt, wie sie an Geld kommen sollen, ein Kind nach dem anderen in die Welt setzen würden. Auch wenn es nicht sehr viele machen würden, wäre das schon sehr schlimm.

Elterntätigkeit ist ja ein Job, in dem man nicht kündbar ist, und für den man sich völlig einseitig entscheidet. Wenn das bezahlt werden sollte, müsste ja eigentlich auch eine Qualitätskontrolle stattfinden. Und wer sollte die denn ausüben?

Erziehung ist vor allem eine
gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die alle die finanzielle
Verantwortung übernehmen sollten und nicht in erster Linie die
einzelne Mutter bzw. der Vater.

Eine andere Methode wäre es, die Renten abzuschaffen. Dann hätte man wirklich nur noch die Alterversorgung, die man sich erarbeitet hat.

Allerdings müsste man dann die Kinder auch dazu erziehen, sich um einen zu kümmern, wenn man selbst nicht mehr kann.

Würde mir nicht so besonders gefallen, aber gerechter gegenüber Eltern wäre das, und gegenüber den Kindern auch. Ist doch eigentlich eine Zumutung, dass die Kinder später ausgerechnet für diejenigen Leute besonders hohe Pensionen und Renten finanzieren sollen, die z. B. aus ihren Spielgeländen Parkplätze bauen, oder die sie mit sehr viel Energie und Können zum Anfressen von Übergewicht verleiten.

Viele Grüße
Thea

na
dann wirst zukünftig noch mehr ko… müssen,
weil bei der geringen Geburtenrate
die Sozialabgaben kräftig ansteigen werden.

Kinder würden sich auf Dauer rechnen,
selbst wenn der Staat alle damit verbundenen Kosten übernimmt!

DANKE
für diese klare und konkrete Antwort!

Bald werden wir uns den Luxus leisten müssen(!),
da bin ich mir ziemlich sicher!

Danke Thea,
dass du auf meinen Beitrag von gestern anders,
angenehmer, eben nicht so pauschal wertend und
abstempelnd reagierst hast! Das hat mich wirklich sehr gefreut.
Ich stimme dir in vielen Punkten zu…
habe aber momentan nicht die Zeit, mich auf eine tiefergehende Diskussion einzulassen.
Viel Grüße von hier zu dir!

Jonny, bitte…
Du versuchst uns doch nicht allen Ernstes zu vermitteln, daß Du, lobenswerter Weise, ein Kind - sozusagen als Investition - in die Welt setzt und es dadurch natürlich gerechtfertigt ist, daß die Sozialkassen Euch Euren Lebensunterhalt finanzieren?
Du, vielleicht wußtest Du es noch nicht, aber die meisten Menschen erziehen ein Kind UND beteiligen sich am Staat. Ich will mich nicht zum Richter über Deine Situation machen, aber daß Deine Freundin Ihren Job aufgeben will, damit Sie fürs Kind da sein kann, und das in einer Welt, wo alle die Beteiligung der Väter begüßen, daß Ihr nicht zusammen zeihen wollt, daß Ihr einfach Euren Plan weiterverfolgt und zur Not einen zweiten ALG II-Empfänger in Kauf nehmt, das will mir nicht in den Kopf. Und das rechtfertigt auch nicht Deine gesellschaftliche Großtat, uns ein Kind zu schenken, welches mit solchen Vorbildern über kurz oder lang eher teuer wird, als daß es zum Gelingen unserer Sozialgemeinschaft beiträgt.

Grüße, ILAY

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Hallo Jonny!

…wir wissen, dass unsere :Gesellschaft ohne Kinder :keine Zukunft hat.

Ja, aber das ist nur ein Teil der Wahrheit und der Realität. Das Gemeinwesen hat nämlich nichts davon, Menschen zu ermuntern, abhängige Kostgänger zu werden, die ihrerseits abhängige Kostgänger erziehen.

Würde sie andere Prioritäten :setzen, könnte sie auch
locker die Eltern für ein :stuck_out_tongue:aar Jahre von der :Erwerbsarbeit freistellen und :hierfür die Kosten :übernehmen.

Ach, beide Elternteile sollen zu Hause hocken? Soll die Erziehung eines Kindes darin bestehen, zu vermitteln, daß man nicht für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen braucht, weil andere Leute bezahlen? Meinst Du, wir haben mit derart geprägten Kindern eine Zukunft? Es ist eines unserer Probleme, daß wir von so geprägten Kindern schon zu viele haben. Die Einstellung, sich versorgen zu lassen, obwohl es auch aus eigener Kraft geht, ist sozial unverträglich, mithin asozial.

Und das fordere ich ein… :vollkommen zurecht, meine :ich.

Es funktioniert nicht, Anspruchsdenken und Bequemlichkeit mit (nicht vorhandenem) gesellschaftlichen Nutzen zu verbrämen.

Gruß
Wolfgang

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ne ne!

Bald werden wir uns den Luxus leisten müssen(!),
da bin ich mir ziemlich sicher!

ich meinte mit „wir“ auch nicht euch, sondern UNS, die solidargemeinschaft.