Arbeitslose und Effe´s Äußerung (von Sport)

Hallo Ralf,

Falsch. Lange Zeit gab es mehr Ausbildungswillige als Stellen
hierfür (Lehrstellenmangel). Hat sich in den letzten Jahren
gebessert.

Du sagst es doch selber… der Unternehmer denkt um… aber warum hat er früher nicht ausgebildet? Er war der Meinung, er hat genug. Jetzt merkt er aufgrund des demografischen Wechsels, dem ist nicht so. Also passt er sich dem Arbeitsmarkt an.
Der so unflexible Arbeitgeber.

Aber einen 40-jährigen bildet auch heute kaum
jemand aus, selbst wenn dieser ausbildungswillig ist. Würde ja
ein Umdenken vom Arbeitgeber verlangen. Und im (um)denken,
liegt halt nicht deren Stärke.

Es kommt drauf an, in welcher Branche. Tendenziell wirst du aber recht haben.

Was für eine altertümliche Wirtschaftspolitik soll das sein?
In der Wirtschaft agieren Anbieter und Nachfrager. Fragt der
Nachfrager nach und findet für seine Nachfrage keinen
Anbieter, muss er sich anpassen (oder auf die Nachfrage
verzichten).

Nachfrager ist der Arbeitgeber… soweit sind wir uns einig?

Bietet der Anbieter etwas an und findet für sein
Angebot keine Nachfrage, muss er sich anpassen (oder auf das
Angebot verzichten). Eine Wirtschaftspolitik, wo nur der
Anbieter agiert, verdient den Namen „Wirtschaftspolitik“
nicht.

Anbieter ist der Arbeitnehmer… soweit auch einig?

gut… die Arbeitgeber, die ich kenne, bieten nunmal mehr als genug drumrum (Sozialleistungen) und vor allem auch Perspektiven… was sie alle auf die eine oder andere Art und Weise attraktiv macht.
So pauschal, wie ich die Arbeitslosen als satt und träge bezeichne, so pauschal bezeichnest du den Arbeitgeber so.
Wir geben uns also beide nichts.

Richtig. Nur wenn er für sein Angebot keine Nachfrage findet,
könnte es vielleicht am Preis des Angebots (oder an einer
anderen Produkteigenschaft) liegen?

Okay… und da ich nicht erst einen Arbeitgeber kenne, weiß ich, dass diese Produkteigenschaften bei eigentlich allen zumindest ein Niveau hatten, mit denen ich leben konnte. Dies ist jetzt wieder ein subjektives Anspruchsdenken.

By the way… du wolltest mir noch sagen, was McD so für schlechte Produkteigenschaften hat.

Ein Studium dauert fünf Jahre? Wie schnell ändert sich der
Bedarf am Arbeitsmarkt?

Nicht innerhalb von 5 Jahren. Soetwas hat eine Vorlaufzeit…

Wie oft willst Du von BWL über Jura
und Ingenieur zu Pädagogik und zurück springen. Denn das
letzte Studium, das, das Du abschließt, dauert nun mal 5 Jahre
(ungefähr).

Mein Studium dauert keine 5 Jahre, da kann ich dich beruhigen. In der Zeit habe ich Studium und Ausbildung fast komplett beendet.

In diesem sinne…
Gruß
Marco

Hi!

Unabhängig davon, dass eine Neuorientierung des deutschen Arbeits- und Sozialmarktes hin zum Leistungsprinzip sowieso unerlässlich ist, möchte ich hier doch einmal ernsthaft die Berechtigung Effenbergs hinterfragen, solche Kommentare loszulassen.

Dieser Mensch kassiert Millionen dafür, dass er gegen einen Ball tritt. In der freien Wirtschaft wäre er Automechaniker o.ä.
Was also gibt im das Recht, öffentlich die Leute zu kommentieren, welche sein Gehalt bezahlen? Fussball ist nun mal der Sport der unteren Schichten und Leute wie Effenberg sollten sich ihrer Vorbildrolle bewusst sein.
Wir brauchen bestimmt nicht noch mehr wildgewordene Sport-Analphabeten wie M. Schumacher, die der deutschen Bevölkerung von Monte Carlo aus zeigen, wie blöde sie doch ist.

Grüße,

Mathias

Das liegt wohl eher an der Struktur des Versicherungsgewerbes und des Vertriebes. Denn kaum ein eingesessener Vertreter vor Ort kann einem noch genaue Auskünfte geben. Die Versicherungen sind doch nur gegen eines versichert: den Schadensfall.

winkel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Trotz vieler arbeitslos gemeldeter Menschen (das scheint eine
andere Zahl als die der Arbeitssuchenden zu sein) ist es in
einigen Bereichen so gut wie unmöglich, qualifiziertes
Personal zu bekommen. Dabei kann ich allerdings nur den
Bürobereich und die Situation in einigen technischen Berufen
übersehen. Immer noch bewegen wir uns durchweg auf einem
Niveau, daß PC-Kenntnisse der Erwähnung wert sind. Die
Anwendung gängiger Textverarbeitung, Graphikprogramme und
Tabellenkalkulation muß so selbstverständlich sein wie Lesen
und Schreiben. Die Erfahrung zeigt, daß wir davon weit
entfernt sind. Eine Bürokraft, der die Schreib- und
Gestaltungsregeln nach DIN5008 nicht geläufig sind, der ein
einfacher Buchungssatz ein Buch mit 7 Siegeln ist, die nicht
den Schatten einer Ahnung hat, was eine Auftragsbestätigung
ist, wie man ein Büro organisiert, daß man Schriftsätze je
wieder auffindet… solche Leute finden sich nur zu oft unter
den Arbeitssuchenden.

Sag mal, was erwartest du eigentlich? :wink:
Laut der PISA-Studie wissen wir doch, was da in den nächsten Jahren auf uns zukommt. Schlimmer noch: 43% der BWL-Studenten an der Uni Leipzig sind an den mathematischen Aufgaben der PISA-Studie (also für Neunt-Klässler!!!) gescheitert. Wie kannst du da also erwarten, daß Leute für einfache Bürotätigkeiten Schreib- und Gestaltungsregeln beherrschen, die Logik der Buchhaltung kennen, ihre Ablage organisieren können. Oder gar die Programme in einem PC zu bedienen vermögen. Das sind doch Illusionen! Vergiß es! Die deutsche Bevölkerung verblödet doch zunehmend. :wink:

Grüße
Heinrich

Für viele Arbeitgeber wäre das die richtige Definition. Aber
mal ein paar Zahlen:
Anteil der…an der Gesamtzahl der Arbeitslosen:
älter als 55 Jahre 21%
Alleinerziehend 3%
Ausländer/Spätaussiedler 14%
Schwerbehindert 4%

Soweit so gut zu den Zahlen: Es sind also insgesamt 42%.

Da bist Du sogar großzügig. Wird sicherlich welche geben, die in zwei oder mehr Kategorien sind.

Das
bedeutet gemäß Dreisatz, dass bei 4 Mio. Arbeitslosen 2,32 Mio
zuviel arbeitslos sind, weil die ja eigentlich Arbeit bekommen
müssten. Selbst wenn wir die über 50jährigen mit 1/3
bezeichnen, kommen wir auf 54%. Macht also immer noch 1,84
Mio. Arbeitslose zuviel.

Noch mal ein paar Zahlen:
Die durchschnittliche Such- und Vermittlungsdauer dauert acht bis neun Monate. 12% sind unter einem Monat arbeitlos. Darin sind wohl vor allem die 5% arbeitslosen enthalten, die bereits eine neue Stelle oder Arbeitsplatz haben (also nur für eine Übergangszeit arbeitslos). 20% sind ein bis 3 Monate arbeitslos. Das sind wohl solche wie Du (nach eigenen Angaben: bräuchtest sicher keine 20 Bewerbungen zu schreiben). Denn auch das dauert, da sich die Betriebe mit dem Sichten und Vorladen teilweise Wochen Zeit lassen. Über die wirst Du sicher nicht schimpfen. 16% sind 3 bis 6 Monate arbeitslos. 19% sind 6 bis 12 Monate arbeitslos. 15% sind 1 bis 2 Jahre arbeitslos. Und 18% sind 2 Jahre und länger arbeitslos.

Das Problem sind also wohl vor allem die 2/3, die länger als 3 Monate arbeitslos sind. Darin sind aber die oben genannten 42% (oder etwas weniger wegen Doppelzählungen) enthalten. Bleiben also 25% Problemfälle.

Eine weitere Frage stellt sich mir, ob der Arbeitgeber keine
Ausländer einstellen will, oder woran das denn jetzt wieder
liegt… auch mangelnde Einstellung der Arbeitgeber? Oder
vielmehr doch ein fehlerhaftes „Produkt“?

Die Einstellung vieler - sicher nicht aller, klar - Arbeitgeber gegenüber Ausländern ist ja bekannt. Im übrigen hat es ein Ausländer auch schwerer, weil Deutscher und EU-Bürger muss vorher eingestellt werden.

Das Argument nehme ich bei 3% eh zurück. Ist wohl tatsächlich
nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist wohl das Alter.

Selbst wenn wir 33% für die über 50jährigen annehmen (was ja
implizit sagt, dass der Arbeitgeber keine älteren einstellen
will), was ist mit den restlichen Arbeitslosen? Wurden die
auch nicht eingestellt, weil der Arbeitgeber zu unflexibel
ist? Oder haben die vielleicht doch eher woanders ihre
„Schwächen“?

Siehe oben: ein Drittel hat nach 3 Monaten wieder einen Job.

Richtig. Fragt sich nur, was die Arbeitslosen mit der
Produkteigenschaft „älter als 55“ machen sollen.

Die können diese Produkteigenschaft nicht zurückdrehen. Aber
sie können an dem Punkt Ausbildung vielleicht noch was machen
oder aber am Punkt Flexibilität. Wenn eine über 55jährige als
Sekretärin arbeiten will und heutzutage nicht mit einem PC
umgehen kann, dann ist sie leider dafür nicht geeignet. Warum
sollte man sie dann einstellen? Hat sie Ahnung vom PC, so wird
sie sicherlich nicht wegen ihrem Alter nicht eingestellt.

Doch. Auch hier wird eine Junge bevorzugt. Eine Sekretärin soll ja auch nach außen etwas darstellen und die Firma als jung und frisch präsentieren.

Ok, McDonalds hat ein sehr spezielles Problem: sehr geringe
Bezahlung,

Ich empfand sie eher nicht so schlecht. Immerhin gab es etwa
14 DM bei vergleichbar einfacher Arbeit. Stressfrei…

Wo hast Du gearbeitet, dass es stressfrei war?

sehr schlechte Sozialleistungen,

Wie kommst du denn darauf? Sie zahlen Sozialleistungen wie
jeder andere Arbeitgeber.

Hast Du mal versucht dort einen Betriebsrat zu gründen? Funktioniert nicht. Warum wohl?

Wenn wein Arbeitgeber keine Bewerber findet, muss er sich
fragen, was tun kann, um sein Produkt zu verbessern, damit er
auf dem Markt attraktiver wirkt. Einfach nur beklagen gilt
nicht.

An diesem oben beschriebenen „Image“ kann der Arbeitgeber
nichts oder nur begrenzt etwas ändern. Dies ist subjektives
Denken.

Natürlich kann der Arbeitgeber sein Image verbessern. Sonst wären die ganzen Imagekampagnen ja rausgeschmissenes Geld.

Aber ansonsten muss natürlich auch der Arbeitgeber sich
ändern. Und wie ich schon sagte: Es gibt Rahmenvoraussetzung,
die ein Arbeitgeber haben will. Erscheint ein Arbeitnehmer nur
weitestgehend diesem Muster gewachsen, dann wird er zumindest
auf Probe eingestellt.

Nein. Außer Du behauptest 4 Millionen würden diesem Muster nicht genügen.

Ja, kommt natürlich darauf an, was Du als „Grundlagen“
bezeichnest. Es gibt ja gerade das schon klassische Beispiele,
wo Ingenieure (älter als 50) auch mit noch so viel Motivation
und bundesweiten Bewerbungen auch bei Ingenieursmangel keine
Stelle finden, da den Arbeitgebern deren Grundlage zu gering
sind (schon mehr als 20 Jahre aus der Uni raus).

Wie ich schon sagte: Zu lange aus dem Job als Angestellter, da
gebe ich dir recht. Aber warum sucht er dann nur eine Position
als Ingenieur?

Sag ich ja nicht, dass er nur da sucht. Nur Arbeitgeber sollen sich nicht über Ingenieurmangel beklagen, wenn es arbeitswillige Ingenieure gibt, diese aber von den Arbeitgebern nicht eingestellt werden.

Nein, sehr häufig an den faul und bequem gewordenen
Arbeitgebern.

Du wirfst mir vor, ich sage, der Arbeitnehmer ist faul. Aber
selber behauptest du, der Arbeitgeber ist faul. Mmhh… ich
habe dir genug Beispiele aufgelistet, die zig Arbeitsplätze
geschaffen haben und keine Faulheit des Arbeitgebers
nachweisen.
Vielleicht könntest du mir die Trägheit des Arbeitgebers mal
nachweisen.

Habe ich schon mehrmals. Ein Arbeitgeber, der eine Stelle besetzen will, und hierfür keinen findet, der muss auch bereit sein, fachfremde Leute einzustellen und auszubilden oder weiter weg zu suchen und bei Wohnungssuche etc. helfen. Habe ich schon mal geschrieben. Oder er soll sich nicht beklagen.

Leider tun das (ich meine jetzt nicht das beklagen) nur wenige Arbeitgeber.

Und belegen, dass der Arbeitslose im Gegenzug
flexibel genug ist (nicht nur in wenigen Ausnahmen)

Wie gesagt: die Hälfte der Arbeitslosen findet nach spätestens einem halben Jahr wieder einen Job. Wenige Ausnahmen sind das nicht.

und
versucht seine Qualität nachhaltig zu verbessern, weil er es
will… nicht weil er diesen Fortbildungskurs besucht, damit
er sein Geld weiterbekommt. Eine Weiterbildung, die ich nicht
mit Spaß und Energie bestreite, brauche ich eigentlich auch
gar nicht bestreiten.

Und wie soll ich belegen, dass Arbeitslose eine Fortbildung mit Spaß und Energie belegen? Könnte Dich auch umgekehrt fragen: belege mir, dass sie es nicht tun. Das ist schlicht unmöglich.

Das war die Antwort, die du hören wolltest. Zeige mir eine
Stelle, auf die es nur eine einzige Bewerbung gibt.
Dann stehe ich vor dem Problem. In der Tat. Dann würde ich
mich für keinen entscheiden, denn so brauche ich nicht noch
jemanden einstellen, der ihn einlernt.

Eben.

Noch einmal: wenn Du die Wahl zwischen schimmligen und keinem
Brot hast, kaufst Du dann das schimmlige Brot?

Ich kaufe keins. Jetzt stellt sich mir aber die Frage: Woran
liegt es, dass das Brot schimmelt? Weil ich nicht täglich in
den Laden komme und schaue, was es für Brote gibt? Oder weil
das Brot keine Beine hat und zu mir kommt?
Ich sage Antwort 2. Denn ich habe nicht nur einen Bäcker.
Initiative zeigen. Schon das bringt Punkte.

Ja, nur wird die immer nur von den Arbeitslosen, nie von den Arbeitgebern verlangt. Das ist der Punkt.

Ein ArbeitsMARKT ist ein Markt und wenn
es zu einem Ungleichgewicht auf diesem Markt kommt, kann man
nicht einseitig den Nachfragern sondern ebenso den Anbietern
die Schuld geben. Die Nachfrager haben zu geringe
Qualifikationen, die Anbieter zu hohe Anforderungen.

Richtig. Nur es sind Grundanforderungen, die man für ein
Grundgehalt auch verlangen kann. Somit herrscht das
Ungleichgewicht auf Seiten des Nachfragers (Arbeitgeber)
weniger.

Ein Arbeitnehmer kann auch verlangen, dass er für ein Grundgehalt auch ausgebildet wird. Doch dazu sind viele Arbeitgeber eben nicht mehr bereit. Sie wollen lieber fertig ausgebildete Leute. Das Ausbilden soll die Konkurrenz übernehmen.

Also, z.B. einen Verjüngungstrank einnehmen und jünger werden.

Nein. Warum die Leute im Alter nicht eingestellt werden ist
einfach die Tatsache, dass sie oftmals nicht neu lernen
wollen/können.

Können oder wollen ist ein gewaltiger Unterschied.

Wenn der Arbeitgeber Leute einstellen will, aber niemanden
findet, dann ist in der heutigen Arbeitsmarktlage schlicht der
Arbeitgeber schuld.

Siehst du… ich sage Arbeitnehmer, du Arbeitgeber. Wenn ich
das von Arbeitnehmer behaupte, zeige ich keine Kenntnis der
Marktes. Du aber hast dann die Kenntnis? :smile:

Unter der Bedingung „wenn“ ja. Ich sage ja nicht, dass der Arbeitgeber immer schuld ist sondern eben nur, wenn die wenn-Bedingung zutrifft (unter als Einschränkung: wenn dies nicht absolute Fachkräfte sind - die findet auch ein noch so guter Arbeitgeber oft nicht, weil sie nicht da sind).

Aktiv werden und etwas verändern ist die Devise.

Das habe ich dir ja aufzeigen wollen, dass der Arbeitgeber
dies schon mittlerweile sehr häufig macht.

Nein. Sehr wenige Arbeitgeber sind aktiv. Was als Aktivitäten der Arbeitgeber bezeichnet werden, ist oftmals pure Selbstverständlichkeit. Nicht der Rede wert.

Gerade deswegen
lasse ich das Argument beim Arbeitgeber nicht stehen, da ich
zu häufig sehe, dass er sich dem Arbeitsmarkt anpasst.

Wie jetzt? Ich denke, der Arbeitgeber müsse sich dem Arbeitsmarkt nicht anpassen. Das sei Aufgabe des Arbeitnehmers.

Du sagst es doch selber… der Unternehmer denkt um… aber
warum hat er früher nicht ausgebildet? Er war der Meinung, er
hat genug. Jetzt merkt er aufgrund des demografischen
Wechsels, dem ist nicht so. Also passt er sich dem
Arbeitsmarkt an.
Der so unflexible Arbeitgeber.

Nein. Auch früher gab es offen (gebliebene) Lehrstellen und arbeitslose Jugendliche. Sie kamen oftmals nicht zusammen, weil die Arbeitgeber nicht von ihren Ansprüchen (Abitur, Mittlere Reife) runter wollten (sicher auch wegen bequemer Jugendliche, klar).

Was für eine altertümliche Wirtschaftspolitik soll das sein?
In der Wirtschaft agieren Anbieter und Nachfrager. Fragt der
Nachfrager nach und findet für seine Nachfrage keinen
Anbieter, muss er sich anpassen (oder auf die Nachfrage
verzichten).

Nachfrager ist der Arbeitgeber… soweit sind wir uns einig?

Nein. Kommt darauf an von welcher Marktseite Du den Markt betrachtest. Ist aber nicht sonderlich relevant. Meinetwegen nennen wir Arbeitgeber Nachfrager. Ist völlig schnuppe.

Bietet der Anbieter etwas an und findet für sein
Angebot keine Nachfrage, muss er sich anpassen (oder auf das
Angebot verzichten). Eine Wirtschaftspolitik, wo nur der
Anbieter agiert, verdient den Namen „Wirtschaftspolitik“
nicht.

Anbieter ist der Arbeitnehmer… soweit auch einig?

Siehe oben. Wenn es Dich glücklich macht…

gut… die Arbeitgeber, die ich kenne, bieten nunmal mehr als
genug drumrum (Sozialleistungen) und vor allem auch
Perspektiven…

Wie gesagt: wenn sie Leute für ihre Stelle finden, hast Du recht. Wenn sie niemanden für ihre Stelle finden (außer wie gesagt bei Spezialisten), hast Du nicht recht.

was sie alle auf die eine oder andere Art und
Weise attraktiv macht.
So pauschal, wie ich die Arbeitslosen als satt und träge
bezeichne, so pauschal bezeichnest du den Arbeitgeber so.
Wir geben uns also beide nichts.

Nö, ist mir klar. :wink:

Richtig. Nur wenn er für sein Angebot keine Nachfrage findet,
könnte es vielleicht am Preis des Angebots (oder an einer
anderen Produkteigenschaft) liegen?

Okay… und da ich nicht erst einen Arbeitgeber kenne, weiß
ich, dass diese Produkteigenschaften bei eigentlich allen
zumindest ein Niveau hatten, mit denen ich leben konnte. Dies
ist jetzt wieder ein subjektives Anspruchsdenken.

By the way… du wolltest mir noch sagen, was McD so für
schlechte Produkteigenschaften hat.

Vielleicht erst einmal die Presseerklärung der NGG
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/mcdo…
Im übrigen weißt Du wohl selber, dass McDonalds die Gründung eines Betriebsrates nicht zulässt.

Ein Studium dauert fünf Jahre? Wie schnell ändert sich der
Bedarf am Arbeitsmarkt?

Nicht innerhalb von 5 Jahren. Soetwas hat eine Vorlaufzeit…

Wie oft willst Du von BWL über Jura
und Ingenieur zu Pädagogik und zurück springen. Denn das
letzte Studium, das, das Du abschließt, dauert nun mal 5 Jahre
(ungefähr).

Mein Studium dauert keine 5 Jahre, da kann ich dich beruhigen.
In der Zeit habe ich Studium und Ausbildung fast komplett
beendet.

Was ist das für ein Studium? Uni oder FH? Ist aber egal. Musst Du nicht beantworten. Die Regelstudienzeit ist bei den meisten Studiengängen ca. 9 Semester, mal ein Semester mehr, mal weniger. Also 4,5 Jahre.

Richtig, es steht selten explizit in den
Stellenausschreibungen drin. Das Sieben nach dem Alter
geschiet aber mit als erstes beim Aussortieren.

Vorurteil… mehr nicht.

Aussagen mehrerer Personalchefs. Quelle habe ich dieses Mal allerdings nicht. Aber gebe zu: auch hier kommt es sicherlich auf die Art der Stelle an.

Hierfür suchen sie Bewerber (Kunden)
Ist im Grunde dasgleiche und immer wieder überraschend, dass
Arbeitgeber dies nicht begreifen wollen.

Sie suchen Bewerber, das ist richtig… aber der Kunde bietet
sich letztendlich an. Also ist er der Anbieter und der
Unternehmer der Nachfrager.

Und der Unternehmer bietet eine Stelle an. Das ist Wortklauberei und nicht wirklich wichtig.

Nein. Das was ich sage ist 1. Semester Volkswirtschaftslehre.
Aber welcher Unternehmer hat schon Volkswirtschaftslehre
studiert?

Mhh… ich weiß es… meine Vika wirst du sicherlich schon
zwischenzeitlich studiert haben.

Nein. Mache ich selten.

Aber wie ich schon sagte: Das
mit dem Markt… vollkommen richtig. Nur der Arbeitsmarkt hat
seine eigenen Gesetze und Rahmenbedingungen. Du kannst ihn
daher nicht mit einem Zitronenmarkt vergleichen. Hier gibt es
keine Mindestpreise.

Richtig. Aber das mit den eigenen Gesetzen und Rahmenbedingungen gilt für viele Märkte.

Sicherlich muss auch der Arbeitgeber einen Schritt zur
Marktmitte gehen. Aber er kann nicht einfach jeden einstellen,
nur damit er einen Mitarbeiter hat. Wenn er den normal
anfallenden Arbeiten nicht gerecht wird und sie ausführen
kann, dann brauche ich ihn nicht einstellen. Das weiß ich
spätestens dann, wenn ich ihn zu mir eingeladen habe.

Das ist richtig soweit. Irgendeinen sollst Du nicht einstellen, aber irgendeinen lädst Du ja auch erst gar nicht ein.

Sorry. Habe in VWL promoviert. Ich weiß schon, was ich hier
schreibe.

Das eine hat nicht unbedingt mit dem anderen etwas zu tun.
Ich kann auch in Lebensversicherung meine Prüfung bestehen und
muss deswegen von Sachversicherung nicht unbedingt eine Ahnung
haben. Beides Male habe ich aber in Versicherung meine Prüfung
bestanden. Das musst du jetzt nicht auf die umsetzen, es ist
nur ein Beleg dafür, dass das eine ganz und gar nicht was mit
dem anderen zu tun haben muss.

Das ist richtig. War auch nur auf die Antwort gerichtet, ich solle „mal ein Wirtschaftsbuch lesen“. Das habe ich schon getan sicherlich. Vielleicht nicht das „richtige“. Aber eine spezielle Empfehlung gab es ja auch nicht.

Was ist das denn für ein Argument? Arbeitgeber werden nicht
aktiv und jammern nur rum, dass sie keine Leute finden, weil
sie Mecklenburg-Vorpommern nicht entvölkern wollen. Ich
danke…

Nein. So ganz nicht verstanden. Ich kenne viele Beispiele, die
im Osten ihre Mitarbeiter „rekrutieren“.

Ok. Sicherlich gibt es auch schon flexible Arbeitgeber. Mir geht es ja nur um die, die nicht wirklich intensiv suchen (Anzeige in der Zeitung, beim Arbeitsamt), nichts finden und dann jammern. Da kann man von Arbeitgebern schon mehr verlangen.

Die örtlich flexiblen
gehen dann zum Arbeitsplatz. Nachdem schon jetzt fast nur die
guten und vor allem auch die jungen Menschen den Osten
verlassen, ist es dort fast gar nicht möglich, überhaupt was
gescheites aufzubauen, weil die Fachkräfte einfach weg sind.

Und da sind wir dann wieder beim Punkt: mangelnde Ausbildungsbereitschaft. Selbst Fachkräfte aufbauen!

Er befindet sich hier also in einer unheimlichen Zwickmühle.
Gesellschaftlich müsste er es machen, aber die Kasse gibt es
nicht her. Was also macht er? Er wirbt sie ab zu sich und der
Landstrich entvölkert weiter. Folge: Es wird wieder schwerer,
dorthin zu gehen.

Sehe im übrigen auch kein Problem darin, wenn sich Mecklenburg-Vorpommern entvölkern sollte. Wird aber eh nicht passieren.

Ich habe nicht von einer Kaufmannsausbildung gesprochen. Es
ging um eine Stelle, wo ein Realschulabschluß verlangt wird,
man aber keinen Realschüler findet.

Eben… für eine Kaufmannsausbildung wird Realschulabschluss
gefordert. Also was macht der Unternehmer… soll er dafür
jetzt einen Hauptschüler einstellen, der aufgrund geistiger
Defizite (das war übrigens auch deine Wortwahl) oder sonstiger
Vorkommnisse den Realschulabschluss nicht geschafft hat oder
gar keinen?

Das habe ich nie behauptet. Es gibt mit Sicherheit auch
Hauptschüler, die in gewissen Bereichen und in Einzelfällen
besser sind, als ich. Tendenziell ist es doch wohl aber so,
dass die Rechnung zumindest dem Unterschied zwischen
Hauptschule/Realschule recht gibt. Zwischen Realschule und
Hauptschule würde ich das nicht mehr so unterscheiden. Der
eine will eben weiter zur Schule, der andere nicht. Deswegen
ist er nicht dümmer.

Eben. Aber es wird immer auf den Schein gesehen (gerade in Deutschland). Damit gibt man den „mittelintelligenten“ Hauptschülern erst gar keine Chance. Er hat die Mittlere Reife nicht und bekommt den Job/Ausbildungsplatz nicht, auch wenn er frei ist und er ist schaffen würde. Beide würden also davon profitieren, aber der Arbeitgeber gibt - wegen nicht erfüllter Papierkriterien - sich und dem Hauptschüler erst gar keine Chance.

Nein, das passt nicht. Der Steuerbeamte entspricht dem
Controller oder Wirtschaftsprüfer des Unternehmen. Von dem
habe ich nicht gesprochen. Ich habe vom Angestellten und vom
Bürger gesprochen, um mein Beispiel vergleichbar zu machen.

Eben… der Angestellte wiederum weiß aber nicht, wieviel
Verlust der Unternehmer durch Diebstahl eingeplant hat. Dies
weis nur ein kontrollierendes Organ…
Es bleibt also ein nicht richtiges Beispiel…weil du die
Hierarchieebenen unbeachtet lässt.

Du weißt auch nicht als Bürger, was der Staat beim Pauschbetrag insgesamt eingeplant hat. Das kommt aufs gleiche raus.

Was mir aber extrem auffällt: Ist poste ja schon mehrere Jahre sehr viel im Internet. Du bist der erste, der auf meine Provokationen nicht eingeht. Das ist wirklich erstaunlich. *ggg*

Hallo Ralf,

Ok. Sicherlich gibt es auch schon flexible Arbeitgeber. Mir
geht es ja nur um die, die nicht wirklich intensiv suchen
(Anzeige in der Zeitung, beim Arbeitsamt), nichts finden und
dann jammern. Da kann man von Arbeitgebern schon mehr
verlangen.

Da ich diese eben nicht kenne, sondern eben nur die Beispiele, die ich aufgezählt habe… vielleicht fehlt mir deswegen auch etwas der Blick in das für mich unbekannte Nirvana der trotteligen Arbeitgeber…
Selbst in Großkonzernen meiner Branche hat man schon seit längerer Zeit umgedacht…

Und da sind wir dann wieder beim Punkt: mangelnde
Ausbildungsbereitschaft. Selbst Fachkräfte aufbauen!

Nur wenn es keine Menschen mehr gibt, die fähig sind? Woher nehmen, wenn nicht stehlen? :wink:

Sehe im übrigen auch kein Problem darin, wenn sich
Mecklenburg-Vorpommern entvölkern sollte. Wird aber eh nicht
passieren.

Darin würde ich schon ein Problem sehen…

Was mir aber extrem auffällt: Ist poste ja schon mehrere Jahre
sehr viel im Internet. Du bist der erste, der auf meine
Provokationen nicht eingeht. Das ist wirklich erstaunlich.
*ggg*

Welche Provokationen? :smile:

Nein… es kocht sicherlich schon manchmal… aber ich habe ob meines jugendlichen Alters gelernt damit umzugehen… wenn man will… ich muss es teilweise verschweigen und hinterher darf ich mich gerne auskotzen… aber nicht direkt beim Gespräch…

Aber anders gefragt… wo hätte ich denn wie reagieren sollen?

Gruß
MArco

Aufklärung…
Hallo Ralf,

Meinetwegen nennen wir Arbeitgeber Nachfrager. Ist völlig
schnuppe.

Gut… steht nämlich auch so in mehreren VWL Büchern, die ich hier liegen habe :smile: Daher empfinde ich es eben nicht mehr so als schnuppe :smile: Aber eben Ansichtssache… :wink:

Im übrigen weißt Du wohl selber, dass McDonalds die Gründung
eines Betriebsrates nicht zulässt.

Das machen aber nicht nur McD so… :smile: Gibt mehrere Arbeitgeber… insbesondere im Osten… wo man denkt, man hätte oftmals Leibeigene vor sich…

Was ist das für ein Studium? Uni oder FH? Ist aber egal.

Nö… ist ein duales Studium… Berufsakademie und ist nach 6 Semesters bzw. 3 Jahren aus. Ähnlich FH, aber mit Dipl. Abschluss und Bachelor degree…

Musst Du nicht beantworten. Die Regelstudienzeit ist bei den
meisten Studiengängen ca. 9 Semester, mal ein Semester mehr,
mal weniger. Also 4,5 Jahre.

Steht auch in der Vika… warum sollte ich es dann nicht auch hier schreiben?

Gruß
Marco

Hallo Winkel,

Das liegt wohl eher an der Struktur des Versicherungsgewerbes
und des Vertriebes.

Bezweifel ich… aber anderes Thema…

Denn kaum ein eingesessener Vertreter vor
Ort kann einem noch genaue Auskünfte geben.

Das liegt dann aber nicht oder nur bedingt an der Versicherung. In erster Linie sollte der Kundenberater seine Beraterfunktion vollständig und korrekt ausführen… nicht mehr und nicht weniger. Das Geschäft, das habe ich mit 24 schon gelernt, kommt dann fast von alleine…

Auf den Rest gehe ich nicht weiter ein…

Gruß
Marco

Hi

Sport-Analphabeten wie M. Schumacher, die der deutschen
Bevölkerung von Monte Carlo aus zeigen, wie blöde sie doch

der lebt schon seit Jahren in der Schweiz, sein Bruder in Österreich… also nix mit Monte Carlo.

Grüßle
Frank K.

Hi

Sport-Analphabeten wie M. Schumacher, die der deutschen
Bevölkerung von Monte Carlo aus zeigen, wie blöde sie doch

der lebt schon seit Jahren in der Schweiz, sein Bruder in
Österreich… also nix mit Monte Carlo.

Wo ist der Unterschied für Deutschland?

Ich habe letztens mit jemandem in Appenzell gesprochen, der M. Schumacher´s Forderung nach maximal 10% Einkommensteuer im Falle der Wohnsitznahme dort abgelehnt und ihn somit als potentiellen Neubürger verloren hat. Er sagte, „solche wildgewordenen Analphabeten bringen hier nur Unruhe rein, das brauchen wir hier nicht“.
Hochinteressant, dass mittlerweile offenbar noch nicht einmal mehr die Steuerparadiese Interesse an Typen wie Schumi & Co, haben, denn die sind noch nicht einmal bereit, die elementarsten Abgaben zu leisten, welche zum Betrieb eines gesunden Staatswesens nötig sind. Zur Info: Appenzell verlangt 15-18%…

Da passen natürlich Typen wie Effenberg bestens ins Bild.

Wie war das denn beispielsweise mit der Vielzahl österreichischer Topsportler? Die bezahlen ihre 25% pauschal daheim, denn sie haben Anstand und wissen, wer sie bezahlt.

Der deutsche Prolo hingegen will sich nur schleunigst absetzen und sich möglichst schnell aus seiner Verantwortung stehlen.

Ich möchte gar nicht verhehlen, dass auch mir das deutsche Steuersystem maßlos stinkt und ich mich mit dem Gedanken trage, für eine Zeit ins Ausland zu gehen. Nur suche ich neue Chancen und nicht etwa primär ein Land mit möglichst niedrigen Steuern.

Deutschland schießt sich schon auch selbt ins Knie, aber das ist noch lange keine Legitimation für die von den deutschen Fans gemachten Millionarios, sich hier die Rosinen rauszupicken und sich zu verdrücken, wenn es spannend wird.
Die Argumentation „ich muss in D ja 20 Mio. Steuern zahlen“ ist falsch. Man muss über die Prozente reden, und diese Sätze werden auch vom kleinen Mann bezahlt, der nicht einfach abhauen kann.

Grüße,

Mathias

Hallo Marco,

Ich habe nu lange deine sehr begrenzte Meinung von und über Arbeitslose gelesen.

Ich kann nur vermuten, daß du hier die Motivationsschulungen der Versicherungs-Klinken-Drückeer-Kolonnen nachbetest, in denen den neuen Außendienst-Millionären erklärt wird, warum sie ab heute reich werden.

Und wenn die Arbeitslose nicht leiden können ist es eh egal, denn die gehören ja nicht zu euerer bevorzugten Klientel.

Aber gehe doch mal auf die AA und schau dir an, wieviele von den nicht mehr motivierbaren bereits Versicherungen ausgetestet haben? Und dann erkläre mir, warum der Positivismus, die Leute so deprimiert hat.

winkel

War ja insgesamt eine sehr interessante Diskussion, fand ich. Wenn auch engagiert um des Kaisers Bart geführt. Denn weder hast Du die Mitschuld der Arbeitgeber noch ich die der Arbeitnehmer bestritten.

Nur waren bei Dir zu 3/5tel die Arbeitnehmer schuld, bei mir zu 3/5tel die Arbeitgeber. Ziemlich lächerlich eigentlich. Aber eben dafür dennoch recht interessant die Diskussion.

Welche Provokationen? :smile:

Nein… es kocht sicherlich schon manchmal… aber ich habe
ob meines jugendlichen Alters gelernt damit umzugehen… wenn
man will… ich muss es teilweise verschweigen und hinterher
darf ich mich gerne auskotzen… aber nicht direkt beim
Gespräch…

Aber anders gefragt… wo hätte ich denn wie reagieren sollen?

Och, werde ich Dir im Nachhinein lieber nicht sagen. *ggg*

Hallo Winkel,

Ich habe nu lange deine sehr begrenzte Meinung von und über
Arbeitslose gelesen.

Sie ist ziemlich begrenzt… du hast ja so recht… :smile:

Ich gestehe z.B. Behinderten keine Arbeitslosenunterstüzung zu.

Ich kann nur vermuten, daß du hier die Motivationsschulungen
der Versicherungs-Klinken-Drückeer-Kolonnen nachbetest, in
denen den neuen Außendienst-Millionären erklärt wird, warum
sie ab heute reich werden.

Auch hier wirst du recht haben, denn im Gegensatz zum Versicherungsfachmann (den du hier ja maximal anzusprechen scheinst, bin ich ein Versicherungskaufmann). Ich bin also nicht auf den Außendienst angewiesen. Ich kann auch im Innendienst arbeiten. Dies nur am Rande… was aber nicht bedeutet, dass mir der Außendienst nicht zusagt. :smile:

Und wenn die Arbeitslose nicht leiden können ist es eh egal,
denn die gehören ja nicht zu euerer bevorzugten Klientel.

Auch hier hast du einen Denkfehler… Arbeitslose sind Kunden, wie jeder andere, denn auch die brauchen Schutz und zahlen sogar wahrscheinlicher ihre Prämie, als jeder andere … aber dies wiederum ist deine begrenzte Denkweise in puncto Versicherungen…

In diesem Sinne…

Gruß
Marco

Hallo Ralf…

Nur waren bei Dir zu 3/5tel die Arbeitnehmer schuld, bei mir
zu 3/5tel die Arbeitgeber. Ziemlich lächerlich eigentlich.
Aber eben dafür dennoch recht interessant die Diskussion.

Da sind wir uns mal ausnahmslos einig :smile:

Och, werde ich Dir im Nachhinein lieber nicht sagen. *ggg*

Ich würd´s schon gerne wissen, denn es würde mich schon interessieren … :wink:

Gruß
Marco

@Dicker
Moin, Dicker,

Das schockt mich jetzt schon ein wenig, ganz ehrlich. Von Dir
bin ich doch eigentlich eher gewöhnt, das Du keine
Pauschalverurteilungen vornimmst.

Es war keine Pauschalveruteilung… Ich weiß, dass es Ausnahmen geben kann, aber die bestätigen ja auch die Regel …

Sicherlich gibt es genug Menschen, die auch eine Arbeit suchen… aber es gibt eben auch genug Menschen, die dies nicht machen und bei vollen Bezügen leben… und das darf nicht sein, nur weil der Staat es nicht ausreichend kontrolliert… (kann) … daher bin ich mir bewusst, dass ich diejenigen, die wirklich Arbeit suchen, damit nicht zu meinen Freunden mache… aber mit denen diskutiere ich darüber auch… nur es braucht mir keiner mit fadenscheinigen Argumenten dahergelaufen kommen…

Wie Du weißt, bin ich noch „in der Heimat“ :smile:

I know… ich würde… das kannst du mir glauben… auch lieber dort als hier sein… aber es ist nunmal so, dass mir hier eine Ausbildung angeboten wird, die ich im Osten sehr wahrscheinlich nie bekommen hätte…

Und ich gedenke derzeit nicht, hier weg zu gehen.

sollst ja auch gar nicht, denn dann hätten wir das Problem, dass ganze Landstriche entvölkert würden…

Allerdings
finde ich es doch sehr heftig, den zugegeben nicht wenigen
Arbeitslosen hier zu unterstellen, ihnen wäre die
Arbeitslosigkeit lieber, als einen Job zu finden.

Auch du pauschalisierst hier … zu Gunsten der Arbeitslosen, weil du Beispiele kennst, die deine Theorie stärken… :smile:
Es ist ja auch legitim…

Ich glaube vielmehr, das jeder, auch Du, die Pflicht hätte,
sich vor einem derartigen Pauschalurteil die Hintergründe der
Situation zu verinnerlichen.

Habe ich schon mehrfach… und dabei kommt mir dann auch mehrfach die Galle hoch…

Auch wenn ich mich selbst
noch zur arbeitenden Bevölkerung zählen darf,

Und das auch noch möglichst lange…

In Deutschland greift leider immer mehr die Unsitte um sich,
zu pauschalisieren.

Keine Frage… auch du bestätigst es, da du es auch machst :smile:

Das ist eine richtige und sinnvolle Feststellung. Wer ist
daran schuld? Die Arbeitslosen?

Nicht alleinig, das haben wir schon mit Ralf ausdiskutiert…
Nur was willst du machen…? Technolohie braucht man nicht ansiedeln… die Wahrscheinlichkeit, dass noch Leute da sind, ist gering… also müsste man Leute umsiedeln… nur wer garantiert so ein Projekt? Am Ende hat der Unternehmer investiert und keine Mitarbeiter… oder noch schlimmer… er produziert und hat keine Abnehmer, weil es sich keiner leisten kann…

Nein. Das ist aus meiner Sicht zuviel verlangt. Zumindest wenn
Du es generell auf alle Arbeitslosen beziehst. Auch für
Arbeitslose gibt es noch ein Recht auf eine intakte Familie.

Keine Frage… aber dafür lassen sich sehr wahrscheinlich Lösungen finden… in meinen Augen… da ich es sehr oft sehe, dass es eben doch geht… (in Hütte z.B.)…

Willst Du allen Ernstes von einem Arbeitslosen Familienvater
verlangen, seine Heimat zu verlassen, wenn gleichzeitig die
Kinder „in der Heimat“ zur Schule gehen und die Frau einen Job
hat? Das kann es nicht sein.

Nein… kann ich nicht verlangen und will ich nicht verlangen… Nur wie ist es… der Vater ist dann wahrscheinlich irgendwo so zwischen 25 und 35, wenn sein Kind in die Schule geht? Ist es dann richtig, wenn er noch weiß, er muss theoretisch 30 Jahre lang noch arbeiten, mit Rücksicht auf sein Kind (welches in der ersten oder zweiten Klasse ist) und mit Rücksicht auf seine Frau, die vielleicht auch arbeitslos ist, diese Zeit dort abzusitzen, wo er arbeitslos ist… oder könnte man es ihm zumuten, dass er mit der ganzen Familie den Wohnort wechselt. Nicht allein und nicht blind. Aber wenn er einen Job dort sicher hat (weil Bewerbung erfolgreich), dann kann man es ihm denke ich zumuten… meine Meinung…

Ein Wechsel kann unter gewissen Umständen durchaus sinnvoll
sein. Schau doch Dich selbst an. Jung, ungebunden, flexibel.
In dieser Situation gebe ich Dir Recht, da gäbe es kaum eine
Ausrede, nicht zu wechseln.

Eben… da gibt es keinen Millimeter Ausrede… und das jemand in meinem Alter nicht flexibel (wenn die anderen Kriterien stimmen) ist, dass möchte er mir bitte erklären… fast nicht glaubbar… zumindest nicht unter dem Gesichtspunkt 1000 DM und 4000 DM…

Was wäre jedoch gewesen, wenn Du „in der Heimat“ Frau und Kind
hättest? Wärest Du unter derartigen Umständen bereit gewesen,
für Deine Karriere Deine Frau zu verlassen?

Verlassen nicht… aber mit ihnen? Das schon… natürlich nach reiflicher Überlegung… aber ich möchte das nicht ausschließen…

Das kann ich mir kaum vorstellen. Genauso
kann ich mir nicht vorstellen, das Du eventuell ein eigenes
Haus, für das Du mühsam Deine Raten zahlst, einfach zu
verlassen.

Es käme drauf an… keine Frage… aber wenn ich arbeitslos bin, dann nutzt mir das Haus auch nichts mehr, denn die Rate werde ich dann nicht bezahlen können und es wird mir eh unterm Hintern weggepfändet… also,… warum sollte ich es nicht vermieten und umziehen? Es kommt auf die Einzelumstände an, aber auch das ist nicht die Regel beim Arbeitslosen…

Ich finde, Du solltest die Situation doch etwas
differenzierter betrachten. Auch Flexibilität hat Grenzen.

Ja… aber nur gewisse… in meinen Augen… und die gewissen sind wiederum in meinen Augen von der Familie bestimmt… aber nicht meiner ganzen Familie, sondern nur von meinem privaten Familienbereich (sprich Partner und ggf. Kind).

Du sagst es doch selbst. Das zeigt mir, das Du eigentlich
verstehen solltest, das eine Pauschale Verurteilung der
Arbeitslosen falsch ist.

Es ist richtig… und die Ausnahme nehme ich dann gerne wieder aus… aber wie gesagt… die Ausnahme bestätigt die Regel…
im Osten mag vielleicht hinzu kommen, dass sie etwas agiler im Markt stehen… aber jemand, der hier unten z.B. arbeitslos ist, der will in meinen Augen nicht arbeiten…

Wo hast Du denn diese Zahlen her? Von der BA? Und die
behaupten allen Ernstes, das sich 40% nachweislich
nicht
um eine Stelle kümmern würden?

Ja… wie schon bei Sport… es ist eine Studie (anonym) des BA gewesen…

Nach der derzeit
gültigen Rechtslage wird jedem Arbeitslosen, der diesen
Tatbestand erfüllt, sofort die Unterstützung
gestrichen. Das finde ich auch völlig legitim, ich halte es
sogar für zwingend erforderlich. Und ich kann Dir versichern,
die Arbeitsämter hier in B greifen da eiskalt durch. Und nicht
nur hier, im Land Brandenburg ebenfalls.

Aber warum können 40% das dann behaupten? Scheinbar können sie noch viel zu sehr tricksen…

Wenn also die von Dir angegebenen Behauptungen tatsächlich von
der BA stammen, dann sind die genauso verpflichtet, denen, den
sie das angeblich nachgewiesen haben, die Leistungen zu
streichen. Da dies jedoch nicht geschieht, kann eine solche
Behauptung nur falsch sein.

Sie haben die Umfrage anonym gemacht … daher kein Nachweis möglich… und es waren einige Tausend, die befragt wurden… nicht nur 10 :wink:
Da aber eben der Nachweis nicht erbracht werden kann, deswegen können sie nicht kürzen… und das finde ich nicht richtig… dann muss ich eben was machen und mir was ausdenken, dass ich es effizienter nachweisen kann, dass sich jemand nicht bemüht…

Wir finden offensichtlich zumindest in Ansätzen doch wieder
zusammen :smile:
An solchen Stellen ist die viel gepriesene Flexibilität
erforderlich. Soetwas darf es nicht geben.

Niemals darf es soweit kommen… aber es ist nur zu deutsch… :smile:

Ich persönlich habe auch schon Straßen gefegt und Post
ausgetragen. War nicht schön, hat aber Geld gebracht.

Eben… so habe ich es damals auch gesehen…

Ich
finde, um seinen Lebensunterhalt selbst zu sichern, ist dies
zumutbar.

*zustimm*

Mindestlohn? In Deutschland?

Ja… den gibt es… nur man kann sich mit viel Gerede davon befreien… und hier ist wiederum die Politik gefragt… warum wird dies geduldet?

Dabei rede ich jetzt nicht vom
Arbeitslosengeld, sondern von der Arbeitslosenhilfe.
Arbeitslosen geld ist eine Versicherungsleistung, für
die Beiträge entrichtet wurden und auf die Jeder einen
Rechtsanspruch hat.

Klar… aber in meinen Augen soll das nur als Überbrückungsfunktion gelten, nicht als Funktion des Bedienen… und auch das machen in meinen Augen zuviele…

Du hast im Ansatz völlig Recht - Geld motiviert unheimlich.
Aber ist Dir eigentlich bekannt, wie das zumindest hier in
Ost-B zur Zeit gehandhabt wird?

Ich weiß… die Versuche, die Menschen in die Leibeigenschaft zu bewegen greifen immer mehr um… leider…
Allerdings sehe ich eben auch deshalb, dass sich viele Menschen nicht bemühen… die sagen sich, für solchen Lohn arbeite ich nicht… soweit ja okay… aber warum gehen gerade diese Menschen dann nicht? Bei mir zu Hause gibt es eine Jugendarbeitslosigkeit (18-25) von glaub knapp 21%… sind die alle in einer festen Beziehung? Nein, sicher nicht… aber mit dem Geld lässt es sich eben bei Muttern noch aushalten… so sieht es leider zu oft aus…
Aber was die Bezahlung der Menschen angeht… es ist Kapitalismus, also kann ich die Firmen verstehen… allerdings entziehen sie sich im gleichen Atemzug der sozialen Verantwortung… und sie nutzen die Situation erbärmlich aus… nur da ist es nicht die Sache, der Arbeitgeber, sich zu ändern… wenn einer sich ändert, dann geht er eben unter… sondern hier muss in der Tat die Politik einen Riegel vorschieben…

Ich gebe Dir ja Recht, das man jede verfügbare Chance
ergreifen sollte. In diesem Punkt kann ich Dir nur zustimmen -
jeder Job ist akzeptabel, unabhängig vom Ausbildungsstand.

Also mal wieder Einigkeit :smile:

Sei doch mal ganz realistisch und ehrlich, Marco. Welche
Variante würde Dir persönlich, mal völlig abgesehen von
moralischen und rechtlichen Sichten, besser gefallen?

Keine Frage :wink: Und auch da sehe ich deswegen eben die mangelnde Motivation im Ergebnis gerechtfertigt… ich bekomme einerseits Geld… und andererseits bekomme ich zusätzliches Geld… in der Summe mehr, als wenn ich noch mehr arbeiten würde…

Ich will damit auf gar keinen Fall sagen, das ich das jetzt
gutheißen würde. Im Gegenteil. Aber Verständnis für derartige
Verhaltensweisen habe ich.

Verständnis einerseits, aber dann doch wieder den Kamm… Ehrlichkeit zahlt sich leider selten aus…

Was würdest Du denn als Arbeitsloser machen, wenn Dir der AG
beim Vorstellungsgespräch direkt ins Gesicht sagt, das er Dich
zwar nicht einstellen kann, weil es ihm zu teuer ist, das er
aber gleichzeitig sagt, für zehn Mücken die Stunde kannst Du
bei mir ohne Karte arbeiten kommen.

Eigentlich gehört der angezeigt… aber wo kein Täter, kein Beweis, da auch kein Kläger… leider

Gruß

Marco :smile:

Hallo,
aber ihr habt doch bestimmt schon im Brett „Sport“ gelernt, dass dieses Apostroph da eifach nicht hin gehört!!! :wink:
Und noch einmal die Seite zur Hilfe und zur Abschreckung:
http://members.aol.com/apostrophs/
So: Es heißt: Effes Äußerung! Und nicht „Effe’s […]“ oder E’ffe’s oder E’f’f’e’s …

Gruß,
Aragorn der Korinthenkacker!

Ich würd´s schon gerne wissen, denn es würde mich schon
interessieren … :wink:

Ok, zitiere ich mich mal (bin aber nur diesen, nicht den anderen, Thread durchgegangen):
Das kannst Du noch so vehement behaupten. Es ist schlicht falsch und nur ein Zeichen, dass Du
die heutigen Anforderungen des Arbeitsmarktes anscheinend nicht begriffen hast.

Der Ball liegt gegenwärtig
eindeutig im Feld der Arbeitgeber. Da sind noch einige Denkblockaden aufzubrechen, wie man bei
Dir sehr deutlich beobachten kann.

Wieder diese Denkblockade.

Nur weil es Dir anscheinend nicht passt hier öffentlich als Betrüger
und Verbrecher geoutet zu werden

und…
wie wäre eine Reaktion deiner Meinung nach richtig gewesen? :smile:

Ich habe das mal dezent überlesen :smile:

Gruß
Marco