Überall liest man ja jetzt, dass immer mehr (und besonders auch junge) Menschen an Arthrose oder Arthritis (Reuma) leiden. Aber die Frage ist doch: Wie kann man sich davor schützen?
Arthrose und Arthritis entstehen u.a. durch Übergewicht und durch zu hohe Belastung der Knie. Aber heißt das, dass man seine Knie jetzt gar nicht mehr belasten darf, weil diese sich dann zu schnell abnutzen? Als besonders gefährdend wird auch Sport allgemein beschrieben, vor allem Tennis und Joggen (mein Gott, ist selbst Joggen jetzt schon schädlich?!). Wo ist denn da die Lösung - oder gibt es keine …?
Liebe/er Geissbock
Gelenkentzündungen kann man nicht immer verhindern, man kann seinen Gelenken allerdings einiges „Gutes“ tun. Sinnvoll und gelenkfreundlich ist regelmäßige Bewegung, bei der alle Gelenke gleichmäßig belastet werden, z.B. tägliches Spazierengehen, Schwimmen, Radfahren und Gymnastik.
Es ist wichtig, Verletzungen wie eine offene Wunde am Knie, frühzeitig und angemessen zu behandeln, damit sich keine Entzündung auf das Gelenk ausbreitet.
Grunderkrankungen wie Gicht sollten gut therapiert und die Medikamente ggf. wie vom Arzt verordnet eingenommen werden, damit es gar nicht erst zu einer Arthritis kommt.
Liebe grüsse
ScRaP
Hi,
besonders im Knie muß der Knorpel kurzfristig enormes Gewicht (können 1 - 1,5 Tonnen sein) aushalten. Weil sie zu sehr gequetscht würden, sind dort keine Blutgefäße und Nerven. Nährstoffe gibt es also nur über die Gelenkschmiere und den Knochen. Wer sich also sehr wenig bewegt, führt dem Gelenk damit auch weniger notwendige Schmiere zu.
Ergo: viel bewegen, aber Bewegung und Sport möglichst nur, soweit er das Knie nicht stark belastet: Tennis, Fußball, Skifahren z.B. ist verständlicherweise nicht gut. Kann man nachvollziehen: bremsen, spurten, drehen sind eine irre Belastung. Also: eher schwimmen, walken, etc.
Und regelmäßige Bewegung ist nicht nur für diejenigen wichtig, die schon Probleme haben, sondern auch für jene, die möglichst lange fit bleiben wollen. Wie hieß es letztens im Focus: „Den besten Gelenkschutz bieten Koordination und starke Muskeln“!
Darüber hinaus habe ich festgestellt, daß ich Beschwerden auch über die Ernährung lindern kann - so gibt es bei mir z.B. schon lange keine Schweinefleisch mehr. Auch das wäre ein großes Kapitel. Vielfältige Informationen gibt es in den entsprechenden Fachseiten/-foren.
Gruss, Eva
Arthrose durch Schwimmen (Leistungssport)
Ich möchte zum Thema auch die Frage aufwerfen: Ist Schwimmen als Leistungssport für die Gelenke schädlich? Ich weiss, man kriegt meistens Gelenkbeschwerden, wenn man nicht gut genug aufgewärmt und auch die Beweglichkeit nicht trainiert hat.
Da Arthrose bekanntlich durch Abnutzung verursacht wird, was ich Beispiel bei Stossbelastungen im Knie nachvollziehen kann, aber im Schwimmen? Ist eine „übermäßige“ Reibung auch schädlich - z.B. durch rotierende Bewegungen im Schulter (Schwimmtraining)?
Ich habe nämlich relativ spät angefangen und bin eigentlich „zu alt“ (über 30) fürs Schwimmen, jedoch habe einfach meinen Spass bis zu 2 Stunden ordentlich im Schwimmen mich anzuheizen.
Ich spüre aber in einem meiner Schultergelenk tut sich langsam was: Einige Zeit nach dem Schwimmtraining ist der rechte Schulterbereich oberhalb des Schlüsselbeins zweitweise stark verspannt. Die löst sich nach wiederholten Schulter-Dehnbewegungen langsam auf, aber kommt immer wieder hervor. Es fühlt sich nicht an, als ist es die Muskel oder Sehnen im Schulter/Rückenbereich. Ob es ein Vorzeichen von Gelenkbeschwerden ist?
lg deafmax
Hallo Geissbock,
vor Rheuma kannst du dich nicht schützen!
Wenn du normales Gewicht , eine gute Beinmuskulatur hast, kannst du auch Tennis spielen oder Joggen.
Bewegung ist für die Ernährung des Gelenkknorpels enorm wichtig.
Problematisch bzgl. einer Arthrose ist jede (ständige) Überlastung eines Gelenkes - z.B. beruflich bedingt.
Die Arthrose ist außerdem sehr stark genetisch bedingt. Litten deine Eltern an Arthrose, wirst du sicher auch Probleme damit bekommen.
Auf jeden Fall - mach’ dich nicht verrückt, treib’ Sport und bewege deine Gelenke nicht einseitig.
Gruß
Angie
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo deafmax,
Schwimmen ist auf keinen Fall als Leistungssport für die Gelenke schädlich - wobei ich davon ausgehe, dass die Leistungssportler im Schwimmen normalerweise jünger sind.
Die Schulterbewegungen sind bei einer gesunden (jungen) Schulter auch nicht schädlich.
Sie selbst sind bzgl. der Gelenke und Sehnen nicht mehr ganz so „taufrisch“! An Gelenkbeschwerden denke ich bei Ihren Schilderungen aber nicht, sondern an Muskel-/Sehnenreaktionen.
Gehen Sie die Sache mal etwas langsamer an - probieren Sie aus, wieweit Sie Ihre Muskeln (ohne dass es zu Verspannungen kommt) belasten können.
Gruß
Angie
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
hallo deafmax,
deine frage beschäftigt mich auch…ich schwimme wochentags 4kms und am wo.ende auch mal bis zu 8 oder 10 kms am stück. seit ca. 2 jahren fast nur kraul. ich spüre seit ca. 2 monaten meine rechte schulter, es zieht da, bzw. wenn ich meinen arm in eine bestimmte haltung bringe ists auch mal so, als ob der arm taub werden will. gerade beim radfahren ist das richtig unangenehm…
ich schätze die langen strecken, die ‚wir‘ so schwimmen sehr wohl als leistungssport ein (im ggs. zur vorrednerin). und bei mir denke ich, dass ich nicht 100%ig gut bzw. korrekt schwimme (ich habe auch erst jenseits 30 J. angefangen, zuerst nur brust, dann rücken, dann kraul, mein ‚schlechtester‘ stil; die letzten beiden als autodidakt gelernt…gut & richtig ist, was sich so anfühlt…). für mich werde ich probieren mehr den stil zu wechseln. rücken ist keine wirkliche alternative, da es hier ja auch um die längsachsenrotation geht…brust ist deswegen ein problem, weil es soviel platz im wasser braucht und sich der flow nicht so einfach einstellt…wäre aber bei mir der ausgleich zu der einseitigen belastung vom kraulen…
bottomline: ja, klar kann man m.e. beim schwimmen soviel (in relation zu meneg die man schwimmt) verkehrt machen, dass man probleme bekommt. mediziner bin ich aber nicht.
hth,
stefan
Hi, stefan,
ich schwimme bei einem Verein und habe endlich auch einen Trainer.
Da ich diesen erst Sommer dieses Jahr regelmäßig habe, ist für vieles „zu spät“ bzw. muss ich mich korrigieren. (Zur Information: Ich bin im Gehörlosensport aktiv, da gibts dann und wann Turniere)
Einer der schlimmsten Fehler war, dass ich zu wenig aufgewärmt habe und dadurch bereits meinen Knie wohl „beschädigt“ habe (Meniskusop hinter mich). War mal guter Brustschwimmer, kam so auf 1:14 bei 100m Brust, diese übe ich wegen dem Knie nicht mehr aus. Bevorzuge Kraul und Rücken nebenbei auch Delfin.
Zweiter Fehler war, ich habe zu wenig Dehnübungen gemacht.
Drittes Problem desweiteren: Ich habe die Techniken selbst trainiert bzw. im Internet/Buch nachgeschaut. Da kann ich direkt nicht genau wissen, ob ich etwas richtig/falsch mache.
Erst durch den Trainer, der mir auf den richtigen Technik bringt (mache immer noch einiges falsch, Koordination, Stellungen in Zug bzw. Druckphasen des Arms etc.) merke ich dass die Beschwerden in Grenzen halten, aber wie lange noch …?
ich spüre seit ca. 2 monaten meine rechte schulter,
es zieht da, bzw. wenn ich meinen arm in eine bestimmte
haltung bringe ists auch mal so, als ob der arm taub
werden will. gerade beim radfahren ist das richtig unangenehm…
Das kenne ich zu gut, habe ich auch selbst. Selbst wenn ich es lese kribbelt es im Schulter!
Ich habe kürzlich etwas gefunden:
„Deutlich häufiger sind aber die Folgen einer Fehlbelastung durch falsch gelernte Bewegungsabläufe.“
Quelle: http://www.netdoktor.de/sportverletzungen/schwimmen.htm
Gut Informieren über die Technik kann man auf folgende Seite
http://www.svl.ch/svlimmat_ratind.html
jedoch ist ein fachkundige Beobachter bzw. Trainer wirklich wichtig, wenn man Schulterschmerzen vermeiden will. Bei mir ist es wohl etwas zu spät. Gehe demnächst zum Orthopäden, aber Schwimmen aufgeben tu ich auf keinen Fall.
lg deafmax
Hallo, Angie,
ich finde im Schwimmen als Leistungssport kann man schon Gelenkprobleme bekommen. Da ist Leistungssport und Gesundheitssport eindeutig zu unterscheiden, erstere braucht man Kraft und Technik, letztere dient für Entlastung der Gelenkbelastungen (Im Wasser ist der Druck auf Gelenke bis zu 90% verringert).
Eine Sehnenentzündung vermute ich auch, denn auf netdoktor steht ja dass Sehnen die an dem Oberarmknorpel vorbeigeht übermäßig beansprucht sein könnte. Werde demnächst wieder mal zum Orthopäden gehen. Letztes Mal im vorigen Jahr hatte ich Injektionen bekommen, obwohl nach dem Sonographische-Untersuchung nichts ergab.
Danke für die Antwort.
LG deafmax
…Wo ist denn da die Lösung - oder gibt es keine …?
Hallo,
die Loesung ist in der Richtung - mehr vegetarisch - weniger tierisch - mehr Bewegung - zu suchen.
Ein Beispiel bei ww.vegetarismus.ch/heft/2004-2/bodybuilding.htm
„Chip Hans Diehl“: Die Grundlage von CHIP ist die Feststellung der US Surgeon General, dass 75% aller westlichen Krankheiten in Zusammenhang stehen mit unserem Lebensstil, nämlich reichhaltiger Nahrung, unseren Gewohnheiten, einem Mangel an Bewegung, zuviel Stress und der Qualität unserer Versorgung. Diese gesundheitlichen Probleme sind Herzkrankheiten, Angina Pectoris, Schlaganfall, Bluthochdruck, Diabetes, Gicht, Arthritis, Übergewicht, einige Krebsarten bei Erwachsenen, Impotenz, Folgekrankheiten, Verstopfung, Sodbrennen und Erkrankungen der Gallenblase.
Gruss Helmut
Hallo Geissbock,
Natürlich gibt es eine Lösung und die ist sehr einfach: Säure-Basen-Haushalt beachten. All’ die rheumatischen Beschwerden entstehen durch die Übersäuerung des Organismus. Dass es immer jüngere Menschen „erwischt“ ist ganz klar, wenn man sieht, welchen Schrott die essen. Also, wenn Sie was tun wollen gegen die Säure, beginnen Sie beim Essen, da machen wir nämlich die grössten Fehler. Streichen Sie Brot, Teigwaren, weissen Zucker und weissen Reis. Damit reduzieren Sie erst mal die unsinnige Überfütterung mit Kohlenhydraten. Dann kaufen Sie sich ein Basen-Mittel, es gibt unzählige auf dem Markt. Ihr Körper wird es Ihnen durch weniger Schmerzen in kurzer Zeit danken. Falls Sie mehr Informationen brauchen, besuchen Sie die Website www.naturheilt.com oder schreiben Sie mir.
Viel Glück und gute Gesundheit.
Hermann
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich möchte zum Thema auch die Frage aufwerfen: Ist Schwimmen
als Leistungssport für die Gelenke schädlich? Ich weiss, man
kriegt meistens Gelenkbeschwerden, wenn man nicht gut genug
aufgewärmt und auch die Beweglichkeit nicht trainiert hat.
Da Arthrose bekanntlich durch Abnutzung verursacht wird, was
Hallo,die Annahme,Arthrose ensteht durch Abnutzung ist irrig,Arthrosen sind die reinsten Formen der ernährungbedingten Zivilisationskrankheiten und der Ausdruck von Stoffwechselstörungen.
Lass mal abklären ob du an einer Arthritis oder Arthrose oder einer Mischform leidest auf jeden Fall solltest Du Fleisch und tierische Fette meiden.Das Thema ist sehr umfangreich Hilfe findest Du in dem auf lange Erfahrungen basierendem Buch „Rheuma Ursache und Heilbehandlung“ von Dr.med.M.O.Bruker im EMU-Verlag.
Ich lebe seit 25 Jahren vegetarisch und ernährungsbewusst, meine massiven Schulterprobleme sind vollkommen verschwunden!
Ich wünsche Dir ein gesundes Leben
Peter
:ich Beispiel bei Stossbelastungen im Knie nachvollziehen kann,
aber im Schwimmen? Ist eine „übermäßige“ Reibung auch
schädlich - z.B. durch rotierende Bewegungen im Schulter
(Schwimmtraining)?Ich habe nämlich relativ spät angefangen und bin eigentlich
„zu alt“ (über 30) fürs Schwimmen, jedoch habe einfach meinen
Spass bis zu 2 Stunden ordentlich im Schwimmen mich
anzuheizen.
Ich spüre aber in einem meiner Schultergelenk tut sich langsam
was: Einige Zeit nach dem Schwimmtraining ist der rechte
Schulterbereich oberhalb des Schlüsselbeins zweitweise stark
verspannt. Die löst sich nach wiederholten
Schulter-Dehnbewegungen langsam auf, aber kommt immer wieder
hervor. Es fühlt sich nicht an, als ist es die Muskel oder
Sehnen im Schulter/Rückenbereich. Ob es ein Vorzeichen von
Gelenkbeschwerden ist?lg deafmax