Arugola?

Ich habe kürzlich gelesen, dass man, wenn man Arugolakapseln nimmt, abnehmen soll. Angeblich fördern sie die Verdauung, steigern die Fettverbrennung, erhöhen den Grundumsatz und hemmen Hunger- und Heißhungergefühle. Für mich hört sich das, wenn alles stimmt, nach einem Wundermittel an.
Hat schon jemand Erfahrungen damit gemacht?
Nimmt man wirklich mit Hilfe dieser Kapseln ab?
Gruß, Luisa
P.S. Der Artikel stammte übrigens von einer Ärztin

OT: Anzeige / Werbung
Hallo Luisa,

ich habe das gleiche in der Prisma, dem lokalen Zeitungs-Fernsehblatt gelesen. Die Ärztin wurde mit Frau Dr. Waltraud Hartmann und Photo vorgestellt. Was mich ärgert:

  • dieser „Artikel“ wurde mindestens 2 mal in den letzten Wochen abgedruckt. (lese das Blättchen sonst nicht)
  • Es wird als das Wundermittel zum Abnehmen angepriesen

meines Erachtens ist der Artikel völlig unseriös und hätte eindeutig als Werbung deklariert werden müssen. Zwar wird kein Produkt direkt beworben, doch gibt es sicherlich nur einen kleinen Anbietermarkt von „Arugola“.

So Sätze wie „Zigarettenkonsum erhöht den Kalorienverbrauch um 8%, Arugola um 10%. das zeigt Arugola ist nicht nur gesünder, sondern auch effektiver als jeder Glimmstengel“, oder das „laut Studie“ 7,2Pfund in 2 Wochen wegfallen lassen für mich auf keinen seriösen Artikel schließen. Zumindest hätte m.E. ein Link zu einer Studie angegeben werden müssen.

Gruß
achim

P.S.: was nicht bedeuten soll, dass es nicht wirkt. Sicherlich werden davon eine Menge Leute abnehmen, so wie viele, die es ernsthaft vorhaben.

Hallo!

Jedes Mittel, dass ohne großen Aufwand verspricht abzunehmen sollte sehr kritisch betrachtet werden. Eine wirklich nachhaltige Abnahme ist nur über die Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten zu erreichen. Nicht anders. Wenn man mal darauf achtet, dann gibt es jeden Monat ein neues Wundermittel.

Tara

hallo tara,

völlig richtig.
und bei diesen umstellungen/diäten nehmen den neuesten untersuchungen ganu 1% der bevölkerung dauerhaft ab!
der rest: jojo.

strubbel
8:open_mouth:)

Hallo Stubbel,

und bei diesen umstellungen/diäten nehmen den neuesten
untersuchungen ganu 1% der bevölkerung dauerhaft ab!
der rest: jojo.

also auch diejenigen, die „ihre Ernährung umstellen“? Oder gibt es da gesonderte Zahlen (Diätler / Umsteller)? Weil … 1% heisst für mich „praktisch aussichtslos“.

Gruß
achim (der gerne Aufnahme im 1%-Klub finden würde, oder einen link auf diese Studien)

hi achim,

ja klar, schrieb ich doch.
auch eine umstellung ist eine diät, nur der name ist anders, die ideologie ist identisch.
frag mal einen richtig dicken menschen, ob er eine diät gemach hat.
oder wieviele.

strubbel
d:open_mouth:)

Hi!

auch eine umstellung ist eine diät, nur der name ist anders,
die ideologie ist identisch.
frag mal einen richtig dicken menschen, ob er eine diät gemach
hat.
oder wieviele.

Das Problem ist halt, dass viele nach dem Abnehmen wieder in ihre alten Essgewohnheiten zurück fallen. Das geht natürlich nicht :wink:

Tara

Umstellung ist keine Diät
Hi Strubbel.

An dieser Stelle muss ich Dir widersprechen. Eine Umstellung ist keine Diät! Eine Diät ist meist eine zeitlich begrenzte Veränderung der Ernährung. Diejenigen, die sich zu so einer Diät entschließen, wissen meistens genau, dass sie anschließend wieder „richtig“ essen werden. Sie wissen, dass es irgendwann „vorüber“ ist. Sie zwingen sich zu dieser zeitlich begrenzten Ernährungsveränderung UND fühlen sich nicht wirklich wohl damit, weil sie nicht davon überzeugt sind.
Eine Ernährungsumstellung ist eine dauerhafte Veränderung der Essgewohnheiten aus Überzeugung – ohne Zwang, ohne Beschränkungen, ohne Verzicht und ohne all diese negativen Begleiterscheinungen. Vor allen Dingen geht diese Umstellung langsam und mit der Zeit vonstatten – nicht von heute auf morgen nach dem Motto ’…ab morgen esse ich nur noch „gesund“’

Beste Grüße
Lothar

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hallo lothar,

dät ist jede einschränkung der bisherigen essgewohnheiten. auch dauerhafte diät beleibt eine diät. und genausowenige halten ihr gewicht. trotz der einschränkungen.

strubbel
E:open_mouth:)

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hi tara,

das witzige ist, daß der jojoeffekt trotz neuer essgewohnheiten eintritt.
und die wissenschaft keine vollständige übersicht über ALLE faktoren hat, daß jemand übergewicht hat.

strubbel
W:open_mouth:)

Hi Strubbel.

Richtig, bei einer Diät gibt es die Einschränkungen der bisherigen Essgewohnheiten.
Bei einer Umstellung gibt es jedoch keine Einschränkungen. Einschränkungen existieren nur dann, wenn man etwas will, was man nicht soll und es deshalb auch nicht bekommt. Bei einer Umstellung ist das nicht so!
Du magst Recht haben, wenn Du behauptest, dass genausowenige eine Umstellung schaffen, wie die, die ihr Gewicht nach einer Diät halten.
Das mögen Deine 1% sein.

Gruß Lothar

Hallo Strubbel,

und bei diesen umstellungen/diäten nehmen den neuesten
untersuchungen ganu 1% der bevölkerung dauerhaft ab!
der rest: jojo.

die Studie möchte ich sehen. Oder wie würdest Du erklären, dass die Menschen auf der Straße in Florida im Mittel stark übergewichtig bis fettsüchtig, in Köln im Mittel übergewichtig, in Zürich mässig übergewichtig und in Tokyo fast gar nicht übergewichtig wirken ? (sind natürlich alles subjektive Eindrücke von meinen Reisen). Könnte es nicht doch an den Essgwohnheiten (Fleischpreisen, Fettkonsum etc) liegen?
Der Unterschied ist augenfällig und weit größer, als es bei den von Dir genannten 1 % sein könnte.

Ciao R.

Nachtrag
http://www.forschungsnachrichten.de/de_M1/Gewichtsab…

Ich!
Hallo Luisa,
auch ich habe den Artikel Freitag vor einer Woche in der Prisma gelesen (letzten Freitag war er übrigens auch wieder drin). Nach etwas Zögern und Zaudern bin ich dann aber doch in die Apotheke geschlichen und habe mir für stolze 38,-- € das Zeug gekauft (mitleidiges Lächeln auf dem Gesicht meiner Apothekerin …).
Inzwischen sind 1 1/2 Wochen rum und ich habe genau so viel Kilo abgenommen, obwohl ich nicht gehungert habe. Ob das nun mit Arugola zusammen hängt, weiß ich natürlich nicht. Meine Ratio sagt mir, dass ich mal wieder auf Werbung reingefallen bin, meine Waage sagt was anderes.

Grüße
Blümchen

Hallo Ralf,

alles, was du schreibst stimmt. In Arugola sollen allerdings so viele Bitterstoffe konzentriert vorhanden sein (bemerke bitte den Konjunktiv!), dass du ein ganzes Rucula-Feld abgrasen müsstest, um zu einer gleichen Aufnahme zu kommen.
Ich schlage vor, ich melde mich in ca. 1 Woche wieder und berichte, ob ich weiter abgenommen habe und versichere gleichzeig, dass ich keine zusätzliche Diät mache.

Grüße
Blümchen

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Hallo strubbel,

hast Du denn irgendwo eine link auf die 1% ? (Hyper- oder ISBN- oder Sendung oder …)

Gruß

achim

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Das hätte ich ja ehrlich gesagt nicht gedacht, dass man da wirklich mit abnimmt. Aber 38€ sind natürlich wirklich viel Geld. Vielleicht probier ich´s doch nochmal auf die konventionelle Art (fast verhungern ,-))
Danke an alle für ihre Antworten
Luisa

Hallo strubbel,

ich sehe schon einen Unterschied zwischen den beiden. Muss jetzt dazu sagen, dass ich noch nie eine Diaet gemacht habe, da also vielleicht nicht der Experte bin.:wink:

Als Ernaehrungsumstellung wuerde ich z.B. bezeichnen: Ein Mensch, der taeglich dreimal am Tag bei McDonalds und co. isst und dann irgendwann auf „normales Essen“ (will jetzt keine Diskussion anstossen, was das ist), also mal Gemuese oder Obst umstellt. Dabei muss die Umstellung nicht gemacht werden, um abzunehmen. Ich habe eine Bekannte, die hat eine Umstellung gemacht, um zuzunehmen.
Deswegen ist mir nicht ganz klar, warum ich zunehmen sollte, wenn ich meine Ernaehrung umstelle (z.B. auf vegetarisch oder was weiss ich)
Ich habe z.B. eine Zeitlang auf hypoallergene Nahrung (wegen Allergien und nicht wegen Gewicht) umgestellt und auch nicht zugenommen.

Etwas anderes ist es, wenn die Umstellung gemacht wird um unbedingt abzunehmen, dann denke ich, dass man keinen grossen Unterschied zwischen Diaet und Umstellung erkennen kann, da gebe ich dir recht, auch was die Auswirkungen betrifft.

Na ja, eigentlich habe ich wahrscheinlich nichts neues beigetragen, aber ich wollte noch meine Meinung zu den Begriffen loswerden.

Gruss
Kati

hallo uff,

weil die amis soviele diäten machen und süßstoffe essen?
und daß die leute immer dicker werden, ist eine wahrnehmungsstörung.
die geschichte dahinter ist, daß diese meinung schon seit vielen jahren existiert.
seit unzähligen jahren wird behauptet, die nächste generation sei fetter und unsportlicher.
bitte sag mir jetzt nicht, du sähest es mit eigenen augen, daß die „kölner“ immer dicker würden.
die älteste schilderung darüber findet sich übrigens aus dem jahre 1793 von hernn gutsmuths.
literatur: „esst endlich normal“ von pollmer.
eine studie über den langfristerfolg von weightwatchern kam ja vor monaten zum selben ergebnis.

strubbel
X:open_mouth:)

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doch
hi lothar,

„Diät“ hat seinen Ursprung im griechischen „diaita“ und bedeutet „Lebensweise“.

strubbel
Y:open_mouth:)