Hallo!
Wie lange kann ein Mensch eigentlich einen Atemstillstand überleben? Beim Erste-Hilfe-Kurs wird ja immer die Beatmung erklärt - aber wie schnell nach einem Unfall kann das überhaupt noch hilfreich sein?
Katrin
Hallo!
Wie lange kann ein Mensch eigentlich einen Atemstillstand überleben? Beim Erste-Hilfe-Kurs wird ja immer die Beatmung erklärt - aber wie schnell nach einem Unfall kann das überhaupt noch hilfreich sein?
Katrin
Hallo Katrin!
Das kann man glaub ich so pauschal nicht sagen. Hängt von der Person ab.
Ab 5 Minuten kann man aber davon ausgehen, daß auch bei einer erfolgreichen Wiederbelebung bleibende Schäden(Gehirnschäden aufgrund des O-Mangels) zu erwarten sind.
Es gibt aber Apnoe-Taucher die bis zu 8 Minuten die Luft anhalten.
Grüße Dusan
Hallo Katrin,
Wie lange kann ein Mensch eigentlich einen Atemstillstand
überleben? Beim Erste-Hilfe-Kurs wird ja immer die Beatmung
erklärt - aber wie schnell nach einem Unfall kann das
überhaupt noch hilfreich sein?
das läßt sich so ohne weiteres nicht sagen. Es gibt dokumentierte Fälle, wo selbst nach einer halben Stunde eine erfolgreiche Wiederbelebung durchgeführt werden konnte. Allerdings lagen extreme Umstände vor (Patient war stark unterkühlt).
Allgemein würde ich als medizinischer Laie immer einen Wiederbelebungsversuch starten und erst dann aufhören wenn ich selber nicht mehr kann, Fachpersonal weitermacht oder ein Arzt den Tot feststellt.
Gandalf
Hi Katrin!
Ich schließe mich meinen Vorrednern an.
Es geht darum alles aber wirklich alles mögliche zu versuchen um ein Menschensleben zu retten. Wie lange man dafür braucht, ist es m.E. unerheblich.
Und sollte diese Maßnahme leider erfolglos bleiben, so muß man trotzdem so lange versucht haben, bis Experten bzw Fachpersonal dies auch bestätigen oder einem von der Aufgabe auflösen.
Grüße
Helena
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Eure Einstellung sollten wirklich alle haben. Und jetzt habe ich wenigstens auch noch eine Vorstellung von den med. Fakten.
Danke und Gruß Katrin
Hallo,
Eure Einstellung sollten wirklich alle haben. Und jetzt habe
ich wenigstens auch noch eine Vorstellung von den med. Fakten.
Und so sind auch die rechtlichen Bedingungen, Wiederbelebung ohne Arzt abzubrechen ist streng genommen strafbar! Wird zwar üblicherweise nicht verfolgt, insbesondere wenn man sich ansieht, wie mies die Reanimationsquote auch bei Profis ist, und damit die Beweislage, ob eine Fortführung tatsächlich den Tod verhindert hätte, aber eine Fehleinschätzung eines Laien könnte schon im Zweifelsfall einen Staatsanwalt mal herausfordern. Also im Zweifel immer bis zum Eintreffen des Arztes weitermachen, ist in unseren dicht besiedelten und medizinisch gut versorgten Breiten ja üblicherweise auch kein Problem.
Gruß vom Wiz
Klar
Hallo,
Und so sind auch die rechtlichen Bedingungen, Wiederbelebung
ohne Arzt abzubrechen ist streng genommen strafbar! Wird zwar
üblicherweise nicht verfolgt, insbesondere wenn man sich
ansieht, wie mies die Reanimationsquote auch bei Profis ist,
und damit die Beweislage, ob eine Fortführung tatsächlich den
Tod verhindert hätte, aber eine Fehleinschätzung eines Laien
könnte schon im Zweifelsfall einen Staatsanwalt mal
herausfordern. Also im Zweifel immer bis zum Eintreffen des
Arztes weitermachen, ist in unseren dicht besiedelten und
medizinisch gut versorgten Breiten ja üblicherweise auch kein
Problem.
Normalerweise hat man ja nicht nur einen Atemstillstand, da gibt es meistens noch andere Probleme, aber auch wenn es offensichtlich ist, daß der Verletzte nicht überlebt, sollte man trotzdem wieterreanimieren, weil dann zumindest die noch brauchbaren Organe durchblutet werden. Man hat dann zwar vielleicht dem Verletzten nicht geholfen, dafür aber jemanden, der zB die Niere braucht von der Maschine weggebracht.
Klingt makaber, ist es auch, aber wahr ist es trotzdem.
Gollum
Gruß vom Wiz
Hallo!
Wie lange kann ein Mensch eigentlich einen Atemstillstand
überleben? Beim Erste-Hilfe-Kurs wird ja immer die Beatmung
erklärt - aber wie schnell nach einem Unfall kann das
überhaupt noch hilfreich sein?
Man sagt so pi mal Daumen, daß nach 6 Minuten ohne Sauerstoffversorgung Feierabend ist. Grundsätzlich fängt man aber IMMER die Wiederbelebung an, es sei denn, es sind sichere Todeszeichen erkennbar:
Das tut man deshalb, weil man meist nicht genau weiß, wann die Sauerstoffversorgung ausgesetzt hat, und weil es immer wieder mal Fälle gibt, in denen auch nach längerer Zeit noch erfolgreiche Wiederbelebung möglich ist, besonders bei Unterkühlung z.B.
Die Wiederbelebungsrate ist in der Tat auch bei Profis ziemlich gering. Ich hatte in 4 1/2 Jahren Rettungsdienst vielleicht drei, vier erfolgreiche Wiederbelebungen und unzählige erfolglose - und das lag nicht daran, daß wir schlecht gearbeitet hätten oder so 
Der Grund für diese miese Quote liegt darin, daß Laienhilfe in Deutschlang außerordentlich schlecht bis nicht vorhanden ist. Ich erinnere mich an drei Fälle, in denen Laienhelfer mit der Wiederbelebung begonnen haben - ziemlich wenig. Denn gerade diese Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sind ungefähr jene 6 Minuten…
Grüße,
-doc.
Hi Doc!
Ich finde Dein Artikel toll.
Aber auch etwas „gefährlich“ im Sinne, daß man keine Zeitangabe machen darf/soll: Ich weiß, du sprichst aus Erfahrung. Doch andere Menschen könnten diese Angabe als „rechtsgültige“ nehmen und nach 6 Minuten einfach mit der Reanimation aufhören. Das wäre sehr schlimm, finde ich! Denn tatsächlich nach 6 Minuten ohne O2 ist die Lage so ziemlich pfutsch, aber erzähl das Angehörigen der Opfer! Und stell Dir mal vor, der mensch hätte tatsächlich noch eine chance gehabt! Und aus der „Gefühlenseite“: Das Opfer hat bestimmt Menschen, die ihm lieben!
Ausserdem denke ich, absolut kein Laie ist/soll befügt werden zu sagen, wann eine Reanimation aussichtslos ist: Lt. unser Arzt in der (Krankenschwester-)Ausbildung, es besteht grundsätzlich immer die Hoffnung auf eine erfolgreiche Wiederbelebung und diese darf man nie von einem Laie aufs Spiel gesetz werden bzw unterschätz -zumal dem Laie, vermutlich, die Grundkenntnisen für diese Einschätzung fehlen!
Alles Gute und schönen Gruß aus stark bewölkten München!
Helena
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Hi Doc!
Ich finde Dein Artikel toll.
Aber auch etwas „gefährlich“ im Sinne, daß man keine
Zeitangabe machen darf/soll:
Genau nach dieser Zeit war aber explizit gefragt, und wenn das jemand wissen will, soll er auch ne Antwort bekommen - das ist schliesslich kein geheimes Wissen.
Doch andere Menschen könnten diese Angabe als
„rechtsgültige“ nehmen und nach 6 Minuten einfach mit der
Reanimation aufhören. Das wäre sehr schlimm, finde ich!
Ich auch
Deshalb hab ich dem Artikel auch die ganzen restlichen Absätze gegönnt, um rüberzubringen, daß man IMMER anfangen MUSS, wenn nicht sichere Todeszeichen vorliegen. Und die zu erkennen, traue ich auch einem Laien zu. Ich möchte jedenfalls keinem zumuten, eine halb verweste Leiche zu versuchen zu reanimieren 
Ausserdem denke ich, absolut kein Laie ist/soll befügt werden
zu sagen, wann eine Reanimation aussichtslos ist: Lt. unser
Arzt in der (Krankenschwester-)Ausbildung, es besteht
grundsätzlich immer die Hoffnung auf eine erfolgreiche
Wiederbelebung und diese darf man nie von einem Laie
aufs Spiel gesetz werden bzw unterschätz -zumal dem Laie,
vermutlich, die Grundkenntnisen für diese Einschätzung fehlen!
Bei sicheren Todeszeichen besteht keinerlei Chance auf erfolgreiche Reanimation - die sind ja schon ziemlich extrem gefasst.
In ALLEN anderen Fällen ist Todesfeststellung Arztsache und eine Reanimation IMMER angezeigt, das stimmt - hab ich ja auch so geschrieben.
[TOFU entfernt]
Gruß,
-doc.
Hi Doc!
Ich finde Dein Artikel toll.
Aber auch etwas „gefährlich“ im Sinne, daß man keine
Zeitangabe machen darf/soll:Genau nach dieser Zeit war aber explizit gefragt, und wenn das
jemand wissen will, soll er auch ne Antwort bekommen - das ist
schliesslich kein geheimes Wissen.
Stimmt aber nicht!!! Man kann nicht davon ausgehen, daß alle menschen, die gleiche Zeit brauchen um reanimiert zu werden oder -gaaaaanz grob gesagt- zu sterben. So eine angabe wird Dir jeder Arzt widersprechen!
Doch andere Menschen könnten diese Angabe als
„rechtsgültige“ nehmen und nach 6 Minuten einfach mit der
Reanimation aufhören. Das wäre sehr schlimm, finde ich!Ich auch
Deshalb hab ich dem Artikel auch die ganzen
restlichen Absätze gegönnt, um rüberzubringen, daß man IMMER
anfangen MUSS, wenn nicht sichere Todeszeichen vorliegen.
Ich unterstelle, daß Laien wirklich in der Lage sind, die sicheren Todeszeichen zu erkennen. Schließlich, der rechtsgültigen Zeichen ist ausschließlich mit hochempfindlichen Maschinen zu bestätigen und das nach mindestens
6 stunden nach der vermuteten 1. Todeszeichen: Das ausklingen jeglicher Hirntätigkeit!
Und die zu erkennen, traue ich auch einem Laien zu.
Ich gewiß nicht!!!
Ich möchte jedenfalls keinem zumuten, eine halb verweste Leiche zu
versuchen zu reanimieren
Das auch nicht, aber eine Reanimation fängt man meistens an unmittelbar nach dem Unfall oder dem Vorkommnis (zB Herzinfarkt)
Ausserdem denke ich, absolut kein Laie ist/soll befügt werden
zu sagen, wann eine Reanimation aussichtslos ist: Lt. unser
Arzt in der (Krankenschwester-)Ausbildung, es besteht
grundsätzlich immer die Hoffnung auf eine erfolgreiche
Wiederbelebung und diese darf man nie von einem Laie
aufs Spiel gesetzt bzw unterschätzt werden -zumal dem Laie,
vermutlich, die Grundkenntnisen für diese Einschätzung fehlen!Bei sicheren Todeszeichen besteht keinerlei Chance auf
erfolgreiche Reanimation - die sind ja schon ziemlich extrem
gefasst.
Das ist mir auch bewußt. Nur wie oben gesagt, feststellen kann man nur mit hochempfindlichen Geräten. Und um den sicheren Tod zu bestätigen muß man mindestens 6 Stunden warten. Das ist die Grundlage zur Organentnahme bzw. -transplantation.
In ALLEN anderen Fällen ist Todesfeststellung Arztsache und
eine Reanimation IMMER angezeigt, das stimmt - hab ich ja auch
so geschrieben.
In allen Fällen ist das Arztsache!!!
[TOFU entfernt]
Gruß,
-doc.
Gruß auch
Helena
sichere Todeszeichen
Hi,
Genau nach dieser Zeit war aber explizit gefragt, und wenn das
jemand wissen will, soll er auch ne Antwort bekommen - das ist
schliesslich kein geheimes Wissen.
Stimmt aber nicht!!! Man kann nicht davon ausgehen, daß alle
menschen, die gleiche Zeit brauchen um reanimiert zu werden
oder -gaaaaanz grob gesagt- zu sterben. So eine angabe wird
Dir jeder Arzt widersprechen!
Die 6 Minuten sind eine grundsätzliche Angabe. Daß es Ausreißer gibt, habt ich selbst gesagt. Im Schnitt stimmt die Zeit. Tendenziell ist eher früher Schluß.
Ich auch
Deshalb hab ich dem Artikel auch die ganzen
restlichen Absätze gegönnt, um rüberzubringen, daß man IMMER
anfangen MUSS, wenn nicht sichere Todeszeichen vorliegen.
Ich unterstelle, daß Laien wirklich in der Lage sind, die
sicheren Todeszeichen zu erkennen.
Und die zu erkennen, traue ich auch einem Laien zu.
Ich gewiß nicht!!!
Hä? Was jetzt?
Ich möchte jedenfalls keinem zumuten, eine halb verweste Leiche zu
versuchen zu reanimieren
Das auch nicht, aber eine Reanimation fängt man meistens an
unmittelbar nach dem Unfall oder dem Vorkommnis (zB
Herzinfarkt)
Falsch, die Reanimation fängt meist an, nachdem dieser Zustand erkannt wurde. Da kann einiges an Zeit dazwischen liegen.
Bei sicheren Todeszeichen besteht keinerlei Chance auf
erfolgreiche Reanimation - die sind ja schon ziemlich extrem
gefasst.
Das ist mir auch bewußt. Nur wie oben gesagt, feststellen kann
man nur mit hochempfindlichen Geräten. Und um den sicheren Tod
zu bestätigen muß man mindestens 6 Stunden warten. Das ist die
Grundlage zur Organentnahme bzw. -transplantation.
Falsch. Sichere Todeszeichen heißen sichere Todeszeichen, weil sie sicher sind, auch ohne weitere Diagnostik. Deshalb gehören da ja auch nur die drei erwähnten dazu. Die sind sowas von sicher und rechtsgültig…
In ALLEN anderen Fällen ist Todesfeststellung Arztsache und
eine Reanimation IMMER angezeigt, das stimmt - hab ich ja auch
so geschrieben.
In allen Fällen ist das Arztsache!!!
Jein. Den Totenschein darf immer nur ein Arzt ausstellen. Und der ist die offizielle Todesfeststellung. Dennoch gilt für Rettungsdienstler (und auch für Laien!), daß es legitim ist, bei Vorliegen von sicheren Todeszeichen (und _nur_ dann!) _nicht_ mehr zu reanimieren. Das ist ja schon fast Leichenschändung!
Nochmal zur Erinnerung:
In _allen_ anderen Fällen hat _immer_ eine Reanimation begonnen zu werden.
Nochmal zu der Hirnstromdiagnostik: Diese dient dazu, den Hirntod eines Menschen bei funktionierendem Kreislauf festzustellen. Zur Todesfestestellung ist die nicht notwendig, hat damit _nichts_ zu tun. Zur Todesfeststellung reicht es aus, wenn Kreislauf und Atmung nicht vorhanden sind und das EKG eine Nullline zeigt. Totenschein, fertig. Nix Hirnströme. Bei sicheren Todeszeichen kann man sich sogar das sparen. Angucken, Schein ausfüllen, fertig. (Etwas vereinfacht dargestellt, aber letztlich läuft’s so.) Das kann jeder Wald- und Wiesendoktor, überall, auf der Straße, zu Hause, sonstwo.
Gruß,
-doc.
Hi,
Genau nach dieser Zeit war aber explizit gefragt, und wenn das
jemand wissen will, soll er auch ne Antwort bekommen - das ist
schliesslich kein geheimes Wissen.Stimmt aber nicht!!! Man kann nicht davon ausgehen, daß alle
menschen, die gleiche Zeit brauchen um reanimiert zu werden
oder -gaaaaanz grob gesagt- zu sterben. So eine angabe wird
Dir jeder Arzt widersprechen!Die 6 Minuten sind eine grundsätzliche Angabe. Daß es
Ausreißer gibt, habt ich selbst gesagt. Im Schnitt stimmt die
Zeit. Tendenziell ist eher früher Schluß.
Dem kann ich ja unmöglich zustimmen. Und man dürfte solche Angaben nie öffentlichen, denn man weiß ja nie wie sie gefasst werden und was für Konsequenzen mit sich bringt. Von diesen ausnahmen sind viele Menschen ja noch heute am Leben!!!
Ich auch
Deshalb hab ich dem Artikel auch die ganzen
restlichen Absätze gegönnt, um rüberzubringen, daß man IMMER
anfangen MUSS, wenn nicht sichere Todeszeichen vorliegen.Ich unterstelle, daß Laien wirklich in der Lage sind, die
sicheren Todeszeichen zu erkennen.Und die zu erkennen, traue ich auch einem Laien zu.
Ich gewiß nicht!!!
Hä? Was jetzt?
Ich denke einen Laien ist nicht in der Lage einen Tod festzustellen. Ausser bei Verletzungen, die mit dem Leben nicht vereinbar sind (um Dein Beispiel zu nennen: Kopf abgerissen)
Ich möchte jedenfalls keinem zumuten, eine halb verweste Leiche zu
versuchen zu reanimierenDas auch nicht, aber eine Reanimation fängt man meistens an
unmittelbar nach dem Unfall oder dem Vorkommnis (zB
Herzinfarkt)Falsch, die Reanimation fängt meist an, nachdem dieser Zustand
erkannt wurde. Da kann einiges an Zeit dazwischen
liegen.
Ja, klar! Aber erkannt wird erst wenn man das gesehen hat! Oder schaust Du jeder der am Boden liegt, ob der atmet???
Bei sicheren Todeszeichen besteht keinerlei Chance auf
erfolgreiche Reanimation - die sind ja schon ziemlich extrem
gefasst.Das ist mir auch bewußt. Nur wie oben gesagt, feststellen kann
man nur mit hochempfindlichen Geräten. Und um den sicheren Tod
zu bestätigen muß man mindestens 6 Stunden warten. Das ist die
Grundlage zur Organentnahme bzw. -transplantation.Falsch. Sichere Todeszeichen heißen sichere Todeszeichen, weil
sie sicher sind, auch ohne weitere Diagnostik. Deshalb gehören
da ja auch nur die drei erwähnten dazu. Die sind sowas von
sicher und rechtsgültig…In ALLEN anderen Fällen ist Todesfeststellung Arztsache und
eine Reanimation IMMER angezeigt, das stimmt - hab ich ja auch
so geschrieben.In allen Fällen ist das Arztsache!!!
Jein. Den Totenschein darf immer nur ein Arzt ausstellen. Und
der ist die offizielle Todesfeststellung. Dennoch gilt
für Rettungsdienstler (und auch für Laien!), daß es legitim
ist, bei Vorliegen von sicheren Todeszeichen (und _nur_ dann!)
_nicht_ mehr zu reanimieren. Das ist ja schon fast
Leichenschändung!Nochmal zur Erinnerung:
- Leichenstarre
- Leichenflecken bzw. beginnende Verwesung
- mit dem Leben nicht vereinbare Verletzungen
die aber erst nach Stunden eintreten!!
In _allen_ anderen Fällen hat _immer_ eine Reanimation
begonnen zu werden.Nochmal zu der Hirnstromdiagnostik: Diese dient dazu, den
Hirntod eines Menschen bei funktionierendem Kreislauf
festzustellen. Zur Todesfestestellung ist die nicht notwendig,
hat damit _nichts_ zu tun. Zur Todesfeststellung reicht es
aus, wenn Kreislauf und Atmung nicht vorhanden sind und das
EKG eine Nullline zeigt. Totenschein, fertig. Nix Hirnströme.
Bei sicheren Todeszeichen kann man sich sogar das sparen.
Angucken, Schein ausfüllen, fertig. (Etwas vereinfacht
dargestellt, aber letztlich läuft’s so.) Das kann jeder Wald-
und Wiesendoktor, überall, auf der Straße, zu Hause, sonstwo.Gruß,
-doc.
Hallo,
Ich finde Dein Artikel toll.
Ich auch 
Aber auch etwas „gefährlich“ im Sinne, daß man keine
Zeitangabe machen darf/soll:
Stimmt aber nicht!!! Man kann nicht davon ausgehen, daß alle
menschen, die gleiche Zeit brauchen um reanimiert zu werden
oder -gaaaaanz grob gesagt- zu sterben. So eine angabe wird
Dir jeder Arzt widersprechen!
Was mich an dieser Diskussion stört ist Folgendes: Doc erklärt zu Recht daß eine Reanimation normalerweise nach 5, 6 Minuten wegen des hypoxischen Hirnschadens aussichtslos zu werden beginnt, zumindest dann wenn man als Erfolg der Reanimation eine restitutio ad integrum und nicht den Aphalliker ansieht. Er erklärt dazu korrekt daß nur das Vorhandensein sicherer Todeszeichen, wie sie für jeden erkennbar sind, den Beginn einer Laienreanimation unterbinden sollte.
Für jeden Laien, der diesen Text liest, erklärt der Artikel alles was man über die Reanimation wissen sollte/möchte. Irgendwelche Ausnahmen und Sonderfälle gehören nicht hier hin, das verwirrt nur und senkt die Bereitschaft im Notfall Hilfe zu leisten. Die meisten Leute werden neben Unkenntnis durch die Angst, etwas falsch machen zu können, davon abgehalten Hilfe zu leisten. Und diese Angst sollte man ihnen nehmen - und nicht durch haarspalterische Diskussionen weiter vergrößern.
Wie zu Recht bemängelt wird steht es in Deutschland nicht so furchtbar gut um den Ausbildungsstand und die Bereitschaft der Bürger eine Reanimation zu beginnen. Und diese Bereitschaft wird keineswegs gesteigert indem man anfängt Haare in der Suppe zu suchen und zu diskutieren ob es nun nach 5,9378556953 oder 6,0 Minuten zum Hirnschaden kommt, genauso wie es wenig ermutigend (und im Zusammenhang mit der Reanimation auch völlig unwichtig und sachlich falsch) ist die weiten Probleme der Hirntod-Diagnostik zu diskutieren.
Des weiteren stört mich der fett gedruckte Hinweis auf die Ärzte. Auch wenn der Arzt in D als Gott in weiß gilt - nach wie vor - erlebt jeder, der mit Ärzten zusammenarbeitet, daß das auch nur Menschen sind und daß sie ebenfalls Fehler machen und mitunter „eigenwillige“ Meinungen vertreten. Medizinisches Assistenzpersonal hat vielleicht keine so umfangreiche medizinische Ausbildung genossen wie ein studierter Arzt, in vielen Situationen benehmen sie sich trotzdem lebensnäher oder wüßten besser mit einem Patienten umzugehen als der formal vorgesetzte, aber in der gegebenen Situation unfähige Arzt neben ihnen.
MecFleih
Hi,
Die 6 Minuten sind eine grundsätzliche Angabe. Daß es
Ausreißer gibt, habt ich selbst gesagt. Im Schnitt stimmt die
Zeit. Tendenziell ist eher früher Schluß.
Dem kann ich ja unmöglich zustimmen. Und man dürfte solche
Angaben nie öffentlichen, denn man weiß ja nie wie sie gefasst
werden und was für Konsequenzen mit sich bringt. Von diesen
ausnahmen sind viele Menschen ja noch heute am Leben!!!
Soviele Ausnahmen gibt’s davon leider nicht
Und doch, solche Angaben werden selbstverständlich veröffentlicht. Sie sind einfach die Wahrheit. Wie das aufgefasst wird, liegt zuerst bei jedem selbst und dann bei dem, der darüber spricht. Nochmal: Es gibt kein geheimes Wissen, und Wissen ist immer gut. Ich werd das jedenfalls jedem erzählen, der’s wissen will, mit den zusätzlichen Anmerkungen, die ich auch hier schon gemacht habe.
Ich denke einen Laien ist nicht in der Lage einen Tod
festzustellen. Ausser bei Verletzungen, die mit dem Leben
nicht vereinbar sind (um Dein Beispiel zu nennen: Kopf
abgerissen)
…und außer bei beginnender Verwesung und außer bei Leichenstarre.
Fällt Dir was auf? Das sind genau die sicheren Todeszeichen, die jeder leicht erkennen kann. Willst Du einem Laien zumuten, jemanden zu reanimieren, der schon steif ist (und nicht unterkühlt! - nobody’s dead until he’s warm and dead!)? Oder jemanden, aus dem schon Maden herauskrabbeln? Nein, das kann es nicht sein.
Falsch, die Reanimation fängt meist an, nachdem dieser Zustand
erkannt wurde. Da kann einiges an Zeit dazwischen
liegen.
Ja, klar! Aber erkannt wird erst wenn man das gesehen hat!
Oder schaust Du jeder der am Boden liegt, ob der atmet???
Ja, ich mach das, logo. Zumindest schau ich bei jedem, der regungslos am Boden liegt und ungesund aussieht. Was Du schriebst, war ja, daß man üblicherweise direkt nach dem Ereignis anfängt zu reanimieren. Und das ist leider nicht so häufig möglich, weil solche Ereignisse nicht immer sofort bemerkt werden. Ein großer Anteil alter Leute stribt auf dem Klo. Da dauert das schon ne Weile, bis da mal jemand nachschauen geht.
Gruß,
-doc.
Halt, Stopp, Fehler!!!
Hi Helena
Achtung Denkfehler!
Aber auch etwas „gefährlich“ im Sinne, daß man keine
Zeitangabe machen darf/soll: Ich weiß, du sprichst aus
Erfahrung. Doch andere Menschen könnten diese Angabe als
„rechtsgültige“ nehmen und nach 6 Minuten einfach mit der
Reanimation aufhören.
Die angegebenen 6 Minuten sind die Zeit bis zum Reanimationsbeginn!!!
Sobald man anfängt zu reanimieren, wird ja wieder ein schwacher Kreislauf installiert (sozusagen eine Notversorgung), die rein manuell so lange aufrechterhalten werden kann, bis der Notarzt mit dem Beatmungsgerät und DEFI und allem anderen, was stark mach, eintrifft.
Also: wenn man reanimiert, dann solange bis der Arzt kommt durchhalten!!!.. sofern man nicht vorher aus körperlicher erschöpfung zusammenbricht.
(Reha ist Knochenarbeit)
und 5 Minuten können sehr sehr lange sein in so einem Fall.
Grüssle
Mike
Wieso…
…fällt mir bei der aktuellen Diskussion bloß dauernd der Scherz mit dem sommerlichen Badeunfall ein (Ersthelfer: „Wareum helfen Sie denn nicht bei der Reanimation?“, Sani: „Das Opfer trägt Schlittschuhe…“)
schwarzhumorigen Gruß
Sibylle
Hallo!!
- Leichenstarre
- Leichenflecken bzw. beginnende Verwesung
- mit dem Leben nicht vereinbare Verletzungen
Ich hab da eine Frage dazu. Wie erkennt man die beiden oberen?
mfg
chris
Hai, Chris,
- Leichenstarre
Kenn ich von 'ner Katze - da wobbelt und fluppt nix mehr rum, sondern die Gelenke sind steif - wenn Du dann z.B. den Arm überhaupt noch anheben kannst, klappt das Handgelenk nicht der Schwerkraft folgend um, sondern bleibt in der ursprünglichen Haltung… Die Katze hat sich angefühlt, als wär es ein mit Draht versteiftes Strohtier mit Fell drumrum.
Wenn Du also jemanden zwecks Reanimation umdrehen willst und der sich nur noch „am Stück“ dreht…
- Leichenflecken bzw. beginnende Verwesung
Leichenflecken - hmpf, ich weiß, wie sie aussehen, aber so richtig genau beschreiben… ich würde sagen, es ähnelt großen blauen Flecken (obwohl sie nicht unbedingt blau sein müssen, sondern auch mal lila oder grünlich sein können), aber da bekommst Du sicher noch 'ne genauere Beschreibung - na, und Verwesung riecht man (glaub mir, wenn Du das riechst, gibt es keinen Zweifel…)
Gruß
Sibylle
Hallo zusammen,
- Leichenflecken bzw. beginnende Verwesung
Leichenflecken - hmpf, ich weiß, wie sie aussehen, aber so
richtig genau beschreiben… ich würde sagen, es ähnelt großen
blauen Flecken (obwohl sie nicht unbedingt blau sein müssen,
sondern auch mal lila oder grünlich sein können), aber da
bekommst Du sicher noch 'ne genauere Beschreibung
Ich will es mal versuchen (der Rechtsmedizin-Kurs ist aber schon eine Weile her). Nach dem Tod (Zusammenbruch des Blutkreislaufs) folgen die Blutkörperchen und damit eben auch der rote Blutfarbstoff der Schwerkraft. Und dies sorgt dafür, dass die Leiche von oben eben blass und von unten dafür entsprechend rot, später blau/grünlich bunt aussieht. Die Farbveränderung hat mit der Zersetzung des Blutfarbstoffs, änhlich wie bei einem blauen Fleck, zu tun. Da die Sache nicht vollflächig einheitlich aussieht, spricht man eben von Leichenflecken. Über das Vorhandensein und die Farbe der Leichenflecken kann zudem eine Aussage über den Todeszeitpunkt getroffen werden (entstehen unter bestimmten Umgebungsbedingungen nach x-Stunden, verferben sich über einen bestimmten Zeitraum).
Gruß vom Wiz