Auf dem Weg in die 3. Welt

Hi
Deutschland ist ein schönes Land. Ein Land mit enorm viel
Potential.
Was ist aus D geworden?
Wir befinden uns auf dem Weg in die 3. Welt.
Wachstumsrate, Staatsverschuldung, usw. europaweit Schlusslicht.
Portugiesen, Spanier, alle sind vor uns. Wir schaffen es
vielleicht nicht mal, die Maastrichtkriterien zu erfüllen, die
wir ja so wollten.
Wie wollen die beiden grossen Parteien das ändern?
Sie können es nicht, beide nicht. Es würde gravierende Reformen
benötigen, welche, die den Bürgern kurzfristig weh tun, aber
langfristig helfen würden. Schweden, Holland, alle machen es
vor. Warum können wir Deutschen es nicht? Wir sind inflexibel.
Das schwäbische:
Des macha ma scho seit 10 Jahre so, des änderre we nemme
scheint sich zu bestätigen.
Immer derselbe Trott, bloss nichts ändern, bloss nichts
riskieren. Und beide Grossen sind zu feige, dies anzugehen. Und
die kleinen denken eh nur daran, wie sie an die Macht kommen.
Die haben eh kein Programm (die grossen auch nicht).
Die Rentenreform: Ein Witz!
Die Krankenssenbeiträge steigen. Ein Drama.
Der Solizuschlag hilft nichts.
Steuern? Hoch, höher, am höchsten. Gerade von RWE eine
Mitteilung bekommen, dass die Stromsteuer steigt.
Warum schauen die Politiker nicht mal in die anderen Länder und
lernen davon?
Krankassen abschaffen und privatisieren. So dürfen die Reichen
sich privat versichern und das besser und billiger, und die
weniger Reichen müssen einzahlen. Das ist weder solidarisch noch
haltbar.
Rente und Ökosteuer zu verbinden. Lächerlich. Fahre ich kein
Auto bekommt meine Mutter weniger Rente. Fahre ich mehr und
schädige die Umwelt, bekommt sie mehr Rente. Das Solidarprinzip
ist nicht tragbar. Aber das wussten die Mathematiker 1954 schon.
Warum wird und wurde nichts getan?

Ausbildung:
Schlusslicht, laut Pisa Umfrage, die ja in allen Medien war.
Nicht besser als Mexiko oder Brasilien. Welch eine Schande für
das Volk der Dichter un Denker.
Vor 50 Jahren zählte ein deutscher Ingenieur im Ausland viel.
heute will sie keiner mehr.

Produziert wird im Ausland.
Die Globalisierung (Amerikanisierung) hat uns erwischt. Böse
erwischt.

Wo wird das enden?

Hallo Unbekannt,

na, etwas pessimistisch bist Du jetzt schon, nicht? :wink:

Wir sind halt in einem Angleichungsprozeß innerhalb Europas. Der Stärkste hat die geringsten, der Schwächste das größte Wachstumspotetial. Das war schon vor 10 Jahren absehbar, ich erinnere mich an einen Zeitungsartikel aus meiner Schulzeit.

Zur Pisastudie: Europas Schüler können mit Pi rechnen, Deutsche können es herleiten. Während erstere im Berufsalltag mit dem auswendig gelernten effektiv Kreisflächen berechnen, erfinden letztere die Formel zur Kugelberechnung. Hat beides seine Vor- und Nachteile. Aber gerade die Fähigkeit, neues zu entwickeln, ist Kapital. Einer der frißt und unverdaut regurgitiert ist zwar ein (naja) braver „Industriesöldner“, aber auf einen grünen Zweig kommt er damit nicht :wink: Und, glaube mir, es macht schon einen Unteschied, ich habe einige Zeit mit solch akademisch, aber dennoch schmalspurig ausgebildeten Leuten zusammengearbeitet, sie können zwar gut ausführen, aber nicht denken.

Andererseits, da muß ich Dir recht geben, habe ich noch nirgends im Ausland (und ich habe immerhin schon vier Jahre an den verschiedensten Orten gelebt) eine derartige Gipsköpfigkeit wie in Deutschland erlebt. Für manche Dinge geniere ich mich richtig, wenn ich Besuch aus fernen Landen bekomme. Insbesondere wenn ich sehe, wie hier die Menschen miteinander umgehen. Mündet dann übrigens in die auch von Dir angesprochene Rentenproblematik. Wenn man sich die ganze Zeit gegenseitig anmeiert, und dann noch das Geschlechterverhälnis eine Karikatur seiner selbst ist, dann ist eben klar, daß nichts mehr zusammengeht.

Deutschland hat halt wie alles seine Guten und Schlechten seiten. Aber es besteht kein Grund zum Pessimismus. Jedenfalls freue ich mich heute schon den ganzen Tag, daß der Euro (Symboltest: € - ha, tut *g*) endlich da ist. Durch ihn wird vielleicht der Ignorantengips noch ein wenig mehr ins Bröckeln geraten.

Das schwäbische:
Des macha ma scho seit 10 Jahre so, des änderre we nemme
scheint sich zu bestätigen.

Bist auch schwabengeschädigt, hm? :wink:

Oliver

Hi
Deutschland ist ein schönes Land. Ein Land mit enorm viel
Potential.
Was ist aus D geworden?
Wir befinden uns auf dem Weg in die 3. Welt.

Glaube ich nicht.
dritte Welt heisst nicht entwickelte Länder , das trifft auf D wohl sicher nicht zu.

Wachstumsrate, Staatsverschuldung, usw. europaweit
Schlusslicht.

Wachstumsrate:
Wir sind das am meisten industrialisierte Land Europa,s daher kann auf einem derart hohen Niveau auch nicht mehr so arg gewachsen werden wie in Entwicklungsländern. ausserdem sind wir meines wissens nicht Schlusslicht.

Staatsverschuldung:
Was soll daran negativ sein wenn man in der Staatsverschuldung Schlusslicht ist? :wink:

Portugiesen, Spanier, alle sind vor uns. Wir schaffen es
vielleicht nicht mal, die Maastrichtkriterien zu erfüllen, die
wir ja so wollten.

Das schafft glaub ich kaum einer der Mitgliedsstaaten

Wie wollen die beiden grossen Parteien das ändern?
Sie können es nicht, beide nicht. Es würde gravierende
Reformen
benötigen, welche, die den Bürgern kurzfristig weh tun, aber
langfristig helfen würden. Schweden, Holland, alle machen es
vor. Warum können wir Deutschen es nicht? Wir sind inflexibel.

Wahre Worte (obwohl ich das mit Schweden und den Niederlanden (nicht Holland) bezweifle)
aber leider wird ja sobald mal Steuern erhoben werden sofort geheult dass wir das der armen Industrie doch nicht antun können und das die Grünen sowieso an allem Schuld sind

Die Krankenssenbeiträge steigen. Ein Drama.
Der Solizuschlag hilft nichts.
Steuern? Hoch, höher, am höchsten. Gerade von RWE eine
Mitteilung bekommen, dass die Stromsteuer steigt.
Warum schauen die Politiker nicht mal in die anderen Länder
und
lernen davon?

Wie ich gerade oben sagte…

Krankassen abschaffen und privatisieren. So dürfen die Reichen
sich privat versichern und das besser und billiger, und die
weniger Reichen müssen einzahlen. Das ist weder solidarisch
noch
haltbar.
Rente und Ökosteuer zu verbinden. Lächerlich. Fahre ich kein
Auto bekommt meine Mutter weniger Rente. Fahre ich mehr und
schädige die Umwelt, bekommt sie mehr Rente.

Diese Argumentation ist erstens falsch (die Rentenhöhe deiner Oma hängt davon sicher nicht ab) und zweitens sehe ich hier echt nicht was daran( an der Ökosteuer) negativ sein soll.

Ausbildung:
Schlusslicht, laut Pisa Umfrage, die ja in allen Medien war.
Nicht besser als Mexiko oder Brasilien. Welch eine Schande für
das Volk der Dichter un Denker.
Vor 50 Jahren zählte ein deutscher Ingenieur im Ausland viel.
heute will sie keiner mehr.

Kann es sein dass du keine von diesen Statistiken wirklich gelesen hast und jetzt hier einfach nur irgendwelche Schlagworte nachbrüllst? Denn letzte waren wir Schüler nicht , nur nicht gerade gut.(unteres Mittelfeld oder so). Ausserdem haben wir unsere Dichter und Denker schon noch nur in der weniger gebildeten Klasse siehts dann echt übel aus.( In D ist welweit der grösste Unterschied zwischen den Besten und den Schlechtesten zu sehen )

UUUAAAH DEUTSCHLAND GEHT UNTER

SAN

Wachstumsrate:
Wir sind das am meisten industrialisierte Land Europa,s daher
kann auf einem derart hohen Niveau auch nicht mehr so arg
gewachsen werden wie in Entwicklungsländern. ausserdem sind
wir meines wissens nicht Schlusslicht.

Wie Entwicklungsländer sicherlich nicht. Aber auch die USA wachsen stärker und sind sehr industrialisiert. Im übrigen sind wir meines Wissens von 15 EU-Staaten auf Platz 14 (nur Dänemark ist schlechter).

Staatsverschuldung:
Was soll daran negativ sein wenn man in der Staatsverschuldung
Schlusslicht ist? :wink:

Du weißt schon, wie er es gemeint hat. Von 14 EU-Staaten (außer Deutschland) haben 10 eine geringere Staatsverschuldung, 4 eine höhere.

Portugiesen, Spanier, alle sind vor uns. Wir schaffen es
vielleicht nicht mal, die Maastrichtkriterien zu erfüllen, die
wir ja so wollten.

Das schafft glaub ich kaum einer der Mitgliedsstaaten

Meines Wissens nur Luxemburg.

Wie Entwicklungsländer sicherlich nicht. Aber auch die USA
wachsen stärker und sind sehr industrialisiert. Im übrigen
sind wir meines Wissens von 15 EU-Staaten auf Platz 14 (nur
Dänemark ist schlechter).

Vor allem ist eines auffallend:
Die USA und andere Länder hatten einen Boom, die USA mehr als alle anderen (ausser Japan), aber wir hatten keinen wirklichen boom
Wir dümpeln so vor uns hin. Geht es den USA riesig ist es bei uns ok, geht es denen Ok ist es bei uns schlecht.
Es fehlt seit mind. 10 Jahren ein Boom

Staatsverschuldung:
Was soll daran negativ sein wenn man in der Staatsverschuldung
Schlusslicht ist? :wink:

Du weißt schon, wie er es gemeint hat. Von 14 EU-Staaten
(außer Deutschland) haben 10 eine geringere
Staatsverschuldung, 4 eine höhere.

So ist es

Portugiesen, Spanier, alle sind vor uns. Wir schaffen es
vielleicht nicht mal, die Maastrichtkriterien zu erfüllen, die
wir ja so wollten.

Das schafft glaub ich kaum einer der Mitgliedsstaaten

Meines Wissens nur Luxemburg.

Ja. Aber wir wollten sie und haben sie durchgeboxt.
Die Frage ist:
Warum bewegt sich bei uns so wenig?

Vor allem ist eines auffallend:
Die USA und andere Länder hatten einen Boom, die USA mehr als
alle anderen (ausser Japan), aber wir hatten keinen wirklichen
boom
Wir dümpeln so vor uns hin. Geht es den USA riesig ist es bei
uns ok, geht es denen Ok ist es bei uns schlecht.
Es fehlt seit mind. 10 Jahren ein Boom

Ja, dazu liesse sich vieles sagen. Unter anderem, dass der Boom der USA ziemlich auf Pump finanziert ist (sehr niedrige Sparquote). So hoch wie die USA gestiegen ist, so tief kann die USA auch fallen. Und wenn man dann noch weiß, dass das Einkommensniveau selbst in Boomzeiten gefallen ist, beeindruckt mich das nicht sehr.

Die Frage ist:
Warum bewegt sich bei uns so wenig?

Diese Strukturfestigkeit ist in allen großen Industrieländern zu beobachten. Finde auch nicht, dass sich in Japan oder den USA viel bewegt. Immerhin ist Deutschland eines der wenigen Ländern, die für die Aufgaben des 21. Jahrhunderts gut gerüstet sind (die USA sicherlich nicht, sehe die USA eher als eine Großmacht des 20. Jahrhunderts, also von gestern, an).

Staatsverschuldung:
Was soll daran negativ sein wenn man in der Staatsverschuldung
Schlusslicht ist? :wink:

Du weißt schon, wie er es gemeint hat. Von 14 EU-Staaten
(außer Deutschland) haben 10 eine geringere
Staatsverschuldung, 4 eine höhere.

So ist es

Also erstens bin ich nicht blöd mir war durchaus klar wie das gemeint war aber formuliert hat er es anders
zweitens ist ja dann wieder die Panikmacherbezeichnung „Schlusslicht“ unnötig

Staatsverschuldung:
Was soll daran negativ sein wenn man in der Staatsverschuldung
Schlusslicht ist? :wink:

Du weißt schon, wie er es gemeint hat. Von 14 EU-Staaten
(außer Deutschland) haben 10 eine geringere
Staatsverschuldung, 4 eine höhere.

So ist es

Also erstens bin ich nicht blöd mir war durchaus klar wie das
gemeint war aber formuliert hat er es anders

Das habe ich ja geschrieben mit „Du weißt schon, wie er es gemeint hat.“

zweitens ist ja dann wieder die Panikmacherbezeichnung
„Schlusslicht“ unnötig

Das habe ich ja mit der Rangfolge 11 von 15 auch deutlich gemacht, dass Du da Recht hast.
Und außerhalb Europa: Staatsverschuldung Deutschland 60,2% (Anteil am BIP) im Jahr 2000
Japan 108,8%!

„Vorbild“ USA hatte allerdings eine deutlich geringere Staatsverschuldung: nämlich 60,1%!

Das nur der Vollständigkeit halber.

hallo Unbekannt,
zu dem Thema USA: sei froh, dass wir nicht dort wohnen: die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer tiefer. Immer mehr US-Bürger landen als Obdachlose auf der Sttaße. Ist das ein so erstebenswertes Ziel?
USA ist ein Land der Reichen und Superreichen… nicht der Arbeiter. Die Maxime ist: make money… und das ohne Rücksicht auf Verluste! Oder anders: friss Hund oder stirb.
Zu Deiner Kritik an der Privatkrankenversicherung. Dass es eine Teilung geben muss ist sozial und notwendig. Es muss genügend gesunde Einzahler geben, die die sozial schwachen, die Kranken und die kinderreichen finanzieren. Dass es eine bessere Finanzierungsmöglichkeit gibt, ist unbestritten. Wenn die Privaten die gesamte Krankenversicherung übernehmen würden, wäre der Beitrag um einiges geringer (wurde von den Privaten letztes Jahr mal berechnet). Trotz Aufnahmezwang! Das Problem sind Betriebe (Kassen), die beamtenähnlich gegliedert sind. Fast kein Beamtenbetrieb kann kaufmännisch rechnen. Siehe unseren Staat.
Zur Bildung: es wurde ja seit 45 gezielt darauf hingearbeitet, das deutsche System der Bildung zu zerstören (ja, ich weiß: Verfolgungswahn!). Dieses Ziel ist bald erreicht. Wenn ich mir die Allgemeinbildung der Hauptschüler und auch der Gymnasiasten von heute ansehe, kann man nur noch das Kreuzzeichen machen: rest in peace!
Doch so geht es jedem Staat: es ist ein Auf und Ab.
Auch bei Deinem Hinweis, dass deutsche Ingeneure im Ausland nicht gefragt sind: das Gegenteil ist der Fall.
Zum Schulsystem der USA: eine Katastrophe! Die Highschools sind fast alle ein Beispiel für miserable Ausbildung und Zustände.

Doch so schlecht, wie Du Deutschland darstellst ist es bei weitem nicht.
Wir machen nur ein kleines (hoffe ich) Tief durch.
Grüße
Raimund

Hi Raimund,

Privaten letztes Jahr mal berechnet). Trotz Aufnahmezwang! Das
Problem sind Betriebe (Kassen), die beamtenähnlich gegliedert
sind. Fast kein Beamtenbetrieb kann kaufmännisch rechnen.
Siehe unseren Staat.

hinzu kommt ja derzeit auch, daß die Krankenversicherung, die noch am besten rechnen kann, den größten Teil des großen Pottes bezahlen muß, der die rechenunfähigen Vereine unterstützt. Aus diesem Grund sind die Beiträge der Kassen ja relativ gleich, bzw. konnten die Beitragssätze bei einigen Kassen nicht so reduziert werden, wie es ihrer Wirtschaftlickeit eigentlich entsprechen würde. Das gleiche praktizieren wir seit Jahrzehnten in der EU/EG. Mit dem entscheidenden Unterschied, daß z.B. strukturfördermaßnahmen zu einer Verbesserung der Situation vor Ort geführt haben.

Zur Bildung: es wurde ja seit 45 gezielt darauf hingearbeitet,
das deutsche System der Bildung zu zerstören (ja, ich weiß:
Verfolgungswahn!). Dieses Ziel ist bald erreicht.

Dies ist letztlich die Konsequenz aus der Tatsache, allen Schülern alle Schulformen bis zum bitteren Ende hin offen zu halten. In NRW kann inzwischen jedes Kind unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit jede Schulform besuchen. Erst am Ende der 6. (oder 7.) Klasse erfolgt das große Sieben. Was dazu führt, daß bei den Leistungsfähigeren wichtige Grundlagen z.B. in Sprachen und Naturwissenschaften nicht gelegt werden können, weil man auf die langsamsten Schüler Rücksicht nimmt/nehmen muß.

Zum Schulsystem der USA: eine Katastrophe! Die Highschools
sind fast alle ein Beispiel für miserable Ausbildung und
Zustände.

Oder noch besser: Für viel Geld kann man sich dort natürlich eine vernünftige Ausbildung erkaufen. Was in Deutschland nur schwer möglich ist, wird dort übertrieben, d.h. bei uns gute Ausbildung kostenlos, die wirklich gute sehr teuer, in den USA schlechte Ausbildung gratis, die eigentlich normale gebührenpflichtig. Nur leider sind wir ja (siehe oben) recht erfolgreich dabei, unser gutes Niveau sehenden Auges abzusenken.

Doch so schlecht, wie Du Deutschland darstellst ist es bei
weitem nicht.

Meine ich doch wohl auch.

Gruß
Christian

Zur Bildung: es wurde ja seit 45 gezielt darauf hingearbeitet,
das deutsche System der Bildung zu zerstören (ja, ich weiß:
Verfolgungswahn!). Dieses Ziel ist bald erreicht. Wenn ich mir
die Allgemeinbildung der Hauptschüler und auch der
Gymnasiasten von heute ansehe, kann man nur noch das
Kreuzzeichen machen: rest in peace!

…Gymnasiast fühle mich dir in punkto Allgemeinbildung absolut ebenbürtig.

SAN

Wiedervereinigung!
Hallo Jungs:smile:,

warum wir keinen Boom haben? Warums uns schlechter als anderen EU-Ländern geht? Welches andere Land in der EU hat den ein ganzes Ostblockland, dass vom Kommunismus schwer gebeutelt war, wirtschaftlich integriert (jaja, wie und ob das mit den richtigen Methoden geschehen ist, ist ja ein anderes Thema!)? Wie sehen denn die ganzen Zahlen allein für Westdeutschland aus? Wie sehen die Wachstumsraten für Ostdeutschland aus?

Also: Heult nicht so laut! Es hätte viiiiiel schlimmer aussehen können. (und vielleicht auch besser…)

Trotz allem finde ich es eine enorme Leistung vom gesamten deutschen Volk: sowohl die Ostdeutschen haben den kapitalismus-Kulturschock wesentlich besser verkraftet als es immer behauptet wird und nicht nur ich zahl brav und ohne allzulaut zu jammern meinen Soli:smile:.

Ist eben schwer eine so völlig anders funktionierende Wirtschaft einfach mal eben auf Marktwirtschaft umzustellen. Ein Patentrezept gibts da nicht und dass dabei absolut nicht alles gut gelaufen ist, wissen wir auch. Obs Frankreich oder Schweden oder Italien besser gemacht hätten, werde wir nie erfahren.

Grüssle,

barbara

Hallo Jungs:smile:,

warum wir keinen Boom haben? Warums uns schlechter als anderen
EU-Ländern geht? Welches andere Land in der EU hat den ein
ganzes Ostblockland, dass vom Kommunismus schwer gebeutelt
war, wirtschaftlich integriert (jaja, wie und ob das mit den
richtigen Methoden geschehen ist, ist ja ein anderes Thema!)?
Wie sehen denn die ganzen Zahlen allein für Westdeutschland

Hallo,

die derzeitige wirtschaftliche Situation hat mit der Wiedervereinigung kaum etwas zu tun. Im Gegenteil. Bei uns hat Ende 1988/1989 eine Rezession sich abgezeichnet. Wenige Zeit später war Amerika in der Rezession. Auch die anderen Staaten gerieten in den Sog der US-Wirtschaftsprobleme. Da kam bei uns die Wiedervereinigung und die massiven Auswirkungen wurden aufgefangen und - verschoben. Die Betriebs- und vielleicht auch die Volkswirtschaftler werden wohl den Zyklus bestätigen können, dass wir so alle 7 - 8 Jahre mit einer Rezession in unterschiedlicher Größenordnung landen. Und da kommt eines der Probleme her. Während wir uns nach der Wiedervereinigung langsam Mitte 1995/1996 auf den Marsch nach unten begeben haben, haben die US und Japan wieder den enuen Tiefgang erlebt udn wir gerieten nun in einen einmal nicht verarbeiteten, sondenr nun verschobenen und sodann neuen Wirtschaftsabschwung. Das wären in etwa die internationalen Probleme. Sie haben mit der Wiuedervereinigung nichts zu tun.

Auch die Gesamtwirtschaftslage in Deutschland, die sicher durch das geringere Wachstum im Osten etwas nach unten zeigt, ist überwiegend nicht von anderen gemacht, sondenr ist bei uns selbst verursacht worden. Unsere gesamtem Systeme sind veraltet und keienr der Verbandsgurus ist bis heute bereit im Interesse dieses Landes und der Menschen etwas zu tun. Erst jetzt sind erste Anzeichen erkennbar, dass die Egoismus-Gesellschaft sich wieder zu eienr Solidar-Gemeinschaft verändern könnte. Und vergesst nicht, dass die Regierung Kohl nichts mehr in den letzten Jahren zu Wege bracht, die Regierung Schröder jedoch bis heute ausser kleineren Korrekturen und aus meiner Sicht nicht die unbedingt wichtigsten Theman angegangen ist.

Es wäre sicherlich erforderlich gewesen, sich mit mArbeitslosigkeit, mir Marktwirtschaft, mit der Sanierung der Steuergesetze, der Sozialversicherungen zu befassen. Wichtig war doch, dass eine Klientel zuerst einmal ihre „Eherechte“ und ähnliches durchbrachte, danach war doch bei den Grünen weitgehend Ruhe.

Es wird wieder nach oben gehen. Nur, wir werden alle lernen müssen, auf einem anderen, niedrigerem Niveau und vor allen nur im Rahmen der Solidarität mit den anderen.

Gruss Günter

…Gymnasiast fühle mich dir in punkto Allgemeinbildung
absolut ebenbürtig.

hallo San,
da ich Dich nicht kenne, kann ich dazu nichts sagen!
Du dagegen scheinst mich genau zu kennen, oder?
Grüße
Raimund

Krankassen abschaffen und privatisieren. So dürfen die Reichen
sich privat versichern und das besser und billiger, und die
weniger Reichen müssen einzahlen. Das ist weder solidarisch
noch
haltbar.

Kostolany sagte einmal, „Unsozial ist es, wenn von dem einen was genommen wird und dem anderen gegeben wird. Jeder ist für seine Zukunft selbst verantwortlich, sozial ist der, der anderen nicht zur Last fällt.“ Ich finde es höchst unsozial, die ganzen faulen Penner in D. mit durchfüttern zu müssen, aber hier darf man diesen keine Schuld geben, sondern dem beschissenen Rechtssystem, das solche Faulenzer noch fördert. Ich denke, jeder hat das Recht, mit seinem Geld die beste Versorgung für sich selbst zu erhalten. Schlecht ist es, wenn man die Beiträge der öffentlichen Kassen anhebt, damit irgendwelche Leute, die noch nie was gezahlt haben, in den Genuss des „Sozialstaates“ kommen.

Rente und Ökosteuer zu verbinden. Lächerlich. Fahre ich kein
Auto bekommt meine Mutter weniger Rente. Fahre ich mehr und
schädige die Umwelt, bekommt sie mehr Rente. Das
Solidarprinzip
ist nicht tragbar. Aber das wussten die Mathematiker 1954
schon.

Scheiß auf die Rente. Die Ökosteuer ist schon sinnvoll, nur wird sie nicht sinnvoll eingesetzt.

Ausbildung:
Schlusslicht, laut Pisa Umfrage, die ja in allen Medien war.
Nicht besser als Mexiko oder Brasilien. Welch eine Schande für
das Volk der Dichter un Denker.
Vor 50 Jahren zählte ein deutscher Ingenieur im Ausland viel.
heute will sie keiner mehr.

Weil jeder das Paradies sofort wollte. Seit den 60er geht’s bergab. Man sieht es immer wieder an jungen Firmen. Die machen eine grandiose, wirklich tolle Erfindung, erobern sich den Markt und…machen nichts. Sie ruhen sich auf den Lorbeeren aus und andere ziehen vorbei.
In D. gibt es doch gar keinen Anreiz, gut zu sein. Die Gewerkschaften machen es doch vor. 35-h-Woche und sogar 30-h-Woche. Untragbar für eine Wirtschaftsnation. In keinem Land arbeitet man für soviel Geld sowenig, hat soviel Urlaub. In Japan, Amerika gibt’s nur 11 Tage im Jahr Urlaub.

Produziert wird im Ausland.
Die Globalisierung (Amerikanisierung) hat uns erwischt. Böse
erwischt.

Das ist ja nicht das Problem. Entwickelt werden muss immer noch in Deutschland. Ähnlich Japan, dass größtenteils nur noch entwickelt und in China, Korea produziert. Geld kommt dann wieder durch den Verkauf rein. Aber in D. wird ja, mangels Intelligenz, nicht mal mehr entwickelt. Ich arbeite derzeit an der Uni, gegenüber ist ein Technologiezentrum, wo junge Firmen noch an der Zitze des Staates hängen. Argumente, wie „Jetzt gab es erst mal wieder Geld für 3 Jahre.“ hört man oft, Interesse an Entwicklungen wird kaum gezeigt.

In keinem
Land arbeitet man für soviel Geld sowenig, hat soviel Urlaub.
In Japan, Amerika gibt’s nur 11 Tage im Jahr Urlaub.

Nenn es Besistzstandswahrung, aber auf diesen Stand möchte ich nicht unbedingt zurück. Ob ich nun 2 Wochen im Jahr Urlaub habe, oder 6 Wochen, ist für mich ein Unterschied wie zwischen Sklaverei und Wirtschaft. Nicht umsonst sterben Arbeitnehmer in Japan so häufig an Überarbeitung (karoshi), wie in keinem anderen Land der Welt. Andererseits gibt es m.W. in keinem Land so viele Überstunden, wie in Deutschland. Die Frage ist, was da vernünftiger ist.

Wenn wir ein Land des produzierenden Gewerbes von Low-Tech-Gütern bleiben wollen, haben wir in der Tat schwere Zeiten vor uns.

Gruß
Christian

In keinem
Land arbeitet man für soviel Geld sowenig, hat soviel Urlaub.
In Japan, Amerika gibt’s nur 11 Tage im Jahr Urlaub.

Nenn es Besistzstandswahrung, aber auf diesen Stand möchte ich
nicht unbedingt zurück. Ob ich nun 2 Wochen im Jahr Urlaub
habe, oder 6 Wochen, ist für mich ein Unterschied wie zwischen
Sklaverei und Wirtschaft. Nicht umsonst sterben Arbeitnehmer
in Japan so häufig an Überarbeitung (karoshi), wie in keinem

…was aber andere Ursachen hat. In Amerika existiert auch keine 35 oder 30h Woche und dort sterben die Menschen auch nicht an Überarbeitung. In Deutschland gab es auch mal die 48h Woche und die Menschheit hat es überlebt. Nicht die Arbeit macht ein kaputt, sondern der Stress und Stresssymptome treten in D. immer häufiger auf, da ja in immer kürzerer Zeit (dank der machtgierigen Gewerkschaften) die gleiche Arbeit, manchmal sogar mehr, gemacht werden muss.

Natürlich sollte man sich auf Urlaub freuen, aber man muss sich mal vor Augen führen, für was man arbeitet. Die meisten tun dies ohne Bewusstsein, mit einem „Leck mich am Arsch“-Gefühl. „Was stört es mich, wenn es der Firma dreckig geht, Hauptsache ich krieg meine Kohle.“ Was diese Leute mit ihren kleinen Gehirnen nicht bedenken ist, dass sie mit dieser Einstellung ihren Ernährer nur schaden. „Beiß nicht die Hand, die dich füttert.“ Da wird auch wegen jeder kleinen Verletzung/Beule/Verstauchung gleich drei Wochen krank gefeiert, ein Effekt, der in anderen Ländern gar nicht erst ins Bewusstsein rückt.

Heutzutage erwartet man eh von einem Ingenieur, dass er kommentarlos Überstunden schiebt und nicht wie in der Arbeiterkaste so üblich, mit dem Feierabend Pfiff den Hammer fallen lässt. Und ich möchte den Ingenieur sehen, der permanent in Projekten steckt und sein Recht auf Urlaub gelten macht. Der kann sich in kürzester Zeit nach einem neuen Job umsehen.
Natürlich gilt das nicht für die Nichtproduktive Kaste (Banken, Versicherungen, Beamte).

In einigen Jahren wird es auch dem letzten klar sein, dass man nicht durch weniger Arbeit mehr leisten kann. Mit der Definition der Leistung (Arbeit pro Zeit) wird schnell klar, dass bei gleicher Leistung mit weniger Zeit mehr gearbeitet werden muss.

Tag auch,

Natürlich gilt das nicht für die Nichtproduktive Kaste
(Banken

Volltreffer! Das zeugt von einem profunden Verständnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge. Welche Branche hat denn mit Millionen Überstunden dafür gesorgt, daß die Fehlplanungen von Handel und Haushalten bzgl. Euro einigermaßen kompensiert wurden? Welche Seppel sitzen den am Wochenende auf Bankensitzungen herum, um von unfähigen und machtgeilen Vorständen/Eigentümern in die Grütze gefahrene Unternehmen noch irgendwie zu retten? Welche Branche sorgt denn dafür, daß die Wirtschaft das notwendige Kapital erhält? Was passiert, wenn Banken ihre volkswirtschaftliche Aufgabe nicht erfüllen, siehst Du in Deinem Lieblingsland Japan seit ungefähr 8 Jahren.

Also: Hättest Du kriminell, betrügerisch, halsabschneiderisch oder dreist genannt, hätte ich mit Dir weiterdiskutiert, aber so…

C

Baldrian reich…
Gaaaanz ruhig
Nimm dir einen Tee…
Oder geh ein bisschen Geld rollen…
das beruhigt

Also: Hättest Du kriminell, betrügerisch, halsabschneiderisch
oder dreist genannt, hätte ich mit Dir weiterdiskutiert,

Ich werds mir merken *GRINS*
Immerhin aus erster Hand, die Ausdrücke *FETTGRINS*

Gruß
Mike

*dersichgeradeeinbisschenaufdemBodenwälztvorlachen*

Tag auch,

Volltreffer! Das zeugt von einem profunden Verständnis der
volkswirtschaftlichen Zusammenhänge. Welche Branche hat denn
mit Millionen Überstunden dafür gesorgt, daß die Fehlplanungen
von Handel und Haushalten bzgl. Euro einigermaßen kompensiert
wurden? Welche Seppel sitzen den am Wochenende auf
Bankensitzungen herum, um von unfähigen und machtgeilen
Vorständen/Eigentümern in die Grütze gefahrene Unternehmen
noch irgendwie zu retten? Welche Branche sorgt denn dafür, daß
die Wirtschaft das notwendige Kapital erhält? Was passiert,
wenn Banken ihre volkswirtschaftliche Aufgabe nicht erfüllen,
siehst Du in Deinem Lieblingsland Japan seit ungefähr 8
Jahren.

Also: Hättest Du kriminell, betrügerisch, halsabschneiderisch
oder dreist genannt, hätte ich mit Dir weiterdiskutiert, aber
so…

Bin ich etwa jemand aus der nichtproduktiven Kaste, einer Kaste, die denkt, aus Nichts Geld machen zu können, auf den Schlips getreten. Naja, wenn das so ist, dann muss du mir leid tun.