Aufklärung von Kindern

Hi Manfred,

Ist das eher ein Lesebuch oder noch eine Bilderbuch?

Sowohl als auch. Es ist ein reich bebildertes Lesebuch, sehr nett gemacht.

Ich weiß ja nicht, wie eure Familienkonstellation ist, aber
unsere Tochter hätte nie meinen Mann danach gefragt, wäre es
nicht - für den Anfang- sensibler, deine Frau würde dieses
Thema anschneiden?
Wie gesagt, nur so eine Idee …

Tja, meine Frau ist da leider nicht so progressiv wie ich. Der
ist das dann noch peinlicher als unserer Tochter. Drum will
ich das auch jetzt erledigt haben, denn wenn sie mal 12 ist,
glaube ich scheut man sich dann noch mehr davor.

Manfred

Da kann man geteilter Meinung sein. Meinst du nicht, es wäre besser, deine Tochter von selbst auf das Thema kommen zu lassen? Du könntest sie da auch überfordern, wenn sie noch keinen Bock auf das Thema hat.
Gruß
Sabine

Mädchen VOR der 1. Blutung
Hi Sabine,

klar sollte man kein Gespräch aufzwingen. Aber ein Mädchen sollte vor der 1. Blutung darüber wissen und um die Veränderungen, die der Körper durchmacht und dass nicht alle Mädchen unten identisch aussehen und sich gleich schnell entwickeln etc.

Kann ja sein, dass sie schon mit 9 oder 10 die erste Blutung hat und noch von nichts weiss oder einfach wenig informiert ist (nur wo kommen die Kinder her).

DAS ist dann ein Schock und nicht so einfach für das Annehmen des Zur-Frau-Werdens.

Gruß, Anna-Ranja

Fotoalben?
Hi Manfred,

habt ihr nicht Familienfotoalben? Dort kann man dann Mama mit dickem Bauch sehen, die Ultraschallfotos, die ersten Bilder etc. Für mich wäre so etwas als Kind immer spannend gewesen. Wie waren meine Eltern vor mir oder als Kind und dann wie war die Zeit, als sie sich auf mich gefreut haben.

Gruß,

Anna-Ranja

Hallo

Aber warum nicht einfach warten, bis das Mädel
Fragen stellt und dann ehrlich antworten? *grübel*

Weil sie sonst hoechstwahrscheinlich in der Schule von Mitschuelern aufgeklaert werden, und das nicht immer in der Art, wie man es gerne haette.

Und ob die Lehrer/in (im Sexualkundeunterricht) so ein entspanntes Verhaeltnis zur Sexualitaet hat, weiss man ja auch nicht.

(Ich finde es uebringens eigentlich nicht sehr gut, dass dieser Unterricht fast nur von Frauen (Grundschul- und Biolehrerinnen) gegeben wird. Jungs sollten m. M. nach so einen Unterricht hauptsaechlich durch einen Mann bekommen. Aber das ist ja hier nicht das Thema, da es sich um ein Maedchen handelt.)

Viele Gruesse Thea

Hallo Katrin,

deine Ausführungen sind gut und richtig, aber zu einem wollte ich noch was sagen:

denn in Euren Händen liegt gerade bei diesem Thema die
Verantwortung für die spätere Einstellung Eurer Tochter zur
Liebe und zum Sex

Zum Glück stimmt das wohl nur zum Teil!
Ich z.B. wurde von meinen Eltern gar nicht aufgeklärt, das Thema wurde verklemmt ausgeklammert. Ich erinnere mich dass ich als Kind EINMAL eine Frage stellte: „Was ist eine Erektion?“ (keine Ahnung wo ich das Wort her hatte). Meine Mutter reagierte darauf mit: „Das solltest du beantworten“ (an meinen Vater). Und mein Vater antwortete „Darüber spricht man nicht.“ Beide waren sichtlich schwerst peinlich berührt!
Ich lernte auf der Straße ein Mädchen kennen, das meine Freundin wurde, und von der ich stapelweise Bravo-Heftchen auslieh, die ich verschlang bis sie mir langweilig wurden. So wurde ich aufgeklärt. Wenn meine Mutter die Heftchen sah, sagte sie, ich solle den Schund weg tun. Aber immerhin hat sie mir das Lesen nicht verboten.
Jedenfalls, ich habe eine - für mich jedenfalls :smile: -schöne Einstellung zur Sexualität, hatte mich ohne Einfluss von außen entschieden erst relativ spät zum ersten Mal Verkehr zu haben (mit 18, obwohl ich schon ab 16 mit meinem Freund zusammen war), ich mochte Sex ohne ihn überzubewerten.

Ach ja, und die Einstellung zur Liebe? Meine Eltern haben sich scheiden lassen, meine Ehe hält jetzt schon recht lange :smile:

Gott sei Dank ist also der Einfluss der Eltern nicht immer so schrecklich wie man oft annimmt…

Viele Gruesse,
Matilda

Ja, damit habe ich auch schon vor 2 Jahren angefangen, einfach
um meine Tochter möglichst gut schützen zu können.

Wenn Du mit sexuelem Missbrauch (bzw. den Erklärungen dazu) angefangen hast, ist das nicht doch irgendwie das Pferd von hinten aufgezäumt? Oder habe ich Dich jetzt ganz falsch verstanden?

Aber egal, versuche nur nicht das Thema verkrampft und vordergründig anzugehen, am Ende geht das schief, weil die Kleine spürt dass hier ‚unangenehmes‘ abgearbeitet wird. Und genau das soll ja nicht sein. Und Deiner Frau tritt mal auf die Füße…schließlich kann man als Mutter ganz wunderbar so nebenher seinem Kind die kleinen und auch großen Besonderheiten des Frauseins natürlich nahe bringen, da gibt es tausendundeine Gelegenheit etwas ‚preiszugeben‘ und wenn man einfach mal den Moment nutzt, wenn’s bei der Regel mal ziept oder der Kreislauf rotiert, dem Kind dabei zu erklären, warum das grade so ist.

Gruß Maid :smile:

Hallo zusammen,

Ja, damit habe ich auch schon vor 2 Jahren angefangen, einfach
um meine Tochter möglichst gut schützen zu können.

Wenn Du mit sexuelem Missbrauch (bzw. den Erklärungen dazu)
angefangen hast, ist das nicht doch irgendwie das Pferd von
hinten aufgezäumt? Oder habe ich Dich jetzt ganz falsch
verstanden?

das könnte auch ein Grund dafür sein, dass das Mädhcen jetzt nicht mehr fragen mag. Nur so als Gedanke.

Karin