Aufklärung von 'Rennradfahrern' erwünscht

Hallo Fahrradfahrer,
bei uns vor der Tür (wir wohnen etwas ausserhalb vom nächsten Ort) ist vor kurzem ein neuer asphaltierter Radweg gebaut worden. Dieser führt parallel zur Strasse durch einen Graben getrennt. Da ich Montags morgens immer zur gleichen Uhrzeit mit dem Auto meine Kinder zum Kindergarten bringe, ist mir schon öfter ein Fahrradfahrer aufgefallen, der stets auf der Strasse fährt und nie den Fahrradweg benutzt. Da die Strasse sehr stark befahren ist (unter anderem auch von LKW, die in ein nahegelegenes Industriegebiet fahren) und zusätzlich durch einige Kuppen sehr schwer einsehbar ist, halte ich dieses Verhalten für äusserst gefährlich.
Als ich heute morgen wieder unterwegs war habe ich besagten Fahrradfahrer wieder angetroffen. Da ausnahmsweise kein Verkehr war, habe ich ihn langsam überholt und durch die geöffnete Seitenscheibe angesprochen und ihn freundlich gefragt, warum er denn nicht den Fahrradweg nutzen würde? Als Antwort bekam ich eine abwertende Handbewegung und die Aussage, dass er mit solchen Idioten wie mir jedes Mal zu tun hätte. Ich sollte gefälligst weiterfahren. Auch erneutes Nachfragen, dass ich ja einfach nur wissen wollte warum er sich und andere so leichtfertig in Gefahr bringt, stieß leider auf keine Resonanz.
Nachdem sich von hinten ein LKW näherte bin ich dann weitergefahren.
Interessieren tut´s mich aber doch, warum man als Radfahrer einen super ausgebauten, neuen Radweg meidet und auf der vielbefahrenen Strasse fährt. Sind es vielleicht die Alltagsradfahrer die den selbst ernannten Profi am schnellen Vorankommen hindern, sodass dieser die Behinderung weitergibt, indem er auf die Strasse ausweicht.
Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen und mir sagen warum ich der Idiot bin und nicht er.
Viele Grüße

Ulli

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen und mir sagen warum
ich der Idiot bin und nicht er.

Hallo Ulli,
wirklich weiterhelfen kann natürlich nur der Radfahrer selbst. Vielleicht könnte es Dir aber weiterhelfen den Weg mal selbst mit dem Fahrrad abzufahren. Es könte Dich eventuell weiterbringen. Aber nicht am Sonntag Nachmittag! Unter den Bedingungen vom Berufsverkehr.

Nach meiner Erfahrung sind die Planer solcher Wege oft keine Radfahrer. Nur so ne Idee.

Und eigentlich ist es ja das Problem des Radfahrers…

Schöne Grüsse

Uli

Hi

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen und mir sagen warum
ich der Idiot bin und nicht er.

naja, einerseits ist’s schon saugefährlich nen Radfahrer bei der Fahrt durch die Seitenscheibe zuzutexten. Das mal dazu… ich hätt vermutlich nicht mal hingeschaut.

Ich kenne den Radweg nicht, aber: wenn es ein Rennradfahrer ist der seine Möglichkeiten ausnutzt, dann ist der Radweg mit sicherheit gefährlicher für ihn als die Strasse. Auf der Strasse springt ihm kein Kind, kein Ball, kein Dackel, kein Auto aus 'ner Ausfahrt etc in den Weg. Die Fahrzeuge kommen von hinten und sehen ihn gut. Ich würde als Rennradfahrer auch die Strasse wählen, solange ich nicht dazu verpflichtet wäre den Radweg zu nehmen. Aber als Fahrer eines Sportgerätes hat er afaik die Wahl, und braucht sich dafür nicht kritisieren lassen.
HH

Hallo Uli,

Vielleicht könnte es Dir aber weiterhelfen den Weg mal selbst
mit dem Fahrrad abzufahren. Es könte Dich eventuell
weiterbringen. Aber nicht am Sonntag Nachmittag! Unter den
Bedingungen vom Berufsverkehr.

Nach meiner Erfahrung sind die Planer solcher Wege oft keine
Radfahrer. Nur so ne Idee.

Ich benutze den Radweg regelmäßig selber und kann leider nichts feststellen, was mich dazubringen würde auf die Strasse auszuweichen. Wenn dann würde ich am Sonntag Nachmittag den Versuch wagen aber auf keinen Fall zu Bedingungen vom Berufsverkehr.

Und eigentlich ist es ja das Problem des Radfahrers…

Wenn ihn einer umfährt aber dann auch dessen Problem - wer rechnet auf einer solchen Strasse mit Radfahrern auf der Fahrbahn?

denne

Ulli

Hi

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen und mir sagen warum
ich der Idiot bin und nicht er.

naja, einerseits ist’s schon saugefährlich nen Radfahrer bei
der Fahrt durch die Seitenscheibe zuzutexten. Das mal dazu…
ich hätt vermutlich nicht mal hingeschaut.

Was ist daran gefährlich, wenn die Strasse breit genug ist um Abstand zu halten und sonst niemand kommt? Ich habe ihn auch nicht zugetextet, sondern freundlich gefragt.

Ich kenne den Radweg nicht, aber: wenn es ein Rennradfahrer
ist der seine Möglichkeiten ausnutzt, dann ist der Radweg mit
sicherheit gefährlicher für ihn als die Strasse. Auf der
Strasse springt ihm kein Kind, kein Ball, kein Dackel, kein
Auto aus 'ner Ausfahrt etc in den Weg. Die Fahrzeuge kommen
von hinten und sehen ihn gut. Ich würde als Rennradfahrer auch
die Strasse wählen, solange ich nicht dazu verpflichtet wäre
den Radweg zu nehmen. Aber als Fahrer eines Sportgerätes hat
er afaik die Wahl, und braucht sich dafür nicht kritisieren
lassen.

Der Radweg verläuft ausserhalb geschlossener Ortschaften, da gibt´s wenig springende Dackel. Und selbst wenn es so wäre, dann muss er halt mit angepasster Geschwindigkeit fahren.
Ich weiss jetzt nicht so genau was „afaik“ heisst, aber wenn ich Deinen Ausführungen entnehmen kann, dass man als Rennradfahrer die freie Wahl hat zwischen Radweg und Strasse, dann ist das eine hinreichende Aufklärung. Denn das habe ich bisher nicht gewusst - ich dachte, wenn es einen Radweg gibt dann müsste dieser auch von allen Radfahrern benutzt werden.
Vielleicht sollte man dann die Radwege etwas breiter bauen, dann könnten da ja die Autos fahren und die Radfahrer fahren auf der Strasse. Irgendwie kapier ich´s nicht.

denne

Ulli

HH

Hi

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen und mir sagen warum
ich der Idiot bin und nicht er.

Naja, nur weil ein Radler der Meinung ist, du seist einer, heisst das noch lange nicht, dass du tatsächlich einer bist :smile:

naja, einerseits ist’s schon saugefährlich nen Radfahrer bei
der Fahrt durch die Seitenscheibe zuzutexten. Das mal dazu…
ich hätt vermutlich nicht mal hingeschaut.

Was ist daran gefährlich, wenn die Strasse breit genug ist um
Abstand zu halten und sonst niemand kommt? Ich habe ihn auch
nicht zugetextet, sondern freundlich gefragt.

Naja, das hat was mit … also man schaut irgendwie im ersten Moment schon zur Seite. um zu schauen, was der denn da will. und da kanns eben passieren, dass man den Grünstreifen touchiert… oder versehentlich etwas nach links ausläuft, den Rückspiegel streift… und schnell liegt man richtig auf der Fresse :smile:

Der Radweg verläuft ausserhalb geschlossener Ortschaften, da
gibt´s wenig springende Dackel. Und selbst wenn es so wäre,
dann muss er halt mit angepasster Geschwindigkeit fahren.

Ja das ist aber nicht sinn eines schnellen Rades und dessen Nutzers :smile:
die Bahn betreibt ja auch keine ICEs auf Regionalstrecken ^^

Ich weiss jetzt nicht so genau was „afaik“ heisst,

„so weit ich weiß“

aber wenn
ich Deinen Ausführungen entnehmen kann, dass man als
Rennradfahrer die freie Wahl hat zwischen Radweg und Strasse,
dann ist das eine hinreichende Aufklärung. Denn das habe ich
bisher nicht gewusst - ich dachte, wenn es einen Radweg gibt
dann müsste dieser auch von allen Radfahrern benutzt werden.
Vielleicht sollte man dann die Radwege etwas breiter bauen,
dann könnten da ja die Autos fahren und die Radfahrer fahren
auf der Strasse. Irgendwie kapier ich´s nicht.

Steckst du mit dem Mathias des Threads weiter unten unter einer Decke? ^^
der argumentiert ja auch, dass er mitm Motorrad schließlich auch nicht aufm Radweg fährt. :wink:

Ja wie schon von meinen Vorrednern gesagt - den wahren Grund wird dir vermutlich nur der Radler selbst nennen können :smile:
Aber es kann z.b. sein, dass der Radweg einen extrem unangenehm zu fahrenden Asphalt hat (außerhalb von Ortschaften oft asphaltiert, daher nehm ich das jetzt einfach mal an). so richtig übel grobkörnig oder vllt vergessen, abzusanden… was auch immer ^^
oder es gibt vllt. besch…ene Übergänge bei Seitenstraßen. ist auch oft der Fall. super radweg aber teilweise Treppen an den überquerungen von Seitenstraßen…

nimms leicht. akzeptiers und gewöhn dich dran. :smile:

Hi
einen Radler der 25-30 strampelt anzuquatschen ist etwa so wie du bei högstgeschwibdigkei… möchte mal wissen was du sagen würdest wenn du mit nem pole 160 reitest, dann bremst ein Binz links neben dir ein, fährt das Fenster runter und labert dich an…will sagen Radfahren erfordert Körperbeherrsung und konzentration und ermöglich nicht Konversation dabei zu betreiben…
HH

Hi

Wenn ihn einer umfährt aber dann auch dessen Problem - wer
rechnet auf einer solchen Strasse mit Radfahrern auf der
Fahrbahn?

naja, rechnen MUSST du überall mit Allem, grundsätzlich, und Blinde dürfen afaik net Autofahren. Insofern seh ich kein Problem beim Radler und auch keines beim folgenden Verkehr… und wenn es erlaubt ist, dann hat ausschliesslich der „umfahrende“ das Problem (neben den ev. Verletzungen des RF), denn der Umfahrende ist Schuld…

HH

Hallo,

handelt es sich um einen benutzungspflichtigen Radweg (blaues Radweg-Schild)? Dann kannst man mal dezent die Polizei darauf aufmerksam machen, dass sie dort doch mal morgens kontrollieren sollten. Das muss ja nicht gleich eine Anzeige sein.

Wenn kein solches Schild dasteht, dann kann der Radfahrer wählen zwischen Straße und Radweg.

Gruß, Niels

Hallo!

Weiter unten stehen ja schon ein paar Schoten von ähnlichen Kampfradlern.

Wir lernen:

1.)egal ob mman vom Laster umgemäht wird, die Straße ist sicherer als der Radweg.

2.) als Radfahrer setzt man sein vermeintliches Recht durch, die Folgen sind zweitrangig. Warum auch einen teuren Radweg nutzen, wenn man nicht muss…?

3.) Die genannten Radfahrer sind mit vollkommen unagepasster Geschwindigkeit unterwegs. Bei 30 Km/ dürfen sie keinesfalls angesprochen werden. Somit haben auch Kinder und andere Fußgänger unbedingte Rücksicht auf die Konzentration des Radfahrers zu nehmen.

Komisch, dass ich mich bei 240 auf der Autobahn noch locker unterhalten kann…
Einige Radikalobiker hier sollten dringend auf die Öfis umsteigen, wie mir scheint.

Grüße,

Mathias

angepaßte Geschwindigkeit

Und selbst wenn es so wäre,
dann muss er halt mit angepasster Geschwindigkeit fahren.

Das ist so ein Anlaß, der Radfahrer regelmäßig auf die Palme treibt. Auf kombinierten Fuß-und Radwegen heißt das faktisch, man muß Schrittgeschwindikeit fahren. Dazu brauche ich mich nicht aufs Rennrad (oder ein anderes Fahrrad) zu setzen.

Wenn einem ein Kind oder Hund ins Rad läuft, ist man auf diesen Wegen selber schuld.

An Baustellen müssen häufig „Radfahrer absteigen“, von Schikanen an Bahnübergängen oder Straßenquerungen ganz zu schweigen, an „Bettelampeln“ hat ein Radfahrer nie die Möglichkeit, bei zufälligem Grün einfach durchzufahren. Straßen werden asphaltiert, beim Radwegebau wird umweltschonend (und nebenbei auch billig) geschottert, die Liste läßt sich fortsetzen.

Die hiesige Zeitung liefert regelmäßig Stoff für diese Einstellung: „Regen verursacht Massenkarambolage auf der A9“ (nicht etwa die unangepaßte Geschwindigkeit der Fahrzeuge), aber „Radfahrer stürzte aus Unachtsamkeit“ (in ein 10cm tiefes Schlagloch auf dem Radweg gefahren!!)

Und dann noch ganz subjektiv: Man strampelt sich ab, tut etwas gegen den allgemeinen Verkehrskollaps und Klimaerwärmung und wird dann systematisch von der Verkehrsplanung ausgebremst. Nicht schön.

Das nur zur Erläuterung der „Seelenlage“ der Radfahrer.

Ich wundere mich im Übrigen selbst hier auf der Bundesstraße über einige Rennradler, die bei schlechter Sicht im Halbdunkel unbeleuchtet fahren. Einerseits kann ich es verstehen, ich kenne den Radweg recht gut, andererseits wäre es mir einfach zu gefährlich.

kernig

3 „Gefällt mir“

Hallo Autofahrer,
was diesen Menschen bewegt weiss nur er alleine.
Wenn es Dich persönlich stört oder behindert, geh konsequent vor. Nein nein nicht ummähen oderso, geh zum „Schutzmann Deines Vertrauens“ oder lass Dich an anderer kompetenter Stelle über die Verkehrsrechtslage an genau besagtem Ort aufklären. Dann weisst Du wie die Lage ist und kannst Dein Handeln darauf abstellen.
Aber egal wie die Lage ist, glaube ich gilt immernoch der §1 der STVO. „Gegenseitige Rücksichtnahme“.
Gruß running

Deine Kampfrethorik
Hallo Mathias,
Deine Meinung kann ja wirklich sein wie sie mag, um sie zu äußern ist ein solches Forum da. Aber ich verstehe nicht, warum Du eine bisher sachliche Diskussion mit abwertenden Bezeichnungen und Begriffen verunglimpfen mußt.

paar Schoten von ähnlichen Kampfradlern.
sein vermeintliches Recht

Die genannten Radfahrer sind mit vollkommen unagepasster
Geschwindigkeit unterwegs.

Radikalobiker

kernig

Aber als Fahrer eines Sportgerätes hat
er afaik die Wahl, und braucht sich dafür nicht kritisieren
lassen.

Ich hab das mal nachgesehen: Es gibt keine extra Ausnahme für Sportgeräte von der Radwegbenutzungspflicht.Im Rest stimme ich Dir zu.

http://www.adfc.de/3218_1

kernig

Hallo Mathias,

Wir lernen:

1.)egal ob mman vom Laster umgemäht wird, die Straße ist
sicherer als der Radweg.

jetzt hätte ich gerne von Dir die Beispiele, wo die Radfahrer, die vom Laster umgemäht wurden, nicht auf dem Radweg unterwegs waren.

Ich kenne nämlich nur letztere, und meine Kenntnis erstreckt sich dank ADFC nicht nur auf München.

Gruß, Karin

1 „Gefällt mir“

Hi

ja, die Statistik die dieses belegte säh ich auch gerne mal…

HH

Ein paar Statistiken in diese Richtung
Sind hier enthalten:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..

Ich krieg die links nicht kürzer…

Sind hier enthalten:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..

Ich krieg die links nicht kürzer…

Hi
die kenn ich, ich meinte die die die Behauptung des Posters darunter belegen.
HH

Hallo!

Ich versuche es mit einer logischen Erklärung: die vom Ausgangsposter beschriebene Situation. Stark befahrene Straße, viele LKW, daneben ein neuer Radweg.
Da gibt es m.E. gar nichts zu diskutieren, klar ist der Radler auf dem Radweg sicherer.
Gibt es nicht aus genau diesem Grund überhaupt Radwege?

Wenn dem nicht so ist, könnte man die Radwege ja zur Motorrad-Spur umwidmen…

Grüße,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Bei dem beschriebenen Radweg muß es sich wohl um einen der seltenen Fälle handeln, die weder gefährlich noch schikanös noch beschädigt sind. Aber vielleicht hast Du Dir den Radweg gar nicht richtig angeschaut…
Wenn sich Rennradfahrer unter diesen Umständen entschlossen haben, prinzipiell jeden Radweg zu meiden, ist das völlig verständlich. Das Risiko trägt er ja selbst. Und es auch völlig verständlich, daß ihm Deine „Fürsorge“ nervt. Davon haben wir nämlich schon genug: komischerweise laufen die meisten guten Ratschläge von Autofahrerseite darauf hinaus, daß Radfahrer als Störgröße für „Freie Fahrt für freie Bürger“ verschwinden. Und das ist auch der tiefere Sinn der Radwege.
Wenn ich mit dem PKW zur nächsten Ortschaft fahre (25km), begegne ich regelmäßig mindestens einen anderen PKW-Fahrer, der sich über das Gesetz hinwegsetzt oder/und sich und andere(!) gefährdet. Ich hätte also genug zu tun, mich ständig unter der Rubrik „Vierräder“ über die PKW-Fahrer zu beschweren. Doch ich sehe Deinen Namen dort auch nicht. Vermutlich hast Du es auch nie gemacht. Ist es bei Euch nicht normal, daß z.B. Tempo 50 überschritten wird?

Grüße
Ralf