die Mitte + der Tag = Mitttag. Aber vor dieser Konsequenz
schreckten die Reformen - wohl mit Rücksicht auf die Bedenken
der dreischwätzenden Politiker, die uns ja auch, mit denselben
„Mitttag“ wäre eine die Aussprache verhunzende Neuschreibung. Dank sei dem „Dreischwätzer“, der das verhindert hat.
dummen Argumenten, mit denen schon Kaiser Wilhelm II.
seinerzeit dies gegen Duden selbst durchsetzte, den „Thron“
erhielten - zurück.
Dem Thron blieb dank der „dummen Argumenten“ ein überflüssiger Buchstabe erhalten, geschenkt. Die damalige Reform ließ ja eine Menge überflüssiger „h“ verschwinden. Ein Kennzeichen der jetzigen Neuschreibung ist hingegen, daß sie oftmals überflüssige Buchstaben neu fordert. Die Neuschreibung, die verlängert statt zu kürzen, geht der tatsächlichen Sprachentwicklung genauso gegen den Strich wie die, welche die lexikalische Vielfalt einschränkt; beides trifft auf die jetzige NDR zu.
zu Deiner Frage wurde ja schon einiges geschrieben, deshalb nur ganz kurz meine Ansicht und eine wunderschöne Seite mit einem ebenso wunderschönen Aufsatz, an dem Du beim Lesen Deinem Unmut freien Lauf lassen kannst.
Meine Meinung: Ich denke, eine Sprache entwickelt sich selbständig und sollte nicht, nachdem irgendwann einmal einigermassen verständliche Regeln aufgestellt worden waren, nun per Gesetz durcheinandergeschüttelt werden.
Die Seite: http://www.rechtschreibreform-neindanke.de/ (Hier „Der Aufsatz“ anklicken.)