Augen und ihre (nicht-)Schärfe

Hai, Leutz,

vielleicht gibt’s hier ja auch Optiker, die mir mal ‚ne Frage beantworten könnten.
Also: ich bin heftigst kurzsichtig (-7,75/-8,25) und lass natürlich regelmäßig meine Sehhilfenstärke überprüfen. Dabei ist mir aufgefallen, daß die Optiker viel zu schnell die Stärke an ihrem Testdings ändern. Ich muß bei so einem Wechsel erstmal blinzeln und meine Augen versuchen wie wild, auszugleichen, aber noch während des Blinzelns heisst es schon: Besser? Nicht? - Klick - Und so? Mit dem merkwürdigen Effekt, daß beim letzten mal keine Einstellung mir auch nur annähernd die Sehleistung ermöglichte, die ich mit meiner aktuellen Brille habe.
Ist das Absicht? Wenn ja, warum? Oder erwisch‘ ich einfach nur Sch…-Optiker?

rätselnden Gruß
Sibylle

Hallo Sibylle,

das schnelle Vorgehen hat Sinn.
Ich bin selber kein Optiker, habe aber Kontaktlinsen konstruiert und kennen deshalb Kollegen, die Optiker-Meister sind. Ich habe gerade einen angerufen, der sehr hilfsbereit ist.
Also:
Wenn das zugefügte Glas zu lange vor dem Auge bleibt, kann sich das Auge entweder an die Sicht gewöhnen und zunehmend als gut empfinden oder es versucht zu akkommodieren, also mit der Augenlinse auszugleichen, die würde aber auf Dauer das Auge anstrengen und u.U. sogar Kopfschmerzen verursachen.
Es kann natürlich sein, dass dein Optiker wirklich zu schnell ist. Frage ihn doch einmal, ob es soo schnell sein muss.
Ein guter Optiker sollte dem Kunden erklären was er macht.
Ich hoffe dir hilft diese Antwort erstmal weiter.
Bei weiteren Fragen, bitte , evtl. zusätzlich, eine Mail, da ich zur Zeit nicht oft hier bin.
Viele Grüsse aus Kiel
Volker

Hi Sibylle!

vielleicht gibt’s hier ja auch Optiker, die mir mal 'ne Frage
beantworten könnten.

Ich bin kein Optiker, aber auch relativ stark kurzsichtig (so -5,5 auf beiden Augen) und ich gehe immer zu einem Augenarzt.

Ich bin, gerade bei meiner Stärke, noch nie auf die Idee gekommen zur Sehstärkenbestimmung zu einem Optiker zu gehen, da der Augenarzt auch immer auf eventuelle Netzhautschäden untersucht, den Augendruck untersucht und (in meinem Fall zumindest) sich immer ausreichend Zeit nimmt, mit mir redet und nicht mit aller Gewalt neue Gläser verschreibt (wenn sich z.B. die Stärke nur minimal verändert hat).

Ist das Absicht? Wenn ja, warum? Oder erwisch’ ich einfach nur
Sch…-Optiker?

Tja, wenn Du das Gefühl hast, es ist nicht alles so wie es sein sollte-dann wechsele!

Blinzelnde Grüße
Frauke
P.S.: Ich hole heute meine neue Brille ab *freu*

Hi Frauke, hi Sybille,

bei mir ist es genau anders herum, ich fand mich beim Augenarzt so hoppla durchgeschleust, Hauptsache schnell. Mein Arzt war immer megagenervt, wenn ich gesagt hab: Bitte, nochmal das vorige Glas…

Inzwischen ist ein guter Freund Optikermeister und der hat Geduld und Zeit für mich.

Wichtig mag schon der erste Seheindruck sein, aber „gehudelt“ soll auch nicht werden. Gerade wenn es am Schluß in den ,25 Diotrin-Bereich kommt, muß ich öfter hin und her-„schalten“ mit den Gläsern.

Inzwischen bin ich und mein Freund perfekt „auskorrigiert“ - dank Optiker!

Liebe Grüße

Wendy

Hai, Volker,

Wenn das zugefügte Glas zu lange vor dem Auge bleibt, kann
sich das Auge entweder an die Sicht gewöhnen und zunehmend als
gut empfinden oder es versucht zu akkommodieren, also mit der
Augenlinse auszugleichen, die würde aber auf Dauer das Auge
anstrengen und u.U. sogar Kopfschmerzen verursachen.

Also hat es eigentlich Sinn…

Es kann natürlich sein, dass dein Optiker wirklich zu schnell
ist. Frage ihn doch einmal, ob es soo schnell sein muss.

…nur hab ich bei einigen den Eindruck, daß ich sie nerve - alle halbe Jahr checken lassen und dann doch nix kaufen. Ich glaub’ langsam, daß der darum so husch-husch macht.

Dank Dir
Gruß aus Berlin
Sibylle

Hai, Frauke,

Ich bin kein Optiker, aber auch relativ stark kurzsichtig (so
-5,5 auf beiden Augen) und ich gehe immer zu einem
Augenarzt.

-5,5 hatte ich auch mal…
Mir geht’s da ähnlich, wie wendy - ich hab auch schlechte Erfahrungen mit Augenärzten gemacht - die erste hat mir beim Anpassen meiner ersten Kontaktlinsen einen fetten Bluterguß im Auge verpasst, und bei der zweiten durfte ich mir endlose Litaneien über die Schädlichkeit von Kontaktlinsen anhören, während sie mir eine Antibiotika-Salbe ins Auge schmieren wollte, weil ich, nach ihrer Aussage, eine Virusinfektion am Auge hätte…

Ich bin, gerade bei meiner Stärke, noch nie auf die Idee
gekommen zur Sehstärkenbestimmung zu einem Optiker zu gehen,
da der Augenarzt auch immer auf eventuelle Netzhautschäden
untersucht, den Augendruck untersucht und (in meinem Fall
zumindest) sich immer ausreichend Zeit nimmt, mit mir redet
und nicht mit aller Gewalt neue Gläser verschreibt (wenn sich
z.B. die Stärke nur minimal verändert hat).

Auf Netzhaut(- und Hornhaut-)schäden checkt der Optiker, der meine Kontaktlinsen macht, auch immer, nur die Angestellten, von dem Laden, von dem ich meine Brille habe, benehmen sich - öhhmm - merkwürdig.

Tja, wenn Du das Gefühl hast, es ist nicht alles so wie
es sein sollte-dann wechsele!

Die anderen sind aber soooo weit weg (5 - in Worten fünf! - Blöcke, statt nur’n halber :wink: ), aber ich war ja eigentlich auch nur neugierig, ob es tatsächlichen Sinn hat, oder die mich nur loswerden wollen.

Danke und Gruß
Sibylle
*ich muß jetzt erst mal die Nasenabdrücke vom Monitor wischen - wollte sehen, was ich ohne Brille eigentlich noch erkennen kann*

Hai, Wendy,

bei mir ist es genau anders herum, ich fand mich beim
Augenarzt so hoppla durchgeschleust, Hauptsache schnell. Mein
Arzt war immer megagenervt, wenn ich gesagt hab: Bitte,
nochmal das vorige Glas…

ging mir ähnlich…

Inzwischen ist ein guter Freund Optikermeister und der hat
Geduld und Zeit für mich.

Teilste ihn?

Inzwischen bin ich und mein Freund perfekt „auskorrigiert“ -
dank Optiker!

Meine aktuellen Sehhilfen sind auch perfekt - es hatte mich nur gewundert, warum der Typ offenbar nicht in der Lage war, wenigstens den gleichen Zustand einzustellen, wie meine Brille hat - na, von dem lass ich mich jedenfalls nicht mehr checken, ab sofort lauf ich etwas weiter…

allerfreundlichsten Gruß
Sibylle

… daß die Optiker viel zu schnell die
Stärke an ihrem Testdings ändern.

Hallo Sibylle,

das Tempo, mit dem Korrekturen gewechselt werden, mußt Du selbst bestimmen. Jeder Patient verhält sich anders. Manchmal brauchen die Augen ein paar Sekunden, um sich anzupassen und manchmal braucht man den schnellen Wechsel, um überhaupt einen Unterschied festzustellen.

Ich habe mich lange Zeit an einer nicht optimal angepaßten Brille geärgert und ließ mir erst vor wenigen Monaten eine neue Brille verpassen, diemal aber so, wie ich es für richtig hielt. Ich habe den Optiker nicht nach seinem Gutdünken machen lassen. Ich konnte die Einstellungen zwar nicht selbst durchführen und optimieren (was mir am liebsten gewesen wäre), habe aber den Überblick behalten, was der Mensch am PC-Platz einstellte und natürlich selbst bestimmt … vor - zurück - weiter usw. Nach dieser Messung sollte ich ein Gestell aussuchen. Von wegen! Ich vereinbarte einen erneuten Termin 14 Tage später und ließ die ganze Prozedur wiederholen, nur noch sorgfältiger. Es kamen geringe Abweichungen zur ersten Messung heraus. Wegen der nur geringfügigen Abweichungen habe ich mir einen dritten Termin geschenkt. Es kamen jedenfalls für den Nah- und Fernbereich sehr unterschiedliche Korrekturen heraus. Jetzt trage ich deshalb Gleitsichtgläser, die am Anfang gewöhnungsbedürftig waren. Endlich kann ich wieder Straßenschilder erkennen und muß bei der Arbeit nicht mehr den ganzen Tag mit der Kopfbandlupe zubringen. Sogar auf dem PC-Bildschirm konnte ich vieles nur noch mit einer der überall von mir verteilten Lupen erkennen. Die frühere, schlampig angepaßte Brille (wo ich die Optikerin machen ließ, wie sie es für richtig hielt) war eben eine Katastrophe. Das Schlimme ist, daß man die Fehlanpassung nicht sofort bemerkt, weil man sich an jede neue Sehhilfe zunächst gewöhnen muß.

Kurz: Lasse Dir die Arbeitsweise des Optikers nicht kommentarlos gefallen. Es sind Deine Augen, dann bestimme auch Du und nur Du, wie und in welcher Geschwindigkeit gemessen wird. Verlange auch ruhig eine Wiederholung der Messung und achte darauf, daß Du an einem Tag mit möglichst durchschnittlichen Ablauf zum Optiker gehst. Wenn Du tagelang besonderen Streß oder durchmachte Nächte hattest, Medikamente oder Alkohol konsumiert hattest, ist das kein guter Tag für den Gang zum Optiker.

Gruß
Wolfgang

Moin!

Die anderen sind aber soooo weit weg (5 - in Worten fünf! -
Blöcke, statt nur’n halber :wink: ), aber ich war ja eigentlich
auch nur neugierig, ob es tatsächlichen Sinn hat, oder die
mich nur loswerden wollen.

*kicher* Willst Du neben der Kurzsichtigkeit auch noch faul werden? 5 Blöcke-das strafft den Po :wink:)

*ich muß jetzt erst mal die Nasenabdrücke vom Monitor wischen

  • wollte sehen, was ich ohne Brille eigentlich noch erkennen
    kann*

Laut meinem Augenarzt sollte man als stark kurzsichtiger Mensch zur Bildschirmarbeit eine etwas unterkorrigierte Brille tragen, hier ein Link dazu:
http://www.focus.de/D/DG/DGB/DGB07/DGB07D/dgb07d.htm
(Tipp 2)

Ich habe daher meine um ca. 0,5 Dioptrien schwächere, alte Brille behalten und benutze diese nun im Büro, da ich doch ca. 25-30 Stunden in der Woche am PC arbeite.

Viele Grüße
Frauke
…ich konnte gestern mit der neuen Brille den Videotext ohne Blinzeln/Zwinkern lesen und habe mich gewundert, daß wir einen so tollen TV-Empfang haben *g*

Hi Sybille,

wenn Dir der Weg nach Augsburg nicht zu weit ist - jederzeit bin ich zum teilen bereit! Nachdem es nicht MEIN Freund ist (grins, sondern der Ex meiner besten Freundin…)

Ich warne nur: Er hat ein absolutes Gefühl, welche Brille für Dich paßt… Du suchst 2 Stunden im Laden, er sieht Dich an und meint: Guck doch mal die… und es ist immer die Richtige Brille! (es ist dankenswerterweise nicht immer die teuerste, manchmal auch Hausdesign, aber manchmal leider auch ein Designer-Gestell)

Spaß beiseite, ein guter Optiker kann Dich hervorragend korrigieren, bei meinem Freund sind es 120 %, mit neuer Brille stellte er auf einmal Tiefenschärfen fest - unglaublich.

Man muß nicht schlecht sehen mit Sehhilfe. Und man sollte das richtige finden, schließlich bei den Fehlsichtigkeiten leben wir mit unseren Sehhilfen unsere gesamte wache Zeit. Da geb ich auch mal Geld aus!

Aber ich bezahl das Ding und da will ich gescheite Arbeit - denn: Sorry: Die 10 Euro Kassenanteil sind es nicht und meinen Kassenbeitrag zahl ich auch reichlich, also hat auch der Augenarzt gut zu arbeiten. Ich bin Kunde und kein Bittsteller! Egal, ob beim Arzt oder beim Optiker.

Grüße

Wendy

Hi!
Wahrscheinlich steh das schon 20x unten, aber:
du hast einen scheiß-Optiker!
Erstens: Geh zum Augenarzt!
Zweitens: Eine Untersuchung, bei der sich keine Zeit gelassen wird, ist nichts wert!
Gruß
Tyll

Hi Sibylle,
ein guter Optiker ist besser als ein schlechter Augenarzt.
In beiden Gefilden gibt es gute und schlechte Vertreter.
Der Augenarzt ist in der Tat für die Krankheiten ausgebildet, aber jeder seriöse Optiker, der Probleme erkennt, wird dich auch an einen Augenarzt verweisen.
Also, frage den Optiker nach der Methode, DU musst verstehen was passiert.
Eine gute Sicht wünscht dir
Volker