Hallo,
Richtig, nur leider können viele Hilfskräfte ohne Militärische
Bewachung nicht arbeiten ( Somalia 1991 ) da die lokalen
„Warlords“ die Lebensmittel selber einstecken und ihre Kämpfer
statt die Bevölkerung damit zu versorgen.
Das kann das Militär nicht verhindern, sonst wäre dort heute alles in Butter.
Im Prinzip gibt es Armeen für genau 2 Dinge, Angriff und
Verteidigung.Stimmt, aber ein Staat ohne Militärmacht ist von außen
Erpressbar, deshalb ist es logisch, das jeder souveräner Staat
eine militärische Verteidigungsmacht aufstellt.
Völlig legitim, aber Afganistan gehört nicht zu Deutschland.
Werden sie aber ausnahmsweise zivil eingesetzt, so habe ich
nichts dagegen.Ich auch nicht. Und die Bundeswehr hat viele Humanitäre
Einsätze im In- und Ausland geleistet. ( Im Gegensatz zu den
wenigen "Kampfeinsätzen )
Ja, aber Afganistan ist ein Kampfeinsatz.
Das ist Sache der Muslime, ich als religionsloser maße mir
NICHT an, den Koran auszulegen.Ich maße mir auch nicht an, den Koran auszulegen, aber ich
WEIß SICHER das dieser solche Gesetze wie die Taliban in
Afganistan „praktiziert“ haben, nicht fordert.Die sind in unseren Vorstellungen vielleicht archaisch, aber
wir dürfen uns doch nicht anmaßen, unsere Weltanschauung denen
aufzuzwingen.Wenn es um die Freiheit, Würde und Rechte eines Menschen geht,
meiner Meinung nach schon.
Freiheit, Würde und Rechte eines Menschen in Deinem (Unserem) Weltbild.
Du bist 20, 21 Jahre alt, da hast Du das damals wahrscheinlich
noch nicht so mitbekommen.Nein, das habe ich damals nicht mitbekommen, aber mache mich
heute schlau darüber.Die Sowjetunion marschierte in Afganistan ein, um dort den
Sozialismus einzuführen, die Taliban wurden deshalb zu dieser
Zeit von den USA unterstützt.Genau - Typisch USA. In dieser Zeit zählte nur eins : „Wie
hauen wir den Sowjets auf den Deckel ohne einen Atomkrieg
anzuzetteln.“ Was danach kommt war scheißegal.Wer war Deiner Meinung nach damals der Böse.
Ganz klar - die Sowjets. Allerdings haben sie die Taliban nur
deswegen unterstützt und nicht aus sympatie.
Aus Sympathie unterstützen die gar keinen, da geht es um Öl, bzw. Land, durch das man die Pipelines legen kann.
Damals natürlich darum, die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern.
Vielleicht wollten ja damals schon die Sowjets das Afganische Volk von den Taliban befeien? Natürlich hätten sie danach ihr politisches System dort etabliert. Das war Böse.
Jatzt versucht die Westliche Welt das gleiche, mit einer islamischen Marionettenregierung, das ist dann gut?
Du willst meinen Standpunkt nicht verstehen?
Das sind deren Gesetze, so barbarisch wir (JA, auch ICH) sie
auch finden, wir können uns da nicht drüber stellen.Ich KANN deinen Standpunkt nicht verstehen. Das liegt auch
daran, das ich in Frieden und in einem demokratischen
Rechtsstaat auswachsen durfte und ich bin mir dieses
Privileges durchaus bewusst.
Ich könnte jetzt noch anfangen, mit Dir über Demokratie in unserem Lande zu philosophieren, aber das würde zu weit führen.
Nehmen wir mal an, in einem unserer Nachbarländer wird ein
Gesetz erlassen, dass dort die Todesstrafe wieder einführt.
Das finden wir Deutschen barbarisch.Die Todesstrafe hat mit einer Diktatur noch nicht viel zu tun
- außerdem ist es in der EU relativ unwarscheinlich.
Es ging mir hier um ein Beispiel, an dem ich zu erklären versuchte, dass wir uns nicht über die Gesetze anderer Länder stellen können.
Folglich marschieren wir dort ein und zwingen denen unseren
Willen auf, weil wir mit deren Gesetz für deren Bevölkerung
nicht einverstanden sind? Geht uns das etwas an? Sind wir die
Weltpolizei?Nein - aber was wäre in Deutschland ohne Polizei ? Chaos und
Gewalt. Was wäre die Welt ohne Staaten, die ihrer
Verantwortung manchmal gerecht werden? Völkermord, Vertreibung
und Chaos im Kosovo währe wohl noch immer am laufen wenn die
NATO nicht eingeriffen hätte. Beispiele gibt es leider genug.
Wenn Jugoslawien nicht in Europa wäre, sonder irgendwo am „Ende“ der Welt, dann würde das dort immer noch laufen. So wie bei den Konflikten in Afrika.
Die NATO hat sich nur deshalb dort so engargiert, weil ein Kriegsherd mitten in Europa ziemlich unbequem wäre.
Warten wir mal ab. Zumindest verfügen die Taliban über
auseichend Mittel und Unterstützung auch aus der afganischen
Bevölkerung, sonst wären sie schon lange nicht mehr da.Ich glaube eher, die Taliban werden von divesen Staaten (
Iran? ) mit Geld, Waffen usw. unterstützt.
Das steht ausser Frage, aber wenn sie keinen Rückhalt in der Bevölkerung hätten, dann würde auch fremdes Geld nicht helfen, Ihnen dort die Macht zu sichern, zumindest nicht über Jahre hinweg.
Auch die Hilfsorganisationen können die Bevölkerung nicht
ernähren. Wäre das so, wäre die Not auf diesem Planeten
beendet.
Man kann sie auf jeden Fall begrenzen. Besser als zuschauen
oder wegschauen.
Nein, wegschauen auf keinen Fall, ich bin nur dagegen, alles militärisch zu lösen.
Und ganz zu Anfang unserer Diskussion ging es um den Einsatz in Afganistan. Von den deutschen Tornados am Himmel wird die Bevölkerung dort nicht satt.
Gruß
Frank