Ausdünstungen Laserdrucker

Hallo Experten,

weiss von Euch jemand, was für chemische Bestandteile die Ausdünstungen von Laserdruckern/Kopierer haben?

Mein Arzt hat eine erhöhte Menge „Ethynoldioxid“ (oder so ähnlich) im Darm festgestellt und fragte, ob ich längere Zeit irgendwelchen Abgasen ausgesetzt war. Bis auf die Laserdrucker bei uns im Büro (die in den letzten vier Wochen deutlich häufiger in Gebrauch waren) fiel mir auf Anhieb nichts ein.
Falls die Drucker daran Schuld sein sollten (was ich stark vermute, da diese Dinger ja auch entsprechend riechen), gibt es eine möglichst günstige Möglichkeit, diese Dämpfe ab- oder einzufangen?

etwas ratlose Grüße
Jens / Flitzefisch

Hallo, Jens,
was Du da bei eurem Laserdrucker riechst, dürfte Ozon (O3) sein.
Prinzipbedingt entsteht beim Betrieb von Laserdruckern und Kopierern Ozon.

Ein führender Druckerhersteller mach folgende Angaben

_Emissionen bei Laserdruckern

Laserdrucker arbeiten nach dem sogenannten elektrofotografischen Prinzip, in dem die Informationsübertragung auf das zu bedruckende Medium (Papier oder Folie) unter Anwendung einer Hochspannungsstrecke erfolgt. Da die Hochspannungsstrecke durch Luft geht, entstehen auf Grund physikalischer Gegebenheiten aus dem Luftsauerstoff geringfügige Mengen des Gases Ozon. Diese Ozonbildung ist also prinzipbedingt und unvermeidbar.

Weitere Emissionen können durch die Erwärmung des Druckmediums, insbesondere des Papiers entstehen. Welche Emissionen dieses sind, hängt im wesentlichen von der verwendeten Papiersorte ab und ist unabhängig vom verwendeten Drucker._

Das von Deinem Arzt festgestellte Gas wird also wohl eher nicht vom Drucker stammen. Dabei fällt mir aber was anderes ein: Wird in eurem Betrieb in größerem Umfang sterilisiert? Werden in größerem Umfang Lösemittel verwendet?

Prüf das mal nach!
Grüße
Eckard

Hallo Eckard,

erstmal danke für Deine Antwort.

>Wird in eurem Betrieb in größerem Umfang sterilisiert?
>Werden in größerem Umfang Lösemittel verwendet?
Hmmm … ich arbeite in einer Druckerei und ,draussen’ bei den Druckmaschinen gibt es eine ganze Menge Druckfarben (Kilodosen, ölig, vergleichbar mit Wandfarben) und Lösungsmittel zum reinigen der Maschinen sowie andere Chemikalien um das Papier ,gefügig’ zu machen (beispielsweise ein Puder, damit es nicht aneinanderpappt).
Allerdings arbeite ich dort bereits seit einigen Jahen und hatte bisher nie Probleme damit, zumal ich hinter verschlossenen Türen im Büro arbeit und nicht - oder nur sehr wenig - mit diesen Dämpfen in Berührung komme.

viele Grüße
Jens / Flitzefisch