Ausgang mit 16 - wie weit begrenzen?

Hallo,

Ich bin mit meinen beiden Kindern vor 3 Monaten in ein anderes Bundesland umgezogen. Die Beiden gehen noch zur Schule, haben sich superschnell hier eingelebt und auch sofort Anschluss gefunden.
Bis dahin war meine Tochter sehr zurückhaltend und eher ängstlich.
Sie klebte ständig zu Hause und tat sich mit Freundschaften schwer.
Ich freue mich sehr darüber, dass sie jetzt mehr Kontakte hat und finde es auch normal und richtig, dass sie sich mit ihren neuen Freunden, die ich natürlich jetzt nicht kennen kann öfter trifft.
(Wenn ich sie frage, ob sie nicht mal jemanden einladen will winkt sie sofort ab und hat mich bei ihren Leuten inzwischen so schlecht gemacht, dass es mir jetzt schon fast peinlich wäre, wenn sie kämen.)
Durch ihre frühere Ängstlichkeit, die ich irgendwie nicht aus ihr herausbekommen habe, ist sie in Problemsituationen völlig überfordert, sie würde zum Beispiel nie selbst ein Taxi rufen sondern eher mich anrufen, mit der Frage, was sie jetzt tun soll, sie bricht halt schnell in Panik aus! Ich hoffe ja, dass sie durch die neuen Freundschaften selbstbewusster und gelassener wird, aber jetzt tut sich ein neues Problem auf:
Sie findet mich völlig bescheuert, wenn ich meine, sie sollte um 23.30 Uhr zu Hause sein, wenn ich nicht möchte, dass sie nachts bis 2.00 Uhr in Diskotheken rumhängt und bei ihren Freunden (die ich nicht kenne und die allesamt männlich sind) schläft.
Einen richtigen Freund hat sie noch nicht und mir ist nicht wohl dabei, wenn ich mir vorstelle, dass sie mit 2-3 Jungs die ganze Nacht verbringt, obwohl sie sie selbst noch nicht so gut kennt.
Bin ich völlig daneben und verdiene jetzt ihr: „Du bist eine furchtbar strenge und komische Mutter!“
Es würde mich freuen, wenn ich dazu mal eure Meinung hören könnte.
Gruß Susanne

Hallo,

Ich bin mit meinen beiden Kindern vor 3 Monaten in ein anderes
Bundesland umgezogen.

Vom Land in die Großstadt. So hört sich das an:wink:

Ich freue mich sehr darüber, dass sie jetzt mehr Kontakte hat
und finde es auch normal und richtig, dass sie sich mit ihren
neuen Freunden, die ich natürlich jetzt nicht kennen kann
öfter trifft.

Wie die kannst du noch nicht kennen?
Ich würde meine Tochter nicht mit wildfremden „Männern“ losziehen lassen.
Sag ihr Klipp und Klar, das du sie kennenlernen möchtest, schliesslich bist du die Mutter und hast die Aufsichtspflicht.

Gruss Manu

Hallo,

Sie findet mich völlig bescheuert, wenn ich meine, sie sollte
um 23.30 Uhr zu Hause sein, wenn ich nicht möchte, dass sie
nachts bis 2.00 Uhr in Diskotheken rumhängt

zumindest hier gibt es die unpopuläre Möglichkeit, auf das geltende Jugenschutzgesetz hinzuweisen, das den Aufenthalt in Gaststätten und Discos für sie (Alter >16 aber

Hallo,

Bin ich völlig daneben und verdiene jetzt ihr: „Du bist eine
furchtbar strenge und komische Mutter!“

Nein, jedenfalls sind Deine Gedanken nicht daneben, wie Du sonst bist (also ob streng)kann ich nicht beurteilen :wink:

Ich bin auch sehr früh losgezogen, schon mit 14 und teilweise mit Gestalten vor denen ich heute auch zumindest Ansatzweise versuchen würde mein Kind fernzuhalten :wink:…das nur mal nebenbei…
Meine Mutter wollte meinen Umgang kennenlernen um sich ein Bild zu machen, mit wem ich da die ganze Zeit verbringe.
Sie hat mir dabei durchaus auch mal unverblümt ihre Meinung gesagt, was ich damals logischerweise auch nicht hören wollte…und nach manchen Erfahrungen ihr zähneknirschend dann doch recht geben musste.

Ich durfte mit Leuten die meiner Mutter gut bekannt waren (sie hatte sowas wie Kummerkastenfunktion bei den Teens, die ich so kannte…)bis 0:00 Uhr auf einer Party bleiben…von der Disko musste ich bis 23:00 Uhr zuhause sein (wobei ich eher selten in reine Diskotheken ging). Ab und an bin ich natürlich auch mal versumpft und kam erst sehr spät am Abend nachhause, das kommt vor…oder man hat angerufen und gefragt ob man länger bleiben darf.
Bei fremden Jungs schlafen hätte mich meine Mutter nie und nimmer gelassen…ehrlichgesagt hätte ich da selbst Angst davor gehabt. Als ich einen festen Freund hatte wurden die Regeln wiederum gelockert, da ich ja immer mit ihm unterwegs war…von unterwegs habe ich mich dann meist freiwillig gemeldet.

Sie hat auch Wert darauf gelegt, dass derjenige der fährt garantiert keinen Alkohol trinkt…je nach Person, hat sie das auch nochmal deutlich gesagt :wink:
(Ich hab mich immer abholen lassen, deshalb ging das)

Es würde mich freuen, wenn ich dazu mal eure Meinung hören
könnte.

Ich finde Du machst Dir zu recht Sorgen und meine Deine Grenzen sind nicht übertrieben eng gesetzt.

Gruß
Maja

hallo susanne,

so komisch als mutter biste gar nicht. außerdem sollteste das auch. wärst du es nicht, wäre es der pubertierenden tochter auch nicht recht, kannste glauben.
du kannst ja einen kompromiss schließen: bis 24 uhr, wenn du dich davon überzeugt hast, daß die jungs einigermaßen gut aussehen, =;O),die alkohol- und drogenfreie rückfahrt sichergestellt ist, deine tochter nicht ohne kondome aus dem haus geht.
pro lebensjahr kann dann ja eine halbe stunde draufgelegt werden.
ansonsten: du kannst sie weder vor drogen noch vor schwangerschaft schützen, daß muß sie selbst tun. von schlimmeren dingen mal ganz abgesehen.

strubbel
@:open_mouth:)

Hallo,

Ich bin mit meinen beiden Kindern vor 3 Monaten in ein anderes
Bundesland umgezogen.

Vom Land in die Großstadt. So hört sich das an:wink:

– ne, umgekehrt!!! ehrlich!

Ich freue mich sehr darüber, dass sie jetzt mehr Kontakte hat
und finde es auch normal und richtig, dass sie sich mit ihren
neuen Freunden, die ich natürlich jetzt nicht kennen kann
öfter trifft.

Wie die kannst du noch nicht kennen?
Ich würde meine Tochter nicht mit wildfremden „Männern“
losziehen lassen.

Na gut - die „Männer“ sind so in ihrem Alter - also Schulfreunde–

Sag ihr Klipp und Klar, das du sie kennenlernen möchtest,
schliesslich bist du die Mutter und hast die Aufsichtspflicht.

Gruss Manu

Hallo,

(Wenn ich sie frage, ob sie nicht mal jemanden einladen will
winkt sie sofort ab und hat mich bei ihren Leuten inzwischen
so schlecht gemacht, dass es mir jetzt schon fast peinlich
wäre, wenn sie kämen.)

vielleicht ist der Grund nur, dass ihr zuwenig Platz habt und noch eine kleineres Kind neugierig herumläuft?

Durch ihre frühere Ängstlichkeit, die ich irgendwie nicht aus
ihr herausbekommen habe, ist sie in Problemsituationen völlig
überfordert, sie würde zum Beispiel nie selbst ein Taxi rufen
sondern eher mich anrufen, mit der Frage, was sie jetzt tun
soll, sie bricht halt schnell in Panik aus!

So liest sich der weitere Text aber nicht.

Ich hoffe ja, dass
sie durch die neuen Freundschaften selbstbewusster und
gelassener wird, aber jetzt tut sich ein neues Problem auf:
Sie findet mich völlig bescheuert, wenn ich meine, sie sollte
um 23.30 Uhr zu Hause sein, wenn ich nicht möchte, dass sie
nachts bis 2.00 Uhr in Diskotheken rumhängt und bei ihren
Freunden (die ich nicht kenne und die allesamt männlich sind)
schläft.

Nun. In der Beziehung habe ich meine Eltern auch immer für bescheuert gehalten.

Erst erziehen sie Dich zu einer selbstständigen erwachsenen Person und wenn man dann selbständig handeln will, wird man zurückgepfiffen?

Einen richtigen Freund hat sie noch nicht und mir ist nicht
wohl dabei, wenn ich mir vorstelle, dass sie mit 2-3 Jungs die
ganze Nacht verbringt, obwohl sie sie selbst noch nicht so gut
kennt.

Ausser sie auf die Problematik, die sich ergeben kann, hinzuweisen und darüber zu reden, sehe ich keinen Grund sie davon abzuhalten.

Bin ich völlig daneben und verdiene jetzt ihr: „Du bist eine
furchtbar strenge und komische Mutter!“

Diese Aussage hast Du sicher nicht verdient und Du kannst Ihr schon mal sagen, dass sie mit so einer Aussage zu weit geht.

Es würde mich freuen, wenn ich dazu mal eure Meinung hören
könnte.

Versuche Dich gedanklich umzustellen. Sprich mit ihr, wie mit einer Freundin und nicht wie mit einem Kind. Je mehr Verantwortung sie bei Euch zu Hause trägt, je mehr sollte sie auch ausserhalb der Wohnung tragen können.

Eencockniedo

Hallo,

vielleicht ist der Grund nur, dass ihr zuwenig Platz habt und
noch eine kleineres Kind neugierig herumläuft?

Nein, wir haben jede Menge Platz und sie hat ein eigenes Zimmer. Ihr Bruder weiß, dass er sie in Ruhe lassen muss und hält sich daran.

So liest sich der weitere Text aber nicht.

Ihre Forschheit endet bei dem kleinsten Problem - da fällt die dominante junge Frau umgehend um und mutiert zum Kleinkind.

Ausser sie auf die Problematik, die sich ergeben kann,
hinzuweisen und darüber zu reden, sehe ich keinen Grund sie
davon abzuhalten.

In ihrer momentaner Euphorie über soviel Zuspruch hört sie nicht sehr gerne zu.

Versuche Dich gedanklich umzustellen. Sprich mit ihr, wie mit
einer Freundin und nicht wie mit einem Kind. Je mehr
Verantwortung sie bei Euch zu Hause trägt, je mehr sollte sie
auch ausserhalb der Wohnung tragen können.

Ich würde mich sehr gerne umstellen, aber leider muss ich mir auf Grund ihrer Unerfahrenheit glaube ich doch irgendwie Sorgen machen. Ich möchte sie nicht anbinden, aber ich kann auch nicht so tun, als wäre sie erwachsen.

Mit Verantwortung tragen hat sie es nicht so. Auf Bitten oder Kritik reagiert sie ungnädig - wie das in den Alter mal so ist.

Sie glaubt nun mal, dass ihre einzige Pflicht im Schulbesuch liegt und kann völlig ausrasten, wenn sie nur ihre eigenen Sachen wegräumen soll.
Früher war das nicht so - früher konnten wir auch einigermaßen vernünftig miteinander reden.
Gruß Susanne

Hallo,

also im Grunde bist Du völlig in Ordnung mit deiner Meinung. Ich mußte mit 16 bereits 22 Uhr zu Hause sein und Diskos oder ähnliches waren Tabus. Das brachte mich natürlich nicht vom weggehen ab, sondern verursachte, das meine Eltern nie wussten wo ich wirklich war und mit wem (ich schlief immer bei derselben Freundin sozusagen)

Ich würde auf jeden Fall darauf bestehen die Jungs persönlich kennen zu lernen. Und immer konkret zu wissen wo sie mit wem hingeht und wie sie nach Hause kommt. Wenn sie tatsächlich mal da schlafen will, denke sollte das auch drin sein, aber erst wenn du die Jungs kennst.

Wenn du ihr so entgegenkommst sollte sie merken, dass das alles nicht bös gemeint ist sondern einfach zur gegenseitigen Verantwortung dazugehört, ich hätte meinen Eltern gern vieles erzählt, aber sie haben alles sofort geblockt, damit aber alles kaputt gemacht.

Sie sollte begreifen, dass das einbeziehen in solche Sachen Sinn macht.

Und warum macht si Dich schlecht bei ihren Kumpels? Das würde ich doch eher mal erfragen.

gruß
catche

Hallo,

Und warum macht si Dich schlecht bei ihren Kumpels? Das würde
ich doch eher mal erfragen.

Sie stellt mich halt als Sündenbock hin, der ihr alles versaut.
Vor einem hlben Jahr war ich noch die progressive Supermutti auf die sie mächtig stolz war - aber das war auch noch einfach. Da habe ich sie eher dazu animieren müssen, mal was zu unternehmen und sich mit Leuten zu treffen. Ich musste ihr kaum mal was verbieten, weil sie ja auch nichts machen wollte.
Jetzt kommen meine Bedenken und auch Verbote und da streikt sie.
Ich glaube das sie vor allem vor ihren neuen Freunden gut da stehen will.
Da frag ich mich aber manchmal so heimlich, was das für Freunde sind, vor denen man sich mit 16 rechtfertigen muss und schämt, wenn man nicht alles darf.
Gruß Susanne

gruß
catche

Hallo,

Und warum macht si Dich schlecht bei ihren Kumpels? Das würde
ich doch eher mal erfragen.

Sie stellt mich halt als Sündenbock hin, der ihr alles
versaut.
Vor einem hlben Jahr war ich noch die progressive Supermutti
auf die sie mächtig stolz war - aber das war auch noch
einfach. Da habe ich sie eher dazu animieren müssen, mal was
zu unternehmen und sich mit Leuten zu treffen. Ich musste ihr
kaum mal was verbieten, weil sie ja auch nichts machen wollte.
Jetzt kommen meine Bedenken und auch Verbote und da streikt
sie.
Ich glaube das sie vor allem vor ihren neuen Freunden gut da
stehen will.
Da frag ich mich aber manchmal so heimlich, was das für
Freunde sind, vor denen man sich mit 16 rechtfertigen muss und
schämt, wenn man nicht alles darf.

frag Dich nicht heimlich, frag laut und beharrlich Deine Tochter. Natürlich bist Du in nächster Zeit der Sündenbock - aber nur, wenn Du ihr das Spiel erlaubst.
Nicht sie ist der Chef - Du bist das. Du bestimmst die Regeln. Wenn das nicht mit Ärger abgeht - da müsst Ihr beide durch.

viele Grüße
Geli

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Hallo, das kann ich nur bestärken: Auch wenn die Jungs im gleichen Alter sind - auch wenn es weitere Mädchen wären: Ich halte es für äusserst wichtig, dass man die Freunde/Bekannte seiner Kinder kennt.
Dies nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch um das Kind besser zu verstehen. Auch wesentliche Veränderungen im Umgang würde man sonst gar nicht mitbekommen (die aber zu einer Veränderung des Kindes führen können). Ja, und auf der anderen Seite loslassen - das ist manchmal direkt eine Gratwanderung. Gruss, Eva

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Sie stellt mich halt als Sündenbock hin, der ihr alles
versaut.

Schon schlimm wie sich die Welt verändert wenn die Kleinen größer werden :wink: !
Nun ist sie halt so weit bestehende Grenzen auszustesten und wenn du Ihr hier zeigst wer hier der Chef ist - und das ist nun mal dein Job als Erziehungsberechtigter - dann ist man eben nicht immer die leibe Mutter.
Ich denke da musst DU durch.

Gruß Ivo

Hallo,

frag Dich nicht heimlich, frag laut und beharrlich Deine
Tochter. Natürlich bist Du in nächster Zeit der Sündenbock -
aber nur, wenn Du ihr das Spiel erlaubst.
Nicht sie ist der Chef - Du bist das. Du bestimmst die Regeln.
Wenn das nicht mit Ärger abgeht - da müsst Ihr beide durch.

Huch, das habe ich gestern noch versucht, so ganz diplomatisch und noch ziemlich vorsichtig.
Da höre ich dann nur noch die klassichen Sprüche wie:
Dann sag ich dir halt nichts mehr. Andere erzählen auch nichts zu Hause, …
Außerdem behauptet sie beharrlich, ich würde ihre Freunde kennen, weil ich sie schon mal gesehen habe, als ich mit dem Auto vorbei gefahren bin. (das ist narürlich völliger Quatsch)
Ich fühle mich da in einer Zwickmühle - ich will ihr Vertrauen nicht verlieren und bin mir nicht sicher ob ich es noch habe.
Gruß Susanne

Hallo, das kann ich nur bestärken: Auch wenn die Jungs im
gleichen Alter sind - auch wenn es weitere Mädchen wären: Ich
halte es für äusserst wichtig, dass man die Freunde/Bekannte
seiner Kinder kennt.
Dies nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch um das
Kind besser zu verstehen. Auch wesentliche Veränderungen im
Umgang würde man sonst gar nicht mitbekommen (die aber zu
einer Veränderung des Kindes führen können). Ja, und auf der
anderen Seite loslassen - das ist manchmal direkt eine
Gratwanderung. Gruss, Eva

Meine Tochter ist da etwas seltsam. Sie findet es peinlich Leute zu sich einzuladen, weil sie glaubt außer eines (nach ihrem eigenen Geschmack kürzlich schön eingerichteten) Zimmers und freiem Zugang zum ganzen Haus, nicht genug Unterhaltungsmöglichkeiten bieten zu können (sagt sie). Sie hat eben nur ein Zimmer und keine Halle mit sämtlichen technisch möglichen Ausstattungen. Ich kann das nicht nachvollziehen, weil ich früher nicht mit Freunden auf Großleinwänden Filme gucken musste - wir haben vor allem geredet und so.
Außerdem fürchtet sie, dass ich mit den Leuten ein paar Worte reden könnte - und das wäre peinlich, wenn Eltern mit den Freunden ihrer Kinder sprechen. Ich muss zu meiner Ehrenrettung sagen, das ich mich da niemals aufgedrängt habe, sondern früher Gespräche wirklich nur entstanden sind, wenn es sich irgendwo im Haus so ergeben hat, meist ist das sogar nicht von mir ausgegangen. Ich bin eigentlich immer gut mit den früheren Freunden meiner Tochter zurecht gekommen und selbst bin ich eigentlich auch nicht so übermäßig schrecklich, dass man sich für mich schämen müsste.
Deshalb verstehe ich das überhaupt nicht. Allerdings muss ich zugeben, nachdem sie nun allen erzählt hat, was ich für ein entsetzlicher Drachen bin, dass ich mir ein unbefangenes Kennenlernen nur schwer vorstellen kann. Die Jungs werden ja schon leichenblass, wenn sie mich im Auto vor der Schule erkennen - meine Tochter hat halt viel Phantasie.
Aber was tun wenn sie sich weigert, oder wie im Moment die elegante Methode des Hinhaltens benutzt.
Wenn ich ihre Flügel weiter beschneiden würde, würde sie im Endeffekt wahrscheinlich gar nicht mehr auf mich hören. Ich kann sie nicht zwingen zuzuhören und noch weniger meinen Standpunkt zu verstehen - und wenn es hart auf hart käme würde sie vermutlich einfach tun was sie will.
Ich muss da wohl einige Fehler gemacht haben!
Gruß Susanne

Hallo, Susanne,
ich habe weitgehend die Diskussion mitverfolgt und kann dem Tenor nur beipflichten: Du bestimmst die Regeln, nach denen getanzt wird. Da kann man sich natürlich auch mal ein wenig unbeliebt machen.

Was mir aber noch einfiel: Hat deine Tochter irgendwann in nächster Zeit Geburtstag? Wie wäre es mit einer kleinen Fete, die sie - natürlich mit deiner Unterstützung - zu Hause für ausgewählte Freunde geben kann? Natürlich zieht sich Mama, nachdem die Honneurs gemacht sind diskret zurück. Das gäbe dir Gelegenheit die Leutchen wenigstens grob einschätzen zu können. Und das Standing deiner Tochter in ihrer Peer-group wäre sicher auch gefestigt.

Grüße
Eckard

Hallo,

Meine Tochter ist da etwas seltsam.
Sie findet es peinlich
Leute zu sich einzuladen, weil sie glaubt außer eines (nach
ihrem eigenen Geschmack kürzlich schön eingerichteten) Zimmers
und freiem Zugang zum ganzen Haus, nicht genug
Unterhaltungsmöglichkeiten bieten zu können (sagt sie). Sie
hat eben nur ein Zimmer und keine Halle mit sämtlichen
technisch möglichen Ausstattungen. Ich kann das nicht
nachvollziehen, weil ich früher nicht mit Freunden auf
Großleinwänden Filme gucken musste - wir haben vor allem
geredet und so.

Na, so waren wir doch früher auch-oder nicht?
Das Zimmer war plötzlich nicht kultig genug, 2 Tage vorher musste es noch „niedlich“ sein.Pupertät halt.

Außerdem fürchtet sie, dass ich mit den Leuten ein paar Worte
reden könnte - und das wäre peinlich, wenn Eltern mit den
Freunden ihrer Kinder sprechen. Ich muss zu meiner
Ehrenrettung sagen, das ich mich da niemals aufgedrängt habe,
sondern früher Gespräche wirklich nur entstanden sind, wenn es
sich irgendwo im Haus so ergeben hat, meist ist das sogar
nicht von mir ausgegangen. Ich bin eigentlich immer gut mit
den früheren Freunden meiner Tochter zurecht gekommen und
selbst bin ich eigentlich auch nicht so übermäßig schrecklich,
dass man sich für mich schämen müsste.

Finden alle Kids in dem Alter gruselig. Und peinlich. Mein Dad ging früher immer ans Telefon und quatsche die Leute(Jungs) voll, schlimmer noch, er fragte sie blöde Sachen.

Deshalb verstehe ich das überhaupt nicht. Allerdings muss ich
zugeben, nachdem sie nun allen erzählt hat, was ich für ein
entsetzlicher Drachen bin, dass ich mir ein unbefangenes
Kennenlernen nur schwer vorstellen kann. Die Jungs werden ja
schon leichenblass, wenn sie mich im Auto vor der Schule
erkennen - meine Tochter hat halt viel Phantasie.
Aber was tun wenn sie sich weigert, oder wie im Moment die
elegante Methode des Hinhaltens benutzt.
Wenn ich ihre Flügel weiter beschneiden würde, würde sie im
Endeffekt wahrscheinlich gar nicht mehr auf mich hören. Ich
kann sie nicht zwingen zuzuhören und noch weniger meinen
Standpunkt zu verstehen - und wenn es hart auf hart käme würde
sie vermutlich einfach tun was sie will.
Ich muss da wohl einige Fehler gemacht haben!
Gruß Susanne

Fehler machen wir alle, und das ist auch ok so.
Versuche mit ihr zu reden, nit von Mutter zu Tochter, sondern von Freundin zu Freundin. Erzähl ihr aus deiner Jugend, das dir auch so einiges peinlich war.
Geh doch mal mit ihr Bummeln oder ins Kino, besser vielleicht, mit ihr Essen und rede "vorsichtig mit ihr.Wenn sie blockt, dann lass sie. Versuch es dann später noch mal.
Mach ihr aber auch klar, das du ihr Verhalten nicht sonderlich toll findest!
Manu

Hallo Susanne!

Unser Ableger ist noch 17, geht aber schon einige Zeit seine eigenen Wege.
Allerdings weitgehend in Übereinstimmung mit dem Jugendschutzgesetz.

Na klar, unsere Kinder müssen lernen auf eigenen Füßen zu stehen, und dazu gehört auch, sie Stück für Stück in die Eigenverantwortung zu entlassen.

Um mein Kind aber guten Gewissens loslassen zu können möchte ich seine Freunde kennen(lernen).
Lieben muss ich sie nicht, aber respektieren.

Und solange sich unser Sohn an die Spielregeln hält, hat er - wie ich finde- ziemliche Freiheiten.

Bisher sind wir noch nicht enttäuscht worden! (Und sollten uns ab und zu auch an unsere eigene Jugend erinnern…*gg)

Angelika

Hallo wieder,

Huch, das habe ich gestern noch versucht, so ganz diplomatisch
und noch ziemlich vorsichtig.
Da höre ich dann nur noch die klassichen Sprüche wie:
Dann sag ich dir halt nichts mehr. Andere erzählen auch nichts
zu Hause, …
Außerdem behauptet sie beharrlich, ich würde ihre Freunde
kennen, weil ich sie schon mal gesehen habe, als ich mit dem
Auto vorbei gefahren bin. (das ist narürlich völliger Quatsch)
Ich fühle mich da in einer Zwickmühle - ich will ihr Vertrauen
nicht verlieren und bin mir nicht sicher ob ich es noch habe.
Gruß Susanne

ok, ganz diplomatisch ist in Ordnung aber immer gemäß dem Motto, freundlich aber bestimmend.

Und mach erst Dir und dann natürlich Ihr eins klar, nicht du darfst Angst haben Ihr Vertrauen zu verlieren, sondern Sie muß merken wie wichtig es ist Dein Vertrauen zu erhalten (in jedem Sinne)
Und Freunde kennen funktioniert nicht über mal vom Auto gesehen haben. Ich habe Freunde bei denen andere aus Angst die Straßenseite wechseln wenn sie sie das erste mal sehen, aber wenn sie sie kennen gelernt haben, begrüßen sie sie mit Umarmung und freuen sich, weil sie dann wissen was für gute Kerle oder nette Mädels hinter manch einer skurrilen Fassade stecken, sag ihr das mal, und ich hab viele solche Freunde. Angefangen bei A wie Außenseiter über Cruft, Punk, HipHoper, Skater,Divas, sogenannte „Terror“-lesben (etwas maskulinere Ladys unter den Lesben), absolute Tunten und vieles mehr, und ich kenne etliche Leute die damit erst lernen mussten klar zu kommen, aber ich habe sie einander kennen lernen lassen und es funktioniert bestens

Sag ihr, das du nicht die Freunde kennenlernen willst um zu kritisieren, sondern um einfach zu wissen wer bei Ihr ist

Wenn du ihr weiter das Gefühl vermittelst Angst zu haben du könntest ihr Vertrauen verlieren (und glaub mir das merkt sie definitiv unterbewusst), hat sich dich völlig in der Hand

Sei auch mal so ekelig zu ihr wie sie zu dir mit solchen dummen Sprüchen ist, sie wird bocken, aber das geht vorbei, denn wenn du ihr ein paar Dinge auch zugestehst wird sie schnell merken das sie dich auch brauchr und verlieren könnte

tschau
catche

2 „Gefällt mir“

Vielen Dank für eure Antworten und Anregungen. Ich glaube schon, dass mir das jetzt weiter geholfen hat.
Gruß Susanne