Hallo,
Ich bin mit meinen beiden Kindern vor 3 Monaten in ein anderes Bundesland umgezogen. Die Beiden gehen noch zur Schule, haben sich superschnell hier eingelebt und auch sofort Anschluss gefunden.
Bis dahin war meine Tochter sehr zurückhaltend und eher ängstlich.
Sie klebte ständig zu Hause und tat sich mit Freundschaften schwer.
Ich freue mich sehr darüber, dass sie jetzt mehr Kontakte hat und finde es auch normal und richtig, dass sie sich mit ihren neuen Freunden, die ich natürlich jetzt nicht kennen kann öfter trifft.
(Wenn ich sie frage, ob sie nicht mal jemanden einladen will winkt sie sofort ab und hat mich bei ihren Leuten inzwischen so schlecht gemacht, dass es mir jetzt schon fast peinlich wäre, wenn sie kämen.)
Durch ihre frühere Ängstlichkeit, die ich irgendwie nicht aus ihr herausbekommen habe, ist sie in Problemsituationen völlig überfordert, sie würde zum Beispiel nie selbst ein Taxi rufen sondern eher mich anrufen, mit der Frage, was sie jetzt tun soll, sie bricht halt schnell in Panik aus! Ich hoffe ja, dass sie durch die neuen Freundschaften selbstbewusster und gelassener wird, aber jetzt tut sich ein neues Problem auf:
Sie findet mich völlig bescheuert, wenn ich meine, sie sollte um 23.30 Uhr zu Hause sein, wenn ich nicht möchte, dass sie nachts bis 2.00 Uhr in Diskotheken rumhängt und bei ihren Freunden (die ich nicht kenne und die allesamt männlich sind) schläft.
Einen richtigen Freund hat sie noch nicht und mir ist nicht wohl dabei, wenn ich mir vorstelle, dass sie mit 2-3 Jungs die ganze Nacht verbringt, obwohl sie sie selbst noch nicht so gut kennt.
Bin ich völlig daneben und verdiene jetzt ihr: „Du bist eine furchtbar strenge und komische Mutter!“
Es würde mich freuen, wenn ich dazu mal eure Meinung hören könnte.
Gruß Susanne

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