Mir hat ein Bekannter erzählt, dass ein (o man hört sich das bescheuert an) „Sichtbarer Ausländeranteil in Diskotheken von über 20% bei Deutschen automatisch ein unwohles Gefühl hervorruft“.
D.h. jetzt nicht Franzosen oder Österreicher, sondern Italiener, Afrikaner, Türken, etc, also „denen man es ansieht, dass sie nicht von hier kommen“. Das ganze ist, laut meinem Bekannten, „psychologisch bewiesen“. Google konnte mir da nicht wirklich weiterhelfen, also dachte ich ich frag mal die Experten!
>>> Gibt es so eine Studie wirklich?
>>> Wenn Nein, Ist an der Aussage etwas dran?
Philly
(P.S.: Dieser Beitrag hat keine rechtsradikalen Hintergedanken ö.Ä.!!!)
Mir hat ein Bekannter erzählt, dass ein (o man hört sich das
bescheuert an) „Sichtbarer Ausländeranteil in Diskotheken von
über 20% bei Deutschen automatisch ein unwohles Gefühl
hervorruft“.
Ich kann dazu nichts Fachkundiges beitragen, aber ich halte das für normal, dass Fremdes, Unbekanntes ab einem gewissen Prozentsatz ein Unwohlsein hervorruft. Anders empfinden dürften es nur solche Deutsche, die schon mal im Ausland gelebt haben, oder sonstwie Menschen anderer Nationen intensiv kennengelernt haben.
Ich denke übrigens, dass das nicht nur Deutsche betrifft. Misstrauen gegen Fremdes haben eigentlich alle Menschen, ja, sogar alle Säugetiere.
vielleicht liegt das auch daran, dass man in discos mit steigendem ausländeranteil mit steigender aggression konfrontiert ist. ich bevorzuge es ebenfalls an orte zu gehen, wo weniger leute aus genannten ländern kommen (italien ausgeschlossen!), da man als frau dort weniger doof angemacht wird und man als mann keine angst haben muss, anders angemacht zu werden.
das hat nichts mit ausländerfeindlichekeit zu tun, sondern sind selbstschützungsstrategien.
warum oben genanntes so ist, ist eine andere diskussion.
liebe grüsse
coco
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[MOD] Bitte beachten: ‚Psychologie‘ …
… heißt dieses Brett.
Philly fragt nach einer ganz bestimmten psychologischen Studie bzw. nach anderen psychologischen Studien, die zeigen, ob an dieser These „etwas dran“ ist.
Das ganze ist, laut meinem Bekannten, „psychologisch bewiesen“.
Totaler Schwachsinn. Wer soll sich denn auch mit so einem Senf ernsthaft auseinandersetzen und Forschungsgelder für so belanglose Ergebnisse verschwenden?
Der Forscher, der das bewiesen haben soll, hätte repräsentative Deutsche und Ausländer für mehrere Experimantal- und Kontrollgruppen rekrutieren müssen um sie dann in verschiedenen Clubs zu verschiedener Musik feiern zu lassen. Obendrein hätte er, weil naheliegend, den Frauen/Männer-Anteil verändern müssen.
Das wäre aber auch nur die Spitze vom Eisberg. Niemand würde ihm assistieren wollen, und kein Verlag würde sowas veröffentlichen.
Ich schlage vor, dass du ihm das nächste mal, wenn du ihn siehst von einer höchstbrisanten Studie berichtest, die nachweist, dass man mit einer 72,5%igen Wahrscheinlichkeit bei einem Vulkanausbruch stibt, wenn man sich dazu entschließt auf einer verlassenen Insel Riesenhühner zu züchten.
zwar kann ich Dir nicht konkret betreffend der angesprochenen/angefragten Studie weiterhelfen. Aber wenn sich jemand in der Disko unwohl fühlt, steht es ihm ja ohne weiteres frei, diese zu verlassen. Anders sieht es aber in unseren Schulen aus. In Berlin gibt es in manchen Stadtbezirken in den Grundschulklassen einen Ausländeranteil von über 90 %, allen schulpädagogischen Empfehlungen zum Trotz, weil es einfach nicht anders geht. Und als Eltern ist man ja vom Schulgesetz her gezwungen, die Kinder nach dem Territorialprinzip (Wohnortprinzip) einschulen zu lassen. Wenn Dir etwas an Deinen Kindern liegt, bleibt Dir dann nur eins: Noch rechtzeitig vor der Einschulung umziehen, ansonsten fühlen sich nicht nur die Eltern, sondern auch die betroffenen Kinder bezüglich mangelhafter Wissensvermittlung für das weitere Leben unwohl. MfG M.P.
ich fühle mich nicht wohl - in Discotheken, Schulen… - mit SPÜR- u./o. sichtbarem Neo-Nazi-Anteil - wobei hier der Prozentsatz die kleinere Rolle spielt - (also wenn sichtbar ist, dass die zwar von hier kommen, sie aber so hässliche Stiefel tragen und schlechtrasierte Glatzköpfe haben, oder wenn ihr gähnendes Vakuum zwischen den Ohren spürbar wird, indem sie hirnlose Frasen von sich geben…)
und noch was zu coco (Posting weiter unten)…
nett, dass Du Italien ausschließt… aber glaube mir, auch dort gibt es sehr schlechte Menschen - verzeih mir meine Ironie -
Vielleicht kann ja einer der Experten - wir sind hier ja im Psychologie-Forum - uns einen Tip geben, wie wir endlich anfangen können uns wie MENSCHEN untereinander zu verhalten?
nett, dass Du Italien ausschließt… aber glaube mir, auch
dort gibt es sehr schlechte Menschen - verzeih mir meine
Ironie -
es gibt überall nette und böse menschen. ich glaube, darüber müssen wir nicht diskutieren.
ich durfte selber auch die bekanntschaft mit sehr netten türken machen, welche das von mir genannte phänomen genauso ablehnen wie ich. und welche vielleicht noch mehr darunter leiden wie wir, da es sie als „unschuldige“ in ein schlechtes licht rückt. die existenz solcher leute ändert aber nichts an der tatsache, dass ein gewisser anteil ihrer landsleute aggressives verhalten aufweist und damit die einheimischen vertreibt.
wegen den italienern: mein vater meinte immer, die italiener (in der CH) sind mittlerweilen die besseren schweizer, als die eingeborenen (was auch immer das heissen mag…).
Ich kann jetzt nicht sagen, ich wäre ein Experte,
aber zwei Augen habe ich im Kopf und ein Herz in der Brust.
Und damit hallo
Also in dem Wohnheim von mir fühle ich mich sehr wohl mit etwa 30 % Ausländern. Insgesamt scheint es eine starke Korelation zwischen Bildung und „human-sozialem“ Verhalten zu geben. (Statistisch…)
Natürlich ist Korelation kein Kausalitätsnachweis. Ich unterstelle dem nicauch keine Kausalität. Den Zusammenhang sehe ich eher in dem Erziehungsumfeld…
Unwohl fühle ich mich selbst in einer Umgebung von Menschen, die anderen mit ihrem Auftritt offenbar Angst machen wollen.
Da ist es mir egal ob jemand aus Abchasien, der Türkei oder aus dem Sauerland kommt. Ich mag keine Snobs und keine Gangstarapper…
Am freundlichsten finde ich eigentlich sonderbare Mathematiker…
Ich fasse es einmal zusammen:
Niemandem ist etwas von so einer Studie bekannt, aber es ist
auf jeden Fall etwas wahres an der Theorie dran.
Naja, diese Zusammenfassung hinkt jetzt aber.
So wird eher ein Schuh daraus: Neben einigen sehr subjektiven, persönlichen Kommentaren hast Du einen Hinweis von Lotus bekommen, warum es die Studie so NICHT geben kann (und deswegen eher eine Urbane Legende ist):
Um so etwas zu operationalisieren, ist es eben wichtig, Stichproben (mit jeweils einzelnen VP’s) in absolut identischen Situationen zu beobachten, welche sich NUR in das zu beobachtende Kriterium hin unterscheiden (die Situation). D.h., man hätte also so etwa 40 mal dieselben 2 Publika, einmal mit und einmal ohne hohem „Ausländeranteil“, in dieselbe Diskothek mit ansonsten identischen Rahmenbedingungen einladen uns beobachten müssen. So etwas kann man nicht „kontrollieren“, und angesichts der Kosten, vor allem aber auch der Kosten, würde das wohl kein Mensch wissen wollen.
Aber bereits im Vorfeld kann man sehen, dass bei so einer Studie die vermutete Hypothese sich nicht bestätigen könnte: Wenn z.B. Italiener, Türken und „Afrikaner“ (
so wandelt sich auf wundersame Weise eine Aussage („Bekannter hat erzählt“) zu einer Theorie? Mit Verlaub, da hat jemand von einem Gefühl erzählt, inzwischen haben sich ein paar Leute gemeldet, die das Gefühl auch kennen. Wikipedia weiß, was eine Theorie ist:
Eine Theorie entwirft ein Bild (Modell) der Realität. Sie trifft auch eine Aussage über den Lauf der Welt und ist insofern immer eine Prognose, die per Experiment zur Rechenschaft gezogen werden kann. Das Ergebnis des Experimentes bestätigt (verifiziert) oder widerlegt (falsifiziert) eine Theorie. Nicht falsifizierbare Aussagen, z. B. eine Tautologie oder Definition, können keine Theorien sein.
Für das tägliche Leben ist wichtig, dass Theorien uns in die Lage versetzen, Prognosen zu stellen. Die einzige Prognose, die sich aus der Aussage Deines Bekannten ergeben könnte: Er wird sich im nächsten Schuppen, in dem viele Ausländer sind, nicht wohlfühlen. Das wusste er aber bereits vorher.
Mir hat ein Bekannter erzählt, dass ein (o man hört sich das
bescheuert an) „Sichtbarer Ausländeranteil in Diskotheken von
über 20% bei Deutschen automatisch ein unwohles Gefühl
hervorruft“.
Das kann schon „bei den Deutschen“ so sein, wie es
auch bei einem guten Teil vieler anderer Gruppen
so sein wird, die mit „Fremden“ konfrontiert
werden - in einer Situation, die einen unsicheren
Ausgang ermöglicht.
In this article I discuss the subjective rationality
of xenophobic and racist beliefs. Although such beliefs
are mostly non-rational from an objective perspective,
because of their incongruence with reality, under
certain conditions they may appear rational from
people’s subjective point of view – in particular
<u>in situations of uncertainty</u>. The <u>reason</u> for
this is mainly <u>cognitive limitations</u> and biased
background information.
...
Die Schätzung „20%“ würde ich ersetzen durch
den Begriff „deutlich erkennbare Fremdgruppe“.
Dieses weitverbreitete, weitverdrängte und
doch recht gut untersuchte Phänomen nennt
man iirc „Xenophobie“.
dürfen wir das dann also so verstehen, daß ein ausländer mit anderer hautfarbe nicht zwangsläufig als schlechter mensch anzusehen ist, wenn aber einer glatze hat und springerstiefel trägt, nazi ist?
dann wäre berlin aber voller nazis.
gut, daß man die immer am äußeren erkennt.
nach der logik würde ja auch helfen, diese ein paar wochen zu isolieren und wenn die haare länger sind, als demokraten zu entlassen.
der automatismus von skinhead gleich nazi vermag ich nicht so richtig zu erschließen.
diese pauschalaussage ist natürlich unsinn.
exakter müsste es nach meinen erfahrungen (!) heißen: ein gewisser anteil von männlichen, türkisch/arabischen besuchern einer diskothek stellt ein bedrohungspotential für mich da.
ansonsten sind die vielfalt und mischung eine bereicherung.
du kannst allerdings die definition auch auf „angetrunkene gäste jeglicher nationalität“ ausweiten. nimmt sich nicht viel.
Dieses weitverbreitete, weitverdrängte und
doch recht gut untersuchte Phänomen nennt
man iirc „Xenophobie“.
Ja, stimmt. Es wäre Blödsinn zu sagen, ich sei frei davon. Jedoch ist die Frage, ob sich das darin äußert, sich in der Umgebung Fremder unwohl zu fühlen, oder ob man z.B. Fremde irgendwie „belächelt“
Meinen chinesischen Mitbewohner finde ich echt nett, jedoch mache ich mit meinem anderen deutschen Mitbewohner immer Scherze über seine Essangewohnheiten. (Die sind aber glaub ich „objektiv“ merkwürdig.)
In seiner Umgebung (also des Chin.) fühle ich mich aber nicht unwohl oder so. Eigentlich im Gegegenteil, weil er sehr freundlich ist.
Ist es also vielleicht so, dass sich die eigene Xenophobie anders ausdrückt als in Unbehagen ihm Gegenüber?
VG, Stefan
Ich möchte jetzt nicht verteufelt werden bitte. Ich hab nur ausgesprochen, was sehr sehr viele denken. Überhaupt glaube ich fast, dass es wie folgt ist:
Nur der von Deutschen begangene Massenmord unvorstellbaren Ausmaßes hat dazu geführt, dass man sich in Deutschland um diese Art der Xenophobie schert und diese verschwiegen wird.
In anderen Ländern gehört es zum guten Ton, sich über andere Völker lustig zu machen.
In Deutschland hat dies seit Kurzem mit den USA jedoch auch gewisse Ausmaße angenommen.
Alles zu leugnen löst Probleme nicht. Auch steht dieses nicht im Gegensatz zu meinem Posting weiter unten. Es ergänzt es aber.
Meinen chinesischen Mitbewohner finde ich echt nett, jedoch
mache ich mit meinem anderen deutschen Mitbewohner immer
Scherze über seine Essangewohnheiten. (Die sind aber glaub ich
„objektiv“ merkwürdig.)
Du kannst es ziemlich einfach für dich nachprüfen: Kannst du dir vorstellen, dass er mit euch zusammen darüber lachen würde? Oder würde er sich benachteiligt sehen? Oder: kannst du dir vorstellen, mit ihm gemeinsam über deine Essensgewohnheiten zu lachen?
dürfen wir das dann also so verstehen, daß ein ausländer mit
anderer hautfarbe nicht zwangsläufig als schlechter mensch
anzusehen ist, wenn aber einer glatze hat und springerstiefel
trägt, nazi ist?
dann wäre berlin aber voller nazis.
Hm, ich kann mich täuschen, aber ich glaube, Angis Frage war ironisch gemeint und wollte genau diese Diskrepanz, die Du meinst, aufzeigen - daß man nämlich niemandem ansehen kann, wie er drauf ist.
Hallo,
also als ich noch tanzen gegangen bin, war das an Orten mit mindestens 70% Ausländeranteil. Das waren Weltmusik"diskos" und entsprechend war das Publikum. Also, Angst habe ich da bestimmt nicht gespürt!Ganz im Gegenteil, ich habe das genossen!