Hallo Ihr Lieben,
mal eine Frage eines Skeptikers … hilft Yoga oder autogenes Training wirklich, zur Ruhe zu kommen, störende äußere Einflüsse „abzuschalten“ usw… Und WIE fängt man an?
Wäre sehr lieb, wenn Ihr mir ein paar Tips geben könntet!
M.
hallo martina,
mal eine Frage eines Skeptikers … hilft Yoga oder autogenes
Training wirklich, zur Ruhe zu kommen, störende äußere
Einflüsse „abzuschalten“ usw…
meine mam gehört zu der generation fraun, wo autogenes training anfang der 70er mal so hip war, dass man es auch gleich dem sohnemann beibringt, sprich, ich hab’ das zusammen mit dem gehen gelernt
(naja, nicht ganz so früh)
bringts was?
mir nicht wirklich, wenn du eine stressige situation erlebst hast du ja eh’ meistens keine möglichkeit dich erst mal hinzulegen und dir eine grüne wiese vorzustellen…
klar, der ansatz ist, dass man es auch ‚ohne bedarf‘ regelmässig tut (genauso wie yoga) und daduch ruhiger wird. ich bin sicher, dass dies bei jedem der daran glaubt und so macht auch stimmt.
ich kann eher an yoga glauben, hab das mal 1-2 jahre fast täglich gemacht und habe es aufgehört, als kampfkunst wichtiger wurde; ich sehe meine ‚angeborene‘ biegsamkeit eher als problem (komme noch heute freihändig i.d. lotussitz…) und wollte das nicht noch steigern…
ich kann natürlich nicht sagen ob ich unruhiger gewesen wäre, wenn ichs nicht gemacht hätte…heute schwimme ich fast täglich und brauche dies zum wachwerden und um körper & bewusstsein zusammen zu bringen. ich weiss nur, das ich sehr unruhig werde, wenn ich längere zeit nicht zu derlei sportarten (auch zb. laufen … ) komme. auch hier gilt das was ich zu anfang dieses absatzes geschrieben habe…
überlege dir, was für ein ziel du hier ‚wirklich‘ hast. warum ruhe? wieso bist du unruhig? lohnt es sich die ursache der unruhe zu finden anstatt an diesem symptom zu arbeiten?
vielleicht wäre ja auch tai chi was für dich?
Und WIE fängt man an?
Wäre sehr lieb, wenn Ihr mir ein paar Tips geben könntet!
ich würde sowas immer in einer gruppe machen, v.a. yoga (was ich btw. das interessantere von beidem finde…). ich habe damals i.d. vhs angefangen, wie gut das ist hängt halt von dem/der lehererIn ab. guck dir die immer vorher an…
hth,
stefan
Hallo Martina,
probier es ruhig einmal aus. Es kann ja nichts schief gehen, oder?
Autogenes Training hat mich damals allerdings auch nicht so wirklich vom Hocker gerissen.
Ich habe vorletztes Jahr aber mit einer bestimmten Meditationsübung angefangen, die ich seitdem mehr oder weniger regelmäßig jeden Tag mache. Am Anfang habe ich noch nicht so viel gemerkt, aber mittlerweile spüre ich schon deutlich eine Wirkung. Mir geht es weniger um die innere Ruhe, sondern eher darum, dass mein Körper funktionsfähig bleibt, denn ich habe MS. Daher war ich am Anfang auch hochmotiviert, was diese Übung anging. 
Was ich damit sagen will: Wenn du dich für eine Enspannungsübung entscheidest, welche auch immer, dann probier es auf alle Fälle mal ein paar Wochen aus und entscheide dann, ob es dir etwas bringt. Ich finde es eine gute Idee, so etwas z.B. mit einer VHS-Gruppe zu beginnen, oder an einer privaten Yoga-Schule (teurer, aber wie man hört auch besser). Da hättest du dann einmal die Woche einen Kurs, und wenn du auch an den anderen Tagen übst, merkst du ja recht bald, ob es etwas für dich ist.
Übrigens, was auch noch eine gute Idee wäre: Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Ist nicht ganz so „theoretisch“ wie Autogenes Training.
Schöne Grüße
Petra
Hallo Martina,
ich hatte vor einigen Jahren in der Ausbildung einen 2-tägigen Kurs im Autogenen Training. Wahrscheinlich ist 2 Tage viel zu kurz um Erfahrungen zu machen, aber das was wir dort so getan haben, fand ich nicht so prickelnd. Und habe mich folglich auch nie wieder damit beschäftigt. So kann ich dir da auch nix raten.
Etwas später habe ich einen Kurs in progressiver Muskelentspannung nach Jacobsen gemacht. Die „Stunden“ taten mir sehr gut. Aber ich habe es nicht geschafft irgendetwas davon in den Alltag mitzunehmen.
Vor 4 Jahren habe ich an der VHS meinen ersten Yoga-Kurs gemacht und bin hängen geblieben. Dies ist das erste Semester dass ich aussetzte, wegen einer Serie von Verletzungen.
Ich hoffe ich bin bald wieder dabei. Ich habe mich von Anfang an bei den Übungen wohlgefühlt. Diese Mischung aus Atemtechniken und Stretching hat nicht nur mein Körpergefühl verbessert sondern mein Leben „entschleunigt“ - auf sehr angenehme Art bin ich zu mehr Gelassenheit und Leichtigkeit gekommen. Ebenso bin ich durch bessere Beweglichkeit und eine intensivere Körperwahrnehmung im Alltag körperlich belastbarer geworden. Und ich kann ganz viele Übungen im Alltag umsetzen. Seien es Atemübungen abends beim Einschlafen um nach einem stressigen Tag zur Ruhe zu kommen oder angenehme Muskeldehnungen. Unauffälligere auf Flügen, langen Besprechungen. Weniger dezente beim Lümmeln auf der Couch oder vor dem PC. Geht einfach nebenbei und ich fühle mich besser. Sogar der Zahnarztbesuch *horror!* läuft besser ab seit ich auf dem Stuhl Atemübungen durchexerziere. Mein Zahnarzt ist ganz begeistert von meiner Entspanntheit (im Gegensatz zu dem verkrampftem, zitternden Wesen von früher). *lach*
Mein Fazit für dich: Probiers einfach verschiedenes aus. Sportvereine und VHS bieten kostengünstige Kurse. Oder mal im Urlaubsort einen einwöchigen Kurs belegen. 
Alles Gute!
Karin
Hallo Martina!
mal eine Frage eines Skeptikers … hilft Yoga oder autogenes
Training wirklich, zur Ruhe zu kommen, störende äußere
Einflüsse „abzuschalten“ usw.
Ich mache jeden Morgen nach dem Aufstehen Yoga und gehe regelmäßig ins Fitness Studio, wo ich auch Pilates und Yoga Kurse besuche. Thai Chi habe ich auch schon gemacht, meistens um nach einem harten Judotraining wieder zur Ruhe zu kommen. Mir persönlich hilft Yoga, den Tag entspannt zu beginnen sowie fit und beweglich zu bleiben. Am besten machst Du einfach mal ein Probetraining, dann merkst Du gleich, ob es etwas für Dich ist oder nicht.
Und WIE fängt man an?
Eine Yoga Schule ist meistens ziemlich teuer, wahrscheinlich aber auch besser, wenn Du nur Yoga machen willst. Falls Du auch gerne noch andere Kurse besuchen willst, würde ich Dir ein Fitness Studio empfehlen. Dort kannst Du auch jederzeit an einem kostenlosen Probetraining teilnehmen, um mal reinzuschnuppern. Oder Du meldest Dich bei einem VHS-Kurs an.
Grüße, Tanja
Zusatz
hmmm, gibt es noch „etwas“ was das Gedächtnis in Schwung bringt? *g*
Hab da die einjährige Tai-Chi-Phase vergessen. Das hat noch kein Vorschreiber genannt
Auch hier waren die Übungen „angenehm“. Diese sachten gleichmässigen Bewegungen brachten mich auch von der Hektik des Alltags hinunter. Obwohl ich den Kurs mit meinem damaligen Freund machte, konnten wir uns nie aufraffen zuhause zu üben. Mit der Folge, dass wir - als die Übungen immer komplexer, sprich die Bewegungs-Reihenfolgen immer länger wurden - nicht mehr mithalten konnten. So ging die Konzentration flöten, die Stunden wurden anstrengend, da ich mich nicht an die korrekte Abfolge erinnern konnte, mich verhaspelte, etc … Das wars dann auch mit der Tai-Ch-Phase.
Wollte es der Vollständigkeithalber erwähnen. Das Feld der Entspannungsübungen ist ja sehr weit …
Karin
hallo Martina,
ich kann Dir nur über das Autogene Training schreiben. Über Yoga müßtest Du Dich anderweitig genauer kundig machen.
Autogenes Training ist eine sehr wirksame Methode, das vegetative Nervensystem zu beeinflussen. Letztlich sind es solche Methoden, mit denen die indischen Yogis ihre Herzfrequenz willkürlich verlangsamen.
Wie steigt man ein? Am besten über einen Kursus. In zwei Tagen ist es nicht getan - die einzelnen Übungen müssen Schritt für Schritt geübt und erst dann erweitert werden. In diesem Kursus lernt man die Grundbegriffe, die notwendigen Grundformeln, um in den Zustand der Selbsthypnose zu kommen, der die Basis für alles Weitere ist. Da hat man einen Lehrer, der einem Hilfestellung gibt, Kommentare, Erläuterungen, und der Fragen beantworten kann.
Meiner persönlichen Ansicht nach sollte man es bevorzugt bei einem psychotherapeutisch ausgebildeten Arzt lernen, nicht beim Psychologen. Da traf ich schon öfter mal, daß die Wärmeübung für die Arme gelehrt wurde ohne Variante für die Patientin mit Brust-OP und Achselhöhlen-Lymphknotenentfernung … oder die Herzübung bei jemandem mit Herzrhythmusstörungen. So etwas muß zu Beginn des Kurses erfragt werden, oder speziell vor einigen der durchaus nicht „harmlosen“ (wirkungslosen) Übungen, und in der Formelvorgabe berücksichtigt.
Wenn Du den Grundkurs absolviert hast, solltest Du üben, üben, üben, und wenn das AT richtig „sitzt“, den Mittelstufenkurs ins Auge fassen. Der lehrt ganz gezielt Anwendungsformeln, die bei bestimmten Störungen wie unerwünschten Streßreaktionen u.ä., aber auch bei Schmerzen oder anderen körperlichen Störungen helfen.
Wenn Du so weit bist, wirst Du sicher über Deinen AT-Lehrer erfahren können, was Dir die Oberstufe bringen könnte an Selbsterfahrung, Wahrnehmung und Erkenntnis.
Du könntest aber auch bei der Grundstufe stehen bleiben und Dir von Deinem AT-Lehrer einzelne Formeln zu Deinen speziellen Problemen, z.B. Streßabbau, geben lassen.
Wenn Du Dich speziell informieren möchtest, könntest Du z.B. das Buch von Klaus Thoma lesen: Praxis der Selbsthypnose des Autogenen Trainings, Thieme, ISBN 3 13 410004 5.
Gruß, I.
Hallo Martina,
der Tip mit dem Fitnesstudio ist ja nicht schlecht, aber doch relativ teuer, wenn’s Dir nur um einen Kurs geht.
Versuch’s doch mal bei Deiner Volkshochschule, Familienbildungsstätte, AOK oder andere Krankenkasse oder einem Gemeinschaftszentrum. Meist werden dort Kurse (z.B. 10 Wochen lang 1,5 Stunden pro Woche) oder auch Tagesseminare angeboten. Letzeres ist ganz besonders interessant, um sich das ganze erstmal anzusehen und zu entscheiden, ob das was für Dich ist.
Wenn Du Dich für Yoga interessiest, ist Hatha-Yoga auch nicht gleich Hatha-Yoga. Ich habe zwei verschiedene Yoga Lehrerinnen kennengelernt, und die Kurse ware sehr verschieden. Die eine ging mit ihrem Programm auf Selvarajan Yesudian zurück und machte das Ganze sehr meditativ.
Die andere war aufgrund eigener Rückenprobleme zum Yoga gekommen und machte ihr Programm nach der Lehre von B.K.S. Iyengar. Das war auch noch meditativ, aber hatte auch einen sportlichen Ansatz.
Ich glaube, in den Studios wird weniger „reine Lehre“ angeboten, sondern mehr eine Mischform zur Aerobic, z.B. Power Yoga und ähnliches.
Sehr interessant und entspannend finde ich auch Qui Gong und für Leute mit mehr Ausdauer beim Üben Tai Chi.
Schau Dich einfach um und probier ein paar sachen aus.
Grüße
Gordie
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