Autoritäre Erziehung - Wieviel ist 'normal'?

Hallo,

Die Ohrfeige scheint ja beispielsweise weit verbreitet zu sein. Und ich denke, wenn das _seltenst_ vorkommt wäre es auch tolerierbar. (Wobei ich dennoch extreme Abscheu dagegen empfinde - auch als letztes Mittel!)

Gesetzt den Fall ein Kind wird mehrere Jahre mit einer Regelmäßigkeit von mindestens 2-3 pro Woche geohrfeigt, und seltener der ‚Hintern versohlt‘ - ist das noch im Maße einer ‚normalen‘ autoritären Erziehung?

Ich finde es auf jeden Fall verabscheuungswürdig, weiss aber auch das Misshandlung viel mehr enthalten kann.
Ich würde mich deshalb über eine nähere Definition freuen, die aber die ‚Alltags-Praxis‘ berücksichtigt.

Was ist gilt noch als normal, wo fängt Misshandlung an? Wie seht ihr das?

mfg
Matze

Hallo,

ich denke das eine Ohrfeige, also der Schlag ins Gesicht für ein Kind oder Teenie und auch Erwachsener absolut erniedrigend ist.

Ich versuche mein 20 Monate alten Sohn weder jetzt noch später zu schlagen. Ich hoffe auch sehr, dass es mir gelingen wird?!
Ich denke Autoritär kann ich auch dann sein, wenn ich meine Stimme erhebe. Zumindest staunt der Kurze dann immer. Ob es hilft? Na ja, besser mehrmals meckern als durch körperliche Gewalt an sein Ziel zu kommen.

Gruss
Tobi

Hallo Matze,

lese mal Autobiographien von Leuten, die vor der Besatzungszeit geboren sind. Da findest Du zumeist Prügelstrafe und schwärmerische Liebe zu den Eltern.
Später beides nicht mehr.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Moin Matze,

Schlagen ist kein Zeichen für Autorität, sondern für Hilflosigkeit.

Gruß
Marion

Hi Marion,

Schlagen ist kein Zeichen für Autorität, sondern für
Hilflosigkeit.

ein Sternchen, weil Du sprichst mir aus der Seele.

Gruß

morgendlichen Gruß

Marion

Klaus

Huhu!

Schlagen ist kein Zeichen für Autorität, sondern für
Hilflosigkeit.

Oder aber für eiskalt kalkulierte Brutalität, die zumindest ein Teilnehmer hier immer wieder propagiert!

Liebe Grüße und *

Guido

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Hi!

Die Ohrfeige scheint ja beispielsweise weit verbreitet zu
sein. Und ich denke, wenn das _seltenst_ vorkommt wäre es auch
tolerierbar.

Naja - zumindest ich könnte es nicht tolerieren!
Gab es da nicht vor kurzem den Fall, dass eine Mutter genau dafür 100,-€ zahlen musste?

(Wobei ich dennoch extreme Abscheu dagegen
empfinde - auch als letztes Mittel!)

Danke!

Gesetzt den Fall ein Kind wird mehrere Jahre mit einer
Regelmäßigkeit von mindestens 2-3 pro Woche geohrfeigt, und
seltener der ‚Hintern versohlt‘ - ist das noch im Maße einer
‚normalen‘ autoritären Erziehung?

Ich weiß nicht, was Autorität mit körperlicher Gewalt zu tun haben soll!
Ich habe mal gelernt, dass es so etwas gibt wie natürliche, gelernte und erzwungene Autorität.
Natürliche Autorität ist ein Novum, gelernte setzt eine gewisse Ausbildung im Bereich der Rhetorik voraus, erzwungene ist u.a. die Anwendung von Gewalt.

Ich persönlich halte den von Dir geschilderten Erziehungsstil nicht für einen solchen! Ich würde es eher als Misshandlung bezeichnen.

Ich finde es auf jeden Fall verabscheuungswürdig, weiss aber
auch das Misshandlung viel mehr enthalten kann.

…aber nicht muss!

Ich weiß, dass ich mein Kind bislang nicht geschlagen habe, und ich kann auch behaupten, dass ich niemals ein Kind schlagen werde!
Ich kann beim besten Willen keinen Grund erkennen - und mir konnte bislang auch noch kein schlagendes Elternteil einen nennen (oder besser: erklären)!

Ach ja, Du fragtest: Misshandlung ist für mich nicht der Ausrutscher! Misshandlung fängt für mich an, wenn die Eltern körperliche Gewalt als regelmäßige "Erziehungs"methode einsetzen!

LG
Guido

Hallo

Wenn einem sonst nichts mehr einfällt, kann man das Kind aber festhalten oder wegtragen oder was auch immer da gerade angesagt wäre.

Auch das ist Gewalt, das ist den meisten Erwachsenen nicht klar. Da muss man sich aber nur mal kurz vorstellen, wie es wäre, gegen seinen Willen weggetragen zu werden, dann wird es einem klar. Aber diese Gewalt geht meiner Meinung nach, aber auch nicht andauernd.

Schlagen dagegen würde ich als brutale Gewalt bezeichnen.

Viele Grüße
Thea

Hallo Matze!

Gesetzt den Fall ein Kind wird mehrere Jahre mit einer
Regelmäßigkeit von mindestens 2-3 pro Woche geohrfeigt, und
seltener der ‚Hintern versohlt‘ - ist das noch im Maße einer
‚normalen‘ autoritären Erziehung?

„Autoritäre Erziehung“ wird ja ungefähr folgendermaßen verstanden:

„Eine autoritäre Persönlichkeit verhält sich - im alltäglichen Verständnis - betont repressiv und herrschaftsbezogen, d.h. sie fordert Unterordnung und Gehorsam. Somit ist eine „autoritäre Erziehung“ von dirigistischer Lenkung geprägt, gepaart mit Geringschätzung und Verständnislosigkeit. Erziehungsmaßnahmen wie Ge- und Verbote, Überwachung, Zwang, Gewalt und Strafe kommen relativ häufig zum Einsatz.“ (http://www.wissen24.de/vorschau/26527.html)

Interessanterweise hat dies ja so gar nichts mit dem Verständnis von „Autorität“ zu tun:

„Autorität (vom lateinischen „auctoritas“ Einfluss, Geltung, Ansehen, Würde, Macht, bzw. dessen Verb „augere“ das soviel wie vermehren, fördern bereichern, wachsen bedeutet) ist das Ansehen (siehe auch Ehre), das eine Institution oder Person besitzt und das dazu führt, dass sich andere Menschen in ihrem Denken und Handeln nach ihnen richten. Sie entsteht durch vorausgehende Erfahrung von Macht, Fähigkeiten, Wissensvorsprung oder durch religiösen Überzeugungen.
Im konkreten Sinn bezeichnet Autorität eine Person oder Institution, die Autorität hat auf ihrem jeweiligen Gebiet kraft ihres Ansehens, von Gesetzen etc. . So ist der Lehrer in der Schule eine Autorität kraft Gesetz; ein Wissenschaftler ist eine Autorität , wenn er bei den Kollegen allgemeine Anerkennung für seine Forschung geniesst.
Neue Ansätze im Lehrbereich, zum Beispiel den konstruktivistischen Lehr- und Lerntheorien, gehen davon aus, dass die Lehrperson ihre Autorität nicht nur kraft des Gesetzes/der Position erlangt, sondern durch Zustimmung von den Belehrten. Autorität kann zudem geteilt werden, sofern die Autorität (als Person) gewillt ist, dies zu tun.
Man kann nach Bocheński epistemische und deontische Autorität unterscheiden: Epistemische Autorität ist die Autorität des Wissenden, der sich in einem Fachgebiet besonders gut auskennt und auf den man deswegen bei Fragen, die dieses Fachgebiet betreffen, zu hören gewillt ist. Deontische Autorität bezeichnet die Autorität des Vorgesetzten, der von dieser seiner Position her Weisungen zum Verhalten seiner Untergebenen erteilen kann.“ (http://autoritaet.adlexikon.de/Autoritaet.shtml)

Eine Erziehung, die eher auf dem letztgenannten Verständnis beruht, ist durchaus möglich. Es ist nicht zwangsläufig einfach, aber ein Blick in meinen Freundekreis zeigt, dass es geht.
Was es allerdings dazu braucht, sind souveräne Eltern.

Ich finde es auf jeden Fall verabscheuungswürdig, weiss aber
auch das Misshandlung viel mehr enthalten kann.
Ich würde mich deshalb über eine nähere Definition freuen, die
aber die ‚Alltags-Praxis‘ berücksichtigt.

Das habe ich hiermit zwar nicht geliefert, aber ich möchte trotzdem noch mal kurz als „Anregung“ BGB § 1631 einwerfen:

Inhalt und Grenzen der Personensorge
(1) Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.
(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.
(3) Das Familiengericht hat die Eltern auf Antrag bei der Ausübung der Personensorge in geeigneten Fällen zu unterstützen.

Grüße,
Christiane

Hallo Matze,

Deine Fragestellung bringt die berühmten Birnen und Äpfel zusammen.

Eine „autoritäre Erziehung“ hat nichts mit Misshandlungen zu tun.
Ohrfeigen sind klare Misshandlungen.
Inakzeptabel.

Gewiss, es gibt Momente in welchen Kinder es „wissen wollen“ (z.B. wie weit sie gehen können), aber einen Grund für Musshandlungen vermag ich daraus nicht abzuleiten.

Wir haben dies mit unseren Kindern einst so gehandhabt: Wenn das Kind „es wissen wollte“ (das komt vor und ist in der Tat normal) und absolut „ungehorsam“ war musste man schon mal „durchgreifen“. Nun wollte ich mein Kind aber nicht schlagen (gleich wohin, ob ins Gesicht oder auf den Hintern).
Ich nahm in solchen, sehr seltenen Fällen, mein Kind auf (ich hob es also vom Boden ab) und trug es ein paar Minuten rum. Dies ist eine sehr eindringliche Erfahrung für ein kleines Kind. Es lernt, dass der Vater (oder eben auch die Mutter) durchaus bereit ist, seinen Willen (dessen Hintergründe sich für ein kleines Kind nicht unbedingt erschliessen) auch mit körperlicher Gewalt durchzusetzen - allein mit dem Recht des Stärkeren. Wir schädigen das Kind dabei nicht übermässig :smile: und auf jeden Fall sind wir um die Schläge herumgekommen.

Misshandlungen selbst fangen schon viel früher an und sind nicht auf körperliche Einsätze begrenzt. Es gibt „seelische Misshandlungen“, welche durchaus noch fatalere Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben können.

Um nun Deine präzisen Fragen zu beantworten:

Gesetzt den Fall ein Kind wird mehrere Jahre mit einer
Regelmäßigkeit von mindestens 2-3 pro Woche geohrfeigt, und
seltener der ‚Hintern versohlt‘ - ist das noch im Maße einer
‚normalen‘ autoritären Erziehung?

Nein, absolut nicht - siehe meinen obigen Text.

Was ist gilt noch als normal, wo fängt Misshandlung an? Wie
seht ihr das?

Siehe oben.

Ich hoffe ich konnte Dir bei Deinem Meinungsfindungsprozess behilflich sein.

Freundliche Grüsse
Anonym

Eiskalt kalkulierte Brutalität
… dieser allmorgendliche Vorgang war für uns Kinder eine Prozedur, die wir mit dem Fatalismus unserer unkomplizierten Rechtslage - Mutter hieb eine gute Klinge - lautlos über uns ergehen ließen.

…die geschäftigen Hände. Sinken tiefer und tiefer - st! Mutter schläft.
Eingelullt in den Arm ihrer Müdigkeit. In sich versenkt ein Berg von Liebe, eine Unendlichkeit von Drangsal, ein Meer von Kümmernis. Das Bild greift mir an das kindliche Herz.

Wie liegt ihr vor mir, ihr Tage meiner traumseligen Kindheit! Eure Lieder steigen in mir empor. Durch eure Märchen gehe ich. Und wie ehedem verbräme ich das Gewand unserer Not mit den purpurnen Säumen eurer Herrlichkeit.

Aus Franziska Hagers Jugenderinnerungen „Schulmeisterkinder“, 1. Kapitel „Arm, aber im Paradies“.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Was soll das sein?
Hi!

Was soll das sein?

Ein Argument?

Vergiss es!
Sicherlich wäre die Gute völlig daran zerbrochen, wenn sie ihre Kindheit ohne Schläge hätte ertragen müssen!?

Es gibt einen hübschen englischen Spruch: „Don’t know what you got 'til it’s gone“

In meinem erweiterten Bekanntenkreis kannte ich mal 2 Blinde. Einer war von Geburt an blind - er vermisste gar nichts (er kannte es halt nicht anders). Der andere erblindete im Laufe der zeit - mit Mitte 30 konnte er dann gar nichts mehr sehen. Er ist fast daran zerbrochen!

Was ich damit sagen will:

Glaubst Du, ein Kind, das die erste Hälfte seiner Kindheit ohne Schläge erzogen wurde, fände auf einmal eintretende (ungewolltes Wortspiel) Gewalt in Ordnung?
Oder glaubst Du, ein Kind, dass die erste Hälfte seiner Kindheit geschlagen wurde, vermisst das, wenn es auf einmal nicht mehr passiert?!

Natürlich lieben Kinder ihre Eltern, auch wenn sie geschlagen werden! Das ändert nichts an der Tatsache der Misshandlung!

Gruß
Guido

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Kindesliebe im Rückblick
Die ersten Kinder der „reeducation“ sind nun schon alte Leute geworden. Zitiere mir also bitte mal entsprechendes aus veröffentlichten Kindheitserinnerungen der Besatzungszeit, damit ich zu der Überzeugung gelange, daß mit Beziehungsstrafen und partnerschaftlicher Gleichgültigkeit etwas geleistet werden kann, was der Mensch im späteren Leben als Kindheitsparadies erinnert.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

das erinnert mich, an die vielen Leute, die sagen:
„Ich wurde als Kind geschlagen, und es hat mir
nicht geschadet!“
Dem kann ich nur gegenueberstellen:
„Ich wurde als Kind nicht geschlagen,
und es hat mir nicht geschadet.“
Zwar denke ich, dass ich ein ganz brauchbarer
Mensch geworden bin, aber die eine Aussage ist
so sinnfrei wie die andere. Woher soll ich wissen,
ob das so stimmt? Wer will aufdroeseln, warum ich
bin, wie ich bin? Wie anders waere ich, wenn ich
geschlagen worden waere, wie anders waere das Leben
meiner Eltern verlaufen, wenn sie mich geschlagen haetten?

Und was deine Aussage betrifft, dass du so etwas noch
nicht von Juengeren, anders erzogenen, gelesen hast -
vielleicht schreiben die einfach anders (weniger kitschig?
denn ja, ich empfinde die Passagen durchaus als solches).
Vielleicht gibt es sie aber auch - und du hast sie nur
nicht gefunden?
Nur weil ich (z.B.) so etwas nicht so ausdruecke,
heisst aber noch lange nicht, dass ich meinen Eltern gegenueber
nicht so empfinde.

Du masst dir mit diesen Aussagen ganz schoen etwas an,
u.a. diskreditierst du meine Liebe (und die anderer) zu
meinen Eltern.

Und noch eine Ueberlegung draengt sich auf: Warum befuerwortest
du bei deinen Kindern Schlagen als Erziehungsmassnahme?
Damit sie dich spaeter anhimmeln und vergoettern?
Sehr uneigennuetzig. Erinnert mich auch an diesen wohl-
bekannten Spruch: „Wenn ich dich zuechtige, dann tut das mir
mehr weh als dir.“ Hab ich auch immer geglaubt, wenn ich es
gehoert habe, ehrlich.

Gruesse
Elke

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Hallo Elke,

Und was deine Aussage betrifft, dass du so etwas noch
nicht von Juengeren, anders erzogenen, gelesen hast -
vielleicht schreiben die einfach anders (weniger kitschig?

Ja, wenn es um Kindheitserinnerungen an die Eltern geht, dann werden die alten Schriftsteller „kitschig“. Ich persönlich mag es, wenn mich jemand stark genug liebt, um kitschig zu werden.

Ein frühes Beispiel für „gewaltfreie“ und partnerschaftliche Erziehung ist übrigens Karl Valentin. In seinen Jugenderinnerungen kommen seine Eltern kaum vor. Er war übrigens (nach heutigen Maßstäben) so eine Art jugendlicher Intensivtäter.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo

Das kann ich mir vorstellen. Man findet auch - zumindest bei Leuten, die lange genug vor der Besatzungszeit geboren wurden - offensichtlich erhebliche Aggressionen gegenüber völlig unbeteiligten Leuten und/oder blinden Gehorsam gegenüber irgendwelchen Autoritäten.

Viele Grüße
Thea

Hallo,

Salü Matze!

Die Ohrfeige scheint ja beispielsweise weit verbreitet zu
sein. Und ich denke, wenn das _seltenst_ vorkommt wäre es auch
tolerierbar. (Wobei ich dennoch extreme Abscheu dagegen
empfinde - auch als letztes Mittel!)

Ist denn die Ohrfeige - hierzulande als „gsunde Watschn“ bekannt - das Synonym für autoritäre Erziehung?

Mir scheint, Du legst autoritäre Erziehung auf Erziehung mit Schlagen fest. Das greift meines Erachtens aber zu kurz. Ein Beispiel: Hätte ich, wenn ich eine Gruppe durch die Berge führe, keine Fachautorität aufgrund meiner Kenntnisse, dann könnte ich keine Gruppe führen. Dann wär die Gefahr zu hoch, dass etwas passiert.

Gesetzt den Fall ein Kind wird mehrere Jahre mit einer
Regelmäßigkeit von mindestens 2-3 pro Woche geohrfeigt, und
seltener der ‚Hintern versohlt‘ - ist das noch im Maße einer
‚normalen‘ autoritären Erziehung?

Nicht nur „Schlagen“ ist autoritär!
Laut Duden-Definition heißt Autorität : auf Leistung oder Tradition beruhender maßgebender Einfluss einer Person und das daraus erwachsende Ansehen.

Ich finde es auf jeden Fall verabscheuungswürdig, weiss aber
auch das Misshandlung viel mehr enthalten kann.

Dem kann ich mich anschließen, das hat aber nicht notwendigerweise etwas mit Autorität zu tun und wenn, dann nur mit der abwertenden Bedeutung des Begriffs.

Ich würde mich deshalb über eine nähere Definition freuen, die
aber die ‚Alltags-Praxis‘ berücksichtigt.

Die Definition aus dem Duden ist durchaus brauchbar. Erziehung braucht meiner Ansicht nach eine ausgewogene Mischung aus autoritären und anti-autoritären Elementen. Wobei letzteres aber keinesfalls Wegschauen bedeuten soll! Wegschauen bietet Kindern keine Möglichkeit der Orientierung.

Was ist gilt noch als normal, wo fängt Misshandlung an? Wie
seht ihr das?

Schlagen ist und kann nie (!!!) normal sein. Eltern sollten vielmehr eine persönliche Autorität entwickeln, die auf das Schlagen verzichten kann.

mfg

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Matze

Wolkenstein

Weißt Du was?
Hallo Thea,

was Du da schreibst, ist entweder die weitverbreitete, politkorrekte Dünnsäure, oder Du hast tatsächlich etwas zu erzählen, z.B. über die Geschichte der Amokläufe in den letzten beiden Jahrhunderten und über eine rechtliche Bestimmung, die „das sehe ich nicht ein“ als legitime Begründung zur Verweigerung der Ausführung eines Befehls oder einer dienstlichen Anordnung oder einer Verkehrsregel anerkennt.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo

weitverbreitete,politkorrekte Dünnsäure

Was ist denn das?

Geschichte der Amokläufe in den
letzten beiden Jahrhunderten

Wie kommst du auf Geschichte der Amokläufe in den letzten beiden Jahrhunderten? Von 1805 bis heute?

eine rechtliche
Bestimmung, die „das sehe ich nicht ein“ als legitime
Begründung zur Verweigerung der Ausführung eines Befehls oder
einer dienstlichen Anordnung oder einer Verkehrsregel
anerkennt.

Wieso? Wie kommst du darauf?

Viele Grüße
Thea

weitverbreitete,politkorrekte Dünnsäure

Was ist denn das?

Naja, wohl doch leider das, was Du geschrieben hast.

Wie kommst du auf Geschichte der Amokläufe in den letzten
beiden Jahrhunderten? Von 1805 bis heute?

Von wegen Gewalt gegen Unbeteiligte.

einer dienstlichen Anordnung oder einer Verkehrsregel
anerkennt.

Wieso? Wie kommst du darauf?

Weil blinder Gehorsam ja wohl ein Ding der Vergangenheit sei, wie Du sagst.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger